Che - Revolucion

Che: Part One (2008), ES/US Laufzeit 131 Minuten, FSK 12, Drama, Historienfilm, Kinostart 11.06.2009

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6.0
Kritiker
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6.4
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850 Bewertungen
53 Kommentare
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von Steven Soderbergh, mit Benicio del Toro und Demián Bichir

Am 26. November 1956 gelangt Fidel Castro (Demián Bichir) zusammen mit achtzig Rebellen auf einer Yacht nach Kuba. Einer von ihnen ist Ernesto ‘Che’ Guevara (Benicio del Toro), ein argentinischer Arzt, der mit Castro das Ziel teilt, die korrupte Diktatur von Fulgencio Batista zu stürzen. Che erweist sich als ein unverzichtbarer Kämpfer, der die Kunst des Guerillakrieges rasch meistert. Wegen seines großen Einsatzes im Kampf wird er von seinen Kameraden und der kubanischen Bevölkerung schnell akzeptiert und verehrt. Che – Revolucion folgt Ernesto Guevaras Weg während der kubanischen Revolution und zeigt seinen Aufstieg vom Arzt zum Kommandeur und schließlich zum Helden der Revolution.

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Regie
Schauspieler

Kritiken (19) — Film: Che - Revolucion

Dr. Borstel: Sharks, Pencils and Ben Aff...

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3.5Schwach

Mit dem Film ist es wie mit Che Guevaras Bart: Eine Überlänge, wo keine sein müsste. Hätte Soderbergh sein Rasiermesser gewetzt (oder Terence Malick die Regie übernommen), wäre hier womöglich ein brauchbares Porträt entstanden.

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Elisabeth Maurer

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7.0Sehenswert

...Doch wie ist sein Blick darauf? Als Grundlage seiner Beschäftigung mit der Figur zog Soderbergh Ches Tagebücher heran. Bestimmend für die Frage nach der Perspektive ist schließlich die Tatsache, daß Ches Tod nur durch eine subjektive Einstellung aus seiner eigenen Sicht heraus gezeigt wird. Also stellt Soderbergh Film die subjektive Sichtweise von Guevara dar. Dies zeigt auch die Konzentration auf das Geschehen in seiner Umgebung. Allerdings sind seine Tagebücher nicht die eines privaten Mannes, der seine persönlichen Erinnerungen und Gefühle aufschreibt. Daher findet sich im Film fast nichts über die private Person Ches, seine Vergangenheit, seine Ehen. Auch gibt es deswegen keine Versuche der Psychologisierung des Charakters. Dies wurde vielfach als dokumentarisch empfunden, als rein beobachtend. Dieser Eindruck entsteht womöglich auch durch die Dramaturgie, die wenig Wert auf Spannungsaufbau und klassische Höhepunkte legt. Doch zeigen die vielen Aufnahmen des Alltags beim Marsch durch den Dschungel, sei es im ersten Teil der in Kuba oder im zweiten der in Bolivien, wie Zeltaufschlagen, Nahrungssuche und die Schlichtung von Streitigkeiten innerhalb der Gruppe eben die Erfahrungen Ches, die er auch in den Tagebüchern beschrieb. Seine Revolution bestand nicht nur aus Kämpfen, sondern vor allem auch aus Marschieren, dem Leben mit den anderen Guerrillas und den Gedanken über die Situation im Land....

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Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

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3.0Schwach

Emblematisches, didaktisches, um Intellektualität bemühtes Soderbergh-Kino, das in seiner völligen Verweigerung einer Positionierung zur Figur Guevara verstellt und müde erscheint, ebenso wie es fleißig an den problematisierungswürdigen ideologischen Facetten vorbei inszeniert.

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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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6.0Ganz gut

[...]Die Vermutung, dass dieser erste Teil nur ein Aufgelopp für den zweiten Teil war, in dem Hintergründe und Beweggründe der Geschichte eingeführt werden sollten, liegt durchaus nahe. Wenn allerdings noch nicht einmal das auf befriedigende Art und Weise gelungen ist, und der Film noch dazu Schwierigkeiten hat, für sich selbst zu stehen, ist das in der Tat ein Problem. Gerettet wird dieser erste Teil durch die handwerkliche Klasse der Bilder und dem brillantem Auftritt von Benicio del Toro.

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Enk: Mental Savage Enk: Mental Savage

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2.0Ärgerlich

[...] Die zugrundeliegende Geschichte hätte genügend Material gegeben für eine spannende mitreissende Handlung, aber der Film verzettelt sich in Details und wirkt streckenweise wie eine lose Aneinanderreihung von Szenen ohne roten Faden. Es ist leider nicht der - wie einige Kritiken bemängelte - sozialistische Rambo geworden, sondern ein ziemlich langatmiges Biopic. [...]

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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4.0Uninteressant

Soderbergh will offensichtlich das Bild Che Guevaras entromantisieren. Aber was ist das Interessante am Mythos? Das Unmythologische? Was ist das Interessante an der Ikone? Die Wirklichkeit? Was ist das Interessante an der Coolness? Die Wärme? Wenn Che vom Mythos handeln will, dann muss er auch vom Mythos handeln. Stattdessen stellt er nur recht plump ein paar Szenen aus einer sehr begrenzten Wirklichkeit auf die Leinwand. Wenn Soderbergh Wirklichkeit erzählen will, braucht er Fakten, Inhalte, Gründe. Am Ende tut er keines von beidem. Che tritt uns hier nicht als Nietzschescher Übermensch und Seher vom Berge entgegen, aber auch nicht als Schurke oder Depp. Er wird zum weißen Blatt, das wir beliebig beschreiben können, das aber am Ende immer weiß und undefiniert bleibt. Denn eine Kraft hat der Film: egal welche Interpretationen zurückweisen zu können.

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sushi25: movie-fan.de

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6.0Ganz gut

Aufwendig gemachter Biopic (Danke smu137 für den Hinweis) mit gutem Hauptdarsteller, aber mein Problem ist, dass Biopics/Doku's für mich nicht zwingend ins Kino gehören. Der Film lebt nicht von Szenen, die auf der großen Leinwand gesehen werden müssen. Fürs Fernsehen ein Knaller, aber dafür natürlich eigentlich zu teuer.

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E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film

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6.5Ganz gut

Wie man es dreht und wendet, bleibt "Che" ein Rätsel. Ein Tableau, das etwas Großes als von Alltäglichkeiten Bestimmtes vor Augen stellt. Eine Revolution, die nur kleinteilig voranschreitet - und noch die Bilder des Triumphs lässt Soderbergh weg. Eine auf Phasen begrenzte Biografie, die einem den Gegenstand nicht näher bringt. Der Umgang mit einer Ikone, der diese weder erklärt noch zerstört, sondern in apathisch-schönen Bildern einen niemals sonderlich charismatisch scheinenden Dschungelkämpfer sein lässt.

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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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8.0Ausgezeichnet

Soderbergh zeigt den Held mit hehren Zielen als Idealist mit Asthma. Mit Benicio Del Toro („Traffic“) fand er seine ideale Verkörperung. Del Toros Präsenz ist allgegenwärtig. Dieser Kraftakt brachte ihm den Darstellerpreis in Cannes ein. Der langwierige, zermürbende Dschungelkampf zehrt indes auch an der Ausdauer der Kinobesucher. Die müssen zudem auch abseits der Leinwand Durchhaltevermögen beweisen, denn der zweite Teil wird hierzulande erst einen ganzen Monat später in den Kinos zu sehen sein. Doch die Investition lohnt, denn Soderbergh gelingt mit seinem Projekt eine authentische Abbildung der Historie einer Legende.

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Jürgen Kiontke: Jungle World, ai-Journal, K...

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6.5Ganz gut

Soderbergh führt heran, erklärt sich selbst, was er anderen erklären möchte – und zwischenzeitlich fühlt man sich sogar an Filme von Ken Loach erinnert, dessen Thema das hier natürlich wäre.
Dass Soderbergh leider nicht so genial und kontext-affin ist wie Loach, muss man bald einsehen. Denn allzuviel Energie wird darauf verwendet, dass alles so aussieht, wie es aussehen muss. »Che – Revolucion« bietet eine Menge langer Einstellungen, in denen man den Revolutionären – qualmende Zigarren, qualmende Colts – beim Rauchen zusieht, und dem Betrachter mögen da wiederum die vielen Hansel des Pop-Kosmos einfallen, die genau dieses Verhalten kopiert haben: Sieg eingefahren, Zigarre angesteckt. Dabei u.a. schon gesehen: Arnold Schwarzenegger auf der Cebit, Will Smith am »Independence Day«, nachdem er die Außerirdischen mit der Atombombe verprügelt hat, Rot-grün beim Wahlsieg 1998. So wird Che von der eigenen Serialität eingeholt.Was würde Guevara heute tun, hätte man ihn bei seiner Mission in Bolivien nicht umgebracht? Wahrscheinlich immer noch rauchen, wenn auch auf dem letzten Loch. Und mit Hugo Chávez und Diego Maradona Solarkraftwerke für Südamerika planen. Vielleicht gäbe es weniger T-Shirts – oder mehr Copyright. Kampfgefährte Camilo (Santiago Cabrera) scheint das Schicksal seines Kumpels schon damals verstanden zu haben. »Ich sperr dich in einen Käfig«, sagt er in einer Filmszene von »Che – Revolucion«, »zieh dich durch Kuba und verlange Eintritt. Bald sind wir reich!«

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Jürgen Kiontke

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jawohl!


HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost

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6.0Ganz gut

Das zweite große Rätsel von „Che“ ist die Frage, was um Himmels Willen während der (laut Presseheft) „siebenjährigen Recherche“ über Che recherchiert worden ist. Wir bekommen weitgehend das Heiligenabziehbild von St. Revoluzionario zu sehen, der streng aber gerecht ist, seine Genossen nicht im Stich lässt und selbst noch auf der Flucht Zeit findet, sich um die Zähne armer Eingeborenenkinder zu kümmern. Die weißen Stellen in unserem Bild des ausgebildeten Arztes – seine Terrorherrschaft als Castros Robespierre, sein Scheitern im Kongo – spart Soderbergh konsequent aus. Selbst sein Liebesleben wird auf ein Minimum reduziert, was Franka Potente erneut eine äußerst undankbare Rolle einbringt.

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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

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6.0Ganz gut

Sein Konterfei prangt auf T-Shirts und Kaffeetassen und ist längst ein popkulturelles Phänomen des Revolutionsschicks der westlichen Welt geworden. Die Rede ist von Ernesto Guevara, der es unter seinem Spitznamen Che zur Personifizierung des coolen Revoluzzers gebracht hat. Nun hat sich US-Regisseur Steven Soderbergh an die Verfilmung eines Lebensabschnitts des gebürtigen Argentiniers gemacht. Soderbergh hat mit Filmen wie der „Ocean’s“-Reihe, aber auch ernsthaften Stoffen wie „Erin Brokovich“ oder dem Drogendrama „Traffic“ immer wieder unter Beweis gestellt, dass er es geschickt versteht, Anspruch mit kommerziellem Erfolg zu vereinen. Man durfte also gespannt sein, auf welche Weise sich der Regisseur der historischen Figur nähern und welche Schwerpunkte er in deren ereignisreichen Leben setzen würde.
Lief Soderberghs Film vor einem Jahr im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes noch an einem Stück und dauerte etwas mehr als vier Stunden, so bringt der deutsche Verleih das Werk…

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W. Hamdorf: Deutschlandradio, film-dien... W. Hamdorf: Deutschlandradio, film-dien...

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7.5Sehenswert

In seiner Filmografie pendelte Soderbergh immer zwischen großen, eher konventionellen Projekten und kleineren, sehr persönlichen Independent-Filmen. In seinem „Che“-Zweiteiler findet er, wie in „Traffic“ (fd 34766), die Verbindung zwischen beiden Welten. Trotz des Millionen-Etats, zahlreicher Drehorte und internationaler Stars inszeniert Soderbergh ganz im Duktus des „guerilla filmmaking“, mit Handkamera, im Dokumentar- und Reportagestil. Dadurch wirken auch die Schauspieler erstaunlich natürlich; bei der ersten öffentlichen Aufführung des Films in Havanna sorgte allerdings besonders die Darstellung Fidel Castros durch den populären mexikanischen Fernsehschauspieler Bichir für schallendes Gelächter, weil er die Gesten des „Maximo Lider“ brillant kopiert, aber durch einen leichten mexikanischen Akzent fast parodistisch wirkt. Verblüffend authentisch dagegen Benicio Del Toro in der Titelrolle. Am Ende des Ausflugs in die Geschichte der kubanischen Revolution wird deutlich, dass Soderbergh den revolutionären Mythos nicht in Frage stellt, ihn durch eine eigene Ästhetik und die elliptische Struktur eher verjüngt.

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Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,... Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,...

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8.0Ausgezeichnet

In Che – Revolución herrscht eine ansteckende Euphorie, eine Genugtuung über das Gelingen. Soderbergh inszeniert das als nüchternen Rausch. Er hat einen Actionfilm über ein Handwerk gedreht, das Tag für Tag mit selbstverständlicher Hingabe ausgeübt wird. Sein Held ist Stratege ebenso wie Kamerad, der Alphabetisierung des Volkes widmet er die gleiche Aufmerksamkeit wie den Geboten des Kampfes. Der Widerspruch zwischen Individuum und Gemeinschaft löst sich auf dem Feldzug durch die Sierra Maestra mühelos auf: Che ist ihr natürliches Zentrum.

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Björn Lahrmann: Das Manifest

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5.0Geht so

Der Film weiß sehr genau, was er alles nicht sein will. Was er allerdings sein will, wird auch nach summa summarum vier Stunden nicht ganz klar. Salopp und verkürzt gesagt, wird hier sehr lange ohne größere dramaturgische Kohärenz durch den Urwald gelatscht.

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alviesinger: bummelkino

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5.5Geht so

Der schnarchige Kampf der Revolutionäre Teil eins: Geschichtsfernsehen im Kino über den gnadenlos gerechten Che Guevara mit der erwartungsgemäßen Glorifizierung des alten Marxisten. Aber Soderbergh spart nicht an Kritik: Che darf auch mal herrsch-, rach- und rechtsüchtig sein. Das ist nicht immer angenehm, geschieht aber stets getreu den Gesetzen der Revolution. Filmisch betritt das Biopic ausgetretene Pfade: Rückblicke, wilde Sprünge im Zeitstrahl, dokumentatorisches Einblenden von Daten und Orten, Interview-Fetzen, Dschungelkämpfe, Straßenschlachten. Nervig ist nur, dass die Bewunderung Del Toros und Soderberghs fortwährend durch das oberflächlich objektive Werk suppt. Richtig übel in der Zurschaustellung von Batistas Militärregime und den Gegnern der Revolution: Das sind alles hinterlistige, verräterische, feige und zwielichtige Schweine. Während die Revolution nur Gutes schafft und im Kampf unzählige Märtyrer hervorbringt. Viva schwarzweiß! Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Woody Allens „Bananas“ ist da kritischer und weitaus unterhaltsamer!

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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

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6.5Ganz gut

Der Film ist sehenswert, gerade weil besonderen Wert auf visuelle Details und auf anspruchsvolle Machart gelegt wird. Allerdings ist das psychologische Porträt einer fesselnden, historischen Figur sonderbarerweise langweilig und nichtssagend.

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A.O. Scott: New York Times A.O. Scott: New York Times

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8.0Ausgezeichnet

Herr Soderbergh zeigt erneut einen meisterhaft gemachten Film. Che ist, obwohl sich der Film an die Historie anlehnt, kein Filmepos sondern eine Romanze. Auch wenn der Regisseur sich sehr um die Wahrhaftigkeit der Fakten bemüht, bleibt der Film ein Märchen.

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Jean-Luc Douin: Le Monde Jean-Luc Douin: Le Monde

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7.5Sehenswert

Der Entschluss ein altruistisches Porträt des Che zu zeichnen verhindert, dass Benicio del Toro einen feurigen Guevera spielt. So kann sich Demian Bichier das Bild des Fidel Castro abzutragen und Soderbergh unterschätzt so auch die Kontroverse zwischen den beiden Männern. Der Che ist hier alles ausser der psychopathische Terrorist und das blutrünstige Tier, das in den Medien damals gezeichnet wurde.

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Kommentare (33) — Film: Che - Revolucion


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TheBruceWayne

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sehr gute und wichtige Filmreihe über den wohl bekanntesten Revolutionär des 20ten Jahrhunderts.Der Film ist vielen in Bereichen grandios, stellt sich aber manchmal selbst ein Bein.Es bedarf einiger Kenntnisse von Che und der Bewegung des 26. Juli, um richtig mitzukommen.Die viel kritisierte Kälte und Unzugänglichkeit zu Che und dem Film selber gehören aber nicht zu den Schwächen.Auch wenn Ernesto hier zugegebener Maßen doch etwas glorifiziert wird, kann man die kalte unobjektive Darstellungsweise doch nur loben.Wer will schon einen einseitigen Film, welcher Che als übergroßen, marxistischen Freiheitskämpfer, als Lawrence von Südamerika darstellt oder einen erzkonservativen Film, welcher Che als größenwahnsinnigen, über Leichen gehenden, selbstgerechten Idealisten darstellt, sehen ? Vielmehr zieht sich die Handlung hier und da etwas in die Länge und die Nebencharaktere verblassen etwas. Fidel Castro z.B. kommt sehr blass rüber.Unabhängig davon wie man zu ihm steht, kann man ihm sein großes Charisma ja kaum absprechen.Auch das Fehlen mancher wichtiger Ereignisse erschwert den Filmgenuss, denn soweit ich weiß wurde die Guerilla direkt nach der Landung in der Schweinebucht schon beschossen und stark dezimiert.Das große Highlight des Films ist aber ganz klar Benicio del Toro als Che.Del Toro ist einfach Che.Darstellerpreis in Cannes war daher vollkommen berechtigt.Das Fehlen von musikalischer Untermalung kann man jedoch nur gutheißen, auch wenn ein Soundtrack ala "Los Caminos" von Pablo Milanes oder " Balderama" von Mercedes Sosa, schön, aber sicher zu pathetisch gewesen wäre.Man merkt ihm und Soderbergh einfach an das "Che" ein Herzensprojekt war. Schade nur das sie ähnlich katastrophal gescheitert sind, wie ihr historisches Vorbild was Kritikermeinungen angeht.Für mich persönlich sind beide Teile von Che, obwohl sie recht unterschiedlich sind, (Revolucion ist unterhaltsamer/Guerilla ist dokumentarischer/geht unter die Haut) ein kleines großes Highlight, was Biografie Filme angeht.

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Donzaffi

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein Film den man sich gewiss nicht ohne Vorkenntnisse anschauen sollte, ich betrachte es einfach als Film mehr nicht und als das fand ich ihn sehr gut.
Was davon geschichtlich richtig und was falsch ist könnte ganze Seiten hier füllen deshalb lass ich das mal so stehen.

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TheBruceWayne

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@Donzaffi Nanu von 10 auf 7,5 ?Hoffe es lag nicht an mir :)Du kannst die 10 da stehen lassen.Allein Benicio del Torro wegen.Der war 100 % Ernesto.


Donzaffi

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Hatte 10 gegeben wegen eigener Sympathie zu dem Stoff, aber ich gebe nie 10 Punkte beim ersten sehen, fand das daher ein bisschen unfair den gleich beim ersten Mal 10 zu geben


SamRamJam

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich beschwere mich bei Biopics ja immer wieder gerne darüber dass sie nicht objektiv genug sind, beziehungsweise nur eine Alternative zur Realität darstellen.
Soderberg scheint es ähnlich zu sehen, und liefert hier hauptsächlich bewegte Bilder zu tatsächlichen Ereignissen (ähnlich zum Beispiel beim Baader-Meinhof Komplex). Daher immer verständlich dass solchen Unterfangen eine gewisse Kälte und Beziehungslosigkeit zu ihren Figuren vorgeworfen wird. Für mich allerdings die einzige Möglichkeit, wie Geschichte als Spielfilm funktionieren kann.
Wie bei dieser relativ seltenen Sparte aber üblich, sollte man ein bisschen Vorabwissen mitbringen um die gezeigten Bilder in den Kontext zu setzen, da hier das Hauptaugenmerk auf Ché liegt, passiert es schon recht häufig dass manche Personen ohne besondere Einführung einfach auftauchen und verschwinden. Dazu noch die Zeitsprünge zwischen den beiden Handlungssträngen (drei, wenn man Mexiko dazuzählt).
Die meisten negativen Kommentare gehen hier ja auch eher in Richtung a) generelle Ablehnung der Person/ dem Kult Ché oder b) angebliche Langweile.
Nun, wer was gegen Ché hat, dem will ich nicht wiedersprechen. Wozu auf politische Seitendiskussionen eingehen, da müsste man erst ganz andere Sachen besprechen bevor man zu Ché kommen würde (bisherige persönliche Erfahrungen zeigen, dass die meisten da schon einfach beim Wissen um entsprechende Sachverhalte scheitern). Zur Langeweile: Es ist richtig, die wenigen Kampfszenen laufen hauptsächlich mit Voice-Over von Chés UN Rede oder seinen revolutionischten Gedankengängen, und auch die Endschlacht zeigt nicht Havanna, sondern nur eben eine Schlacht die ohne Musik und anderen Pompöse auskommt.
Einer dieser Filme, zu denen mir soviel einfällt, dass ich all das gar nicht hier niedertippen kann (20-seiten lange Kommentare würde ja auch keiner lesen). Daher hier kurz: Für mich ein sehr Sehenswerter Film der Wertungslos erzählt und trotzdem versucht sich seinem Protagonisten anzunähern. Als Zusatzmaterial empfehlenswert für jeden der sich näher mit Ché befassen möchte, als Einzelmaterial sind Spielfilme mMn eh nicht geeignet.

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8martin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Es sind zwei eigenständige Filme über die letzte Lebensphase von Che Guevara. Verständlich, dass im 1. Teil ihm noch Fidel Castro zur Seite steht, der charismatische Führer, während Che der intellektuelle Kopf der Revolution, ihr Sprachrohr und ihr Symbol war. Wir sehen die erfolgreiche kubanische Revolution mit Agrarreform (‘Das Land gehört dem, der es bearbeitet.‘) und Bildungsoffensive. Es geht vom Dschungelkrieg zum Häuserkampf. Im Gegensatz zum 2. Teil, der in Bolivien spielt, gelingt es Che dort nicht, die Landbevölkerung zu überzeugen. So muss das Unternehmen zwangsläufig scheitern.
Besonders im 1. Teil sehen wir ein Wechselspiel von s/w und Farbaufnahmen. Die etwas verwackelten s/w Bilder wirken wie echte Dokumentaraufnahmen und verleihen wirkungsvoll Authentizität. Dazu wird hier auch noch ideologisch nachgelegt. Es gibt marxistische Dialoge und Lebensweisheiten über Motive eines echten Revolutionärs. Der kurze Hinweis auf das verhasste Regime von Batista (Teil 1) genügt, um zu verstehen, warum die Revolution in Kuba gelang. Der 2. Teil zeigt, wie sich die strategische Schlinge immer enger um Ches Hals zusammenzieht und einhergeht mit seinem körperlichen Verfall. (Sackgasse oder Kreisverkehr!?) Was aber nicht seinen Aufstieg zum Mythos verhindert. Bei seinem Ende hat Soderbergh bewusst auf das Foto des toten Che verzichtet, das damals um die Welt ging. Stattdessen sehen wir ihn quick lebendig auf einer Schiffsreise. Etwa über den Acheron? Ein unglaublicher Benicio del Toro hingehen macht die Qualität des Films aus. Sehenswert.

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Kaiser1337

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich kann nichts über die Authentizität des Films sagen. Ich versprach mir Inspiration. Die hat der Film, diese Person mir gegeben. Ein Mensch, der alles aufgibt, obwohl er alles gewonnen hat (Kuba), um weiterzumachen. Der Film hat Ambiente, die ricthige Kulisse, Atmosphäre und die Schauspieler, die wirklich authentisch aussehen.
Wolfgang Biermann nannte ihn in seinem Lied "Commandante Che Guevara" den Jesus mit der Knarre. Das war er wohl. Die filmische Umsetzung konzentrierte sich mehr auf seinen Guerrilla-Kampf, seine Überzeugungen und Dialoge gingen ein bisschen unter, aber sie waren da. Gespräche mit Bauern sozusagen, das war mir das Eindrücklichste. Ich hätte mir schon beim ersten Eindruck dieser verarmten Kreaturen und ihren Baracken gedacht, ob Revolution oder nicht, ob Kommunismus oder nicht, ist doch egal: Ändern tut das nichts. Aber die Argumente Ches überzeugen doch sehr stark, sie werden leider nicht so häufig, aber wenn, dann mit aller Eindrücklichkeit angeführt und Emotionen. Ansonsten blieb der Film eher emotionsschwach, hätte mir da mehr gewünscht. Auch gab es ein paar Szenen des Alltags, wo man sich nur dachte, ziemlich gestellt, dass für diese Kurzszene ein Kampferlebnis erzählt wird und dann Szeneaus. Ansonsten Top-Film!

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The_Comedian

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Bewertung3.5Schwach

Steven Soderbergh vergeht sich mit dem ersten Teil des Biopics über den kubanischen Revolutionär argentinischer Abstammung in schöpferischer Arroganz. In ´Che´ prallen inszenatorisch zwei Welten aufeinander, nämlich Krieg und Politik, wobei die theatralisch zur Schau gestellten Kampfhandlungen doch deutlich überwiegen. Der Zuschauer erhält zwar deutlich Einblick in Kampftaktik sowie psychologische und physiologische Kriegsführung, man kann Soderbergh jedoch in diesem Zusammenhang durchaus Ideenarmut unterstellen, denn eine deutlichere Fokussierung auf die Hauptperson bleibt der Regisseur schuldig. Zwar erfährt man viel über den Kämpfer Che, wie zum Beispiel Wesentliches im Zuge seines revolutionären Grundgedankens von ´Kämpfen und Lernen´ auf der einen, sowie ´ Vaterland oder Tod´ auf der anderen Seite, der Mensch Ernesto bleibt dabei allerdings zu sehr auf der Strecke. Soderbergh läßt Benicio del Toro mit gezogener Handbremse spielen, was gerade einem so wandlungsfähigen und improvisationsfreudigen Darsteller wie ihm ganz und gar nicht zu Gute kommt. Dabei wird Che´s charakterliche Dualität lediglich anhand seines Führungsstils (´ mit Zuckerbrot und Peitsche…´) wage umrissen, dazu gesellt sich sein Asthmaleiden als emotionales Bindeglied zur Truppe, aber von seiner Vergangenheit, gar Kindheit oder ideologischen Entwicklung fehlt leider jede Spur. Zugegebenermaßen wird seine öffentlich-politische Unfähigkeit im Gegensatz zu seinem Kampfgeist gut veranschaulicht, Che fungierte wohl eher als Castro´s führendes Individuum an der Front, wo er sich abwechselnd als mitfühlender ´Kindergärtner´ und strenger Pädagoge gegenüber der Truppe profilieren konnte. Womit wir bei Fidel wären. Steven Soderbergh´s zu Anfang erwähnte, arrogante Anmaßung an der Weltgeschichte Kuba´s manifestiert sich auch in der wohl etwas realitätsfremden Darstellung des jungen Castro als ängstlichen Eierkopf und Hyper-Intellektuellen ohne Mumm und Charisma. Inkonsequenterweise wertet er Che damit als toughen, starken Mann im Hintergrund auf, ohne dass sich del Toro wie oben erwähnt frei entfalten kann. Als handwerklich innovativ und interessant kann man Soderbergh´s musikalische Spielereien werten, wenn ein plötzlich einsetzender Score inmitten politischer Reden einsetzt und wieder spontan abreißt. Wenn hier die provokante These der Nichtigkeit von politischem Geschwafel im revolutionären Gedanken aufgestellt werden sollte, ist dies sehr avantgardistisch gelungen, viele Zuschauer dürfte es aber eher gestört haben. Zum Ende des Filmes werden Che´s Prinzipien überdeutlich, die erzwungene Kapitulation durch gezielte Kommunikation sowie der jahrelange, schwelende Bevölkerungshaß auf Machthaber Batista werden ebenfalls leider nur kurz und undeutlich umrissen, hier besteht allerdings noch Hoffnung und Steigerungspotenzial in Bezug auf Teil 2, wenn es nun richtung Havanna geht. Zu befürchten bleibt allerdings, dass Soderbergh seinen eingetretenen Pfad bereits weiter eingeschlagen hat, was sich für den Verfasser dieser Zeilen noch herausstellen wird. Sodann dürfte das Gesamtprojekt, wenn Benicio del Toro das Ruder nicht noch herumreißen konnte, als gescheitert betrachtet werden.

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dbeutner

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Bewertung5.5Geht so

Szene, Schnitt, Szene, Schnitt. Kontext: Keiner. Story: Keine. Das ist das wesentliche Gefühl, dass mich über zwei Stunden begleitet hat. Achja: Unmotivierte Zeitsprünge und in den Interview-Szenen eine säuselnde Interviewerin, dass man denkt, man würde gleich von Zuckerguss übergossen. Kein Näherbringen einer Figur und ihrem Antrieb, keine Für-und-Wider, keine Spannung, eigentlich nichts.

Bleibt anzuführen, dass der Film erlesene Bilder bietet und del Toro natürlich überzeugt (im "als Che Dreinschauen", viel mehr wird ja nicht von ihm verlangt). Schauspielerisch ist das Niveau aber auch sonst hoch.

Was hier schon erwähnt wurde, sind lächerliche Szenen, wenn das Alter einer Figur mit 14 angegebenen wird, und wir es mit einem sehr erwachsenen Mann zu tun haben. Unfreiwillige Komik, die in einem so ambitionierten (in meinen Augen aber eben auch nicht mehr, sondern an seiner Ambition gemessen: gescheiterten) Film doppelt peinlich wirkt.

Zudem gibt es Szenen, die Che ganz schlicht verkaufen wollen, etwa bei der Frage, dass das Plündern und Vergewaltigen natürlich strengstens verboten und im Wesentlichen durch Abtrünnige begangen wird. Hier wird massiv simplifiziert.

Schade drum, dass ein so an und für sich sicherlich ergiebiges Thema, gerade wenn man mal prickelnde moralische Fragen eingestreut (und vielleicht offen gelassen) hätte, am Ende als Lebenszeitverschwendung inszeniert wird.

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The_Comedian

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Treffender Kommentar, nur zu hoch bewertet!


BlueSquirrel

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Bewertung7.0Sehenswert

Kein Vorurteil zu Gunsten eines Lagers, welche sich selbst inzwischen in mehr als nur in Rechts oder Links gespalten haben dürften. So was kann gut schiefgehen und leidenschaftslos enden. Aber Soderbergh versteht was von dem Problem, tat er immer. Gutes Infotainment, welches dann doch vielleicht etwas Che-matisch geraten ist, aber so fühlt sich das eben an, im Geiste der Revolution zu gastieren. Da brauch ich kein Rechts, und auch keine blöde Lektion von einem aufgeklärten neo-intelligenten Moralexperten. Aromatisch und trocken wie 'ne dicke Kubanische (möglicherweise). Brennt lange, also Zeit und etwas sozialistisches Wehklagen mitbringen,...wenn wir bitten dürfen!

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stuforcedyou

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Bewertung4.0Uninteressant

Steven Soderbergh erweist dem historischen Vorzeigerebellen Ernesto "Che" Guevara seine Ehrerbietung, in dem er seine größten Taten in zwei Spielfilme verarbeitet. Teil eins dieses insgesamt über vie Stunden dauernden Gesamtwerks erweist sich als nüchterne Erzählung des Putsches gegen den kubanischen Diktatur Batista. Soderbergh versucht dabei erst gar nicht auch die Schattenseiten des Guevara zu zeigen, stattdessen verbirgt sich hinter den monotonen Schnitten und dem herausragenden Spiel von Benicio DelToro ein waschechter Lobesgesang an den Argentinier. Che ist hier der perfekte Held doch dies erweist sich als über die Laufzeit von über zwei Stunden als viel zu simpel und auch viel zu synthetisch. Soderbergh hätte gut daran getan den Rebellen Che etwas genauer zu beleuchten, so, komplett ohne Ecken und Kanten, wirkt er ähnlich flach und eindimensional wie sein Konterpfeil auf einem T-Shirt.

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JAYonly

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also ich laufe auch ab und an mit so einem T-Shirt rum, mehr weil ich es als Pop Art Kunst verstehe, und ein Fan von Warhol bin.

Allerdings weiss ich sehr wohl wer Guevara war, wie gegensätzlich er war, zum einen die Leute befreien wollte, jedoch nur in Gewalt eine Lösung darin sah.

Es ist die Kontroverse über ihn, die mich so fasziniert.
Zum einen ein Markensymbol geworden (was er hassen würde), als Guerillaheld verehrt (was er nach gerade einmal 3-4 Jahren im Guerillakampf sicher nicht war), und nicht vor Mord zurückstreckend, kann ich für diejenigen die mehr wissen wohlen, nur die Biografie von Daniel James (Mythos und Wahrheit eines Revolutionärs) empfehlen, was sicherlich die beste Auseinandersetzung mit ihm, seinen Ansichten, seinen Taten darstellt.


Kaiser1337

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@JAYonly Warum soll er kein Guerillaheld gewesen sein, wenn er doch das Kommando der Angreiftruppe auf Santa Clara übernahm und diese Stadt erfolgreich einnahm und damit die Flucht von Batista herbeiführte?


Schlegel

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Bewertung7.5Sehenswert

Ruhiger Bilderfluss, stilsicher und ohne Revoluzzer-Pathos. In der Wahl seiner Mittel ist der Film erste Sahne, und zumindest an der Oberfläche gibt er sich sehr sophisticated. Für ein eindrückliches Kinoerlebnis reicht mir das; gegen Oliver-Stone-Filme hab ich ja auch nie was gehabt.

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Blonder

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Bewertung7.5Sehenswert

Die meisten Filme über Che zeigen eigentlich nur sein Wirken auf Kuba. Denn es wird hier mehr auf die Nöte und Probleme der Kubaner eingegangen als auf Che selbst. Er trifft während der Revolution Menschen die ihm ihr Leid klagen, dadurch bekommt der Zuschauer ein Bild wie die Bevölkerung damals lebte. Klar diese ungewöhnliche Erzählweise ist sehr gewöhnungsbedürftig, ich habe selbst zwei Anläufe gebraucht um ihn zu gucken. Aber nach der ersten halbe Stunde hat er mich so in seinen Bann gezogen, dass die Langeweile wie weggeblasen war.

Dennoch wird Che hier etwas zu verehrt, natürlich ist klar, dass die Regierung auf Kuba weg mußte. Aber nach dem erfolgreichen Staatsstreich ließ er Hunderte hinrichten und wohnte fast jeder Hinrichtung persönlich bei. Doch das ließ dieser Film aus. Man hätte ihn etwas kritischer drehen sollen oder zumindest ein paar Andeutungen machen, damit sich jeder Zuschauer selbst ein Bild von Che machen kann.

Handwerklich gibt es nichts zu beanstanden. Besonders haben mir die eingebauten schwarz-weiß Szenen gefallen, die dem ganzen eine gehörige Portion Authenzität verleihen. Aber auch Benicio DEl Toro kann als Che ganz überzeugen und ist meiner Meinung nach bis jetzt der beste Schauspieler der den Revolutionskämpfer gespielt hat.

Ein etwas ungewöhnlicher Film, dem man aber dennoch eine Chance geben sollte. Wenn man sich auf ihn einläßt, läßt einen diese faszinierende Geschichte bis zum Schluß nicht mehr los.

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AKS

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Bewertung6.0Ganz gut

Die Vorhersage "Ganz gut" war zutreffend. Nur hatte ich den Eindruck daß der Schnitt des Films total planlos war.

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maslobojew

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Bewertung6.5Ganz gut

Was die Actionszenen betrifft im Vergleich zu anderen Produktionen eher unspektakulär und zurückhaltend, vielleicht kommt das den Realitäten auch am nächsten.
Allerdings verfährt Soderbergh mit der Figur Guevara genauso und das nimmt dem Film viel von seiner möglichen Wirkung, denn egal wie Guevara nun war (wer kann das schon wirklich wissen?), der Regisseur unternimmt hier keinen eigenen ernsthaften Versuch einem den Menschen Guevara aus seiner subjektiven Sicht näher zu bringen.
So führt der Film nur eine wandelnde Ikone vor. Da fand ich die Motorcycle Diaries wesentlich besser, bei dem ich schon ahnen kann, was aus dem Ernesto mal werden könnte.
Einzig und allein die Schwarz-Weiß-Aufnahmen zum Besuch in den Staaten nach der Revolution fand ich fesselnd und gelungen.

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spanky

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Bewertung6.5Ganz gut

Die Revolution hätte spannender ausfallen können! Aber vielleicht ist Soderbergh wirklich so nah an der Geschichte, und verzichtet deshalb auf jedwede Action-Ausschmückung. Zu del Toro kann ich nur sagen: Als ich ihn das erste mal (bewusst) sah in "Die üblichen Verdächtigen", dachte ich: "Der sieht ja aus wie Che Guevara". Und er sieht nicht nur so aus, er IST es einfach (bis auf wenige Szenen, wo der Kinnbart doch allzu angeklebt kommt).

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dragon1974

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Bewertung3.0Schwach

Langweiliges Gefasel mit ein paar bemühten "kriegsszenen"!
Weder kommt der Revoluzzer Che wirklich zur Geltung, noch erinnert man sich auch nur eine Stunde nach dem Film an irgendeinen Satz...

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Deep Ford

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Bewertung3.0Schwach

Ich finde es soooooo schade, dass es bis jetzt keine Verfilmung über Che gibt, die irgendeinen emotionalen Zugang zu dieser Ikone ermöglicht hätte. Die Reise des jungen Che war schon ziemlich oberflächlich, umso mehr habe ich mich auf diesen Film gefreut und wurde wieder enttäuscht. Nichts außer sozialistischer Kampfsprüche, ein paar marxlastiger Philosophiefragmente und viel heißer Luft. Nicht mal der großartige Benicio del Toro kann da etwas machen.
Die Überzeugung der Guerrilla und der Geist der Revolution kommt auch kaum rüber.Wären wenigstens ein paar spannende Kampfszenen dabei gewesen, aber auch diese fehlten größtenteils.
Jedes Sachbuch ist spannender - und dafür auch informativer.

Echt schade. Nur einen Pluspunkt für Benicio

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Krähe

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Bewertung4.0Uninteressant

trotz gutem Darsteller nur Langeweile!

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mar (-ion-)

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Bewertung3.0Schwach

ich muss mich den meisten hier anschließen. 2std gähnende langweile. paar coole bilder...

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Wombat

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kein Interesse

Wozu brauche ich diesen Film?

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Wombat

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Aber muss ich dafür einen 131min Epos über einen Mann drehen, der bei ein paar kleinen gewaltsamen Revolutionen ein paar nicht weniger wichtigen Leuten zum Aufstieg verholfen hat und auf wunderbare Weise auf 50% aller Kinderzimmer-Wände geschafft hat? Finde ich nicht, da reicht mir das Geschichtsbuch oder Wikipedia und nicht eine aufgeblasene Doku.


TheBruceWayne

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Lol


JimiHendrix

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Bewertung6.0Ganz gut

Etwas blasses Biopic über den charismatischen Revolutionär.

Benicio del Torro ist wie für diese Rolle und diesen Charakterkopf gemacht. Er sieht dem echten Che Guevara wirklich sehr ähnlich, bis auf die eingesetzten braunen Kontaktlinsen, waren keine optischen Veränderungen mötig um Che wieder zum Leben zu erwecken.

Nur mir kam der gute Benicio manchmal etwas zu maßig und schwerfällig rüber, also es gibt ein wenig abstriche bei der Figur, weil er etwas zu kräftig geraten ist. Dardurch sah er eher aus wie Fidel Castro.

Der Film wirkte aber irgendwie farb- und leblos und nur manchmal konnte del Toro die Schwächen des Films mit seiner hervorragenden Leistung kaschieren.

Sonderbergh schafft es auch nicht das Gleichgewicht zu halten und rutscht etwas zu sehr in die Verherrlichungsrichtung ab, weil es wird dem Zuschauer ein gerechter Che gezeigt, den es in Wahrheit nicht in dieser Form gegeben hatte. Che Guevara schaute zum Beispiel mit Freuden und Genuss bei Exikutionen zu, er war auch etwas verrückt und wahnsinnig. Das wird mir hier nicht deutlich genug gezeigt.

Gute landschaftsaufnahmen waren schon dabei und auch sonst waren alle Kostüme und sonstige beilagen sehr zeitgetreu gestaltet, aber trotzdem kam nicht viel rüber von all dem "Viva la Revolution!".

Es gab außerdem recht viel Leerlauf und diese kleine weibliche Kapfgöre neben Che, die ihn ständig anhimmelte und nicht mehr von seiner Seite wich, nervte mich auch bald. Sowas gehört in Hollywoodblockbuster und nicht in ein Biopic über einen Revolutionär Namens Che.

Mal sehen ob die Fortsetzung besseres bieten kann.

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