Tatort: Drei Affen

Tatort: Drei Affen (1999), DE
Laufzeit 90 Minuten, FSK 12, Kriminalfilm, Drama

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- Kritiker
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von Kaspar Heidelbach, mit Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär

Ben Keller, junger Sunnyboy bei der Kölner Kripo, feiert seinen fröhlichen Ausstieg bei der Drogenfahndung und seinen Einstieg bei “Mord und Totschlag”. Leider kann seine Zukünftige Monika Fenner nicht dabei sein. Sie ist ebenfalls bei der Kripo, hat Dienst und muss “Dealer jagen”. Am nächsten Morgen wird sie in ihrem Wohnviertel tot aufgefunden. Die Kommissare Ballauf und Schenk sind erschüttert, wie brutal die Kollegin umgebracht wurde. Unerklärlich bleibt, warum keiner der Anwohner der Frau zu Hilfe kam. Monika Fenner hat sich gewehrt und geschrien. Der Täter hat mehrmals mit einem scharfen Gegenstand zugestoßen. Doch die Mieter schweigen, aus Angst, aus Gleichgültigkeit und Scham. Sie behaupten, darauf vertraut zu haben, dass ein anderer aktiv werden wird. Ben Keller ermittelt spontan auf eigene Faust und jagt unabhängig von Ballauf und Schenk einen kleinen Drogendealer, der sich schon längere Zeit an Monika rächen wollte. Doch diese Spur erweist sich als falsch und Ben wird erst mal von der Polizei beurlaubt. Immer wieder kreist die Tätersuche um die Mitschuld derer, die durch mangelnde Hilfsbereitschaft diesen Mord zugelassen haben, bis schließlich eine junge Türkin den Tatverdächtigen entlastet. Doch über den Mörder kann sie keine Angaben machen. Obwohl sie der Schlüssel zur Wahrheit ist, schweigt sie aus Angst vor der familiären Rache. Wenn Ballauf und Schenk in ihrem Mordfall weiterkommen wollen, müssen sie Mihriban dazu bringen, dass sie über ihren eigenen Schatten springt. Gleichzeitig kommt es bei Monika Fenners Beerdigung zu einem Eklat im Kollegenkreis.


Cast & Crew


Kommentare (4) — Film: Tatort: Drei Affen

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doctorgonzo

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein weiterer Tatort mit einem der gelungensten Ermittlergespanne des öffentlich-rechtlichen PayTV. Ballauf und Schenk mosern und kumpeln sich einmal mehr durch Köln und sind nebenher auch eines der wenigen Pro Argumente für die Domstadt.
Der Fall hier ist ein recht gelungener Kompromiss aus Standard und Kreativität wird aber weniger von der eigentlichen Ermittlung als vielmehr von den durchgängig guten Akteuren getragen.
Neben den Ermittlern Behrendt, Bär und Loos glänzen auch ein erstaunlich jung wirkender Henning Baum, ein starker Jan Gregor Kemp, sowie Denis Moschitto, Hasan Ali Mete und Günter Lamprecht in den Nebenrollen und der oftmals unterschätzte, aber für deutsche Krimiunterhaltung beinahe unersetzliche Fiesling vom Dienst Wilfried Hochholdinger.
Die angestoßene Diskussion um Zivilcourage wirkt wenig zu stark aufgeschminkt, wird aber von den Beteiligten wenigstens darstellerisch ordentlich und ansehnlich rübergebracht.
Wirklich gut gemacht ist der bis zum Schluß hoch gehaltene Spannungsbogen, der lediglich in den letzten Momenten durch die etwas übertrieben theatralischen Bilder torpediert wird.
Ansonsten ein durchaus guter Tatort, was sicher nicht zuletzt an meiner Sympathie für das Duo Ballauf/Schenk liegt.

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DeDavid

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Wieso kennst Du so viele deutsche Neben(darsteller) mit Namen?


doctorgonzo

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Hasan Ali Mete taucht als Klischeetürke ständig irgendwo auf.
Moschitto ist mittlerweile recht etabliert ("Schule" "Chiko" "Verschwende Deine Jugend")
Lamprecht hat schon bei "Das Boot" mitgespielt
Kemp war beispielsweise Kommissar in "Polizeiruf 110"
Henning Baum ist "Der letzte Bulle"
und Hochholdinger ist ständig in deutschen Krimis zu sehen, egal ob "Ein Fall für Zwei", "Tatort", oder sonstwas. Meistens als Verdächtiger, oder Helfer des eigentlichen Bösewichts und hat dafür auch die ideale Aura.


MarkusVoll

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Tatort aus Köln, in dem es um unterlassene Hilfeleistung geht. Ein Thema das so wohl auch heute noch mehr als aktuell ist. Sehr spannender Krimi, der bis zum Schluss offen läßt, wer der Mörder ist. Am Ende etwas überzogen, aber ansonsten ein sehr guter Tatort.

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nico78

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Bewertung6.5Ganz gut

ganz ok, nette story. das thema "unterlassene hilfeleistung" wurde per holzhammer transportiert, geht auch subtiler. albern fand ich die schlusszene, in der eine horde bullen erst zeitgleich die knarre zieht um sie dann zeitgleich zu boden zu legen und die händchen zu heben. so läuft das doch nicht, oder?

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tin

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Bewertung5.0Geht so

netter tatort, aber was war denn am ende los? beim letzten atemzug melodramatisches fallenlassen der zigarette, die in eine blutlache fällt?
keine besonders innovative story, bin trotzdem bis zum ende nicht drauf gekommen. typischer ende 90er-tatort ;)
sehenswert allemal, aber kein vergleich zu neueren exemplaren unseres allseits geliebten sonntagabendprogramms!

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