Tannöd
Tannöd (2009), CH/DE Laufzeit 97 Minuten, FSK 12, Kriminalfilm, Kinostart 19.11.2009
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23 Kommentare
Keine
von Bettina Oberli, mit Julia Jentsch und Volker Bruch
Abgelegen im blauschwarzen Tannenwald liegt er, der Mordhof. Hier wurde die gesamte Familie Danner brutal mit der Spitzhacke erschlagen, auch die Kinder und die neue Magd. Niemand im Dorf hat von der grausamen Tat etwas mitbekommen. Wundern tut es aber keinen, war doch der alte Danner ein alter Tyrann und Geizhals, der es sich mit jedem in der Umgebung verscherzt hatte. Seine frömmelnde Frau sprach mit niemandem, und die Kinder seiner Tochter Barbara sollen auch von ihm gewesen sein. Als zwei Jahre später die junge Kathrin im Dorf auftaucht, ist der Täter noch immer nicht gefunden. Bald erkennt sie hinter dem dichten Netz aus Lügen und Schweigen eine tiefe Schuld im Dorf und ahnt, dass der Fall mehr mit ihr zu tun hat, als ihr lieb sein kann.
Handlung
Abgelegen im blauschwarzen Tannenwald liegt er, der Mordhof. Hier wurde die gesamte Familie Danner brutal mit der Spitzhacke erschlagen, auch die Kinder und die neue Magd. Niemand im Dorf hat von der grausamen Tat etwas mitbekommen. Wundern tut es aber keinen, war doch der alte Danner (Vitus Zeplichal) ein alter Tyrann und Geizhals, der es sich mit jedem in der Umgebung verscherzt hatte. Seine frömmelnde Frau (Lisa Kreuzer) sprach mit niemandem, und die Kinder seiner Tochter Barbara (Brigitte Hobmeier) sollen auch von ihm gewesen sein …
Als zwei Jahre später die junge Kathrin (Julia Jentsch) im Dorf auftaucht, ist der Täter noch immer nicht gefunden. Bald erkennt sie hinter dem dichten Netz aus Lügen und Schweigen eine tiefe Schuld im Dorf, und ahnt, dass der Fall mehr mit ihr zu tun hat, als ihr lieb sein kann …
HintergründeRegisseurin Bettina Oberli hat bereits mit ihrem Erfolgsfilm Die Herbstzeitlosen ihr inszenatorisches Können bewiesen. In Tannöd widmet sie sich den bigotten gesellschaftlichen Strukturen und zeigt einmal mehr ihr Talent für atmosphärisch dichtes Erzählen. Entstanden ist ein starker, fesselnder Kinofilm: bildgewaltig, stimmungsvoll und emotional. Ein erstaunliches Drama über Schuld, menschliche Abgründe, und wie Wegschauen, Lügen und Schweigen den Nährboden für das Böse in der Welt bietet.
Quelle Pressematerial von Constantin
Weiterführende Informationen
Tannöd auf moviepilot.de
Tannöd – Pressespiegel auf film-zeit.de
Tannöd – Trailer auf moviepilot.de
Tannöd – Trailer auf film-zeit.de
Mehr Bilder (35) und Videos (1) zu Tannöd
Cast & Crew
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Bettina Oberli
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Julia Jentsch
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Volker Bruch
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Johann Hauer
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Monica Bleibtreu
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Brigitte Hobmeier
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Vitus Zeplichal
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Bauer Danner
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Filip Peeters
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Georg Hauer
Regie
Schauspieler
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Gundi Ellert
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Ruth Hauer
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Lisa Kreuzer
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Dannerin
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Janina Stopper
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Andreas Buntscheck
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Peter Harting
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Bauer Sterzer
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Nils Althaus
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Dagmar Sachse
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Bernd Tauber
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Bürgermeister
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Clara
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Marianne Danner
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Lukas Turtur
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Ludwig Eibel
-
Petra Lüschow
- Genre
- Kriminalfilm
- Zeit
- 1950er Jahre
- Ort
- Bayern, Deutschland, Dorf
- Handlung
- Dysfunktionale Familie, Familie, Inzest, Mord an Familie, Mörder, Suche nach Mörder, Wald
- Stimmung
- Gruselig, Spannend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
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Kritiken (4) — Film: Tannöd
Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...
Kommentar löschen„Tot, tot, tot – sie sind alle tot!“ Verfilmungen von Bestsellern sind kein leicht zu lösender Fall. Und Andrea Maria Schenkel hat es mit ihrem aus 39 knappen Abschnitten bestehenden Kriminalroman über die von der Spitzhacke erschlagene Bauersfamilie Danner Regisseurin Bettina Oberli besonders knifflig gestaltet.
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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenNix neues vom Dorfe. Langsam wissen wir das auf Dörfern alle dumm, verbohrt und zurückgeblieben sind. Das dort der Inzuchttoni mit der Deppenresi vögelt, alle Dreck am Stecken haben und Fremde misstrauisch beäugt werden. Dialoge finden wenige statt und werden über die komplette Laufzeit nur geraunt oder geschrien. Waschen tut sich die Landbevölkerung auch nicht und schaut deswegen immer auch aschgrau und verhärmt aus der Wäsche. Dem hat Tannöd - dessen Name durchaus Programm ist - nichts neues hinzuzugfügen und tut schwurbeliger als die banale Story es im Grunde rechtfertigt. Handwerklich und schauspielerisch natürlich alles sehr solide und in effektvollem Surround abgemischt, kann der Film dennoch nicht verhindern, dass diese Variante des altbekannten Aufm Dorf isses doof-Themas ziemlich altbacken und verschnarcht daherkommt.
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Kill_Diether 2011/01/14 19:04:20
Antwort löschenDass die katholischen Dorf-Heiligen in ihrer Position ihre Schäfchen scheinheilig ausnutzen, haste noch vergessen. Und dass die, welchen andere Dinge wichtig sind oder die das Maul aufmachen, von der kleinkarrierten Scheuklappen-Gemeinschaft ausgeschlossen werden, gehört auch dazu. Das meine ich durchaus ernst, wobei die Ausnahme die Regel bestätigt.
Michael Kienzl: critic.de
Kommentar löschenLetztlich ist Tannöd aufgebaut wie ein gewöhnliches Whodunnit, - im Gegensatz zum tatsächlichen Mordfall geben Buch und Film sowohl die Identität des Mörders als auch sein Motiv preis. Darüber kann Oberli auch nicht hinwegtäuschen, nur weil sie die Bekanntgabe des Mörders nicht als Hauptattraktion inszeniert. Wenn Tannöd betont kryptisch und offen endet, obwohl der Zuschauer bereits alle wichtigen Informationen hat, gibt er sich weitaus ambivalenter, als er es eigentlich ist.
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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...
Kommentar löschenGewissermaßen aus dem Stand gelang der dreifachen Mutter und Haufrau Andrea Maria Schenkel 2007 ein Überraschungserfolg mit ihrem ersten Buch "Tannöd". Der Roman, der einen wahren, nie gelösten Kriminalfall aus dem Jahr 1922 stilvoll in die von Unsicherheit und Misstrauen geprägte Nachkriegszeit verlegt, wurde ein Bestseller. Und das, obwohl Schenkel sich den Schauermorden recht nüchtern in einer Folge pseudo-dokumentarischer Interviews nähert. Somit taugt das Buch trotz Deutschem Krimipreis kaum als Vorlage für einen packenden Thriller, wohl aber für ein subtiles Psychodrama. Und das gelingt der Schweizerin Bettina Oberli. In "Tannöd" entlarvt die Regisseurin all die Feigheit, Lüsternheit, Doppelmoral und Bigotterie der Dörfler. Es ist dabei allen voran die großartige, vor kurzem verstorbene Monica Bleibtreu in ihrer letzten Kinorolle, die den zwielichtigen Duckmäusern auf den Zahn fühlt, kein Blatt vor den Mund nimmt, Abgründe aufzeigt. Als Schwester der ermordeten Magd personifiziert sie geradezu mit Leib und Seele das schlechte Gewissen der Gemeinde.
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Kommentare (19) — Film: Tannöd
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Kommentar löschenDer Buch Tannöd von Andrea Maria Schenkel, welches einigen bekannt ist und den deutschen Krimipreis gewonnen hat, wurde 2008 verfilmt. Für die Schweizerin Bettina Oberlie, die die Regie und das Drehbuch übernahm, war Tannöd erst der zweite große Kinofilm. Der Film ist von Constantin Film zum Filmstart verliehen und er wurde in Deutschland produziert, der Film kam 2009 in die deutschen Kinos. Man erkennt sobald man ein Teil des Inhaltes liest, dass es Unterschiede zur Buchvorlage geben wird, aber auf die werde ich nicht direkt eingehen. Die Geschichte hat einen neuen Charakter bekommen, Kathrin (Julia Jentsch) kommt in das abgelegene Dorf, da ihre Mutter gestorben ist. Während ihres Aufenthalts in Tannöd wird sie öfters mit den blutigen Morden von dem Hof der Danners konfrontiert, denn dort wurden alle dort wohnenden Personen mit einer Spitzhacke erschlagen. Besonders die Einwohnerin Traudl(Monica Bleibtreu, welche in ihrem letzten Film eine grandiose Schauspielerleistung abliefert), stellt viele Vermutungen, aber die Gemeinde stößt sie ab. Zu den weiteren Charakteren zählen unteranderem Georg Hauer(Filip Peeters), Ruth Hauer(Grundi Ellert), Barbara Danner(Brigitte Hobmeier), Bauer Danner(Vitus Zeplichal) und der Pfarrer Meissner(Werner Prinz). Eigentlich kam Kathrin nur, um an der Beerdigung ihrer Mutter teilzunehmen, aber es entstehen überraschend Konflikte und unvorhergesehene Wendungen…
Man hat das Drehbuch so gestaltet, dass der Zuschauer verschiedene Teile der Handlung in unterschiedlichen Zeitebenen zu sehen bekommt, und am Ende von selbst die Geschichte zusammensetzt. Möglicherweise sollte das eine Anlehnung an die Romanvorlage gewesen sein, die ja auch in unterschiedliche Teile gegliedert ist.
Bettina Oberli versucht eine dunkle Atmosphäre aufzubauen, indem sie alte dunkle Tannen im Wind zeigt und damit versucht eine düstere Stimmung zu erreichen, und im Großteil des Films während den angespannten Stellen Effekte und Filter benutzt, um das Bild zu verdunkeln und kälter zu machen. Im Gegensatz dazu erscheint das restliche Bild hell und farbenfroh, welches sich aber auch zum Ende verdunkelt. Diese Abhebung der beiden Stimmungen mit filmischen Mitteln, ist ihr sehr gut gelungen. Doch leider wurde dafür die Story etwas vernachlässigt. Man wartet ständig darauf, dass etwas passiert und der Film kommt nie ins Laufen. Für viele, die auch das Buch nicht spannend fanden, entsteht hier gähnende Langeweile. Man hat zwar auch versucht die Charaktere typisch bayrisch wirken zu lassen, aber auch das gelingt nicht immer, denn den Meisten der Schauspieler ist anzumerken, dass sie im realen Leben kein so intensives Bayrisch sprechen. Nur Monica Bleibtreu, welche hier nochmal erwähnt werden muss, spricht einen perfekten Dialekt. Auch die Handlung in der Gegenwart wirkt etwas flach und verwirrend. Die Szenen in der Vergangenheit sind dagegen gut dargestellt und der Mord wirkt sehr realistisch, aber leider kann man als Zuschauer nicht viel mit der Handlung nach den Morden anfangen, und auch Julia Jentsch bleibt als Kathrin sehr blass und kann nicht überzeugen. Nur die Konflikte zwischen den Dorfbewohnern, als diese über die Morde diskutieren, bringen wieder etwas Leben in den Film. Man versucht mit Grusel- und Schockszenen Spannung aufzubauen und von der eigentlichen schwachen Handlung abzulenken, aber das ist an vielen Stellen unpassend und funktioniert nicht.
Der komplette Film wirkt auf mich wie eine Dokumentation, welche den Inhalt des Buches darstellen soll. Durch die totale Veränderung der Erzählweise, den vielen verschiedenen Szenen, die einem nicht viel sagen und der mir nichts sagenden Hauptfigur, musste ich schon nach 20 Minuten beschließen, dass mir dieser Film nicht gefallen wird. Außer dem gut gemachten Farbunterschied und der dunklen Atmosphäre, sowie einzelne Schauspielerleistungen, bleibt nicht viel Positives zu sagen. Die sowieso schon dünne Handlung der Vorlage, ist in diesem Film noch schwächer umgesetzt. Ich werde diesen Film nicht weiterempfehlen und bleibe bei meiner Meinung, dass deutschen Produktion einfach etwas fehlt.
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Roco De Long 2012/04/11 01:38:24
Kommentar löschenEs war einmal eine Dozentin, die mir sagte: "wenn du dir einen qualitativen Abstieg angucken willst, nimm dir TANNÖD vor. Lies erst den Roman, dann das Drehbuch, dann die verwursteten weiteren Fassungen des Drehbuchs und schau dir am Schluss die Verfilmung an."
Ich hatte da zwar nur den Film gesehen, war aber trotzdem froh, dass meine 3er-Wertung auf Verständnis stieß. Denn da sie es war, die das Drehbuch geschrieben hatte, musste zum Glück nicht mehr viel gesagt werden.
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Delonghi 2011/10/21 13:15:24
Kommentar löschenIch muss schon sagen: Die Aufmachnung, das Drumherum des Films ist super. Ich konnte mich zu 100 % in die damalige Zeit und auch in dieses verkommende und Jeder-mit-Jedem-Inzest-Dorf hineinversetzen, keine Frage. Leider war die Auflösung, wer denn nun mit der Spitzhacke wie Kai aus der Kiste die Familie + Magd ins Jenseits befördert hat, eine Enttäuschung. Das Ende war dann doch auch noch zu abrupt und passte leider nicht ins Gesamtbild. Ansonsten wäre eine 6.5 - 7 sicherlich drin gewesen.
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movieminister 2011/08/15 04:21:08
Kommentar löschenGenauso dünn wie das Buch ist auch der Film. Wenn die gelangweilte Arztgattin in Bayern ein Romänchen schreibt, dabei sämtliche Klischees verwurstet wird das von den Gleichgesinnten völlig übergehypt. Den Film versucht man dann durch Dauergebete aus dem Off und fast ausschliesslich geflüsterten Dialoge zum bedeutungsschwangeren Drama zu pimpeln. Nicht mal das klappt mangels vorhandener Substanz. Schnarch.
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MikeC. 2011/07/22 20:53:37
Kommentar löschenEine ganze Familie wird ermordet. Der Familienvater war bei Gott und der Welt unbeliebt, weswegen fast jeder einen Grund hätte, sich seinen Tod zu wünschen.
Tannöd erinnert ein wenig an eine zu lang geratene, uninspirierte Tatort-Folge ohne Kommissare.
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Nishi 2011/07/23 17:11:07
Antwort löschenDu hast so Tatort noch nie gesehen!
pahe 2011/04/18 20:40:28
Kommentar löschenNur für leute die Krimis mögen! Alle andern werden sich >>zutode langweilen<<<!
Ich habe mich gelangweilt, aber trozdem 4 Punkte da er wirklich gut gemacht ist!
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veseria 2011/02/27 16:15:33
Kommentar löschenWow sowas mal aus Deutschland zu sehen. Cool.
Allerdings ist der Film nicht ganz so gut weil man solche Stories schon sehr oft gesehen hat. Daraus was innovatives zu schaffen ist sehr schwer. Dennoch ist dieser Film mehr Drama als Horror was dem ganzen ein etwas neueres Gesicht verleiht. Leider funktioniert das Drama nicht so gut, weil die Rollen bzw. Characktere zu flach sind und das Schauspiel zu solide, zu unbesonders. Dennoch ist das gesamte Schauspiel zufriedenstellend.
Das tollste an "TANNÖD" ist die Kamera und die teilweise sehr tolle Optik.
Sonst leider etwas Öde.
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patcharisma 2011/02/26 20:16:56
Kommentar löschenSchon der grosse Friedrich Glauser wusste, wo die übelsten Psycho-Geschichten stattfinden - nämlich unter religionsergebenen, authoritätsgläubigen und Obstbranntwein-saufenden Hinterwäldern in Bauerndörfer und schickte darum seinen knorrigen Wachtmeister Studer schon in den 30ern (meistens) dorthin, um in den Abgründen der "Dorfidylle" zu ermitteln. Die alten B/W-Verfilmung dieses Stoffes (zwei mit Heinrich Gretler 1939/1943, vier mit Hans Heinz Moser dann in den 70er-Jahren) sind Euch von mir ans Herz gelegt, sie sind klasse.
Unser grösstes Schweizer Regietalent, Brigitte Oberli, schliesst mit "Tannöd" nahtlos an diese tolle Tradition an. Auch wenn die Geschichte gegen hinten etwas ausfuselt, die Spannung nicht durchgehend ganz tragen mag und der Schluss für Menschen mit mittlerem IQ (wie mich) auch etwas schwer verständlich ist, ist die Atmosphäre immer herrlich "Over the Top" stilisiert, die toll überfrachtete (Pfaffen-)Symbolik wunderhaft bedrohlich, die Dialoge der soliden Schauspieler schön gemein minimal gehalten, die Rückblenden immer passend reingestreut und die Message klar formuliert (frei nach Pat): "Auch wer nur als Besucher in so ein bigottes Kaff kommt, wird bei längerem Aufenthalt leider schnell mal selbst einer von denen." - Köstlich!
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Deep Ford 2011/02/27 00:49:59
Antwort löschenOh Gott, ich bin gerade in so ein Kaff gezogen und bereits in den hiesigen Musikverein eingetreten... Uuaaah, du hast Recht! ;-))
Schöner Kommentar, muss mir den Film unbedingt mal zu Gemüte führen.
Alle 3 Antworten zeigen
patcharisma 2011/02/27 01:40:45
Antwort löschenHaha, never mind! Auch die haben sich mittlerweile etwas modernisiert...
patcharisma 2011/06/16 23:06:49
Antwort löschenPS: Hier ist noch meine "Wachtmeister Studer" Kritik zum ersten Krimi von 1939:
"Wachtmeister Studer" war die Figur des knorrigen Ermittlers des grossen Schweizer (Krimi-)Autors Friedrich Glauser, der Zeit seines Lebens als Aussenseiter galt, verschmäht und erfolglos war (unter anderem, weil er in den Zehner-Jahren Part der Dada-Bewegung war). Er starb mit nur 42 Jahren. In seinen Büchern wurden Tabus am Laufmeter gebrochen: angesehene Respektsfiguren und Obrigkeiten waren oftmals die Erpresser und Mörder, psychologische und sexuelle Abgründe, wie Inzest und Hörigkeit, kamen drin vor und vieles spielte auf dem heilen Dorfe. Erst mit der 68-er Bewegung wurde Glauser wiederentdeckt und wurde zu einem der meistgelesenen Autoren der Zeit. Verfilmungen gibt es zwei mit Heinrich Gretler in der Rolle: "Wachtmeister Studer" (1939) und "Matto regiert" (1943), in der eine "Irrenanstalt" (wie diese Häuser damals noch genannt wurden) der Haupt-Schauplatz war. In den späten 70ern stieg Hans Heinz Moser in die Rolle und seine vier Krimis wurden richtig unheimlich, atmosphärisch und auch gruslig: "Krock & Co" (1976), "Der Chinese" (1979), "Matto regiert" (Neuverfilmung 1980) und 2001 dann der Comeback-Fim: "Studers erster Fall". Für Fans von kaputten Dorfidyllen, wie dem kürzlich sehr erfolgreichen "Tannöd" mit Monica Bleibtreu, sind diese Filme (als Original der Idee) echte Geheimtipps.
Die allerste "Wachtmeister Studer"-Verfilmung von 1939 lebt vorallem vom Schauspiel des grossen Heinrich Gretler, der mit Glauser auch befreundet war. Sein Rollenbild des Kommissars war komplett neuartig: Er war grummlig, stur, nachhakend und charismatisch, hatte aber ein grosses Herz und setzte sich für immer die Benachteiligten ein. Er trank gerne, rauchte die krummen Tessiner Blauband-Brissago-Cigarrillos und machte sich chronisch unbeliebt. Mitten in den Ermittlungen im (gefakten) Dorf "Gerzenstein" sucht ihn hier eine Lungenentzündung heim und im Fiebertraum kommt er des Rätsels Lösung auf die Spur. Gemäss der Zeit wurde dem Stoff als Verfilmung schon etwas die Zähne gezogen: Sämtliche sexuellen Aspekte des Buches waren der Crew damals zu "heiss" und auch die genauestens beschriebenen gesellschaftlichen Abgründe wurden abgeschwächt, trotzdem kommen Themen wie Ausgestossene, (unschuldige) Bauern-Opfer, Minderbemittelte ("Dorftrottel") und Verding-Kinder drin vor. Der komplexe Krimi wurde zum Grosserfolg und machte Gretler unsterblich. Sieben wohlverdiente Klassiker-Punkte.
Kill_Diether 2011/01/14 19:23:00
Kommentar löschenSo oder so ähnlich sollten deutsche Filme mit Gesellschaftskritik und einer Mord-Tragödie aussehen. Der deutsche, düstere Wald mit seinen dreckigen Wegen, an den wolkenverhangenen, trüben Tagen gibt genug Atmosphäre her um daraus was ordentliches zu machen. Da brauchts auch keine Hintergundmusik, denn die würde den akkustischen Zauber und die bedrohliche Stille nur zerstören. Monika Bleibtreu passt dort so wunderbar kratzbürstig rein. Die anderen sind jedoch kein Stück weniger glaubwürdig.
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Doomsday 2011/01/02 20:16:33
Kommentar löschen"Tannöd" ist eine Art Heimat-Thriller, der die dörfliche Gesellschaft der 50er oder 60er Jahre glaubhaft wiederspiegelt, soweit ich das beurteilen kann. Die Geschichte wird dabei puzzleartig zusammengesetzt und offenbart dem Zuschauer immer ein Häppchen mehr. Spannend ist die ruhig inszenierte Story dabei durchaus, verliert aber irgendwann etwas an Fahrt und wird gegen Ende arg verwirrend. Die düsteren Bilder um den Hof der ermordeten Familie bzw. im umliegenden Wald machen den Film aber durchaus sehenswert und tauchen das Geschehen in eine überaus sinistre Atmosphäre.
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Ronon_Dex 2010/09/27 22:44:25
Kommentar löschenTannöd ist bei uns zur Zeit Schullektüre...und ich muss sagen, das Buch ist wirklich gut und mal eine Abwechslung im Schulalltag.
Der Film wird auf jeden Fall geschaut.
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Dr.Hasenbein 2010/08/20 01:49:33
Kommentar löschenTannöd ist ein Heimatfilm mit Thriller Elementen.
Die Geschichte an sich ist sehr Spannend und wie Gewohnt für solche Filme ziemlich Abgründig.
Leider hält der Film nicht das was er verspricht.
Es schaudert einen schon das ein oder andere mal aber irgendwie sind solche Momente doch eher rar gesät.
Der Film ist schön kalt gefilmt und vermittelt einen das Gefühl dass jeder Dorfbewohner der Mörder sein kann.
Die Auflösung ist dann nicht halb so Originell wie es der Film gern wäre.
Insgesamt ist der Film ganz ok, aber man bleibt doch sehr unbefriedigt zurück!
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Sanylein 2010/08/08 20:31:23
Kommentar löschenIch hatte irgendwo gelesen das es ein echter Geheimtipp sein soll, leider ist der Film aber zu langweilig um ein Geheimtipp zu sein. Fand den Trailer eigentlich auch sehr interessant und deswegen bin ich schon etwas enttäuscht.
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Kris 2010/06/28 11:18:09
Kommentar löschenWenn man die realen Ereignisse und die Vorlage außer Acht lässt, kann man einen stimmigen Krimi genießen. Die düstere Hinterwälder-Atmosphäre ist perfekt eingefangen und die Darsteller, allen voran natürlich Monica Bleibtreu, überzeugen. Es will einem nicht so ganz einleuchten, warum die eingeschworene Dorfgemeinschaft der im Grunde fremden Kathrin so bereitwillig die ganzen grausigen Details über die rätselhaften Morde enthüllt. Und so wird die Geschichte krimitypisch in Rückblenden erzählt und enthüllt allerlei Ekelhaftes. Das ist nicht neu, aber gut gemacht. Nur mit der ländlichen Bevölkerung wird ganz schön hart ins Gericht gegangen, das ist leider ziemlich einseitig und wäre gar nicht nötig gewesen.
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lutz-michaelis 2010/06/21 15:29:53
Kommentar löschenIch habe das Buch nicht gelesen, wollte mir aber aufgrund der einigermaßen guten Kritiken den Film auch einmal anschauen...und wurde prompt enttäuscht. Eine durchschaubare Handlung, bis auf Monica Bleibtreu (die eine fast schon zu überspitzte Rolle darstellte) blasse Akteure. Das Klischee einer zusammenhaltenden, übermoralisierten Dorfgemeinschaft ist ebenfalls nicht neu und in dem Film langatmig wiedergegeben.
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Thomas479 2009/12/04 16:33:00
Kommentar löschenMit zwei Wochen Verspätung schaffte es “Tannöd“ bei uns in Trier auf die große Leinwand. Dabei hat der Film jetzt eigentlich keine Chance mehr, da mit „Twilight“ und „Zweiohrküken“ zwei Schwergewichte alles platt machen.
Entsprechend leer war gestern Abend der Kinosaal. Dennoch ein großes Lob an das „Broadway Filmtheater“ seinem Publikum diesen Film anzubieten.
Ich kann die Verleihpolitik hier nicht ganz nachvollziehen. Da wird der Trailer im Vorfeld oft gezeigt, es steckt ein Bestseller hinter der Verfilmung, ein Bernd Eichinger zieht die Fäden und dennoch wird der Film zum Start bezüglich der Kopien fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit gezeigt.
„Tannöd“ erfordert höchste Konzentration. Die Story ist eigentlich nicht schwer, die Umsetzung auf der Leinwand wirkt aber gerade am Anfang etwas verwirrend. Der Film beginnt in der Vergangenheit, zeigt dabei das Verbrechen, um welches es geht, springt wieder in die Gegenwart um dann plötzlich unvermittelt wieder in die Vergangenheit zu schalten. Die Übergänge sind sehr holprig. Das gilt im Laufe des Films auch für manche Einstellungen und Schnitte. Es hat den Anschein, der Film sollte auf keinen Fall mehr als Fernsehfilmlänge haben, was mit ca. 98 Minuten ja auch fast gelungen ist.
Die Atmosphäre ist sehr intensiv. Man kann das ländliche fast riechen.
Auch das Böse ist regelrecht greifbar. Julia Jentsch spielt ihre Hauptrolle, eine Tochter die zur Beerdigung ihrer Mutter in ein abgelegenes Dorf reist und dort auf ein ungeklärtes Verbrechen stößt, das sie mehr betrifft, als ihr lieb ist, überzeugend. Der Film ist halb Kriminalfilm, halb Gesellschaftsdrama.
Als Gesellschaftsdrama sind einige Parallelen zu „Das weiße Band“ unverkennbar, wobei die Intensivität des Michael Haneke Meisterwerks nicht erreicht wird. Haneke nahm sich mehr Zeit, deutete mehr an, zeigte es aus mehr Perspektiven. Bei „Tannöd“ wird bis auf das Ende eigentlich alles offen gelegt. Hier liegt der Schwerpunkt eindeutig auf Kriminalstück, was dem Film aber nicht negativ angelastet werden darf.
Der Film ist kurzweilig und spannend, auch wenn es keine großen Überraschungen gibt. Es gibt einige erschütternde Szenen, die zusammen mit der Atmosphäre des Films und der Darsteller großes Kino sind. Wie oben bereits erwähnt, springt er sehr oft einfach zu schnell von einer Szene zur nächsten. Da muss sich der Zuschauer, der wie ich das Buch nicht kennt, manches zusammenreimen. Dennoch handelt es sich bei „Tannöd“ um ein interessantes Stück Kino, auf das es sich einzulassen lohnt. Wer bis zum Ende des Abspanns sitzen bleibt, bekommt noch etwas zum schmunzeln. Ich zumindest wusste bisher noch nicht, das es einen „Kuh-Koordninator“ gibt. Seit „Tannöd“ weiß ich es. Hier kam einer zum Einsatz.
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ovgucker 2009/12/04 10:57:14
Kommentar löschenich verstehe die ganze (vorauseilende) krittelei hier nicht. okay, das war nicht die beste leistung von der jentsch, aber sonst ein schöner, düsterer krimi mit einer hervorragenden (am rande der überzeichnung agierenden) monica bleibtreu.
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nurleben 2009/11/15 22:03:52
Kommentar löschenDoofer Trailer. Nein danke!
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annaberlin 2009/10/28 12:13:12
Kommentar löschenBei Tannöd ist einiges schiefgelaufen...Ich hatte eigentlich durchweg das Gefühl, dass die Regisseurin keinen Dunst hatte, wie sie eine schaurige Stimmung erschaffen soll. Da mussten Bilder von Tannen in der Nacht her oder knarrenden Holztüren. Julia Jentsch darf quasi nicht schauspielern, Monica Bleibtreu hingegen tut es so gut, dass ihr Ableben nach den Dreharbeiten jedem deutschen Filmfreund schmerzlich ins Auge springt. Die Story bot einiges mehr als eine verhuschte Dummbatzen-Story vom Dorfe, wo alle mit fettigen Haaren und Mistgabeln hasserfüllt am Mord an einer Familie schuld sein könnten. Nur leider waren hier minder begabte Macher am Werk, die das Talent ihrer Schauspieler verheizten.
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