Tatort: Edel sei der Mensch und gesund

Tatort: Edel sei der Mensch und gesund (2011),
Laufzeit 90 Minuten, Kriminalfilm

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Tatort: Edel sei der Mensch und gesund - Bild 5742708
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von Florian Froschmayer, mit Dominic Raacke und Boris Aljinovic

Im Tatort: Edel sei der Mensch und gesund verstirbt einen Tag nach seinem letzten Besuch beim Hausarzt Olaf Mühlhaus überraschend. Der Pensionär war unheilbar krank, doch unzählige Hämatome auf dem abgemagerten Körper des Leichnams lassen die Kommissare Till Ritter und Felix Stark daran zweifeln, dass die Erkrankung Ursache für den plötzlichen Tod des Mannes war. Als die Obduktion ergibt, dass nicht etwa häusliche Gewalt, sondern ein Medikationsfehler zum Tod von Olaf Mühlhaus führte, geraten der behandelnde Arzt Dr. Gerhard Schmuckler und seine Praxisgemeinschaft ins Visier der Berliner Ermittler. Mühlhaus war seit Jahren bei Schmuckler in Behandlung – doch ausgerechnet am Tag vor seinem Tod kümmerte sich Antje Berger, die neue Ärztin im Team, um den chronisch kranken Patienten. Während Ritter und Stark nach dem Verantwortlichen für den tödlichen Fehler fahnden, werden sie mit den Auswüchsen des krankenden Gesundheitssystems konfrontiert: teure Medikamente bei knappen Kassen, menschliche Schicksale wie das der kleinen Sophia Richthofen, deren Mutter Susanne nicht nur erbittert gegen die schwere Mukoviszidose ihrer Tochter, sondern auch mit den hohen Behandlungskosten zu kämpfen hat.

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Kommentare (2) — Film: Tatort: Edel sei der Mensch und gesund

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rkuehne

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Bewertung2.0Ärgerlich

Edel war vielleicht der inhaltliche Ansatz das Thema Krankenversicherung mal aufs Tableau zu bringen - es war gut gemeint, doch wie so oft ist gut gemeint nur das Gegenteil von gut.
Ein unglaublich zäher, ereignisarmer, uninspirierter und - man muss es leider sagen - wirklich langweiliger Tatort. Da bin ich von den Berlinern besseres und mehr gewohnt und kann leider über zwei Mitleidspunkte (einen für den guten Ansatz, einen für den immer guten Assistenten) nicht hinausgehen. Enttäuschend.

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Jo Hanna

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Bewertung0.5Schmerzhaft

Es ist ein Trauerspiel, die Tatort-Reihe verkommt immer mehr zur Schlafpille.
Wenn man sich nicht so drüber ärgern müsste, könnte man einfach ausschalten und ins Bett gehen - das hätte ja noch sein Gutes.
Aber was dem Zuschauer hier zugemutet wird, ist schon der Hit: Ein und derselbe (auffällige Statist) in drei aufeinander folgenden Szenen. Da sollte sich der aufmerksame Zuschauer wohl selbst seine Spannung erzeugen, indem man gespannt verfolgt, was der Mann wohl mit der Tat zu tun haben könnte. Aber leider passierte in der Richtung - jedenfalls bis 21 Uhr, da haben wir den Ausschaltknopf gefunden - nichts.

Nicht nur das statische Kammerspiel (Ausnahme der junge Dr.) brachte uns zu der Frage, was für einen Film wir denn hier sehen - 70er-Jahre-Erziehungsfernsehen?
Ganz dolle auch die Szene in der Apotheke: Kunde zeigt seine Zunge, Apotheker meint, er müsse sofort zum Arzt, Kunde jammert, dass er da aber keinen Termin bekommt, Apotheker ("dann eben ins Krankenhaus") geht einfach weg zu den Kommissaren. Ähhh? Sollte das die Gleichgültigkeit des Systems gegenüber dem "armen" Patienten demonstrieren?
Weiter geht's mit einer "Flirtszene" im Cafe - ... auaaahhhhh ....
Szene, in der es um die Kreditvergabe ging, war auch so hölzern, wurde nur noch gekrönt durch den Spruch des Bankers "tut mir leid, ich bin Geschäftsmann" ... ähh?, kleiner Angestellter, die Rolle war wohl irgendwie falsch ausgeschrieben, oder was?

Leider ist nicht nur dieser Tatort so dröge. Im letzten Leipzig-Tatort hatten wir darauf gehofft, dass der ewig denkende Kommissar endlich nach Frankfurt abzieht. Da wird sich groß verabschiedet, er geht (ja er geht!), die Trambahn fährt durch's Bild ... und er ist immer noch da. Uff. Auch dieser Tatort kam uns so vor, als müsste Zeit geschunden werden, da bereits am Anfang eine Verfolgungsszene eingebaut wurde, die dann - mal wieder - gar nichts zu bedeuten hatte. Bei unseren Kiddys ist das schon ein beliebtes Spiel heraus zu finden, ob die Verfolgung Bedeutung hat oder nur eingebaut wurde. Tja, Kinder sind erfindungsreich, wenn es darum geht Langeweile zu vermeiden.

Ach ja, und der Bodensee-Tatort - soll ja auch noch ein Krimi sein - da darf natürlich folgender Dialog nicht fehlen: Kommissar und Kommissarin stehen sinnend am Seeufer, er zu ihr: "Na jetzt wird's aber spannend, dass musst du mir verraten" ....autsch, dass ist ja wie Soap! Ich habe sofort den Ausschalter betätigt, keine Kritik der Family geerntet und sogar erreicht, dass wir den nächsten Bodensee-Tatort gar nicht mehr eingeschaltet haben.

'tschuldigung, wenn ich mir hier den Frust runtergeschrieben habe. Wahrscheinlich ist das alles sowieso sinnlos, bei 8-Milliarden-Euro Jahreseinnahmen der GEZ brauchen sich die Herren Fernsehmacher nicht anstrengen, und das wird wohl auch weiterhin so bleiben.

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