Frau Rampling (routiniert) und Frau Sagnier (süß) in einer Geschichte, die den Zuschauer gekonnt an der Nase herumführt. Ausserdem für Provencefreunde ein Muß
Es sind manchmal (oder auch des Öfteren) gerade die kleineren und unbekannteren Produktionen die im Lauf einer Sichtung positiv zu überraschen wissen. Eines dieser Beispiele ist der französisch-britische Film „Swimming Pool“. Regisseur François Ozon erschuf 2003 mit diesem Film ein raffiniertes Spiel, welches die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen lässt, und dem Betrachter somit absolute Aufmerksamkeit abverlangt.
„Swimming Pool“ ist in gewisser Hinsicht ein anti-aufklärerischer Film. Er zweifelt an einem entscheidenden Punkt an der Aufklärung: an der Illusion über die Kraft des analytischen Verstandes, der vorgibt, „die Wahrheit“ erkennen zu können, Letztendliches und Endgültiges zu postulieren. Dagegen hält Ozon – ja, man könnte fast sagen: das weibliche Prinzip, das Sondieren nach der Lebenslust, die sich nicht analytisch erschließt, die nicht in logischen Kategorien denkt, die nicht rational fassbar ist, weil sie dann, wenn sie das alles wäre, dem Tode gleichen würde. Ozon, so scheint mir, hält an der Unwägbarkeit des Lebens fest, das nicht planbar, voraussehbar ist. Er führt uns dies vor – und führt uns vor. Liebe, Hass, Eifersucht, Wut sind Dinge, die kommen und gehen, planen kann man sie nicht.
Woher kommt Kreativität und wie entsteht sie im Kopf des Künstlers? Ozons vielschichtiger Film, hervorragend mit seinen Musen besetzt, bietet grossen Interpreationsraum. Diejeningen, für die aufgeklärte Twists zum Thriller gehören, werden ratlos hinterlassen.
Als Schauspielerführer und Frauenregisseur ist Ozon einmal mehr alle Achtung zu zollen, als Drehbuchautor hingegen muss er sich dieselbe Kritik gefallen lassen, die der Verleger an seiner Hauptfigur übt: "Wo bleibt die Handlung, die dramatische Wendung?" Eine Schlusspointe gibt es zwar, aber zündend ist die kaum.
Ganz große Klasse, wie der Film mit Erwartungshaltungen spielt, mit den Genres, mit Traum und Realität - was ist eigentlich "Realität"? - und dem Zuschauer mit einem Geheimnis aus der Traumwelt des Kinos ins grelle Tageslicht entlässt. Den Film habe ich jetzt drei Mal gesehen und entdecke immer wieder neue Facetten an ihm. Die Rampling spielt grandios und die Sagnier steht ihr in nichts nach. Ein bisschen nimmt der französische Regisseur auch die steifen Briten aufs Korn und feiert Südfrankreich als sinnliches Gegenprogramm. Dabei ist Swimming Pool gleichzeitig eine Verbeugung vor dem britischen Großmeister des surrealistisch-ironischen Kinos, Nicholas Roeg. Der Humor kommt auch nicht zu kurz und darf in Gestalt des notgeilen alten Gärtners amüsieren. Bemerkenswert ist zudem, dass ein Mann einen antisexistischen feministischen Film gedreht hat, auch hier ist Ozon bei Roeg in die Schule gegangen. In der Gesamtschau ist der Film, der sich auch vor drastischem Sex nicht scheut, ohne dabei billig zu werden, ein Hohes Lied auf die Kraft der Fantasie, auch die heilende. Einer der seltenen kleinen Filmperlen, die die Sinne gleichermaßen betören, wie der Verstand gefordert wird. Zum Wegdämmern vor der Glotze eher ungeeignet.
Routiniert inszeniertes europäisches Kino, zwar ohne die ganz grossen "Aha-Momente" im Plot, jedoch schauspielerisch absolut überzeugend besetzt. Mit Charlotte Rampling's brillanten Spiel steht und fällt vermutlich der ganze Film und auch Ludivine Sagnier lässt sich hier keinesfalls als blosses Eye Candy abstempeln.
Mich wundert das der Film hier stellenweise so niedrige Wertungen einfährt. Sicherlich ist "Swimming Pool" kein Hochspannungs-Erlebnis, andererseits bietet er aber auch genau das was man von einem modernen, europäischen Film dieser Art erwarten kann: Eine leise - aber zu jedem Zeitpunkt - dichte Inszenierung, starke Darsteller und ein durchgängig interessantes Drehbuch.
"Swimming Pool" ist ein typischer Nachtprogramm-Fernsehfilm: Besonders in der ersten Hälfte des Films passiert fast gar nichts, es wird kaum gesprochen und Score scheint nicht vorhanden zu sein. Doch was mich davon abhielt, ihn einen Langweiler zu nennen, war, dass der Film in einen Mantel voller Bedrückung gehüllt war, was atmosphärisch vollkommen passte.
Anfangs wird die Story einfach nur runtergerasselt, schlichte Infos ohne Verpackung folgen auf sinnlose Nichtigkeiten. Doch sobald Julie Haus und Leben der Autorin betritt, nimmt die Geschichte Fahrt auf und es beginnt ein Gefühlschaos von Lust, Eifersucht, Liebe und der Kunst zu leben. Spätestens mit dem Ende wird Einem dann klar, dass "Swimming Pool" ein absolut vielschichtiger, und vor allem kein gewöhnlicher, ruhig erzählter Thriller mit viel Interpretationsspielraum ist.
Im Internet bin ich auf ein Kommentar zu diesem Film gestoßen, der einfach perfekt ist, weswegen ich ihn einfach kurz wiedergeben werde: 'Swimming Pool funktioniert nicht so, wie er es absieht, da er für einen Thriller zu ruhig ist und ihm für ein Drama die Emotionalität fehlt.'
Was für eine schauspielerische Tour de Force: Charlotte Rampling & Ludivine Saigner, die hier wieder einmal ihre enorme Vielseitigkeit beweist. Zugegebenermaßen habe ich Rampling vorher nicht gemocht. Dieser Film hat mich aber eines besseren belehrt.
Auf den ersten Blick geht es in dem Film darum, dass ein Individuum auf seinen krassen Gegensatz trifft. Wie in der Physik Plus- und Minuspol aufeinander prallen, so fühlen sich auch die beiden Hauptprotagonisten zueinander angezogen, die gegensätzlicher eigentlich gar nicht sein können.
Am Ende aber verursacht Ozon beim Zuschauer einen kleinen, aber feinen Mindfuck. Geht es in diesem Film über die Situation eines Künstlers ? Sein Streben nach dem Ideal ? Oder geht es doch um das oben genannte ? Oder beides ?
In der Hinsicht ist Ozon ein Meister seines Fachs, der den Zuschauer mit einer einzigen Einstellung komplett in die Irre führen kann. Ein kleines Meisterstück, das man sich nicht entgehen lassen sollte !
Solide inszeniert mit interessantem Ende und damit etwas besser als sein Namenszwilling von 1969.
Also ich fand ja, dass Ludivine Sagniers Brüste ziemlich künstlich aussahen... Wüsste zu gerne, ob die echt sind ;)
Hachja, mit Brüsten kriegt man sie alle :P Darfst dich dann auch gern an der "echt oder nicht echt" Diskussion beteiligen. Wobei sich bei den Männern ohnehin schon eine Tendenz erkennen lässt :D Wir bräuchten hier mal mehr kompetente weibliche Fachmeinungen hehe
Die Gute hatte halt nen fähigen Chirurgen :D also Andy, auf in die Kirche :P
Ne, aber auf dem Foto sehen die tatsächlich ziemlich echt aus. Im Film hatte ich ihre Brüste eindeutig anders in Erinnerung. Man müsste jetzt wissen, wann das Foto gemacht wurde :D
Künstlerisch intensiver, aber irgendwie auch typisch französischer, daher eigenwilliger, Film. Lebt von starken schauspielerischen Leistungen, insbesondere der Charlotte Ramplings, und einer stimmungsvollen Atmosphäre. Trotzdessen kann er nicht so richtig packen, denn für einen Psychothriller fehlt über lange Zeit einfach die Spannung, die erst in den letzten 20 Minuten wirklich aufkommt, währenddessen der Film zuvor primär die Entwicklung und Annäherung zwischen den beiden völlig gegensätzlichen Frauen beschreibt. Das das Ganze zudem noch etwas seltsam konstruiert wirkt, kommt erschwerend hinzu.
Ohne die wundervolle Charlotte Rampling wäre mir der Film wahrscheinlich nicht mehr als sechs Punkte wert gewesen.
Der Plot einen Tick zu seicht (fast vorhersehbar), die fatale Wendung einen Tick zu spät (und nicht so fatalistisch wie erhofft) ist er vor allem ihrer Performance zu verdanken, das SWIMMING POOL lebt und atmetet und vibriert und letztendlich : unterhält.
Diese zugeknöpfte, ja fast unsympathische Schreiber-Schickse, wie sie langsam auftaut, Neugier entwickelt, sich schließlich bei Joint und House-Musik fast gehen lässt, und am Ende ihren Sex als Waffe ausrichtet, das hatte schon was.
Das ganze so suggestiv, so lebendig, das sich ein Plot (der sonst in zwei Sätzen erzählt wäre) tatsächlich im Kopf einnistet, und bei einem bleibt.
Nicht das alle anderen SChauspieler ihren Job schlecht machen würden, und SWIMMING POOL hat gar nicht so viele von ihnen, aber mit Rampling steht und fällt der Film, der mit einer minder prägnanten Besetzung wohl tatsächlich in seiner Belanglosigkeit baden gegangen wäre.
Es wimmelt zwar vor Subtext, unterdrückter Sexualität, Schuld und Phantasie, aber es ist und bleibt Subtext, der eine Narrative immer nur unterfüttern, niemals lenken soll.
Wir haben dann zwar noch einen obligatorischen Twist, genauso unaufgeregt vorgelegt wie der ganze Film, aber er ändert nur bedingt etwas, an der Rezeption des Filmes.
It´s a one (wo)man-show, und das ganz hervorragend.
Obwoohl, Ludivine Sagnier dürfte auch gerne öfter in anderen Produktionen ihre ....ähm....schauspielerischen Qualiäten in die Kamera halten.
Und zwar alle beide !
Für einen vermeintlichen Psychothriller extrem unspannend inszeniert.
Die einzige Herausforderung diesen Film bis zum Ende anzusehen bestand darin, gegen den drohenden Schlaf anzukämpfen, in der Hoffnung, dass doch noch etwas passieren könnte, was in irgendeiner Form von Bedeutung sein könnte, aber leider war da nicht sonderlich viel, außer eben gähnende Langeweile!
2 femmes statt 8 femmes. Wieder klaubt Ozon ein paar Versatzteile aus der Filmgeschichte zusammen; diesmal heißen die Bausteine Polanski, Chabrol und »La piscine«. Ein bißchen zu ironisch hält er seinen südfranzösischen Psycho-Drama-Comedy-Thriller in der Schwebe und studiert ein bißchen zu beiläufig das Verhältnis von Realität und kreativer Imagination. »Swimming Pool« hätte ein Schlag ins Wasser sein können – aber da ist Charlotte Rampling und ihre zitronensaure, quarkessende britische Erfolgsautorin mit peu à peu durchbrechendem Swinging-London-Appeal – bloody marvellous.
Europäisches Kino at it´s best !!
In Francois Ozon's vertracktem Erotikthriller spielen die beiden Hauptdarstellerinnen Charlotte Rampling und Ludivine Sagnier groß auf, was aber auch an der irreführenden, erotisch aufgeladenen Story liegt, die geschickt den Zuschauer hinters Licht führt.
Ein toll inszeniertes, spannendes Generationen-Psycho-Duell zwischen Madame Rampling & Mademoiselle Sagnier mit einer fesselnden, erotisch aufgeladenen Atmosphäre. Köstlich, dass die frustrierte Mme Rampling irgendwann auch am Joint mitzieht.
Die aufgesetzte Krimi-Geschichte im zweiten Teil ist dann leider völlig überflüssig und wenig packend und macht fast den Film zur Sau. Trotzdem sehr sehenswert das Ganze.
Ludivine Sagnier eine der begabsten französischen Jungschauspielerinnen zeigt sich hier sehr in ihrer freizügigen erotischen Art. Aber es wäre kein Ozon Film , wenn sich nicht noch eine außergewöhnlich und mystische Geschichte dahinter verbirgt.
wenn man den film loben will, muss man das subtil, rhethorisch und am besten nicht-nachvollziehbar machen; nur so hat man eine chance zu verschleiern was der film eigentlich ist, und zwar ziemlich langweilig.
das mädchen natalie wirkt auf mich wie ein an borderline leidendes wesen, dass sich promiskuitiv gibt, in affekt einen fickpartner mit einem stein erschlägt und ihren vater für einen orgien-könig hält, der sie und ihre mutter verlassen hat.
das einzig interessante ist, dass hier andeutungen entstehen aus denen aber keine geschichte entsteht.
so wurde mir eine geschichte suggeriert, die ich als auflösung erwartet hab , die so nicht gegeben wurde.
das ist ein spiel mit der erwartungshaltung, aber ob es das wert ist dafür auf eine schockierende geschichte zu verzichten ?
überhaupt schien der film auf mich anspielungen von fetisch und leid zu machen. fetisch auf junge, fetisch auf alte damen, fetisch auf verunstaltete, leid des verlassenen , leid des von natur aus benachteiligten, freude des schönen, frustration des hässlichen.
naja, letzendlich hat s mir doch gefallen dass der sexy- sonnyboy den tot findet und der unsexy-gärtner durch besondere umstände den fick seines lebens dank der autorin findet. für das letzte gibts 5 punkte
Eine echte Perle. Die schauspielerischen Leistungen sind herausragend. Der Plot hat mich von der ersten Minute an gefesselt. So schön kann europäisches Kino sein.
Ich weiß nicht warum, doch Filme mit Charlotte Rampling haben mir noch nie gefallen. Wahrscheinlich bin ich zu doof um den Film verinnerlichen zu können.Die Kameraführung und die schönen Bilder waren das einzige, was mich angesprochen hat
Swimming Pool - Kritik
GB/FR 2003 Laufzeit 102 Minuten, FSK 12, Thriller, Kinostart 14.08.2003
Kritiken (5) — Film: Swimming Pool
sushi25: movie-fan.de
Kommentar löschenFrau Rampling (routiniert) und Frau Sagnier (süß) in einer Geschichte, die den Zuschauer gekonnt an der Nase herumführt. Ausserdem für Provencefreunde ein Muß
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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...
Kommentar löschenEs sind manchmal (oder auch des Öfteren) gerade die kleineren und unbekannteren Produktionen die im Lauf einer Sichtung positiv zu überraschen wissen. Eines dieser Beispiele ist der französisch-britische Film „Swimming Pool“. Regisseur François Ozon erschuf 2003 mit diesem Film ein raffiniertes Spiel, welches die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen lässt, und dem Betrachter somit absolute Aufmerksamkeit abverlangt.
Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Ulrich Behrens
Kommentar löschen„Swimming Pool“ ist in gewisser Hinsicht ein anti-aufklärerischer Film. Er zweifelt an einem entscheidenden Punkt an der Aufklärung: an der Illusion über die Kraft des analytischen Verstandes, der vorgibt, „die Wahrheit“ erkennen zu können, Letztendliches und Endgültiges zu postulieren. Dagegen hält Ozon – ja, man könnte fast sagen: das weibliche Prinzip, das Sondieren nach der Lebenslust, die sich nicht analytisch erschließt, die nicht in logischen Kategorien denkt, die nicht rational fassbar ist, weil sie dann, wenn sie das alles wäre, dem Tode gleichen würde. Ozon, so scheint mir, hält an der Unwägbarkeit des Lebens fest, das nicht planbar, voraussehbar ist. Er führt uns dies vor – und führt uns vor. Liebe, Hass, Eifersucht, Wut sind Dinge, die kommen und gehen, planen kann man sie nicht.
Kritik im Original 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
peter-noster: Mostly Movies
Kommentar löschenWoher kommt Kreativität und wie entsteht sie im Kopf des Künstlers? Ozons vielschichtiger Film, hervorragend mit seinen Musen besetzt, bietet grossen Interpreationsraum. Diejeningen, für die aufgeklärte Twists zum Thriller gehören, werden ratlos hinterlassen.
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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschenAls Schauspielerführer und Frauenregisseur ist Ozon einmal mehr alle Achtung zu zollen, als Drehbuchautor hingegen muss er sich dieselbe Kritik gefallen lassen, die der Verleger an seiner Hauptfigur übt: "Wo bleibt die Handlung, die dramatische Wendung?" Eine Schlusspointe gibt es zwar, aber zündend ist die kaum.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Kommentare (24) — Film: Swimming Pool
Kommentar schreibenBrigittes Helm 2011/10/23 11:30:58
Kommentar löschenGanz große Klasse, wie der Film mit Erwartungshaltungen spielt, mit den Genres, mit Traum und Realität - was ist eigentlich "Realität"? - und dem Zuschauer mit einem Geheimnis aus der Traumwelt des Kinos ins grelle Tageslicht entlässt. Den Film habe ich jetzt drei Mal gesehen und entdecke immer wieder neue Facetten an ihm. Die Rampling spielt grandios und die Sagnier steht ihr in nichts nach. Ein bisschen nimmt der französische Regisseur auch die steifen Briten aufs Korn und feiert Südfrankreich als sinnliches Gegenprogramm. Dabei ist Swimming Pool gleichzeitig eine Verbeugung vor dem britischen Großmeister des surrealistisch-ironischen Kinos, Nicholas Roeg. Der Humor kommt auch nicht zu kurz und darf in Gestalt des notgeilen alten Gärtners amüsieren. Bemerkenswert ist zudem, dass ein Mann einen antisexistischen feministischen Film gedreht hat, auch hier ist Ozon bei Roeg in die Schule gegangen. In der Gesamtschau ist der Film, der sich auch vor drastischem Sex nicht scheut, ohne dabei billig zu werden, ein Hohes Lied auf die Kraft der Fantasie, auch die heilende. Einer der seltenen kleinen Filmperlen, die die Sinne gleichermaßen betören, wie der Verstand gefordert wird. Zum Wegdämmern vor der Glotze eher ungeeignet.
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cannibal83 2011/07/24 13:42:38
Kommentar löschenRoutiniert inszeniertes europäisches Kino, zwar ohne die ganz grossen "Aha-Momente" im Plot, jedoch schauspielerisch absolut überzeugend besetzt. Mit Charlotte Rampling's brillanten Spiel steht und fällt vermutlich der ganze Film und auch Ludivine Sagnier lässt sich hier keinesfalls als blosses Eye Candy abstempeln.
Mich wundert das der Film hier stellenweise so niedrige Wertungen einfährt. Sicherlich ist "Swimming Pool" kein Hochspannungs-Erlebnis, andererseits bietet er aber auch genau das was man von einem modernen, europäischen Film dieser Art erwarten kann: Eine leise - aber zu jedem Zeitpunkt - dichte Inszenierung, starke Darsteller und ein durchgängig interessantes Drehbuch.
5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Pardus 2011/07/24 11:55:42
Kommentar löschenhat mich in bezug auf story, umsetzung und flair etwas an la piscine mit romy schneider und alain delon erinnert.
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Der Franzose 2011/07/24 12:12:28
Antwort löschenLudivine Sagnier ♥ abgesehen davon Francois Ozon Filme sind sehr gut :)
Punsha 2011/07/21 02:50:35
Kommentar löschen"Swimming Pool" ist ein typischer Nachtprogramm-Fernsehfilm: Besonders in der ersten Hälfte des Films passiert fast gar nichts, es wird kaum gesprochen und Score scheint nicht vorhanden zu sein. Doch was mich davon abhielt, ihn einen Langweiler zu nennen, war, dass der Film in einen Mantel voller Bedrückung gehüllt war, was atmosphärisch vollkommen passte.
Anfangs wird die Story einfach nur runtergerasselt, schlichte Infos ohne Verpackung folgen auf sinnlose Nichtigkeiten. Doch sobald Julie Haus und Leben der Autorin betritt, nimmt die Geschichte Fahrt auf und es beginnt ein Gefühlschaos von Lust, Eifersucht, Liebe und der Kunst zu leben. Spätestens mit dem Ende wird Einem dann klar, dass "Swimming Pool" ein absolut vielschichtiger, und vor allem kein gewöhnlicher, ruhig erzählter Thriller mit viel Interpretationsspielraum ist.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten
hash 2011/07/21 15:27:39
Antwort löschenNur 6 Punkte? Trauriger hash ;) Da sieht man mal wieder, wie unterschiedlich Meinungen sein können. Ich fand den Film umwerfend!
Punsha 2011/07/21 16:04:19
Antwort löschenSei froh, einige haben 2 und weniger gegeben. :D
Hat jedenfalls ne großartige Thematik, aber die Umsetzung hätte ein wenig besser sein können.
tomdaske 2011/07/14 14:50:16
Kommentar löschenein super film, spannung, stimmung, cast, niveau, alles top!
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Mr. White 2011/02/17 18:06:40
Kommentar löschenIm Internet bin ich auf ein Kommentar zu diesem Film gestoßen, der einfach perfekt ist, weswegen ich ihn einfach kurz wiedergeben werde: 'Swimming Pool funktioniert nicht so, wie er es absieht, da er für einen Thriller zu ruhig ist und ihm für ein Drama die Emotionalität fehlt.'
Kommentar gefällt mir Antworten
Jack_Torrance 2011/02/11 11:07:42
Kommentar löschenWas für eine schauspielerische Tour de Force: Charlotte Rampling & Ludivine Saigner, die hier wieder einmal ihre enorme Vielseitigkeit beweist. Zugegebenermaßen habe ich Rampling vorher nicht gemocht. Dieser Film hat mich aber eines besseren belehrt.
Auf den ersten Blick geht es in dem Film darum, dass ein Individuum auf seinen krassen Gegensatz trifft. Wie in der Physik Plus- und Minuspol aufeinander prallen, so fühlen sich auch die beiden Hauptprotagonisten zueinander angezogen, die gegensätzlicher eigentlich gar nicht sein können.
Am Ende aber verursacht Ozon beim Zuschauer einen kleinen, aber feinen Mindfuck. Geht es in diesem Film über die Situation eines Künstlers ? Sein Streben nach dem Ideal ? Oder geht es doch um das oben genannte ? Oder beides ?
In der Hinsicht ist Ozon ein Meister seines Fachs, der den Zuschauer mit einer einzigen Einstellung komplett in die Irre führen kann. Ein kleines Meisterstück, das man sich nicht entgehen lassen sollte !
5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Acry 2011/02/11 00:15:27
Kommentar löschenSolide inszeniert mit interessantem Ende und damit etwas besser als sein Namenszwilling von 1969.
Also ich fand ja, dass Ludivine Sagniers Brüste ziemlich künstlich aussahen... Wüsste zu gerne, ob die echt sind ;)
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 13 Antworten
Acry 2011/02/12 19:15:37
Antwort löschenJaja, Wunschdenken :P
eXonic 2011/02/24 21:44:10
Antwort löschenDie waren ja sowas von echt! Und auch echt schön. :)
Neidisch? ;D
Acry 2011/02/25 18:16:11
Antwort löschen...vielleicht :P
Goggi 2011/04/01 01:01:14
Antwort löschensuper jetzt muss ich mir den Film doch noch ansehn ;-)
Acry 2011/04/01 23:57:20
Antwort löschenHachja, mit Brüsten kriegt man sie alle :P Darfst dich dann auch gern an der "echt oder nicht echt" Diskussion beteiligen. Wobei sich bei den Männern ohnehin schon eine Tendenz erkennen lässt :D Wir bräuchten hier mal mehr kompetente weibliche Fachmeinungen hehe
eXonic 2011/04/02 11:44:13
Antwort löschenAlso für mich ist das ganz klar. Ich kenn mich da aus. ;D
Acry 2011/04/03 18:54:18
Antwort löschenAch wirklich? Erzähl :D
eXonic 2011/04/03 21:21:03
Antwort löschenDu bist mir eine. Warum so neugierig? :P
Acry 2011/04/03 22:43:18
Antwort löschenNajaa, wer hier so selbstsicher behauptet, sich damit auszukennen, muss auch Beweise liefern :P
eXonic 2011/04/03 23:24:54
Antwort löschenDu willst auf Fotos hinaus, hab ich recht?
Acry 2011/04/06 23:22:12
Antwort löschenWenn die beweisen können, dass Ludivines Brüste echt sind, immer :D
Alle 13 Antworten zeigen
Acry 2011/04/15 23:19:48
Antwort löschenDie Gute hatte halt nen fähigen Chirurgen :D also Andy, auf in die Kirche :P
Ne, aber auf dem Foto sehen die tatsächlich ziemlich echt aus. Im Film hatte ich ihre Brüste eindeutig anders in Erinnerung. Man müsste jetzt wissen, wann das Foto gemacht wurde :D
Acry 2011/04/17 23:04:44
Antwort löschen(da stimme ich dir zu, aber ich würd trotzdem gerne mal welche anfassen :D mich würde interessieren, ob man das auch fühlen kann)
kronenhummer 2011/02/10 21:51:49
Kommentar löschenKünstlerisch intensiver, aber irgendwie auch typisch französischer, daher eigenwilliger, Film. Lebt von starken schauspielerischen Leistungen, insbesondere der Charlotte Ramplings, und einer stimmungsvollen Atmosphäre. Trotzdessen kann er nicht so richtig packen, denn für einen Psychothriller fehlt über lange Zeit einfach die Spannung, die erst in den letzten 20 Minuten wirklich aufkommt, währenddessen der Film zuvor primär die Entwicklung und Annäherung zwischen den beiden völlig gegensätzlichen Frauen beschreibt. Das das Ganze zudem noch etwas seltsam konstruiert wirkt, kommt erschwerend hinzu.
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KlapTrap 2010/10/11 13:37:35
Kommentar löschenOhne die wundervolle Charlotte Rampling wäre mir der Film wahrscheinlich nicht mehr als sechs Punkte wert gewesen.
Der Plot einen Tick zu seicht (fast vorhersehbar), die fatale Wendung einen Tick zu spät (und nicht so fatalistisch wie erhofft) ist er vor allem ihrer Performance zu verdanken, das SWIMMING POOL lebt und atmetet und vibriert und letztendlich : unterhält.
Diese zugeknöpfte, ja fast unsympathische Schreiber-Schickse, wie sie langsam auftaut, Neugier entwickelt, sich schließlich bei Joint und House-Musik fast gehen lässt, und am Ende ihren Sex als Waffe ausrichtet, das hatte schon was.
Das ganze so suggestiv, so lebendig, das sich ein Plot (der sonst in zwei Sätzen erzählt wäre) tatsächlich im Kopf einnistet, und bei einem bleibt.
Nicht das alle anderen SChauspieler ihren Job schlecht machen würden, und SWIMMING POOL hat gar nicht so viele von ihnen, aber mit Rampling steht und fällt der Film, der mit einer minder prägnanten Besetzung wohl tatsächlich in seiner Belanglosigkeit baden gegangen wäre.
Es wimmelt zwar vor Subtext, unterdrückter Sexualität, Schuld und Phantasie, aber es ist und bleibt Subtext, der eine Narrative immer nur unterfüttern, niemals lenken soll.
Wir haben dann zwar noch einen obligatorischen Twist, genauso unaufgeregt vorgelegt wie der ganze Film, aber er ändert nur bedingt etwas, an der Rezeption des Filmes.
It´s a one (wo)man-show, und das ganz hervorragend.
Obwoohl, Ludivine Sagnier dürfte auch gerne öfter in anderen Produktionen ihre ....ähm....schauspielerischen Qualiäten in die Kamera halten.
Und zwar alle beide !
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Filmkenner77 2010/10/07 15:30:29
Kommentar löschenErotischer und vielschichtiger Psychothriller mit einer tollen Charlotte Rampling in einer mutigen Rolle. Allerdings nicht sonderlich spannend.
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cpt. chaos 2010/06/15 23:34:31
Kommentar löschenFür einen vermeintlichen Psychothriller extrem unspannend inszeniert.
Die einzige Herausforderung diesen Film bis zum Ende anzusehen bestand darin, gegen den drohenden Schlaf anzukämpfen, in der Hoffnung, dass doch noch etwas passieren könnte, was in irgendeiner Form von Bedeutung sein könnte, aber leider war da nicht sonderlich viel, außer eben gähnende Langeweile!
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Joe Gillis 2010/05/16 23:07:45
Kommentar löschen2 femmes statt 8 femmes. Wieder klaubt Ozon ein paar Versatzteile aus der Filmgeschichte zusammen; diesmal heißen die Bausteine Polanski, Chabrol und »La piscine«. Ein bißchen zu ironisch hält er seinen südfranzösischen Psycho-Drama-Comedy-Thriller in der Schwebe und studiert ein bißchen zu beiläufig das Verhältnis von Realität und kreativer Imagination. »Swimming Pool« hätte ein Schlag ins Wasser sein können – aber da ist Charlotte Rampling und ihre zitronensaure, quarkessende britische Erfolgsautorin mit peu à peu durchbrechendem Swinging-London-Appeal – bloody marvellous.
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Julia197 2010/05/10 17:06:05
Kommentar löschenEin langweiliger Film >.<
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Chris12zero 2009/12/13 03:36:40
Kommentar löschenEuropäisches Kino at it´s best !!
In Francois Ozon's vertracktem Erotikthriller spielen die beiden Hauptdarstellerinnen Charlotte Rampling und Ludivine Sagnier groß auf, was aber auch an der irreführenden, erotisch aufgeladenen Story liegt, die geschickt den Zuschauer hinters Licht führt.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten
Tyler 2009/12/13 17:18:11
Antwort löschen*unterschreib* hastes wieder auf den Punkt gebracht ^^
Hast du "5x2" von Ozon schon gesehen? Der könnte dir gefallen :)
Chris12zero 2009/12/13 23:29:23
Antwort löschen:) ... danke, danke .. !! ^^
... nee den kenn ich noch nicht, aber danke für den Tipp ... werd mir den dann mal bei Gelegenheit anschaun .. !! :)
patcharisma 2009/07/13 23:04:08
Kommentar löschenEin toll inszeniertes, spannendes Generationen-Psycho-Duell zwischen Madame Rampling & Mademoiselle Sagnier mit einer fesselnden, erotisch aufgeladenen Atmosphäre. Köstlich, dass die frustrierte Mme Rampling irgendwann auch am Joint mitzieht.
Die aufgesetzte Krimi-Geschichte im zweiten Teil ist dann leider völlig überflüssig und wenig packend und macht fast den Film zur Sau. Trotzdem sehr sehenswert das Ganze.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Der Franzose 2009/06/28 22:16:36
Kommentar löschenLudivine Sagnier eine der begabsten französischen Jungschauspielerinnen zeigt sich hier sehr in ihrer freizügigen erotischen Art. Aber es wäre kein Ozon Film , wenn sich nicht noch eine außergewöhnlich und mystische Geschichte dahinter verbirgt.
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KRIZZLEY-BEE 2009/03/12 23:42:00
Kommentar löschenwenn man den film loben will, muss man das subtil, rhethorisch und am besten nicht-nachvollziehbar machen; nur so hat man eine chance zu verschleiern was der film eigentlich ist, und zwar ziemlich langweilig.
das mädchen natalie wirkt auf mich wie ein an borderline leidendes wesen, dass sich promiskuitiv gibt, in affekt einen fickpartner mit einem stein erschlägt und ihren vater für einen orgien-könig hält, der sie und ihre mutter verlassen hat.
das einzig interessante ist, dass hier andeutungen entstehen aus denen aber keine geschichte entsteht.
so wurde mir eine geschichte suggeriert, die ich als auflösung erwartet hab , die so nicht gegeben wurde.
das ist ein spiel mit der erwartungshaltung, aber ob es das wert ist dafür auf eine schockierende geschichte zu verzichten ?
überhaupt schien der film auf mich anspielungen von fetisch und leid zu machen. fetisch auf junge, fetisch auf alte damen, fetisch auf verunstaltete, leid des verlassenen , leid des von natur aus benachteiligten, freude des schönen, frustration des hässlichen.
naja, letzendlich hat s mir doch gefallen dass der sexy- sonnyboy den tot findet und der unsexy-gärtner durch besondere umstände den fick seines lebens dank der autorin findet. für das letzte gibts 5 punkte
Kommentar gefällt mir Antworten
Der frdl. Elch 2009/03/02 11:21:23
Kommentar löschenEine echte Perle. Die schauspielerischen Leistungen sind herausragend. Der Plot hat mich von der ersten Minute an gefesselt. So schön kann europäisches Kino sein.
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lucie 2008/04/29 18:17:08
Kommentar löschenIch weiß nicht warum, doch Filme mit Charlotte Rampling haben mir noch nie gefallen. Wahrscheinlich bin ich zu doof um den Film verinnerlichen zu können.Die Kameraführung und die schönen Bilder waren das einzige, was mich angesprochen hat
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