Die Frau Lindholm gefällt mir und dieser Tatort hat mich aufgewühlt. Wieder einmal die Frage, wie man selbst handeln würde, wenn einem soetwas passiert. Nachvollziehbar war seine Handlung.
Alleinerziehende Mutter ohne Zeit für ein Liebesleben, intelligente Ermittlerin in einem von Männern geprägten Umfeld – Charlotte Lindholm war noch nie eine Polizistin zum Schmusen und Schmunzeln. Die Lindholm-Reihe gilt seit Jahren bereits als Garant für solide Krimis mit weiblichem Touch. Dies wurde auch gestern wieder unter Beweis gestellt, als sich Maria Furtwängler in Braunschweig mit einem Serienkiller, Voyeurismus und Gaffertum auseinandersetzen musste. Wenig Persönliches, keine Romantik und Komödie – der Tatort Es wird Trauer sein und Schmerz kam ungeschnörkelt und spannend daher.
Der poetisch-anmutende Titel verspricht viel, der Film dagegen konnte diese Versprechen nicht einlösen. Ich will jetzt garnicht auf die immer gleiche TV-Optik (grau in grau mit ein bisschen blau zum grau) anspielen.
Trotz der immer gern gesehenen "sozialkritischen" Untertöne, in diesem Fall waren es Obertöne, hinkte dieser Tatort dem Zeitgeist doch arg hinterher. Im Film wirkte das Internet als wäre es gerade erst aus dem Boden gewachsen. Ich hatte jedenfalls so ein bisschen Millenium-Feeling.
Schauspielerisch eher durchwachsen. Sven Lehmann kam nicht wirklich zur Geltung und wirkte unnütz. Die Furtwängler stampfte solide durch die Sets. Mir hat ihr Boss gut gefallen und die Frau von dem Autobahnpolizisten.
Die fasrige Story versuchte die Spannung über ein Paranoia-Gefühl von Beobachtung und Überwachung zu generieren, kam bei mir allerdings nicht an.
Tatort: Es wird Trauer sein und Schmerz - Kritik
2009 Laufzeit 90 Minuten, FSK 0, Kriminalfilm
Kommentare (3) — Film: Tatort: Es wird Trauer sein und Schmerz
Kommentar schreibenMarie Krolock 2010/04/30 05:11:59
Kommentar löschenDie Frau Lindholm gefällt mir und dieser Tatort hat mich aufgewühlt. Wieder einmal die Frage, wie man selbst handeln würde, wenn einem soetwas passiert. Nachvollziehbar war seine Handlung.
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annaberlin 2009/11/16 10:55:31
Kommentar löschenAlleinerziehende Mutter ohne Zeit für ein Liebesleben, intelligente Ermittlerin in einem von Männern geprägten Umfeld – Charlotte Lindholm war noch nie eine Polizistin zum Schmusen und Schmunzeln. Die Lindholm-Reihe gilt seit Jahren bereits als Garant für solide Krimis mit weiblichem Touch. Dies wurde auch gestern wieder unter Beweis gestellt, als sich Maria Furtwängler in Braunschweig mit einem Serienkiller, Voyeurismus und Gaffertum auseinandersetzen musste. Wenig Persönliches, keine Romantik und Komödie – der Tatort Es wird Trauer sein und Schmerz kam ungeschnörkelt und spannend daher.
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Kubrick_obscura 2009/11/15 22:52:03
Kommentar löschenDer poetisch-anmutende Titel verspricht viel, der Film dagegen konnte diese Versprechen nicht einlösen. Ich will jetzt garnicht auf die immer gleiche TV-Optik (grau in grau mit ein bisschen blau zum grau) anspielen.
Trotz der immer gern gesehenen "sozialkritischen" Untertöne, in diesem Fall waren es Obertöne, hinkte dieser Tatort dem Zeitgeist doch arg hinterher. Im Film wirkte das Internet als wäre es gerade erst aus dem Boden gewachsen. Ich hatte jedenfalls so ein bisschen Millenium-Feeling.
Schauspielerisch eher durchwachsen. Sven Lehmann kam nicht wirklich zur Geltung und wirkte unnütz. Die Furtwängler stampfte solide durch die Sets. Mir hat ihr Boss gut gefallen und die Frau von dem Autobahnpolizisten.
Die fasrige Story versuchte die Spannung über ein Paranoia-Gefühl von Beobachtung und Überwachung zu generieren, kam bei mir allerdings nicht an.
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