Tanz der Vampire - Kritik

US 1967 Laufzeit 108 Minuten, FSK 12, Komödie, Fantasyfilm, Horrorfilm, Kinostart 26.07.2007

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Kritiken (3) — Film: Tanz der Vampire

SoulReaver: CinemaForever;DieDreiMusche...

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10.0Lieblingsfilm

Irgendwie ist es wohl doch an der Zeit, dass ich noch einmal ein paar Worte über meinen absoluten Liebling verliere. Über den Film, der mir die goldenen Tore zur Filmwelt öffnete und mich bis heute in die obsessive Cinephilie trieb. Meine erste Berührung mit Roman Polanskis unfassbarem Meisterwerk „Tanz der Vampire“ hatte ich ja bereits vor einigen Monaten schon geschildert. Der heimliche Blick durch den Türspalt, die grässlichen Eckzähne, die mich eiskalt erwischten und der extreme Schock mit nächtelangen Heulattacken. Und doch hab ich das Bedürfnis, meine innige Zuneigung noch einmal in Worte zu fassen und meinen schriftlichen Kniefall so zu vervollständigen, auch wenn keines der gefunden Worte meine unabdingbare Opferbereitschaft ansatzweise ausdrücken könnte. Würde ich mich kurzfassen, dann würde wohl der inzwischen inflationär genutzte Satz „Ich liebe Dich“ mehr als zutreffend sein. Ich fasse mich aber nicht kurz und gehe der rosaroten Kitschklamotte deshalb besser aus dem Weg.

Mit „Tanz der Vampire“ verbinde ich nicht nur das einzigartige und nie abflachende Filmerlebnis per se, sondern an diesem Werk haften so viele wunderschöne Erinnerungen, wie sie mir kein anderer Film bescheren konnte. Und damit meine ich nicht nur die Geschichte meiner grässlichen Erstsichtung, oder meine Mutprobe, bei der ich mich meiner jahrelang verdrängten Furcht endlich mit erhobenem Haupt gestellt habe. Vielmehr geht es da um die Momente, in denen ich „Tanz der Vampire“ zusammen mit meiner Familie gesehen habe und mit ihnen gedanklich in das schaurige Schloss in den transsilvanischen Karpaten eingezogen bin. Es wurden Diskussionen darüber geführt, wer sich als erstes vor Angst aus dem Schloss verzieht und wer wirklich so stark ist und mutig ist, um eine ganze Nacht dort zu verbringen. Wir haben über die Tollpatschigkeit Alfreds gelacht, über den tanzenden Engel geschmunzelt und uns köstlich über die verschrobene Art von Professor Abronsius amüsiert. Wir konnten uns in der unvergleichlichen Atmosphäre mit Genuss verlieren und dem schaurigen Geschehen mit der nie abflachenden Faszination immer wieder gleichermaßen folgen. „Tanz der Vampire“ bedeutet für mich Familie. Dementsprechend ist auch nicht wirklich verwunderlich, dass ich den Film (ob nun allein oder in Gesellschaft) geschätzt 564253 Mal gesehen habe. In unserer Familie hat er seine feste Tradition eingenommen und wir zumeist um die Weihnachtszeit geschaut, wenn die dicken Schneeflocken an die heimischen Fenster wehen, die Landschaft ganz langsam unter den weißen Massen versteckt und Tage schon früh in der Dunkelheit versinken.

„Tanz der Vampire“ beinhaltet so viele Lebensabschnitte und Phasen meinerseits, die mit jeder neuen Sichtung noch einmal erwachen dürfen und mich nicht nur auf eine Reise durch die eigene Vergangenheit mitnehmen, sondern mir auch immer wieder zeigen, wie ich mich im Laufe der Zeit verändert habe, aber „Tanz der Vampire“ dabei kein Stück weniger anbetungswürdig halte. Roman Polanski hat hier nicht nur einen Film mit Herz und Seele inszeniert, sondern auch mein Herz bis in alle Ewigkeit erobert. Würde man mich auf die berüchtigte einsame Insel verbannen, dann wäre „Tanz der Vampire“ genau der Film, der mich wohlig ins Land der Träume wiegen würde, nur um mich am nächsten Tag wieder mit einem wärmeerfüllten Lächeln zu empfangen. Gäbe es irgendwo einen äußerst fragwürdigen Brauch, bei dem man mir zum allzeitigen Abschied einen Film in die kalten Hände pressen müsste, dann wäre das ohne Frage „Tanz der Vampire“, schließlich war er es doch, der mich durch mein gesamtes Leben begleitet hat, mich in der Trauer aufmuntern konnte und bei guter Laune die Stimmung noch weiter anhob.

Es ist doch ein unbeschreiblich schönes Gefühl, wenn man DEN Film gefunden hat, bei dem man sich wirklich denken kann, dass er ganz allein für einen selbst gemacht wurde, einfach weil man sich so unglaublich geborgen und verstanden fühlt…

31 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

SoulReaver

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@OW Vielen Dank. Und ja, es ist großartig, mehr als das. :)
@Tee Absolut! :)
@Dude Dankedankedankeschön! S, NY liegt bei mir schon in den Startlöchern. :)
@Oppa Danke! :)
@chs88 Dafür bin ich doch da. :D


SoulReaver

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Muse!!! :)


Bandrix: City of Cinema

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7.0Sehenswert

„The fearless Vampire Killers“ war seinerzeit bestimmt etwas völlig neuartiges, etwas originelles.
Doch heutzutage präsentiert sich dieser Klassiker reichlich angestaubt. Der Slapstick ist zu übertrieben, die Kampfszenen muten doch arg altertümlich an und richtiger Horror kommt auch nicht auf.
Allerdings ist „Tanz der Vampire“ trotzdem unterhaltsam, da er in seinen besten Momenten Vampire ziemlich treffend persifliert.
Was mich persönlich vom mitfiebern abhielt, ist der Umstand, dass ich das Musical schon gesehen habe. Das ist vom Storyverlauf leider beinahe 1:1, nur eben besser umgesetzt. Dementsprechend fällt es schwer sich auf diesen Film einzulassen, wenn dieses grandiose Musical schon alles vornweg genommen hat.
Die Schauspieler sind trotz dessen überzeugend, sogar Roman Polanski selbst gibt sich die Ehre. Allerdings ist es schon ein seltsames Gefühl seine spätere Ehefrau Sharon Tate brutal ermordet zu sehen und zu wissen, dass ihr dasselbe Schicksal auch im wirklichen Leben blühte...

16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

sweetForgiveness

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kann dir mal wieder nur zustimmen Bandrix. Gerade im Fall das man das Musical geseheh hat ist der Film etwas enttäuschend, da das Musical viel monumentaler ist. Deswegen geliche Meinung und gleiche Wertung!


Bandrix

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Ist ja Wahnsinn, wie oft wir die selbe Meinung haben! ;)


Flibbo: Wie ist der Film?

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7.5Sehenswert

[...] Das Ganze ereignet sich in fantastischen Kulissen von malerischen Winterlandschaften bis hin zum durch und durch klassischen Gruselschloss mit Spinnweben, knarrenden Türen und allem Drum und Dran, alles umrahmt von der unheimlich stimmungsvollen, originellen und abwechslungsreichen Musik von Krzysztof Komeda, der auch für Polanskis Nachfolgewerk „Rosemary’s Baby“ komponierte. Den letzten Schliff geben dem unnachahmlichen Ambiente schließlich die Kameraarbeit, immer wechselnd zwischen eleganten Kamerafahrten auf hohem Niveau und wackeligen Handkameras, die übertrieben nah an die Darsteller heran gehen sowie der undurchsichtige Schnitt mit künstlicher Beschleunigung einiger Einstellungen. Letzteres geschah angeblich durch das Studio (MGM) gegen den Willen Polanskis. Dennoch ist es mitunter das, was den Film ausmacht. [...]

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Kommentare (88) — Film: Tanz der Vampire


Sortierung

malte.fischer.9404

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Welch ein Klassiker!"

Tanz der Vampire ist schon ein kleiner Horrorfilm, aber doch wohl eher eine Komödie. Einige Stellen fand ich wirklich sehr amüsant und diesen "Dummkopf"! Der Film ist weder zu hart noch zu langweilig. Die Charaktere sind genial. Nun ist es doch schon ein alter Schinken, aber vollkommen nicht am stinken!

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FlotteFrikadelle

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Der Film an sich ist nicht schlecht. Hin und wieder sehr witzig durch die tollpatschige Art von Alfred und Professor Abronsius Oder zweideutige Szenen mit Sarah. Jeder der das Musical liebt, wird sich über Zitate und Charaktere freuen.

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Splashy

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Bewertung5.5Geht so

Ganz lustiger und unterhaltsamer Vampirfilm, der vor allem durch Professor Abronsius einen gewissen Charme erhält.
FAZIT: Alles in allem ganz nett. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

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miri.staudorfer

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Bewertung7.0Sehenswert

Mehr lustiger als grusliger Film. Man merkt, dass der Film aus den sechzigern ist, aber trotzdem sehr gelungen. Sollte man gesehen haben. Auch das Musical ist eins der Besten wenn nicht das Beste. Wäre cool, wenn das Musical verfilmt werden würde.

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Shalashaska

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Bewertung5.0Geht so

Alfred! Gibs her!

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TerminatorCHRIS

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Bewertung7.5Sehenswert

Das grenzt ja schon an Slapstick. Mehr gelacht als gefürchtet (vgk.30.11.2010).

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Drax

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Roman Polanskis Klassiker "Tanz der Vampire" ist eine herrliche und liebevolle Persiflage auf das Vampir-Genres.
Neben tollen Slapstick-Einlagen, absurden Dialogen, sind es vor allem die liebevoll gezeichneten Figuren die "Tanz der Vampire" zu so einen tollen Film machen.
Egal ob der kautzige Professor Abronsius, sein tollpatschigen Assistent Alfred oder der schwule Sohn des Grafen, sie alle harmonieren einfach perfekt zusammen.
Daneben besticht der Film jedoch auch durch seinen tollen Soundtrack und detaillierte Szenenbilder.
Polanskis "Tanz der Vampire" ist daher für jeden Vampir-Fan einfach ein muss.

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Drax

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Hatte auch mal Probleme mit Polanski wegen der Vergewaltigungsgeschichte, doch wen man sich mal damit beschäftigt muss man sagen das er ohne Frage ein enormen Fehler gemacht hat, doch ist er sicher nicht Pädophil, außerdem bereut er es ja sehr.


ElmStreet84

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Bewertung9.0Herausragend

THE SWINGIN' SIXTEES Bewertungsreihe - Teil 1

Ich werde (versuchen :-)) mir jeden Tag einen Klassiker aus den 60ern herauszupicken und ihm einen würdigen Kommentar zu schenken! Die Auswahl der Filme, die mir bis jetzt im Kopf herumschwirren ist hier zum nachlesen aufgelistet: http://www.moviepilot.de/liste/bewertungsreihe-the-swingin-sixtees-elmstreet84

Viel Spaß! :)

#1 "Eine verhängnisvolle Vampirliebe"

Professor Ambrosius reist mit seinem Adepten Alfred in die kalte Winterlandschaft der Südkaparten um dort den Vampirismus zu erforschen und zu bekämpfen...

Sie fahren in einer Kutsche durch den eiskalten Schnee während sie von einem Rudel Wölfe verfolgt werden. Es gelingt ihnen sie abzuhängen und weiter zum Unterschlupf zu fahren. Einem kleinen Dorfgasthof, in dem Prof. Ambrosius jedoch schon erste Anzeichen von Vampiren wahrnimmt, nähmlich an der Decke hängende Knoblauchgirlanden. Er vermutet ein Schloss ganz in der Nähe des Dorfes, das vermutlich als Unterschlupf und "Nest" der Bkutsaugen dienen soll. Doch die Bewohner im Gasthof beschtreiten das und wollen nie etwas von einem Schloss gehört haben, geschweigedenn von irgendwelchen Vampiren. Die beiden beziehen das "beste" Zimmer der Kneipe, das mit einem Bad ausgestattet ist, in dem sich die hübsche Tochter des Gastwirtes regelmäßig baded. Auch als die neuen Bewohner eingezogen sind, verzichtet sie nicht auf ihre "Waschung" und so kommen sich sie und der junge Assistent Alfred schnell näher. Es dauert nicht lange bis die Schönheit in ihren Bann gezogen hat.

Als ein buckliger, alter Mann in die Wirtschaft kommt um frische Kerzen zu kaufen, fühlt sich Ambrosius in seiner Theroie bestätigt und schickt seinen Gehilfen Alfred hinaus um den Buckligen bei seinem Rückweg zu verfolgen. Er wird jedoch abgehangen und muss zurück zu seinem Professor in den Gasthof.

Als die hübsche Sarah (Tochter des Wirtes) mal wieder ein Bad nimmt, wird sie von einem hereinschwebenden Vampir gestört der sie beist und anschließend zum Dachfenster wieder mit ihr hinausschwebt. Der entsetzte Vater stürmt herein, doch seine Tochter ist schon nicht mehr zu sehen. Er beschließt sich auf die Suche nach ihr zu machen, raus in die kalte und eisige Winterlandschaft. Doch er erfriert in der Kälte, bevor er von Dorfbewohnern etdeckt und in den Gasthof gebracht wird.

Ambrosius beschließt, die Leiche zu untersuchen, wobei er zahlreiche Bisswunden feststellt und sich in seinem Verdacht bestätgt fühlt. Er rät der Witwe ihrem Mann einen Holzpfahl durchs Herz zu rammen um seine Wiedergeburt als Blutsauger zu verhindern, doch sie lehnt es ab. Schon am selben Abend kommt Yoyneh als Vampir zurück und muss sich von den beiden Vampirjägern durch den Weinkeller jagen lassen. Doch er hat schon sein erstes Opfer, die schöne Magd Magda (der Name war mit Sicherheit Absicht! :-)) Danach flüchtet er zum Schloss in dden kalten Schnee. So finden Ambrosius und Alred schließlich das abgelegene "Schloss der Vampire".

Sie werden vom Herrn des Hauses freundlich empfangen, der ihnen ihre Gemäche für die Nacht zuweist. Professor Ambrosius freut sich unglaublich über seinen Erfolg während sein junger Assistent eher panisch schlafen geht. Direkt, als die beiden Vampire -der Hausherr Graf Krolock und sein Sohn- sich zum Schlafen in ihre Särge legen, machen sie sich auf den Weg in die Gruft um den beiden entgültig den Gar aus zu machen, sie werden jedoch vom Buckligen Diener aufgehalten und müssen von außen in die Schlafgemache eindringen. Durch ein kleines Fenser quetschen sich Alfred und Ambrosius in den dunkel gehaltenen Raum, Ambr. jedoch bleibt stecken und überlässt seinem jungen Assistenten die Arbeit. Er navigiert den Unerfahrenen durch den Tötungsakt der Vampire, der jedoch währenddessen seine Nerven verliert. Ambr. beschließt, es selbst druchzuführen und schickt seinen Gehilfen nach draußen, der ihn von hinten Anschupsen soll... Dieser jedoch wird während er durchs Schloss läuft vom Gesang einer jungen Frau irritiert und abgelenkt. Als er versucht den halberfrorenen Professor zu befreien, föllt ihm allerdings der Koffer mit den Instrumenten zur Vampirbekämpfung vom Dach, purzelt den Bergabhang hinunter und verschwindet in den verschneiten Wäldern.

Der junge Alfred studiert ein Buch namens "100 Wege sich ins Herz einer Jungfrau zu schmeicheln" um das Mädchen zu gewinnen wird jedoch vom Sohn des Grafen unterbrochen, der verucht sich an Alfred ranzumachen um ihn zu beißen. Ihm gelingt es aber, vor dem homosexuellen Vampir zu flüchten. Alfred und der Professor landen auf einem Söller, wo sie vom Grafen überrascht und dort eingesperrt werden. Sie beobachten aus vielen Graben steigende Tote, die sich auf den Weg ins Schloss machen. Dank einer Kanone die dort steht, können sie sich jedoch befreien und laufen hinunter zum Ball auf dem sich alle Gäste bereits amüsieren. Darunter auch die schöne Sarah. Ambrosius und Alfred überwältigen zwei Gäste und ziehen sich ihre Klamotten an um nicht aufzufallen. Getarnt tanzen sie sich unter die Feiernden und entführen Sarah schließlich, um die Flucht anzutreten. Verfolgt von den Gästen, die die drei längst entdeckt haben, flüchten sie aus dem Schloss um anschließend mit der Kutsche in die kalte Schneelandschaft rauszufahren. Es gelingt ihnen und sie fühlen sich grandios, besonders Alfred der nun seine schöne Sarah in den Armen halten kann... Alles scheint wunderbar... bevor er aufeinmal von ihr gebissen wird. Ambrosius bekommt von alldem nichts mit, da er sich mit dem lenken der Kutsche beschäftigt...

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1967 spielte Scharon Tate wohl ihre erfolgreichste und bekannteste Rolle ihrer kurzen Karriere. Zusammen mit Roman Polanski läßt sie die Zuschauer vielleicht schon erahnen, dass sich zwischen den beiden auch eine echte Romanze ergeben kann. Und so ist es auch, sie lernen sich beim Dreh von "Tanz der Vampire" kennen und verlieben sich, bevor sie ein Jahr (ich glaub es war ein Jahr, falls nicht, mich bitte verbessern!) später heiraten. Die Filmschönheit wird schwanger und bleibt auf dem Anwesen in Los Angeles, während sich Polanski auf den Weg nach Paris macht um seinen nächsten Film zu drehen. Er verspricht, vor der Geburt des Kindes rechtzeitig wieder zurück zu sein...

Auf einer Party jedoch, die seine Frau Sharon mit ein paar Gästen veranstaltet, tauchen Angehörige des Manson-Clans auf um die junge Schönheit zu töten und auf brutalste Weise mit Messerstichen niederzuzwingen. Alle Gäste auf der Party werden umgebracht, bevor sich einer des Clans zu Sharon begibt, die um ihr Leben und das ihres Kindes fleht und kämpft, und sie schließlich mit zahlreichen Messerstichen umbringt. Roman hört von der schrecklichen Tat und macht sich sofort auf den Weg nach Los Angeles, doch sein Leben wird nie wieder das selbe sein! Leider!!! ... Noch heute kämpft die Familie von Sharon Tate gegen Anträge von Entlassungen der Mörder aus der Haft. Für mehr Infos und Details: http://de.wikipedia.org/wiki/Sharon_Tate

Polanski hatte nach dem Mord mit Schuldgefühlen zu kämpfen und war am Boden zerstört. Jedoch ist ihm wenigstens eine Erinnerung an Sie geblieben, nähmlich der Film, in dem sie sich kennen und lieben gelernt haben, in dem sie noch ein letztes mal zusammen sind.

So ein toller Film "Tanz der Vampire" ist, so ist die (nachfolgende) Geschichte dazu umso grausamer! Polanski, ein Mann der in seinem Leben viel Scheiße erlebt hat und es jedoch trotzdem geschafft hat, weiter zu machen und sich nicht hengen zu lassen! Meinen tiefsten Respekt dafür!!!

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ElmStreet84

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dann werd ich die Kommentare so lesenswert wie möglich machen! :-) Als nächstes kommt heute abend "Leichen pflastern seinen Weg" dran, freu mich schon drauf! :-)


Lydia Huxley

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Sehr schön! Dann viel Spaß dabei :)


Andy Dufresne

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Für einen alten Freund, auf dass die Vampire für immer für ihn und seine Familie tanzen mögen.

Userwichtelaktion 2013

"Mit „Tanz der Vampire“ verbinde ich nicht nur das einzigartige und nie abflachende Filmerlebnis per se, sondern an diesem Werk haften so viele wunderschöne Erinnerungen, wie sie mir kein anderer Film bescheren konnte.[…]
In unserer Familie hat er seine feste Tradition eingenommen und wird zumeist um die Weihnachtszeit geschaut, wenn die dicken Schneeflocken an die heimischen Fenster wehen, die Landschaft ganz langsam unter den weißen Massen versteckt und Tage schon früh in der Dunkelheit versinken.[…]
„Tanz der Vampire“ bedeutet für mich Familie.“
-SoulReaver/Reischen-

Dies ist ein Special-Kommentar im Rahmen der Userwichtelaktion 2013.
“Special“ weil außer Konkurrenz, sozusagen.
Souli ist wie ein Gast der selbstgewählt und einmalig nur mich besuchen wollte (was mich sehr ehrt und stark erfreut!), im Rahmen der Aktion, von daher hab ich mich dieses mal selbst aus der Lostrommel rausgenommen um meinen Kommentar „meinem Special-Guest“ zu schenken.

Souli ist einer meiner engsten Freunde hier bei mp ( wir sind hier befreundet seit ich mich anmeldete, er war einer meiner allerersten Freunde) und nicht nur hier, auch über unter anderem zuckerberg´sche Kanäle sind wir in fast täglichem, sehr oft ausuferndem Kontakt.
Deshalb gibt es hier kaum jemandem, dem ich ebenso gerne einen Kommentar schenken würde als eben Reischen.

Und es war gleich klar um was es gehen soll: Roman Polanski und unsere jeweiligen Lieblingsfilme von ihm, ein Thema über das wir uns schon sehr, sehr oft ausgetauscht haben.
Vor allem auch weil es sich um Soulis absoluten Lieblingsfilm handelt, den einzigen Film über den er hier in sehr persönlichen Worten schrieb.
Es lag einfach auf der Hand.
Außerdem stufte ich “Tanz der Vampire“ neulich, nachdem ich ihn nach über 10 Jahren wieder sah, um einen “Reischenbonuspunkt“ hoch, eben für Souli.
Aber dazu gleich mehr.

Reischen schenkte mir einen sehr sentimentalen, mitfühlenden, großartigen Kommentar zu meinem Lieblings-Polanski, hier gibt es ihn zu lesen: http://www.moviepilot.de/movies/chinatown/comments/850569

Im Gegenzug nun also ein paar Worte zum Tanz der Vampire.

„Ich werd dich lehren, was dich unsterblich macht, wenn wir zwei tanzen auf dem Ball morgen Nacht!"

Manche Filme leben durch ihre Atmosphäre, ihre ganz eigene Art der Erscheinung.
„Tanz der Vampire" ist ein solcher Film.

Ich muss zugeben, dass er, als ich ihn neulich nach vielen Jahren wieder sah, mich nicht komplett packen konnte, ich ihn witziger “haben wollte“, ihn witziger, anders in Erinnerung hatte.
Ich hatte ihn bei 6 verortet, hatte ihm aber 7 gegeben, als Referenz an Reischens Liebe zu diesem Film.
Und weil man dem Film locker eine 7 geben kann, alleine schon eben wegen seiner Atmosphäre.
Mit der Zeit wirkte diese Atmosphäre mehr und mehr in mir.

Vor allem die erste Stunde des Filmes, welche meist in einem knarzigen, kargen und doch wohligen Dorfgasthof in den eisigen, schneebedeckten Karpaten spielt, hinterließ/hinterlässt etwas besonderes, einzigartiges, ja etwas familiäres.
Obwohl es dort hinterlistig, heimlich und auch gefährlich zugeht, keimte in mir der Wunsch auf, dort eine Nacht verbringen zu können. In einem Bett mit einer riesig dicken Decke, draußen der kalte Schnee, drinnen das mit Knoblauch behangene Holz und allerhand wunderliche Gestalten um einen herum.

Auch Ambrosius wurde immer erinnerungswürdiger in mir, der Professor mit der forschen Art, seinem festen Willen, seiner Unerschrockenheit bei gleichzeitiger Wunderlichkeit und Verschrobenheit.
Polanski selbst kam mir mit der Zeit näher, in seiner tapsigen, jungenhaften Erscheinung, voller Angst, aber auch voller Neugier.
Sharon Tate wurde schöner und schöner und schöner in mir, diese Frau war so unglaublich wunderschön, wie es ihr reales Schicksal tragischst und unfassbar traurig war.
Graf Krolock wurde größer in mir, dieser kluge, unheimliche,höfliche, gebildete, melancholische, diabolische Vampirfürst, der nachdenklich ist und unnachgiebig, galant und herrisch.

Der Tanz, oder besser der Ball der Vampire wurde mit der Zeit immer einzigartiger, die Choreographie ist schlicht perfekt, wunderschön und mit kleinen Schmunzlern versehen, das es eine reine Freude ist.

Und vor allem das Ende wurde immer größer, wirkte immer besser in mir.
Die letzte Szene auf dem Schlitten, die letzten Worte aus dem Off, die erläutern wie die Geschichte weitergehen wird, was die Ereignisse ausgelöst haben, was passieren wird: Großartig, dunkel, ein klassisches Bad-End, wie man es nie für möglich gehalten hätte, man/ich wäre vom Gegenteil ausgegangen.

Dieses letzte, vergiftete, starke Augenzwinkern, in Kombination mit allem anderen genannten, macht es dann doch unmöglich, dem Tanz der Vampire weniger als 8 Punkte zu gönnen.

Für SoulReaver, für Reischen, weil es SEIN Film ist, der ihm sehr gut steht.

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Drax

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Ein wirklich toller Kommentar zu diesem großartigen Film.


Andy Dufresne

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Vielen Dank!


replicant-10

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Bewertung7.5Sehenswert

Tanz der Vampire ist ein wirklich sehr witziger
Vampir-Film von und mit Roman Polanski.
Ein absoluter Klassiker !!!

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derblonde

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Bewertung6.0Ganz gut

Nach geschätzten 30 Jahren wieder gesehen. So gut wie ich ihn in Erinnerung hatte, isser doch nicht. Ganz nett anzuschauen, aber nicht der Brüller. Das skurrile Personal kann aber voll überzeugen.

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derblonde

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Etwas Nostalgiebonus ist schon eingerechnet. Ich habe mich aber streckenweise gelangweilt, daher 2 Punkte weniger.


damian.thorne.3

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R.I.P. Sharon Tate.


Thomas Hetzel

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Tanz der Vampire" ist einfach ein zeitloser Klassiker, der selbst nach Jahren immer noch Spaß macht. Roman Polanski hat hier wirklich ein gutes Händchen bewiesen. Als trotteliger Vampirjäger Alfred ist er wirklich zum weglachen. Ich weiß nicht wer dümmer ist: Er oder der schrullige Professor.
Auch die Idee von einem schwulen Vampir finde ich genial und auch wenn der Film die ein oder andere Länge aufweist, sind die Gags selbst in der heutigen Zeit immer noch lustig.
Nach "Dracula- Tot, aber glücklich" die beste Vampirparodie.

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Dr.Hasenbein

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Roman Polanskis "Tanz der Vampire" war wohl einer meiner ersten Vampirfilme und ich habe ihn schon sehr früh als Kind gesehen.
Natürlich hatte ich beim gucken einen riesen Schiß und der Witz drang als Kind ganz klar nicht zu mir durch.
Aber auch heute nachdem ich den Film mit einem zwinkernden Auge gucke hat der Film nichts von seinem Charme und seiner gruseligen Atmosphäre verloren und ich mache mir bei manchen Szenen noch immer fast ins Hemd.
Der Slapstick kommt natürlich dank den beiden unfähigen Vampirjägern und des Gasthofbesitzers Shagal trotz der gruseligen Atmosphäre und der stimmigen Musik nicht zu kurz.
Trotz des hohen Alters was man dem Film natürlich ansieht kann ich ihn mir immer wieder ansehen und bin bei jedem weiteren ansehen noch genauso begeistert wie beim ersten mal!

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timmoe

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Bewertung6.0Ganz gut

Netter Gruselklamauk, der für seine schlüpfrigen Anspielungen interessant ist, ebenso wie dem hervorragenden Grusel-Makeup, von dem sich Herr Romero mit seinen Schlumpfzombies eine große Scheibe hätte abschneiden sollen :-)
Mein Humorverständnis wurde aber leider zu selten bedient.

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bonjovi84

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Bewertung6.0Ganz gut

überbewerteter aber sehr charmant dargestellter Klassiker.

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anne.rohr.16

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

einfach super!!
der vermutlich beste vampir film ever und mein absoluter Liebling!!

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commanderbusch

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Weiß noch, dass dieser Film mir als Kind eine Höllenangst eingejagt hat.
Bis heute hat dieser Streifen nichts von seiner Faszination verloren und ich schau ihn immer wieder gerne.
TOP. Muss man einfach kennen.

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tomek.castello

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Bewertung10.0Herausragend

Einer der "Besten" Vampirfilme ever!

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zmpfl

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Bewertung3.0Schwach

Ich habe es so ungefähr alle 5-10 Jahre mal probiert (und auch schon 2 mal komplett gesehen, darf mir also definitiv ein Urteil erlauben ;)).....

Ne! Nein! Is nicht!! Not my cup of tea!
Dieser Art von kindlicher Albernheit kann ich einfach nichts abgewinnen.
Konnte ich als Kind/Jugendlicher nicht, kann es jetzt nicht, werde es wohl nie können. Alle Charaktere sind völlig überzogen, machen permanent dumme hysterische Sachen und gehen mir damit total auf den Senkel.

Einfach. nur. blöd.

(...und komm mir jetzt keiner mit Subtext und unterschwelliger(?) Erotik!!!)

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tomek.castello

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Dann guck lieber -> Hulk Spiderman und Superman oder Batman.


zmpfl

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Tu ich auch.
(Und ganz grosses Tschulli, daß ich 'n Film, den du toll findest, nicht so toll finde...) ;)


BattlemasterIZ

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Die Vampir-Mythos Unterhaltung par excellence, genialer Humor und eine Prise Gänsehaut gibts auch. Absoluter Kult vom "Meisterregisseur" Roman Polanski.

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