Taxidermia - Friss oder stirb - Kritik

HU/AT/FR 2006
Laufzeit 90 Minuten, FSK 16, Komödie, Horrorfilm, Drama

Kritiken (2) — Film: Taxidermia - Friss oder stirb

Ephigenia: Nightmare-Horrormovies.de

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9.0Herausragend

Der Filmanfang ist schön abstoßend, nur nicht immer ganz zu erklären, anhand surrealer Sequenzen und experimenteller Kameraspiele auf hohem Niveau. So gibt es zu sehen, wie jemand bei seinem erigierten Penis eine Flammensbrunst über der Eichel entfacht. Eklig auch wenn ein Spanner aus der Hütte heraus, durch eine Ritze Frauen beobachtet und dann seinen steifen Penis durch ein tiefer liegendes Loch im Gehäuse, dann nach draußen schuffelt. Wo dann belustigender weise, ein Hahn in dessen Eichel pickt. Sexuelle Spiele gibt es einige, auch mit toten Tieren im Ansatz. Als Höhepunkt wird dann ein Samenerguss bis ins Weltall spritzen, so rein symbolisch zumindest, bis der Film dann nach dem ersten Drittel eine klare Linie bekommt, wo es nun um das Fettfressen geht und richtige Wettbewerbe um das Schnellessen stattfinden mit reichlich Kotzeinlagen inklusive. Dabei scheint nun alles gut zu sein, selbst Herzinfarkte hindern scheinbar niemanden, an den schweinischen Fressereien. Unser dicker…

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Hard Harry: critic.de, Deadline, Movieb...

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3.0Schwach

Ein ungewöhnlicher Episodenfilm, dessen drei Segmente unterschiedlich stark ineinander greifen und der einer chronologischen Struktur folgt, bei der jeweils eine Generation weitergesprungen wird. Die Handlung beginnt mit einer besonders kryptischen Episode, die in einem nebelverhangenen ungarischen Dorf situiert ist, wo ein ziemlich bedauernswerter junger Mann von einem soldatischen Vorgesetzten gedrillt wird und nebenbei verzweifelt versucht, seine abseitige Sexualität im Zaum zu halten. Da gibt es einen feuerspeienden Penis, der ebenso viele Rätsel aufgibt wie der restliche Film, der sich in seinen sorgfältigen aber auch oft absurden Szenarien an die surrealistischen Meister Bunuel, Fellini oder auch Gilliam anlehnt.

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Kommentare (24) — Film: Taxidermia - Friss oder stirb

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Kreaexo

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vorgemerkt

Im Trailer, den ich eben auf der DVD von "In my Skin" gesehen habe heißt es: "Amélie trifft die 120 Tage von Sodom." Das klingt einerseits sehr interessant, andererseits aber ziemlich verstörend. Wird daher auf jeden Fall vorgemerkt.

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Kloppo09

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Fand den Film sehr Sehenswert!


Murphante

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Echt abgedreht aber steht als Steelbook in meiner Serie ^^ wer Filme schaut wie: "Menschenfeind", "Irrevesible" oder "Ken Park" der wird sich auch das gerne mal anschauen ^^


daweed

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Bewertung1.0Ärgerlich

ich habe drei jahre lang kunstgeschichte unterrichtet bekommen, aber bis heute habe ich nicht gedacht, dass alles abstoßende immer so euphorisch von der breiten masse auch als kunst angenommen wird. hostel > kunst, high tension > kunst, irreversible > kunst, a serbian movie > kunst, martyrs > kunst, taxidermia > kunst. ich weiß ja nicht wieso, aber irgendwie haben all diese regisseure eine nicht von der hand zuweisende schwäche für fleisch und die zerstümmelung des körpers. in diesem speziellen fall wurde jedoch eine bedeutung bzw. der sinn dahinter ganz weggelassen (wenn ich ihn nicht gefunden haben soll bitte ich um aufklärung)! übergewichtige leute, berfriedigungen bei einer schneeballschlacht, psychos, schweine, schlachthöfe, ungarn, wieder psychos, selbstzerstümmelung ... wer auf sowas steht wird sich auch super unterhalten fühlen. meinen geschmack trifft es nicht. es ist bis auf das ende weder verstörend, noch lustig, noch dramatisch, noch tief sonder einfach eher ... eher krank?! so könnte man es wohl am ehesten beschreiben: krank! nach der großen anzahl an "künstlerischen" filmen könnte man sogar das ganze genre so nennen. keine frage, das alles hat sicher auf schwer zu beschreibende art etwas besonderes an sich, etwas ... das im kopf bleibt! ich werde aber weiterhin die großen maler als künstler betrachten und wenn es sein muss auch diverse plastiken. die aufnahmen von schlachthöfen und dicken menschen beim fresswettbewerb gehört aber definitiv nicht dazu. fans des wiener aktionismus kommen hier auf ihre kosten!

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mad02

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Bewertung0.0Hassfilm

Männer die tote Schweine ficken,
sich seine haut an einer Kerze verbrennen.
Fetten Männern beim Wettessen,
beim Kotzen und beim immer fetter werden zuschaun
ist für mich keine Kunst.
Versuchte Sozialkrtik durch Provokation und Genossengeschwaffel.
Der Film zieht sich irgendwie durch 3 Generationen jedoch für mich ohne erkennbaren roten Faden. Er war weder spannend, lustig, gruselig noch in irgendeiner Weise intellektuell wertvoll.

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KASAKA

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Ist doch alles Quatsch! :)
Ich fand den stilvoll inszenierten Selbstmord wirklich wunderbar.Wenn das keine Kunst ist, du Banause, dann weiss ich auch nicht :D


KlapTrap

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ficken, Fressen, Ferwesen....Fertig !
Oder so ähnlich !
Was in gehobeneren Kreisen auch als Eros und Thanatos benannt wird, also die Zusammelegung und Reduzierung des Lebenskreislaufes auf Sex und Tod, wird in TAXIDERMIA exemplarisch an drei Episoden festgehalten und wider der reißerischen Beschreibung in höchst stil und kunstvollen Bildern verpackt.
So als hätten Jean-Pierre-Jeunet ( u.a. DELICATESSEN) und v. Trier sich heimlich zu einem Stelldichein hinter Omas Scheune getroffen, und die phantasievollen Bildersprache des Einen hätten kurzzeitig mit dem zynischen Weltbild des Anderen kräftig kopuliert.
So fließen in TAXIDERMIA zwar in verschwenderischer Qualität allerlei Körperflüssigkeiten, von Sperma über Blut und Kotze bis hin zu simplen Tränen, aber bitte immer mit der nötigen Ironie, dem nötigen Anspruch um sich ganz von billiger Exploitation oder einfachem Shock-Value zu distanzieren.
Widmet sich das erste Drittel ganz der Regeneration, der Verschwendung von Lebenssäften und dem Gebären neuen Lebens, wird im zweiten Akt gefressen und gekotzt was das Leben und der Magen hergibt, so finden wir uns am Ende des Filmes (und des Lebens) folgerichtig bei Tod und einem Tierpräperator wieder, dessen Tätigkeit (Taxidermie) gleichzeitg die namensgebende Konstante des ganzen Filmes ist.
Was sind Filme schließlich, wenn nicht plastinierte Momente eines Lebens, Anschauungsmuster und Bollwerk gegen das eigene Ende.
Das TAXIDERMIA dabei kein allzu gutes Bild seines Versuchsobjekts Mensch generiert, liegt bei diesen Vorzeichen auf der Hand : Die Krone der Schöpfung, reduziert auf seine elementarsten Triebabfuhr und Befriedigunsgroutinen, bloßgestellt als Tier auf zwei Beinen.
Das mag man ablehnen, da mag man lieber peinlich berührt auf ARTE umschalten und sich mit Sloterdijk mal so richtig die Synapsen bei einem philosophischen Dialog über Plurale Sphärologie verbiegen, es straft TAXIDERMIA damit nichteinmal mit Lügen, sondern unterstreicht damit nur seine (oftmals wirklich witzigen, stellenweise morbiden ) Feststellungen.
Leben ist nicht Arbeit, Oper und Sportverein...es exestiert alleine durch Stuhlgang und Rekreation.
Und egal wie man das Kind benennt und wohin man auch auswandert und egal welche Frisur man dabei trägt und welche Mode man erfindet, dieser Wahrheit ist schwer entgegenzutreten.
Oder wie es Rainald Grebe einmal besungen hat :
“Iss mit den Händen oder dem Gesicht.......dem Besteck entkommst du nicht“.

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alanger

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so, jetzt kann ich mein frühstück vergessen. danke.


KlapTrap

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Es ist nie zu spät......für eine Diät !
Für nachhaltige Trainingsergebnisse empfehle ich aber eher den Hauptfilm...(zweimal täglich).


sikkmeidack

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wieder gesehen und erneut kommentiert...
"Wer seid ihr denn schon, ihr Wichte,...? Nach mir wurde eine Kotztechnik benannt"
Muss es sich denn immer gleich als arthouse definieren?
Der Film ist wirklich grotesk und degoutant. Jenseits von allem bisher Gesehenen. Allein das macht ihn absolut einzigartig und unvergesslich - Kunst hin oder her und genau das, ihr Kulturpessimisten da draußen, wird doch am Ende glänzend vermittelt,- die Diskussion über eben diesen schmalen Grat. Der Film hat sicherlich viele Mägen und Gehirne umgedreht.
Absolute Empfehlung.

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sikkmeidack

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Das cover sprang mir in´s Gesicht. Er wollte geschaut werden.


doctorgonzo

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Versteh ich.


Wurfmaul

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Bewertung9.0Herausragend

Schöner kann man Grauslichkeiten kaum darstellen. Eine merkwürdige, ungarische Geschichte über drei Generationen. Tolle Kamerafahrten (speziell die rotierende Holzwanne) und hypnotisierende Schnitte. Ekel in seiner wunderbarsten Form.

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kriskrosss

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Bewertung5.5Geht so

Hmm... also wenn man bedenkt das der Originaltitel des Films " Der Ausstopfer" ist, hat der Film ziemlich wenig mit seinem Namen gemein. Lediglich wird die Geschichte von 3 ich sage mal mehr oder weniger kranken und perversen Generationen einer Familie in Ungarn erzählt. Absolute Geschmackssache für mich nichts Besonderes und eher abstoßend als reizend... Und auf keinen Fall USK 16!!! Ich würde eh gern mal wissen ob die Leute die die USK Siegel verteilen sich die Filme überhaupt ansehen...

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Nerwus

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Krank, kränker, Taxidermia! Eine überraschend gute, unterhaltsame Produktion aus dem tiefsten Ungarn. Ein Film der alle Tabus bricht, und durchgehend versucht dem Zuschauer das Ekelgefühl anzureizen. Schmerzen und Ekel, nur durch hingucken, ganzen Film über – Das ist schon KUNST! Der Spruch: "Wer seid ihr denn schon ihr Wichte,...? Nach mir wurde eine Kotztechnik benannt" ist es schon wert, sich den ganzen Film anzusehen!

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Lumpowitz

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Bewertung6.0Ganz gut

Sehr sperrige Familienchronik des Ungarns György Pálfi. Über drei Zeitabschnitte wird von Vätern und Söhnen mit sexuellen Obsessionen, abnormem Essverhalten und anderen schwerwiegenden Problemen erzählt. Das Ganze ist frei von einer typischen Dramaturgie und bisweilen äußerst unappetitlich. Eine solche Ansammlung diverser Körperflüssigkeiten kennt man sonst nur aus dem Kino Miikes und gegen Ende werden gar die Konventionen des Splatterfilms überboten, wenn Skalpelle durch Fleisch fahren und Sehnen und Fasern im Detail durchtrennen. Der Film verlässt sich etwas zu sehr auf die Wirkung des Ekels. Das fruchtet zwar und ist sogar kunstvoll fotografiert, kann aber die Suche nach einer Aussage des Regisseurs nicht überdecken. Dabei will ich nicht einmal behaupten, dass es sie nicht gibt, nur fassbar ist der Inhalt kaum. Vielleicht also doch nicht mehr als eine "Explosion der Vorstellungskraft" (Pálfi)?

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Sufu

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein dem Ekel und der Perversion gewidmeter Film. Ausgesprochen widwerwärtig du insbesondere in seiner Technik und den Bildern ausgezeichneter Film. Grotesk, pervers.. ein Traum! ;D

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Jempi

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Bewertung7.5Sehenswert

Etwas verstörender Film ziemlich pervers und auch des öffteren Eklig trotzdem sehr geil

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horro

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Krank und gestört aber irgendwie auch üppig und fett. Die Bilder sehr intim, weiss dieser Film mit seiner anzüglichen und direkten Art zu überraschen und schockieren. Keine Einstellung (der Kamera) ist falsch, keinen Moment kann man verpassen. Sodomie ... aber vom Feinsten!
Eklig und kultig.

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BigDi

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein schwer zu wertender Film. Bevor man sich die Frage stellt, ob man ihn nun mag oder nicht, stellt man sich die Frage nach der Genrezugehörigkeit: Ein Horrorfilm? Ein Drama? Eine Parabel, auf was auch immer? Eine gewollt widerliche Provokation? An dieser Stelle möchte ich dann doch den einfachsten Weg einschlagen und den Film als eine Schwarze Komödie definieren. Die schwärzeste nach "Ex Drummer" und "Ichi", wohlgemerkt - mit einigem Abstand, aber nichtsdestotrotz nachhaltig und faszinierend.

"Taxidermia" beweist ein weiteres Mal den Verdacht, dass ein Großteil der verstörendsten und krassesten Filme keine indizierten, sondern mit der recht milden 16er-Freigabe versehene Werke sind: Was man hier als Zuschauer ertragen muss, bewegt sich jenseits jeglicher Anstandsgrenzen, Körperflüssigkeiten aller Art werden hier bis zum Äußersten zelebriert und das auch noch in einer derart gestylten und makellosen Optik, dass man ihnen gerne künstlerischen Anspruch zumutet. Die Bilder werden einem so schnell nicht aus dem Kopf gehen und sie sind selten besonders angenehm. Und da sind auch noch die kleineren Augenblicke, die mitten in dem ekligen Treiben einen Funken von einem Gefühl entstehen lassen, wie man ihn weder erwartet hätte noch ihn in anderen, "normaleren" Filmen erlebt. Für Hartgesottene bietet der Film einen krassen Mix aus abstoßenden Widerlichkeiten und einer dennoch vorhandenen, seltsamen Faszination. Dabei ist der Film formal gar nicht so überdreht, wie man es zunächst vermuten würde: Seine absolut kranke Geschichte serviert er mit einer Machart, die eines anspruchsvollen Dramas würdig wäre, was die Schockwirkung noch einmal auf eine andere Ebene hebt.

Zunächst denkt man, ein solcher Film hat keinen wirklichen Sinn, beim Schauen wird man dennoch das Gefühl nicht los, dass etwas hinter alledem steckt. Auch wenn ich den Film bereits vor einiger Zeit geschaut habe, bin ich immer noch nicht auf eine Aussage gekommen - oder etwa doch? Die Zelebrierung von Perversion mag ein Hinweis auf menschlichen Fetischismus sein, sie mag auch reiner Selbstzweck sein, ein Mittel zur Provokation, doch eines ist sie auf jeden Fall: Originell und beeindruckend, in welchem Sinne auch immer. Das Ende ist großartig konsequent und verstörend wie nur wenige andere: Optisch so abschreckend, dass man dennoch gebannt zuschaut und inhaltlich grandios abgefahren. Eine außergewöhnliche Gratwanderung zwischen Abscheu und Faszination in großartigen Bildern, verstörend, amüsant und nachhaltig. Für alle, die krasse und seltsame Filme mögen und einen starken Magen haben - oder sich diesen durch Schocktherapie antrainieren möchten.

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JimiHendrix

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Groteskes Antikino, welches aber mit vielen Inovationen und groben Humor aufwarten kann.

Ich bekam diesen Filmtipp von einem Kumpel, der ihm Nachts auf ARTE zum Opfer gefallen ist und war sofort interessiert an dieser morbide klingenden Story aus Ungarn. Nun habe ich diesen Streifen überstanden und er bleiben ein paar einprägsame Erinnerungen im Raum stehen.

Ich brauchte ein wenig, bis ich den Éinstieg in die Geschichte fand, weil man einfach ins kalte Wasser geworfen wird und ich schwer feststellen konnte, was mir das Geshehen sagen soll. Man muss sich halt einfach auf die Bilder und Eindrücke einlassen, aber fesselnd genug dafür sind sie alle mal.

Teilweise erinnerte mich dieser Film ein wenig an "Ex Drummer" oder"Das große Fressen" aber das waren nur Randeinschätzungen. Zum größten Teil und auch oberflächlich betrachtet lebt der Streifen von seiner Widerwertigkeit, was für mich keine negative Eigenschaft darstellen muss.Ich fand es eher amüsant die teilweise perversen Bilder einfach so zu nehmen, wie sich sich mir zur Schau stellten. Dieser pure Realismus der Bilder war einfach zum kotzen, aber nach dem Erbrechen fühlte man sich meistens gut, genauso war es auch bei diesem Stück von Film.
Nach 20-30 Minuten lässt sich dann auch eine Struktur erkennen, die sich bis zum Schluss auch nicht mehr aus den Augen verlieren lässt.
Der Höhepunkt am Schluss ist sich des Namens auch keinesfalls unwürdig, auch wenn es einen mit dem ein oder anderen Interpretationsfragezeichen zurück lässt.

Die Protagonisten sind erfrischend anders und sind eine gelungen-schmerzhafte Ablenkung zu den Hollywoodvollzeitschlampen wie Will Smith, George Clooney und Tom Hanks, deren Gesichter man öfters im Fernsehen zu sehen bekommt als die N24 News.

Außerdem ist mir sofort die supergeniale Kamaraführung aufgefallen, welche mit vielen innovativen Einstellungen zu glänzen vermochte, wie zum Beispiel die Badewannendreheinstellung zu Anfang.

Es kam wenig musikalische Untermalung zu den Bildern, aber wenn dann doch mal etwas eingespielt wurde, dann passte das auch super hinein, vorallem die Musik im Abspann fand ich klasse und verdient hier auch ihre lobene Erwähnung.

Na und zum Schluss kann ich sagen, dass es wirklich entspanned war, mal wieder etwas obskures und neuartiges zu sehen, auch wenn man dem Film vielleicht vorwerfen kann, dass hier nur auf ausgedehnte Kotzorgien gesetzt wird, um den Zuschauer bei der Stange zu halten. Das ist nicht immer so, ich finde hier und da lässt sich auch ein bisschen Tiefgründigkeit erkennen.
So kann ich den Film mit ruhigem Gewissen denjenigen unter euch empfehlnen, welche Hunger auf einen erfrischend abstoßenden Film aus Ungarn haben, für alle anderen: Steckt euch erstmal den Finger in die Kehle und guckt was passiert, wenn ihr mit dem Resultat leben könnt, seit auch ihr bereit euch diesen Antifilm anzutun.

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Meister Qualle

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Bewertung6.0Ganz gut

Der Film ist ein schlag ins Gesicht, nicht dramatisch oder spannend wie Reqiuem for a Dream, sondern schlicht und einfach ekelerregend. Das weckt interessante Gefühle im Zuschauer, das kann man nicht abstreiten - ob sowas nötig is ? Überflüssige Frage, ich finde man sollte sich eher mit den Ekelszenen intesiv auseinandersetzen und diese mit dem eigentlich okayen Grundbau des Filmes auseinandersetzen.
Dennoch: wer so lange auf die ekligen Szenen der Handlung mit der Kamera hält versucht etwas zu bewirken oder ist einfach nur mächtig schräg drauf..

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nessuno

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ganz kranker, ekelerregend perverser Film, der keine Rücksicht auf Befindlichkeiten nimmt. Dafür mochte ich ihn – ihn zu deuten war mir jedoch nicht möglich (laut Deutschem Filmdienst, zitiert im ARTE-Programmhinweis: „Eine kalkulierte Provokation, die zur Auseinandersetzung mit Faschismus, Kommunismus und Kapitalismus zwingt und eine Menschheit vor Augen führt, die sich nie so recht von ihren primitivsten Gelüsten emanzipiert hat.") Dafür werden die audiovisuellen Sinnesorgane zu sehr beansprucht. Zum Glück wurde der Film im Original gezeigt, denn die ungarische Sprache passt perfekt. Ein Glück, das der Film überhaupt im öffentlichen Fernsehen gezeigt wurde. Hierfür danke ich ARTE!

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guggenheim

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

-----Spoiler inside--------

Gut geht es einem nach dem Film nicht, so viel kann ich schon mal sagen.

Was ist er aber nun: Schrott oder Kunst? Eines vorweg: eine einfache Antwort kann man darauf nicht geben - vermutlich kann man auch gar keine Antwort geben.

Der Film hat künstlerischen Wert, das halte ich für unstrittig.
Es sind Kleinigkeiten, die die Qualität zeigen:

1) Wie „Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern“-Märchen "real" wird.
2) Die Fische, die neben dem Boot, auf dem das Kaviarwettessen stattfindet, schwimmen & springen.
3) Der kleine Schweißtropfen von Gizi, den Kalman in den Mund laufen lässt

Diese Zwischentöne sind Poesie. Diese wird aber in zerschmetternder Art und Weise umgehend aufgelöst:

zu 1) Das kleine Mädchen aus dem Andersen Märchen dient dem onaniesüchtigen Morosgovanyi nur als, knallhart gesagt, Wi***vorlage.
zu 2) Die Zwischenszene mit den Fischen unterbricht nur den "Sport" des Paares, das abartige Fressen von Rogen - mit Magenentleerung durch Erbrechen.
zu 3) Auch wenn Kalman Gizi heiratet, bringt ihm das kein Glück: noch am Hochzeitstag lässt sie sich von seinem Fresssportkonkurrenten auf offenem Felde vernaschen und auch die Zukunft bringt nichts Schönes mehr.

Die explizite Darstellung sämtlicher primärer wie auch sekundärer Geschlechtsmerkmale und deren Einsatz mag manchmal irritierend, abschreckend aber auch ekelig sein (so z.B. der Akt zwischen Morosgovanyi und der Frau des Hauptmanns, der tiefe Einblicke zulässt), für eine provokante Groteske ist dies aber nicht zwingend falsch, soll doch bewusst überzeichnet werden.

Was das Thema des Films angeht, ist hier durch die ausgeprägte Symbolik Interpretationsgabe erforderlich:
Was deutlich zu Tage tritt ist jedoch das Verlangen nach Nähe und Zweisamkeit. Andere Muster, die der Film in sich trägt oder tragen könnte, sind aber subjektiver Natur und hinterlassen bei jedem oder zumindest den meisten Rezipienten einen anderen Eindruck.

So fällt dann auch mein Fazit aus: ob das Gesamtwerk Schrott oder Kunst darstellt, ist in diesem Falle äußerst subjektiv, weit mehr als bei vielen, vielen anderen Filmen.

----------(ACHTUNG: Im folgenden Abschnitt kommen sog. "Schmutzworte" vor. Wer solch eine direkte Ausdrucksweise nicht mag, sollte dies hier überlesen-----------

Nur denke ich, dass man dem Film unrecht tut, reduziert man ihn auf Penisse, Fotzen, Kotzen, Fressen und Ficken (ich entschuldige mich für die direkte Wortwahl, finde sie hier aber angebracht, da der Film ja auch nichts beschönigt; "..die Fotze ist immer der gemeinsame Nenner").
Er ist mehr als die Aneinanderreihung von Brechreizerzeugern, hat er z.B. doch Momente, die zumindest tragsich-komisch sind und auch anrührende Passagen.

Irgendwo ist dieses Werk ein Schlag in die Eingeweide, von dem sich manch einer u.U. schwerlich erholen kann. Spannt man aber die Bauchmuskulatur an, kann so ein Schlag auch Training sein und einem etwas bringen.

Hier muss jeder selbst entscheiden - oder es gleich bleiben lassen.

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Sanylein

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Bewertung0.0Hassfilm

Eklig und auch noch langweilig - mehr will ich dazu nicht sagen.

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daScorp

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Bewertung0.0Hassfilm

Müll, der einem als Filmkunst verkauft wird. Nur weil ein Film abstoßend, eklig, widerlich und völlig uninteressant ist muss man ihn nicht als Arthouse Kino titulieren. Ich würde es einfach Schrott nennen.

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SidneyL

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Bewertung5.0Geht so

groteske bilder mit hohem ekelfaktor.doch alles in allem recht witzige dialoge

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