Sympathy for Mr. Vengeance

Boksuneun naui geot (2002), KR Laufzeit 121 Minuten, FSK 16, Drama, Horrorfilm, Thriller, Actionfilm, Kinostart 03.09.2003


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7.5
Kritiker
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7.4
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61 Kommentare
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von Chan-wook Park, mit Kang-ho Song und Ha-kyun Shin

Der taubstumme Ryu hat nur ein Ziel vor Augen: Er will seiner schwerkranken Schwester eine Nierentransplantation ermöglichen. Doch er muß einsehen, daß er dies auf legale Weise nicht erreichen wird. Ein Deal mit einer kriminellen Bande von Organhändlern soll das Leben seiner Schwester retten, aber die Gangster haben nur ihre eigenen Interessen im Sinn und stehlen ihm sein Geld. Als letzten verzweifelten Schritt plant er eine Kindesentführung. Doch dies erweist sich für ihn als ein weiterer, äußerst fataler Fehler.

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Cast & Crew

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Kommentare (57) — Film: Sympathy for Mr. Vengeance


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fujay

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Mindestens genau so gut wie Oldboy - sehr gute Story und Hammer Ende.

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xlkmx

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Bewertung5.0Geht so

Schwierig zu bewerten. Kein schlechter Film, aber sonderlich gefallen hat er mir auch nicht. Das mag daran liegen, dass die beiden Nachfolger dieser Trilogie meiner Meinung nach um Welten besser sind.

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dilan.or.5

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Ich finde ja alle drei Filme ähnlich ( ist ja auch logisch irgendwo) nur fehlt hier die Musikuntermalung. Auch wenn Oldboy seines gleichen noch sucht. Die ersten zwei Filme, sind meiner Meinung nach jedoch absolut gleich inszeniert. Ich denke Musik macht bei den meisten viel aus.^^


Leechbath

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Bewertung4.0Uninteressant

Ein wenig überfällig aber heute den Entschluss gefasst ihn mir endlich mal anzusehen. Es fällt schwer diesen sperrigen Film zu bewerten - 'Sympathy For Mr. Vengeance' ist mir einfach zu unkonventionell in Inszenierung, Storytelling und Atmosphäre. Die trockene Inszenierung, die so oft bei Parks' zweitem Werk gelobt wird, kann ich einfach nicht im gleichen Maße wertschätzen. Die absurde Komik zwischendruch verwirrt und bis zum Ende hab ichs nur mit guter Hoffnung geschafft. Als die Credits erschienen war ich einfach immer noch unbefriedigt. Ich brauch keine Moral-Keule und auch keine vorgekaute Aufschlüsselung die ein bestimmtes Ziel der Erzählung vermitteln soll, das gute Stück hat jedoch einfach keinen Nerv getroffen. Schade

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Keks123

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Bewertung7.5Sehenswert

Ich bin wirklich nicht enttäuscht worden. Leider hab ich zuerst Oldboy geschaut was ja laut Bewertungen der beste der Trilogie sein soll. Leider muss ich dem auch zustimmen. Lady Vengeance ist dann die Tage dran. :)
Dennoch hat der Film einiges was man in anderen kläglich vermisst. Spannung, obwohl nicht viele Worte fallen und einen Hauptdarsteller für den man Sympathie und gleichzeitig Abneigung verspürt.

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Roach

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Bewertung7.5Sehenswert

Was für ein Elend.

Ein symbolträchtig bebilderter Trip des Grauens. Atmosphärisch dicht und dreckig und die beiden Hauptdarsteller spielen stark auf, machen die Empfindungen der Figuren zu jedem Zeitpunkt geradezu spürbar. Filmisch auf jeden Fall beeindruckend.
Gleichzeitig ist er aber auch einfach nur anstrengend, in der ersten Hälfte sehr langatmig und – und das am allermeisten – generell total ÄTZEND. Gerade das Fehlen von Musik erzeugt diese entsetzlich trockene Stimmung, mit der die Grausamkeiten der Geschichte dem Zuschauer links und rechts um die Ohren geklatscht werden. Geradezu unmöglich, "Gefallen" daran zu finden.

Unterm Strich also schwer zu gucken, schwer einzuordnen - schwer zu bewerten. Ätzend, unnahbar und eindrucksvoll zugleich; die Wertung steht auf wackeligen Beinen.

PS: Übrigens extrem ärgerlich, wie hier in fast JEDEM Kommentar Oldboy erwähnt wird (ups, schon wieder...). Park hat die Filme nie als "Rache-Trilogie" geplant gehabt, also hört bitte, bitte, bitte auf, die Filme im Bezug zueinander zu sehen! Sie haben nichts miteinander zu tun, nicht einmal die Thematik, denn die Rache ist in jedem der 3 nur Mittel zum Zweck!

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Roach

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Ja, ist schon verwunderlich. Park ist auf keinen Fall keiner dieser Regisseure vom Typus "Mag man einen Film, mag man (fast) alle". Ich habe jetzt drei Filme von ihm gesehen und es ist unübersehbar, mit wie viel Experimentierfreude er zu Werke geht. Das ist zum einen beeindruckend, zum anderen aber auch verunsichernd, weil man einfach nie weiß, was auf einen zukommt, wenn man einen Film von ihm vor sich liegen hat. Das wiederum ist für mich auch irgendwie ein Zeichen dafür, dass er nichts anderes ist als ein exzentrischer Künstler, der macht was er will. Ob es einem nun gefällt, oder ob einem nur die Hälfte seiner Filme gefällt, oder nur einer. :D

Bei mir zum Beispiel hat Lady Vengeance irgendwie gezogen. Kann nicht so recht beschreiben warum, aber die Bildsprache des Films fasziniert mich noch mehr als bei den anderen Filmen. So richtig schlau werde ich aus dem Film aber auch nicht. Aber er hat mir gefallen. ^^
Vielleicht kommt die Tage auch noch ein kurzer Kommentar dazu, aber der wird wahrscheinlich auch nicht der Gehaltvollste sein...

Ich weiß noch nicht, wann ich mir das "Superlativ der Seltsamkeit" zumuten werde. :D Nach den Rewatches aller drei Rachefilme innerhalb von ca. einer Woche könnte sich eine Art "Park-Übersättigung" eingestellt haben, deshalb gehe ich wohl erstmal etwas enthaltsamer mit seinen Filmen um. ^^


Schlopsi

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Der Gute ist wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie so recht was man bekommt. ;) Und das macht auch so den Reiz bei ihm aus. Manchmal braucht es sowas, gerade das koreanische Kino hat dadurch ja einen Boom erlebt. Auch wenn die ganzen nachfolgenden (nicht Park'sche) Filme doch vergleichsweise berechenbar gemacht sind. Dass da ein, zwei Regisseure rausstechen macht das ganze nur wieder interessanter und ich freue mich immer, wenn da immer mal wieder ein neuer Film von ihm angekündigt wird.
Nachdem ich mit der Rachetrilogie durch war, wollte ich eigt. noch "Joint Security Area" von ihm schauen, nach drei seiner Filme brauchte es dann aber doch erstmal wieder was "gewöhnliches". Der wird sich also erstmal aufgehoben. ^^


JonnyvsSherlock

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Bewertung6.5Ganz gut

Sympathy for Mr. Vengeance ist anstrengend. Anstrengend, weil er unglaublich ruhig ist und ganz ohne Musik auskommt. Anstrengend, da er dem Zuschauer sehr wenig Halt gibt, um der Geschichte zu folgen. Anstrengend, weil er abgrundtief grausam ist.
Das Konzept, der Grundstein des Films, ist für sich gesehen großartig. Wie schon in seinen Nachfolgewerken erschafft Park eine Welt der Hilflosigkeit, in der die unfassbarsten Situationen entstehen. So eine Welt ist ein schwieriges Unterfangen. Sie muss lebhaft und unerträglich zugleich sein. Ein unlogischer Realismus. In diesem Film wirkt das Leben leblos, sinnlos. Wir sind in einer endlosen Schleife aus Unglück gefangen, wie die Protagonisten. Aber andererseits hat mich diese unbarmherzige Brutalität im Grunde kalt gelassen. Immer wieder ist hier und da ein Ansatz zu sehen, aber der Funke will nie völlig überspringen. Es ist, als würde der Regisseur einen inneren Zwispalt bekämpfen. Will er uns nun auf Distanz halten, oder will er Emotionen wecken!? Diese beiden Möglichkeiten werden hier unerschöpflich und unkontrolliert ständig wechselnd auf den müden Zuschauer geworfen.
Der fehlende oder extrem seltene Einsatz von Musik ist prinzipiell ein sehr interessantes Stilmittel, wirkt hier aber überreizt und ist streckenweise tatsächlich sehr langatmig. Die gemächlich gesetzten, aber extrem pointiert und intelligent geschnittenen Kameraeinstellungen wissen auch noch nicht so recht, was sie einem jetzt vornehalten oder zeigen wollen.
Es ist, als ob Chan-wook Park hier noch auf der Suche nach dem richtigen Weg ist. Als ob er sich an Möglichkeiten entlang tastet. Wie eine Art Experiment. Das hat bei mir nicht wirklich geklappt, kann aber von den Ideen und der schauspielerischen Umsetzung wirklich begeistern, manchmal aber sogar ein kleines Bisschen verstören. Von der unvergleichlichen Intensität seiner Nachfolger ist Sympathy for Mr. Vengeance meiner Meinung nach aber meilenweit entfernt.

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Schlopsi

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Schade, aber auch kein Beinbruch ;)


Roach

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Das habe ich nach dem ersten Gucken auch gedacht ... aber je länger es her ist, dass ich ihn gesehen habe, desto mehr habe ich das Bedürfnis, ihn nochmal zu sehen. Weil ich einfach das Gefühl habe, ihn nicht so richtig begriffen zu haben. Aber die Rewatchs für den Boy und die Lady haben für mich trotzdem erstmal Vorzug. :)


Schlopsi

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Bewertung7.0Sehenswert

Wie kann ein Ende nur so abgrundtief elend und perfekt sein?!

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Chan-wook Park hat ein Talent dafür den Zuschauer mit seiner Bildästhetik auf Distanz zu halten. Und dann, wie aus dem nichts greift er dich und platziert dich mitten ins Geschehen. Die zuvor gefühlte Entfernung ist plötzlich weg und genau in diesen Momenten stellt der Ausnahmeregisseur etwas mit dir an. Wenn dann der Abspann rollt sitzt du einfach nur da. Ohne zu zucken, ohne jegliche Rührung. Und dann holt dich der Film ein. Du begreifst was sich da gerade auf dem Fernseher abgespielt hat und verdaust das Gesehene. Vielleicht entsetzt, vielleicht aber auch mit einem verborgenen Schmunzeln und einem spürbar hüpfenden Filmfreundherz.
Und dann: Wow. Wie macht der Mann das?

Filme von Chan-wook Park sind etwas Besonderes. Ob man sie mag oder nicht ist dabei zweitrangig, aber der Kerl versteht sein Handwerk, weshalb jedes seiner Werke ein Genuss für sich ist. Ist ein Film noch so skurril, überdreht, merkwürdig, etwas menschliches findet man immer darin. Und gerade dieser hier geht in der Beziehung durch und durch.

Dabei entwickelt sich Sympathy for Mr. Vengeance langsam. Zwar greift er zu Beginn ein flottes Tempo auf, indem er bereits in der ersten Hälfte gut 3/4 seiner eigentlichen Story erzählt, doch zur Mitte hin bremst er ab. Er lässt den Zuschauer verschnaufen, zur Ruhe kommen. Das war mir persönlich zwar einen Ticken zu langsam erzählt, aber Chan-wook Park räumt den Figuren Raum und Zeit ein, ehe er den Zuschauer dann mit einem kongenialen Ende und perfekt ausgearbeiteten Figuren umhaut. Im wahrsten Sinne. Es ist elend und doch so perfekt in sich geschlossen. Einzigartig und nachhallend. Denn sobald der Abspann läuft, spürt man das. Er kommt nach und nach, wodurch einem das Gefühl beschleicht, dass man diesen Film garantiert nicht zum letzten Mal gesehen haben wird.

Auch wenn Park in mancher Hinsicht gerne mal draufhält, so hat man nie das Gefühl dass er es den Zuschauer genießen lassen will, oder ihn damit vergraulen will. Es ist einfach nicht die Art etwas zur Schau stellen zu wollen. Auch schreibt Park einem, trotz der prägnanten Bilder, lange Zeit nicht vor was du fühlen sollst. Das kommt erst zum Schluss: Es fühlt sich an wie der Gnadenstoß, obwohl es eher einem Stich ins Herz ähnelt.
Das alles passt ungemein gut zu seinem Stil. Die eigenwillige Kameraführung (drei Männer steigen eine gefühlt unendlich lange Treppe hoch, während sich die Kamera Schnitt für Schnitt entfernt), behutsam eingestreute Slapstickeinlagen, die zwar witzig und absurd sind, aber nie die Geduld des Zuschauers überstrapazieren und plötzlich kommt der blutige Ernst ins Spiel. Diese Mischung mitsamt ihrer pointierten Figuren (herausragend gespielt: Kang-ho Song als Vater und sich Rächender ♥ und Ha-kyun Shin als Taubstummer) kann sich mit den richtigen Händen zu einer interessanten Wirkung entfalten. Und interessant ist jeder einzelne Film von Chan-wook Park.
Ob man was für sich aus seinen, zugegeben recht eigenwilligen Filmen mitnehmen kann, bleibt dabei jedem selbst überlassen. Aber solche Filme sieht man heutzutage leider nicht mehr regelmäßig. Und dieser hier bildet dabei keine Ausnahme.

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Cineast_Driver

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Die Revenge Trilogie ist einfach großartig ♥


Schlopsi

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@Death: Bin schon auf deine Reaktion gespannt!

Ich knall gleich mal meinen kompletten Kommi rein. Nur zur Warnung ;)


Jomo

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Bewertung6.0Ganz gut

Die häufige, oberflächliche und in die Länge gezogene Brutalität macht den Film zu einem recht banalen Rachestreifen mit nur wenigen guten Ansätzen.

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timmoe

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Bewertung7.5Sehenswert

Spoileralarm!

Faszinierend düster, ein Ticken besser als Oldboy, aber nicht so abgedreht, sondern auf seine eigene Art viel sachlicher erzählt. Eine Verkettung unglücklicher Zustände führt uns von einem armen Hund zum eigentlichen Mr. Vengeance und kippt den Film nach einer knappen Stunde völlig.
Zum Ende hin wird der Storyverlauf sehr gradlinig, um in der Schlusssequenz noch mal einen draufzusetzen.
Durchaus sehenswert!

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WhityWeissmann

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Bewertung9.0Herausragend

Der Film ist kein Vergleich zu Oldboy. Muss er das? Nein! Soll er das? Nein! Ist das schlimm? Nein! Ist der Film super, intensiv und wunderbar eigenwillig? Ja! Und jetzt Schluss mit den Vergleichen, sonst gibt's Elektrofolter.

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OlleBall

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Bewertung7.0Sehenswert

Mein ist die Rache!
Nicht nur, dass es die Übersetzung des Originaltitels „Boksuneun naui geot“ ist, es wäre auch meine Wahl für den deutschen Titel gewesen. Denn die „Sympathy for Mr. Vengeance“ lässt sich nur schwer festlegen. Stellt sich da doch die Frage, mit welchem Rächer man nun sympathiert. Aber damit greife ich vielleicht etwas vorraus.
Nachdem ich vor ein oder zwei Jahren „Oldboy“ geschaut habe und ich mich derzeit etwas mehr mit asiatischen Produktionen beschäftigen möchte, habe ich mir endlich mal den Auftakt der Rachetrilogie von Park Chan-wook vorgenommen, zu der ebenfalls der oben genannte „Oldboy“ sowie „Lady Vengeance“ gehören. Ich muss sagen, dass meine durch „Oldboy“ konzipierte Erwartung etwas enttäuscht wurde, was aber in diesem Fall nicht zwangsläufig negativ ausfiel.
Die dramatischen Elemente überwogen hier stets den psychischen und die Rache verschleppte sich bis ins letzte Drittel des Films, wodurch man sich erst einmal auf die Charaktere konzentrieren konnte. Da wäre zum einen der taubstumme Ryu, der alles für seine kranke Schwester tun würde, die sich früher um ihn gekümmert hatte und es nicht ertragen könnte, wenn er, obgleich um sie zu retten, irgendwelche Opfer tragen müsste. Er geht sogar so weit, dass er sich mit Organhändlern einlässt, die ihm eine Niere sowie einen Batzen Geld stehlen, das er für seine Schwester gebraucht hätte. Des Weiteren spielt Ryus Freundin Yeong-mi eine große Rolle – eine linksradikale Aktivistin, die Überhaupt erst auf die Idee kommt ein reiches Kind zu entführen, um die Nierentransplantation für seine Schwester zu bezahlen. Und zu guter Letzt der Vater des Kindes, Dong-jin, der auf Grund von Problemen in seiner Firma von seiner Frau verlassen wurde und nun auch noch um seine Tochter bangt. In diesem Punkt ist der Regisseur detailliert auf das Umfeld der Protagonisten eingegangen. Außerdem war er sehr auf die Gefühle der Charaktere bedacht – die gezielten Aufnahmen der Gesichter in den verschieden emotionalen Momenten haben einen wahrlich mitfühlen lassen und eine dramatische Atmosphäre erzeugt. An dieser Stelle sind natürlich auch die Schauspieler zu loben, die ausdrucksstark und ohne jegliches Overacting einen mehr als guten Job erledigt haben. Da hat mir schon die Anfangssequenz eine Gänsehaut über den Körper gejagt.
Allerdings konnte man bei den Protagonisten keine genaue Charakterentwicklung erkennen, was mich dann doch gestört hat. Zudem wurden einige wenige Szenen in die Länge gezogen – hätte man hier gekürzt und stattdessen etwas mehr Charakterstudie betrieben, wäre das zweite Drittel des Films deutlich interessanter ausgefallen. Des Weiteren störten die häufigen Szenenwechsel und –schnitte anfangs ein wenig bei der Durchschaubarkeit, doch kombiniert mit der einwandfreien Kameraführung wurde so wiederum das Auge belohnt – mal abgesehen von dem tollen Setting am See. Außerdem wurde mit der musikalischen Untermalung etwas sehr sporadisch umgegangen, weshalb zwar eine ernste bis bedrückende Grundatmosphäre entstand, jedoch hätte mehr von den Saxophon-Einspielern (die mich stark an „Lost Highway“ erinnerten) die Spannung weiter hoch getrieben. Somit waren einige Ereignisse (die ich hier nicht spoilern möchte) so plötzlich, dass sie fast wie nebenbei erschienen und damit das Überraschungsmoment unterging, wodurch man das Gezeigte einfach nur hinnehmen musste.
Fazit: Auch wenn der Film etwas an Spannung und Charakterstudie einbüßen musste und die musikalische Untermalung etwas pointierter hätte sein können, ist „Sympathy for Mr. Vengeance“ ein SEHENSWERTes Rache-Drama, dass den Zuschauer durch seine ausdrucksstarken Protagonisten und einer aufwühlenden Geschichte für Weilen in seinen Bann ziehen kann. Stellt sich nur noch die Frage, für welchen Rächer Ihr Sympathie hegt . . . Ryu, Dong-jin oder die Terrorgruppe?

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MurmelTV

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Bewertung6.0Ganz gut

Ich weiß nicht so recht, was ich vom ersten Ableger der Revenge-Trilogie halten soll. Zum einen gibt es hier klasse Aufnahmen und gute schauspielerische Leistungen, doch zum anderen kann ich nicht mit den Charakteren mitfühlen, da ständig (ich denke mal unfreiwillig) lustige Momente dazwischenkommen. So konnte ich mich zum Beispiel vor Lachen nicht halten, als auf einmal aus dem Nichts dieser Geisteskranke auftaucht! Ich habe geweint vor Lachen, obwohl da gerade zeitgleich ein taubstummer seine große Liebe begräbt!

Die Handlung an sich wird für meinen Geschmack etwas zu langsam erzählt und bietet auch keine großen Überschungen. Hinzu kommt, dass es mir ab und zu schwer fiel, dem Verlauf richtig zu folgen.

Ich bin mal gespannt, wie mir die weiteren beiden Teile der Trilogie gefallen. Oldboy habe ich damals schon einmal gesehen, weiß aber nicht, was ich heute davon denke.
Sympathy for Mr.Vengeance ist auf jeden Fall ein handwerklich guter Film, den man sich gut anschauen kann. Dennoch hoffe ich, dass die anderen Filme besser sind!

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vanilla

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kenne die anderen beiden, diesen leider noch nicht...aber an OLDBOY kommt nicht heran, nicht mal ansatzweise...


MurmelTV

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Dieser Ansicht sind wohl die meisten. Habe es aber bis jetzt noch nicht geschafft, mir die anderen beiden Filme anzugucken. Bin gespannt!


Moe

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Bewertung6.5Ganz gut

Ich bin nun seit 4 Jahren auf Moviepilot und habe oft von Oldboy oder Chan-wook Park gehört, dass man da was gesehen haben muss.
Nun habe ich mir letztens die Revenge-Trilogie auf Blu-Ray für 12,99 € geholt.
An einem langweiligen Abend dachte ich mir dann, dass ich jetzt mal mit der Trilogie anfangen sollte. Man muss dazu sagen, dass ich mich mit asiatischen Filmen immer etwas schwer tue. Ist einfach nicht ganz auf meiner Wellenlänge.
Aber ich bin jedes Mal offen gegenüber mir unbekannten Streifen.
Also tat ich mir nun den ersten Teil an.
Es stimmt schon, der Film ist sehr langsam und ruhig. Der eigentliche Hauptdarsteller kommt erst nach der Hälfte des Filmes zum Vorschein. Und insgesamt ist es manchmal schon sehr abgehoben. Die grünen Haare, die Gruppenmasturbation - das ist skurril. Aber nicht unbedingt schlecht. Ich akzeptiere, dass es einfach anders ist. Auch der Volltrottel am Wasser, wer hat denn bitte den ausgegraben?
Was mich aber eigentlich bei allen asiatischen Filmen stört sind die Dialoge. Ich kann nun mal kein Japanisch, Chinesisch, Koreanisch oder welche Sprache auch immer. Also schaue ich logischerweise den Film auf deutsch. Ich weiß nicht, ob dann dadurch einiges flöten geht oder ob eben die Dialoge wirklich so bescheuert sind.
Aber die Bildsprache hat es mir angetan. Da waren Kamerafahrten und -einstellungen, da kann man nur mit der Zunge schnalzen. Auch so manche Szene war einfach gut. Das "Büro" in der Baustelle, ich finde, das hatte einen gewissen Charme.
Naja, nun habe ich halt den ersten Teil gesehen. Zwei Teile sind noch zu erledigen.
Hoffentlich sind die besser.

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dilan.or.5

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Oldboy ist der Beste!
Ebenfalls skurril, aber er hatte eine gewisse Faszination, der man sich nicht entziehen kann. :)


freakualizer

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Ein Kommentar zu asiatischen Filmen wie mir aus der Seele geschrieben!


dilan.or.5

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Bewertung6.5Ganz gut

Ein typischer Park,
hier fand ich aber im Vergleich zu Lady Vegeance die Story an besser.
Deshalb 0,5 p mehr.
Ryu war ein sehr interessanter Charakter. :)
Die im Vergleich ruhige Inszenierung überzeugte auch auf ganzer Linie, handwerklich wieder gut gemacht.
Dennoch...
Jetzt wo ich alle Teile von Parks Rache-Trilogie durch habe, finde ich sie doch nicht ganz so überzeugend.
Bei Oldboy war ich einfach zu schockiert zu "geflashed" als das ich nicht hätte darüber hinwegsehen können.
Bei Lady Vengeance wurde ich schon etwas kritischer und bei Sympathy for Mr. Vengeance dacht ich mir dann: WTF ? XD
Aufkleber mit Organmafia-Werbung auf dem Klo???
( Hab ich doch richtig gesehen???)
Dann darf der Vater bei der Autopsie einfach dabei sein????
( hab ich das ebenfalls richtig verstanden, hat der den Polizist bestochen oder ist das nur Stilmittel des Regie?
Kann mich da jemand erleuchten?
Der Polizist redet einfach über einen Fall mit irgendwem am Telefon.
( ich denke mal seiner Frau?)
"Die Organmafia" ist einfach mal ausradiert und besteht nur aus drei Leuten?
Die gehören doch sicher zu einem großen Netz, welche sich eher an Ryu hätten heften sollen/können.
Die Terrorgruppe, die auftauchte, war arg vorhersehbar, allein schon, weil die Freundin das erwähnt hatte.
Kleiner Lichtblick gegen Ende, der Vater, der zu Ryu sagte:" Ich weiß du bist nur ein armes Schwein, aber ich muss/ werde (?) dich richten."
Ein Hauch von Charakterentwicklung und doch kann er nicht aus seiner Haut, finde ich doch sehr schwach.
Davor: Setzt der Vater einfach einen Mann mit sieben Kindern auf die Straße...
Also " Sympathy for Mr. Vengeance ( Nr. 1) ist nicht vorhanden.
Einige werden jetzt sagen: Das ist doch realistisch, dass ein Mensch Schwächen hat und es ist positiv anzumerken, dass der Vater einfach kein Gutmensch sein konnte.
Ich persönlich fand die ganze Charakterzeichnung letzen Endes doch sehr blass.
Fazit: Gut, vor allem handwerklich, aber vom Hocker hat mich der Film nicht gehauen.

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Yadokari

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Bei Parks Filmen ist Instantliebe eigentlich nie gegeben - ich musste auch jeden seiner Filme mehrmals sehen.


dilan.or.5

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Ich denke, dass ich mir erstmal Oldboy nochmals ansehen muss. ^^
Der Film war mir der liebste, danach versuch ich es nochmals mit Mr. Vengeance.


moep0r

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Bewertung6.5Ganz gut

Nun habe ich endlich alle drei Filme der Rachetrilogie gesehen. Oldboy ist und bleibt aber mein klarer Favorit.

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VisitorQ

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ich liebe sie alle drei. Park Chan-Wook ist mein persönlicher Knuddelbär.


moep0r

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POLYGAMIE!


A_Frame_Of_Mind

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Bewertung4.0Uninteressant

Abgesehen von ein paar starken Szenen und dem Durchaus interessanten Beginn, zieht sich der Film leider endlos in die Länge. Die Handlung zieht leider erst in den letzten 20 Minuten ein wenig an und ist noch dazu völlig vorhersehbar. Mir fiel es zudem sehr schwer eine emotionale Bindung zu den Charakteren aufzubauen. Bis auf den Taubstummen Ryu blieben alle sehr blass. Handwerklich hingegen gibt es nichts zu meckern. Die ruhige Inszenierung wusste zu überzeugen und die Darsteller machten allesamt einen guten Job. Trotzdem war ich nach tollen Filmen wie "Oldboy" oder "Joint Security Area" hier leider etwas enttäuscht von Chan-wook Park. Der kann es eigentlich viel besser.

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Couga[MH]

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Bewertung10.0Herausragend

Wow. Ich hätte es nicht gedacht, aber Sympathy for Mr. Vengeance, übertrifft sogar Oldboy.

Im Gegensatz zu Oldboy legt der Film den Fokus eher auf die langsame Entwicklung der Rachestory. Wieder überzeugt der Hauptdarsteller (in diesem Fall Shin Ha-kyun) vollkommen ohne irgendwelche Aussetzter. So wie eigentlich auch jeder andere Darsteller im Film auch. Noch besser als in Oldboy, beweist Park Chan-wook das er ein absoluter Meister seines Fachs ist. Alleine die Musikuntermalung, die fast garnicht vorhanden ist. Aber auch die Bilder sind auf die Art nahezu einzigartig, insbesondere verglichen mit westlichen Regisseuren. Mehr kann man aus dem Thema Rache nicht rausholen.

Für mich die beste Rachgeschichte, die ich je gesehen habe.

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Harvey Specter

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich sage "sehenswert", allerdings ist der Film nur für einen kleineren Kreis des Publikums gedacht. Viele werden ihn nicht mögen. Ich gebe zu, so eine Art von Film hatte ich auch nicht erwartet und dachte es wäre im "Oldboy-Stil".
Der Film verdient eine gute Bewertung, auch wenn ich mir denke, dass 5 oder 6 Punkte es auch getan hätten. Man merkt, dass dahinter Arbeit und Mühen stecken.

Die Story ist anfangs wirklich gut aufgebaut und zeigt die Probleme des Charakteren Ryu. Zum Mittelteil merkt man, wie sehr die Lage sich zuspitzt und dramatisiert. Erst dann beginnt das wahre Drama. Die Hauptfigur wechselt vom Taub-Stummen Ryu zum Vater des entführten Mädchens. Man denkt zwar bis zum Ende, ich habe alles gesehen und es passiert was passieren muss. Doch der Abschluss ist unerwartet.

Dialoge - das hätte ich mir wirklich gewünscht. Entweder insgesamt viele kurze Dialoge oder wenige sehr gute Kurzgespräche. Ich fand es teilweise wirklich zäh. "Sympathy for Mr. Vengeance" beansprucht eine Menge Konzentration und Geduld. Beides sind Vorraussetzungen, denn durch den so ruhigen Hauptcharakter gibt es viele wortlose Momente.

Sehr positiv finde ich, dass der Film nicht an eine klassische Rache-Story anknüpft in dem der Vater seine unglaubliche Wut gegen jedes Hindernisse entgegen setzt. Das gefällt mir in manchen Filmen zwar gut und man empfindet immer mit, doch wäre es hier unpassend gewesen. Es wirkt realistischer so wie es hier dargestellt wurde. Beeindrucken sind die unglaublichen Fehltritte und Zufälle die in beider Leben eintreffen.

Man sollte sich wirklich Lust und Zeit nehmen den Film zusehen.

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Jek-Hyde

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Bewertung0.0Hassfilm

Das ist einfach so verdammt hart. Ich will den Film ja anerkennen, weil er eigentlich gut ist und objektiv sicher wenigstens eine 6/10 wäre, aber...es geht einfach nicht! Ich hasse den Film zu sehr! Ich hasse wie scheiße das alles Läuft! Es kommt halt einfach alles immer noch schlimmer. Sicher, real, aber ich kann nicht aus meiner Haut! Zu Scheiße fand ich ihn (habe ihn extra zweimal gesehen um ganz sicher zu gehen). Auf der einer Seite ist der Film viel zu konsequent, auf der anderen viel zu inkonsequent! Vor allem ist der Film auch noch von Park! Dazu diese hässliche, nüchterne Stille. Ich will mich nicht weiter ärgern. Ist sein schlechtester Film. Er verdient objektiv sicher eine 6/10, aber so könnte ich ihn nicht ausgiebig genug hassen, also hasse ich ihn als Hassfilm.

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Mr.Moffet

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Interessante Herangehensweise an eine Bewertung, wirklich. Aber er scheint dich ja emotional ganz schön bewegt zu haben und wenn das ein Film schafft, ist es doch eigentlich was wert, oder ? Aber wie gesagt, ist deine Art damit umzugehen und damit absolut akzeptabel...


Jek-Hyde

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Naja, bis auf wenige Ausnahmen ist das schlimmste, was man einem Film geben kann ein 5/10, denn im Durschnitt verschwindet alles. Anders gesagt war ich schon mächtig enttäuscht...naja, was soll's, Filme, die einem so missfallen sind allerdings ab und an recht inspirativ.


frank-br

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Bewertung4.0Uninteressant

"Oldboy" war klasse. Aber dieser Streifen kann leider nicht überzeugen. Besser die Zeit für einen anderen Film nutzen!

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