Tatis herrliche Zeiten
Playtime (1967), IT/FR Laufzeit 119 Minuten, FSK 6, Komödie, Kinostart 14.08.1968
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von Jacques Tati, mit Jacques Tati und Barbara Dennek
Tati und die Tücken der Technik: Gemeinsam mit Monsieur Hulot fällt eine amerikanische Touristengruppe im modernen Paris ein, das sein ursprüngliches Gesicht völlig verloren hat. Ob Flughafengebäude, Wohnungen oder Restaurants – die futuristische Metropole scheint nur aus Beton, Plastik, Stahl und Glas zu bestehen. Monsieur Hulot irrt durch ein Paris, das ihm völlig fremd ist. Er tastet nach der gläsernen Tür an einer Glaswand, wundert sich über die seltsamen Geräusche der Plastiksessel und sucht seinen Weg durch das Labyrinth eines Großraumbüros. Alles ist lupenrein sauber. Überall regiert der Fortschrittswahn. Von den Wirrungen des Sprachendschungels am Flughafen, über die eiskalte Atmosphäre in einem gigantischen Bürogebäude, bis hin zu seinen chaotischen Erlebnissen in einem Luxusrestaurant – Monsieur Hulot erleidet den ganzen Wahnsinn wahrhaft herrlicher Zeiten.
Cast & Crew
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Jacques Tati
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Jacques Tati
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Monsieur Hulot
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Barbara Dennek
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Junge Touristin
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Billy Kearns
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mr. Schultz
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Rita Maiden
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mr. Schultz Begleitung
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France Rumilly
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Woman Selling Eyeglasses
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Yves Barsacq
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Hulots Freund
Regie
Schauspieler
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Valérie Camille
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mr. Lacs Sekretärin
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France Delahalle
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Verkäuferin
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Jacques Lagrange
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Jacques Tati
- Genre
- Satire
- Zeit
- Gegenwart
- Ort
- Paris
- Handlung
- Glas, Glas, Moderne Gesellschaft, Stahl, Suche
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Tatis herrliche Zeiten
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Kritiken (2) — Film: Tatis herrliche Zeiten
G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs
Kommentar löschenDass sich bei aller Tücken der Objekt ein freundlicher, hilfsbereiter Mensch durch die extrem eckige und kantige Welt schlägt, macht den verstorbenen Tati so liebenswert und hält seine Meisterwerke "Mon oncle", "Die Ferien des M. Hulot", "Traffic" und "Jour de Fete" ewig frisch. In seinem unwiderstehlichen Optimismus ähnelt Tati dem Türsteher in "Play Time", der nachdem die Glastüre längst zu Bruch gegangen ist, noch immer den schweren, bronzenen Türgriff ohne Anhang auf und zu schwenkt, um den schönen Schein zu wahren.
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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...
Kommentar löschenWäre Quantität ein ästhetischer Maßstab, Jacques Tati dürfte kaum zu den wichtigen Filmschaffenden gezählt werden. Fünf Lang- und eine handvoll Kurzfilme, dazu die TV-Zirkusdokumentation "Parade" von 1974 - mehr steht am Ende nicht zu Buche. Sein Perfektionismus, der sich oft in jahrelangen Vorbereitungen und akribischen Szenen-Arrangements niederschlägt, ist ein Grund dafür, dass der große "Poète de cinéma" so wenige Werke hinterlassen hat. "Play Time", der in Deutschland auch unter dem Titel "Tatis herrliche Zeiten" in die Kinos kam, ist in vielerlei Hinsicht sein aufwändigstes Projekt: Tati lässt vom Erfolg beflügelt eigens eine Kulissenstadt bauen, deren horrende Kosten trotz aller formidablen Kritiken bei weitem nicht eingespielt werden können. Die daraus resultierenden Schulden drücken ihn in den Folgejahren langsam aber sicher aus dem Filmgeschäft.
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Kommentare (4) — Film: Tatis herrliche Zeiten
Kommentar schreibenTyler__Durden 2011/04/28 23:46:43
Kommentar löschenDie Idiotie der moderne als größter Verbündeter des Humors.
Je suis tres amüsiert und brauche nun dringendst solch schwarze Stuhle nach dem meine Lachmuskeln sich von Tatis Irrweg durch die Gefahrenzonen dieser symmetrisch diabolisch angeordneten fremden Welt erholt haben.
10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
patcharisma 2011/04/29 00:35:45
Antwort löschenMan müsste alles mal als Box haben - es ist so genial....
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Tyler__Durden 2011/04/29 05:50:13
Antwort löschenSo viel Genialität auf einmal ist aber bestimmt ungesund. :)
Joe Gillis 2011/04/29 09:39:00
Antwort löschen»Too much of a good thing can be wonderful.« (Mae West)
Sonse 2009/08/12 01:48:34
Kommentar löschen"Play Time" ist wie ein Stück moderne Kunst in einem Museum. Der Zuschauer ist ein Betrachter des Objekts. Es ist unmöglich in dieser Installation alles auf einmal zu bemerken, man wechselt zu oft die Perspektive und so sind es Details, einzelne Szenen, Geräusche, die im Gedächtnis bleiben.
Man sollte hier keine klassische Erzählung erwarten. Der Film besteht aus Themen (Moderne Architektur und Technik im Verhältnis zum Menschen etc.) und Situationen (z.B. jemand läuft einem beim Fotografieren permanent ins Bild) und ist nicht ganz leicht am Stück zu schauen. Dialoge werden zu Hintergrundgeräuschen, allen anderen Lauten kommt weit größere Bedeutung zu.
Tati steht mit seiner Figur des Monsieur Hulot ganz in der Tradition der visuellen Slapstick-/Situationskomiker Buster Keaton und Charlie Chaplin, wobei seine Figur auch oftmals verschwindet und anderen die Show überlässt. So erinnerte mich "Play Time" nicht zufällig an Chaplins "Modern Times", vor allem in der ersten Hälfte, die mir auch weit besser gefiel als die zweite, in der die Passage im Restaurant doch etwas in die Länge gezogen wirkt.
Zwar mag dem Film etwas der Charme von "Les Vacances de M. Hulot" abgehen, doch spürt man die humanistische Grundhaltung ebenso und Tatis Perfektionismus im Timing seiner Choreographien und dem Design des prächtigen, riesigen Sets ist mehr als sehenswert.
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alter.native 2009/02/12 11:01:20
Kommentar löschenMein Liebligns-Tati, obwohl er für den Meister selber ein finanzieller Flop war! Der Kampf des etwas sonderbaren Individuums mit den Tücken der modernen, perfektionierten und mechanisierten aber "unmenschlichen" Welt wird von ihm in visionärer Weise auch hier wieder vorausgenommen. Die Tonspur allein taugt schon als Gesamtkunstwerk!
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Kubrick_obscura 2009/02/12 09:01:42
Kommentar löschenGibt es in diesem Film überhaupt eine einzige Nah-Aufnahme? Ich glaube nicht, aber was nützt schon 70mm-Film bei Nah-Aufnahmen? Tatis bekanntestes Werk lief nun bei der Berlinale im Original-Format. Das konnte ich mir nicht entgehen lassen.
Playtime ist ein besonderer Film. Seine gigantischen Studio-Kulissen sind legendär und verschwenderisch gewesen, doch es hat sich gelohnt. Im Gegensatz zu vielen Hollywood-Studio-Filmen weiß man bei Playtime nie, wo die Kulisse denn nun wirklich anfängt und was echt ist. Das Geheimnis liegt vielleicht darin, dass ALLES Kulisse ist.
Handlungstechnisch ist der Film eine Aneinanderreihung von Situationen. Der Erzählfluss ist langsam und wer Schenkelklopfer erwartet, wird enttäuscht. Die Pointen sind leise und teilweise im Ausmaß manches Komparsen-Auflaufs garnicht ersichtlich bzw. es spielen sich gleich mehrere "Gags" gleichzeitig ab. Das Schönste an dem Film ist vielleicht, dass er an keine Sprache gebunden ist. Die wenigen Sätze die gesprochen werden, fallen mal auf französisch, englisch oder deutsch. Meistens schlägt sich der Monsieur Hulot stumm durch die moderne Welt umgeben von Autohupen und surrender Technik.
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