Tatort: Ein neues Leben

Tatort: Ein neues Leben (2012), DE Laufzeit 90 Minuten, Drama, Kriminalfilm

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von Elmar Fischer, mit Heide Ackermann und Navíd Akhavan

Die Münchner Hauptkommissare Franz Leitmayr und Ivo Batic ermitteln nach dem Fund einer Leiche im Milieu der Drückerkolonnen.

Zwei Frauen, Isabella (Nina Proll) und die jüngere Assistentin Sandra (Mina Tander), leiten eine Drückerkolonne, die sich zur Aufgabe gemacht hat, kanadische Robbenbabys vor dem Abschlachten zu bewahren – bei hohen Provisionen. Längst haben Arbeitslosigkeit und Insolvenz auch Handwerker und Akademikerkreise erreicht. Sie treibt die Hoffnung an, mit schnell verdientem Geld wieder auf die Beine zu kommen. Wer angeheuert wird, wird auf Erfolg getrimmt.

Die Münchner Hauptkommissare Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) und Ivo Batic (Miroslav Nemec) stoßen nach dem Fund einer männlichen Leiche in einem verbrannten Auto mit Hilfe ihres frisch installierten Polizeianwärters Fechner (Maximilian Schafroth) auf winzige Filmschnipsel, gerettet von einem verschmorten MP3-Player.
Fechner erweist sich als unentbehrlich. Doch er entpuppt sich nach und nach als junger Mann mit zwei Gesichtern. Ivo Batic lässt der gewaltsame Tod des Opfers keine Ruhe. Um Eingang in die hermetisch abgeschottete Kolonne zu finden, bewirbt Batic sich spontan als Türspendensammler. Er wird angenommen und agiert fortan als ‘verdeckter Ermittler’, wenn auch nicht ganz legal. Von nun an ist er für Leitmayr nicht mehr erreichbar, denn den selbsternannten Tierschützern und Drückern wird der Kontakt zur Außenwelt in jedweder Hinsicht erschwert. Und das nicht grundlos, denn das richtige Geschäft um das ganz große Geld handeln die zwei ungewöhnlichen Frauen untereinander aus. So glauben sie…

(Quelle: Das Erste)

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Kommentare (8) — Film: Tatort: Ein neues Leben


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el_presidente87

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Dieser Tatort hat mich defintiv von Tatorten insgesamt überzeugt, obwohl ich bei der Story eher ein schleppendes Klischee-Spiel vor Auge hatte. Aber ganz anders: ein geniales Ermittler-Duo, ein beklemmender Fall, für mich authentische menschliche Abgründe, eine durch den Undercover-Einsatz wohl dosierte Spannung, die vor allem mal bis zum Ende anhält und auch so ein hervorragend gespielte Episode.
Alles Elemente sind unaufgeregt, wohl konzentriert eingesetzt und ergeben somit einen Tatort, wie ich ihn mir öfter wünschen werde: Nicht zu vorhersehbar, spannend, mit interessanter Thematik und zum Glück nicht zu viel belangloser oder albernem/kitschigem Nebenher-Geplänkel abseits der Handlung.

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zachine

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Bewertung5.5Geht so

Oh je, die Lesbe ist mal wieder die Böse, die andere war ja bloß verführt und stand eigentlich auf Männer.
Davon abgesehen, frage ich mich dauernd, ob sich so was wie bei dieser Drückerkolonnen-Geschichte wirklich irgend jemand gefallen lässt.

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Delonghi

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Bewertung5.0Geht so

Nix gegen Leiti und Batic, aber dieser Fall war ziemlich unglaubwürdig!

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tobiasschoeler

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Bewertung6.5Ganz gut

Endlich mal ein "Tatort" wie ich ihn erwarte! Solide Sonntagabend Unterhaltung. Ein sympathisches Ermittlerteam, ein Mord, ein Undercovereinsatz und vor allem keine pseudopolitischen Statements.
Sicherlich gab es auch einige erzählerische Ungenauigkeiten, aber bei 90 Minuten spannender Abendunterhaltung kann man das durchaus verkraften.

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boxcarsboxcars

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Bewertung2.0Ärgerlich

Nach den letzten, gefühlt zwanzig Tatorten dachte ich, dass wir uns eigentlich auf einem gleichbleibenden Niveau befinden. Aber nein, ‘Ein neues Leben’ lotet die Fluchtlinie in die Tiefe nochmal ganz neu aus. Bitte, was genau war das denn? Die wollen mir wirklich verkaufen, dass eine Halbkriminelle, die mit ihren 27 Jahren schon in ‘Drogen- und auch Gewaltdelikte' verwickelt war und aussieht wie 'ne Kindergärtnerin der Reihe nach Leute auf brutale Weise umbringt, weil sie drohen ihren innovativen und todsicheren Plan EC-Karten-Daten zu klauen, in Gefahr zu bringen? Ich bin ja bereit, vieles zu glauben. Menschen sind verrückt und wenn das Geld winkt, sind sie schnell zur Stelle, auch auf außergesetzlichen Umwegen, sicher. Aber doch nicht so. Spätestens zu dem Zeitpunkt, zu dem mir die zwei Süßen hinter der weißen Tischdecke mein Telefon wegnehmen wollen, und das mit ernster Miene in einem säuselnden Terminator-Tonfall einfordern, müsste ich laut lachen. Mannmannmannmannmann, das war seit der Folge, die uns in die ‘schonungslose und eiskalte Welt’ der Schönheitskliniken sandte, das Albernste, was ich in den letzten Jahren Tatort gesehen habe. Dabei war der Anfang ja wirklich gelungen und ließ ein wenig hoffen.

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Biltong

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... oder dir beim Nachtessen mit dem Gürtel droht.... (-;


filmschauer

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Bewertung6.5Ganz gut

War zuvor noch Cenk Batu die Blaupause für den in Undercover eingesetzten Tatort-Kommissar, so wird nun scheinbar der imaginäre Staffelstab bei dessen Serienkollegen Stück für Stück weitergereicht. Auf den Stuttgarter Bootz als verdeckter Chauffeur folgt in "Ein neues Leben" Batic im Gefilde einer intransparenten Spendeneinfänger-Organisation, auch durch das Schlagwort 'Drückerkolonne' zu kategorisieren. Ein im Tatort immer noch eher exotisches Krimielement, dem ich in der Regel immer sehr offen gegenüberstehe. Wenn man es nicht total falsch anstellt, dann entwickelt sich aus diesem Versteckspiel fast automatisch ein Mindestmaß an Spannung, was in diesem Fall durch die Polizeiseite – weil ungenehmigter Undercover-Auftrag – noch ein Stück erhöht wird. Das bietet zum einen sicherlich die günstige Gelegenheit, neben Leitmayr genauso den neuen Kollegen Fechner sinnvoll in die Dramaturgie dieses Krimis einzubeziehen, zum anderen bildet dieser Teil der Handlung in Sachen Grenzauslotung vorbei am Gesetz bzw. Vorschrift eine nette Parallele zu der eisern geführten Drückerkolonne, bei der Batic einiges einzustecken hat (Respekt, welches Risiko er damit einfach so mal eingeht). Mit ihm in dieser Rolle bleibt dieser Tatort jederzeit interessant und temporeich, wenngleich ich dem Fall sogar gerne noch mehr Zeit als die zementierten 90 Minuten gegönnt hätte. So wirkt das Finale dann doch etwas überhastet und damit in seiner Wirkung verschenkt. Das Potential dieser Geschichte wurde damit womöglich nicht vollständig erschöpft, aber das Ergebnis kann sich trotzdem sehen lassen. Zumindest wissen wir als Zuschauer mehr denn je, dass die Verlockung von leicht zu verdienendem Geld immer auch seine Schattenseiten hat.

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kronenhummer

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Bewertung4.5Uninteressant

Irgendwie habe ich nie so richtig Zugang zum neuen Fall der Münchener Ermittler gefunden. Ein Fall rund um die fragwürdigen Praktiken einer streng organisierten Drückerkolonne, geleitet von der wirklich bösen, aber auch recht eindimensional erscheinenden Isabella und der etwas sanfteren Sandra. In diesem Milieu ist also die Frauenquote erfolgreich angekommen…

Solide Thematik, eigentlich recht stringent und auch meist spannend erzählt. Dennoch: „Ein neues Leben“ hat mich zu keiner Zeit irgendwie überzeugen können. In seinen einzelnen Mitteln so gewöhnlich, in der Gesamtheit dann doch wieder recht seltsam wirkend, will keine richtige Begeisterung aufkommen. Ein völlig unnötiger, nur nervender Polizeianwärter und die im deutschen Krimi schon wohlbekannten ermittlerischen Alleingänge helfen hierbei auch nicht gerade weiter.

Alles in allem somit sicher kein Totalausfall, aber kein Tatort für mich.

PS: Wo ist eigentlich „Robbenkloppa“?

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SalocinRocknRolla

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Erst dachte ich bei den Thema würde mich ein recht durchschnittlicher Tatort erwarten, irgendetwas mit pseudo-politischen Hintergrund. Aber hier hat mich das Müncher-Team mal wieder überrascht.
Fesselnde Dramatik, Ermittler die sich nicht an Regeln halten und eine Story die sehr packend ist und auch sehr actionreich ohne zu dick aufzutragen.
Super Tatort.

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