Tenebrae

Tenebre (1982), IT Laufzeit 110 Minuten, FSK 18, Horrorfilm, Thriller, Kriminalfilm, Kinostart 12.10.1984

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7.2
Kritiker
9 Bewertungen
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7.5
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156 Bewertungen
15 Kommentare
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von Dario Argento, mit Anthony Franciosa und Christian Borromeo

Ein amerikanischer Bestseller-Autor, der in Rom für seinen neuen Horror-Roman wirbt, gerät in eine Serie von bestialischen Morden.

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Kommentare (15) — Film: Tenebrae


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nikl 1987

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Bewertung9.0Herausragend

Nach den bisher gesichteten Argentos kommt mit Tenebrae neben Phenomena und natürlich der Argento schlechthin, Suspiria, ein weiterer Favorit aus Dario's Filmographie hinzu. Die Geschichte ist für Argento- Verhältnisse relativ originell, sehr spannend und auch äußerst brutal (vllt. mit einer der brutalsten des Meisters?). Es macht großen Spaß, mitzuknobeln und herauszufinden, wer der Mörder sein könnte, wobei ich bereits relativ früh einen Verdacht hatte, der sich auch später indirekt bestätigte. Mit dem endgültigen Finale habe ich jedoch absolut nicht gerechnet, ich dachte es geht wieder in eine ähnliche Richtung wie Profondo Rosso.
Natürlich ist das Hauptaugenmerk bei einem Argento- Streifen nicht (nur) auf die Handlung, sondern auch auf die visuelle Ausrichtung des Filmes zu legen. Waren es in Suspiria sowie Inferno noch die farbige Ausleuchtung, die das Auge ergötzte, so konzentriert sich dieser Film eher auf Schwarz- Weiß, bzw. Hell- Dunkel- Kontraste. Die Morde geschehen oft an taghell erleuchteten Schauplätzen, und ist die Umgebung doch einmal eher dunkel oder schwarz gehalten, so stechen weiße Kleidung, Wände, Möbelstücke o.ä. umso deutlicher hervor. Auch der Soundtrack, wie für Argento fast üblich von Goblin, ist stimmungsvoll, treibend und unterstreicht wirkungsvoll die einzelnen Szenen. Auch die zurecht häufig erwähnte Kamerafahrt um das Gebäude ist einfach grandios. Ach, es gibt einfach so viele tolle Szenen in dem Film, man muss ihn gesehen haben, um die Faszination Tenebrae zu erleben.

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der cineast

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Zieht richtig an. Nimmt richtig mit. Stark überflutet ausgeleuchtet. Fühlt sich an wie ein Krimi. Ein stringenter Thriller. Um sich dann gegen Ende komplett umzudrehen wie ein billiger Roman seiner Hauptperson. Ein cheesiger, faszinierender Twist nach dem Nächsten. Ein Finale des roten Saftes. Begnadete Musik. Fliegende Kamerafahrten. Bisschen Edgar Wallace. Mit schönen Zitaten aus der Krimi-Literatur von Conan Doyle: "When you have eliminated the impossible, whatever remains, however improbable, must be the truth." Argento schmeißt einem so oft die Lösung vor die Füße. Und man kapiert es trotzdem nicht. Da gibt es so brillante Sätze von Polizisten wie: "I always dont know who the killer is in the books of Christie, Doyle and the other writers" die zusätzlich die Spannung noch einmal anheizen. Erinnert ästhetisch an die aufregende Optik der Scream-Filme und ist doch so eigen. Ich habe ihn geliebt, diesen Film.

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a_krueger

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Bewertung6.5Ganz gut

Formvollendeter Unsinn. Mann muss einfach Eier haben, in einer Szene einfach eine vollkommen andere Lokalität als das selbe Apartment zu benutzen. Aber dafür auch echt gelungener Kamera- und Musikeinsatz.

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uncut123

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

mein zweiter Argento und es hatte spass gemacht mitzurätseln wär der mörder ist.das ende fand ich mehr als top und die mukke war wieder exzellent.hätte mir vor einen jahr jemand gesagt-hier horror/trash von 1971 aus italien -schau mal rein,wär ich nicht drauf eingegangen aber einglück habe ich mich drauf eingelassen...freu mich schon tierisch auf die anderen filme von argento..lass mich überraschen

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mailyn.pelagiokerzenmacher

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Bewertung7.0Sehenswert

Auch hier geben drei Goblins beim Soundtrack alles. Wunderbar! Spannung garantiert, Argento eben.

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JackoXL

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Bewertung7.5Sehenswert

So, das war jetzt endlich mein erster klassischer Giallo (neuere, missglückte Versuche wie "Giallo", traurigerweise ebenfalls von Dario Argento, lasse ich nicht gelten). Was soll ich sagen? Zuerst: Danke (derjenige weiß bescheid). Dann: Das wollte ich sehen. Obwohl ich im Prinzip Neuland betreten habe, war mir das Genre aus der Theorie natürlich bekannt. Das wollte ich sehen, das habe ich bekommen.
An der Stelle zitiere ich den Wikipedia-Eintrag:
"Im Mittelpunkt der Handlung steht oft ein (häufig maskiert auftretender) Serienmörder, dessen Taten in der Regel im Kontext einer psychosexuellen Pathologie stehen und der unter deutlich ritualisierten oder fetischisierten Vorzeichen (z. B. schwarze Handschuhe, phallische Tatwaffen) mordet. Bei den Opfern handelt es sich häufig um attraktive junge Frauen."... "Die oft spektakulär inszenierten Morde bilden die eigentliche Attraktion des Films, während kriminologische und investigative Aspekte der Krimihandlung deutlich nachrangig behandelt werden."..."Oft sind die Gialli visuell sehr reizvoll und effizient inszeniert."
Tja, das trifft hier voll zu. "Tanebre" erfüllt alle diese Vorraussetzungen, und das äußerst zufriedenstellend. Ja, die investigativen und kriminologischen Aspekte werden deutlich nachrangig behandelt, der Fokus liegt klar auf den Mordszenen und das große Plus des Films ist seine stilsichere Inszenierung.
Unter einem Giallo habe ich mir genau das immer vorgestellt: Einen von der Geschichte nicht besonders gewitzten, dafür enorm stimmungsvollen Reißer, der seine Stärken gekonnt ausspielt. Schmuddelig, zeitbezogen, voyeuristisch, auf einfache Reize beschränkt (Sex und Blut). Das mag primitiv klingen, funktioniert deshalb aber so prima, wenn es gut gemacht ist. "Tenebre" ist das zweifellos. Blutige Szenen (nach heutigem Standard natürlich nicht mehr krass, obwohl zum Ende hin schon derbe), nackte Haut, wo sie nicht immer sein muss (man könnte sich durchaus an einigen Stellen zwischenzeitlich etwas angezogen haben oder müsste es nicht unbedingt ausziehen), ein etwas ranziger Charme und handwerkliches Geschick. Die fokusierten Mordszenen sind einfach toll gemacht. Dynamische, effektvolle Kamerafahrten und ein stimmungsvoller Score (leicht trashig, aber viel mehr geil und angemessen), das macht einfach Laune. Dazu ist das Ganze ja nie so biernernst gemeint, dass es an den eigenen Ansprüchen scheitern könnte. Es werden Genrevorlagen bedient, mit diesem leicht trashigen Einschlag, der einfach dazugehört, es geht aber dennoch als ernst gute Unterhaltung durch. Es ist genau zu erkennen, worauf man hinauswollte, es ist durchgehend unterhaltend und oft sogar sehr gut gemacht, im Rahmen der Genreregeln.
Hat mir wirklich gut gefallen, sehr charmant (auf seine eigene Art) und wunderbar kurzweillig. Warum es "nur" 7.5 gibt, liegt einzig und allein an der Tatsache, dass ich mehr Potential erkannt habe, als der Film schlußendlich ausspielt. Wenn die Story etwas besser (ich meine nicht genial, nur besser) ausgearbeitet wäre, sehr geil. Sehenswert ohne wenn und aber, wenn man sich für so was begeistern kann (Genreinteresse muss wohl zwingend erforderlich sein).
Dieses Spätwerk war der Start, ich bin gespannt, was da noch kommt. Ab jetzt: WILL SEHEN!!!

P.S.: Ach, und "Nightmare"-Papa John Saxon ist auch noch dabei, den mag ich. :)

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lieber_tee

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Es ist schon unglaublich das der selbe Regisseur Meilensteine des Genres erschafft (hat) und mit "Giallo" (Der Film) eins der schlechtesten Beispiele des selbigen dreht. Vielleicht hat Argento das ja eher Metaebenen-mäßig gemeint, bezweifle ich aber, besonders wenn man sich sein weiteres Output der letzten Jahre anschaut. Ich denke Dario wird langsam senil. Tenebre wirkt wie UM den Wiki-Eintrag gedreht. Erfüllt wirklich JEDES Element der Definition. Jacko, ich habe den Eindruck, das du den Film sehr durch die Brille heutiger Filmwahrnehmung betrachtet hast. Das ist spannend zu lesen, da für einen Fan, wie ich es bin, so respektable Kritik an den Film geäußert wird. "Ranzig" und "trashig" wären Worte die ich mich NIE trauen würde in diesem Zusammenhang zu schreiben...:) Argento war nie ein guter Geschichtenerzähler und die Kriminal-Handlung (inklusive Auflösung) ist bei Giallis immer eher mau. Bei dem Genre ist (ebenso wie beim Slasher) der Style wichtiger als die erzählerische Substanz.
Schön das er dir gefallen hat.


JackoXL

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Natürlich habe ich den durch die heutige Brille betrachtet, eben da mir dazu der Backround fehlt bzw. ich bisher noch sehr grün hinter den Ohren bin, bezogen auf das Genre, und ich ihn nicht "damals" gesehen habe. "Ranzig" und "trashig" mag sich für Liebhaber sicher etwas gemein anhören, kann ich auch verstehen, ist aber nicht respektlos gemeint. Im Gegenteil, ich fand das toll, das hat ungemein viel Charme. Wenn da mehr kommt, passen sich sicher auch die Sehgewohnheiten an und ich nehme das vielleicht anders auf.
Bin jetzt auf jeden Fall angefixt.


lieber_tee

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Nie war ein Giallo roter...
http://www.rapportoconfidenziale.org/wp-content/uploads/2010/06/Tenebre0.jpg
http://www.dvdactive.com/images/reviews/screenshot/2008/5/tenebre7.jpg

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eXonic

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Und nie hatte ein Giallo eine schönere Kamerafahrt:
http://www.youtube.com/watch?v=1eDtzdKktTw


horro

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein später Höhepunkt von Argento's Giallo-Phase, wo er nochmals alle seine Qualitäten aufblitzen lässt. Triefend vor Symbolik und mit einer teilweise verzwickten, zweideutigen Bildersprache gelingt es dieser, eigentlich simplen, Geschichte den Zuschauer in ihren Bann zu ziehen. Serienmörder ahmt den Roman eines Starautors nach und stürzt alle Beteiligten in eine Spirale der Paranoia und der Gewalt. Nochmals gut gelungen Dario, leider sollte es bald eines deiner letzten Meisterstücke sein.

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horro

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ich hatte hier schon eine uncut-Version von XT-Video, Qualität einwandfrei ... halt aber eben in der Schweiz


Filmkenner77

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Tja, die Schweiz hat halt viele Vorzüge im Gegensatz zu Deutschland. ;-)


hollygolightly1

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Warum unter anderem ein verdammt guter Soundtrack das A und O eines guten Films ist:
http://www.youtube.com/watch?v=-HdhSs4gSaA

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Le Samourai

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Aber hallo! Und hier schön gesampelt von Justice: http://www.youtube.com/watch?v=ZQWuWfxMXA0


hollygolightly1

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ja auch sehr geil!!


Teezy123

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Bewertung7.0Sehenswert

Heftiger Argento Streifen mit spärlich eingesetzten aber treffsicheren Szenen und Momenten.
Soundtechnisch nervt er mich ein wenig... und eben das sorgt auch dafür, dass die Atmosphäre nicht so heftig ist wie sie hätte sein können.
7 Punkte.. allerdings natürlich nur für die Uncut Fassung

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VisitorQ

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

MOMENT! Nur 4 (in Worten: VIER!) Kommentare für einen der besten Gialli überhaupt? Ich bin schockiert und auch ein wenig sauer. Ein Highlight des Genres mit einer irrsinnigen coolen/absurden Geschichte, einem genialen OST von Goblin, saucoolen Mordszenen und Kamerafahrten die einen in die Knie gehen lassen. Angucken! Angucken! Und noch einmal: Angucken!

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Le Samourai

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Im ernst? das kenn ich glaub ich gar nicht...


lieber_tee

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Ja,JAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!!!!


Bartel aka Faniel Dranz

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

TENEBRAE (1982)
Mit diesem klassisch sowie klinischen Giallo kehrte Maestro Dario Argento nach seinem verhexten Überhit SUSPIRIA wieder zu seinen Wurzeln zurück, also genau dem Genre welches er selbst maßgebend mitgeprägt hatte. Mittlerweilen machen ja sogar eingefleischte Argento Fans einen großen Bogen um die gegenwärtig verfilmten Hirngespinste, ihres ehemals so einflussreichen "Berlusconi des Horrors".
Fast jedes seiner Spätwerke war eine, für den Zuschauer unbequeme, Grenzerfahrung in Sachen "Fremdschämen": Ein langsam vor sich hin senilisierender Argento versucht krampfhaft seine eigenen Markenzeichen zu kopieren und servierte uns damit nur noch ein fad schmeckendes Potpourri aus abgestandenen Hirnsäften. Da freut es uns natürlich sehr, wenn die vorbildlichen Humane von ARROW VIDEO die alten Argento-Heuler mit monumentalster Ausstattung auf Blu-Ray feilbieten.
Die neueste meiner Errungenschaften ist TENEBRAE und hier kommt nochmal alles zusammen was zusammengehört: Schwarze Lederhandschuhe, rote Lackstilettos, scharfe Rasierklingen, wunderschöne Dummchen die sich bei Gefahr allen Gesetzen der Logik widersetzen und schnurstracks, durch grandiose weitläufige und kongenial in Szene gesetzte (man verweise hier nur auf die legendäre fast 3 minütige Kamerafahrt) Setpieces in ihr grausames Ende rennen.Die Story um einen amerikanischen Schriftsteller dessen neuer Roman von einem serienkillenden Psychopathen als Inspirationsquelle genutzt wird, ist dabei so haarsträubend das alles zu spät ist.
Eine schlüssige Auflösung ist für Argento eben schon immer ein Mysterium gewesen.
Auch wird in TENEBRAE einem vom Aussterben bedrohten Vertreter der Tierwelt ein filmisches Denkmal gesetzt: Wer noch nie einen fassadenkletternden Jump n´Run Dobermann gesehen hat, der kann dies jetzt bei einem gemütlichen Videoabend nachholen und sich auch noch von einem famosen Giuliano Gemma die Leviten lesen lassen. Viel Spaß!

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eXonic

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Schlägt man das Lateinwörterbuch auf, lässt sich für das Wort „Tenebrae“ die Übersetzung „Dunkelheit“ finden. Genau der richtige Titel für einen Film voller düsterer und alptraumhafter Irrfahrten durch unheimliche, enge Korridore oder Gassen und daher sehr passend für den letzten Teil Dario Argentos Mütter-Trilogie würde man meinen. Allen Erwartungen zum Trotz kehrt der Italiener mit „Tenebrae“ jedoch zu seinen Ursprüngen - dem Giallo – zurück, erschafft dazu noch in den Nachwehen des Subgenres einen der besten Beiträge überhaupt und ist erst recht nicht in Dunkelheit gehüllt.

Ganz im Gegensatz zum übrigen Schaffen Argentos ist sein fünfter Giallo ungewöhnlich hell ausgefallen, was sich durch den kompletten Film hindurchzieht. Die Klamotten der Protagonisten erstrahlen meist ebenso in reinem Weiß wie ein Großteil der Inneneinrichtungen der verschiedenen Schauplätze und wirken so überschaubar und sicher. Wo das gleißende Licht erstrahlt, entstehen aber auch Schatten und diese wirft vorwiegend der erbarmungslosen Killers mit den schwarzen Handschuhen. Die allgegenwärtige Helligkeit, selbst nachts, gewährt auf dem ersten Blick ein Gefühl von Sicherheit und Kontrolle, doch auf dem zweiten folgt die Erkenntnis, dass dadurch auch keine Möglichkeit entsteht, in ein sicheres Versteck vor dem mordenden Irren zu flüchten.

„Tenebrae“ versprüht auf diese Art ein permanentes Unwohlsein, denn das Grauen kann immer und überall ohne Vorwarnung zuschlagen. Zu einer wohligen Atmosphäre ist Argentos steriler Look zudem extrem kontraproduktiv: all die gerade gezogenen Linien, geometrischen Formen und die blassen Farben in seinen Bildern lassen den „kalten Hauch des Todes“ – so der deutsche Untertitel – förmlich spürbar werden. Beinahe stimmungsaufhellend wirkt dagegen das Blut, das viel und oft von den Opfern des geheimnisvollen Schlitzers herumgespritzt wird. Doch nicht nur das: wieder einmal macht Argento aus Mord Kunst. Gerade gegen Ende als Silvio Berlusconis Ex-Frau Veronica Lario die weiße Wand mit ihrem tiefroten Lebenssaft dekoriert, der einen überwältigenden Kontrast zum restlichen Setting darstellt, erschafft sie ganz nebenbei ein modernes Gemälde. Was Argentos artifiziell Tötungssequenzen angeht, darf insbesondere bei „Tenebrae“ eine nicht außer Acht gelassen werden. Bevor der Killer in einer Szene für das Ableben zweier Lesben sorgt, nimmt uns Kameramann Luciano Tovoli mit auf eine fast dreiminütige Fahrt entlang einer Hausfassade, lässt uns immer wieder kurze, voyeuristische Blicke durch die Fenster werfen, bis er schließlich die Hände des Eindringslings in den Fokus nimmt, der sich gerade Zutritt in das Heim der kurze Zeit später krepierenden Damen verschafft. Hierfür lassen sich einfach keine Superlative mehr finden, die die Schönheit dieses Abschnitts beschreiben könnten. Begleitet wird dieser Höhepunkt einmal wieder von Argentos Lieblingsband Goblin, die dem Ganzen den letzten Schliff verleiht.

Wären da allerdings nicht über den kompletten Film hinweg solche audiovisuellen Perfektionen, wäre „Tenebrae“ das Schauen kaum wert. Das argentoeske Drehbuch offenbart wie gewohnt das ein oder andere Logikloch und enthält natürlich das immer wiederkehrende Element eines Charakters, der sich an eine wichtig Schlüsselszene bis zum Schluss nicht richtig erinnern kann, erzählt aber trotzdem eine immer spannende Geschichte und kann sogar mit dem Ende durchaus überraschen.

Die Verpackung der einfachen Geschichte ist für Dario Argentos Verhältnisse mit „Tenebrae“ bei weitem nicht so farbenfroh wie in „Suspiria“ oder verspielt wie in „Deep Red“ ausgefallen, doch ein wahrer Künstler vermag es eben mit jedem ihm gegebenen Werkzeug seine Kunst zu erschaffen. Mit diesem Film gelang Argento genau das und spricht mit seinem überwältigenden Ergebnis einmal mehr jegliche Sinne seiner Zuschauer an.

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Hendrik

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Bevor ich jetzt irgendwelchen Blödsinn schreibe, habe ich mich mal schnell online beim Duden informiert (mir ist das Wort einfach so ins Auge gestochen, daher habe ich es erwähnt) und der schreibt: "(von Tieren) verenden, elend sterben" und "oft derb in Bezug auf Menschen". Ach, es stammt übrigens aus dem Italienischen, passt ja ;-).

Nein, der einzige Argento, den ich bisher mehrfach gesehen habe, war SUSPIRIA, aber eine erneute Sichtung wird früher oder später kommen. Mir ist übrigens aufgefallen, dass ich Giallos immer sehr vorsichtig bewerte (immer so zwischen 6,0 und 8,0), vielleicht sollte ich das ändern. ;-) Und danke für den Link!


eXonic

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Genau das wollte ich auch mit dem Wort ausdrücken. :) Aber habe ja auch geschrieben, dass es Argento nicht nur um die Härte dabei geht, sondern auch um die gleichzeitige schöne Darstellungsweise.
Gialli bewerte ich auch insgesamt vorsichtig. Es gibt glaube ich erst 3 Stück, die bei mir eine höhere Wertung als 8 erhalten haben. Vieles bewegt sich da auf durchschnittlicher Ebene oder ist gleich richtig schlecht. Die wirklich guten Filme kommen scheinbar immer von den gleichen Regisseuren. Doof nur, dass mir bald die Filme derer ausgehen, die ich bereits schätze. Aber vielleicht lässt sich noch der ein oder andere Könner finden. ;)


Skywalker_

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Bewertung9.0Herausragend

Sehr guter Giallo(Italienischer Horror-Thriller) vom Altmeister auf dem Gebiet Dario Argento.
Die handlung ist diesesmal sogar einigermaßen glaubhaft und bodenständig .Die Schauspieler sind auch relativ gut.
Highlight des Films sind die absolut genialen Kamerafahrten(Die Kamerafahrt um das Haus der beiden Lesben gehöhrt zum besten der besten) und die unglaublich spannend inszenierten Mordszenen.
Das Ende ist auch einigermaßen überraschend auch wenn es dem Film an potenziellen Verdächtigen mangelt.
Auch sehr lobnswert ist die Architektur des Films. Der gesamte Film ist im Bauhaus-Stil gehalten was den Kunstfan freuen wird.
Auch, wieder einmal genial , ist der Score von Goblin der die Spannung im Geschehen auf das maximum treibt.
Blut und Gewalt gibts übrigens nicht im Übermaß und die Beschlagnahmung ist ein Witz.
Für Thriller Fans die auch vor einer etwas anderen Art von Film nicht zurückschrecken ein sehr empfehlenswerter Horror-Thriller.

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derblonde

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Bewertung7.0Sehenswert

Absolut sehenswerter Giallo von Argento, der in der deutschen VHS Fassung trotz späterer Beschlagnahmung ordentlich Federn lassen mußte. Das größte Rätsel bleibt allerdings die geniale Kamerafahrt über das Haus der beiden Lesben. Warum wurde die geschnitten? Auf der Ösi DVD endlich zu sehen.

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