Tatort: Schön ist anders

Tatort: Schön ist anders (2010), DE
Laufzeit 90 Minuten, Kriminalfilm

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- Kritiker
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6 Kommentare
Tatort: Schön ist anders - Bild 5742862
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von Judith Kennel, mit Simone Thomalla und Martin Wuttke

Als Polizisten auf einer Baustelle ein verlassenes und demoliertes Fahrzeug finden, machen sie eine grausige Entdeckung: Im Kofferraum des Autos liegt eine Leiche. Die herbeigerufenen Hauptkommissare Eva Saalfeld und Andreas Keppler ermitteln, dass es sich bei dem Toten um Jörg Korsack handelt, den Personalleiter der städtischen Verkehrsbetriebe. Er ist brutal erschlagen worden. Seine ständigen Affären mit jüngeren Frauen waren seiner Frau Sabine, auch wenn sie das Gegenteil behauptet, ein Dorn im Auge. Auch in seinem Betrieb war er nicht sehr beliebt. Besondere Schwierigkeiten hatte er mit der langjährigen Mitarbeiterin Moni Fischer wegen ihrer Alkoholabhängigkeit. Als sich herausstellt, dass das Auto, in dem der Tote gefunden wurde, ihrem Ehemann Uwe gehört, rückt das Ehepaar ins Zentrum der Ermittlungen. Dabei erfahren die Kommissare, dass Fischers Sohn Tobias, der eine Lehre im Verkehrsbetrieb beginnen sollte, mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus liegt. War er eifersüchtig auf Korsack, weil der ein Verhältnis mit der hübschen Straßenbahnfahrerin Mandy Wachowiak angefangen hatte, in die der Junge heillos verliebt war? Korsacks Stellvertreter Siggi Mertens hat eine ganz eigene Sicht auf seinen Chef und war mit dessen Führungsstil und Disziplinarmaßnahmen Moni Fischer gegenüber nicht einverstanden. Als sich herausstellt, dass Mandy von Korsack ein Kind erwartet, überschlagen sich die Ereignisse.


Cast & Crew


Kommentare (6) — Film: Tatort: Schön ist anders

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RoosterCogburn

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Bewertung5.0Geht so

Trist, beklemmend und die guten Themenstränge, die für ein 90minütiges Tatort-Format aber viel zu viele waren. Anfangs noch ganz spannend, doch dann schleppt sich die Geschichte eine Spur zu gemächlich dahin. Das Duo Saalfeld/Keppler überzeugt, doch die Inszenierung nicht. Corinna Harfouch ist in ihren Auftritten herausragend. Ganz schöner Tatort, aber spannend ist anders.

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SOMBORN

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Bewertung0.5Schmerzhaft

Tatort: Schön ist anders....

Wie passend ,der Titel sagt eigentlich schon alles über den Tatort aus.

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fabel

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Bewertung3.5Schwach

„Hab ich was verpasst ?“
„Warum ?“
„Du lächelst.“

Oha. Martin Wuttke kann lächeln. Nebenbei darf er sich noch als Alkoholexperte betätigen, den Übersetzer für eine Gruppe junger Biester aus Italien spielen und einen
Mordfall lösen.
Dabei hilft ihm Miss knapper Rock Thomalla mit.
Willkommen bei der 7ten Ausgabe von „Das Model und der Freak“.

„Du bist ein Model und siehst gut aus...“
Das war auch die einzige Qualität, die Thomalla dieses Mal an sich hatte. Wenn überhaupt.
Lippenstift hat sie laut ihrem Ex-Mann nicht nötig, ihr Techtelmechtel mit dem Arzt aus der Klinik wird auch so mit Erfolg zu Ende gehen. Armer Mediziner. Ich kann den Wuttke, Rollenname Keppler, gut verstehen, warum er zur Flasche gegriffen hat. Ich muss zwar gestehen, dass mir die beiden Kommissare bisher recht gut gefielen. Was heißt gut, aber zumindest gingen sie mir nicht so auf die Nerven, wie anscheinend vielen meiner Mitbürger. Jedoch ist der neuste Fall aus Sachsen ein einziger Griff ins Klo. Thomalla heuchelt Mitleid vor, als sie scheinbar aus allen Wolken fällt, als sie hört, dass der junge Fischer 3,6 Promille im Blut hat. Meine persönliche Lieblingsstelle der Aufgesetztheit ist allerdings die Frage nach der Midlife Crisis des Ex-Mannes. Unglaubwürdiger geht’s kaum noch. Noch lächerlicher wirkte dabei die übliche Szene mit der Mutter, ich meine ich gehe nicht zu meiner Mutter und nenne sie Mutsch. Naja, andere Länder, andere Sitten...
Dann als Krönung noch der dramatische Schlussakkord mit der Erkenntnis, dass Miss „Ich bin so geil, dass mich Rudi Assauer verlassen hat“ von ihrem Ex-Mann noch den Dank kriegt, dass sie ihm das Leben gerettet hat.
Dieser hatte, wie wir erfahren durften, auch ein Alkoholproblem aufgrund dessen die Ehe der beiden in die Brüche ging. Oha.
Ein dickes Oha auch für die raffinierte Einbindung in den Fall der Woche. Wir dürfen natürlich genau in der Folge erfahren, dass er ein Alkoholproblem hat, in der es eine alkoholabhängige Frau zu begutachten gibt. Zufall ? Um Gottes Willen, nein....Konstruiert ? Wie kommt man auf sowas...
Ein Mann wird ermordet, der eine ziemlich offene Ehe führt mit einer ziemlich offenen Ehefrau. Nebenbei noch eine attraktive Unterstellte schwängert, die wiederrum irgendetwas mit dem Sohn der Alkoholabhängigen am Laufen hat. Im Auto des Ehemannes der Alkoholsüchtigen wird die Leiche gefunden, der Sohn wird mit einem sehr hohen Promillewert ins Krankenhaus eingeliefert, weil er sich den Kopf weggeschossen hat. Weswegen ? Wegen des Toten.
Motive wohin der Zuschauer guckt, leider auch eine vollkommen überkonstruierte Geschichte, die ihren leidigen Höhepunkt findet in der Auflösung. Der Mann, der sich um den im Sterben liegenden Sohn gekümmert hat und zugleich der wahre Chef der Verkehrsbetriebe (der Tote hatte dort gearbeitet...) ist, wenn man die Mitarbeiter fragt, hat wenig Screentime und ist deshalb natürlich der höchstgradig verdächtig und es ist klar, dass er Dreck am Stecken hat.
Des Weiteren zog sich der Film gegen Ende hin auch endlos in die Länge.
Wer jetzt sagt: „Hey, das ist ja ein ärgerlicher Kandidat“, der hat die Rechnung ohne den Cast gemacht. Wuttke, bei dem ich immer noch in alten Erinnerungen an alte Fälle schwelge (Bsp. Tatort-Pauline, damals mit der Furtwängler...hervorragend spielte er damals den Vater !), war zwar schon mal nerviger aber kann es trotzdem besser. Mir scheint es immer so, als hätte er einfach keine Lust am Job des Kommissar. Thomalla hatte wie üblich einen gebrauchten Tag erwischt, aber ansonsten waren die Leistungen der Darsteller aller Ehren wert. Brambach, Harfouch, Kurth oder Goebel als Leiche erledigten ihre Jobs alle rufgerecht tadellos und zweifelsohne klasse.
Trotzdem konnten auch sie über die schwache, krampfhafte Geschichte mit viel zu vielen Verbindungen auch nicht hinwegtäuschen. Wenn selbst der Fall in Leipzig nichts mehr bringt, was sonst eigentlich immer noch geklappt hat, dann ists ein Streifen für die Restmülltonne gewesen.
Der Rettungsring hat dieses Mal nicht gezogen und somit bleibt mir der Fall von Judith Kennel, sie beweist bei der ZDF-Serie „Unter anderen Umständen“ immer wieder ihr Können, als herbe Enttäuschung in Erinnerung.
Oder kurz gesagt:
„Schön ist anders.“
Stimmt.

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fabel

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Das kommt dir aber nur so vor...im Moment laufen wirklich nur schnarchige Sachen, bei denen ich mich frage, wofür ich die überhaupt nachhole in der Woche. Naja, ein wenig Sucht ist bei mir schon dabei. ^^


tfan

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Ah, spät zwar, doch er kommt, fabels Tatort-Kommentar. Jaja, es ist sind Erinnerung an Tatorte wie "Pauline" und auch die gelegentlichen aktuellen Highlights, die einen Sonntag für Sonntag für Sonntag den Tatort sehen oder mitschneiden lassen - es wäre schwer, damit aufzuhören. Und wenn ein guter kommt, dann schlägt er jeden CSI und sonstigen Sat1RTL(plus, Minus, Super, Normal)Pro7Kabelsalat-Kram um Längen.


tfan

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Bewertung3.0Schwach

Hm, ich bin ja immer skeptisch, was die Fälle aus Leibzig angeht. Und meistens kommt es noch schlimmer, als erwartet. Das war dieses Mal nicht der Fall, es wurde nur so schlimm, wie ich vorher angenommen hatte. Jedenfalls ist auch der neunte Versuch der leipziger in die Büx gegangen.

Da wird ein Mann ermordet im Kofferaum eines PKW aufgefunden. Am Ende war der Besitzer des PKW auch der Mörder. Das klingt logisch und dürfte der Realität entsprechen. Aber es entspricht nicht den Anforderungen an einen Krimi, zumal es nun wirklich der Verdächtige mit dem schwächsten Motiv war. Die gehörnte Ehefrau hätte ein Motiv gehabt, auch die vielleicht doch zurückgewiesene Geliebte. Der unglücklich verliebte jugendliche Besuffski auch, sogar der windelweiche Altkader, weil er den begehrten Job nicht bekommen hat. Aber der Ehemann (wenn auch sehr gut gespielt vom allgegenwärtigen Brambach) der Schlucktrine hat doch nun wirklich andere Sorgen. Verliert sie den Job diese Woche nicht, dann nächste Woche. Will er denn alle ihre Chefs umbringen?

Na gut, was können die Kommissare dafür, dass die Mörder nicht so morden, wie die Zuschauer es wollen? Erst mal nichts. Aber dass sie dann zu Sozialarbeitern mutieren und so tolle Fragen stellen wie „Was macht die Alkoholabhängigkeit ihrer Frau mit Ihnen?“ - da bleibt dann auch nur der geistige Deus ex Machina, der Kepler eine Eingebung haben lässt: „Der SED-Softie hat was damit zu tun.“ Das war dem Zuschauer zwar schon lange klar, aber die Kommissare haben sich in ihrer Gutmenschenwelt derart verrannt, dass dem Autor keine plausible Auflösung mehr eingefallen ist. Und so hat er sich auch keine Mühe mehr gegeben, eine plausibles Ende zu finden. Am Ende konnte eigentlich niemand mehr verstehen, wer denn nun wen und warum und wann und wie zusammengeschlagen hat. Ist auch egal, ist eben Leipzig.

Noch eine Bitte an den Autoren: Wenn mit diesen Schauspielern eine Mindestmenge an Humor nicht machbar ist, dann lieber auf die Schauspieler als auf den Humor verzichten. Und eine Bitte an Kepler: Es gibt so viele schöne Möglichkeiten, etwas mit dem Gesicht zu machen, zum Beispiel einen zweiten Gesichtsausdruck zu probieren – einfach mal vor dem Spiegel üben.

Oh ja, nun wissen wir, Kepler war im Trockendock, sein Kind ist tot – das kommt dann demnächst wieder aufs Tablett, wahrscheinlich ein totes Kind oder so. Oder wussten wir das schon vorher? Ich kann mich nicht erinnern, oder will es vielleicht auch nicht. Kinder müssen ja offenbar in jedem Tatort auftreten, neuerdings. Nichts dagegen, wenn sie auch eine Rolle spielen. Aber ein pseudoentsetztes „Papa, nicht trinken“ lässt einem hier auch nicht mehr das Herz aufgehen.

Dass es trotzdem kein ganz völlig verlorener Abend war, liegt an der guten schauspielerischen Leistung der meisten Schauspieler mit Ausnahme der Kommissare. Eine schlechtere Kommissarin war nur Hannelore „Stelzner“ (in Anspielung auf ihre eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten und die erotischen Knutschereien mit ihrer Waffe).

Tatort Leipzig? Da weiß man, was man vermisst. Immer wieder.

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rkuehne

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"Und eine Bitte an Kepler: Es gibt so viele schöne Möglichkeiten, etwas mit dem Gesicht zu machen, zum Beispiel einen zweiten Gesichtsausdruck zu probieren – einfach mal vor dem Spiegel üben." - Danke, habe gut gelacht und stimme Dir unumwunden zu.


rkuehne

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Bewertung4.5Uninteressant

An sich wäre das vielleicht kein schlechter Tatort geworden, aber einige Dinge bei den Leipzigern gehen sowas von gar nicht, dass sie sich immer wieder selbst ins Knie schießen. Was zunehmend nervend wird ist der stierende Deppenblick Wuttkes, verwunderlich, dass ihm das nicht selbst zu blöd ist. Auch der Versuch Zwischenmenschlichkeit zwischen Keppler und Saalfeld herzustellen ist immer und immer wieder so hölzern, dass es einfach nur hilflos wirkt.
Außerdem sollte man, wenn man schon Kinderdarsteller nimmt, auch gute nehmen, oder es eben sein lassen. Schon der erste Satz von Fischers Tochter ("Du wolltest mir doch mein Fahrradflicken") war so danaben, gewollt und nicht gekonnt, sowohl vom Darsteller als auch vom Drehbuch, dass es einem fast schon leid tut.

Die Krone setzt dem ganzen aber Susanne Bormann auf. Gut, sie ist hübsch anzusehen, aber mit der Rolle der Straßenbahnfahrerin Mandy offensichtlich überfordert gewesen. Warum sie an einer Stelle in breitestem (schlecht imitiertem) sächsisch parliert und an anderer Stelle scheinbar wieder vergessen hat, dass sie ja kein Hochdeutsch kann ist mir völlig unklar. Da haben auch einige hinter den Kameras ordentlich Tiefschlaf gehalten. So einen Fehler dann auch auf Sendung zu geben ist schlichtweg peinlich.

Einzig Positiv waren die Mediziner im Streifen. Sowohl der Gerichtsmediziner als auch der lustige Laborfreund, aber sonst muss hier wirklich noch viel Aufbauarbeit geleistet werden, obwohl es doch nun auch schon der neunte Streifen des neuen Teams war. Und warum hieß der Film eigentlich, schön ist anders? Weil er es war?

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tfan

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Stimmt, das mit dem Dialekt war mir auch aufgefallen. Aber der Krankenhausarzt hätte schon etwas deutlicher sprechen können: Ich musste drei Mal zurückspulen, bis ich "swochenhitüberleben" als "Es geht nicht um Wochen, es geht ums Überleben" interpretieren konnte, ein schon ziemlich sinnfreier Satz, der dann wenigstens verständlich ausgesprochen werden muss.


renefischer

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Bewertung2.5Ärgerlich

Langeweile pur. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

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