Frau Rampling (routiniert) und Frau Sagnier (süß) in einer Geschichte, die den Zuschauer gekonnt an der Nase herumführt. Ausserdem für Provencefreunde ein Muß
Es sind manchmal (oder auch des Öfteren) gerade die kleineren und unbekannteren Produktionen die im Lauf einer Sichtung positiv zu überraschen wissen. Eines dieser Beispiele ist der französisch-britische Film „Swimming Pool“. Regisseur François Ozon erschuf 2003 mit diesem Film ein raffiniertes Spiel, welches die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen lässt, und dem Betrachter somit absolute Aufmerksamkeit abverlangt.
„Swimming Pool“ ist in gewisser Hinsicht ein anti-aufklärerischer Film. Er zweifelt an einem entscheidenden Punkt an der Aufklärung: an der Illusion über die Kraft des analytischen Verstandes, der vorgibt, „die Wahrheit“ erkennen zu können, Letztendliches und Endgültiges zu postulieren. Dagegen hält Ozon – ja, man könnte fast sagen: das weibliche Prinzip, das Sondieren nach der Lebenslust, die sich nicht analytisch erschließt, die nicht in logischen Kategorien denkt, die nicht rational fassbar ist, weil sie dann, wenn sie das alles wäre, dem Tode gleichen würde. Ozon, so scheint mir, hält an der Unwägbarkeit des Lebens fest, das nicht planbar, voraussehbar ist. Er führt uns dies vor – und führt uns vor. Liebe, Hass, Eifersucht, Wut sind Dinge, die kommen und gehen, planen kann man sie nicht.
Woher kommt Kreativität und wie entsteht sie im Kopf des Künstlers? Ozons vielschichtiger Film, hervorragend mit seinen Musen besetzt, bietet grossen Interpreationsraum. Diejeningen, für die aufgeklärte Twists zum Thriller gehören, werden ratlos hinterlassen.
Als Schauspielerführer und Frauenregisseur ist Ozon einmal mehr alle Achtung zu zollen, als Drehbuchautor hingegen muss er sich dieselbe Kritik gefallen lassen, die der Verleger an seiner Hauptfigur übt: "Wo bleibt die Handlung, die dramatische Wendung?" Eine Schlusspointe gibt es zwar, aber zündend ist die kaum.
Europäisches Kino at it´s best !!
In Francois Ozon's vertracktem Erotikthriller spielen die beiden Hauptdarstellerinnen Charlotte Rampling und Ludivine Sagnier groß auf, was aber auch an der irreführenden, erotisch aufgeladenen Story liegt, die geschickt den Zuschauer hinters Licht führt.
Ein toll inszeniertes, spannendes Generationen-Psycho-Duell zwischen Madame Rampling & Mademoiselle Sagnier mit einer fesselnden, erotisch aufgeladenen Atmosphäre. Köstlich, dass die frustrierte Mme Rampling irgendwann auch am Joint mitzieht.
Die aufgesetzte Krimi-Geschichte im zweiten Teil ist dann leider völlig überflüssig und wenig packend und macht fast den Film zur Sau. Trotzdem sehr sehenswert das Ganze.
Ludivine Sagnier eine der begabsten französischen Jungschauspielerinnen zeigt sich hier sehr in ihrer freizügigen erotischen Art. Aber es wäre kein Ozon Film , wenn sich nicht noch eine außergewöhnlich und mystische Geschichte dahinter verbirgt.
wenn man den film loben will, muss man das subtil, rhethorisch und am besten nicht-nachvollziehbar machen; nur so hat man eine chance zu verschleiern was der film eigentlich ist, und zwar ziemlich langweilig.
das mädchen natalie wirkt auf mich wie ein an borderline leidendes wesen, dass sich promiskuitiv gibt, in affekt einen fickpartner mit einem stein erschlägt und ihren vater für einen orgien-könig hält, der sie und ihre mutter verlassen hat.
das einzig interessante ist, dass hier andeutungen entstehen aus denen aber keine geschichte entsteht.
so wurde mir eine geschichte suggeriert, die ich als auflösung erwartet hab , die so nicht gegeben wurde.
das ist ein spiel mit der erwartungshaltung, aber ob es das wert ist dafür auf eine schockierende geschichte zu verzichten ?
überhaupt schien der film auf mich anspielungen von fetisch und leid zu machen. fetisch auf junge, fetisch auf alte damen, fetisch auf verunstaltete, leid des verlassenen , leid des von natur aus benachteiligten, freude des schönen, frustration des hässlichen.
naja, letzendlich hat s mir doch gefallen dass der sexy- sonnyboy den tot findet und der unsexy-gärtner durch besondere umstände den fick seines lebens dank der autorin findet. für das letzte gibts 5 punkte
Eine echte Perle. Die schauspielerischen Leistungen sind herausragend. Der Plot hat mich von der ersten Minute an gefesselt. So schön kann europäisches Kino sein.
Ich weiß nicht warum, doch Filme mit Charlotte Rampling haben mir noch nie gefallen. Wahrscheinlich bin ich zu doof um den Film verinnerlichen zu können.Die Kameraführung und die schönen Bilder waren das einzige, was mich angesprochen hat
Vielleicht Ozons bester Film bisher. Die Story ist zunächst banal, fesselt aber, je näher sich die beiden Frauen kennenlernen. Und mit dem Verlauf des Films wächst die Angst des Zuschauers, dass selbst die abscheulichste Theorie über die wahre - welche von beiden? - Geschichte zutreffen könnte. Gar nicht so schlecht!
Schwer zu verstehen. Habe keinen guten Zugang bekommen, obwohl ich Francois Ozon sehr bewundere. Sehr vielschichtig, eine Menge Geduld sollte man mitbringen. Filmerisch tolle Ideen.
Der Film begeistert durch seine Fähigkeit Realität und Fiktion zu vermischen und damit wiederum das zu thematisieren, was Fiction (Literatur) beim Leser erreicht: Eine 2te Realität zu erschaffen, die der wahren sehr ähnlich ist. Und das war schließlich das, zu was der Hauptcharakter, die englische Schriftstellerin, zunächst nicht mehr fähig zu sein schien. Ein überraschendes Ende also.
Kritiker — Sehenswert 7.1
Der Film Swimming Pool wurde von 25 Kritikern bewertet.
sushi25: movie-fan.de
Frau Rampling (routiniert) und Frau Sagnier (süß) in einer Geschichte, die den Zuschauer gekonnt an der Nase herumführt. Ausserdem für Provencefreunde ein Muß
Kommentar gefällt mir Antworten
Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...
Es sind manchmal (oder auch des Öfteren) gerade die kleineren und unbekannteren Produktionen die im Lauf einer Sichtung positiv zu überraschen wissen. Eines dieser Beispiele ist der französisch-britische Film „Swimming Pool“. Regisseur François Ozon erschuf 2003 mit diesem Film ein raffiniertes Spiel, welches die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen lässt, und dem Betrachter somit absolute Aufmerksamkeit abverlangt.
Link zu vollständiger Kritik (externer Link)
Kommentar gefällt mir Antworten
„Swimming Pool“ ist in gewisser Hinsicht ein anti-aufklärerischer Film. Er zweifelt an einem entscheidenden Punkt an der Aufklärung: an der Illusion über die Kraft des analytischen Verstandes, der vorgibt, „die Wahrheit“ erkennen zu können, Letztendliches und Endgültiges zu postulieren. Dagegen hält Ozon – ja, man könnte fast sagen: das weibliche Prinzip, das Sondieren nach der Lebenslust, die sich nicht analytisch erschließt, die nicht in logischen Kategorien denkt, die nicht rational fassbar ist, weil sie dann, wenn sie das alles wäre, dem Tode gleichen würde. Ozon, so scheint mir, hält an der Unwägbarkeit des Lebens fest, das nicht planbar, voraussehbar ist. Er führt uns dies vor – und führt uns vor. Liebe, Hass, Eifersucht, Wut sind Dinge, die kommen und gehen, planen kann man sie nicht.
Link zu vollständiger Kritik (externer Link)
Kommentar gefällt mir Antworten
peter-noster: peter-noster.de
Woher kommt Kreativität und wie entsteht sie im Kopf des Künstlers? Ozons vielschichtiger Film, hervorragend mit seinen Musen besetzt, bietet grossen Interpreationsraum. Diejeningen, für die aufgeklärte Twists zum Thriller gehören, werden ratlos hinterlassen.
Kommentar gefällt mir Antworten
Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost
Als Schauspielerführer und Frauenregisseur ist Ozon einmal mehr alle Achtung zu zollen, als Drehbuchautor hingegen muss er sich dieselbe Kritik gefallen lassen, die der Verleger an seiner Hauptfigur übt: "Wo bleibt die Handlung, die dramatische Wendung?" Eine Schlusspointe gibt es zwar, aber zündend ist die kaum.
Link zu vollständiger Kritik (externer Link)
Kommentar gefällt mir Antworten
Kommentare — Ganz gut 6.6
Der Film Swimming Pool wurde von 1370 Mitgliedern bewertet.
Chris12zero 2009/12/13 03:36:40
Europäisches Kino at it´s best !!
In Francois Ozon's vertracktem Erotikthriller spielen die beiden Hauptdarstellerinnen Charlotte Rampling und Ludivine Sagnier groß auf, was aber auch an der irreführenden, erotisch aufgeladenen Story liegt, die geschickt den Zuschauer hinters Licht führt.
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten
Tyler 2009/12/13 17:18:11
*unterschreib* hastes wieder auf den Punkt gebracht ^^
Hast du "5x2" von Ozon schon gesehen? Der könnte dir gefallen :)
Chris12zero 2009/12/13 23:29:23
:) ... danke, danke .. !! ^^
... nee den kenn ich noch nicht, aber danke für den Tipp ... werd mir den dann mal bei Gelegenheit anschaun .. !! :)
patcharisma 2009/07/13 23:04:08
Ein toll inszeniertes, spannendes Generationen-Psycho-Duell zwischen Madame Rampling & Mademoiselle Sagnier mit einer fesselnden, erotisch aufgeladenen Atmosphäre. Köstlich, dass die frustrierte Mme Rampling irgendwann auch am Joint mitzieht.
Die aufgesetzte Krimi-Geschichte im zweiten Teil ist dann leider völlig überflüssig und wenig packend und macht fast den Film zur Sau. Trotzdem sehr sehenswert das Ganze.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Der Franzose 2009/06/28 22:16:36
Ludivine Sagnier eine der begabsten französischen Jungschauspielerinnen zeigt sich hier sehr in ihrer freizügigen erotischen Art. Aber es wäre kein Ozon Film , wenn sich nicht noch eine außergewöhnlich und mystische Geschichte dahinter verbirgt.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten
KRIZZLEY-BEE 2009/03/12 23:42:00
wenn man den film loben will, muss man das subtil, rhethorisch und am besten nicht-nachvollziehbar machen; nur so hat man eine chance zu verschleiern was der film eigentlich ist, und zwar ziemlich langweilig.
das mädchen natalie wirkt auf mich wie ein an borderline leidendes wesen, dass sich promiskuitiv gibt, in affekt einen fickpartner mit einem stein erschlägt und ihren vater für einen orgien-könig hält, der sie und ihre mutter verlassen hat.
das einzig interessante ist, dass hier andeutungen entstehen aus denen aber keine geschichte entsteht.
so wurde mir eine geschichte suggeriert, die ich als auflösung erwartet hab , die so nicht gegeben wurde.
das ist ein spiel mit der erwartungshaltung, aber ob es das wert ist dafür auf eine schockierende geschichte zu verzichten ?
überhaupt schien der film auf mich anspielungen von fetisch und leid zu machen. fetisch auf junge, fetisch auf alte damen, fetisch auf verunstaltete, leid des verlassenen , leid des von natur aus benachteiligten, freude des schönen, frustration des hässlichen.
naja, letzendlich hat s mir doch gefallen dass der sexy- sonnyboy den tot findet und der unsexy-gärtner durch besondere umstände den fick seines lebens dank der autorin findet. für das letzte gibts 5 punkte
Kommentar gefällt mir Antworten
Der frdl. Elch 2009/03/02 11:21:23
Eine echte Perle. Die schauspielerischen Leistungen sind herausragend. Der Plot hat mich von der ersten Minute an gefesselt. So schön kann europäisches Kino sein.
Kommentar gefällt mir Antworten
lucie 2008/04/29 18:17:08
Ich weiß nicht warum, doch Filme mit Charlotte Rampling haben mir noch nie gefallen. Wahrscheinlich bin ich zu doof um den Film verinnerlichen zu können.Die Kameraführung und die schönen Bilder waren das einzige, was mich angesprochen hat
Kommentar gefällt mir Antworten
JimiHendrix 2008/04/20 21:06:09
Ich kann mich meinem Vorredner nur anschließen, was Ludivine Sagnier angeht, sonst eher schwach
Kommentar gefällt mir Antworten
Tenzing 2007/08/17 16:07:56
Vielleicht Ozons bester Film bisher. Die Story ist zunächst banal, fesselt aber, je näher sich die beiden Frauen kennenlernen. Und mit dem Verlauf des Films wächst die Angst des Zuschauers, dass selbst die abscheulichste Theorie über die wahre - welche von beiden? - Geschichte zutreffen könnte. Gar nicht so schlecht!
Kommentar gefällt mir Antworten
Lumière 2007/07/29 14:04:11
Schwer zu verstehen. Habe keinen guten Zugang bekommen, obwohl ich Francois Ozon sehr bewundere. Sehr vielschichtig, eine Menge Geduld sollte man mitbringen. Filmerisch tolle Ideen.
Kommentar gefällt mir Antworten
Hurley_Venerdi 2007/06/03 02:14:24
Der Film begeistert durch seine Fähigkeit Realität und Fiktion zu vermischen und damit wiederum das zu thematisieren, was Fiction (Literatur) beim Leser erreicht: Eine 2te Realität zu erschaffen, die der wahren sehr ähnlich ist. Und das war schließlich das, zu was der Hauptcharakter, die englische Schriftstellerin, zunächst nicht mehr fähig zu sein schien. Ein überraschendes Ende also.
Kommentar gefällt mir Antworten
Deine Meinung zum Film Swimming Pool
Bitte logge dich ein oder registriere dich um einen Kommentar zu schreiben.