Terror Night - Hochhaus in Angst - Kritik

1987 Laufzeit 86 Minuten, Actionfilm, Kriminalfilm, Thriller

Setze Terror Night - Hochhaus in Angst auf die Merkliste und wir sorgen dafür, dass du keine News zum Film mehr verpasst!

Was moviepilot noch bietet: Mach die TOUR.
Melde dich an!

Setze Terror Night - Hochhaus in Angst auf die Merkliste und wir sorgen dafür, dass du keine News zum Film mehr verpasst!
Auf Merkliste

Kommentare


Sortierung

cruzha

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Ich hatte ganz bösen Videotheken-Schrott aus der 80er-Mottenkiste erwartet - gesehen habe ich einen straighten, harten und spannenden Reißer, der extrem viel vom Charme seiner Zeit atmet und dem man auch Einflüsse von Stirb langsam 1 ansieht. Es geht sehr zügig und sehr schnörkellos zur Sache, der Unterhaltungsfaktor stimmt und die Spannungskurve ebenso. Parker jr überzeugt als Sidekick ebenso wie der Rest. Stärker Streifen!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

guggenheim

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Mal unter uns: heutige Actionfilme nerven doch, oder? Klar, nicht alle, aber überraschend viele sind einfach doof. Aktionistische (leider nicht "actionistisch") Kamera, hektischer Schnitt, oft anödend und uncharmant. Dann und wann fischt man sich eine Perle raus, aber in der Summe bleibt das Gefühl, dass wenig geht.
Als Nostalgiker mit Gedächtnisschwund könnte ich jetzt natürlich die 80er bzw. die frühen 90er in höchsten Tönen loben, von wegen "beste Actionfilmzeit" oder so ähnlich. Stimmt natürlich nicht, denn besonders da wurde im Zuge des Aufkommens des Heimvideomarkts reichlich Schrott produziert - mindestens genauso viel wie heute, womöglich sogar mehr.
Dennoch gibt es mehr Actionkracher aus den 80ern, die das gewisse Etwas haben. Es ist der bereits angesprochene Charme. Den haben sie freilich erst in der Rückschau erlangt, und es liegt im Bereich des Möglichen, dass heutigen Produktionen in ein paar Jahren ein ähnlicher Status zugesprochen wird. Bis dato können jedoch nur die ca. 20 - 30 Jahre alten Actioner diesen Anspruch geltend machen.

Zur Kategorie der charmanten Filme dieser Zeit und dieses Genre gehört unbedingt "Enemy Territory". Die Story ähnelt der von "The Raid", nur umgekehrt. Anstatt in ein Hochhaus reinzukommen, wollen hier ein paar Leute aus einem Hochhaus raus. Aber von Anfang an: Ein weißer Versicherungsvertreter fährt abends zu einer Klientin, die in einem Häuserkomplex wohnt, der von Gangs beherrscht wird. Das Hochhaus, in das der unter Geldnot leidende Weiße muss, wird von der Schwarzen-Gang "Vampires" regiert, die nachts alles und jeden terrorisieren, der ihr Territorium betritt. Unglücklicherweise tippt Barry, so der Name des Versicherungsagenten, einem jungen Gangmitglied auf die Schulter und lächelt ihn an, was der als Provokation auffasst. Kurz nachdem Barry den Vertrag mit der alten Klientin unter Dach und Fach gebracht und seine Provision in Bar kassiert hat, bricht das Chaos aus: Der brutale Anführer und seine Bande töten einen alten Wachmann, der dabei das junge Gangmitglied umnietet, das sich provoziert fühlte. Der dunkelhäutige Techniker Will Jackson kommt Barry zur Hilfe - und gerät damit auch ins Visier der Vampires. Die Zwei müssen sich nun vom obersten Stockwerk in die Freiheit kämpfen, während die Vampires jedes Mittel einsetzen, um ihre "Feinde" zu erwischen. Dabei wird deutlich, dass der Großteil der Hausbewohner offenbar ganz normal ist, alle jedoch vor den brutalen Gangmitgliedern Angst haben. Wie zu erwarten gibt es aber doch ein paar Leute, die sich hilfsbereit zeigen.

"Enemy Territory" ist zweifelsohne fehlerbehaftet. Aber die Geradlinigkeit beeindruckt. Da wird sich nicht lange mit einer Vorgeschichte aufgehalten, es gibt keine überflüssige Romanze, nein, hier wird Gas gegeben. Dass nicht auf Klischees - es gibt z.B. einen durchgeknallten Vietnamveteran (Jan-Michael Vincent) und ein attraktives, intelligentes Mädchen (Stacey Dash), das eigentlich zu gut für die Gegend ist und die flüchtenden Männer unterstützt - verzichtet wird, lässt sich dabei verschmerzen.

Ein paar Besetzungs-Schmankerl gibts auch noch: Der Anführer der Vampires ist niemand Geringeres als Tony "Candyman" Todd, der Veteran wird, wie bereits erwähnt, vom früheren Airwolf-Star Jan-Michael Vincent verkörpert, und den Samariter Will stellt Ray Parker Jr. dar. Wer keine Ahnung hat, wer Ray Parker Jr. ist: Einfach mal das Titellied der Ghostbusters-Filme auf YouTube suchen (Übrigens: Meiner Kenntnis nach war das Parkers einzige Hauptrolle in einem Film. Da frage ich mich doch nach dem Warum, denn er macht seine Sache ordentlich). Zudem spielt Deon Richmond noch eine kleine Rolle. Ihr kennt ihn wohl am ehesten als Kenny aus der "Bill Cosby Show" - oder aus dem Horrofilm "Hatchet".

Wer den Unterhaltungswert steigern möchte, der sollte übrigens unbedingt den O-Ton wählen, denn die deutsche Synchro entschärft reichlich. Im Kontrast zur nicht zimperlichen Handlung wirkt der wenig rohe Sprachstil der Synchro irgendwie albern.

bedenklich? 11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten


Deine Meinung zum Film Terror Night - Hochhaus in Angst