Tanz der Vampire - Kritik

Dance of the Vampires / AT: The Fearless Vampire Killers

US · 1967 · Laufzeit 108 Minuten · FSK 12 · Komödie, Fantasyfilm, Horrorfilm · Kinostart
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    Marcy123 29.09.2016, 22:38 Geändert 29.09.2016, 22:43

    Zeitloser Klassiker der über die Jahre kein Stück an Qualität eingebüßt hat.....
    Einfach zauberhaft was Roman Polanski hier geschaffen hat. Die Musik ist einfach grandios, genauso wie die beiden Darsteller die hier Vampirjäger verkörpern sollen. Die Aufnahmen sind einfach klasse, genau wie die wunderschöne Winterlandschaft die sich perfekt als Location für so einen Film eignet. Für mich die beste Horrorkomödie aller Zeiten und das wird auch bis in alle Ewigkeit so bleiben.....

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    • 8 .5

      Manchmal ändern sich Sehgewohnheiten.
      Dann stelle ich enttäuscht fest, dass mir ein Film, den ich vor dreißig Jahren im Fernsehen geschaut habe, nicht mehr interessiert.
      Das gilt nicht für diesen Vampirfilm.
      Natürlich sind Darstellungen teilweise überspitzt. Tölpelhaftes Benehmen und Klamauk gehen auf Kosten des Horrors.
      Dennoch schaffte es die ein oder andere Gestalt hier, allen voran Ferdy Mayne als Obervampir, mir Angst einzuflößen.
      Und die Schluss-Szene, mon Dieu, einfach unvergesslich.
      Und der blanke Horror !

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      • 9

        was ist daran bitte horror?

        • 6
          Ecto1 16.07.2016, 12:40 Geändert 16.07.2016, 15:51

          Konnte mich mit seinem Humor und den überzeichneten Figuren nur bedingt abholen. Aber Klassiker haben es ja oft schwer, wenn sie sich mit heutigen Massstäben messen müssen. Eher genervt von der Dummheit Polanskis, hätte ich den Film fast nicht mal bis zum Ende geschaut. Aber er blieb immerhin konstant unterhaltsam, auf eine extrem trashige Art.

          Dazu gibt es doch einige nette Schauwerte (Ich steh ab jetzt auf rothaarige, Sharon Tate, WOW!). Interessanterweise wirkt der Film wie ein Bühnenstück, und ein gewisser Charme ist vorhanden. Nur hätte mich dieser Tanz der Vampire wohl auch vor 20 oder 30 Jahren nicht hinter dem Ofen hervor gelockt.

          Da hat Polanski weit aus bessere Filme zu bieten! Und hier retten auch die vielen kleinen Anspielungen nicht mehr (You got the wrong Vampire)....ha ha, wie lustig, der ist Jude! Die Trivia zum Film lohnt sich allemal....wenn man nicht darauf achtet verpasst man das Zeug.

          • 4

            Offensichtlich kann ich mit dem "Humor" in diesem Film absolut nichts anfangen, denn ich habe nicht einmal gelacht und mich von Anfang bis Ende nur gelangweilt und gehofft, dass es bald vorbei ist.

            • 10

              Kult könnte ich auch 100 mal anschauen ;) und wird nie langweillig ^^

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              • 9

                Klassiker und einer meiner Lieblingsfilme.
                Auch nach gefühlten 100x anschauen, noch immer für Lacher gut.

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                • 7

                  "Tanz der Vampire"
                  (Achtung Spoiler!)

                  Professor Abronsius und sein Assistent Alfred (von Polanski selbst gespielt) kommen im Winter in einem Dorf in den Südkarpaten (heute auch transsylvanische Alpen) an. Sie sind Vampirjäger bzw auf der Suche nach Vampiren. Wegen abstrusen Theorien über den Vampirismus wurde Abronsius seiner Universität verwiesen und reist auf eigene Faust los. In der Nähe des Dorfes soll es ein Schloss geben, aber keiner der Bewohner möchte ihnen Auskunft darüber geben. Eines Nachts wird die hübsche Tochter des Wirts von Graf Krolock (einem Vampirfürsten) getötet und entführt. Dieser Spur begeistert folgend gelangen die Beiden ins Schloss. Dort beginnt erst eine verdeckte, schließlich offene Jagd auf die im Schloss lebenden Vampire.
                  "Tanz der Vampire" ist eine Horrorkomödie, wobei die Komödie meist überwiegt. Trotzdem gibt es noch genügend gruselige Stellen.
                  Polanski erfindet hier eine äußerst amüsante und spannende Geschichte, wenngleich das Vampirbild sehr klassisch ist: Vampire schlafen in Särgen, verabscheuen Knoblauch und können nur durch Pfähle getötet werden, sind in Spiegeln nicht sichtbar und fürchten das Kreuz der Kirche.
                  Was aber nicht allzu schlimm ist, denn es ist die Geschichte und die Schauspieler, die mich überzeugt haben. Jack McGowran als teilweise schusseliger Professor Abronsius und Polanski als dessen Gehilfe Alfred. Besonders auch Ferdy Mayne als Graf von Krolock.
                  Ein wirklich guter Film. Besonders das Ende hat es auch in sich und setzt auf die Handlung ganz zum Schluss noch eine tragisch-ironische Wendung obendrauf.

                  Bewertung: 7/10 (wirklich gut)

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                  • 7
                    Punsha 03.12.2015, 11:49 Geändert 03.12.2015, 12:49

                    "Look how wonderful nature is."
                    Entgegen herkömmliche Interpretationsversuche, Professor Abronsius (Jack MacGowran), seiner Zeit weit voraus, möchte sich gemeinsam mit seinem Schüler Alfred (Roman Polanski) vergebens (weil ohne Unterstützung der Dorfbewohner/des Proletariats) gegen die Aristokratie auflehnen, wage ich den zaghaften Versuch einer Sichtweise, die Polanskis Biografie vehement mit einbezieht. Der transsilvanische Mikrokosmos beschreibt in THE FEARLESS VAMPIRE KILLERS hintergründig und schemenhaft den Aufstieg des Dritten Reiches und die Weltherrschaftsfantasien seines Führers (hier: Graf von Krolock). Eine Gesellschaftsspaltung hat hier bereits stattgefunden, die Situation legt Ghetto-Erlebnisse nahe: Die mit jiddischen Akzent sprechenden (geht in der Synchro verloren) Dorfbewohner, allen voran der jüdische Gastwirt Shagal leben unterdrückt und in ständiger Angst und Verleugnung gegenüber dem Bösen, das gut situiert in einem großen Schloss haust und dessen Machthaber hin und wieder ins Dorf kommen, um auf Menschenjagd zu gehen. Der folgende Kampf der zwei Helden gegen das Böse ist einzig ein oberflächlicher Trugschluss. Polanski interessiert vielmehr das Normale (Mensch) oder Unnormale (Vampir) menschlicher Hüllen, ironisiert die Protagonisten auf ihrer scheinbar guten Mission, das Unnatürliche auszulöschen sowie die Machthaber, die einen Homosexuellen in ihren Reihen haben und demaskiert die herrschsüchtgie Obrigkeit als das, was sie im gesamtirdischen Kontext immer war und sein wird: Ein Außenseiter.

                    Natürlich, und das unterstreicht nur Polanskis Liebe zum Film, möchte der polnische Regisseur seine Filme stets als Unterhaltung verstanden wissen. Das tollpatschige Duo aus dem sensiblen, warmen Alfred und dem störrischen, kühlen Professor reicht schon beinahe zur Unterhaltung, die romantische Annäherung Ersterem zur wunderschönen Sarah (Sharon Tate) ist ehrlich, Herz erwärmend und im realen Kontext zerbrechend zugleich, wenn der wirkliche Horror unbeabsichtigt an die Stelle des Filmischen tritt.
                    Doch was ist eigentlich mit dem filmischen Horror? Der ist in THE FEARLESS VAMPIRE KILLERS kaum existent und kommt am deutlichsten noch durch Krzysztof Komedas schaurig-schönen Score hervor. Doch der Film ist weder als Horror noch als Satire, sondern als einfache Komödie oder Märchen ohne Happy End zu verstehen. Denn auch hier kehrt Polanski die Konventionen um: Wo der herkömmliche Horrorfilm sein Publikum aus einer friedlichen Welt für eine kurze Zeit hinein in eine Gespenstige entführt, entlässt er die Zuschauer aus seinem Film erst mit dem Gedanken an das erloschene Gute und die Welt des Bösen.

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                    • 7 .5

                      Alfred: Es stimmt übrigens, als der Sohn des Grafen mit mir sprach, war uns gegenüber ein Spiegel und wie Ihr sagtet - da war nichts zu sehen... Ich war alleine, keine Spiegelung!

                      Professor Abronsius: Seine Kleidung war auch nicht zu sehen?

                      Alfred: Nein nicht mal sein Hemd!

                      Professor: Was würde ich dafür geben so etwas zu sehen!

                      Alfred: Ja, aber man sieht gar nichts?!

                      *muhaha*

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                      • 10

                        Ein Klassiker den ich auch heute immer wieder gerne noch ansehe. Spassfaktor garantiert. :)

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                        • 6 .5

                          Als riesiger Fan des Musicals (der Name verräts) hatte ich mir vor einigen Jahren dann doch irgendwann mal die filmische Vorlage ansehen wollen - und die ließ mich ein bisschen ratlos zurück. Die Charaktere und einzelne Situationen sind fraglos herrlich skurril und lustig-gruselig anzusehen, aber zwischendurch ist der Film doch wirklich sehr sehr langatmig und einschläfernd. Dieser Eindruck mag aber auch dessen Alter und dem mir fehlenden Nostalgie-Wert geschuldet sein. Und der Tatsache, dass ich das flotte, rockige Musical zuerst kannte und mehr in diese Richtung erwartet habe.
                          Völlig zurecht jedoch ist der Film heute noch Kult, denn wie auch der Vampir selbst scheinen auch die Filme um die Blutsauger nie aussterben zu wollen, und eine gute Parodie gibt es heutzutage einfach viel zu selten. "Tanz der Vampire" hat da fraglos gut vorgelegt. Sollte jemand Fähiges ein an das Musical angelehntes Remake bzw. eine Musical-Verfilmung planen, wäre das wohl einer der seltenen Fälle, in denen ich mich diebisch über solches Recycling freuen würde.

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                          • 8

                            Einfach eine geniale Horrorkomödie. Zum immer wieder Sehen geeignet.

                            • 3

                              Wieso diese öde Klamotte als Klassiker gilt, ist mir mal wieder einigermaßen schleierhaft. Gruselfaktor (ist hier ja immerhin als "Horrorfilm" gelistet), Witz und Spannung liegen imho hart an der Nullgrenze. Kann mir auch partout nicht vorstellen, dass man das vor 50 Jahren so total anders gesehen hat. Vielleicht sind die 60er auch einfach nicht mein Jahrzehnt.

                              • 10
                                R123Rob 08.08.2015, 09:27 Geändert 08.08.2015, 09:34

                                Jedes Jahr Pflicht, sobald der erste Schnee liegt und es draußen kalt wird. Ein Traum von Film und ein weiterer Liebling. :) Danke, Roman Polański und Gérard Brach.

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                                • 3 .5

                                  Für "simple minds" sicher ein witziger Film, hatte mir schon "damals" in seiner brachial "witzigen", parodistische Artigkeit kaum gefallen , die bei wiederholter und anstrengender re-Vision entsprechend bestätigt wurde.

                                  Sicher ein witziger Versuch von Polanski, (der aber mehr kann) sich dem Genre "Vampyr Film" ironisch zu nähern, aber inhaltlich wie vom Script, den Ideen her doch recht dürftig, mager (auch vorhersehbar, sicherlich, sind das doch alles Schemata, etc) - und wirklich auf dem Humor Niveau von Bierzeltstrategen, naja muss es ja auch geben, oder,.. (?)

                                  Übrigens:
                                  Wo bleibt/blieb der "zweite Teil", da das Ende doch so sichtlich "offen" gehalten wurde?

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                                  • 8 .5

                                    eine klasse parodie auf den vampirfilm.... kann man immer wieder sehen und wird zumindestens für mich nicht langweilig!!!!!

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                                    • 7 .5
                                      TommyDeVito 14.03.2015, 23:00 Geändert 15.03.2015, 00:07

                                      Amüsante Vampirfilm-Parodie, die leicht angestaubt wirkt und meiner Meinung nach eine höhere Gagdichte vertragen könnte. Trotzdem ein guter, charmanter Film, der vom Publikum leicht über-, von Kritikern leicht unterbewertet wird.

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                                      • 3
                                        Martin Canine 07.02.2015, 13:43 Geändert 07.02.2015, 14:40

                                        Gibt es noch Wesen, deren Mythos derartig abstrus und überzeichnet ist als Vampire?
                                        Angst vor Kreuzen, Knoblauch, Nachtruhe in Särgen, kein Sonnenlicht,...
                                        ...die mehr als skurrilen Eigenheiten dieser Sorte Filmungeheuer sind eigentlich nicht wirklich furchterregend und bieten weitgehend viel Potenzial für eine gelungene Parodie.
                                        Die Angriffsfläche ist einfach viel zu groß.
                                        Was mich schon immer gewundert hat, sind die Särge. Was ist ihre Funktion?
                                        Die anderen Besonderheiten sind Dinge, die dem Blutsauger schaden, aber der Schlaf in Särgen bringt ihnen eigentlich garnichts.
                                        Man muss den Tatsachen ins Auge sehen: sie sind einfach witzige Figuren, deren Mythologie ihnen in der Moderne mehr schadet als hilft.
                                        Erst, wenn man all diese Traditionen ablegt, kann man das Wesen des Vampirs wieder als ernste Bedrohung wahrnehmen.

                                        Wie kommt es dann, dass ich "Tanz der Vampire" dermaßen schleppend und unamüsant empfand?
                                        Der Film von Roman Polanski, seines Zeichens als Kult angesehen, gilt als Horrorkomödie.
                                        Ich kann dieser Genreverschmelzung im Normalfall recht viel abgewinnen, wenn man die Komponenten richtig einsetzt.
                                        Es ist eine Brutstätte des bizarren, makaberen und düsteren Humors, einer tollen Verschmelzung aus Humor und Morbidität, die einen oftmals durch augenzwinkernde Szenen zum Lachen bringt, die eine wunderbar groteske Note haben, und anders dargebracht eigentlich nicht zum Lachen animieren würden.
                                        Richtig inszeniert wird die Horrorkomödie zu einem schaurig-schrägen Vergnügen.
                                        Ich suchte diesen Witz, diese Gags, lange in Polanskis Kultfilm, und konnte sie nicht finden.

                                        Ich finde es nicht witzig und intelligent, wenn eine der Protagonisten zu Beginn einfriert, und die Leute dann mit den abstrusesten Mitteln wie Eis ins Gesicht reiben oder Senf ins Fußband antanzen.
                                        Ich finde es auch nicht witzig, dass der Sohn des Grafen ziemlich offenkundig homosexuelle Tendenzen hat.
                                        Ich finde es weiters nicht witzig, wenn Alfred sich nicht überwinden kann, die Vampire zu töten.
                                        Auch nicht, dass Shagal zuerst mit unnatürlich vielen Bisswunden übersät aufgefunden ist, und auch nicht, dass er später nicht in der Familiengruft schlafen darf und murmelnd und fluchend in den Stall geschickt wird.
                                        Wobei ich ehrlich gesagt garnicht weiß, ob das alles auch tatsächlich witzig gemeinte Szenen waren, denn ich musste, und das sollte bei einem Film, der sich als Komödie betitelt und auch nichts anderes sein will, nicht sein, kein einziges Mal lachen.

                                        Ich musste an zwei Stellen schmunzeln.
                                        Die erste ist die im Keller, als die Protagonisten den Holzpflock einschlagen und literweise rote Flüssigkeit herausschießt - die beiden haben irrtümlich ein Weinfass erwischt.
                                        Die zweite ist ein einziger Satz, der eher den Humor trifft, den ich in Horrorkomödien erwarte:
                                        "Ich bin ein Nachtschwärmer, bei Tag bin ich kaum zu gebrauchen."

                                        Ich finde diese Gags eigentlich nicht sonderlich gut. Aber sie lassen schon einen Ansatz von Pointen erkennen.
                                        Etwas, was ich in "Tanz der Vampire" grundsätzlich vermisse.
                                        Ich verstehe auch die Situationskomik nur selten, oftmals wirkt das Szenario einfach nur grotesk, aber wenig humorvoll.
                                        Oder mir erschließt sich die Prämisse des Humors einfach nicht.
                                        Erklärungen werden gern und dankend von mir angenommen.
                                        Ich habe versucht, mir einige positive Kritiken durchzulesen, um zu verstehen, weshalb dieser Film als große Komödie, großer Klassiker und großer All-Time-Favourite vieler Leute gilt.
                                        Da wären zum einen Zitate, die ich für absolut nichtssagend halte ("Alfred, gib's her"), die mir auch nicht im Gedächtnis geblieben wären.
                                        Eine unterschwellige Erotik, die sich wohl entweder auf Sharon Tates tiefen Ausschnitt oder aber den homosexuellen Vampir bezieht, aber mir auch nicht aufgefallen wäre.
                                        Oder aber echte Schockszenen, die gruselig wären, allerdings durch die skurrile Überzeichnung in ein parodistisches und ulkiges Licht gerückt werden. Gab es wirklich Momente, die man als gruselig hätte interpretieren können? Mir wären keine aufgefallen.
                                        Die Story soll wohl, ganz gemäß einer Parodie, eine stereotype Übertreibung aller Klischees darstellen.
                                        Okay, das gebe ich zu, kann ich erkennen, aber ich finde, man hat nicht viel daraus gemacht.

                                        Womit ich auch nochmal auf die zweite Szene zurückkommen will, der ich etwas abgewinnen kann.
                                        Ich bin jemand, der sich darüber amüsiert, wenn Hannibal Lecter irgendwelche trockenen Wortwitze zum Thema Essen macht (der Klassiker "Ich erwarte einen Freund zum Abendessen", aber vor Allem im zweiten Film, 'Hannibal' gibt es ein wahres Feuerwerk des trockenen und bitterbösen Horrorhumors), oder wenn die Munsters Sätze vom Stapel lassen, a la "Ach, unsere Tante XY ist gestorben. Letztes Mal, als sie das gemacht hat, hat sie uns mehr hinterlassen".
                                        Ich bin auch jemand, der darüber herzlich lachen kann, wie die Meryl Streep in 'Der Tod steht ihr gut' auf die entsetzte Feststellung "Sie ist tot!!!" ganz heiter erwidert "Das sind die Momente, die das Leben lebenswert machen."
                                        Ich finde es aber NICHT witzig, wenn in jeder Ecke eine Stange Knoblauch hängt.
                                        Und zum Teil fällt mir überhaupt schwer, zu erkennen, was in "Tanz der Vampire" zu den Gags und was zur Handlung gehört.
                                        Die letzte Szene ist dann wirklich recht augenzwinkernd makaber. Aber das kommt leider etwas zu spät.
                                        Wenn ich mir die Kulisse und die Kostüme ansehe, die tatsächlich an alte Horrorfilme erinnern, dann frage ich mich wirklich, wieso man nicht weiter dabei geblieben, die Klischees so dermaßen auf die Spitze zu treiben, dass es einfach nur mehr lustig ist. Wie gesagt: Vampire machen es einen so dermaßen leicht, sich über sie lustig zu machen.

                                        Meinen abschließenden letzten Satz zu diesem für mich leider doch recht enttäuschenden Kultklassiker eines ansonsten genialen Regisseurs:
                                        "I've expected a movie with a bit more bite, but eventually, it kinda sucked."

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                                          Einfach spektakulär: Gut geschnitten, witzig für groß und klein, mit nicht nur unterschwelliger, sondern ziemlich expliziter Erotik (mit der wunderbaren Sharon Tate, Polanskis damaliger Ehefrau). Von der ersten Schlittenfahrt über die wackelnden Hintern in der Herberge bis hin zu den kleinen Horrorszenen gegen Ende - dieser Film nimmt auf eine verspielte Weise Scary Movie und alle ähnlichen Parodien vorweg - ein Familienfilm mit genug Ecken und Kanten für groß und klein - großartig!

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                                            Der folgende Kommentar entstand im Rahmen der "User-Wichtel-Aktion-2014" und möchte Val Vega auf einen kleinen Ausflug in Roman Polanskis Kultfilm mitnehmen, in dem wir einem einzigartig schön inszeniertem Ball der Nachtschwärmer beiwohnen.
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                                            Lieber Val Vega, da Du mir eine unverbindliche Liste erlesener Filmklassiker zur möglichen Auswahl für den Wichtelkommi geschickt hast und wir inzwischen wissen, dass Dir Filme wie Murnaus und Herzogs NOSFERATU sehr gefallen haben, denke ich, dass Du auch an Polanskis Vampirtanz Deine Freude haben könntest. Also, darf ich bitten? Mach es Dir während der langen Abende der dunklen Jahreszeit wohlig gemütlich mit dicken Socken, Fleecdecke, einem heißen Kakao und frisch duftenden Plätzchen, und so wollen wir uns auf den Weg machen in die schneebedeckten und eisigen Südkarpaten, zusammen mit dem schrulligen, ab und an schon recht senil wirkenden Professor Abronsius und seinem treuen, aber tollpatschigen Lehrling und Gehilfen Alfred (von Polanski selbst und höchstpersönlich verkörpert), der Hals über Kopf sein Herz an die schöne Sarah, die Tochter eines Dorfwirts, verliert, und die von Graf Krolock, der Herr eines nahe gelegenen Schlosses, eines nachts besucht wird, während das schöne Mädchen in ihrem Elternhaus ein Bad nimmt. Während der arme Alfred durch ein Schlüsselloch nur Fetzen des Geschehens wahrnehmen kann, werden wir Zeugen eines Ringens Krolocks mit der Wirtstochter, deren Inszenierung mit wunderbar subtilen und dennoch spürbar erotischen Untertönen gezeichnet ist. Armer Alfred! Verlor er erst sein Herz und jetzt jene, die es ihm gestohlen hat. Aber was wollen er und sein Mentor denn eigentlich hier, an diesem Ort? Urlaubsabsichten wird man hier höchst wahrscheinlich nicht mit sich bringen. Nein. Professor Abronsius verlor durch seinen übergroßen Eifer seinen Lehrstuhl an der Universität Königsberg. Seine Passion? Die dunklen Wissenschaften um die Geschöpfe der Nacht - Fledermäuse sind ja noch ganz niedlich, aber da gibt es noch eine andere Spezies an Nachtschwärmern, die da in dem Schlosse nahe dem Dörfchen in den entlegenen Karpaten hausen. Wollen wir Abronsius und Alfred begleiten? Au ja, das wird ein Spaß, sag ich Dir! Ob sie und wohl willkommen heißen? Weißt Du, was komisch ist? Das Schlösschen scheint ein entlegener und geschlossener Raum mit einer ebensolchen Gesellschaft zu sein. Aber manchmal, manchmal scheinen die Bewohner ihre Gesellschaft durch Dorfbewohner zu erweitern, um das Böse weiter in die Welt zu tragen... ernsthaft? Ich verrate Dir, der Schlossherr macht schon einiges her. Sein stilvoller und ruhiger Auftritt, wenn er vor Dir steht und seine sehr eloquente Art haben etwas sehr - *hüstchen*, muss ich schon sagen - Anziehendes und in seiner großen Bibliothek würde nicht nur Professor Abronsius alle Zeit vergessen. Psst, ich lege die Hand aufs Herz - was spielt das schon für eine Rolle, die Zeit, wenn man doch... die Ewigkeit ... haben... könnte ...? Oh, denn ich glaube, der Graf hat schon so den ein oder anderen Hintergedanken, sich Gäste auf sein Schloss zu holen. Und sieh, ich glaube, Alfred kam dasselbe in den Sinn und er bekommt wohl nicht umsonst weiche Knie. Aber abseits von Graf Krolock und seiner Großzügigkeit gibt es da noch etwas anderes, Verführerisches. Hörst Du das? Psst, ganz leise... da! Oh, eine Frauenstimme gleich einem Sirenengesang, so tief volltönig und vielleicht gar traurig, irrt durch die langen Korridore des Schlosses. Ja, ja, Alfreds Loreley - haben wir sie nicht als die schöne Sarah kennengelernt? Ist sie hier?
                                            Und mal unter uns, wie gewinnt man als Tollpatsch vom Dienst eigentlich das Herz einer Frau? Ich glaube, Krolocks Sohn, Herbert, ist ein ganz ausgezeichneter Ratgeber, oh ja, nur gib gut acht, denn vielleicht werden Dir seine Ratschläge doch ein wenig zu ... öhm, zu plastisch. ;-) Denn seine wahre Natur...? Ein Spiegel lügt nie, sage ich Dir! Er verbirgt weder die Wahrheit eines Vampirs noch die eines Menschen.
                                            Überzeuge Dich selbst davon, lieber Val Vega. Wenn Du Dich nicht an einem Film störst, dessen Handlung eigentlich ziemlich überschaubar ist und man sich in ein gemächlicheres Erzähltempo fallen lassen können sollte. Polanskis TANZ DER VAMPIRE orientiert sich noch eindeutig an Konzepten traditioneller Dramen wie man sie im klassischen Theater kennt, sowohl im Aufbau und der Handlungsentwicklung als auch den Merkmalen der Überschaubarkeit von erzählter Zeit (hier zwei Tage), erzähltem Raum (die gesamte Handlung des Films spielt fast komplett im besagten Schloss) und des Figureninventars (und die Anzahl handelnder Figuren ist hier für einen Spielfilm relativ klein) - aber dennoch strahlt der Film ein gewisses Geheimnis für sich aus, das ihm Größe verleiht und dieses wird gewiss durch die gelungene Atmosphäre und die damit einhergehenden aufwendigen und detailverliebten Sets und Kostüme heraufbeschwört. Genrefans werden sich außerdem wohl kaum der überaus liebevollen Art nicht entziehen können, mit der der Film mit Klischees spielt, welche für den Humor dieser - eigentlich - Komödie mitverantwortlich ist, welche sich auch aus Slapstick und Situationskomik ergibt, die aber wiederum erstaunlich natürlich daherkommen und zumindest für ein ehrliches Lächeln beim Zuschauer sorgen und ein schaurig-wohliges Gefühl in seinem Inneren entfacht, hier in diesem Schloss, in der Abgeschiedenheit, inmitten dieser eigentlich in sich geschlossenen Gesellschaft, die uns ihre ganz eigene, morbide Attraktivität vermittelt.
                                            Und das Wunderbarste? Wir werden Zeugen einer steifen und doch irgendwie so überaus eleganten Tanzveranstaltung im großen Ballsaal, wiegen uns nach festen Regeln mit unserem Gegenüber die Schritte in die Ewigkeit, Nacht für Nacht vielleicht - das ist der TANZ DER VAMPIRE...
                                            Aber gibt Acht!, denn jene, die nicht in diesen Gesellschaft gehören...
                                            Für uns Besucher ist diese seltsame und ganz eigene Schönheit wie ein gedrückter Schlaf, Schnee und Winde fallen auf uns und wir greifen vergeblich aus zum Erwachen - da ist es schon passiert! Das, was wir fürchten und was uns gleichzeitig so seltsam unwiderstehlich anzieht...

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                                              tribo 14.11.2014, 19:59 Geändert 14.11.2014, 20:06

                                              So herrlich gruselig kann eine Komödie sein. Die Atmosphäre des Films ist für mich immer noch beispielhaft. Sie hat mich in meiner Kindheit schon gefesselt und kann mich heute immer noch begeistern. Charaktere die zu überzeugen wissen und Musik die passender nicht sein könnte. Jetzt kommt die Winterzeit wieder und was kann man sich schöneres vorstellen als Tanz der Vampire in einer verschneiten Nacht zu geniessen.

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                                                Entweder an Halloween oder in einer kalten Winternacht genießen!

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                                                  "Welch ein Klassiker!"

                                                  Tanz der Vampire ist schon ein kleiner Horrorfilm, aber doch wohl eher eine Komödie. Einige Stellen fand ich wirklich sehr amüsant und diesen "Dummkopf"! Der Film ist weder zu hart noch zu langweilig. Die Charaktere sind genial. Nun ist es doch schon ein alter Schinken, aber vollkommen nicht am stinken!

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                                                    Der Film an sich ist nicht schlecht. Hin und wieder sehr witzig durch die tollpatschige Art von Alfred und Professor Abronsius Oder zweideutige Szenen mit Sarah. Jeder der das Musical liebt, wird sich über Zitate und Charaktere freuen.