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Take Shelter - Ein Sturm zieht auf - Kritik
US 2011 Laufzeit 125 Minuten, FSK 12, Drama, Thriller, Kinostart 22.03.2012
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Kritiken (29) — Film: Take Shelter - Ein Sturm zieht auf
_Garfield: Blogbusters
Kommentar löschenTrotz oberflächlicher Parallelen zum zeitnah gestarteten „Melancholia“, erweist sich Jeff Nichols' zweiter Langfilm sowohl als höchst eigenständiges Werk, als auch – gerade in Anbetracht tagespolitischer Gegenwart – als der interessantere Film. Und im Grunde ist „Take Shelter“ - obwohl natürlich unbeabsichtigt – die bessere Antwort auf von Trier's aufgeblasenes Weltuntergangs-Szenario. Inszenatorischer Wichtigtuerei setzt Nichols nämlich ein pointiertes und gesellschaftliche Ängste kongenial transferierendes Skript entgegen. Vor dem Hintergrund scheinbaren Wahnsinns, psychischer Fehlentwicklungen und persönlicher Katastrophe, die jedoch genauso gut zur wirklichen Naturkatastrophe geraten könnte, verhandelt Nichols immer wieder ganz reelle Ängste. Ängste, die unter dem Zusammenspiel der drastisch reduzierten Inszenierung, dem fantastischen Soundtrack und vor allem einer erneuten Glanzleistung Michael Shannon's auf einmal ganz unmittelbar werden können und schlussendlich die Frage aufwerfen, welche Katastrophe denn nun tatsächlich die verheerendere wäre. Zwischen finanziellem Ruin und psychischer Bewährungsprobe oszilliert der Film gekonnt zwischen den Genres und lässt die zentralen Fragen, nämlich jene nach getäuschter Wahrnehmung oder akuter Bedrohung, Jahrhundertsturm oder Lachnummer bis zum großartig arrangierten Finale bestehen. Ein Finale, das schließlich auch eine ganz konkrete Reflektion des eigenen Lebens ermöglicht: Denn die Lösung unserer Probleme liegt immer auch in der Gemeinschaft.
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Hooded Justice Tue, 26 Feb 2013 19:33:21 -0000
Antwort löschenDie fiesen Worte zum Meisterwerk Melancholia überlese ich mal.
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_Garfield Tue, 26 Feb 2013 22:10:25 -0000
Antwort löschenOkay. :)
johnboy1979 Thu, 07 Mar 2013 17:54:18 -0000
Antwort löschenDie fiesen Worte zum "Meisterwerk" Melancholia bestätige ich mal. ;)
Btw.: Schöner comment!
Movienerd: Movienerd.de Movienerd: Movienerd.de
Kommentar löschenDer erste Engel blies seine Posaune. Da fielen Hagel und Feuer, die mit Blut vermischt waren, auf das Land. Da verbrannte ein Drittel des Landes, ein Drittel der Bäume und alles grüne Gras. (Offenbarung 8, 7)
„Angst entsteht dann, wenn du etwas zu verlieren hast,” sagt Regisseur Jeff Nichols. Im Sommer 2008, als er begann Take Shelter zu schreiben, war er von einer unbestimmten Angst geplagt, nicht unähnlich seiner Hauptfigur. Für Curtis ist diese Angst, die sich zunächst in seinen Träumen und langsam in seinem Alltag einnistet als mächtiger, apokalyptischer Sturm manifestiert. Die Grenze zwischen Traum und Wahn verschwimmt, ebenso die zwischen Symptom und Vorahnung.
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Flibbo: Wie ist der Film?
Kommentar löschen[...] Es sind nicht die Bilder, es sind das eindringlich gespielte Leid und die Rätselhaftigkeit, womit „Take Shelter“ bannt – mal etwas anderes unter dem Deckmantel der Naturkatastrophe, welche natürlich nur eine Metapher darstellt. Leider fällt die Metapher sehr grob und schwammig aus, soll sie doch lediglich die allgemeinen Ängste der (amerikanischen) Mittelschicht im familiären Alltag widerspiegeln und für Zusammenhalt plädieren. Ansonsten konzentriert sich Regisseur und Autor Jeff Nichols in seinem erst zweiten Spielfilm lieber auf bewährtes Suspense-Kino. [...]
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Medienjournal: Medienjournal-Blog.de
Kommentar löschen[...] Ganz langsam entzieht sich Shannons Curtis der Realität und driftet mehr und mehr in seine scheinbar prophetischen Traumwelten, die gleichsam an inszenatorischer Intensität ihresgleichen suchen. Regisseur und Drehbuchautor Nichols inszeniert diese Vorkommnisse so behutsam und elegant, dass sich zu keinem Zeitpunkt erschließen lässt, dass ein nahendes Unheil kurz bevorsteht bis zu dem Punkt, an dem die unwirklichen Erlebnisse sich Bahn schlagen und dem Zuschauer klar wird, dass es sich nicht um die Realität handeln kann. Curtis handelt dabei trotz seines geistig desolaten Zustands nicht kopflos sondern durchaus selbstreflexiv und zieht auch die Möglichkeit in Betracht, wie seine Mutter damals an Schizophrenie erkrankt zu sein. Dennoch tut er sich merklich schwer, seine Frau oder auch seinen besten Freund ins Vertrauen zu ziehen und bemüht sich, der Lage allein Herr zu werden. [...]
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ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/
Kommentar löschen[...]»Fear… Fear attracts the fearful. The strong. The weak. The innocent. The corrupt. Fear… Fear is my ally.« Nicht etwa ein Auszug der düsteren Poesie Edgar Allan Poes, sondern Voiceover des Darth Maul/One Truth-TV Spots zu „Star Wars Episode I“ und wohl mit das hintergründigste, das irgendetwas rund um die Prequel-Trilogie von sich gegeben hat. Aber was hat ein schillernd-verschenkter Lichtsäbelschurke mit Jeff Nichols‘ ruhigem Psychodrama „Take Shelter“ zu tun? Not much, und dennoch die Wahrheit der Worte dieses Spots. Die Angst schreckt vor niemandem zurück und „Take Shelter“ ist ein suggestionsstarker, mehrdeutiger und umfassender Film über das Thema Angst und ihre Formen und Ausprägungen, ihren Weg, den sie sich aus dem Verstand heraus in Herz und Handeln bahnt, ihre Dornen, die sie tief in Bewusstsein und Seele treibt und ein Leben aus seinen stabil und wetterfest geglaubten Fundamenten reißt. Ein Sturm als Vorbote kataklysmischer Veränderung, ein Schutzbunker als Enge eines…
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CINEMAN.ch
Kommentar löschenCurtis (Michael Shannon) wird von apokalyptischen Visionen heimgesucht, die er vor seiner Familie verbirgt. Der einfache Bauarbeiter fürchtet sich um die unmittelbare Zukunft und seine Familie. Er fängt an zu buddeln, baut einen Erdbunker und erwartet einen apokalyptischen Sturm. Freunde, Kollegen und die Nachbarn zweifeln an seinem Verstand. Auch seine Frau und die taube Tochter sind verunsichert. - Jeff Nichols' unspektakuläres Drama besticht durch seine bedrohliche Schlichtheit und Alltäglichkeit.
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P. Bühler: Berliner Zeitung, fluter P. Bühler: Berliner Zeitung, fluter
Kommentar löschenIn Take Shelter sieht man, wie ein Mensch vor unseren Augen zerbricht. Es wäre Wahnsinn und würde Shannons phänomenale Leistung schmälern, Curtis für gesund zu halten. Doch jede Krankheit hat auch ihre gesellschaftlichen Ursachen. Mehr will Nichols eigentlich gar nicht sagen. Oder doch? Das letzte Bild ist geeignet, jede mühsam errungene Aussage zu diesem Film noch einmal umzupflügen, ihn von innen heraus zu zerstören, man kann jedenfalls lange darüber diskutieren.
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Andreas Fischer: Radio Köln Andreas Fischer: Radio Köln
Kommentar löschenTake Shelter ist der spannendste, rätselhafteste und brisanteste Film des Jahres. Ein Meisterwerk, dem der atemberaubende Hauptdarsteller Michael Shannon ein markantes Gesicht gibt - in seiner denkwürdigen Performance ist er gespenstisch und warmherzig zugleich.
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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de
Kommentar löschenWas aus Curtis’ Perspektive verständlich wirkt, ist aus der Sicht der Frau völlig bescheuert und verantwortungslos. Die beiden Perspektiven halten sich bis zum sehr schön offenen Ende spannend die Waage. Ein toller Film von Regisseur und Autor Jeff Nichols, dessen Vorgänger „Shotgun Stories“ aus 2007 leider nie in deutsche Kinos kam.
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M. Semenowicz: Filmszene.de M. Semenowicz: Filmszene.de
Kommentar löschenEinzig etwas Straffung hätte dem Film gut getan, denn die Szenen entwickeln sich manchmal in einem wahren Schneckentempo, eine Kürzung um 15-20 Minuten hätte den Zuschauer weniger ermüdet und doch den gleichen Effekt wie diese Fassung haben können.
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Florian Lieb: moviemaze.de Florian Lieb: moviemaze.de
Kommentar löschenNichols erschafft mit Take Shelter ein Psychodrama auf mehreren Ebenen als ver(sinn-)bildlichtes Kino über die Angst.
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Martin Thomson: Schnitt Martin Thomson: Schnitt
Kommentar löschenTake Shelter ist wie ein kohärenter Körper, der zugleich mit leise rasselnden Lungenflügeln die Folgen der Wirtschaftskrise atmet. Eine Parabel auf die Angst des weißen Kleinbürgers vor dem Kontrollverlust genauso, wie die Beschreibung eines im Sterben liegenden Amerikas ohne Aussicht auf Heilung.
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H.-U. Pönack: Deutschlandradio H.-U. Pönack: Deutschlandradio
Kommentar löschen"Take Shelter", also "Zuflucht", ist ein erstklassiges atmosphärisches Psychodrama und eine packende Filmmetapher für die vorhandene amerikanische Unruhe in der Mittelschicht. Ein grandioser Schauspieler-Film.
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Katja Nicodemus: NDR Katja Nicodemus: NDR
Kommentar löschenWas ist das für ein Sturm, vor dem sich Curtis so sehr fürchtet? Die Klugheit von "Take Shelter" besteht darin, diese Frage nicht eindeutig zu beantworten. Ob die Katastrophe im Kopf des Helden oder in der Wirklichkeit droht, macht nämlich keinen Unterschied, weil die Antwort nichts an der Bedrohung ändern würde.
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Tobias Martin: BR Tobias Martin: BR
Kommentar löschen„Ein Sturm zieht auf“ ist beklemmend und düster. Sehr gekonnt wird der Wahn von Curtis LaForge in Szene gesetzt, und wie seine Umwelt darunter zu leiden hat. Nur mit der ganz und gar verhunzten Schlussszene macht Regisseur Jeff Nichols seinem Film einen Strich durch die Rechnung.
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A. Busche: der Freitag A. Busche: der Freitag
Kommentar löschenTake Shelter greift dieses Unbehagen auf, verzettelt sich aber zusehends in profanen Schockeffekten.
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Cristina Nord: taz Cristina Nord: taz
Kommentar löschenWie der Film das Psychodrama seines Protagonisten entfaltet und um Elemente des Horrorfilms ergänzt, ist bemerkenswert, ebenso wie das, was Michael Shannon, als Darsteller auf selbstquälerische Typen kapriziert, aus seiner Figur herausholt
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D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard
Kommentar löschenOberflächlich gelassen, wirkt Michael Shannon auf den zweiten Blick zum Zerreißen gespannt, schließlich bedrohlich. Sein Gesicht ist das eigentliche Epizentrum des Films.
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Christoph Huber: Die Presse Christoph Huber: Die Presse
Kommentar löschenNichols will weniger Weltenschau als Thriller-Spannung mit schleichender Verstörung und metaphysischen Anklängen. Die Krankheit seines Helden ist die Krankheit einer Gesellschaft am Abgrund.
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Daniel Sander: Spiegel Online Daniel Sander: Spiegel Online
Kommentar löschenEs ist leicht, Take Shelter als amerikanische Metapher zu lesen für ein tief verunsichertes Land, in dem Propheten wie Glenn Beck vor dem baldigen Untergang warnen und Paranoia vor dem Ungewissen schüren, während andere genau diese Paranoia für die eigentliche Gefahr halten. Das kann man so sehen. Man kann "Take Shelter" aber auch einfach verdammt spannend finden.
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Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...
Kommentar löschen[...] In der Unklarheit einer sich anbahnenden Natur- oder eben doch vielleicht nur inneren Katastrophe erinnert "Take Shelter" sehr konkret an den zeitnahen "Melancholia", der sich im aktuellen Kino der apokalyptischen Entwürfe (Next: Abel Ferraras "4:44 – Last Day on Earth") vielleicht nicht zufällig als ein filmischer Zwilling herausstellt. Wenn Curtis LaForche um die Existenz seiner Familie bangen muss, weil die panische Furcht ihn auch noch in den finanziellen Ruin zu treiben droht, wird die Vorstellung vom nahenden Ende plötzlich ganz greifbar. Dem intimen Depressionssog Lars von Triers fügt Jeff Nichols noch die zerstörerischen Angstkräfte unserer Gegenwart hinzu: Weltuntergang und Wirtschaftskrise, Wahn und Wirklichkeit – da hilft dann vielleicht tatsächlich nur noch der Rückzug in den eigenen finsteren Schutzbunker.
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Le Samourai Tue, 20 Mar 2012 16:42:04 -0000
Antwort löschenHab dich wieder gern. :)
Der hundertmal bessere Melancholia!
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Mr Vincent Vega Tue, 20 Mar 2012 16:42:47 -0000
Antwort löschen<3
der cineast Tue, 20 Mar 2012 17:37:39 -0000
Antwort löschenTz.
Oceanic6: CinemaForever
Kommentar löschen"You think I'm crazy? Well, listen up, there's a storm coming like nothing you've ever seen, and not a one of you is prepared for it."
Die letzten Jahre haben viele Filme hervorgebracht, welche sich mit den Nachwirkungen von 9/11 oder der Finanzkrise beschäftigen. Die meisten davon sind entweder von zu viel US-Pathos geprägt oder werden von Szenen verdorben, welche unsere Tränendrüsen attackieren, anstatt sich mit den wahren Problemen dieser zwei Jahrhundertereignisse auseinanderzusetzen. Erst vor kurzem wollte man uns mit "Extrem laut und unglaublich nah" einbläuen, dass uns mit aufgesetztem Gefühlskino Aufklärung vermittelt werden kann. Leider weit gefehlt. Nun präsentiert uns Jeff Nichols mit "Take Shelter" sein erst zweites Werk in Spielfilmlänge und verpasst dem Zuschauer einen unerbittlichen Schlag in die Magengrube. Dabei lässt er die Vergangenheit ruhen und setzt sich stattdessen mit der ungewissen Zukunft eines Individuums,…
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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...
Kommentar löschenRegisseur Jeff Nichols entwickelt seinen Thriller "Take Shelter" dicht und konsequent aus der Perspektive seines Protagonisten, wobei lange Zeit in der Schwebe bleibt, ob dieser nun psychisch krank oder ein Hellseher ist. Realität und Wahn verwischen zusehends. Der Film erinnert unweigerlich an Andrej Tarkowskijs Meisterwerk "Opfer", in dem ebenfalls ein apokalyptisches Schreckensszenario Rätsel aufgibt.
Immer mehr entfremdet sich Curtis von sener Familie und verliert sich in seinen Obsessionen. Und so wie Tarkowskijs bildgewaltiges Epos 1987 metaphorisch auf die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl anspielt, spiegelt sich in diesem Psychogramm eines amerikanischen Durchschnittsbürgers der Seelenzustand einer ganzen Nation: Die USA sind traumatisiert, erschüttert und gelähmt von der Finanzkrise und den Terroranschlägen vom 11. September. Außerdem legt Nichols den Finger in die Wunde des amerikanischen Sozialsystems: Am Beispielt von Curtis zeigt der "Take Shelter", wie brutal einer aus der Mitte der Gesellschaft von heute auf morgen abstürzen kann, wenn er seinen Job und damit auch seine Krankenversicherung verliert.
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Joe Morgenstern: Wall Street Journal Joe Morgenstern: Wall Street Journal
Kommentar löschenTake Shelter ist nicht die Art von Film, die man sich zum entspannen oder zur Unterhaltung anschaut. Er ist letzendlich ein trostloser und eng umgrenzter Film, aber darin auch bemerkenswert. Er ist der Beweis, dass Nichols bereit für viel größere Projekte ist.
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A.O. Scott: New York Times A.O. Scott: New York Times
Kommentar löschenTake Shalter ist ein stiller aber unnachgiebiger Blick auf die versteckten (und weniger versteckten) Teufel, welche die amerikanische Gesellschaft derzeit terrorisieren. Es ist ein Horrorfilm, der dir nicht durch Monsterbilder den Schlaf rauben wird, sondern mit einem wohlbekannten Grauen.
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Justin Chang: Variety Justin Chang: Variety
Kommentar löschenEin rauschhafter Thriller, der dadurch funktioniert, dass sein Gefühl des Unwohlseins tief in uns sein Echo findet. Mit Take Shelter kann Regisseur und Drehbuchautor Jeff Nichols sein Image des kompromisslosen Nachwuchs-Filmemachers, das er bereits in Shotgun Stories gezeigt hat, noch verstärken.
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Peter Travers: Rolling Stone Peter Travers: Rolling Stone
Kommentar löschenIch schreibe nicht viel über Take Shelter, umso besser könnt ihr euch in seine düstere Poesie und seine geheimnisvolle Handlung fallen lassen. Nichols spielt ein Verwirrspiel, aber sein Film ist einzigartig und unvergesslich.
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Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times
Kommentar löschenTake Shelter ist ein angsteinflößender Thriller, der nicht auf Special-Effects oder Spielereien beruht, sondern auf dem Grauen, das sich langsam im ganzen Land ausbreitet: Die guten Tage sind bald vorbei.
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Richard Lammel: DVD-Forum.at Richard Lammel: DVD-Forum.at
Kommentar löschenWäre er ein wenig kürzer [...], könnte Take Shelter noch eindringlicher und intensiver verspürt werden. Aber dies ist tatsächlich nur ein quengeln auf hohem Niveau. Immerhin ist dieser Thriller einer, der mit einem glatten „Sehr gut“ zu bewerten ist.
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Kommentare (135) — Film: Take Shelter - Ein Sturm zieht auf
TonyStark Fri, 10 May 2013 14:31:46 -0000
Kommentar löschenSo, endlich geschaut. Ruhiger, fast schon behäbiger Film der doch nie langweilig wird und von seiner beklemmender Atmosphäre lebt. Man schaut wie gebannt auf die flimmernde Mattscheibe. Irgendwie hatte ich die ganze Zeit so eine ängstliche Ungewissheit was wohl noch passiert. Komisch, komisch das Ganze. Danke für die Empfehlung
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brigerbaerger Tue, 07 May 2013 21:35:40 -0000
Kommentar löschenPuh, was war dass denn? Da wurde ich eben von einem Tornado der Gefühle mitgerissen! Ein Film der so ruhig anfängt und wie eine zerstörerische Naturgewalt durch die menschlichen Abgründe fährt und danach eine Schneise der Zerstörung zurück lässt. Aber die Menschen helfen sich, trösten sich und versuchen wieder alles aufzubauen. Auch mit dem Wissen, dass der nächste Sturm nicht auf sich warten lässt. Ein grandios spielender Michael Shannon, den ich so oft an den Schultern packen und bis zur Ohnmacht schütteln wollte. Hör auf mit diesem "Bullshit" und kümmere dich um deine Familie wollte ich ihm ins Gesicht schreien. Aber das tu ich doch, hat er mich dann leise, bestimmt und wissend geantwortet. Jessica Chastain, die ich zuletzt in "Mama" gesehen habe, spielt diese nicht verstehende, aber liebende Ehefrau so wunderbar zurückhaltend und verständnisvoll, dass man einfach nur mit ihr mitfühlen kann. "Take Shelter" - ein Sturm zieht auf und er hat mich völlig unerwartet erwischt… völlig schutz(raum)los…
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pischti Wed, 08 May 2013 07:05:11 -0000
Antwort löschenSchöner Kommentar. Habe ihn bisher gemieden, aber klingt ganz interessant. :)
brigerbaerger Wed, 08 May 2013 08:44:24 -0000
Antwort löschenDanke pischti. Würde mal einen Blick riskieren...
vanilla Wed, 08 May 2013 11:07:39 -0000
Antwort löschenauf jeden Fall!!!
toller Kommentar und ein super Film;-))
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pischti Wed, 08 May 2013 11:13:58 -0000
Antwort löschenIch mochte Michael Shannon schon in "Premium Rush" und der Film ist ja nur in der leichten Unterhaltungsecke anzusiedeln. Kann mir gut vorstellen, dass er schauspielerisch so einiges auf dem Kasten hat. Ich werd ihn mir mal vormerken ^^
brigerbaerger Wed, 08 May 2013 11:25:03 -0000
Antwort löschen@vanilla: Danke für die "Blumen" ;o)
TrendSocke Mon, 29 Apr 2013 20:21:37 -0000
Kommentar löschen"Take Shelter" lässt mich gerade noch ziemlich sprachlos zurück, gewiss ist aber, dass mich dieser Sturm eine Weile festhalten wird...
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Kingnussi Fri, 19 Apr 2013 20:30:07 -0000
Kommentar löschenObwohl in diesem Film, was Action angeht, nicht viel passiert, so ist er doch von der ersten bis zur letzten Minute hochspannend. Eine Mischung aus Drama und Mysteriethriller mit hervorragenden Schauspielern.
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Martinmartin Wed, 10 Apr 2013 23:28:21 -0000
Kommentar löschenWow. Take Shelter ist ein atmosphärisch-bedrückender Film, der mich für zwei Stunden ganz tief in die Psychosen seines Hauptdarstellers saugen konnte. Düster, beklemmend, ruhig, doch nie langatmig, unglaublich schön eingefangen und von Michael Shannon und Jessica Chastain fabelhaft gespielt.
Er polarisiert ohne Zweifel, doch wen er packt, den unterhält er nicht nur, er zieht völlig in seinen unbehaglichen Bann und lässt bis zum Paukenschlag-Ende nicht mehr los. Ein Ende, das in seiner Intensität dem Spannungsaufbau mehr als gerecht wird und es sich, wie hier oftmals behauptet, keinesfalls zu leicht macht, sondern genau den Interpretationsspielraum lässt, den der Film benötigt.
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jollyroger Thu, 11 Apr 2013 08:14:43 -0000
Antwort löschenSehr schön. Und 100% korrekt, das Ende läßt genau den Raum, den der Film benötigt.
Martinmartin Thu, 11 Apr 2013 08:42:33 -0000
Antwort löschenHab mal ein bisschen geblättert und mir deine Theorie durchgelesen. Wirklich interessant, die Freitod Variante hatte ich gar nicht bedacht. Neige eher zur Interpretation, dass Curtis so langsam völlig durchdreht, und seine Halluzinationen immer realer werden - was natürlich nicht die schaurigste aller Varianten ist.
jollyroger Thu, 11 Apr 2013 11:29:45 -0000
Antwort löschenHach, da bekomm' ich doch direkt Lust auf 'ne Zweitsichtung..:)
Martinmartin Thu, 11 Apr 2013 11:39:26 -0000
Antwort löschenDer Soundtrack weckt in mir auch die Lust, den gleich nochmal einzulegen.
http://www.youtube.com/watch?v=z_syZ6pA7O0
Übrigens ist der erste Kommentar hier auch eine sehr stimmige und schöne Interpretation.
TonyStark Fri, 12 Apr 2013 06:57:39 -0000
Antwort löschenGestern Abend noch schnell bestellt; WEHE DER TAUGT NIX!!! ;-)
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Edward Nigma Fri, 12 Apr 2013 09:41:25 -0000
Antwort löschenAh, mir ist Michael Shannon Wut-/Verzweiflungsrede immer noch lebhaft im Gedächtnis. Eindrucksvollste Szene 2012! <3
Martinmartin Sat, 13 Apr 2013 01:23:11 -0000
Antwort löschen@TonyStark: Dann herzlichen Glückwunsch und viel Spaß ;)
Siehste mal wieder, mit ein paar Zeilen auf moviepilot kann man auch noch die Verkäufe ankurbeln!
@Edward Nigma: Oh ja, eine unheimlich intensive Szene. "There's a storm coming like nothing you've ever seen, and not a one of you is prepared for it." Absolute Gänsehaut.
Dr. Train Spotting Thu, 28 Mar 2013 18:22:06 -0000
Kommentar löschenIch hab im Gegensatz zur Community wohl als einziger das Ende überhaupt nicht begriffen. Die Figur Curtis ist auf einmal nicht mehr paranoid, sonder hellseherisch begabt? Wenn das tatsächlich der Fall sein sollte, müsste meine bewertung nach unten korrigiert werden.
Die 7 Punkte sind hauptsächlich das Resultat von schön anzuschauenden Bildern und einer grandiosen Musik, welche den Zuschauer durch das Stück leitet.
Die Story ist trocken und erinnert mich irgendwie an Eastwood Dramen in denen auch eigentlich gar nichts passiert. Im Gegensatz zu Eastwood Dramen schafft Take shelter, aber ein Gefühl des Kontrollverlustes bzw der darauffolgenden Angst zu vermitteln.
Spoiler
Bei Szenen wie der in dem Gemeindehaus beim Austernessen, wo der Charakter Curtis zum biblischen Hiob mutiert, habe ich ehrlich gesagt meinen Blick abwenden müssen, was allerdings ein Kompliment an Shelter ist.
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jollyroger Thu, 11 Apr 2013 11:24:51 -0000
Antwort löschenAm Ende gibt es nichts zu "begreifen" in diesem Sinne, es ist meiner Ansicht nach ganz bewußt offen gelassen für viele Interpretationen.
groegchen Sun, 24 Mar 2013 19:15:35 -0000
Kommentar löschenbeklemmend, mitreißend, spannend und verdammt nochmal beängtigend. ein grandioser film mit klasse besetzung!
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Ira Luporum Sat, 23 Mar 2013 12:40:33 -0000
Kommentar löschenIch hatte zuerst gedacht dieser Film wäre ein 0815 Katastrophenfilm. Wurde dann jedoch positiv überrascht. Es geht viel mehr um den Protagonisten und seine unheilvollen Vorahnungen und darum, wie sehr sich das auf sich und sein Umfeld auswirkt. Die Pointe des Films ereignit sich dann jedoch am Ende, ich kam nicht umhin dort ironisch zu schmunzeln. Alles in Allem war der Film also eigentlich ganz okay, die visuellen Effekte die kurz immer mal zu sehen waren, waren zwar bescheiden, aber trotzdem ansehnlich genug, um dem Film die richtige Atmosphäre zu geben (wie beispielsweise der diabolisch wirkende Supersturm), allerdings wird die Handlung zwischendurch dann doch etwas zu trocken, weswegen der Film von mir auch nur eine 6,5 bekommt.
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agynessa Thu, 28 Feb 2013 12:37:51 -0000
Kommentar löschenDie Filmmusik muss hier an dieser Stelle auch mal erwähnt werden. Die war nämlich absolut genial und passend. Das Filmende war der absolute Hammer, der Anfang war auch sehr gut, zwischendrin hätte es, wenn es nach mir ginge, auch etwas aufbrausender sein können. Aber die Idee und die Darsteller spielen ihre Sache so umwerfend gut, dass man Ihnen auch die kleinen Längen gern verzeihen möge. Toller Film!
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fkfilmkritik Sun, 17 Feb 2013 01:30:47 -0000
Kommentar löschenEin Mann steht einem Sturm und dessen denkbaren Auswirkungen gegenüber und diese verfolgen die Urängste jedes glücklichen Menschen in einer Familie. Sein Traum ist es, der ihn mehr und mehr geistig zerstört. Durch sein Verhalten gegenüber Mitmenschen (Frau, Arbeitskollegen) wird er selber zu einer Katastrophe in seiner Welt. Eine Weile verschweigt er explizit seine Furcht, Träume, dessen Auswirkungen oder auch Besuche beim Arzt komplett gegenüber seiner vertrautesten Person (großartig: Jessica Chastain). Nur der Zuschauer selber verfolgt ihn mit in seinen Träume, die einen riesigen Sturm, braunen Regen und ein Verrücktspielen von Menschen aus seiner Realität enthalten. Dem Hauptprotagonisten, Shannon, überkommt die Pflicht, dass er seine Familie mit tauber ergo verwundbarer Tochter und Frau von dieser Katastrophe einfach sicher halten muss. Ohne dabei irgendwie über Geld und was die anderen wohl danach denken nachzudenken, baut er eben einfach (sicher ist sicher) einen Bunker. Jeff Nichols gelingt mit diesem Katastrophen-Drama ein vollkommen mitreißendes Werk. Es gab keine Sekunde, in dem ich ich nicht mitfiebern konnte und besonders bei der Szene im Bunker, die ich mir immer wieder noch mal angeschaut habe, stockte mir beim ersten mal ein wenig der Atem. Meine Skepsis zu Anfang, wegen der vielen Melancholia-Disse im Zusammenhang mit diesem, waren ziemlich schnell verflogen. Von Triers Film schlug bei mir insgesamt mehr ein, nicht weil er unbedingt besser ist, sondern wegen der intimeren Auseinandersetzung mit den Charakteren und dem wenngleich wenig subtilen Pessimismus. "Take Shelter" lebt mehr von seiner Spannung und undurchsichtig gehaltenen Perspektive von Traum im Bezug auf die Realität, womit er die Angst vor dem Weltuntergang bzw. einer Katastrophe und nicht dessen Akzeptanz der jeweiligen Hauptfiguren spüren lässt.
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lieber_tee Fri, 15 Feb 2013 18:03:34 -0000
Kommentar löschen"Ich hab' Angst, das etwas passieren wird..."
Nachhaltig saugendes, empfindsames Psycho-Drama, das den verinnerlichten Weltuntergang eines paranoid-schizophrenen Normalbürgers mit sanften Momenten des Horror-Kinos unterstreicht. Ob nun doppeldeutiges US-Mittelschicht-Zeitporträt oder klug fotografierte Krankheitsstudie, der zunehmende Kontrollverlust über die Realität wirkt hier wie ein fassbarer, erdiger Gegenentwurf zu Lars von Triers "Melancholia ". Dabei folgt "Take Shelter" einem bedingt-stramm gehaltenen Spannungsbogen, der in ein verwirrend-ratloses Ende expandiert.
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VisitorQ Fri, 15 Feb 2013 19:24:52 -0000
Antwort löschenIch fand ihn noch ein wenig besser als Du. Aber ich bin auch ein riesiger Chastain und Shannon Fan. Ich bin gespannt was uns der junge Jeff Nichols noch als auf die Leinwand zaubern wird. Auch seinen shotgun stories fand ich ganz ausgezeichnet.
lieber_tee Fri, 15 Feb 2013 19:42:01 -0000
Antwort löschen"Shotgun Stories" kenne ich von ihm nicht aber ja, der Junge hat Potential.
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horro Sat, 16 Feb 2013 19:44:17 -0000
Antwort löschenich zieh den Hut vor dir, dass du dir den bei deiner Abneigung gegen depressiv angehauchte Stories trotzdem reingezogen hast
mikkean Wed, 20 Feb 2013 21:50:23 -0000
Antwort löschenIch freue mich schon auf den Film.
Hard_Way Thu, 07 Feb 2013 19:21:40 -0000
Kommentar löschen[...] Dabei ist Curtis keine primitive Figur. Er ist Mensch. Durch fühlbare Emotionalität, die zudem auf vollkommen unterschiedlichen Ebenen umherschweift, suggeriert Take Shelter dem Publikum, dass durch visuell ergreifende, aber allen voran schauspielerisch brillante Szenen eine beinahe vollkommen harmonische Gefühlsentwicklung zu den Charakteren entstehen kann. Jeff Nichols‘ Film ist keine psychische Analyse eines verzweifelten Mannes, er steht für das Wesentliche im Leben: die Liebe, die Familie & die Unnachgiebigkeit für deren Schutz. Nichols beantwortet mit seiner zweiten Regiearbeit nicht die Frage, ob Curtis schizophren ist, sondern fragt, inwieweit Schizophrenie von den ins uns herrschenden Ängsten abzugrenzen ist. Die unsere Ansicht ist in dem Fall diese, die dem Film ein Gesicht und schließlich ein Ende verschafft. Es ist schwer auszumachen, in welche Richtung Take Shelter sich dem Zuschauer nähert; besonders kooperativ ist er nicht, aber auch alles andere als abweisend. Dies ist ganz bestimmt kein leicht verdauliches Werk, mit Sicherheit auch kein einfaches, aber ein unwahrscheinlich vielschichtiges – und das entschuldigt gar gelegentliche Längen. Anders als der Film in seinem familiären Zusammenhalt besteht, könnte er nicht bestehen, liegt ihm ein ernsthaftes Interesse daran, schablonisierten Wesen den Rücken zuzukehren. Und das gelingt ihm. Seine Logik zu den Personen, die man besser nicht nachvollziehen könnte, das gilt selbst für unbedeutendere Figuren wie Curtis‘ Freund Dewart (Shea Whigham), ist phänomenal. Kaum seltener konnte man charakterliche Umschwünge besser verstehen oder hinterfragen. Take Shelter ist ein Exempel für innere Geschlossenheit. [...]
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pinkmanHIGH Sun, 03 Feb 2013 22:13:59 -0000
Kommentar löschenIch glaube durch die vielen guten Bewertungen nicht nur auf moviepilot waren meine Erwartungen zu groß. Für mich war der Film schon etwas enttäuschend. Die Story durchaus intressant aber nicht wirklich gut umgesetzt. Viel zu lang auf ein absehbares Ende hingearbeitet. Außerdem fand ich das Michael Shannon seine Rolle nicht gut gespielt hat.
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alex023 Tue, 26 Feb 2013 19:07:56 -0000
Antwort löschenAbsehbares Ende? lol.
pinkmanHIGH Fri, 08 Mar 2013 16:58:47 -0000
Antwort löschenJa. lol.
vanilla Fri, 18 Jan 2013 08:06:08 -0000
Kommentar löschen"Ein Sturm zieht auf"......na erstmal zieht sich der Film etwas in die Länge.
Sehr ruhig ist der Anfang, sehr ruhig ist der Zwischenfall.
Ist es die besagte Ruhe vor dem Sturm???
Außer ein Paar wunderschönen Bildern und großartiger schauspielerischer Leistung, passiert erstmal gar nichts. Hier und da mal wieder ein Alptraum, oder etwa nicht??
Visionen, oder doch eher was für die Psychiatrie??
Ist er jetzt verrückt, oder hat er eine Vorahnung??
Sogar das Ende gibt uns nicht die konkrete und erwartete Antwort.
Alles in einem ein sehr ruhiger Film, der die inneren Ängste eines Menschen widerspiegelt. Wer einen Katastrophenfilm erwartet wird ihn nicht bekommen.
Ein Film den man so nicht erwartet und trotzdem gut unterhalten wird.
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Joeyjoejoe17 Fri, 18 Jan 2013 08:25:59 -0000
Antwort löschen"passiert erstmal gar nichts"
Der Zerfall von Curtis' Psyche und seiner Familie ist also nichts?
vanilla Fri, 18 Jan 2013 10:58:44 -0000
Antwort löschenes passiert natürlich immer etwas, sei es jemand schaukelt auf einem Stuhl hin und her.
Meinte damit das nichts außergewöhnliches, erstaunliches, oder katastrophales passiert, wie man es erwartet.
Ist also nicht unbedingt negativ zu verstehen.
moviee Sun, 06 Jan 2013 22:07:56 -0000
Kommentar löschenIch bin verwirrt. Verwirrt und verstört. Was war in den letzten beiden Stunden nur mit mir los? Was spielte sich dort 120 Minuten vor meinen Augen ab? Illusion oder Wirklichkeit? Sein oder Schein? Einbildung oder Realität? Da startet man am frühen Abend relativ unwissend einen vermeintlichen Katastrophenfilm und bekommt von einem Mysteriedrama bis zur mutmaßlichen Apokalypse so ziemlich alles geboten. Nur wie zur Hölle soll man das Gesehene deuten, wie soll man es einordnen und wie soll man es verstehen? 'Take Shelter' ist neben einem unbegreiflichen Mysterium wohl die visuelle Darstellung des Sprichworts "Die Ruhe vor dem Sturm". Ohne große Hintergrundinformation erlebt der Zuschauer zwischen permanenten Wechseln aus unheimlicher Stille und unerklärlichen Visionen ein düsteres, gar hypnotisches Wechselbad der Gefühle. Auch nach dem abrupt einsetzenden Abspann bleiben Fragen über Fragen neben einem Interpretationsspielraum von ungeahnter Größe. 'Take Shelter' hat mich buchstäblich sprachlos gemacht, nur in welcher Hinsicht kann ich nicht sagen. Vielleicht ein Meisterwerk, vielleicht ein Albtraum, vielleicht eine bitterböse Suggestion. Aber manipulierend bis zum Schluss. Ich bin verwirrt.
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Le Samourai Sun, 06 Jan 2013 22:08:28 -0000
Antwort löschenHehe. Ähnlich gings mir auch! Ein albtraumhaftes Meisterwerk!
moviee Sun, 06 Jan 2013 22:14:44 -0000
Antwort löschenAlbtraumhaft trifft es nur zu gut!
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Hooded Justice Mon, 07 Jan 2013 12:46:28 -0000
Antwort löschenEndlich schaust du mal einen guten Kathastrophenfilm. In Anführungszeichen. :)
moviee Mon, 07 Jan 2013 22:21:41 -0000
Antwort löschenDas wurde langsam auch mal Zeit! :)
Telebaum Sun, 06 Jan 2013 00:24:10 -0000
Kommentar löschennaja naja ... das ist eigentlich schon alles was ich zu dem film zu sagen hätte ... oder nein, sagen wirs lieber so: mit einem lahmen gaul gewinnt auch das beste gespann keinen preis .
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Telebaum Sun, 06 Jan 2013 00:36:22 -0000
Antwort löschen... und weil an anderer stelle wiederholt vergleiche mit LvTMelancholia gezogen wurden ... allein von der Optik liegen dazwischen lichtjahre
Nemoflow Fri, 04 Jan 2013 00:24:36 -0000
Kommentar löschenHat mich mal sowas von umgehauen. Unfassbar! Und im Nachhinein bin ich echt froh mir vorher weder eine Kritik durchgelesen, noch einen Trailer angeschaut zu haben.
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Begbie Wed, 02 Jan 2013 02:00:16 -0000
Kommentar löschenShannon spielt einfach nur grandios! Eine unglaubliche Bedrohung geht mit dem Film einher - und die 120 Minuten vergehen wie im Flug
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presswurst Sun, 30 Dec 2012 10:04:05 -0000
Kommentar löschenIch mag kleine, leise Filme... Aber das war definitiv zu wenig, zu dünn. Dabei hatte ich mich so auf diesen Film gefreut.
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Thomas479 Fri, 28 Dec 2012 11:33:24 -0000
Kommentar löschenMan sollte sich nicht täuschen lassen: dieser Film ist kein Katastrophenfilm im eigentlichen Sinne, auch kein reiner Mystery-Thriller. Das Filmplakat täuscht ein wenig. Es geht um Katastrophen, aber die spielen sich mehr innerhalb einer Familie ab.
Eigentlich handelt sich es sich fast um eine Bilderbuchfamilie, Vater, Mutter, Tochter, um die es da geht. Doch schnell wird klar, das Vater Curtis Probleme hat. Er hat schlimme Albträume, die er bald als Visionen deutet. Damit beginnt der Film und baut gleich am Anfang eine unheilvolle Atmosphär auf. Dann konzentriert sich Regisseur Jeff Nichols mehr mit den Protagonisten an sich. Das ist für den Zuschauer schmerzhafter und schockierender, als eine sich andeutende Katastrophe. Dabei geht der Regiesseur ganz behutsam vor, deckt Schicht für Schicht auf und steigert damit die Spannung.
Das Ende lässt genügend Raum für Spekulationen. Es wirkt auf jeden Fall lange nach.
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