Tatort: Weil sie böse sind

Tatort: Weil sie böse sind (2010), Kriminalfilm

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Kritiker
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7.7
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von Florian Schwarz, mit Andrea Sawatzki und Jörg Schüttauf

In ihrem 17. Fall haben es die beiden Frankfurter Kommissare Sänger und Dellwo mit einer mysteriösen Reihe von Morden zu tun, die sich alle im Umfeld einer Familie ereignen. Sind sie einem Serienmörder auf der Spur?


Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kommentare (22) — Film: Tatort: Weil sie böse sind


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Thomas Hetzel

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich gucke ja gewöhnlich keinen "Tatort". Schon allein diese Andrea Sawatzki finde ich einfach nur ätzend, aber als ich hörte, dass Matthias Schweighöfer mitspielt musste ich den Film einfach sehen und ich bekam einen der besten Krimis den es gibt geboten. Die Story ist einfach genial, die Charakter schön krank und zugleich bemittleidenswert und das alles ist einfach unheimlich spannend. Die Ermittler werden zum Glück mehr in den Hintergrund gedrengt, das Augenmerk wird mehr auf Matthias Schweighöfer und seinen Partner gelenkt und die beiden brillieren in ihren Rollen. Man wartet gespannt auf deren nächsten Schritt und bangt schon fast mit ihnen. Für so einen TV-Film ist "Weil sie böse sind" schon fast zu schade.
Wäre ich ein Hollywood-Regiesseur, würde ich davon ein Remake machen, wahrscheinlich mit Ryan Gosling und Edward Norten in den Hauptrollen.
Also dieser "Tatort" lohnt sich auf jeden Fall.

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tobiasschoeler

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Bewertung6.0Ganz gut

Habe bisher noch nicht so viele Tatorte gesehen und fand die bisherigen auch nicht wirklich gut.
"Weil sie böse sind" ist da anders. Zuerst war ich gar nicht davon begeistert, dass man sofort weiss wer der Mörder ist. Denn wo bleibt dann die Spannung? Wirklich spannend ist "Weil sie böse sind" auch nicht. Die Idee, den Fokus weg von den Ermittlern und eher auf das Täterduo zu legen, geht aber auf. Beide harmonisieren gut zusammen. Die Ermittler sind eher im Hintergrund und ermitteln auch nicht wirklich, sondern bekriegen sich gegenseitig. Der Fall löst sich dann auch irgendwie von selbst und alles endet in einer Wendung die sich leider schon viel zu früh abzeichnet.
Und so ist dieser Tatort nicht gerade spannend, aber trotzdem unterhaltsam. Und das ist doch genau das, was man an einem Sonntagabend haben will. Gute Unterhaltung.

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littledrummerboy01

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Bewertung7.5Sehenswert

Total grotesk und abgefahren, ein absoluter Ausnahmetatort, der den Fokus mehr auf die Täter, als auf die Ermittler legt, in einem wilden Mix aus Familiendrama, Herrenmenschenmoral und Studie eines "typischen Verlierers". Grandios gespielt von den beiden Tätern und den Angehörigen der Staupen-Sippe, wogegen die Kommissare ziemlich blass bleiben, vor allem, weil deren "Drama" um die Nachfolge ihres Vorgesetzten genauso aufgesetzt wie sinnlos wirkt, ein bisschen mehr Bildschirmzeit, weil sie sonst in diesem Fall einfach nichts zu tun hätten. Aber das ist das kleine Zugeständnis an das Format Tatort nebenbei, das man leicht verschmerzt. Letzten Endes bleibt mutiges, hochwertiges und hochgradig unterhaltendes deutsches Fernsehen, das so öfter gedreht werden sollte, und das auch den Mut zur Moral hat, auch wenn diese nicht immer ganz einfach ist. Ein klares Argument dafür, dass der Tatort schon immer wieder sehr innovative Filme hervor bringt.

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kronenhummer

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein Tatort auf dem Papier, eine wahrlich großartige Kriminalstudie in der Umsetzung.

Ungewöhnlich für einen Tatort steht hier einmal nicht das Ermittlerteam im Vordergrund, sondern der bzw. die Täter. Angesichts des Ermittlerteams Dellwo/Sänger ist dieses auch sehr erfreulich, wenn die beiden Ermittler mal nur eine Randrolle spielen in einem solchen Meisterstück, welches mit Milan Peschel und Matthias Schweighöfer zwei Akteure ins Zentrum der Handlung stellt, die hier wahrlich ganz groß aufspielen.

Die Story rund um den Witwer Rolf Herken (Peschel), der nur das Beste für seinen autistischen Sohn möchte und mehr aus Versehen einen Mord am reichen Staupen begeht und den Sohn des Opfers (Schweighöfer), der sich von seiner „bösen“ Familie zu befreien versucht, ist so grotesk, so absurd, aber doch gleichzeitig so absolut nachvollziehbar, so einfühlsam und begeisternd erzählt.

So präsentiert uns dieser Tatort eine höchstinteressante Sichtweise, bei der die Täter und ihre Motivation im Vordergrund stehen und die eigentliche Ermittlung so zweitrangig wird. Eingebettet in tolle Musik und großartige Bilder bietet „Weil Sie böse sind“ so auch eine unterschwellige Einbringung der Tatort-üblichen Moralthemen, doch wirklich so unaufdringlich, dass dieses in keinster Weise gezwungen wirkt und in gerade dieser Form so überzeugend und stimmig bis hin zum stimmigen und doch so harten Schlusspunkt.

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Mr. Pink

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Na das war doch mal was! Großartige Unterhaltung weit weit über durchschnittlichem TV-Niveau. Obwohl man die meiste Zeit über beim Täter bleibt, welcher sogar von Anfang an bekannt ist, und daher wenig Platz für große Überraschungen bleibt, ist "Weil sie böse sind" von der ersten Szene bis hin zum unerwarteten und harten, aber gerade deshalb hervorragenden Ende durchgängig sehr spannend. Die Schauspieler spielen alle extrem stark, vor allem Matthias Schweighöfer zeigt eindrucksvoll, was er kann, die Figuren sind interessant, die Musik ist ausgezeichnet, die Story ist faszinierend, tiefgründig und fesselnd, und die Inszenierung ist, wie schon gesagt, weit über üblicher Fernsehqualität. Alles sehr beeindruckend! Kurz gesagt: Ich bin ziemlich begeistert, besonders, da es sich hier ja eigentlich "nur" um eine Tatort-Folge handelt.

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fabel

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Du weißt gar nicht, wie sehr mich das freut.:)


Mr. Pink

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Freut mich, dass du dich freust. :)


SalocinRocknRolla

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Bewertung9.5Herausragend

Für mich der beste Tatort den ich jemals gesehen habe. beeindruckender Cast: allen voran ein beeindruckender, wirklich großartiger Milan Peschel und ein ebenso überzeugender Matthias Schweighöfer, als er noch ernst zunehmende Rollen spielte und nicht auf den Popcorn-Kino-Zug á la Til Schweiger aufgesprungen ist, wie zuletzt bei "Keinohrhasen", "Zweiohrküken", "Whataman" oder "RubbeldieKatz".

Keiner der typischen Tatort-Folgen. Auch wenn ich hier keinen Spoiler verraten möchte. Aber es gibt selten Tatorte in welchen man den Mörder von Anfang des Filmes bereits kennt (also nicht vermutet wer es ist sondern wirklich kennt) und der trotz dieser Tatsache nicht langweilig sondern noch viel spannender wird.

Bitte mehr davon.

Sobald es diese Folge auf DVD gibt bitte Bescheid geben. Die muss ich haben!

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Kreaexo

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Mensch, du hast mich gerade echt an Land gezogen.
Dann guck ich mir mal diesen "beeindruckenden Cast" an ... und wen seh ich da? Andrea Sawatzki.
Nein danke. Sehr schade.
Hab' auch eine kleine Information für dich. Diesen Tatort gibt es auf YouTube zu sehen. Vllt. ein kleiner Vorgeschmack, bevor du dir die DVD kaufst.


SalocinRocknRolla

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Habe ihn gerade noch einmal auf Youtube mit meiner Freundin gesehen. Danke für den Tipp. Naja für das Ermittler_Team bei dem Tatort kann man leider nichts ;) Bin auch kein großer Sawatzki-Fan, aber da Sie in dem Tatort, der gegen die Norm der üblichen Tatorte umgesetzt wurde, eher nur einen Nebenstrang der Geschichte erzählt ist es erträglich. ;)


der cineast

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein Hochgenuss: Das Drehbuch ist so hervorragend, dass man sich ihm zu 100 Prozent hingeben kann. Grotesk zu jeder Sekunde, klug wie selten zu vor, so böse wie originär und so unkonstruiert wie möglich. Die 7. Symphonie Beethovens ertönt und der Zuschauer weiß, jetzt gibt es kein entrinnen mehr; Unglaubliche schauspielerische Leistungen, allen voran Matthias Schweighöfer(!!!), eine sich akzentuiert dem Drehbuch unterordnende Regie, zwischen großer Spannung, feiner Melancholie und groteskem Witz. Das macht soviel Freude, besitzt soviel Esprit und Lebendigkeit, dass man Zeit und Raum vergisst. Man will es nicht zu oft benutzen dieses Wort, aber man muss. Ein Meisterwerk.

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der cineast

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Cheers!


MaecFly

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Es ist Beethovens 7. Sinfonie, aber mit dem Rest hast du Recht. :)
Künftiger Tatort-Klassiker, der beweist, dass anscheinend nicht nur Dominik Graf hochqualitative TV-Krimis inszenieren kann.


Shalashaska

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Bewertung6.0Ganz gut

Einer der besseren Tatorte, definitiv.
Die Charaktere waren zwar ziemlich überzeichnet, aber durch die Änderung der Perspektive, also quasi den Krimi aus der Tätersicht zu zeigen, wurde der Tatort sehenswert.
(Mir gefielen die Batu-Tatorte bisher am besten, nur um meine Kritik einordnen zu können.
- Thiel&Börne sind hin und wieder ganz lustig, auch wenn der Börne Humor auf Dauer langweilig ist
-Odenthal&Kopper Tatorte sind durchwachsen, ich erinnere mich an eine unsägliche Szene, in der sie einem Motorboot hinterher springt...)
-Ballauf&Schenk sind ganz nett, liegt hier aber auch an der Qualität der Drehbücher)

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Ichundso

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Bewertung10.0Herausragend

"Gerechtigkeit muss man sich klauen, sie zu verteilen hat man versäumt."

10 Punkte für einen Tatort. Diese Wertung ist unglaublich abwegig und unwahrscheinlich, aber als ich die fernsehpreisgekrönte Folge sah, bewegte der Film sich tatsächlich von der ersten Minute an auf dem höchsten Niveau, das ein deutscher Fernsehfilm erreichen kann. Wäre dies kein Teil der Tatort-Reihe, würde ich die Bestwertung vielleicht nicht vergeben, denn der besondere Reiz von Weil sie böse sind ergibt sich gerade aus der Tatsache, wie schamlos und selbstverständlich der Film mit den Tatort-Traditionen bricht.

Was wir sehen ist weit entfernt von dem üblichen Krimigerüst Polizei jagt Mörder. Hier wird alles auf den Kopf gestellt, man erlebt mehr Drama als Krimi, die Handlungsstränge der Täter und der Ermittler werden parallel verfolgt, als Zuschauer hat man - vollkommen untypisch für einen Kriminalfilm - jederzeit den vollen Überblick über das Geschehen.
Die übliche Aufteilung in Gut und Böse ist hier nicht vorhanden, Matthias Schweighöfer fasst es gegen Ende des Films sehr schön zusammen. Wir alle sind böse. Es geht darum, wer sich das Böse-sein erlauben darf.

Der Film ist perfekt besetzt, auch das ist wahrlich eine Seltenheit in der deutschen Fernsehlandschaft. Milan Peschel trägt den Film, Hauptdarsteller und Antagonist zugleich, Mathias Schweighöfer ist einfach brilliant als idealistischer Millionärssohn und das Kommissargespann Sawatzki-Schüttauf stolpert durch die neunzig Minuten, ohne maßgeblich zum Handlungsgeschehen beizutragen, stattdessen spielen die beiden einen faszinierenden Nebenstrang, der die Haupthandlung auf perfekte Weise ergänzt.

Vielleicht ist Weil sie böse sind der beste deutsche Film, den ich je gesehen habe, sicherlich der beste Fernsehfilm. Nur den obligatorischen Epilog hätte man vielleicht weglassen sollen.

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SalocinRocknRolla

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genau meine Meinung! Gut formuliert!


MKRein

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Bewertung10.0Herausragend

Dies ist sicher der beste Tatort, den ich je gesehen habe. Zum Glück ist die Geschichte nicht einem der Tatort-Regisseure/Drehbuchautoren in die Hände gefallen, die immer nur in die Klischee/Action Kiste greifen und diesen langweiligen Tatort-Einheitsmüll produzieren.
Die Geschichte ist frei von der üblichen Tatort-Guideline aus einem interessanten Blickwinkel inszeniert worden. Gut und Böse wechselten ständig und unvorhersehbar - wie z.B. in der Szene, in der der mehrfache Mörder dieser Folge sich weigert, die Tante seines Auftraggebers zu töten, ihr dann ohne jede Gegenleistung das Leben rettet und die gefesselte Frau befreit, und dann kurz darauf von eben dieser Frau fast umgebracht wird - Der Film ist durchgehend spannend, manchmal beißend zynisch und findet ein völlig unvorhersahbares und geniales Ende.
Hervorzuheben außerdem: Der wirklich grandiose Matthias Schweighöfer - ein großartiges Schauspieltalent (irgendwie fühle ich mich entfernt an Ulrich Tukur erinnert)

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Marie Krolock

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Durchaus sehenswert. Interessante Charaktere und ein erstaunliches Ende.

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Rodon

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Bewertung9.0Herausragend

Mal ein ganz anderer "Tatort". Diesmal stehen nicht die Ermittler im Fokus, sondern die Täter - welche auch gar nicht ins übliche Mörderschema passen. Matthias Schweighöfer spielt den Sohn einer versnobten, reichen Familie, die einige Leichen im Keller hat, sehr überzeugend. Auch Andrea Sawatzki hat ihrer wenigen Screentime eine tolle Präsenz. Das Ende ist nur konsequent, überrascht aber trotzdem.

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Iwan Goratschin

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Bewertung5.0Geht so

Teilweise herausragende Darstellerleistungen.
Nach dem (recht guten und dem Anlass angemessenen) Weihnachtstatort "Altlasten" erneut ein Tatort. der aus der Reihe fällt.
Das ist leider auch der entscheidende Minuspunkt: Es sollte ein Tatort sein, wurde aber ein Psychodrama bzw. ein Film der Probleme unserer kranken Gesellschaft aufzeigt.
Die Ermittler, die sonst im Tatort mehr oder weniger die Hauptrolle spielen, geraten fast in Vergessenheit. Zum Schluß scheint der Fall gelöst, auch ohne deren Mitarbeit.
Als Film mit einer Botschaft brauchbar - Als Tatort ganz klar: Thema verfehlt.

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loogee

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Wieso darf denn ein Tatort nicht auch mal Psychodrama sein?
Und Probleme unserer Gesellschaft haben auch schon andere Tatort-Episoden aufgezeigt. Wenn der Kontext nicht beliebig ist, ist das doch erst recht ein Pluspunkt...


JeanneSonne

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Bewertung10.0Herausragend

Bislang, nicht übertrieben der beste Tatort derzeit für mich: Aktuell, spannend, kritisch, so krank wie diese Gesellschaft, schonungslos abrechnend - wie wohltuend!!! - wenn auch nur idealistisch - eben Film, die ganze Verlogenheit und Skrupellosigkeit der feinen Gesellschaft, diese unerträgliche Abhängigkeit von den Obrigen, hochkarätige Schauspieler mit fantastischen Charakterrollen, insbesondere der blonde Matthias Schweighöfer; aber auch der alleinerziehende Vater, die widerliche "ellenbogen-Kollegin", die Ermittler als Nachrück-Konkurrenten, der widerliche Oberinspektor, und für mich das doch so gerechte und schon früh erkennbare Ende - wie wohltuend!!!
Die deutschen Tatorte langweilen mich ansonsten zutiefst. Dem ziehe ich eher die schwedischen oder alten englischen vor! Gerne aber auch die französischenKlassiker "Delikatessen",

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elizabethanne

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Leider ist das Leben nur selten so gerecht wie in diesem Tatort.

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Darbon

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Bewertung7.5Sehenswert

"Ich habe drei Menschen getötet, Frau Jackesch!". Frau Jakesch (Sandra Borgmann) geht dann mal: "Dann geh ich mal eben nach Hause"

Zum Erbe gehört immer auch die Schuld. Für die Quandts, deren Geld zugleich das taudicke Seil für das Nadelöhr ist, natürlich nicht; die bewahren sich nur ihren von Blut angetriebenen BWM und ihr arrogantes Nazi-Schwei(n)gen. Und Schuld reicht auch manchmal weit über Hitlers willige Vollstrecker hinaus - in diesem "Tatort" gar über sieben Jahrhunderte, wo es Knechte waren, die ermordet wurden zum Wohle der Sippe derer von Staupen (deren Erben sind herrliche Kotzbrocken: die schießwütige Adele Neuhauser als Charity-Lady, Sexbombe Peter Davor als Kiez-Ikone und Rolf Boysens Ebenbild Markus als Kunstsammler und Lobbyist) .

Und ein blonder Staupen-Sproß namens Balthasar (gut gelaunter und schwereloser Todesengel: Matthias Schweighöfer) ist angewidert von der machtherrlichen Bagage aus Vater, Onkel und einer Tante als Wohltätigkeits-Grande Dame à la Ohoven. Der Monsterpapa verdient in den ersten Minuten zurecht den Tod mit dem selbst ausgepackten Morgenstern, wenn er den himmlischen Vollstrecker und Nachkommen der einstigen Knechte (Augen wie schwarze Seen: Milan Peschel) verhöhnt: das ist dann Notwehr im Affekt. Schüttaufs Fritz Dellwo und seine runzelige Partnerin Grinsekatz zoffen sich um zwei Rosen und zudem um die Beförderung wie Aschenputtels Schwestern und tappen darüber - zum Glück für den Mörder - im Dunkeln. Sie begegnen kurz Neuhausers Society-Lady, die sich als Wohltäterin zum Wohle der Armut natürlich mit Waffenhandel bereichert und zur Charity-Gala statt Kaffee gut aussortierten Katzenkot für 9 Euro die Tasse kredenzt. Mehr haben die beiden Ermittler dann in ihrem endlich vorletzten Fall auch nicht zu tun. Schade um Jörg Schüttauf, den wir vorerst nur noch einmal neben der lahmen Botox-Hex Sawaxi sehen werden.

Autor Michael Proehl ist sehr viel bewanderter im europäischen Kino als in US-Serien und das kann auch einem "Tatort" endlich mal zur Ehre gereichen. Matthias Schweighöfer, zuletzt fehlbesetzt und käsig als Reich-Ranicki, unschuldig deplaziert im ärgerlich-peinlichen "Roten Baron" und indiskutabel witwirkend in den dümmlichen "Ohren"-Filmen, rehabilitiert sich nach etlichen Schandfecken ("Das wilde Leben", "Walküre", "12 Meter ohne Ohren") als Hoffnung des Kino- und TV-Films (wobei er im guten Fernsehen qualitativ besser aufgehoben ist, vor allem bei Florian Schwarz): er gleicht kolossal Terence Stamp in "Teorema" und den kichernden Parzen in Chabrols "Der Riss", etwas weniger dem Helden Maurice Ronet, der Abschied nimmt in Malles "Irrlicht". Hier darf auch die stets grandiose Sandra Borgmann als Schweighöfers unmoralische Beifahrerin der Himmelfahrt nicht vergessen werden.

Folgerichtig für diese formidable Geschichte wird der von Peschel gespielte Mörder, der immerzu aus Notwehr handelt und die Größen der Stadt Frankfurt mit erstauntem Blick richtet, nicht gefasst. Das ist gut für einen "Tatort" und freut mich mal hämisch.

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tin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

vom nicht mehr sehr sehenswerten ermittlerduo war zum glück nicht allzuviel zu merken, sie haben kaum die eigentliche handlung des tatorts gestört.
auch wenn schon in der ersten hälfte des film rauskam, worauf er hinauswill, war er gut und spannend anzusehen, auch ein wenig erschütternd der innere kampf des sohnes nach dem tod des vaters. milan peschel sollte man ohnehin öfter zu sehen bekommen.

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Cpt. Wurst

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Bewertung7.5Sehenswert

Keine Ahnung warum ich seit langer Zeit mal wieder Tatort geschaut habe.
Aber die Geschichte hat mir echt gefallen und das Ende bleibt beim Tatort wohl nur eine Ausnahme und ist deswegen so gut gelungen.

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Prestigeww

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Bewertung5.5Geht so

Der Tatort: Weil sie böse sind, der 17. Fall des Frankfurter Ermittlerteams Sänger und Dellwo, langweilte mit Figuren aus dem Klischeebaukasten und befremdete mit einer grotesken Botschaft, in der Erbschuld und Klassenkampf als Rechtfertigung zum Mord herhalten sollten. Statt zu ermitteln, stritten die Ermittler um ihre Beförderung und vergaßen darüber die Aufklärung des Falls. Eine fadenscheinige Klassenkampf-Posse mit geklautem Ende, aus der nur das hervorragende Schauspiel der beiden Mörder positiv heraussticht. Leute, 1968 ist vorbei.

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derblonde

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Bewertung7.0Sehenswert

Wie heißt es so schön: Adel verpflichtet zum ....
Das Täterduo spielt famos die faden Ermittler an die Wand. Der böse Humor trägt ebenfalls zur gelungenen Tatortunterhaltung bei. Mal was anderes.

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