Swiss Army Man - Kritik

Swiss Army Man

US · 2016 · Laufzeit 97 Minuten · FSK 12 · Komödie, Abenteuerfilm, Drama · Kinostart
Du
  • 7 .5

    MP Hintergrund-Info: "...Auf dem Sundance Film Festival, wo Swiss Army Man im Januar 2016 seine Premiere feierte, sorgte der Indie-Film vor allem deshalb für Aufsehen, weil so mancher abgestoßener Zuschauer das Kino vorzeitig verließ...".
    Ja, da ist manch unappetitliches dabei und viel schräges Zeug sowieso. Doch das dient als Gerüst, wie auch die Leiche Manny, für gute philosophische Fragen und Kritik an der sauber-oberflächlichen Wegwerfgesellschaft.

    • 6

      Eine furzende Leiche (Daniel Radcliffe) und ein Mann auf einer einsamen Insel (Paul Dano). Nie im Leben hätte ich gedacht einen solchen Satz mal schreiben zu müssen. Trotzdem zog mich dieser Satz beinahe ins nächstgelegen Arthouse, um meine Neugier zu stillen. Doch meine Zweifel an der Umsetzung dieser skurrilen Geschichte und den zwei Hauptdarstellern, die mir bisher in keinem Film so richtig gefielen, liessen mich nicht vor die grosse Leinwand. Kaum sah ich dieses Werk aber im Regal, griff ich gleich zu und führte ihn mir in kürzester Zeit zu Gemüte.

      Ohne Erwartungen sah ich also einem Mann zu, wie er mit einer (dauer-) furzenden Leiche sprach, die am Strand angeschwemmt wurde. Die natürlichen Winde fingen schnell an zu nerven und trotzdem ertappte ich mich beim schmunzeln, weil man es kaum mehr übertreiben konnte.
      Die ersten paar Minuten machten mir keine grosse Freude, die Schauspieler spielten zwar deutlich besser als erwartet (vor allem Radcliffe), es wurde aber weder ein Spannungsaufbau geboten, noch versprachen die nächsten Minuten ein grosses Potential an Überraschungen. Wohin dieser Film aber führen sollte, machte mich Neugierig und ich blieb am Ball.
      Eine kuriose Szene jagte die nächste und verwirrte mich zusätzlich. Selbstverständlich begann ich den Film immer mehr zu verstehen und kam mit der Kernaussage gut klar, trotzdem zog er mich nicht in seinen Bann und ich konnte mit dem Charakter von Paul Dano nicht mitleiden. Nicht unbedingt Fehlbesetzt, aber dieser Mann hat in dieser Rolle keine positive Wirkung auf mich.

      So zog sich der Streifen weiter hin und machte mich nicht richtig glücklich. Als positiv erachtete ich weiterhin die Idee, die Kulisse und einen interessanten Daniel Radcliffe. Der Humor konnte bei mir nicht Punkten. Dieser war zu oft über dem Limit und wirkte Pubertär. Der Zündstoff, um dem Film mehr Punkte zu geben, fehlte bis zum Schluss. Es wurde ein Film, der für meinen Geschmack, zu lange dauerte. Hätte er doch bloss ein paar Szenen vorher aufgehört. Das Ende blieb auf dem Niveau des ganzen Werkes; immer einen ticken zu viel! Und somit blieb ich fasziniert, von einer wunderbar skurrilen Idee und einer gewissen Enttäuschung, auf meinem Sofa sitzen und sah mir den Abspann (mit einem sehr passenden Song) an.

      Das ganze bitte nochmals in ernst, dramatischer und mit überzeugenderen (reiferen) Schauspielern und der Film bekommt eine sehr gute Note von mir. Somit bleibt mir nichts anderes übrig als Punkte für die Idee, die Kulisse, dem skurrilen / mutigen Drehbuch, einem überraschend guten Radcliffe, einer erdrückenden Atmosphäre und einem fast geglückten Schluss zu geben.

      • 8 .5

        So absurd. So toll. Montage.

        • 8 .5

          Der Film geht als skurrilster, makaberster, traurigster und doch hoffnungsvoller Film in die Filmhistorie ein. Selten einen besseren Toten als Radcliffe gesehen. Der Film lässt nichts aus, was einen nicht selbst mal beschäftigt hat. Vom kleinen steifen P in der Hose, bis zur Vereinsamung der Menschen in der heutigen Zeit, und Ihrem Konsum mit dem sie selbst die einsamsten Orte in Müllkippen verwandeln. Wer mir bei dem Film mit Logik ankommt, sollte sich BITTE die Mühe machen und einfach mal sein Hirn einschalten. Denken bei Filmen ist schwer, aber sollte doch möglich sein. Denn der Film dreht sich nicht um einen Schiffbrüchigen an sich, sondern um einen Verlorenen mitten in der besiedelten Welt. Quasi ein Schiffbrüchiger unter uns. Davon gibt es viele. Keine Freunde. Eltern, die einen nicht so akzeptieren wie man ist, keinen Freund, oder Freundin. Niemanden, mit dem man Kontakt haben kann. Und dann taucht in dieser geistigen Verwirrtheit ein Toter auf...............Mir hat der Film extrem gut gefallen, weil er mal anders ist. Gut den unter der Gürtellinie Humor hätte man stellenweise ein wenig runter drehen können, aber gestört hat es mich jetzt nicht. Paul Dano spielt hier überragend und beiden Akteuren hat es anscheinend sehr viel Spaß gemacht an diesem kleinen und doch großen Film mitzuspielen. Und so kann jeder den Film interpretieren wie er möchte, denn der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

          5
          • 8 .5

            Harry Potter als nicht ganz tote Leiche, die einem auf einer einsamen Insel Gestrandeten quasi als Freitag zur Seite gestellt wird und ihm sogar dabei „hilft“ von der Insel zu entkommen. Ziemlich schräg und das scheint auch die Hauptintention des Films zu sein, denn inklusive dem Ende gibt es eigentlich nichts, was irgendwie logisch wäre. Macht aber nichts, das Schräge ist herrlich konsequent und wenn man nicht zu viel hinterfragt, sondern sich einfach unterhalten lässt, dann bekommt man genau das: gute Unterhaltung!

            • 9 .5

              Ich will nicht sagen, dass das ein Meilenstein der Filmgeschichte sei. Aber ich persönlich fand den Film sehr gelungen, tolle Drehorte, tolles Schauspiel und eine abgedrehte, nicht alltägliche Story.

              Irgendwie halt einfach funny.

              • 3 .5

                Ein Film übers Furzen.

                • Markbln 21.05.2017, 12:07 Geändert 21.05.2017, 12:22

                  Sowas kann man nur mit herausragenden Schauspielern drehen. Paul Dano gehört nicht dazu. Abgebrochen...

                  • 8

                    Ein kleiner schräger, skuriler, liebenswerter und sensibler Film. K(F)urz ein Juwel.

                    • 8 .5

                      Und wir verscharren unsere Toten sechs Fuß unter der Erde?
                      Welch eine Verschwendung!
                      Sie können uns noch so viel geben...

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                      • 8 .5
                        Ch4rger 13.05.2017, 23:22 Geändert 13.05.2017, 23:24

                        Swiss Army Man ist abgedreht, skurril, abartig und unglaublich lustig. Den Bewertungen zufolge scheiden sich an diesem Streifen die Geister aber meinen Geschmack hat er vollends getroffen einfach weil er so anders und einzigartig ist. Punktlandung

                        • 8 .5
                          Leinzi 30.04.2017, 23:47 Geändert 30.04.2017, 23:48

                          Da sehe ich gestern diese abartig skurrile und wahnsinnig kreative Perle von einem Buddy-Abenteuer und werde den Soundtrack nicht mehr los
                          ...
                          https://www.youtube.com/watch?v=VrYCAHIccc8 (hier der da)
                          ...
                          und dann sehe bzw. höre ich eben einen Teil dieser Hornbach-Werbung
                          ...
                          https://www.youtube.com/watch?v=ZtYvcUPqQEA
                          ...
                          und jetzt komme ich aus dem Lachen nicht mehr heraus. xD

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                          • 5 .5

                            Ich weiß auch nicht, dann doch lieber immer Ärger mit bernie... Vlt hab ich ihn aber auch einfach nicht verstanden...

                            • 6

                              Es gibt in Swiss Army Man einige sehr schöne feinfühlige Momente. Und dann gibt es noch ein Haufen Sachen, die das genaue Gegenteil davon sind.

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                              • 9

                                Was für ein liebenswerter, kreativer, ungewöhnlicher Feel-Good-Movie, und für mich einer der bisher besten Fantasy Filmfest Eröffnungsfilme! Es geht um Freundschaft und darum, sein Glück zu finden. Und um eine furzende Leiche, aber das sollte einen nicht abschrecken, obwohl es erst mal bloß nach stumpfem Humor klingt.

                                Wie sich die Reise von schiffbrüchigen Hank und Manny entwickelt, und zu was so eine Leiche noch alles gut sein kann, steckt voller Überraschungen. Dabei passiert streng genommen gar nichts bombastisches in dem Film. Er lebt von seinen beiden Hauptdarstellern, die gleichzeitig verrückt wirken, aber auch sehr menschlich. Man schließt sie jedenfalls schnell ins Herz. Und wenn Hank für seinen toten Kumpel aus Müll kleine und große Kunstwerke zaubert, dann ist das nicht nur rührend, sondern auch sehr phantasievoll in Szene gesetzt.

                                Mir hat SWISS ARMY MAN mit seinen skurrilen Einfällen jedenfalls ein breites Grinsen aufs Gesicht gezaubert, auch bei der zweiten Sichtung. Und dieses Gesumme einen Ohrwurm in meine Gehörgänge. Dadadaadaadaa...

                                • 10

                                  Irgendwie steh ich auf solche Filme...

                                  2
                                  • ohne Wertung, da ich nur die ersten 40 und die letzten 15 Minuten gesehen habe.

                                    Der Film ist abgefahren, verrückt, tragisch, bescheuert aber auch einfach langweilig. Vielleicht muss man sich auch geistig darauf einstellen diesen Film zu sehen. Ich hatte ein Abenteuerdrama erwartet, bekommen habe ich bescheuerte Szenen, wie z.B. eine Leiche angetrieben durch die eigenen Darmverwesungsgase durchs Meer schießt. Nee, das war mir dann einfach zu viel "Jackass"

                                    • 6

                                      Humorvolle und kreative Einfälle kann man dem Film um den Inselgestrandeten (Paul Dano) und seinen Leichenfreund (Daniel Radcliffe) nicht absprechen. Da und dort lässt sich schon gut schmunzeln. Leider hat er aber auch einige Längen, ein Kurzfilm mit derselben Prämisse wäre vielleicht besser gewesen. Freilich ist es schwierig, einen Langspielfilm mit nur zwei Figuren zu füllen, wenn einer davon sogar tot und somit etwas wenig handlungsfähig ist. Man rettet sich dann eben oftmals in nicht so wahnsinnig spannende Dialoge, die einen dann teilweise nervend anplätschern.

                                      Man kann sich den Streifen ob der Exzentrik und Weirdness schon mal gönnen, er ist aber sicher kein Ding für eine Zweitsichtung.

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                                      • 8 .5

                                        Endlich auch gesehen und war sehr angetan. Man merkt wie viel Leidenschaft und Herzblut in diesem Projekt steckt von allen Beteiligten. Seien es die Schauspieler, die es schaffen ihre Charaktere trotz aller "Schwachsinnigkeiten" nicht schwachsinnig oder abstoßend erscheinen zu lassen, der Musikeinsatz oder die handgemachten Effekten und Setdesigns, die an Michel Gondry erinnnern, die teils absurden Dialoge mit einer Leiche über das Leben; alles ist liebevoll und immer mit bedacht, etwas besonders zu sein, umgesetzt worden.
                                        Dieser Film ist lustig, traurig, spannend, philosophisch und einfach schön..ein einzigartiger Hybrid von Film, denn so eine Mischung funktioniert mMn nicht oft.
                                        If you don`t know Jurassic Park, you don`t know shit!

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                                        • 8

                                          Totaler Irrsinn, hanebüchen, abgedreht, verrückt, einfach mal anders und genau deswegen auch einfach erfrischend. Habe mich großartig unterhalten gefühlt, auch wenn ich am Anfang mehr als skeptisch war. Dass der Film so die Geister scheidet macht ihn in meinen Augen nur besser, denn Einheitsbrei soll er nicht sein und Einheitskost bekommt man hier auch nicht vorgesetzt. Drauf einlassen und Spaß haben.

                                          • 1 .5

                                            Leider verbindet man mit Daniel Redcliff unweigerlich Harry Potter. Das führt sicherlich dazu, dass er nicht gerade von Paraderollen überhäuft wird. Dass es allerdings derart schlecht um ihn bestellt ist, hätte ich aber nicht gedacht. Was mich hier wirklich stört, ist dass der Film versucht gleichzeitig übelsten Klamauk zu liefern, und unfassbar tiefgründig zu sein. Das funktioniert nicht. Zumindest nicht in diesem Film.

                                            • 1 .5

                                              Einfach nur ein Schwachsinn! Mehr kann ich dazu nicht sagen. Komplett pietätlos und abartig.

                                              • 7

                                                So verrückt wie einfallsreich, aber trotzdem ist der Funke nicht ganz übergesprungen.

                                                • 6 .5

                                                  Schadeschade. Das einfallslose Ende hat den ganzen abseitigen Charme zusammenstürzen lassen und auf einen Furz reduziert, dem die Metaebene abhanden gekommen ist.

                                                  QUEERfaktor: 4 | BUNNYfaktor: -10

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                                                  • 2 .5

                                                    An diesem Film scheiden sich echt die Geister – ich habe Reviews und Kritiken gehört bei denen er auf die Höchstwertung kam, bei anderen ganz in den Keller ging. Ich selber würde imich am liebsten einer Beurteilung enthalten, ich hab den Film zwar geschaut, starre aber letztlich nur ungläubig mit einem „Was habe ich da gesehen?“ Blick. Ich mag Radcliffe und ich mag Dano, generell wie auch gerade in diesem Film und ich bin mir sicher daß im Konzept für diesen Film etwas vorgesehen war das auch Sinn ergab – aber es erreichte mich einfach nicht. So starte ich mehr und mehr rat und fassungslos drein, konnte nicht über die Witze lachen und den extremen Ton einfach nicht einordnen oder kapieren. Darum mach ichs kurz: ich kann jeden verstehen der der Titel als ein verschrobenes Meisterwerk feiert, ebenso sehr jeden der die Nummer als kranken Quatsch abtut und ablehnt. Ich tue letzteres.

                                                    Fazit: Habs nicht kapiert was ich hier gesehen habe – es wird aber sicherlich einige geben die heirin ein Meisterwerk erkennen können.

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