The Awakening

The Awakening (2011), GB Laufzeit 107 Minuten, FSK 12, Horrorfilm, Thriller

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von Nick Murphy, mit Rebecca Hall und Dominic West

Rebecca Hall geht in dem Mysterythriller The Awakening unter die Geisterjäger und zweifelt zunehmend an ihrem Zweifel an übernatürlichen Kräften.

England, 1921: Geplagt von Trauer nach dem viel zu frühen Tod ihres Verlobten, versucht Florence (Rebecca Hall), sich mit der Erklärung von scheinbar übernatürlichen Phänomenen abzulenken. Sie bedient sich dabei methodischer und rationaler Erklärungen, um so genannte Geistererscheinungen zu widerlegen. Ihre professionelle, unkorrumpierbare Vorgehensweise bringt ihr einen delikaten Auftrag ein: Ein Junge wurde tot aufgefunden und soll nun angeblich als Geist seine Kameraden heimsuchen. Florence geht der Sache wissenschaftlich-rational nach, und ihr Wirken zeitigt erste Erfolge. Doch dann wird auch sie in den Bann unerklärlicher Ereignisse gezogen…

Hintergrund & Infos zu The Awakening
Mit The Awakening gab Regisseur Nick Murphy seinen Einstand im Kinofilmbereich. Der stimmungsvolle Horrorthriller wurde 2011 auf dem Toronto International Film Festival uraufgeführt. Nick Murphy erhielt 2012 auf dem Gérardmer Film Festival gleich drei Auszeichnungen, u.a. den Sci Fi Jury Award. Rebecca Hall, die bereits in Filmen wie Prestige – Die Meister der Magie oder Das Bildnis des Dorian Gray mit außergewöhnlichen Phänomenen konfrontiert wurde, erhielt beim British Independent Film Award für ihre Leistung in The Awakening eine Nominierung als Beste Darstellerin. (EM)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (3) — Film: The Awakening

Lida Bach: f.lm, weltexpress, kino-zei... Lida Bach: f.lm, weltexpress, kino-zei...

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6.0Ganz gut

Die Figur eint das quälende Bewusstsein verloren zu sein an einem ort und in einer Zeit, die, wie der Einleitungssatz ankündigt, mehr den Toten als den Lebenden gehört.

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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

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5.0Geht so

Trotz des beeindruckenden Production Designs ist The Awakening kein eleganter Thriller. Es ist vielmehr wie ein feierliches Gefasel.

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Spideragent: http://darkagent.blogsit.net/

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7.5Sehenswert

Der Dramaanteil ist hier insgesamt deutlich größer als der Mysterytouch, doch sind beide Teile unzertrennlich miteinander verbunden, was vor allem die Auflösung der Geschichte am Ende sehr schön zeigt. Lust, Trauer, Rache, Einsamkeit, unterdrückte Erinnerungen und der von mir erwartete Schlußgag sorgen für ein mehr als befriedigendes Gesamtergebnis, nach "Insidious" ist nun mein Glaube an moderne Filmemacher und deren Fähigkeit gut erzählte und gemachte Geisterstorys zu verwirklichen, noch weiter gestiegen.

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Kommentare (15) — Film: The Awakening


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TheAvenger68

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Bewertung7.0Sehenswert

Gar nicht mal schlecht der Film.
Rebecca Hall spielt ihre Rolle mehr als solide und die Geschichte ist auch recht spannend umgesetzt.
The Awakening ragt aus der Flut der Billigproduktionen und DVD - Veröffentlichungen positiv heraus.
Wer auf gepflegten Grusel steht, der wird hier passend bedient !

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Boogers666

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Gut zu wissen ;)


Miami Twice

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Bewertung6.5Ganz gut

Ein durchaus spannender Geister-Thriller, die Atmosphäre ist schön düster gehalten. Leider braucht die Geschichte etwas Zeit bis sie richtig in schwung kommt, dafür ist ein schöner twist dabei - wobei das in Geisterfilmen gerne mal vorkommt.

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lieber_tee

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Bewertung7.0Sehenswert

Kann als spoilerhaltig interpretiert werden...
"Gegenwart und Vergangenheit zu trennen fällt nicht immer leicht."
Ein spukiger Film aus dem Mutterland des Spukes, der allein für seine Puppenhausszene Lob verdient.
Starke Leistung des TV-Regisseurs Nick Murphy.
In Form eines elegant-klassischen Gruselfilms erzählt er eine spannende Geschichte um die Themen Realismus vs. Okkultismus und den Umgang mit (Kriegs-) Trauer im beginnenden 20. Jhd..
Lange Einstellungen erzeugen elegant eine farb-gefilterte, kühl-melancholische Stimmung in einem Jungeninternat, der Horror kommt unaufgeregt aber wirkungsvoll daher, verzichtet (fast) gänzlich auf grelle Schockmomente. "The Awakening" bedient sich bewusst typischer Motive klassischen Haunted-House-Schauers um eine Geschichte über die Begegnung mit eigenen, verdrängten Erinnerungen zu erzählen.
Nur wie die teil-emanzipierte Protagonistin theatralische Geisterphänomene als Humbug entlarvt hatte ich mit den Pointen des Films so meine Probleme. Gerne hätte ich auf das Twist-überstrapazierende Ende verzichtet, es hat mich trotz oberflächlicher Cleverness und wirkungsvoller Spannungsdramaturgie nur bedingt überzeugt. Eine Kehrtwendung folgt auf die nächste melodramatischen Storywendung und so sehr ich den Film auch mag, was ist aus den geradlinigen, unverknoteten Spukfilmen von damals geworden? Ist so etwas heute nicht mehr möglich?

bedenklich? 17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 14 Antworten

lieber_tee

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Ich mochte, wie oben geschrieben, das Ende auch nicht so sehr, es hat aber für mich funktioniert. Übrigens ähnlich wie bei "Mama".


einSchluss

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Das finale Spektakel bei Mama finde ich nicht vergleichbar mit diesem Ende hier, das ich endlich mal so hinnehmen konnte, ohne, dass der Gesamteindruck versaut wurde... ja, das ich sogar ´n bisschen geil fand.
Freut mich, dass dir der Film auch gefallen hat. Das Pushen liegt mir bei Filmen, die es verdienen, auch im Blut. Ich hatte erst ne 8 dann ne 7,5 und bin eigentlich bei Jacko. Pschhhhhht ;)


JackoXL

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Bewertung6.5Ganz gut

Haunted-House-Filme gibt es wie Sand am Meer, seit Jahrzehnten, und mit mehr oder weniger größeren Abweichungen ähneln sie sich alle. Die BBC-Produktion "The Awakening" wandelt auch auf recht eingetrammpelten Pfaden und erfindet sie selbstverständlich nicht neu. Jedoch sticht der Film von Nick Murphy erfreulich positiv aus der grauen Masse des Genres heraus, was heute nur noch selten geschieht.

Murphy setzt von Anfang an auf eine stimmige Atmosphäre, fängt die Zeit nach Ende des ersten Weltkriegs gekonnt ein und bindet die Schatten dieses Ereignisses in die Handlung ein. Diese zeitliche Kulisse ist somit nicht zufällig gewählt, dient stattdessen als Grundlage, beispielweise für den Charakter und die Motivation von Protagonistin Florence (wirklich gut gespielt von Rebecca Hall). Durch das Trauma des Krieges sind die Menschen aufgeschlossener für den vermeidlichen Kontakt mit dem Jenseits, in der Hoffnung, ihre gefallenen Lieben nicht gänzlich aufgeben zu müssen. Gleichzeitig hat Florence durch den Krieg selbst einen geliebten Menschen verloren, was sich bei ihr jedoch in das genaue Gegenteil auswirkt: Sie will endgültig einen Schlussstrich ziehen, ihr Gewissen dadurch beruhigen, dass dies alles Unfug und Schwindel ist.

Dieser Rahmen scheint zunächst der einzige Unterschied zu den bekannten Filmen dieser Art, alles weitere scheint recht bekannt. Ein altes Herrenhaus, in dem Fall eine Schule, im typisch viktorianischen Stil, Geistererscheinungen, gerne auch in Form eines Kindes, Verweise auf ein Ereignisse der Vergangenheit, dessen Entschlüsselung wohl die Ursache und gleichzeitig das Ende des Spuks bedeuteten könnte. Das klingt ganz nett, aber nicht ernsthaft innovativ. Innovativ ist es auch nicht wirklich, aber "The Awakening" macht auf diesem Weg wirklich nichts falsch und setzt sogar einige clevere Momente. Es ist schön anzusehen, dass sich heute nicht in Blut, Jump-Scares und CGI geflüchtet werden muss, weil unfähige Auftragsregisseure nichts mit dem Material anfangen können. Nick Murphy versteht die Materie, setzt statt auf Effekte auf Effektivität, was ein riesiger Unterschied ist. Die Spannung ist, trotz gewohnter Muster, konstant vorhanden, lebt besonders von den leisen Momenten, ohne mit einem dicken BUH! das leicht eigenickte Publikum wieder wachrütteln zu müssen. Klar, es gibt auch die Momente zum Aufzucken, aber die kommen dann eben nicht gelangweilt aus der Dose, sondern passen einfach in den Verlauf und die vorher aufgebauten Stimmung. Handwerklich stimmt hier ohnehin viel, Sets, Kamera, Darsteller, Beleuchtung, alles auf sehr gehobenen Niveau.

Zwischenzeitlich schleift sich dann doch die erprobte Routine ein, trotz kurzer Highlights (die Puppen-Haus-Szene!), und genau genommen ist auch das Ende nicht wirklich neu. Aber: Es ist trotzdem gut aufgetischt, hat durchaus Überraschungseffekt (in den Details) und vor allem, es wird nicht als Kurz-und-Schmerzlos-Twist vorgeworfen, sondern es wird ausgiebig erzählt und beleuchtet. Kein Butze-Buh-Effekt, es wird sogar tragisch, emotional und tatsächlich berührend. Wirklich schön, da wurde sich Mühe gegeben.

Unterm Strich: "The Awakening" ist an und für sich nichts neues, aber toll verkauft und trotz seiner (teilweisen) Berechenbarkeit ein sehr ordentlicher Gruselfilm nach guter, alter Hausmacherart. Warum nicht eine glasklare Empfehlung? Das ist der Haken: Für das einmalige Ansehen würde ich dem das unterstellen, aber bei wiederholten Durchläufen dürfte das Interesse schwinden. Ich bin sehr zufrieden gewesen, aber in meinem Regal muss der nicht unbedingt stehen. Wäre aber auch keine Karteileiche.

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einSchluss

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Ich weiß auch nicht, ob ich den noch ein 2tes oder gar drittes Mal anschauen werde. Aber ich fühlte mich als Genre-Fan endlich mal wieder ernst genommen und war posit. überrascht. The Inkeepers ist handwerklich und inhaltlich dagegen eine gähnige Flatulenz.
Hast du super zusammen gefasst Jaxon. Das Puppenhaus: *grusel*.


JackoXL

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@sikk: Das ist das Ding. Ich mochte den echt gerne, aber muss ich den mehrfach sehen? Wohl kaum. Aber ein gutes einmal ist ja schon mal was. Die Puppen-Haus-Szene ist genial, aber auch die genialste des Films. Soll den Rest nicht abwerten, aber noch mehr davon, ich würde den mir definitiv öfter ansehen. ;)


agynessa

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Bewertung5.5Geht so

The Awakening hat mich eigentlich schon vom Cover her fasziniert, leider wurde die Story im Laufe des Filmes immer abstruser und konnte von daher bei mir nicht mehr punkten. Das Setting ist toll, keine Frage, aber die Charaktere entwickelten eine Eigendynamik, die mir wirklich nicht gefiel. Glaube jetzt muss ich spoilern, da mir mal wieder diese reingedrückte Liebesgeschichte (wobei Person A, gleich mit Person B, sofort nach der Interessensbekundung beiderseits, in die Kiste hüpft) gar nicht zusagte. Die Frage ist nur, warum muss man in jedem Film eine Sexszene einbauen (auch wenn sich diese in dem Film eher zurückhaltend offenbarte)? Warum müssen heutzutage die Frauen in jedem Film oben herum blank ziehen? Ich finde das diese Szenen nicht in jedem Film hineingehören und leider passen sie auch nicht zu The Awakening. Man muss nicht immer zwanghaft einen Film mit sexuellen Inhalten spicken, von daher kann ich auch leider wieder nur ne 5,5 geben, da mir auch der Grusel an sich gefehlt hat. Ich bin leider sehr enttäuscht, schade :-(.

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Freddy1979

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ich bin mit dir einer Meinung, ich merke eher ein zunehmen solcher Szenen besonders bei so Serien wie "Spartacus" oder "Game of Thrones"...da wird ja fast nurmehr gerammelt. Und in jedem Horrorfilm sowieso, besonders in den billig gemachten


agynessa

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Die Serien schaue ich mir gar nicht an, das kann ich leider nicht beurteilen. Aber mit den budgetlosen Horrorfilmen haste auf jeden Fall recht.


einSchluss

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein gelungener und "geistreicher" Spukfilm. (den musste ich bringen)
Entgegen aller filmischen Versuche der letzten Zeit, Grusel mit wenig kreativen,... ja meist plumpen Mitteln zu erzeugen und den Zuschauer durch stupende Vorhersehbarkeiten der eingesetzten Stilmittel und Effekte auf ärgerliche Weise zu unterfordern, wird hier auf geschickte und gehaltvolle Weise eine auf das Wesentliche simplifizierte Geschichte schnörkellos, aber effektiv erzählt.
Erfrischend puristisch zieht er seine Stärken aus einer ruhigen Intensität und smart dosierten Schocküberfällen. Hintergründig und mit fordernden Wendungen einer komplexen Storyline und perspektivischer Wahrnehmungen, gelingt diesem Frightener auch über ein gewisses Understatement MEHR als allen bisherigen, kontemporären Produktionen, die sich monsterhaft aufblähten. Grade auch im Finale zeigt der Film eine souveräne Virtuosität. Durch gekonnte Visualisierungen und teilweise poetische Momente erschafft diese schaurige Erzählung auf eindringliche Weise eine außergewöhnliche, hochwertige Gesamtinszenierung, die das Thema der Astral- und Geisterwelten nachspürbarer macht und weniger auf Distanz hält.

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lieber_tee

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Der bekommt ja zunehmend positive Resonanz. Ich freue mich auf einen spukigen Abend.


einSchluss

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Bin gespannt wie oder, ob er dir gefällt.


WelcometotheKlap

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Bewertung7.0Sehenswert

Der neubelebte, viktorianische Geisterhausgrusel erfährt auch mit THE AWAKENING keine vitalisierende Wiederbelebungsmaßnahme, hat aber eine für das Genre nicht gerade gewöhnliche Konzeption, und schafft es dadurch (und am Ende) sich mit ihr auf seine eigenen Hinterbeine zu stellen.
Zunächst die durchaus angenehmen Fakten : Keine zehntausend Jumpscares mit dröhnenden Bässen, keine False-Scares durch klappernde Fenster und fauchende Katzen, keine sinistren Hexenerscheinungen, die nur für die Kamera, nie für die Protagonisten sichtbar sind, und ein Ende dem man nicht wirklich das Label „Blöd-Twist“ anheften kann, weil die „gehaunteten Häuser“ sich schon immer durch die Neuinterpretation des Vorangegangenen, durch die Umschreibung der Vergangenheit funktioniert haben.
Wahrscheinlich gibt es sogar kein anderes Genre, das sich dererlei Enden ohne Scham erlauben kann, egal wie flach oder verbraucht, denn ohne sie wäre alles nur GHOSTBUSTERS statt dem genretypischen Fallback auf die wahren Geister : Die Erinnerungen der Lebenden.
„Sind deine Geister jetzt auch hier ? Kannst du sie sehen ?“ wird da am Ende ein Charakter in THE AWAKENING gefragt, und damit spricht der Film frei heraus aus, was andere Vertreter seiner Gattung nur andeuten, oder gar, in völliger Verkennung der Genrestärken (siehe dazu Filmleichen wie die Remakes von HAUNTED HILL, 13 GEISTER oder GHOST SHIP) gänzlich unter den Teppich fallen lassen : Die Toten sind nicht zu fürchten, es sind die Lebenden vor denen wir Angst haben müssen.
Es sind wir.
In einer der wunderbarsten Szenen die das Genre je hervorgebracht hat, und die hier nicht vollkommen gespoilert werden soll, sieht die Protagonisten von THE AWAKENING sich selbst, und wir sehen sie, wie sie ihr eigenes Treiben der letzten Tage beobachtet.
Und ihr Unbehagen wird das Unsere.
Denn plötzlich sind WIR die sinistre Hexe, die spukende Kindererscheinung, die hinter der Protagonistin steht, und mit nur einem kleinen Kniff entlarvt THE AWAKENING so den wahren Geist in der Maschine : Den Zuschauer.
Wir, ohne die es keine Geschichte, keine Beobachtungen geben würde, wir, die wir uns immer auch über uns selbst erschrecken, wenn ein Jump-Scare uns springen lässt.
Denn für den Bruchteil eines Moments haben wir die Kontrolle verloren, über uns, unseren Körper, für einen kurzen Moment waren wir tatsächlich gleich den Protagonisten.
Es sind diese kleinen, klugen Momente die THE AWAKENING gelingen und über den Durchschnitt des Genres hinausschauen lassen, denn von seiner eigentlichen Gruselgeschichte kann der Film nur bedingt leben.
Hervorragend inszeniert, gut gespielt, dürfte es Freunden der gepflegten Erpelpelle schon fast zu wenig Gänsehaut, zu wenig dick aufgetragen sein ; am Niederknüppeln seiner Zuschauer ist THE AWAKENING definitiv nicht interessiert.
Der Film will nur, durchaus atmosphärisch, eine kleine Geschichte ohne viel Sperenzchen erzählen.
In seiner Selbstreduktion, in seiner eigenen Beobachtung und stringenten Handschrift ist er damit aber besser als alle Genremissverständnisse, die in letzter Zeit so den Markt bereichern durften (Maaaaaaamaaaaaaaaa !!! ).
Er besitzt weder eine zeitgemäße Tricktechnik, noch morphendes CGI oder den konstanten Willen an einer konstanten Schockbeschleunigung.
Und das macht ihn ironischerweise zu einem viel besseren Zitat und Genre-Fallback als es überstilisierte Jump-Scare-Leichen wie DIE FRAU IN SCHWARZ es jemals sein konnten.
Nicht der beste Film seines Genres, weitaus besser als das neumodische Zitatenkino, sitzt THE AWKENING so ziemlich zwischen den Stühlen.
Seine größte Leistung bleibt, das er das Genre bis auf seine Knochen herunterbricht und die einzigen Geister zurücklässt, vor denen wir uns wirklich fürchten : Unsere Gedanken.

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WelcometotheKlap

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Danke sikki (du wirst wohl immer sikki für mich bleiben). Ich sehe nur noch keine Bewertung von dir. Ist deine Empfehlung an Mimuschka da gar präkognitive Hellsicht ?


einSchluss

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Ich mag das, wenn mich meine lang bekannten Buddies noch mit meinem Alter Ego kennen und anreden.


Nachtblume80

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Bewertung6.0Ganz gut

Der Film überzeugt mit gediegenem Schauer Ambiente und unspektakulären Handlungssträngen,die dem Zuschauer mehr oder weniger erschauern lassen,da man bis zum Schluss auf das Filmende "gespannt" ist.Die Story ist teilweise etwas lückenhaft,jedoch finde ich die Idee des Films ganz gut.Auch die Zeit ,in der der Film spielt sowie die Kulisse finde ich für die Story sehr passend.
Insgesamt gesehen,hätte man echt mehr aus dem Film machen können,ein richtiger Horrorfilm ist es zudem auch nicht,aber spannungstechnisch ist er trotzdem ganz gut gelungen.

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knautschhaut

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Bewertung6.5Ganz gut

Interessantes Ende und - für mich - sehr überraschend. Allerdings mangelt es an Horrorszenen zum Gruseln. Ich würde den Film tatsächlich eher als Thriller einstufen, denn spannend ist er aufgrund der Story wirklich, nur eben nicht gruselig.

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Sonse

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Bewertung6.5Ganz gut

"The Awakening" reiht sich hinter den guten Geistergeschichten ein, welche diese BBC-Produktion ausgiebig zitiert: The Others, The Changeling (1980), Das Waisenhaus und The Innocents. Wer das Genre mag, der wird diesem atmosphärischen Film um eine moderne junge Frau (Rebecca Hall), die Spuk & Scharlatane in England um 1920 entlarvt, etwas abgewinnen können, wenn auch nichts neues.

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Fridge_Logic

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Bewertung5.5Geht so

Der Film fängt innovativ an, verliert mich aber in den letzten 20 Minuten. Rebecca Hall, Imelda Staunton und Dominic West entschädigen ein wenig für den öden Twist. Ich würde trotzdem schon ganz gern eine Serie sehen, in der eine Dame kurz nach dem "großen Krieg" übernatürlichen Humbug aufklärt.

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McAlloon

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Bewertung5.0Geht so

Interessantes Setting, sehr schöne Bilder und ein talentierter Cast - schade, dass dieser stille Grusler gerade da nachlässt, wo es wirklich drauf ankommt: beim Grusel. Betulich schleicht die Handlung dahin um auch ja niemanden zu erschrecken. Einerseits erfreut die Abwesenheit von Klischees wie dem "False Scare" in Form einer Katze, andererseits ist ausser einer verdammt creepy wirkenden Puppenhausszene auch nichts nachhaltig Verunsicherndes im Bild.

<<<ACHTUNG: Es folgt ein massiver SPOILER!!!>>>

Und wenn dann auch noch als Twist die Identität einer der Hauptfiguren eine radikale Umdeutung erfährt, dann erinnert man sich an "The sixth sense" und "The others" und daran wie spannend und eindringlich diese inszeniert waren und wie lasch "The Awakening" im Vergleich ausfällt. Das Puppenhaus ist da eine sehr passende Metapher: schick eingerichtet, aber zugleich auch recht leblos.

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h4ze

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Bewertung6.0Ganz gut

Atmosphärisch gut...Im Endeffekt leider doch ein bisschen langweilig.

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mad02

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Bewertung5.5Geht so

"The Awakening" wirkte auf mich ähnlich wie "Die Frau in Schwarz". Sieht gut aus und alles ist schön in Szene gesetzt. Jedoch so Recht Spannung mag nicht aufkommen. Es dauert auch wirklich eine Ewigkeit bis Überhaupt irgendwas passiert. Ab und zu gibt es dann wieder Erschreckszenen mit gruseligen Kindern und dazwischen wird versucht mit der Story zu punkten. Bei der Story hat man als erfahrender Horrorfilmgucker aber immer den Eindruck ein Aufguss von anderen Spukhausfilmen zu sehen. Das Ende fand ich dann ähnlich bescheiden wie bei " Die Frau in Schwarz". Als Fazit stell ich mal die These auf, wer "Die Frau in Schwarz" gut fand wird bestimmt auch seine Freude an " The Awakening" haben.

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Percilitor

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Bewertung3.5Schwach

Generischer Mystery-Thriller der nichts anders macht und nie an die Qualität des spanischen Äquivalents, The Orphanage, herankommt. Setting und Farbwahl sind zwar gelungen, auch die Schauspieler sind ganz ordentlich, aber das macht die durchgehende Vorhersehbarkeit nicht wett. Es wird sich auch ewig Zeit gelassen, um die dürftige Geschichte überhaupt mal erst ins Rollen zu bringen. Das Konzept vom Skeptiker, der dann tatsächlich auf Übernatürliches stösst, habe ich schon gefühlte 100 mal gesehen. Ausserdem war ich schon der Ansicht, dass das Zeitalter der Geister mit verschmierten Photoshop-Gesichtern vorbei ist, tja man lernt jeden Tag was neues.

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gromit73

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Also Hut ab, wenn du dieses Ende vorhersehen konntest ;)



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