Tatort: Die Unmöglichkeit, sich den Tod vorzustellen

Tatort: Die Unmöglichkeit, sich den Tod vorzustellen (2010), DE
Laufzeit 90 Minuten, Kriminalfilm

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- Kritiker
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Skala 0 bis 10
5.6 Community
46 Bewertungen
12 Kommentare
Tatort: Die Unmöglichkeit, sich den Tod vorzustellen - Bild 6118425
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von Christine Hartmann, mit Dominic Raacke und Boris Aljinovic

Ein Todesfall erschüttert die Berliner Kunstszene: Hanns Helge, ein Künstler von Weltrang, ist in seiner Kunst-Installation von herabstürzenden Panzerglasplatten erschlagen worden. Die Frage Selbstmord oder Mord gestaltet sich kompliziert, es könnte auch ein Unfall gewesen sein. Obwohl von dem jungen Künstler indirekt angekündigt – der Tod als wahre Vollendung des Werkes – gibt es einige Menschen, deren Profit am Tod des Künstlers im zweistelligen Millionenbereich liegt, besonders seine Galeristin Oona von Wilm und ein privater Sammler. Währenddessen bekommt Till Ritter eine traurige Nachricht: Sein Onkel Klaus, den er sehr mochte, hat sich das Leben genommen. Ritter kann das zunächst nicht glauben und untersucht wie besessen die Möglichkeit eines gewaltsamen Todes. Nicht nur im beruflichen, auch im privaten Umfeld des toten Künstlers treffen Felix Stark und Till Ritter auf viele Rätsel. Sagt sein persönlicher Assistent Markus die Wahrheit? Ist die ehemalige Muse Patty wirklich so ahnungslos, wie sie vorgibt? Warum weiß Hanns Helges Mutter kaum etwas über das Künstler-Dasein ihres Sohnes? Und welche Rolle spielt die junge Kunstwissenschaftlerin Anna Linde, die ihre Doktorarbeit über den Tod im Werk des Verstorbenen geschrieben hat? Ritter muss schließlich schmerzhaft einsehen, dass sein Onkel freiwillig gestorben ist. Gemeinsam mit Stark klärt er das Todes-Rätsel um den Künstler. Hanns Helge wollte nicht sterben. Kunst ist erfahrbar, der Tod aber nicht.


Cast & Crew


Kommentare (12) — Film: Tatort: Die Unmöglichkeit, sich den Tod vorzustellen

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Marie Krolock

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Bewertung3.5Schwach

Philosophisch und langweilig.

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fabel

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ach was...:(
Naja, kann dich aber sogar ein wenig verstehen. ;)
Trotzdem fand ich ihn super. :)


Marie Krolock

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Einen philosophischen Film nur über den Tod hätte ich auch irgendwie gut gefunden. Aber das war mir hier zuviel mix.


RocknRolla

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Bewertung5.0Geht so

War ja ne ganz nette Story, aber irgendwie kam der "Tatort" diesmal nicht so richtig in die Gänge und war, so schien es mir, die ganze Zeit etwas langatmig.
Vielleicht ist man aber auch einfach schon zu Actionverwöhnt, selbst beim Tatort.

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Blonder

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Bewertung6.5Ganz gut

Ein Künstler wird ermordet und somit müssen die Kommissare in einer Szene ermitteln, die ihnen fremd ist. Die Geschichte hört sich gut an, aber leider wird das Potenzial nicht ganz ausgeschöpft. Außerdem hat der Krimi auch einige Längen.
Am Ende bleibt nur ein guter Durchschnittskrimi. Schade da wäre einiges mehr drin gewesen.

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rkuehne

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Stark. Beide, Ritter und Stark. Auch wenn den Berlinern noch einige Details zur Vollendung fehlen, war das doch mal wieder ein richtig guter Tatort. Überzeugen Raake und Aljunovic vor allem schauspielerisch, fand ich diesmal auch das Drehbuch sehr sensibel und anspruchsvoll. Gerade die Parallelgeschichte mit Ritters Onkel, dem stillen aus dem Leben gehen, dem stillen vergessen im Gegensatz zum scheinbar lautschreienden, exzentrischen Tod von Hans Helge, das macht schon nachdenklich und das haben zuletzt nicht viele Tatorte geschafft. Abzüge gibt es nicht viele, aber die etwas plumpe Auflösung und der Flirt von Stark mit der Galeristin, das hätte man sich sparen können. Aber sonst... feines Ding und der große Star ist mal wieder Assistent Weber, der diesmal aber recht dezent eingesetzt wurde, nächstes mal bitte gern wieder mehr...

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Shakiko

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Bewertung5.0Geht so

Haarsträubende Idee, einen Selbstmord so zu konstruieren. Noch haarsträubender die Auflösung, Mord durch die enttäuschte Mutter (Jungfrau Maria). Och ne, geht's noch?

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Greta001

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Endlich mal wieder ein Tatort für "gehobene Ansprüche"! Ein Genuss. Für nicht wenige Zuschauer waren möglicherweise bestimmte Denkstrukturen, die in dem Film manifest wurden, nicht zu erkennen, geschweige denn zu begreifen. Aber für jene Klientel gibts doch nun wirklich genug schlichte Krach-Bumm-Peng-Alternativen im TV.

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nowhere Man

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Welchen Tatort hat der Kritiker gesehen? Sehr wohlwollend über einen Stinklangweiligen Film geurteilt. Es muss nicht Action aber bitte mal etwas mehr Spannung und Wendungen. Auch die Nebenstory war unnötig wie ein Kropf


nowhere Man

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Welchen Tatort hat der Kritiker gesehen? Sehr wohlwollend über einen Stinklangweiligen Film geurteilt. Es muss nicht Action aber bitte mal etwas mehr Spannung und Wendungen. Auch die Nebenstory war unnötig wie ein Kropf


reinhard68

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Bewertung5.0Geht so

Das Drumherum wird bei fast allen Tatorten immer bizarrer, man fragt sich wirklich, ob da ein Wettstreit der Drehbuchschreiber im Gange ist, wer da noch eins draufsetzen kann. Das war hier auf jeden Fall wohl geschafft. Ein guter Krimi käme aber auch heute noch ohne solche bemüht originellen Szenerien aus. Auch die zunehmenden privaten Hintergrundgeschichten sowie gelegentliche Kollegenstreiterein öden inzwischen ein bisschen an, da erkennbar bloß einem Modetrend folgend.

Noch eine nerviger Modetrend: die dröhnende teilskakophonische Klangsoße, die fast über die ganze Dauer nervt und das teilweise so laut, daß die Dialoge kaum noch zu verstehen sind und damit der eigentliche Film in den Hintergrund gedrängt wird. Auch hier die Frage: ein abgehobener Wettstreit der Insider, wer es noch origineller kann? Fragt bitte mal wieder jemand, was der Verbraucher mag?

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nowhere Man

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Vielleicht wird der Drehbuchschreiber undenkbar vom eigenen Drehbuch erschlagen.....


YlMelodieY

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Ich fand den Tatort ebenfalls sehr spannend und auch ästhetisch gut rübergebracht.

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damokles

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Bewertung4.0Uninteressant

Ich war erstaunt, wie man konsequent die gesamte Besetzung affektiert spielen lassen kann. Das war diesmal kurz vor Schultheater.

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philopee

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Bewertung5.0Geht so

"Die Unmöglichkeit sich den Tod vorzustellen".
Schon beim bloßen Anblick des Titels und der ersten 5 Minuten des neuen berliner Tatorts wird klar: Das wird keine leichte Kost. Heute steht keine knallharte Balleraction auf dem Stundenplan. Heute wird philosophiert, über das Leben und den Tod. Heute kommt harter Tobak mit ordentlich Tiefgang.
Was während dem Film aber philosophisch und tiefsinnig wirken soll, ist eigentlich nur oberflächliches Geschwafel. Da gibt sich die rothaarige Hexe doch ernsthaft als Kunstexpertin aus, die hier ach-so-intellektuell rüberkommen will. Verplappert sich dann aber, was den Herrn Kommissaren zwecks Mindestdauer von 1:30 h zufälligerweise erst eine halbe Stunde später auffällt.
Und mal ganz ehrlich, mit viel Fantasie steckt doch in jedem von uns ein wahrer Hans Helge.

Um doch noch ein paar philosophische Elemente einzubringen wird tatortüblich noch eine kommissarbezogene Nebenstory erzählt, die diesmal sogar nicht nur aus der Luft gegriffen ist sondern scheinbar mit dem Hauptfall fast deckungsgleich ist. Außerordentlich klar wird hier der Kontrast zwischen dem immer im Mittelpunkt stehenden Künstler mit seinem vermeindlichen Selbstmord und dem still und leise abtretenden Onkel Klaus dargestellt. Der Künstler wird durch sein Ableben nur noch bekannter, der Onkel verschwindet damit ganz von der Bildfläche. Für mich der einzige Punkt im Tatort der wirklich zum Nachdenken anregt.

Das Werk des ambitionierten Künstlers sieht auf den ersten Blick aus wie eine wahnwitzige Selbstverwirklichung. Ein Eintritt in eine neue Sphäre. Selbstmord als geniales Abschlusswerk. Das wohl mehr dahinter stecken muss, wird Cem Özdemir in 1,65m-Version und seinem cholerischen Ermittlungs-Partner erstmal nicht klar. Stattdessen passiert anfangs erstmal gar nichts.

Auf Erstsemesterphilosophie getrimmt verliert der Tatort leider einiges an Spannung und verspielt zu viel Potenzial. Die eigentliche Auflösung des Falls war letztendlich doch viel weniger spektakulär als der künstlerische Suizid der dem Zuschauer ja von Anfang an auf die Nase gebunden werden soll.
Meiner Meinung nach das deutsche Äquivalent zu "Paranoid Park". Einfach zu möchtegern-innovativ. Einfach zu schießmichtot-philosophisch. Einfach zu fad!

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fabel

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Was ist Kunst ?
Warum gibt es Kunst ?
Wer steckt hinter Kunst ?
Wer sind die Lichtgestalten die etwas machen, was uns begeistert und fasziniert.
Wieso gibts den Tod und was erwartet uns danach ?
Kommt die Schranke mit der Aufschrift:"Willkommen im Himmel," oder werden wir nur beworfen mit dem grellenden Lich das dort auf uns wartet um danach in eine endlose, scheinbare, ewige Traumwelt entlassen zu werden.
Fragen über Fragen und eine wirklich fast ungekannte Tiefgründigkeit die sich die Autorin dieses Falles zusammen mit der eingesessenen Tatort und Krimiregisseurin Hartmann hier zum Thema machte und es hat geklappt.
Es war eine Super Sozialstudie über die merkwürdige, in ihrer eigenen Welt lebenden Kunstleute und ihre Machenschaften über Geld und über den Background ihrer Werke.
Nebenbei griffen die Macher alles andere als in die Scheiße als sie dem Kommissar Ritter noch mit dem Tod vertraut machten. Mitfühlend und richtig berührend teilweise, was vielleicht auch am tollen Score dieser Folge lag. Auch sonst war diese ganze Thematik über die Unglaublichkeit des Todes richtig greifbar und stimmte nachdenklich, ebenfalls kams sie auch überraschender weise packend und glaubhaft rüber. Viel vorgenommen und alles erreicht. Bis dato ein wirklich klasse Stück TATORT.
Unter dieser Tiefgründigkeit und unter diesem gewaltigen Pensum an Thematik die sich dieser Film verschrien hat, litt der Fall leider ein wenig. Hing ein bisschen hinterher und wurde ein wenig hinterher geschliffen und es gab leider eine typische "One Sentence" Auflösung, fast ohne Chance für den Zuseher da was vorher schon zu erraten. Aber das berühmt, berüchtigte Täterrätselspiel gabs sonst auch schön zu spielen. Kein übermäßiger Kriminalfall diesen Sonntag, aber ein richtig guter Film mit einem Hauch "Fernsehfilm" Flair und einem wirklich fast ungekannten Ausmaß an Hintergründigkeit.
Das lag am super Ensemble der Darsteller- von Eichhorn, über Preuß bishin zu Voelklein überzeugten alle sehr und selbst Thuns Anwesenheit als Toter tat dem Geschehen nur gut.
Was diesen Fall aber auch sympathisch machte war dieses Team.
Dessen Namen besonders imponierend ausgewählt sind, wie mir heute mal wieder klar wurde.
Zum einen wäre da das Raubein Ritter, der sich auch mal über Grenzen hinweg setzt und auch mal in gefährlichen Gewässern seine Lanze und sein Schild mit vollster Kraft schwingt. Neben diesem harten gibts dann noch ein vollkommenes Gegenstück zu bewundern.
Stark, der wirklich stark ist. Ein starker, wenn auch schüchtern wirkender Mensch, der dem harten Ritter manchmal zurückhält aber ihn stützt und wenn nötig auch mal unter die Arme greift. Ein stilles Genie, dessen moralische und charakterliche Kraft eigentlich oft unverborgen bleibt.
Beide werden auch richtig klasse verkörpert von Raacke und Alijnovic (man möge mir einen Fehler bei seinem schwierigen namen verzeihen...). Somit kann ich nach diesem Fall nur mal wieder offen legen, dass sich dieses Berliner Duo auf dem Silberrang, hinter den unangefochteten Spitzenreitern aus Münster, endgültig bei mir etabliert hat.
Ein wirklich Super Fall mit ein paar kleineren Schwächen, im großen und ganzen aber wirklich ausgezeichnet.
Oder wie Maries Mutter sagen würde:
Ein Daumen-hoch Tatort. Und was für einer.

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Marie Krolock

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danke :)


fabel

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dafür brauchste dich doch nicht zu entschuldigen ^^


Tobias

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Bewertung6.5Ganz gut

Passabler Tatort. Die Kommissare gehen schwer in Ordnung. 0,5 Punkte gibt es dafür, dass unsere Straße und unsere Garage mitspielen. Ansonsten gute Besetzung, Brigitte Hobmeier ist eine ziemliche Entdeckung. Spannung war da, Atmosphäre auch, XFilme haben ihr eigenes Büro verewigt (und vermutlich auch abgerechnet), die Auflösung war unverantwortlich krass abgeschnitten und hat Haltungsnoten gekostet. Okayer Sonntagabend für einen solchen Regen.

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fabel

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@philopee:
Nicht aufgepasst ? tz.....
als Ritter die inspiziert hat ;)...dort stand doch das alte Taxi ;)

und @alanger:
Bei mir auch. Wenn einer hier sowas wie ein Star wird, dann muss man "gefällt mir" drücken. :)
Auch wenn man den mehr als passabel fand. ;)


Tobias

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Tatsächlich: die Selbstmordgarage mit der blauen Tür ist die neben unserer. Bzw. war die neben unserer. Wird jetzt abgerissen. Deshalb war dieser Auftritt ein schöner letzter.


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