Tatort: Abschaum

Tatort: Abschaum (2004), DE
Laufzeit 90 Minuten, Kriminalfilm

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von Thorsten Näter, mit Sabine Postel und Oliver Mommsen

Im Bremer Stadtteil Tenever wird die Leiche der zwölfjährigen Miriam Meinfeld gefunden. Die Polizei geht von Selbstmord aus. Es stellt sich heraus, dass das Mädchen in der Vergangenheit sexuell missbraucht wurde und diverse alte Knochenverletzungen lassen auf Misshandlungen schließen. Die Kommissare Inga Lürsen und Stedefreund suchen zuerst im Familienkreis nach möglichen Verdächtigen. Sie fürchten um das Wohl der beiden Geschwister Svenja und Björn Meinfeld, da die Eltern keinen besonders vertrauenswürdigen Eindruck machen. Die Eltern beschuldigen jedoch die Bewohner eines Heims für geistig Behinderte, das den Bürgern des Stadtteils schon lange ein Dorn im Auge ist. Und tatsächlich finden die Kommissare dort Spuren der Verstorbenen und ihrer Schwester Svenja. Harald, einer der Behinderten, wird verhaftet, als sich herausstellt, dass er keineswegs so harmlos ist, wie er auf den ersten Blick wirkt, dass er bis zu einer schweren Kopfverletzung Offizier einer Sondereinheit der Bundeswehr war, also durchaus zu körperlicher Gewalt fähig. Der Verdacht gegen ihn verstärkt sich vor allem, da er beharrlich schweigt. Erst viel zu spät begreifen die Kommissare, dass sie ganz gezielt in die Irre geführt wurden, dass Harald den beiden Mädchen geholfen, ihnen Unterschlupf gewährt hat. Aber da ist es schon zu spät.


Cast & Crew


Kommentar — Film: Tatort: Abschaum

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kronenhummer

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Bewertung5.0Geht so

„Abschaum“ hätte gut werden können. Zumindest mit einem anderen Ermittlungsteam. Es mag an mir liegen, aber ich mag die Postel als Kommissarin einfach nicht. Ein derart bevormundendes, selbstgerechtes und unverschämtes Verhalten, wie hier dargestellt, nervt leider ziemlich, so dass die Ermittlungsarbeit mitunter auch in den gewohnten Klischees versinkt. In diesem Fall ist das leider ziemlich schade, denn der Fall selbst hatte etwas. Ein spezielles, etwas abgefahrenes Thema und ein düsterer und spannender Aufbau mit einem starken Schluss haben eigentlich ein sehr gutes Grundgerüst für einen überdurchschnittlichen Tatort geboten.

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