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Tatort: Königskinder - Kritik
DE 2010 Laufzeit 90 Minuten, Drama, Kriminalfilm
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Kommentare (4) — Film: Tatort: Königskinder
fred4heike Mon, 08 Feb 2010 08:49:45 -0000
Kommentar löschenDas erstaunt mich jetzt aber ungemein, diese fast ausschließlich positiven Kommentare... hat denn niemand bemerkt, wie schnell die Kommissare von Bremen nach Bremerhaven "geflogen" sind??? Als gebürtige Bremerhavenerin kann ich nur anmerken, dass zwischen diesen beiden Städten immerhin ca. 60 km zu überwinden sind. Und wie, bitte schön, liegt der Arzt so schnell nach seinem Dienst im Krankenhaus West (kann nur Bremen sein) am Weserdeich in Bremerhaven???? Nee, nee, das war mir einfach zu sehr an den Haaren herbeigezogen. Bremen und Bremerhaven sind ZWEI Städte um es richtig zu stellen: BREMERHAVEN ist nicht der Hafen von Bremen!!!!!!
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enijo25 Mon, 08 Feb 2010 13:30:54 -0000
Antwort löschenEs gab in dieser Beziehung sogar noch mehr Ungereimtheiten:
Wieso haben die ersten drei Einbrüche denn in Bremen stattgefunden und nicht in Bremerhaven oder Umgebung? Schließlich sollten sie zur Verwirrung der Ermittler dienen, indem sie den Eindruck einer Einbruchsserie erwecken, bei der im letzten Fall die Situation eskaliert ist.
Und wieso hätte die angeblich noch lebende Zeugin, die in Bremerhaven niedergestochen wurde, in einem Krankenhaus in Bremen liegen sollen? Das hätte Frau Kommissarin dann doch irgendwie erklären müssen, anstatt davon auszugehen, dass der Name "Klinikum West" ohne weitere Ortsangabe einem Bremerhavener überhaupt etwas sagt.
damokles Mon, 08 Feb 2010 06:33:05 -0000
Kommentar löschenIch empfand das Drehbuch mal wieder als völlig überfrachtet: Ein verwickelter Fall (der zugegeben seine Spannung bis zum Schluss hatte), wie so oft musste einer der Ermittler irgendwie persönlich involviert sein, der Treppensturz, die Hunde-Tochter-Story, die Liebesgeschichte der Ermittlerin ... warum auch immer man meint, in neunzig Minuten den Stoff für vier Filme packen zu müssen.
Von der Regie her gab es durchaus gute Strecken, jedoch auch völlige Ausrutscher, wie der Penner, der so exaltiert schlecht spielte, dass ich die ganze Zeit überlegte, ob mir da nur ein Filmzitat entgeht.
Der Tatort war wirklich okay, aber die Ermittler waren recht charakterlos, die Geschichte überfrachtet. Immerhin habe ich mich nicht geärgert, den Tatort gesehen zu haben, aber in Erinnerung wird er nicht bleiben.
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Darbon Sun, 07 Feb 2010 21:34:22 -0000
Kommentar löschenJetzt macht sie aber die Louise Bourget, flüstere ich als Krimi-Connaisseur meinem Mitgucker zu, als die einzige Mitwisserin den Täter erpressen will. Und ich werde nicht enttäuscht: Ratsch, ist sie beim Treffen auch schon hin wie die Birkin in "Tod auf dem Nil". McGuffin rules!
In klassischer Agatha-Christie-Manier und mit einem Schuss riskant-sauberer Räuberpistole wird klassische Krimi-Unterhaltung geboten, in Bremen, wo es sonst düster zugeht und dennoch immer wieder mutige Einfälle wie "Requiem" zu "Tatort"-Klassikern avancieren. Das Spiel um das Teorem-Drama der Figurenkonstellation "Königskinder" ist vergnüglich konstruiert, exzellent besetzt, sympathisch und witzig. Die süße Romanze zwischen Sabine Postel und ihrem Flirt-Meister Peter Kremer bremst ein wenig, doch gerade diese ersehnte Weiterentwicklung der Inga Lürsen ist überaus charmant erzählt und zudem erfrischend zaghaft gespielt.
"Zeiten ändern dich", behauptet derzeit ein durchweg ekelhafter Kinofilm. Dass das "Königskinder"-Opfer, die einst zum Engel erhobene Ex-Freundin von Bibiana Beglau, Ex-Geliebte von Stedefreund Oliver Mommsen, Ehefrau von Oliver Stokowski und Schwester des blinden Rächers Dirk Borchard über die "Zeiten, die dich ändern" ein Monster wurde, sorgt trotz allerbester Treffer-Quote auf den Täter für wendungsreiche und doch gemütliche Verwirrung. Denn Näter würfelt verlässlich gut, dank Gitta Uhlig noch viel besser. Die Mördersuche gipfelt zudem gegen Ende in einer köstlichen Rückblende: Das gefesselte Opfer, etwa so beliebt wie Linnet Ridgeway-Doyle an Bord des Nil-Dampfers Karnak, fordert den gedemütigten Gatten auf, sie endlich loszubinden. Allein dieses gelungene Flashback zeugt von herrlicher Ironie - und die fehlte den letzten "Tatort"-Beiträgen, dem banal-steifen "Hilflos" und dem verquasten Quark "Vergessene Erinnerung" erheblich. Fein, Herr Näter, wieder einmal wirklich fein.
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Kängufant Sun, 07 Feb 2010 20:56:11 -0000
Kommentar löschenAuch wenn die Falle, die Lürsen dem Mörder am Ende stellt, etwas unbeholfen wirkt: Bei derart exzellenten Schauspielern und gekonnter Regie drücken wir gerne mal ein Auge zu. Wenn alle nordischen Tatorte so gut wären wie Tatort: Königskinder, wir würden nie wieder von einem Nord-Süd-Gefälle sprechen.
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