Der große Treck

The Big Trail (1930), US Laufzeit 125 Minuten, FSK 12, Western, Abenteuerfilm, Drama

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von Raoul Walsh und Louis R. Loeffler, mit John Wayne und Marguerite Churchill

Breck Coleman führt, auf der Suche nach dem Mörder seines bestes Freundes, einen Siedlertreck von Missouri nach Westen über den Oregon Trail. Dabei müssen Angriffe von Indianern, Stürme, Wüsten, reißende Flüsse und hohe Berge überwunden werden.


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vannorden

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Raoul Walsh wurde von Fox engagiert um diesen Western zu drehen, wodurch er die neue 70mm Technik des Studios ausprobieren durfte. Es ist beeindruckend wie er instinktiv weniger schneidet und mit der neuen Schärfe innerhalb der Bilder die Aufmerksamkeit verschiebt. Er macht all das, was erst Jahrzehnte später im großen Stil möglich und verfeinert wurde. Aber The Big Trail hat noch viel mehr zu bieten. Allein die Szene mit den unzähligen Kutschen, die real an Seilen und Holzgerüsten einen steilen Hang herabgelassen werden, hat eine existenzielle Stärke, die dem Schiffswahnsinn von Fitzcarraldo nur in wenig nachsteht. Neben all der rohen Kraft, mit der der Treck durch ein entbehrungsreiches Land zieht, ist The Big Trail aber auch ein riesiger Spaß. Comic-relief ohne Ende. Leichtfüßig tänzelt er dahin und nirgendwo ist zu merken, dass Walsh gleichzeitig die Schirmherrschaft über die französische, spanische und deutsche Versionen hatte, die gleichzeitig gedreht wurden. Zu guter Letzt gab Walsh dem unbekannten Marion Morrison die Hauptrolle und gleich einen Künstlernamen dazu: John Wayne. Unfassbar, dass dieser Film floppte.

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Mimuschka

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Bewertung7.5Sehenswert

glücklicherweise gibt es ja in letzter zeit vermehrt HD-abtastungen von selbst den ältesten filmen, so dass ich mich nun öfter mal dazu "aufraffen" kann einen sogenannten klassiker anzuschauen. dank des neuen transfers glänzt jetzt auch raoul walshs "the big trail", der erste große superwestern der tonfilm-ära mit gestochen scharfem bild. und ich war immens beeindruckt. weniger von der simplen story, dem zeitbedingt typisch hölzernen schauspiel, dem altbackenen humor oder extrem konservativen geschlechterbildern. vielmehr von der schieren epic-ness der produktion und den wunderbaren landschaftsaufnahmen. hunderte statisten, pferde, rinder, dutzende riesige planwagen (prairie schooner) in einer endlosen kolonne, durch die extreme tiefenschärfe bis zum horizont sichtbar. planwagen die von strampelnden tieren durch reissende flüsse gezogen werden, von klippen abgeseilt werden, im schlamm hängenbleiben. das wirkt extrem dokumentarisch und beeindruckend, gerade weils solche produktionen in der art heute nicht mehr geben würde. immer wieder musste ich denken: krass, die haben das WIRKLICH so nachgespielt wie es damals war, hier ist alles echt. man spürt beim anschauen förmlich wie der pioniergeist und das abenteuerfeeling im eigenen kopf erwacht, möchte teilhaben an der erschließung der "wildnis" an der entdeckung neuen lebensraums, hach dieser pathos...
haha, ich weiß, das ist alles schrecklich verklärt und romantisiert, aber manchmal geb ich mir das halt ganz gerne...

(*^.^*)

technischer nachtrag: wollte noch ergänzen dass die bildqualität zwar keinerlei wünsche offen lässt, der zahn der zeit aber deftig an der tonspur rumgeknuspert hat. teilweise musste ich die lautstärke ziemlich erhöhen um aus dem blechernen klang der stimmen verständliche wörter entziffern zu können. aber glücklicherweise hatte ich noch untertitel irgendwo aufgegabelt und konnte der geschichte letztendlich dann doch folgen.

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Mimuschka

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hey, spaß ist mein dritter vorname. und ja, ich kann das gut verstehen. hab halt gerade genug zeit und kann mir sowas daher "leisten". aber das sieht in ein paar wochen auch wieder anders aus... :-(


Anoirja

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Momentan habe ich eigentlich auch relativ viel Zeit - und trotzdem wird meine "to watch"-Liste mysteriöserweise immer größer. Die nächsten Monate sind quasi schon verplant, haha. :/

Wieso "leisten"? 7,5 Punkte sind doch gut und für dich war's dann doch ein angenehmer Zeitvertreib.