The Big Lebowski - Kritik

The Big Lebowski

US · 1998 · Laufzeit 112 Minuten · FSK 12 · Komödie · Kinostart
  • 10

    Der Film ist so gut wie alle sagen. Die ganz, ganz große Friedensbotschaft, auch gezeigt durch die Freundschaft zwischen pazifistischem Althippie und jüdischem Vietnam-Nazi, gefällt mir sehr. Nur mit den deutschen Kraftwerk-Nihilisten klappt es noch nicht so recht. Aber was soll man machen... :-) Engl. Originalton lohnt. Und White Russian macht süchtig! Vorsicht liebe Kinder! Garnicht erst anfangen! Und wenn doch dann in Frieden!

    • Our Daily Free Stream: Coen Brothers - The Big Lebowski. The Big Lebowski bietet keine Geschichte, The Big Lebowski ist ein Film über eine Attitude. Leicht zu übersehen, weil The Big Lebowski so viel bietet: Kidnapping, Lösegeld, einen Porno König, eine nackte Malerin, ein davon gelaufenes Mädchen und nicht zuletzt den Konflikt der Flower Power Jünger mit den Vietnam Veteranen. Am meisten aber interessiert sich The Big Lebosky für Bowling! Womöglich können der Plot sowie die Dialoge nur durch die Coen Brüder erfunden worden sein! Irgendwo in der halluzinatorischen Logik des Films hat so etwas wie eine feste Hand gewaltet und die Erzählfäden zusammen gehalten. Ich denke, jeder, der Filme liebt, kennt den Plot bereits: Jeff Bridges verkörpert den Dude - er ist der Dude! Ich würde mich interessieren, wie man ihn eigentlich auf der Strasse anspricht? Der Dude heisst eigentlich Jeff Lebowski, ein ungelernter Alt-Hippie, der tagsüber White Russian trinkt und abends zum Bowling geht. Immer in seiner Nähe: Ein kleiner Pot. Wie eine Löwenmähne trägt der Dude seine Haare, einen struppigen Kinnbart und Bermuda Shorts. Mit seinen Flip Flops hat er Woodstock nie verlassen. In jedem Fall aber bewohnt er die letzte billige Mietwohnung in Malibu. Die Coen Brothers haben immer behauptet, der Dude sei von einer echten Person inspiriert worden: Der Dude gibt vor einer Millionärstochter (Julianne Moore) mit seiner Vergangenheit in der Studenten-Bewegung an und benutzt dabei Fakten, die wiederum von der echten Figur entliehen wurden. Seine wichtigste Eigenschaft: Er verweigert jede Gewalt. Die Politik aber hat Lebowski hinter sich gelassen, um nichts zu tun und zu bowlen. Seine Sportfreunde heissen Walter Sobchak (John Goodman) und Donny Kerabatsos (Steve Buscemi). Walter ist ein stolzer Vietnam Veteran und der Stratege des Trios. Lebowski und Walter sprechen aber nie über Politik. Sobchak ist so etwas wie der sanftmütige Handlanger. So weit ich mich erinnere, sagt er nicht mehr als drei vollständige Sätze im Film - und wird stets von Walter unterbrochen. Ich denke, Sobchak ist aber zufrieden, im Schatten der Beiden zu existieren. Die Details der Handlung sind unterhaltsam, aber im Grunde egal: Es gibt einen Millionär und seine Geliebte, die entführt wird (Tara Reid). Lebowski wird von Killern zusammengeschlagen, die ihn verwechseln (im Grunde müsste sein Name The Little Lebowski sein). Einer der Killer uriniert auf Lebowskis Teppich. Ab diesem Moment lässt sich der Film sehr einfach zusammen fassen: Lebowski will eine Entschädigung für seinen Teppich. Das Figuren-Inventar aus The Big Lebowski wirkt so, als wäre es aus einem Film Noir der 40er entnommen. Einzig der Privat-Detektiv trägt nun eben Bermuda Shorts. In allen Filmen der Coen Brüder dürfen wir aussergewöhnliche visuelle Details bewundern: Die Architektur, Einrichtungs-Gegenstände - Dinge jenseits der Normalität. Ein Kunstwerk ganz eigener Qualität ist der Bowler Jesus Quintana (John Turturro). Unvergleichlich auch das Trio der "Nihilisten", angeführt von Peter Stormare. In Erinnerung bleibt der kurze Auftritt von Philip Seymour Hoffman als Brandt, der Assistent von Lebowski (dem Original). Im Grunde ist alles so einfach: Ein ganzer Film, der von der Gelassenheit des Jeff Lebowski handelt, angesichts der Wirren, die er durchzustehen hat - Er wird geschlagen, unter Wasser getaucht und beleidigt. Auf seinen Teppich wird gepisst. Sein Auto steckt man in Brand. Eine Frau verführt ihn, verlangt aber nur nach seinem Sperma. Jeff Lebowski bleibt immer ungerührt, schenkt sich einen White Russian ein oder nimmt ein heisses Bad. Wie ein Buddha. Lebowski kümmert sich nicht um Nebensächlichkeiten, sondern ausschliesslich um das grosse Ganze. Erzählt wird uns die Geschichte von The Stranger (Sam Elliott mit wundervollem Schnauzbart!). The Stranger beschliesst seine Erzählung sogar damit, dass ein kleiner Lebowski auf dem Weg sei? immerhin, sein Vater verneint die Ehe und lebt ohne Frau (nur durch Zufall kommt er überhaupt manchmal in Kontakt mit dem weiblichen Geschlecht). Ist der Dude deshalb deprimiert? Ist er bekümmert, weil er nichts Anständiges gelernt hat? Nein! Er hat ein Dach über dem Kopf, immer frisches Gras, seine Bowling Freunde und - White Russian. Was braucht es mehr (ganz ehrlich)??? (wir stellen nicht den Film, nur den link zur Verfügung) (Bild: http://assets.vice.com/content-images/contentimage/194020/Screen-Shot-2014-10-22-at-12-20-47.jpg)

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      • 10
        Wasabitapir 04.02.2016, 15:36 Geändert 04.02.2016, 15:50

        Als vor vielen, vielen Jahren der Abspann von The Big Lebwoski das erste Mal – viele weitere Male sollten und sollen noch folgen – über den Bildschirm meiner Flimmerkiste kroch, war ich in tiefer Ratlosigkeit befangen, ob dessen, was ich die letzten zwei Stunden da gesehen, gehört, empfunden, verstanden hatte. Plötzlich, als die weiße Schrift bereits einige Zeit ins schwarze Nichts verrollt war, musste ich merken, wie sich meine Mundwinkel unweigerlich langsam, aber unaufhaltsam, unkontrollierbar verzögert in die Höhe verzogen. Was folgte, war ein Lachanfall, wie ich ihn so erst selten erleben durfte – verspätet, ins Rollen kommend. Je mehr ich lachte, desto mehr verknüpften sich die einzelnen Handlungsteilchen, und je mehr es sich alles verknüpfte, desto schallender wurde das Gelächter, und je mehr alles einen Sinn gewann und damit an Bedeutung verlor, desto klarer wurde mir, wieso ich soeben ein Meisterwerk miterlebt hatte, für welches man gar nicht genügend Hüte auf dem Kopf tragen kann, um sie zu ziehen. Die Logik der Unsinnigkeit und die daraus resultierende Heiterkeit ist von den Coen-Brüdern in dieser Noir-Hommage mit dem sympathisch stoischen Althippie und seinen treuen Begleitern, dem tragisch-komischen Veteranen und dem allzeit hinterherdackelnden Donnie so gut in Szene gesetzt, dass man nach einer ersten Sichtung tatsächlich meint, etwas, irgendetwas Schönes begriffen zu haben, das bleiben wird. Eine moderne Donquichotterie, die den Spaß am Ernst feiert.

        • 10

          The Big Lebowski(1998)

          Ich glaube, dass man über diesen lockeren und herrlichen Film an sich nichts mehr erzählen könnte, was die vielen anderen User nicht schon längst getan hätten. Darf man diesen Film überhaupt doof finden? Natürlich. Ich persönlich kenne zum Beispiel KEINE einzige Frau von Angesicht zu Angesicht, die diesem Film etwas abgewinnen kann. Trotzdem wirkte der Film über Jahre und hoffentlich auch bis weit über mein Ableben hinaus. Der Dude ist nicht jedermans Sache, aber mir gefiel er vor allem immer dann, wenn mir die Decke auf den Kopf zu fallen drohte, wenn die Arbeit an die Grenze zur Überlastung schritt und wenn ich einfach mal abschalten wollte. Lebowski brachte mich und zwei enge Freunde Jahr für Jahr zum Lebowski Tag. Seit 2004 treffen wir uns einmal jährlich zum Bowlen.

          Wir mieten da immer die schlimmste aller Bahnen in der Stadt. Was für eine Bruchbude. Oben werben sie mit einer besonderen, grünlich verkräuterten Knoblauch Küche, die ich hier absolut nicht empfehlen kann, und unten gibt es eine Bar, wo der gefühlt 80 jährige Besitzer ausschenkt und Wunschmusik spielt. Das ist verdammt wichtig, da wir seit nunmehr 12 Jahren die gleiche CD in Schleife laufen lassen. Der erste Track ist Ramble Tamble von CCR und die 70 Minütige Reise durch den musikalischen Geist des Filmes, teilen sich Eagles, Strokes, Bartenwalgesang, mehrere andere CCR-Schnipsel und weitere knarzige Rockstücke dieser Zeit. Zwischen all diesen wichtigen Zutaten bowlen, quasseln und tratschen dann drei Jungs in sehr legeren Klamotten...hüstel. White Russain(für mich bitte etwas weniger Wodka), Bier und Chips runden diesen Abend Jahr für Jahr ab. Kein Telefon klingelt wärend dieser Stunden, kein Smartphonebildschirm ruiniert diesen Abend - in geschlossener Gesellschaft zu mieten ist elementar. Denkwürdig...Jahr für Jahr.

          Ich finde es sowie so sehr interessant, wenn man den Dude als Penner, Schnorrer oder Asi hinstellt. Dieser Mann wittert zwar seine Chance - Geld und Teppichmäßig betrachtet - ist doch aber eigentlich ein grundzufriedener und einfacher Mann, der es sich selbst so entspannt wie möglich macht, selten urteilt und einfach so in den Tag winkt. Ich liebe diese Einstellung zum leben, auch wenn sie nicht jeden Tag ideal ist. Der absurde Krimiplot um den Teppich, die Verwechslung, Maude, Bunny und den Nihilisten ist so abgedreht, aber ruhig inszeniert. Die Story funktioniert jedes mal aufs neue und ist ein tolles Bindeglied zwischen all dem Humor. Diese quirlige Aura, die vor allem Bridges hier verbreitet, ist der Schlüssel. Wer ständig nur arbeitet, sich um Ordnung und Perfektion kümmert und über all schön schnieke auftritt, der verpasst vor allem die innere Ruhe des Lebens. Auch wenn es abgedroschen klingt. Sollte mal alles schief gehen, ist dies mein Plan B(oder C) und mit dieser Einstellung könnte ich gut leben.

          Ich möchte allen huldigen, die diesen Film über den Abspann mit hinaus nehmen, sich auch mal in Unterhosen, Latschen und Shirt zum einkaufen trauen. Leute, denen dieser Film etwas bedeutet sind nicht schwer zu finden, aber Leute vor sich zu haben, die den Geist des Dude immer etwas auspielen, ihn lieben und auch mit leichtem Lächeln leben - nun, die gibt es nicht überall.

          Auch starke Männer können mal weinen. Auch starke Männer können weinen...10

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          • 10

            ***SPOILER***
            Im ganzen Film sieht man den Dude kein einziges Mal bowlen. Aber er hört sich selber eine Walkmanaufnahme von sich selbst beim bowlen zu und spielt diese Meisterschaft im Geiste nochmal ab. Und dann bekommt er von Maude's Handlangern eine auf's Maul. Und der Teppich, der das Zimmer erst gemütlich gemacht hat, ist schon wieder weg.

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            • 10
              BenAffenleck 14.01.2016, 20:24 Geändert 14.01.2016, 20:26

              Nicht selten denke ich an den "Dude" Lebowski, wenn.....

              …..der Wecker klingelt, einfach noch mal umdrehen anstatt wieder böse lächelnd ins Getriebe des Kapitalismus zu springen und 40 Stunden Maloche die Woche runter zu reißen.

              .....ich zwei Mal die Woche zum Training eiere, damit der angezählte Rücken noch 25 Jahre durchhält und ich nicht durch das grobmaschige Sicherheitsnetz des sozialen Abstiegs falle. Und das obwohl uns immer schön vorgekaukelt wird, das so was ja niemandem passieren kann, der immer gearbeitet hat.

              …..mein Chef mich anranzt, und in meinem Kopf in großen Leuchtlettern steht: „Ja, weißt du … das ist vielleicht deine Meinung, Mann“.

              …..ich „CCR“ höre, oder auch die bekackten „Eagles“ (die ich nicht bekackt finde)

              …..ich in einer Getränkekarte „White Russian“ lese.

              …..meine Kids ihre transparenten Badeschuhe tragen.

              …..ich die Asche aus dem Grill in einen Eimer kippe.

              …..ich aus der Milchpackung trinke.

              …..ich einen Scheck ausfülle.

              …..einer was auf meinen Teppich verschüttet.

              "The Dude". Einer der nicht viel vom Leben verlangt und sein Tun auf das reduziert hat was ihm gefällt: Bowlen gehen und mit den Jungs abhängen, White Russians oder ein Bier genießen, Gras rauchen, Bowlen gehen, bequeme Klamotten tragen ohne auf die Etikette achten zu müssen, Creedence genießen, Walgesang in der Badewanne hören und Bowlen gehen. Glücklich in einer Nische leben, mit seinen 2 Freunden, dem leicht reizbaren Vietnam-Veteran Walter und dem eher introvertierten Donny eine gute Zeit haben. Und die ultimative Gewissheit zu haben: Wenn alles den Bach runter geht, kann man immer noch Bowlen gehen!

              Fazit: THE BIG LEBOWSKI. Einer der besten und lustigsten Filme der 90er Jahre. Mit und ohne Gras.

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              • 10

                Einer meiner Lieblingsfilme. Abgedrehte lustig/spannende Story, mit den dafür perfekten Darstellern.
                Viele sehr witzige Situationen und Charaktere(Jesus!)

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                • 6 .5

                  Dieser Film ist ganz gut, allerdings finde ich ihn sehr überbewertet. Er gilt als eine der besten Komödie aller Zeiten, ich fand wiederum, dass der Film weder besonders witzig noch innovativ ist. Es ist einfach ein ganz guter Film, nicht mehr und nicht weniger.

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                  • 7

                    Ein wunderbarer Anarcho-Film mit einem Protagonisten, der mich an meine Studentenzeit erinnert. Allerdings mit Billard statt Bowling. Das Outfit kommt voll hin, halt eben 30 Jahre jünger und mit Schnauzbart. Wenn das überzogene Gequatsche Walters nicht wäre, könnte es auch einer meiner Lieblingsfilme sein. Bunny und Maud haben mir sehr zugesagt. "Sie ist nicht meine Freundin; ich helfe ihr nur, ein Kind zu kriegen!" - ein Satz, den man sich merken muss. Du brauchst nur mit jemandem nackt im Bett erwischt werden, gleich denken die Leute, du hättest was mit ihr/ihm!

                    • 8 .5

                      Gut!

                      • 3

                        An den komme ich echt nicht ran, die Punkte gibt es Hauptsächlich wegen den Schauspielern, und weil ich es bis zum Ende durchgehalten habe.

                        • 9
                          RealMagnum 21.12.2015, 19:16 Geändert 21.12.2015, 19:17

                          Einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Tolle Charaktere, die auch mal die eine oder andere Macke haben, ab und an nuscheln und sich oft nicht richtig zuhören, tolle Kostüme, knallige Farben. Großartige Dialoge und ein hohes Maß an allgemeiner Skurrilität.

                          Gepackt ist das lustige Spektakel in einen Entführungs- und Erpressungsplot, der Dude wird hinein gezogen und macht sich auf den Weg seinen Teppich zurück zu holen, der das Zentrum des Raumes bildete. Der Klamauk bietet deutlich mehr Inhalt als auf den ersten Blick ersichtlich ist, das sollte für Leute, die sich Filme gern öfters ansehen von Interesse sein. Es geht auch um Materialismus vs. Non-Materialismus, Feminismus, etwas Kritik an amerikanischer Außenpolitik. Das alles wird nicht im Detail behandelt, bietet aber genug wonach der Zuschauer Ausschau halten kann.

                          Tolle Optik, tolle Charaktere, mehrere inhaltliche Dimensionen, lustig--> unbedingt ansehen

                          • 8

                            Der Dude gehört in jede anständige Filmsammlung.

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                            • 10

                              Mein Profilbild sagt alles aus ;)

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                              • 7

                                Ein wirklich komischer Film mit guter schauspielerischer Leistung. Ich hab ihn das erste Mal gesehen und kann mir gut vorstellen, dass der Kultfilm bei mehrmaligen schauen besser wird.

                                Von der Machart ähnlich wie Snatch, kommt aber nicht an dessen Qualität ran. Es fehlt irgendwie das gewisse Etwas was bei Snacht den witzigen sinnlosen Zufällen am Ende irgendwie doch einen Sinn gab.

                                • 7

                                  Hach ja, der Dude...der Mann, der eine Packung Milch mit einem Scheck bezahlt, flucht wie kein anderer und die schönsten Outfits trägt, die mir je untergekommen sind.
                                  Selten habe ich einen Film gesehen, der einem so unterschiedliche und stark heraus gearbeitete Charaktere bietet, die ihrer Linie stets treu bleiben. In dem es keine Szene gibt, in der ein Charakter agiert, weil er dazu geschrieben wurde. Hier agieren alle genau so, wie sie es auch im wirklichen Leben tun würden, wenn sie existieren würden. Allein das macht diesen Film einzigartig.
                                  Die Rolle des Dudes ist Jeff Bridges wohl auf den leib geschneidert worden und auch John Goodman spielt hier so gut wie nie zuvor.
                                  Die Lässigkeit, mit der der Dude die Stolpersteine seines Lebens hinter sich lässt, ist der Wahnsinn. Ob es an den Drogen und dem White Russian liegt, kann ich nicht sagen, aber ich glaube, in manchen Situationen werde ich mich einfach öfter mal fragen: Was würde der Dude tun? :D

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                                  • 7

                                    sehr gut

                                    • 10

                                      Ich weiß nicht wie oft ich diesen Film jetzt schon gesehen habe. Einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Natürlich mag er manche Schwäche haben und man muss den Dude schon mögen um den Film auszuhalten, aber für mich zählt er zu den besten Filmcharakteren überhaupt. Was Jeff Bridges hier abliefert ist einfach wunderbar anzusehen, genauso John Goodman und alle anderen. Das ist einer dieser Filme die als "kultig" bezeichnet werden, was oft übertrieben oder zu gewollt/ gehypet ist, ist hier einfach die Wahrheit. Wenige Filme haben einen solchen, die Zeit überdauernden Charakter wie den Dude, so eine große Fangemeinde, so viel Merchandise, so viele bekannte Zitate hervorgebracht, wie The Big Lebowski.
                                      Im englischen Original großartig anzuschauen, bringt die deutsche Synchronisation fast in jedem Satz das Wort "bekackt" unter, was in meinen Augen fast noch besser funktioniert als das beständige "fuck/ fucking" in der Originalfassung.

                                      Einfach ein riesen Spaß dieser Film, noch dazu mit wirklich großartigem Soundtrack. Diese Art von Film liebt nicht jeder, das verstehe ich voll und ganz. Ist aber auch kein Problem.
                                      This agression will not stand man!

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                                      • 9

                                        Ich bin heute morgen aufgestanden und habe mir erstmal einen "White Russian" gemacht. Das hab' ich gebraucht, wirklich. Als ich gemütlich an meinem Lieblingsgetränk schlürfte, kam mir plötzlich die Frage auf, was ich da eigentlich für ein Leben führe. Stimmt genau - ein ziemlich geiles Leben war die Antwort. Also erstmal ab in den Supermarkt und eine Packung Milch kaufen gehen, nicht dass ich morgen oder so auf dem Trockenen sitze.
                                        Auf dem Weg dorthin traf ich noch den ein oder anderen Typen, mit dem ich mich unterhielt. Alles wie gewohnt demnach. Später zuhause angekommen jedoch, überraschten mich äußerst uncoole Leute, die von mir Geld wollten. Von mir? Wirklich? Dass eine Verwechslung vorliegen muss, liegt ja auf der Hand. Aber erklär das mal solchen Knalltüten. Hoffnungsloses Unterfangen. Geld hab ich nämlich nicht - bloß Milch, Kaffelikör und Wodka. Darin waren sie aber mit Sicherheit nicht interessiert, oder etwa doch?
                                        Als einer dann tatsächlich auf meinen Teppich urinierte - ja ihr habt richtig gehört, auf MEINEN Teppich - der das einzige Möbelstück, welches meine sonst so heruntergekommen Wohnung erst "richtig gemütlich" macht, darstellt, war bei mir Schluss. Ich nahm mir vor, dieser Verwechslung, nachdem ich eine Runde bowlen mit meinen Freunden gegangen bin, auf den Grund zu gehen. Im Nachhinein wäre es besser gewesen, ich hätte das nicht gemacht. Aber das ist wieder eine andere Geschichte....

                                        Der "Dude" ist und bleibt einfach ein Phänomen. Wenn mich einer nach meinem Lieblingsfilmcharakter fragt, steht dieser Kerl ganz hoch im Kurs.
                                        Aber auch ansonsten sind die vorkommenden Charaktere in "The Big Lebowski" gewohnt skurril und einzigartig gezeichnet - typisch für die Coen-Brüder eben.
                                        Es ist jedes Mal aufs Neue eine Freude zu sehen, wie viele schräge Einfalle in einem einzigen Film untergebracht werden können. Ich will hier aber auch gar nicht weiter ins Schwärmen geraten, denn ihr solltet, falls nicht schon geschehen, alle Bekanntschaft mit dem "Dude" machen. Am besten jetzt gleich. Er wartet bestimmt schon im nächsten Bowling-Center auf euch und hat euch eine äußerst witzige Geschichte zu erzählen.

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                                        • 9 .5

                                          Zu diesen Film kann man nur eines sagen: G E N I A L
                                          In keinen anderen Film, kommt das Wort bekackt öfters vor, als hier.

                                          Eine Komödie, die man mit Ein Fisch namens Wanda vergleichen kann.
                                          Dieser Film ist erfrischend, lustig und einfach nur Genial.

                                          Die Sprüche sind der Hammer!

                                          • 7 .5

                                            The Big Lebowski ist ein Film, über den man gleich zu Beginn seiner Reise durch die unendlichen Weiten des Filmuniversums stolpert. Viele Listen, die einem unter dem Slogan "Die besten Filme aller Zeiten" verkauft werden, beinhalten The Big Lebowski mindestens in den Top 20. Gerade deshalb und weil er auch in meinem Freundeskreis so als Kultfilm gehandelt wird, dachte ich mir, dass ich ihn mir nun auch endlich einmal ansehen muss, um mich auch zu den Leuten zählen zu können, die dem Dude verfallen sind.

                                            Die Geschichte beginnt relativ unscheinbar. Ich schaue mir grundsätzlich keine Trailer an und hatte somit auch überhaupt keine Ahnung, was mich nun erwarten wird. Die Geschichte handelt von dem Alt-Hippie Jeffrey Lebowski (Jeff Bridges), der sich jedoch viel lieber als "Der Dude" bezeichnet. Sein Leben besteht aus nichts Spektakulärem, wenn man einmal von regelmäßigen Bowling-Runden mit seinen zwei Freunden Walter Sobchak (John Goodman), einem jüdischen Vietnam-Veteranen und Donny (Steve Buscemi), dem ruhigeren des Trios, absieht.
                                            Jedoch ändert sich dieses gemütliche vegetieren schnell als der Dude von zwei Schlägern aufgesucht wird. Schnell bemerkt er die Verwechslung und macht sich auf die Suche nach dem richtigen Jeffrey Lebowski ohne zu ahnen, was hierbei auf ihn zukommt.

                                            Schauspielerisch ist der Film sehr gut. John Goodman, der hier meiner Meinung nach am besten gespielt hat, mag man einfach gerne zusehen wie er sich bei jedem Wort weiter und weiter in Rage redet.
                                            Die Story bzw. die Idee finde ich sehr amüsant. Sie hat auf jeden Fall ein riesen Potenzial, jedoch zieht sich der Film an einigen Stellen und dem Zuschauer kann schnell langweilig werden, wenn er nicht am Ball bleibt. Lustige Dialoge und schlagfertige Wortwechsel zaubern dem Zuschauer jedoch immer wieder ein Schmunzeln ins Gesicht. Im Punkto Humor konnte The Big Lebowski bzw. der Dude bei mir absolut punkten.

                                            The Big Lebowski ist ein sehr lustiger Film, den man sich vielleicht auch zweimal anschauen sollte, bevor man über ihn urteilen kann. Ich empfehle ihn auf jeden Fall weiter, auch wenn er etwas unter meinen Erwartungen geblieben ist.

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                                            • 5 .5

                                              Ich werde mir wahrscheinlich Feinde machen,aber ich fand The Big Lebowski nicht so gut wie ich mir erhofft hatte.Alle sprachen von einem Kultfilm und alle sagten mir,ich müsste mir den Film unbedingt ansehen.Also hatte ich hohe Erwartungen,die aber nicht erfüllt worden sind.Gut,ich sehe ein,dass "The big Lebowski"ein Kultfilm ist und das auch zurecht.Die Charaktere fand ich klasse besonders der "Dude",Donny und Walter.Die sind einfach nur kultig.Auch die Schauspieler machen ihre Sache wirklich gut.Ebenfalls sind die Dialoge in meinen Augen grandios und echt witzig.Die Story fand ich auch nicht schlecht,dennoch zog sich der Film an manchen Stellen und er fing an mich irgendwann zu langweilen.Ich hatte irgendwann wirklich Probleme ihn mir zu Ende anzusehen.
                                              Die Synchronisation fand ich jetzt nicht so besonders gut,aber es gibt schlimmeres.Da bevorzuge ich lieber die Originalversion.Wie gesagt,the big Lebowski ist kein schlechter Film,dennoch konnte ich mit diesen Film leider wirklich nichts anfangen obwohl ich die Charaktere und die Dialoge genial fand. Vielleicht schaue ich ihn mir irgendwann wieder an und gib ihm noch eine Chance.
                                              Vielleicht wird er mir dann besser gefallen.

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                                                JesusATabhaengen 17.08.2015, 22:15 Geändert 17.08.2015, 22:19

                                                Super Film, Gute witzige Dialoge, ich habe selten so lachen müssen. Es ist vielleicht nicht jedermanns Humor und die meisten können damit nichts anfangen, ich fand ihn jedoch sehr unterhaltsam. Er wurde in keiner Szene langweilig und man kann einfach nicht genug vom Dude und dem Total durchgeknallten Walter bekommen.

                                                Die meisten mögen den Dude, doch John Goodman ist hier für mich die Krönung, was wäre der Film wohl ohne ihn. 10/10

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                                                  Strackymandias 14.08.2015, 11:54 Geändert 14.08.2015, 11:57

                                                  War gestern bei den Filmnächten am Elbufer zu The Big Lebowski. Schönes Wetter, großartige Stimmung (bis zum nächsten Mal muss ich mir auch einen Bademantel zulegen) und natürlich war es auch einmalig, den Dude auf so einer riesigen Leinwand zu sehen. Ein fantastischer Film, der tatsächlich jedes Mal sogar noch besser wird. Unglaublich lustig, famos gespielt, unendlich zitierbar und wunderschön gefilmt. Oder um es mit den Worten von Bob Dylan zu sagen: "But, oh, what a wonderful feeling..."

                                                  PS: Ganz nebenbei auch das erste Mal, dass ich es miterlebt habe, dass das Kinopublikum am Ende applaudiert. Wieso ist das sonst so unüblich?

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                                                    Es gibt Filme, die könnte ich mir gleich zwei Mal an einem Abend hintereinander anschauen. Obwohl ich nahezu jeden Dialog daraus aus dem Stehgreif zitieren kann und mir die Handlung natürlich schon allseits bekannt ist, wird es mir dabei nie langweilig. "The Big Lebowski" ist definitiv so ein Film, mein persönlicher Lieblings-Cohen. Gott, ich könnte Stundenlang mit Walter, Donny und dem Dude an der Bowlingbahn abhängen und ihnen (meist Walter) beim Schwafeln zuhören, egal ob es um Spitze, Päderasten, das Buch "Der Judenstaat" oder um von Amerikanern asiatischer Abstammung vollgepisste Teppiche geht.

                                                    Und dann noch dieses irre Figurensammelsorium:
                                                    - deutsche Nihilisten mit Technopop- (AUTOBAHN) und Pornovergangenheit
                                                    - verkrüppelter Möchtegernselfemademan samt devotem Assistenten und promiskuitiver Ehefrau
                                                    - pazifistische Bowler, ein Pornoproduzent mit dämlichen Handlangern, ein reaktionärer Polizeichef, ein schwarzer Taxifahrer der auf die Eagles steht, Jesus, ein Drehbuchautor in eiserner Lunge mit Arschlochsohn, einem absolut unnützen Privatdetektiv, ne zeugungswillige Feministin und der Stranger u.s.w.
                                                    - und natürlich nicht zu vergessen: L.A.

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