The Addiction

The Addiction (1995), US
Laufzeit 79 Minuten, FSK 16, Horrorfilm, Drama, Kinostart 27.03.1997

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von Abel Ferrara, mit Lili Taylor und Christopher Walken

Auf dem nächtlichen Heimweg wird die New Yorker Philosophie-Studentin Kathleen von einer attraktiven Unbekannten in eine Gasse gezerrt und gebissen. Bald darauf entwickelt sie einen unstillbaren Blutdurst, den sie zunächst zu unterdrücken versucht. Als ihr Verlangen zu groß wird, fällt sie wahllos über ihre Mitmenschen her. Erst die Bekanntschaft mit dem kultivierten Vampir Peina bringt sie dazu, ihre Sucht zu kontrollieren. Sie nimmt ihr Leben wieder in die Hand und beendet ihr Studium mit Bravour. Um ihre Dissertation zu feiern, lädt sie ihre Professoren zu einer Party ein, bei der auch ihre Vampirfreunde zugegen sind. Der Auftakt eines großen Gelages.


Cast & Crew


Kommentare (3) — Film: The Addiction

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Prestigeww

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Bewertung0.0Hassfilm

Lang ist es her, dass ich beim Betrachten eines Filmes regelrecht körperlichen Schmerz empfunden habe. An The Addiction ist fast alles furchtbar, aber schmerzerregend ist vor allem diese pseudointellektuelle PoMo-Attitüde des Filmes. Auf der einen Seite macht er sich lustig über den akademischen Betrieb und die moralische Scheinheiligkeit der modernen Gesellschaft. Der Grundtenor lautet: Ja, Vampire sind blutrünstig, aber sie sind doch nichts gegen die mörderische Barberei der achso moralischen aufgeklärten Menschheit. Subtil illustriert durch Bilder aus Auschwitz und Hitler-Reden. Wie provokant! Mir wird jetzt noch schlecht bei dieser Gossen-Sozialkritik. Gleichzeitig ist der Film, trotz seiner achso überlegenen Position, regelrecht ersäuft in eben jener Behemièn-Geschwätzigkeit, über die er sich eigentlich lustig machen will. Der Film ist ein einziges philosophisches Namedropping ohne jeden Sinnzusammenhang. Husserl hier, Heidegger da, und Feuerbach, ach herrje. 90 Minuten lang. Wie ein Philosophiestudent, der am Freitag Sartre ließt und ab Montag nur noch schwarze Rollkragenpullover trägt. Kotzkrampf!

Und diese schlechten Schauspieler! Zu Beginn des Filmes dachte ich mir noch, wie seltsam es ist, dass Lily Taylor ausschließlich in den 90ern besetzt wurde, und Punkt Mitternacht 2000 von der Bildfläche verschwand. Weniger Minuten später wurde mir klar, dass dieses frigide New-York-Emanzentum, das sie verkörpert, außerhalb dieses Jahrzehnts einfach nicht mehr zu ertragen war. Wenn sie versucht, erotisch zu schauen, ist das, als würde Alice Schwarzer Striptease tanzen. Und wie langweilig: Ein Vampirfilm, in dem alle scheiße aussehen. Das darf nicht sein!

Dabei ist der Film völlig uninspiriert in diesem US-Dogma-95-Low-Budget-Schwarz-Weiß gefilmt - weil natürlich Arthouse. Bis auf die Anfangssequenz des Bisses visuell völlig langweilig. Ein Film, den man schütteln, dem man im dunkeln auflauern und verdreschen, den man die ganze Zeit obszön beleidigen möchte, aufgrund seiner Stockimarschigkeit. Ganz großer Schund, der sich für klüger hält, als andere - und doch nur zwei Wochen altes Brot wiederkaut.

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the traveler

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Bewertung4.0Uninteressant

Ganz interessanter Ansatz, den Blutdurst als Sucht zu versinnbildlichen und die Frage zu stellen, was uns als Menschen in unserem Streben, also in der Gesamtheit unseres Handelns vorantreibt - ist es einzig und allein die Befriedigung unser individuellen Sucht?
Ich mag Filme, die derartige Fragestellungen entwickeln und zum Nachdenken anregen. "The Addiction" - eher Parabel als Vampirhorror - konzentriert sich aber nicht auf diese eine Frage, die sich hervorragend mit der Vampirthematik verbinden ließe, sondern greift viel weiter. Ferrara thematisiert das Wesen von Gut und Böse, stellt die von der Hauptfigur - Vampirin und Philosophiestudentin - selbst beidseitig erlebten Täter-Opfer-Beziehungen in historischen Kontext, Verbindungen mit Hitler, hier ein Zitat von Nietzsche, dort ein Zitat ja von wem noch mal, hinterfragt den freien Willen ... und im von Rapmusik unterlegten Abspann ist der Film so überladen wie dieser Satz.

Die ansprechende Schwarz-Weiß Optik und düstere, dumpfe Töne sorgen für eine gewisse Atmosphäre, aber letztlich ist "The Addiction" eine Bilderfolge ohne jegliche Dramaturgie und ohne Aussage.

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xtheunknown

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

eigentlich ist the addiction kein vampirfilm. die zu einem vampir gewordene philosophie studentin sieht in ihrem verhalten als vampir methapern die sie veranlasst über das leben zu philosophieren. so ist z.b. das verschwinden ihres spiegelbilds kein gruseliger effekt sondern für sie eine metapher die sie anregt über ihr leben nachzudenken. ihren blutdurst interpretiert sie als sucht und gedanken über das böse im menschen gibt es reichlich.

aber the addiction ist nicht nur ein film für anspruchsvolle. die stimmigen schwarz weiss bilder und christopher walken sowie lili taylor erzeugen genug stimmung um sich einfach berauschen zu lassen.

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