The American Nightmare
The American Nightmare (2000), GB/US Laufzeit 75 Minuten, FSK 18, Dokumentarfilm, Horrorfilm
5 Bewertungen
Skala 0 bis 10
58 Bewertungen
6 Kommentare
Keine
von Adam Simon, mit John Carpenter und Carol J. Clover
“Es ist nur ein Film.” Daran solle der schockierte Zuschauer immer denken, empfahl 1972 der Trailer zu Wes Cravens gnadenlosem Kriminaldrama “The Last House on the Left”. Nur ein Film? Das blutgetränkte Grauen, das junge Filmemacher damals heraufbeschworen, kannte das US-Publikum in Wahrheit aus der Realität. George A. Romeros “Zombie”, David Cronenbergs “Scanners” oder Tobe Hoopers “Texas Chainsaw Massacre” passten bestens in eine Welt, in der US-Soldaten in einem sinnlosen Krieg verheizt wurden, in der die Nationalgarde auf demonstrierende Studenten feuerte und in der das Weiße Haus als Verschwörernest entarnt wurde. Fesslend beschreibt die Doku “American Nightmare” den Horrorfilm der späten 60er bis frühen 80er als Reflex und Kommentar auf das angespannte Politklima. “American Nightmare” kombiniert dokumentarische Gewalt-Aufnahmen mit Szenen aus Filmen die in Deutschland heute zum Teil indiziert oder verboten sind. In Interviews kommen Horrormeister wie John Carpenter, Gerorge A. Romero, David Cronenberg oder Wes Craven zu Wort. Dabei zeigt sich, dass die Bedeutung ihrer “blutigen” Arbeit den Regisseuren oft selbst nicht bewusst war – bei Hitchcock, so John Landis (“American Werewolf”), konnte sich der Zuschauer in den Händen eines Meisters, aber letztlich doch in Sicherheit wiegen, doch in diesen Filmen begab man sich freiwillig in die Hände von “Maniacs”.
Cast & Crew
- Genre
- Dokumentarfilm, Horrorfilm
Man on Wire
Der Knochenmann
Stanley Kubrick - Ein Leben für den Film
Midnight Movies: From the Margin to the Mainstream
Fish Tank







![[REC]](/files/images/0444/2678/REC_copy_article.jpg)










Kritiken (3) — Film: The American Nightmare
Julio Sacchi: Das Manifest
Kommentar löschenTHE AMERICAN NIGHTMARE ist eine gelungene Untersuchung der Verbindung von sozialen und politischen Phänomenen mit einem allzu oft unterschätzten Genre und ruft mit seinen zahlreichen Ausschnitten noch einmal in Erinnerung, wie unfaßbar intensiv diese Filme waren und auch heute noch sind.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kubrick_obscura: CinemaForever
Kommentar löschenEine interessante Doku über den New Horror, die aber leider schlichtweg zu kurz ist und es nicht schafft dem Thema genügend neue Infos abzuringen. Interessant ist sowieso, dass viele (heftige) Szenen aus Horrofilmen gezeigt werden, die bei uns seit Ewigkeiten indiziert sind.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders
Kommentar löschenDie Dokumentation "American Nightmare" ist ein muss für Horrorfans. In 75 Minuten erfährt der Zuschauer eine Menge über die Genregrößen und kann seinen Wissenshorizont in diesem Bereich enorm erweitern.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (3) — Film: The American Nightmare
DKennyK Thu, 24 Jan 2013 12:30:21 -0000
Kommentar löschen»The American Nightmare« ist ein streckenweise ganz unterhaltsamer Überblick der amerikanischen Horrorfilme der 60er und 70er Jahre.
Leider werden die einzelnen Persönlichkeiten ziemlich knapp abgehandelt und können nur so gerade ihre Inspirationen und Motivationen aufzeigen. Trotzdem bekommt man hier oder da noch einige neue Informationen geboten, was die einmalige Sichtung für Genrefans mehr als rechtfertigt.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
stuforcedyou Tue, 31 May 2011 19:30:53 -0000
Kommentar löschenIntelligent, wenn auch etwas kurz angebunden, durchforstet Filmemacher Adam Simon die US-Kultur nach den Ursprüngen des "American Nightmare". Dabei trifft er Horror-Größen und wahre Legenden wie etwa Make-Up Artist Tom Savini, der erzählt, dass er im Vietnamkrieg lernte wie modellierte Filmwunden aussehen müssen um realisitsch zu wirken.
Die Tour quer durchs amerikanische Horrorgenre bietet einen wirklichen guten Überblick, vor allem über die Zeit als der Horrorfilm lernte effektvoll zu bluten und darüber hinaus eine nicht mehr abzuerkennende politische Dimension erhielt - auch außerhalb des Filmes selbst. So war der Klassiker "Night of the living dead" damals schon ein Skandalfilm, aber nicht nur wegen der Gewalt, sondern auch weil der Held des Films ein Afroamerikaner war.
bedenklich? 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
nikl 1987 Tue, 15 Feb 2011 22:37:01 -0000
Kommentar löschenWie Kubrick_obscura schon sagte: Sehr interessant, aber leider viel zu kurz. Aus dem Thema kann man viel mehr rausholen
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten