The Bling Ring

The Bling Ring (2013), US Laufzeit 91 Minuten, FSK 12, Kriminalfilm, Drama, Komödie, Kinostart 15.08.2013


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6.2
Kritiker
35 Bewertungen
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5.8
Community
1610 Bewertungen
121 Kommentare
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von Sofia Coppola, mit Emma Watson und Leslie Mann

Sie sind jung, sie sind wohlhabend, sie leben in Beverly Hills: Ihre Helden sind die Paris Hiltons, Lindsay Lohans und Kim Kardashians. Für sie zählen nur Glamour und der schöne Schein, die glitzernd-faszinierende Welt der Reichen und Schönen: The Bling Ring.

Für die Clique um Nicki (Emma Watson), Rebecca (Katie Chang) und Marc (Israel Broussard) sind die Stars zum Greifen nahe. Die Teenager eifern ihren Idolen nicht nur nach, sie wollen in ihren Schuhen stecken, wortwörtlich! In immer haarsträubenderen und dreisteren Einbrüchen verschaffen sich die Teenager Zugang zu den Häusern der Stars. Anfangs ohne viel zu stehlen, mit der Zeit jedoch immer dreister und zwangsloser, mit immer mehr Andenken bestückt. Dass so viel kriminelle Sorglosigkeit nicht ohne Folgen bleiben kann, versteht sich von selbst. Bald rücken die jungen High Society-Diebe selbst ins Rampenlicht. Doch die Berühmtheit hat ihre ganz eigenen Regeln, was bald auch Rebecca und Nicki herausfinden…

Hintergrund & Infos zu The Bling Ring
Nachdem sich Sofia Coppola mit Lost in Translation und Somewhere mit den existentiellen Nöten des Startums beschäftigt hatte, betrachtet The Bling Ring das Thema von einer anderen Seite. Ins Zentrum rücken die Jünger des Starkultes, die die Leere des Jetsetlebens keineswegs als Manko, sondern als äußerst erstrebenswert ansehen. Um The Bling Ring die nötige Dosis Authentizität zu verschaffen, absolvierten Kirsten Dunst und Paris Hilton Gastauftritte im Film. Eine kleine Rolle hat auch Gavin Rossdale, der Sänger der Band Bush.

The Bling Ring beruht auf einem echten Kriminalfall, der 2008-2009 für Aufsehen sorgte. Dabei könnte Coppolas Film reelle Folgen für den Fall haben, da die Anwälte der angeklagten Teenager vorhaben, die Beteiligung von Ermittler Brett Goodkin als Ratgeber für The Bling Ring als Zeichen für mangelnde Glaubwürdigkeit zu benutzen und seine Aussage vor Gericht in Zweifel zu ziehen. (KJ)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails The Bling Ring
Genre
Kriminalfilm, Drama, Komödie
Zeit
Gegenwart
Ort
Beverly Hills, Hollywood, Vereinigte Staaten von Amerika
Handlung
Clique, Diebstahl, Dummheit, Einbruch, Falsche Freunde, Gericht, Gerichtssaal, Gerichtsurteil, Gerichtsvollzieher, Jugend, Jugendgang, Jugendgruppe, Jugendkriminalität, Jugendlicher, Kleinkrimineller, Kriminalität, Langeweile, Mode, Neid, Party, Popkultur, Prominente, Realitätsverlust, Reichtum, Schönheit, Verantwortung, Verantwortungsbewusstsein, Verehrung für einen Star, Vorbild, Wohnungseinbruch
Stimmung
Aufregend, Eigenwillig, Sexy
Zielgruppe
Teenie-Film
Tag
Wahre Begebenheit
Verleiher
Tobis Film GmbH & Co. KG
Produktionsfirma
American Zoetrope, NALA Films, Pathé Distribution, Studio Canal, Studio Canal, Tobis, Tobis, Tohokushinsha Film Corp.

Kommentare (92) — Film: The Bling Ring


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Sunshine49

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Bewertung0.0Hassfilm

Einfach nur schlecht. Eine furchtbare Story über eine dumme Clique von Jugendlichen die in Häuser von Stars einbrechen und merkwürdiger Weise ist keines dieser Häuser abgesperrt oder hat eine Alarmanlage oder so was. Danach geben sie an wie cool sie sind und wie easy alles war. So vergeht die meiste Zeit des Films und am Ende werden sie verhaftet. Was ist das für ein Film ?

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shazad.khokhar

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Bewertung0.0Hassfilm

Mitunter der größte Mist, den ich gesehen hab...

Total dumme Story, schlecht geschauspielert und einfach nur nervend!

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Luise Schweter

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Bewertung4.5Uninteressant

KLeine Mädchen, die stehlen , feiern und cool durch die Gegend laufen - das fand ich schon bei Spring Breakers fade. Jetzt zeigt Sofia Coppola die Glitzerwelt des Luxusleben und wie einfach es ist in die Villen der Superreichen Hipster einzusteigen. Luxus, Kleider, Schmuck das ist es was die Protagonisten verbindet - nicht Freundschaft. Wo die Werbung schon genug Wohlstandsgelüste verbreitet, warum muss man das auch noch im Kino sehen? Man bleibe mir da weg mit solchem Kleister!

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Ivan Vanko

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Bewertung5.5Geht so

Ein belangloser Streifen, der niemandem weh tut, der aber auch niemanden fasziniert. Emma Watson spielt gut, ansonsten seichte Charaktäre, dünne Story, die auf biegen und brechen auf 90 Minuten gezogen wurde. Man empfindet keine große Antipathie und auch keine große Sympathie, es lässt einem mehr oder weniger kalt. Ein Film den man sieht und kurz darauf vergisst. Fazit: Schade, hatte mir mehr erhofft!

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felifee

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Bewertung3.5Schwach

Wer Emma Watson mal mit schlechtem amerikanischen Akzent und immer wieder die gleichen Szenen mit anderen Outfits der Schauspieler sehen will, kann mal reinschauen. Ansonsten ist dieser Film wieder leider viiiiiel öder als der Trailer es uns weismachen wollte...

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bootsmann13

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Bewertung1.5Ärgerlich

Wo ist nur die Regisseurin hin, die Lost in Translation oder Virgin Suicides gemacht hat??? Das war so eine Zeitverschwendung. Gefühlte zwei Stunden "Konsum-Wahnsinn" und ein bisschen Drogen und dann auf einmal Hausdurchsuchung und Verhandlung?
Die 1,5 Punkte gibt's für den Score von Brian Reitzell und Daniel Lopatin.

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freakualizer

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kein Interesse

Zweimal angefangen und wieder ausgemacht. Da guck ich lieber aus dem Fenster..

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supersizefilms

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Bewertung3.0Schwach

Sag mal wie alt ist die Dame? Da stellt meine Oma Teenager-Kulturen ja glaubwürdiger dar, und gibt ihren Schauspielern wenigstens irgendeinen Charakter der Charakter hat und irgendetwas darstellen kann.
Einfach nur unauthenthisch und dann auch noch so pseudo-authenthisch gemacht.
Und sicher dass Onkel Francis da mitgemacht hat?
Aus was bestand denn bitte dieser Film? 85% schlechter Einbruchsszenen?
Da muss ja selbst Kevin's alter Freund Marv' herabschauen um diese Thieft Moments zu begutachten..
Nicht mal ansatzweise Storylines mit mitsichziehenden Entwicklungen in irgendeiner Hinsicht,
mal eine potentielle Hoffnungswolke hier, mal ein cooler Song da, mal eine (oft eher unbeholfen) tanzende Emma Watson,
aber meistens eben nur.. sowas.
Und den hätte ich fast im Kino geguckt..!

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supersizefilms

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Der lief zumindest in Hamburg auch ziemlich kurz.. :/


brainchild

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Hier in Gießen lief er eigentlich sogar recht lange, die durchwachsenen Kritiken haben mich aber verunsichert (dazu passt deine ja :D). Letztlich hat er dann doch sehr meinen Geschmack getroffen.


BAin4SEM

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Bewertung5.0Geht so

Ruined Emma Watson for me.

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BAin4SEM

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For now..


cronic

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Bewertung4.5Uninteressant

The Bling Ring 4,5/10

Versnobte Jugendlichen Gruppe raubt Promihäuser aus, basiert grob auf einem Magazin Artikel, nach wahren Ereignissen. Jungschauspieler bleiben recht blass, wenigstens sind sie hübsch und Emma Watson in Leggings ist mindestens 2$ wert. Wer sich für Promis und Modemarken interessiert bekommt hier einen Zuckerschock, wird hier doch beides ausgiebig gewürdigt. Neben Häuser ausrauben wird gefeiert und gekokst, der LA Lifestyle wird zelebriert und dafür das das 2/3 Inhalt des Films ist, ist das einfach zu harmlos. Schlussendlich werden sie gefasst und die letzte halbe Stunde behandelt die Folgen ihrer Taten. Wie hoch am Ende die Strafen ausfielen ist noch recht interessant

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FilmFreak2K13

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Bewertung4.0Uninteressant

Da auch du bei der Oster-Wichtelaktion mitmachst lasse ich mal eine Anfrage da :)

Na ja, ich weiß nicht genau was ich erwartet hatte von diesem Film aber dennoch schaffte er es mich nicht zu überzeugen.
Verwöhnte Gören brechen in Häusern von Promis ein (die anscheinend nie etwas von vernünftiger Sicherheitstechnik gehört haben) um ein Stück deren Lifestyle auf sich zu übertragen. Da werden dann auch mal wertvolle Gegenstände links liegen gelassen und dafür die neusten Kleider und Schuhe von Designer XY geklaut.
Ich denke mal was uns Sofia Coppola hier zeigen wollte ist einfach wie wichtig es, für Amerikanische Teenies, anscheinend ist prominent, bekannt, gut aussehend und wohlhabend zu sein.
Auf der anderen Seite schwingt auch eine leichte Gesellschaftskritik mit. Zum Beispiel als (ich weiß gar nicht, war es eine Ermittlerin oder die Psychiaterin?) erzählt dass es heutzutage für Jugendliche immer wichtiger wird wie ihre Promivorbilder zu sein. Das Internet bietet halt die richtige Plattform um den VIPs immer nah zu sein und genau zu wissen was sie tun und was gerade IN ist und was man tragen muss u.s.w .
Des weiteren wird der Jugend suggeriert dass man es mit geringsten Anstrengungen (siehe Paris Hilton oder Kim Kadä…..Kadae……Kadashiyen…..ähm Kim West) schafft prominent und dadurch reich zu werden.
Auf der anderen Seite sehe ich bei solch Fällen aber nicht nur den negativen Einfluss der Medien oder das schlechte Wesen der Kids, sondern viel mehr tragen auch die Eltern eine Mitschuld an deren Fehlverhalten. Aber darauf wird nicht groß eingegangen. Schade.
Dafür rettet Emma Watson den Film allein schon durch ihre Anwesenheit. Ich denke mal wenn die nicht gemacht hätte, hätten sich den Film wohl etliche Leute (mich eingeschlossen) nicht angesehen^^.

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Frankie Dunn

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Bewertung2.5Ärgerlich

Jo was geht Bitches. Mit Alkohol und (weiblicher) Begleitung zum Ablästern funktioniert The Bling Ring, ansonsten komme ich auf solch nervige Kinder einfach nicht klar. Was Sofia Coppola sagen will, wird dem Zuschauer 91 Minuten lang ins Gesicht gepustet. Spätestens nach einer halben Stunde wirkt The Bling Ring redundant. Gewollt? Ich bin gnädig und verpasse dem Film ein paar Pünktchen, da zumindest mit oben genannten Voraussetzungen ein bisschen Minimal-Spaß in die Nummer kommt. Eine Story, vernünftige Figurenzeichnung, Botschaften, die über "scheiß Hipster-Jugend" (was sogar die nervigen Hipster selbst sagen....zu denen man wohl die ein oder andere Hauptdarstellerin - Emma Watson - hier auch zählen muss) hinausgehen, generell Überraschungen und Entwicklung schaden Filmen für gewöhnlich jedoch nicht und wären auch hier ein guter Bonus gewesen. So sind das nur 91 Minuten Dauer-Kater, Moralpredigt von Mama inklusive. Vielleicht hätte Madam Coppola lieber ein normales Drama um ein paar halbwegs interessante Jugendliche drehen und da dann punktuell gesellschaftskritische Spitzen einstreuen sollen, anstatt einer Satiren-Dauerschleife um eine handvoll nerviger Langweiler, die man sowieso in ähnlicher Form jeden Tag live und in Farbe ertragen muss. Den Inhalt von The Bling Ring hätte man jedenfalls in 10 Minuten besser erzählen können. Schade, dass sie nicht bei Charlie Sheen eingebrochen und mit der Schrotflinte (/Vodka-Flasche) erlegt worden sind. Das hätte mir Spaß gebracht. Vermutlich stört mich an The Bling Ring am meisten, dass es wieder ein typisches Beispiel für das Prinzip "Die Zweitdümmsten zeigen mit dem Finger auf die Dümmsten und halten sich für was Besseres" ist, denn mehr als mit dem Finger auf sie zeigen und auslachen gelingt Sofia Coppola hier nicht. Analyse? Ursachenforschung? Lösungsansätze? Wenn ich über Paris Hilton, Lindsay Lohan und die Bunte ablästern will, kann ich das einmal im Monat mit meiner Friseuse machen. Oder mit meiner Freundin. Oder mit meinen Freunden. Oder mit meiner Mutter. Vermutlich sogar beim Smalltalk mit einer x-beliebigen Discobekanntschaft. Wenn ich meine Zeit für einen Film opfere, erwarte ich mehr als beliebiges Hipster-Geläster. Davon gibt es in der "Szene" sowieso schon genug. Nichts für ungut. #yolo #krass #swag #penis #vagina #bitch #party #alta #altior #altissima

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brainchild

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Wobei die Aussage nicht ist, dass das schlecht ist, sondern dass das ist, wie es ist. Der Rest liegt bei dir.


Frankie Dunn

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:)))) Na gut, belassen wir es dabei. War jedenfalls kein Film, der mir irgendwelche neuen Erkenntnisse oder kurzweiligen Spaß gebracht hat.


goddessofdeath

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Bewertung1.5Ärgerlich

"The Bling Ring" ist ein langweiliger Film über ein paar verwöhnte, ungezogene Rotzgören, die nichts Besseres zu tun haben, als in die Häuser von Stars einzusteigen, die offensichtlich zu blöd sind, ihr Eigentum zu schützen. Der Film ergeht sich dabei pornorös in der Darstellung von Bling- Bling, bleibt dabei aber durchgehend und vollkommen langweilig. Das einzige Highlight ist eine wie immer wunderschöne Emma Watson, die mir fast leid tut, dass sie so eine Doofbackenrolle bekommen hat.
!Spoiler?! Welch Erlösung ist es am Ende, wenn die Bratzen endlich festgenommen werden und heulend aus dem Gerichtssaal rennen. Ich heule eher um meine gestohlene Zeit.

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FilmFreak2K13

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Also perfekter geht es nicht. Kann ich nur so unterschreiben, auch wenn ich den etwas höher bewertet habe. Würde deinen Kommentar am liebsten Kopieren und noch mal posten^^


MarieFlorentine

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Bewertung7.0Sehenswert

The Bling Ring ist eindeutig kein Film für jeden. Einfach ein typischer Teenager-Film, ohne große Handlung, wenig Spannung und einem mehr als vorhersehbaren Ende. Jedoch trifft es genau meinen Geschmack. Emma Watson passt perfekt in ihre Rolle und der Film spiegelt einfach haargenau unsere heutige Gesellschafft mit Drogen und Jugendkriminalität (etc.) wider.
Alle, die sich für das Leben der Stars und Mode interessieren, sollten diesen Film einmal anschauen. ^^

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fujay

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Bewertung5.5Geht so

Leider einer der schwächsten Filme von Sophia Coppola

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brainchild

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ew.
Gross.
Totally.

Wie unterschätzt ist denn bitte dieser Film?

Sofia Coppola verfilmte hier die Antithese eines gerade erst geborenen Genres – des Exzess-Films (siehe: http://www.moviepilot.de/news/was-wolf-of-wall-street-hangover-gemeinsam-haben-127350). The Wolf of Wall Street, The Great Gatsby oder Spring Breakers werden (auch) so abgefeiert, weil sie den Zuschauer mitten rein werfen in einen instinktiv funktionierenden audiovisuellen Rausch, der den Hedonismus zum Ersten und einzigen Gebot erklärt. Wir feiern momentan Filme, die sich selbst feiern. Weil cool. In 'The Bling Ring' wird dieser Hedonismus jedoch ins Irrationale gesteigert. Hier gibt es keine Begründung (Realitätsflucht oder so'n Gedöns), die Protagonisten fühlen kein wie auch immer geartetes aufrichtiges Begehren, nicht mal der bloße Sexualdrang spielt noch eine wirkliche Rolle. Das muss man sich mal vorstellen: Ein Haufen heißer weiblicher High-School-Teenies wird gepaart mit einem nicht unattraktiven und irgendwie sogar sympathischen Boy, und so etwas wie sexuelle Spannung wird nichtmal angedeutet! Spielt keine Rolle in einer auf Fashion, Celebrities und die Urban Charts ausgerichteten Lebensmaxime. Die japanische Gesellschaft steht momentan vor dem Problem, dass die völlig überarbeiteten Männer das sexuelle Interesse weitgehend verloren haben. In 'The Bling Ring' passiert irgendwo in Folge der verinnerlichten Oberflächlichkeit, die erschreckenderweise nur mehr bloßer Selbstzweck ist, das Gleiche. Sex hätte hier höchstens in Form der Nachahmung eines Kim-Kardashian-Sextapes seine Daseinsberechtigung. Alles andere wäre ja authentisch.

Ich glaube, Authentizität und Nachahmung sind eh die beiden Schlüsselwörter zur Beschreibung des Films und der Welt, die er repräsentiert. Hier wird nicht gelebt, es wird nachgelebt. Ob durch das Tragen der Klamotten der Stars, das Nachsingen der Songs der Stars oder das Live-Mitverfolgen der neuesten Eskapaden der Stars bei TMZ. Nichts davon ist auch nur im Entferntesten schöpferisch.

Was 'The Bling Ring' aber zum Anti-Exzess-Film macht, ist, dass wir den Exzess nicht miterleben, nicht selbst spüren. Wir sind nur dabei statt mittendrin und bekommen dadurch auf einmal einen völlig anderen Blick auf die Abfeierei der eigenen Geilheit. An manchen Stellen teast Coppola uns sogar mit der berüchtigten Videoclipästhetik der Exzess-Vertreter, nur um diese dann gleich wieder zu dekonstruieren – aber immer, und das ist wirklich erstaunlich, mit aufrichtiger Empathie für ihre Charaktere. Ohne Empathie funktioniert ein Film nicht über die volle Laufzeit. Coppola hat also den Spagat geschafft, den Zuschauer bei der Zelebrierung dieses Lifestyle-Kults auf Distanz zu halten, und trotzdem den Charakteren gegenüber nicht gleichgültig zu sein. Eine Schlüsselrolle spielt dabei der bereits erwähnte männliche Protagonist (Newcomer Israel Broussard), der als eher zurückhaltender, gerade erst zugezogener Teenie zwar nicht im Handeln, dafür aber in seiner erklärenden Wortwahl durchaus nachvollziehbar ist, ohne sich dabei je als Opfer zu präsentieren. Diese Empathie distingiert den Film dann auch von einer Satire wie 'The Wolf of Wall Street'.

Das Ende ist bei näherer Auseinandersetzung besonders verstörend in der Darstellung der Charaktere als gleichermaßen unschuldig und berechnend. Besonders pervers hierbei ist, wie sehr diese Clique – exemplarisch dafür steht die Rolle von Emma Watson – ihre verlogenen Phrasen über Karma, Weltfrieden und Leadership tatsächlich glaubt. Jede Lüge wird hier zur ultimativen Wahrheit erhoben, mit dem letztlichen Ziel der vollkommenen Selbsttäuschung. Hallelujah! Dass Freundschaften so etwas nicht überleben können, versteht sich von selbst.

Beinahe von selbst versteht sich auch die inszenatorische Klasse von 'The Bling Ring'. Für mich sind Sofia Coppolas Filme eigentlich immer sehr zugänglich in ihrer gehobenen Indie-Ästhetik. Ist aber natürlich mal wieder Geschmackssache.

Nun mein abschließendes intellektuelles Statement: Der Soundtrack ist der Hammer! Schon allein Big K.R.I.T. mal für ein paar Sekunden in einem Hollywoodfilm zu hören, ein wahrgewordener Traum. In mancher Hinsicht bin ich vielleicht nicht weniger oberflächlich als dieser Bling Ring beziehungsweise der nicht unbedeutende Teil der Adoleszenten, den er exemplarifiziert. Hält mir voll den Spiegel vor und so. Fuck it, ich geh jetzt 2Chainz hören.

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Bob Loblaw

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Ein schlechterer Song?... das ist eine gute Frage... Das hätte ich vielleicht nicht schreiben sollen, da ich ja fast alles o.k. finde und auch nicht soo super stark mit der aktuellen Popmusik vertraut bin.
Vielleicht hat mich die Tatsache, dass die junge Frau diesen, wie ich finde, ziemlich maskulinen HipHop (9 Piece) hört, ein bisschen positiv überrascht, da ich eher denken Würde, dass die Medien den jungen weiblichen Zielgruppen eher so Sachen wie Taylor Swift suggerieren. :)


brainchild

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Hm, in so Kategorien wie Taylor Swift hatte ich gar nicht gedacht :D An sich ist das ein sehr richtiger Punkt mit den Rollenbildern. Die Mädels treten schon sehr bestimmend auf, die "kriminelle Energie" (trifft es nicht, ich weiß) geht ja auch von ihnen aus. Da sieht man auch wieder, dass das ein ganz anderes Level ist als dieses "normale" Fangirl-Dasein der zig anderen Girlies auf dieser Welt. Und doch hören sie keinen Underground-Song, den sie selbst entdeckt haben, oder von mir aus auch einen Klassiker von 2Pac, den sie wiederentdeckt haben. Nein, sie hören das, was gerade hip ist. Ich verlange ja nicht, dass sie selbst ne Band gründen :D Und vielleicht ist Sapere aude auch etwas zu viel verlangt. Aber jeder Mensch sollte doch zeitweise mal seine Wertvorstellungen und die seiner Umwelt reflektieren.


bestseimon

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Bewertung7.5Sehenswert

"I think we just wanted to be part of the lifestyle. The lifestyle that everybody kinda wants."

THE BLING RING ist vielleicht kein Film für ältere Leute, vielleicht auch kein Film für mittelalte Leute und womöglich nicht mal ein Film für Leute, die im selben Alter sind, wie die Protagonisten. Hier gibt es so gut wie keinen Spannungsbogen, keine Charaktere mit Ecken und Kanten, die eine Entwicklung durchmachen, keine atemberaubende Action-oder Sexszenen, kein heraufbeschworener Tiefgang. Dieser Film zeigt uns einfach nur ein Abbild einer Generation, die nach etwas aufregendem strebt, nach einem besseren Leben, nach Glanz und Anerkennung. Es geht darum jemand zu sein, jemand der beachtet wird, der respektiert wird. Letztendlich geht es darum, attraktiv zu sein. Und wenn man dazu in das Haus von Paris Hilton einbrechen muss, dann ist das eben so. Schließlich hat man so das Gefühl, das Leben hätte wieder einen Sinn. Ja, so banal das klingen mag.

Sofia Coppola liefert nach SOMEWHERE wieder kein leichtes Werk ab. Für viele mag dieser Film schwer zugänglich sein und das ist auch nur verständlich. Wenn man sich so gar nicht in die Lage dieser Teenager hineinversetzten mag, wenn man ihre Taten, ihr Verlangen nicht ein bisschen nachvollziehen kann, dann ist es ganz schwer, sich auf diesen Film einzulassen und es kommt Langweile auf. Genau diese Langweile, aus der die Protagonisten ausbrechen wollen. In ein aufregenderes Leben, das sie für eine gewisse Zeit auch bekommen. Sie erreichen ihr Ziel, sie werden bewundert und suhlen sich in ihrem gestohlenem Glanze. Sie werden überheblich, nutzen soziale Netzwerke, um mit ihren Errungenschaften zu prahlen. Es werden Partys gefeiert, Drogen genommen, das Leben ausgekostet, bis nichts mehr übrig bleibt. Es entwickelt sich eine Art Sucht nach diesem Leben, nach Adrenalin und Abenteuer. Doch irgendwann ist eben der Punkt erreicht, an dem es nicht mehr weiter nach oben geht, und wenn der erreicht ist, dann fällt man wieder zurück auf den Boden und sogar noch weiter. Ganz im Stil von "Live fast, die young", wie es in dem Song "Bad Girls" von M.I.A heißt, der eine Sequenz im Film begleitet. Genau diesen Lebensstil streben die Hauptfiguren hier an.

So entwickelt sich THE BLING RING zu einem durchaus kritischen Film. Natürlich kritisch mit seinen Charakteren, die nach einem Traumleben streben, aber dazu den falschen Weg einschreiten und ihr reales Leben dadurch nur zerstören. Der Film stellt aber genauso das Leben der Stars satirisch da. Sie besitzen so viel, dass sie nicht einmal merken, wenn sie beklaut werden. Wen soll man also jetzt verurteilen? Sicherlich kann man den Weg, den die Jugendlichen einschlagen, nicht gerade gut heißen, dennoch fängt Sofia Coppola in ihren Bildern eine gewisse Faszination ein, die mich beim Betrachten dieses Films gepackt hat. Dadurch ist es möglich, das Bestreben der Charaktere ein Stück weit zu verstehen und so etwas wie Empathie zu empfinden. Wenn der Film dies bei einem auslösen kann, dann erzielt er auch seine Wirkung und man kann sich vollkommen auf ihn einlassen. Schade ist es nur, dass Coppola insgesamt doch etwas oberflächlich bleibt. Womöglich passt das sogar zum Thema des Films, trotzdem wird man am Ende das Gefühl nicht los, es wäre viel mehr drin gewesen. Deshalb ist THE BLING RING auch weit von einem Meisterwerk entfernt und sehr davon abhängig, ob man persönlichen Bezug zu der Geschichte und den Figuren entwickeln kann.

http://planetofpictures.blogspot.de/2014/02/the-bling-ring-us-2013-sofia-coppola.html

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Hooded Justice

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Großartiger Kommentar! Auch wenn ich der Meinung bin, der Film hätte kaum besser sein können.


bestseimon

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Danke! Schön, dass er dir so gut gefallen hat. Ich hatte halt nur dieses Gefühl, er hätte noch besser sein können, aber womöglich ist er auch genau richtig so wie er ist.


naibaf

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Bewertung2.5Ärgerlich

Die Dummheit der Diebe wird nur durch die Inkompetenz der Stars, die nicht mal ihre Häuse richtig sichern, übertroffen. Langweiliges It-girl Gehabe.

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Orkatum

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Bewertung4.0Uninteressant

Inhaltsarm und ohne nennenswerte Spannungskurve.
SPOILERALARM: Die sich zu dröhnenden, jugendlichen Serieneinbrecher werden am Ende tatsächlich verhaftet. Wer hätte das kommen sehen?

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WZRDOnTheMoon

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Bewertung4.0Uninteressant

Sofia Coppola konstruiert eine Welt von Hollywood, in der es nur Oberfläche und Reichtum, aber scheinbar keinen Platz für Moral, echte Gefühle oder emotionale Substanz gibt - statt der Leere als reine Form, beschreibt sie diesmal, wie Sprache, Kleidung und Codes auf Schulhöfen, Clubs und bei Facebook subtilen Druck und Geltungsdrang bei reichen Republikaner-Kindern provozieren und sie schließlich zu Kriminellen macht. Neurotische Kids in der Style-Falle - und Facebook ist der Motor, der sie permanent antreibt. Ihrer Fallhöhe sind sich die Jugendlichen kaum bewusst, denn sie bedienen sich bei denen, die eh viel zu viel Luxusgüter angehäuft haben - so raffiniert Coppola ihr Bild des amerikanischen Alptraums zeigt, so sehr wünscht man sich eigentlich, dass sie ihren subtilen Zynismus bald wieder bändigen möge und stattdessen wieder einen verträumten Film wie "Lost In Translation" macht. Den Spiegel, den sie amerikanischen Teenagern in "The Bling Ring" vorhält, mag ja wichtig und dringlich sein, aber für mich und sonstige Europäer ist der geltungssüchtige und inhaltsleere Smalltalk irgendwann nicht mal mehr ironisch, sondern nur noch schwer zu ertragen.

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CHF

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Bis heute nicht gesichtet...und das bleibt auch so..:)


fujay

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WZRDOnTheMoon: DANKE! Du schreibst mir von der Seele



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