Tatort: Hochzeitsnacht

Tatort: Hochzeitsnacht (2012), DE Laufzeit 89 Minuten, Kriminalfilm, Drama

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von Florian Baxmeyer, mit Sabine Postel und Oliver Mommsen

Rapper Ferris MC und Chiko-Darsteller Denis Moschitto überraschen im neuen Bremer Tatort ‘Hochzeitsnacht’ die feiernden Gäste.

Zwei maskierte Männer (Denis Moschitto, Ferris M.C.) stürmen eine Hochzeitsfeier, auf der Hauptkommissarin Inga Lürsen (Sabine Postel) und ihr Kollege Stedefreund (Oliver Mommsen) zu Gast sind.

Inga merkt bald, dass das kein gewöhnlicher Raubüberfall ist. Warum versucht einer der Männer etwas über den Mord an einer jungen Frau zu erfahren? Als ein Hochzeitsgast plötzlich tot aufgefunden wird, ist schnell klar, dass es die zwei maskierten Männer nicht gewesen sein können. Doch wer war es dann?

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Kommentare (5) — Film: Tatort: Hochzeitsnacht


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RoosterCogburn

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Bewertung4.0Uninteressant

Als Norddeutscher hab ich für den Bremer Tatort grundsätzlich etwas über. Ob es die Location ist oder das Ermittlerteam, keine Ahnung. Seit 15 Jahren ermitteln Lürsen/Stedefreund schon für die Bremer Kripo.
In diesem Tatort verschlägt es die beiden aus privaten Gründen auf eine Hochzeitsfeier. Aber mal ehrlich, wer würde denn schon mit seiner Vorgesetzten auf ner privaten Einladung bei einer solchen Feier auftauchen? Jedenfalls wird hier der Dorfgasthof samt Hochzeitsgesellschaft gekidnappt. Einer der beiden Geiselnehmer war lange im Knast und will nun die Wahrheit ans Licht führen. Dann wird der Vater des Bräutigams tot aufgefunden. Die Kidnapper können es nicht gewesen sein, das wird schnell klar. Alsobleiben nur die Gäste über.
"Hochzeitsnacht" will zwei Dinge, die er nicht zusammenbringt. Lakonischer Krimi und bedrohliches Kammerspiel. Diese Ansätze sind immer zu sehen, aber auch nicht mehr. Es wird eine Menge gesabbelt und erklärt ohne das jemals wirklich Spannung aufkommt. Es lohnt sich nicht immer einen Tatort aufzunehmen. War mir zu sehr larifari. Mal schauen, ob der 2te Bremer Tatort in dieser Saison ("Puppenspieler") mir besser gefällt.

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rkuehne

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Bewertung1.5Ärgerlich

Der Tatort als Kammerspiel ist an sich keine schlechte Idee. Doch lebt das kulissenarme Kammerspiel halt tradiotionell von der Spielfreude und -kunst seiner Akteure und hier beginnt sich die Bremer Stadtmusikantenkatze in den Schwanz zu beißen. Denn 30 bessere Laiendarsteller gemeinsam mit ein paar Schauspielern in einen Gasthof zu sperren ergibt erstmal noch gar nichts und mehr wurde daraus dann leider auch nicht gemacht. Erschreckend schwach.

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kronenhummer

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Bewertung4.5Uninteressant

Der Bremer Tatort wie man ihn kennt: wenig überragend. Da half es dann auch nichts, dass man angesichts des 15jährigen Jubiläums statt der sonst eher hausbackenen Krimikost dieses Mal ein Kammerspiel fernab der klassischen Ermittlungen.

Mit viel Geschreie, einer mal wieder über allem stehenden Lürsen und einer reichlich schrägen Dorf-/Hochzeitsgesellschaft erleben wir ein wirres und ziemlich unglaubwürdiges Krimiprodukt, dass abseits seines misslungenen Drehbuches (und in Ansätzen auch dort) aber gar nicht mal durchgängig misslungen ist. Die Story rund um die Aufklärung eines längst vergangenen Falles kann nicht überzeugen, doch die dahinter liegenden Ansätze rund um den Ausbruch aus der Jugend und dem Dorf können zumindest mäßig punkten.

Denis Moschitto und sogar Ferris MC als Geiselnehmer machen ihre Rolle trotz viel Geschreie und lächerlicher Ausbrüche gefällig, während die Ermittler mit ihrer ignoranten Art wieder einmal nerven und vor Unfähigkeit strotzen. Dafür sind die Atmosphäre des düsteren Dorfes und die musikalische Untermalung durchaus gelungen, was den Film, der in der zweiten Hälfte zwar nicht gerade an Realismus, aber zumindest doch an Spannung zulegt, jedoch auch nicht vor der Durchschnittlichkeit retten.

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filmschauer

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Bewertung3.0Schwach

Ich bin ja generell ein Freund von Kammerspielen. Ein Sorte von Film, das mich meist zu packen weiß. Das dachten wohl auch die Bremer Tatort-Spezis, die zum offiziellen Jubiläum (15 Jahre, Applaus, Applaus) sich genau einer solchen beschränkten Szenerie bedienen würden, indem sie Lürsen und Stedefreund in eine Hochzeitsfeier mit anschließender Geiselnahme steckten. Doch Bremen wäre nicht Bremen, wenn sie nicht auch diese Prämisse ordentlich in den Sand setzen würden. Dabei begehen sie den ähnlichen Fehler, welcher einige Monate zuvor schon Odenthals Odyssee in "Der Wald steht schwarz und schweiget" ereilt hatte: eine Tatort-Kommissarin als Geisel funktioniert nur äußerst selten in einem Krimi (der männliche Kollege hat das "Glück" des zeitgleichen Gassi-Gehens). Hier geht man aber Tatort-konform noch einen Schritt weiter, denn diese Geiselnahme dient nach anfänglichem Trubel als Mikro-Kosmos für eine Whodunit-Fragestunde über einen früheren Mord. Und man wird nicht glauben, wie sehr sich ein solches narratives Konstrukt als purer Spannungskiller erweisen würde. Immerhin wird das personelle Geflecht, sei es aufseiten der Geiseln, der Kriminellen oder auch der Polizei, mit ihren dämlichen Aktionen irgendwann so ad absurdum geführt, dass man per unfreiwilliger Komik sich bei diesem Geschehen zumindest ein wenig amüsieren kann - mit der lächerlichen Auflösung des Ganzen als Sahnehäubchen obendrauf. Da ich aber absolut nicht glaube, dass genau dies das Ziel der Tatort-Macher war, bleibt diese "Hochzeitsnacht" ein ziemlich unliebsames Jubiläumsgeschenk.

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fabel

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Großer Gott. Dann geht man einen Abend mal früh schlafen, weil man nächsten Morgen früher rausmuss - und schon geht die Welt unter. Bin mal gespannt, ob's echt so bitter wird.:O


filmschauer

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Da bin ich mal sehr gespannt, wie der bei dir so abschneiden wird.


Stefan Ishii

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Bewertung4.0Uninteressant

Beim "Tatort: Hochzeitsnacht" bin ich sehr zwiespältiger Meinung.

Im Nachhinein empfinde ich die Story als durchaus interessant und insbesondere in der zweiten Hälfte des Filmes kam für mich auch wirklich Spannung auf. Leider haben die Produzenten und der Regisseur schrecklich vieles kaputt gemacht. Viel zu häufig musste ich kopfschüttelnd oder lachend reagieren; leider aus den falschen Gründen. So manche Szene oder Entwicklung war mir persönlich einfach zu albern, zu unmotiviert und gar zu lächerlich und unglaubwürdig.

Ein besonders gravierendes Beispiel (Achtung SPOILER): Genau in dem Moment, in dem die Polizei das Haus stürmt, ist der Geiselnehmer plötzlich schon weg, obwohl er vor einer Sekunde noch mitten im Raum war. Sowas darf einfach nicht passieren!

Wirklich genervt haben mich die "Nebenschauplätze" außerhalb des Hauses. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich so manche Randhandlung einfach unter den Tisch fallen lassen, denn sie lenken doch allzu arg von der eigentlichen Geschichte ab und schmälern so dessen Stärken.

Aber es gab auch Positives. Die Darsteller (insbesondere die Geiselnehmer) waren überzeugend. Die Landschaftsaufnahmen (ganz besonders die nebelverhangenen Wiesen) waren sehr atmosphärisch.

Mein Fazit: Streckenweise spannend, aber leider wurde nichts draus gemacht. Schade: Dieser "Tatort" hätte aus meiner Sicht besser sein können.

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