Bei "Syriana" musste ich, trotz einer ambitionierten Thematik, feststellen das es hier an ganz anderen Stellen hapert.
Erstmal habe ich Matt Damon und George Clooney beide schon besser schauspielern sehen. Doch sie bieten mir hier eine souveräne darstellerische Leistung. Amanda Peet langweilt mich. Sie wirkt so total unambitioniert. Die Mitwirken von William Hurt und Christopher Plummer lässt das Herz des Kinofreundes höher schlagen. Doch schauspielerisch kann hier lediglich Alexander Siddig überzeugen.
Erstmal dauert es eine Weile, bis bei dem Plot der rote Faden erkennbar wird. Die Einleitung bis zu diesem Punkt nimmt eine gute 3/4 Std Filmlaufzeit in Anspruch. Das ist eindeutig zu viel. Scheinbar mehrere Handlungsverläufe verlaufen derweil parallel. Der eigentliche Verhalt der Handlung und ihrer Protagonisten wurde mir erst in den letzten 30 Minuten offenbart. Wenn sich die Story quasi zuspitzt. Wegen einiger toller Schauspieler, die leider zum Teil unter ihren Möglichkeiten bleiben, und einer müssigen wie langen Storyeinführung, ist zum Schluß für mich ein ganz guter Polit-Thriller bei rum gekommen. Aber für sehenswert, so das ich ihn weiterempfehlen würde, halte ich ihn nicht.
Hübsche Rezension, ich hätte es nicht besser formulieren können, danke dafür. Ich hatte mir den Streifen damals im Kino angesehen und seither nie wieder an ihn gedacht. Das bedeutet in meinen Augen dass dieses Werk völlig überbewertet ist. Natürlich regen sich während des Zusehens Emotionen aufgrund der vielen dargestellten, harten Realitäten, doch was ist danach? Wenn ein Film hinterher nicht wenigstens ein Weilchen im Gedanken bleibt und keine Lust auf hinterhergehende Diskussion macht ist er für mich ebenfalls nicht empfehlenswert oder gar sehenswert.
in meinen Gedanken ist er mehr als andere geblieben wie jede WAHRE Geschichte, auch wenn man, um sie ganz zu erfassen, sie sich womöglich öfter als einmal antun muß (was sie verdient). Gerade bei dir Rooster_, bin ich auf das Langzeit-Einspielergebnis gespannt. Mal in ein paar Jahren sehen : ob sich der Film dann nicht doch (erheblich) nach vorne gespielt hat. Denn "Kunst< ist (letztlich) ein Reflekt auf Wirklichkeit, die (hart) hier durchaus vorhanden ist und doch stets ihr Recht (auf Dauer) abgebogen behauptet. Nicht unbedingt ein Vergnügen - doch ich behaupte, der Film punktet auf die Länge. Und es gibt keine >Präpositionsphase< (zum Aufbau) der Geschichte - der Vergaser ist nicht wichtiger als die Pleuelstänge+++, denn nur mit beiden (allem) fährt das, und nicht ohne eins nur davon. Das Storyboard ist die Explosionszeichnung eines Motors. Welcher Einzelheit man sich zuerst widmet, ist egal, denn erst das Ganze funktioniert. Und man muß diesen Motor (egal womit man beginnt) komplett in sich zusammengesetzt haben, bis man den Zündschlüssel erfolgreich herumdrehen darf. Ist Kino nur bequem? - Darf man dem Zuschauer nichts abverlangen, um einer wichtigen Sache (unserer Zukunft) willen? (Siehst du nicht, das es sich um DEINE- statt von Damon & ClooneyHurtPlummer- voraussichtlich handelt?) Der ">Oscar"< (so'n Sch*iß) war sowas von einmal, EINMAL wirklich tatsächlich sowas von einmal nicht-überflüssig! - Mensch Rooster_, dich kann man doch gar nicht so leicht überfordern! (weiß das, hab genug von dir notiert). - Ich bin gespannt: wie du später mal darüber denkst! - ob es dabei bleibt- ?
RoosterCogburn Fri, 13 Apr 2012 14:08:44 -0000
Kommentar löschenBei "Syriana" musste ich, trotz einer ambitionierten Thematik, feststellen das es hier an ganz anderen Stellen hapert.
Erstmal habe ich Matt Damon und George Clooney beide schon besser schauspielern sehen. Doch sie bieten mir hier eine souveräne darstellerische Leistung. Amanda Peet langweilt mich. Sie wirkt so total unambitioniert. Die Mitwirken von William Hurt und Christopher Plummer lässt das Herz des Kinofreundes höher schlagen. Doch schauspielerisch kann hier lediglich Alexander Siddig überzeugen.
Erstmal dauert es eine Weile, bis bei dem Plot der rote Faden erkennbar wird. Die Einleitung bis zu diesem Punkt nimmt eine gute 3/4 Std Filmlaufzeit in Anspruch. Das ist eindeutig zu viel. Scheinbar mehrere Handlungsverläufe verlaufen derweil parallel. Der eigentliche Verhalt der Handlung und ihrer Protagonisten wurde mir erst in den letzten 30 Minuten offenbart. Wenn sich die Story quasi zuspitzt. Wegen einiger toller Schauspieler, die leider zum Teil unter ihren Möglichkeiten bleiben, und einer müssigen wie langen Storyeinführung, ist zum Schluß für mich ein ganz guter Polit-Thriller bei rum gekommen. Aber für sehenswert, so das ich ihn weiterempfehlen würde, halte ich ihn nicht.
bedenklich? 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten
Mr. K R I T I K Sat, 14 Apr 2012 13:54:11 -0000
Antwort löschenHübsche Rezension, ich hätte es nicht besser formulieren können, danke dafür. Ich hatte mir den Streifen damals im Kino angesehen und seither nie wieder an ihn gedacht. Das bedeutet in meinen Augen dass dieses Werk völlig überbewertet ist. Natürlich regen sich während des Zusehens Emotionen aufgrund der vielen dargestellten, harten Realitäten, doch was ist danach? Wenn ein Film hinterher nicht wenigstens ein Weilchen im Gedanken bleibt und keine Lust auf hinterhergehende Diskussion macht ist er für mich ebenfalls nicht empfehlenswert oder gar sehenswert.
RoosterCogburn Sun, 15 Apr 2012 18:40:26 -0000
Antwort löschenDanke. - Dein letzter Satz bringt es auf den Punkt. Den werde ich gelegentlich nochmal benutzen, wenn du nichts dagegen hast?!
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Mr. K R I T I K Sun, 15 Apr 2012 21:36:53 -0000
Antwort löschenOhne weiteres!
craax Tue, 26 Feb 2013 06:49:17 -0000
Antwort löschenin meinen Gedanken ist er mehr als andere geblieben wie jede WAHRE Geschichte, auch wenn man, um sie ganz zu erfassen, sie sich womöglich öfter als einmal antun muß (was sie verdient). Gerade bei dir Rooster_, bin ich auf das Langzeit-Einspielergebnis gespannt. Mal in ein paar Jahren sehen : ob sich der Film dann nicht doch (erheblich) nach vorne gespielt hat. Denn "Kunst< ist (letztlich) ein Reflekt auf Wirklichkeit, die (hart) hier durchaus vorhanden ist und doch stets ihr Recht (auf Dauer) abgebogen behauptet. Nicht unbedingt ein Vergnügen - doch ich behaupte, der Film punktet auf die Länge. Und es gibt keine >Präpositionsphase< (zum Aufbau) der Geschichte - der Vergaser ist nicht wichtiger als die Pleuelstänge+++, denn nur mit beiden (allem) fährt das, und nicht ohne eins nur davon. Das Storyboard ist die Explosionszeichnung eines Motors. Welcher Einzelheit man sich zuerst widmet, ist egal, denn erst das Ganze funktioniert. Und man muß diesen Motor (egal womit man beginnt) komplett in sich zusammengesetzt haben, bis man den Zündschlüssel erfolgreich herumdrehen darf. Ist Kino nur bequem? - Darf man dem Zuschauer nichts abverlangen, um einer wichtigen Sache (unserer Zukunft) willen? (Siehst du nicht, das es sich um DEINE- statt von Damon & ClooneyHurtPlummer- voraussichtlich handelt?) Der ">Oscar"< (so'n Sch*iß) war sowas von einmal, EINMAL wirklich tatsächlich sowas von einmal nicht-überflüssig! - Mensch Rooster_, dich kann man doch gar nicht so leicht überfordern! (weiß das, hab genug von dir notiert). - Ich bin gespannt: wie du später mal darüber denkst! - ob es dabei bleibt- ?