Tatort: Weil sie böse sind
Tatort: Weil sie böse sind (2010), FSK 0, Kriminalfilm
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von Florian Schwarz, mit Andrea Sawatzki und Jörg Schüttauf
In ihrem 17. Fall haben es die beiden Frankfurter Kommissare Sänger und Dellwo mit einer mysteriösen Reihe von Morden zu tun, die sich alle im Umfeld einer Familie ereignen. Sind sie einem Serienmörder auf der Spur?
HandlungRolf H. (Milan Peschel), alleinerziehender Vater eines autistischen Sohnes, weiß nicht mehr weiter. Finanziell und privat immer mehr in die Enge getrieben, macht er sich auf zum Anwesen der Familie Staupen, um dort Hilfe für seinen Sohn zu erbitten. Aus seinen genealogischen Studien glaubt er zu wissen, dass sich deren und seine Vorfahren schon einmal im Mittelalter begegnet sind und dass die Familie Staupen seine Familie damals übervorteilt und ihren bis zum heutigen Tag anhaltenden Wohlstand darauf begründet hat. Mit den Vorwürfen und der Bitte konfrontiert, demütigt der alte Staupen (Markus Boysen) Rolf H. so lange, bis der ihn im Affekt erschlägt. Noch in der Nacht findet sein Sohn Balthasar Staupen (Matthias Schweighöfer ) seinen Vater und schmiedet einen Plan. Fritz Dellwo (Jörg Schüttauf ) und Charlotte Sänger (Andrea Sawatzki) vermuten den Täter im engsten Familienkreis, doch alle haben ein Alibi für die Mordnacht. Die Ermittlungen geraten immer mehr in eine Sackgasse. Da werden kurz hintereinander der Bruder und die Schwester des Ermordeten tot aufgefunden. Haben es die Frankfurter Kommissare mit einem Serienmörder zu tun, und wenn ja, welches Motiv treibt ihn an?
QuellePressematerial ARD
Cast & Crew
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Florian Schwarz
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Andrea Sawatzki
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Kommissarin Charlotte Sänger
-
Jörg Schüttauf
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Kommissar Fritz Dellwo
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Peter Lerchbaumer
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Rudi Fromm
-
Thomas Balou Martin
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Staatsanwalt Dr. Scheer
-
Milan Peschel
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Rolf Herken
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Matthias Schweighöfer
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Balthasar Staupen
Regie
Schauspieler
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Markus Boysen
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Reinhard Staupen
-
Adele Neuhauser
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Freya Staupen
-
Peter Davor
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mike Staupen
-
Sandra Borgmann
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Sandra Jakesch
-
Michael Proehl
- Genre
- Polizeifilm
- Handlung
- Alibi, Autismus, Autismus, Dysfunktionale Familie, Familienclan, Familiengeschichte, Kultfilm, Mord, Suche nach Mörder
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Drehbuch
Filmdetails Tatort: Weil sie böse sind
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Trailer zum Film Tatort: Weil sie böse sind
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Kommentare (17) — Film: Tatort: Weil sie böse sind
Kommentar schreibenSalocinRocknRolla 2012/01/04 23:17:47
Kommentar löschenFür mich der beste Tatort den ich jemals gesehen habe. beeindruckender Cast: allen voran ein beeindruckender, wirklich großartiger Milan Peschel und ein ebenso überzeugender Matthias Schweighöfer, als er noch ernst zunehmende Rollen spielte und nicht auf den Popcorn-Kino-Zug á la Til Schweiger aufgesprungen ist, wie zuletzt bei "Keinohrhasen", "Zweiohrküken", "Whataman" oder "RubbeldieKatz".
Keiner der typischen Tatort-Folgen. Auch wenn ich hier keinen Spoiler verraten möchte. Aber es gibt selten Tatorte in welchen man den Mörder von Anfang des Filmes bereits kennt (also nicht vermutet wer es ist sondern wirklich kennt) und der trotz dieser Tatsache nicht langweilig sondern noch viel spannender wird.
Bitte mehr davon.
Sobald es diese Folge auf DVD gibt bitte Bescheid geben. Die muss ich haben!
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Kreaexo 2012/01/05 00:38:16
Antwort löschenMensch, du hast mich gerade echt an Land gezogen.
Dann guck ich mir mal diesen "beeindruckenden Cast" an ... und wen seh ich da? Andrea Sawatzki.
Nein danke. Sehr schade.
Hab' auch eine kleine Information für dich. Diesen Tatort gibt es auf YouTube zu sehen. Vllt. ein kleiner Vorgeschmack, bevor du dir die DVD kaufst.
SalocinRocknRolla 2012/01/05 01:41:11
Antwort löschenHabe ihn gerade noch einmal auf Youtube mit meiner Freundin gesehen. Danke für den Tipp. Naja für das Ermittler_Team bei dem Tatort kann man leider nichts ;) Bin auch kein großer Sawatzki-Fan, aber da Sie in dem Tatort, der gegen die Norm der üblichen Tatorte umgesetzt wurde, eher nur einen Nebenstrang der Geschichte erzählt ist es erträglich. ;)
der cineast 2011/11/07 13:48:31
Kommentar löschenEin Hochgenuss: Das Drehbuch ist so hervorragend, dass man sich ihm zu 100 Prozent hingeben kann. Grotesk zu jeder Sekunde, klug wie selten zu vor, so böse wie originär und so unkonstruiert wie möglich. Die 9. Symphonie Beethovens ertönt und der Zuschauer weiß, jetzt gibt es kein entrinnen mehr; Unglaubliche schauspielerische Leistungen, allen voran Matthias Schweighöfer(!!!), eine sich akzentuiert dem Drehbuch unterordnende Regie, zwischen großer Spannung, feiner Melancholie und groteskem Witz. Das macht soviel Freude, besitzt soviel Esprit und Lebendigkeit, dass man Zeit und Raum vergisst. Man will es nicht zu oft benutzen dieses Wort, aber man muss. Ein Meisterwerk.
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C_C 2011/11/07 13:59:15
Antwort löschenabsolute und vollständige Zustimmung! Wirklich einer der besten tatorte, die ich jemals sah! Wieso gibt's davon kein Hollywoodremake??? Seit dem Film nehm ich auch den Schweikhöfer ernst. Und die Borgmann liebe ich sowieso.
der cineast 2011/11/07 14:04:50
Antwort löschenDanke! :)
Hollywood ist zu doof.
fabel 2011/11/07 16:46:25
Antwort löschen... und immer glücklicher.:-)
der cineast 2011/11/07 16:55:56
Antwort löschen<3 <3
fabel 2011/11/07 19:38:53
Antwort löschen<3 <3 <3 - immer einmal mehr als du und so.:p
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seven 2011/11/08 07:55:14
Antwort löschenKurz und knackig, I like it! :)
der cineast 2011/11/08 13:27:25
Antwort löschenCheers!
Shalashaska 2011/06/18 21:04:28
Kommentar löschenEiner der besseren Tatorte, definitiv.
Die Charaktere waren zwar ziemlich überzeichnet, aber durch die Änderung der Perspektive, also quasi den Krimi aus der Tätersicht zu zeigen, wurde der Tatort sehenswert.
(Mir gefielen die Batu-Tatorte bisher am besten, nur um meine Kritik einordnen zu können.
- Thiel&Börne sind hin und wieder ganz lustig, auch wenn der Börne Humor auf Dauer langweilig ist
-Odenthal&Kopper Tatorte sind durchwachsen, ich erinnere mich an eine unsägliche Szene, in der sie einem Motorboot hinterher springt...)
-Ballauf&Schenk sind ganz nett, liegt hier aber auch an der Qualität der Drehbücher)
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Ichundso 2011/04/27 04:25:02
Kommentar löschen"Gerechtigkeit muss man sich klauen, sie zu verteilen hat man versäumt."
10 Punkte für einen Tatort. Diese Wertung ist unglaublich abwegig und unwahrscheinlich, aber als ich die fernsehpreisgekrönte Folge sah, bewegte der Film sich tatsächlich von der ersten Minute an auf dem höchsten Niveau, das ein deutscher Fernsehfilm erreichen kann. Wäre dies kein Teil der Tatort-Reihe, würde ich die Bestwertung vielleicht nicht vergeben, denn der besondere Reiz von Weil sie böse sind ergibt sich gerade aus der Tatsache, wie schamlos und selbstverständlich der Film mit den Tatort-Traditionen bricht.
Was wir sehen ist weit entfernt von dem üblichen Krimigerüst Polizei jagt Mörder. Hier wird alles auf den Kopf gestellt, man erlebt mehr Drama als Krimi, die Handlungsstränge der Täter und der Ermittler werden parallel verfolgt, als Zuschauer hat man - vollkommen untypisch für einen Kriminalfilm - jederzeit den vollen Überblick über das Geschehen.
Die übliche Aufteilung in Gut und Böse ist hier nicht vorhanden, Matthias Schweighöfer fasst es gegen Ende des Films sehr schön zusammen. Wir alle sind böse. Es geht darum, wer sich das Böse-sein erlauben darf.
Der Film ist perfekt besetzt, auch das ist wahrlich eine Seltenheit in der deutschen Fernsehlandschaft. Milan Peschel trägt den Film, Hauptdarsteller und Antagonist zugleich, Mathias Schweighöfer ist einfach brilliant als idealistischer Millionärssohn und das Kommissargespann Sawatzki-Schüttauf stolpert durch die neunzig Minuten, ohne maßgeblich zum Handlungsgeschehen beizutragen, stattdessen spielen die beiden einen faszinierenden Nebenstrang, der die Haupthandlung auf perfekte Weise ergänzt.
Vielleicht ist Weil sie böse sind der beste deutsche Film, den ich je gesehen habe, sicherlich der beste Fernsehfilm. Nur den obligatorischen Epilog hätte man vielleicht weglassen sollen.
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SalocinRocknRolla 2012/01/04 23:21:13
Antwort löschengenau meine Meinung! Gut formuliert!
MKRein 2010/05/25 11:28:24
Kommentar löschenDies ist sicher der beste Tatort, den ich je gesehen habe. Zum Glück ist die Geschichte nicht einem der Tatort-Regisseure/Drehbuchautoren in die Hände gefallen, die immer nur in die Klischee/Action Kiste greifen und diesen langweiligen Tatort-Einheitsmüll produzieren.
Die Geschichte ist frei von der üblichen Tatort-Guideline aus einem interessanten Blickwinkel inszeniert worden. Gut und Böse wechselten ständig und unvorhersehbar - wie z.B. in der Szene, in der der mehrfache Mörder dieser Folge sich weigert, die Tante seines Auftraggebers zu töten, ihr dann ohne jede Gegenleistung das Leben rettet und die gefesselte Frau befreit, und dann kurz darauf von eben dieser Frau fast umgebracht wird - Der Film ist durchgehend spannend, manchmal beißend zynisch und findet ein völlig unvorhersahbares und geniales Ende.
Hervorzuheben außerdem: Der wirklich grandiose Matthias Schweighöfer - ein großartiges Schauspieltalent (irgendwie fühle ich mich entfernt an Ulrich Tukur erinnert)
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Marie Krolock 2010/04/30 04:15:30
Kommentar löschenDurchaus sehenswert. Interessante Charaktere und ein erstaunliches Ende.
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Rodon 2010/03/15 12:49:26
Kommentar löschenMal ein ganz anderer "Tatort". Diesmal stehen nicht die Ermittler im Fokus, sondern die Täter - welche auch gar nicht ins übliche Mörderschema passen. Matthias Schweighöfer spielt den Sohn einer versnobten, reichen Familie, die einige Leichen im Keller hat, sehr überzeugend. Auch Andrea Sawatzki hat ihrer wenigen Screentime eine tolle Präsenz. Das Ende ist nur konsequent, überrascht aber trotzdem.
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Iwan Goratschin 2010/01/07 16:52:22
Kommentar löschenTeilweise herausragende Darstellerleistungen.
Nach dem (recht guten und dem Anlass angemessenen) Weihnachtstatort "Altlasten" erneut ein Tatort. der aus der Reihe fällt.
Das ist leider auch der entscheidende Minuspunkt: Es sollte ein Tatort sein, wurde aber ein Psychodrama bzw. ein Film der Probleme unserer kranken Gesellschaft aufzeigt.
Die Ermittler, die sonst im Tatort mehr oder weniger die Hauptrolle spielen, geraten fast in Vergessenheit. Zum Schluß scheint der Fall gelöst, auch ohne deren Mitarbeit.
Als Film mit einer Botschaft brauchbar - Als Tatort ganz klar: Thema verfehlt.
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loogee 2010/02/14 20:44:04
Antwort löschenWieso darf denn ein Tatort nicht auch mal Psychodrama sein?
Und Probleme unserer Gesellschaft haben auch schon andere Tatort-Episoden aufgezeigt. Wenn der Kontext nicht beliebig ist, ist das doch erst recht ein Pluspunkt...
JeanneSonne 2010/01/06 21:00:32
Kommentar löschenBislang, nicht übertrieben der beste Tatort derzeit für mich: Aktuell, spannend, kritisch, so krank wie diese Gesellschaft, schonungslos abrechnend - wie wohltuend!!! - wenn auch nur idealistisch - eben Film, die ganze Verlogenheit und Skrupellosigkeit der feinen Gesellschaft, diese unerträgliche Abhängigkeit von den Obrigen, hochkarätige Schauspieler mit fantastischen Charakterrollen, insbesondere der blonde Matthias Schweighöfer; aber auch der alleinerziehende Vater, die widerliche "ellenbogen-Kollegin", die Ermittler als Nachrück-Konkurrenten, der widerliche Oberinspektor, und für mich das doch so gerechte und schon früh erkennbare Ende - wie wohltuend!!!
Die deutschen Tatorte langweilen mich ansonsten zutiefst. Dem ziehe ich eher die schwedischen oder alten englischen vor! Gerne aber auch die französischenKlassiker "Delikatessen",
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elizabethanne 2010/01/06 19:37:32
Kommentar löschenLeider ist das Leben nur selten so gerecht wie in diesem Tatort.
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Darbon 2010/01/05 01:48:56
Kommentar löschen"Ich habe drei Menschen getötet, Frau Jackesch!". Frau Jakesch (Sandra Borgmann) geht dann mal: "Dann geh ich mal eben nach Hause"
Zum Erbe gehört immer auch die Schuld. Für die Quandts, deren Geld zugleich das taudicke Seil für das Nadelöhr ist, natürlich nicht; die bewahren sich nur ihren von Blut angetriebenen BWM und ihr arrogantes Nazi-Schwei(n)gen. Und Schuld reicht auch manchmal weit über Hitlers willige Vollstrecker hinaus - in diesem "Tatort" gar über sieben Jahrhunderte, wo es Knechte waren, die ermordet wurden zum Wohle der Sippe derer von Staupen (deren Erben sind herrliche Kotzbrocken: die schießwütige Adele Neuhauser als Charity-Lady, Sexbombe Peter Davor als Kiez-Ikone und Rolf Boysens Ebenbild Markus als Kunstsammler und Lobbyist) .
Und ein blonder Staupen-Sproß namens Balthasar (gut gelaunter und schwereloser Todesengel: Matthias Schweighöfer) ist angewidert von der machtherrlichen Bagage aus Vater, Onkel und einer Tante als Wohltätigkeits-Grande Dame à la Ohoven. Der Monsterpapa verdient in den ersten Minuten zurecht den Tod mit dem selbst ausgepackten Morgenstern, wenn er den himmlischen Vollstrecker und Nachkommen der einstigen Knechte (Augen wie schwarze Seen: Milan Peschel) verhöhnt: das ist dann Notwehr im Affekt. Schüttaufs Fritz Dellwo und seine runzelige Partnerin Grinsekatz zoffen sich um zwei Rosen und zudem um die Beförderung wie Aschenputtels Schwestern und tappen darüber - zum Glück für den Mörder - im Dunkeln. Sie begegnen kurz Neuhausers Society-Lady, die sich als Wohltäterin zum Wohle der Armut natürlich mit Waffenhandel bereichert und zur Charity-Gala statt Kaffee gut aussortierten Katzenkot für 9 Euro die Tasse kredenzt. Mehr haben die beiden Ermittler dann in ihrem endlich vorletzten Fall auch nicht zu tun. Schade um Jörg Schüttauf, den wir vorerst nur noch einmal neben der lahmen Botox-Hex Sawaxi sehen werden.
Autor Michael Proehl ist sehr viel bewanderter im europäischen Kino als in US-Serien und das kann auch einem "Tatort" endlich mal zur Ehre gereichen. Matthias Schweighöfer, zuletzt fehlbesetzt und käsig als Reich-Ranicki, unschuldig deplaziert im ärgerlich-peinlichen "Roten Baron" und indiskutabel witwirkend in den dümmlichen "Ohren"-Filmen, rehabilitiert sich nach etlichen Schandfecken ("Das wilde Leben", "Walküre", "12 Meter ohne Ohren") als Hoffnung des Kino- und TV-Films (wobei er im guten Fernsehen qualitativ besser aufgehoben ist, vor allem bei Florian Schwarz): er gleicht kolossal Terence Stamp in "Teorema" und den kichernden Parzen in Chabrols "Der Riss", etwas weniger dem Helden Maurice Ronet, der Abschied nimmt in Malles "Irrlicht". Hier darf auch die stets grandiose Sandra Borgmann als Schweighöfers unmoralische Beifahrerin der Himmelfahrt nicht vergessen werden.
Folgerichtig für diese formidable Geschichte wird der von Peschel gespielte Mörder, der immerzu aus Notwehr handelt und die Größen der Stadt Frankfurt mit erstauntem Blick richtet, nicht gefasst. Das ist gut für einen "Tatort" und freut mich mal hämisch.
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tin 2010/01/04 20:52:40
Kommentar löschenvom nicht mehr sehr sehenswerten ermittlerduo war zum glück nicht allzuviel zu merken, sie haben kaum die eigentliche handlung des tatorts gestört.
auch wenn schon in der ersten hälfte des film rauskam, worauf er hinauswill, war er gut und spannend anzusehen, auch ein wenig erschütternd der innere kampf des sohnes nach dem tod des vaters. milan peschel sollte man ohnehin öfter zu sehen bekommen.
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Cpt. Wurst 2010/01/04 16:36:13
Kommentar löschenKeine Ahnung warum ich seit langer Zeit mal wieder Tatort geschaut habe.
Aber die Geschichte hat mir echt gefallen und das Ende bleibt beim Tatort wohl nur eine Ausnahme und ist deswegen so gut gelungen.
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Prestigeww 2010/01/04 15:40:27
Kommentar löschenDer Tatort: Weil sie böse sind, der 17. Fall des Frankfurter Ermittlerteams Sänger und Dellwo, langweilte mit Figuren aus dem Klischeebaukasten und befremdete mit einer grotesken Botschaft, in der Erbschuld und Klassenkampf als Rechtfertigung zum Mord herhalten sollten. Statt zu ermitteln, stritten die Ermittler um ihre Beförderung und vergaßen darüber die Aufklärung des Falls. Eine fadenscheinige Klassenkampf-Posse mit geklautem Ende, aus der nur das hervorragende Schauspiel der beiden Mörder positiv heraussticht. Leute, 1968 ist vorbei.
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derblonde 2010/01/04 13:56:22
Kommentar löschenWie heißt es so schön: Adel verpflichtet zum ....
Das Täterduo spielt famos die faden Ermittler an die Wand. Der böse Humor trägt ebenfalls zur gelungenen Tatortunterhaltung bei. Mal was anderes.
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rkuehne 2010/01/04 11:22:19
Kommentar löschenEtwa fünf Minuten nachdem der Tatort begonnen hatte, fragte meine Freundin mich, ob ich mich an einen Tatort erinnern könne, in dem der Täter nicht gefasst wurde. Ich konnte es nicht und gerade das passierte. Allein für diesen Mut, das Krimipferd mal ganz anders aufzuziehen gebührt dem Frankfurter Team Lob. Ebenso für die Besetzung von Balthasar Staupen mit M. SChweighöfer, eine grandiose Wahl die weitere Pluspunkte gab und die dem Zuschauer vor allem Freude bereitete. Seine Freude am spielen überträgt sich einfach. Die Scharmützel der Ermittler, die ich seit jeher langweilig finde, hätte man sich zwar durchaus sparen können, ebenso waren die Charaktere alle sehr klischeehaft einfach gezeichnet, der Robin hood, die bösen reichen und die armen einfachen (kleinen) Leute. Aber alles in allem hab ich mich ganz gut unterhalten gefühlt.
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Sternenfänger* 2010/01/03 22:03:38
Kommentar löschenWie die Berliner Morgenpost heute schon so passend schrieb: "... auf geradezu perfide Weise ausgeklügelt, faszinierend, interessante Facetten, grimmige Schlusspointe, tiefschwarzer Krimi, herausragend..." Dem ist wohl nicht mehr viel hinzuzufügen, ein wahnsinnig guter Tatort. Spannend bis zur letzten Minute, obwohl der Täter von Anfang an bekannt ist. Das muss man erstmal schaffen. Achja und natürlich Matthias Schweighöfer, brilliant und sexy (Sorry, das konnte ich mir nicht verkneifen ;)) wie immer.
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