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The Bling Ring

The Bling Ring (2013), US Laufzeit 91 Minuten, FSK 12, Kriminalfilm, Drama, Komödie, Kinostart 15.08.2013


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6.3
Kritiker
33 Bewertungen
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5.8
Community
1427 Bewertungen
113 Kommentare
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von Sofia Coppola, mit Emma Watson und Leslie Mann

Sie sind jung, sie sind wohlhabend, sie leben in Beverly Hills: Ihre Helden sind die Paris Hiltons, Lindsay Lohans und Kim Kardashians. Für sie zählen nur Glamour und der schöne Schein, die glitzernd-faszinierende Welt der Reichen und Schönen: The Bling Ring.

Für die Clique um Nicki (Emma Watson), Rebecca (Katie Chang) und Marc (Israel Broussard) sind die Stars zum Greifen nahe. Die Teenager eifern ihren Idolen nicht nur nach, sie wollen in ihren Schuhen stecken, wortwörtlich! In immer haarsträubenderen und dreisteren Einbrüchen verschaffen sich die Teenager Zugang zu den Häusern der Stars. Anfangs ohne viel zu stehlen, mit der Zeit jedoch immer dreister und zwangsloser, mit immer mehr Andenken bestückt. Dass so viel kriminelle Sorglosigkeit nicht ohne Folgen bleiben kann, versteht sich von selbst. Bald rücken die jungen High Society-Diebe selbst ins Rampenlicht. Doch die Berühmtheit hat ihre ganz eigenen Regeln, was bald auch Rebecca und Nicki herausfinden…

Hintergrund & Infos zu The Bling Ring
Nachdem sich Sofia Coppola mit Lost in Translation und Somewhere mit den existentiellen Nöten des Startums beschäftigt hatte, betrachtet The Bling Ring das Thema von einer anderen Seite. Ins Zentrum rücken die Jünger des Starkultes, die die Leere des Jetsetlebens keineswegs als Manko, sondern als äußerst erstrebenswert ansehen. Um The Bling Ring die nötige Dosis Authentizität zu verschaffen, absolvierten Kirsten Dunst und Paris Hilton Gastauftritte im Film. Eine kleine Rolle hat auch Gavin Rossdale, der Sänger der Band Bush.

The Bling Ring beruht auf einem echten Kriminalfall, der 2008-2009 für Aufsehen sorgte. Dabei könnte Coppolas Film reelle Folgen für den Fall haben, da die Anwälte der angeklagten Teenager vorhaben, die Beteiligung von Ermittler Brett Goodkin als Ratgeber für The Bling Ring als Zeichen für mangelnde Glaubwürdigkeit zu benutzen und seine Aussage vor Gericht in Zweifel zu ziehen. (KJ)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails The Bling Ring
Genre
Kriminalfilm, Drama, Komödie
Zeit
Gegenwart
Ort
Beverly Hills, Hollywood, Vereinigte Staaten von Amerika
Handlung
Clique, Diebstahl, Dummheit, Einbruch, Falsche Freunde, Gericht, Gerichtssaal, Gerichtsurteil, Gerichtsvollzieher, Jugend, Jugendgang, Jugendgruppe, Jugendkriminalität, Jugendlicher, Kleinkrimineller, Kriminalität, Langeweile, Mode, Neid, Party, Popkultur, Prominente, Realitätsverlust, Reichtum, Schönheit, Verantwortung, Verantwortungsbewusstsein, Verehrung für einen Star, Vorbild, Wohnungseinbruch
Stimmung
Aufregend, Eigenwillig, Sexy
Zielgruppe
Teenie-Film
Tag
Wahre Begebenheit
Verleiher
Tobis Film GmbH & Co. KG
Produktionsfirma
American Zoetrope, NALA Films, Pathé Distribution, Studio Canal, Studio Canal, Tobis, Tobis, Tohokushinsha Film Corp.

Kritiken (27) — Film: The Bling Ring

SoulReaver: CinemaForever, D3M

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4.0Uninteressant

Blasiert stöckeln narzisstische Modepüppchen auf hohen Absätzen und in kurzen Kleidchen durch ihre glitzernde (Poser-)Scheinwelt, um einem Traum hinterherzujagen, der keinerlei Erfüllung instruiert. Sie brechen in Häuser von medialen Größen ein, um ihr unzufriedenes, verwöhntes Dasein auf noch mehr oberflächlichem Schrott zu betten und danach auf Partys mit erhobener Nase arrogant durch die Reihe zu stolzieren und ihren neusten Fashion-Krempel am eigenen Leibe vorzuführen. Die Welt der Jugendlichen, die Sofia Coppola in „The Bling Ring“ vorführt ist geprägt von Monotonie und Lustlosigkeit; so kalt, egoistisch und verschwenderisch, als hätte die Konsumgesellschaft eine neue Generation zur eigenen Entfaltung instrumentalisiert. Stimmt ja auch, nur ist „The Bling Ring“ dabei viel zu brav und letzten Endes auch zu moralisierend und ermüdend repetitiv, als das Frau Coppola ihrem satirischen Tonus in irgendeiner Weise gerecht werden könnte. Nach gut 30 Minuten ist bereits alles gesagt, die auf wahren Begebenheiten (uhu!) basierende Geschichte dreht sich im Kreis und „The Bling Ring“ tut es seinen Charakteren gleich: Er ist vollkommen belanglos.

26 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 9 Antworten

Hooded Justice

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Belanglos? Ach Soul. :/


einSchluss

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Siehste... ;) Lost IT ist ja auch von ihr. Dass sie Regie führte ist mir glatt entfallen. Sie kann was. Zweifelsohne. Ich glaube aber SoulReaver´s Worten und hoffe, dass ich ihn nicht auch schon nach 30min. schnarchig finde.


Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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5.0Geht so

Das The Bling Ring wohl der Film von Coppola ihm seine Tochter ist, den ich noch am besten finde, macht ihn nur bedingt besser. Wie immer geht es um verzogene junge Leute, die sich beklagen weil es ihnen zu gut geht. Nur diesmal basiert das alles auf einer wahren Begebenheit die Sofia gemächlich und mit der subtilen Grazie eines Klassenlehrers in der Projektwoche weginszeniert.

Wo sie steht und was sie über die Kids denkt, die aus Daffke in die Häuser von Promis einsteigen wird nach 5 Minuten klar - doch leider vermag sie es nicht über diesen Ansatz hinaus irgendetwas zu erzählen. Deutlich ist die Echauffierung zu spüren, deutlich, dass sie keinen Versuch macht die Kids zu verstehen oder auch nur irgendeine Anstalt macht nach Ursachen, Motiven oder Charakteren zu suchen. Jedes Interview mit den echten Bling-Ring-Kids ist erhellender und spannender als diese Moral-Fabel, die sich in hirnbetäubender Repitation ergeht. Mag der erste Raubzug in fremdem Anwesen noch spannend sein, nerven die ewig gleichen Bilder die stets noch oberflächlicher sind als die Hauptfiguren irgendwann nur noch.

Es wirkt als hätte Sofia Coppola jede minimale Recherche gescheut und wirklich nur verfilmt was in der Yellow-Press und dem New York Times Artikel stand. Die Figuren existieren nicht außerhalb ihrer Raubzüge - sie bleiben unnahbar, die Abziehbilder die wir in ihnen sehen sollen. Das mag vielleicht auch akurat sein (auch wenn die Film-Teens ihren Originalen nicht wirklich ähneln) macht sie aber nicht wirklich interessant.

Schade auch das Emma Watson in ihrer Rolle leicht verschwendet wirkt, denn die dumme Society-Tusse nimmt man ihr nicht wirklich ab - sie wirkt einfach stets etwas zu smart für die Figur die sie (mit viel Anstrengung und Verve) spielt. Da sie aber eh nur eine Nebenrolle spielt, ist das auch egal. Die Newcomer die die Hauptrollen geben mühen sich redlich mit dem was ihnen das Buch gibt und machen einen soliden Job. Es ist nicht ihre Schuld, dass sich weder Buch noch Regie für sie interessieren und man ein permanentes kopfschüttelndes "tz tz tz" aus dem Off zu vernehmen glaubt.

Ja die Jugend von heute ist wirklich schlimm Sofia. So oberflächlich und publicitygeil, so abgewichst und konditioniert. Vielleicht sollten sich diese Kids lieber in ein Hotelzimmer in Tokio legen und sich selbst leid tun, so wie wirklich tiefsinnige Menschen das machen.

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Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung

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6.0Ganz gut

Versehen mit einem coolen Soundtrack fängt sie mit visuellem Glamour die Sogkraft der schönen Oberflächen ein – der Designermode [...] in rauen Mengen.

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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de

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7.5Sehenswert

Sofia Coppola schafft es wieder, mitreißende Bilder und Stimmungen auf die Leinwand zu bringen. Dazu ist ihr Bling Ring ein [...] Architekturführer von Beverly Hills.

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Esther Buss: Film-dienst Esther Buss: Film-dienst

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6.0Ganz gut

Nie zuvor ist Coppola ihren Figuren so gleichgültig begegnet wie hier – der kriminellen Pathologie der Teens geht sie nicht ernsthaft nach [...].

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Stefan Benz: Echo - Online Stefan Benz: Echo - Online

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6.5Ganz gut

The Bling Ring ist nun vor allem Jugendporträt und Sittenbild. [...] Coppola erzählt das in kurzen Episoden, die anfangs erstaunlich sind, bald aber fad werden.

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H.-U. Pönack: Deutschlandradio H.-U. Pönack: Deutschlandradio

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7.0Sehenswert

Letztlich lösen die Geschehnisse um diese hervorragend gespielte Fashion-Bande wütendes Nachdenken aus.

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Katja Nicodemus: NDR Katja Nicodemus: NDR

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6.5Ganz gut

Ein interessanter Nebeneffekt [...]: Auch als Zuschauer wirft man spätestens nach dem zweiten Einbruch alle Skrupel über den Haufen.

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Ulrike Frick: BR Ulrike Frick: BR

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6.5Ganz gut

Betont nüchtern und kommentarlos gefilmtes Gesellschaftsporträt reicher Jugendlicher, in dem Marken jede Moral ersetzt haben.

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Hannah Pilarczyk: Spiegel Online Hannah Pilarczyk: Spiegel Online

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8.0Ausgezeichnet

Coppola gelingt das Kunststück, einen Film über den gesellschaftlichen Trend zur Selbstinszenierung [...] zu drehen, der eben nicht thesenhaft daherkommt [...].

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Arakune: Das Manifest, CinemaForever...

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5.0Geht so

[...] So tritt „The Bling Ring“ bereits nach lediglich 40 Minuten nur noch ermüdend auf der Stelle und kann den satirischen Spitzen, welche stellenweise durchaus gelungen sind, ab einem gewissen Punkt nichts mehr hinzufügen. Das Jugend-Ensemble rund um Emma Watson, Katie Chang und Israel Broussard spielt giftig-überzeugend, wenngleich man sich durchaus fragen darf, wie weit sich die Jungschauspieler in Anbetracht ihres eigenen Wohlstands überhaupt in ihre Rollen hineinversetzen mussten. Tatsächlich ist man sich bis zum Schluss nie ganz sicher, ob Coppola die für eine Schwarze Komödie unbedingt notwendige Distanz zu der Thematik innewohnt – stets hat man das Gefühl, das perfide Faszinosum Traumfabrik habe auch sie ganz in ihren Bann gezogen. Als wäre sie selbst Opfer ihrer eigenen Geschichte geworden. In einem anderen Kontext wäre das sicherlich lobenswert, für eine Satire allerdings ist das geradezu tödlich.

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Beeblebrox: dasfilmfeuilleton.de

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8.5Ausgezeichnet

[...] Verloren in einer Welt der Illusionen, der Gleichgültigkeit, der Unbedeutsamkeit: Beinahe teilnahmslos schlittern sie durch ihr Leben und driften im betäubenden Rausch des orientierungslosen Seins ebenso schnell in den tosenden Strudel der verklärten/verklärenden Wirklichkeit, die sie schließlich vollends verschlingt und nie wieder ausspuckt. Es gibt kein Entkommen aus dieser wunderschönen sowie grausamen Tristesse, denn selbst die Suche nach einem Ausweg definiert sich als Akt der Verschwendung respektive als notwendiger Zeitvertreib zum Überleben. Lediglich die pochenden Rhythmen von Sleigh Bells, die lebendigen Melodien von Kanye West und die melancholische Stimme von Frank Ocean erhalten diese Welt am Leben. Obwohl man von Sofia Coppola im Regelfall eine Meditation – verloren zwischen Raum und Zeit – erwartet, ist The Bling Ring der wilde sowie verzweifelte Aufschrei einer Generation, wie ihn zuletzt Harmony Korine in seinem psychedelischen Meisterwerk Spring Breakers im assoziativen sowie audiovisuellen Bilderrausch unkontrolloert und unbarmherzig auf die große Leinwand bannte. [...]

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littlegomera

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Das sehe ich genauso! Danke!


zmpfl

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Die idiotischen Gifs sind weg. Gut,


F.-M. Helmke: Filmszene.de F.-M. Helmke: Filmszene.de

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4.0Uninteressant

Auch hier bleibt Coppola an der Oberfläche kleben und lässt ihre Figuren ansonsten weiter ihrer narzisstischen Selbstdarstellung frönen, ohne diese irgendwie zu hinterfragen. [...] Und am Ende steht ein Film, der genauso hohl und leer ist wie seine Hauptfiguren.

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PeterOsteried: Gamona.de PeterOsteried: Gamona.de

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8.0Ausgezeichnet

Porträt einer Gesellschaft, die sich selbst verloren hat, in der Promis und Möchtegerns in Wechselwirkung zueinander leben.

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J. Berardinelli: ReelViews J. Berardinelli: ReelViews

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6.0Ganz gut

Die Darsteller sind alle gut und die Welt in der diese Teenies leben ist verlockend. Das große Problem an diesem Film sind die eindimensionalen und langweiligen Charaktere, denen es schwer fällt bis zum Ende zu folgen.

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goodspeed: ANIch / UFA Fiction / OLOsBLOG

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6.0Ganz gut

[...] Als ob sich die Filmemacherin dieser Problematik bewusste geworden wäre, veränderte sie für ihren jüngsten Film „The Bling Ring“ auch wenn sie thematisch nicht aus ihrer Haut konnte - zumindest ihre Herangehensweise. Sie stellte sich der Herausforderung, die von ihr gewohnte Lethargie durch Hysterie auszutauschen. Die Schnittfrequenz und das Erzähltempo sind sowohl hoch, wie auch untypisch für die Regisseurin. Anstelle ihrer langgezogenen, bedeutungsschwangeren Einstellungen, beweist sie dem Zuschauer, dass sie sich auch auf schnelle, komprimierte Erzählweisen versteht. Coppola überlässt die Deutung ihrer Filme grundsätzlich dem Zuschauer, dessen Gedanken ihr schon immer wichtiger waren als ihre eigenen Absichten. [...]

Nicht nur innerhalb der Filmografie von Sofia Coppola ist eine Häufung sich wiederholender Themen festzustellen, sondern im gesamten Kinojahr 2013. Er scheint, als fühle sich Hollywood zur Zeit von pervertierten Versionen des American Dreams besonders angezogen. Sowohl ein Baz Luhrmann ("Moulin Rouge") folgte mit seiner modern-dekadenten Literaturverfilmung „Der große Gatsby“ einer anderen Form des amerikanischen Traums, als auch ein Harmony Korines, dessen “Spring Breakers“ in eine Kerbe unweit der Bling Ring-Gören schlug; über eine Gruppe Mädchen auf der Suche nach Spaß und dem Kick, die sie nicht bloß jegliche Moral ablegen lässt. [...]

Doch Sofia Coppola erschafft durch authentisches Casting und Ausschmückungen eine Metaebene, in der die Leere des Films und die Belanglosigkeit der wahren Hintergründe aufeinandertreffen. Paris Hiltons Villa als Originalschauplatz, in der einige Schlüsselszenen des Film nachgedreht wurden und ein kleiner, aber wichtiger Cameoauftritt der milliardenschweren Hotelerbin dienen als erstes Bindeglied. Die Selbstdarstellung von Schauspielerinnen wie Kirsten Dunst und die Verpflichtung von Jungschauspielerinnen, die selbst Sprösslinge reicher Hollywoodeltern sind, versiegeln die metaphorische Ebene aus Sein und Schein. Zum Beispiel Claire Pfister, die Tochter des berühmten Kameramanns Wally Pfister (The Dark Knight, Inception), sowie Taissa Farmiga, die jüngste Schwester von Hollywoodschauspielerin Vera Farmiga. [...]

Ohne ihre sonst übliche Lethargie, die den Zuschauer normalerweise in die interpretierende Rolle drängt, führen seine Gedanken in diesem Fall in eine Sackgasse. Außer, die Regisseurin beabsichtigte, mit „The Bling Ring“ die enervierende Erkenntnis zu wiederholen, dass die Oberfläche der kalifornischen Oberschicht nicht tiefer reicht als die Pools in ihren Vorgärten. Eine schockierend unbeeindruckende Schlussfolgerung für einen Coppola Film, wäre da nicht ein finaler Dialog aus dem Mund von Marc, dem einzigen männlichen Protagonisten und moralischen Wegweiser des Films. Durch seine Berühmtheit als Einbrecher hätte er über 800 neue Facebook Freunde gewonnen. Ein wahr gewordener Traum für einen Jungen wie ihn, der schon immer davon träumte, beliebt und berühmt zu sein. Doch kann er seinen „Ruhm“ nicht genießen. Seine Berühmtheit hätte weniger mit seiner Person, als mit der perversen Faszination der USA für Bonnie & Clyde-Geschichten zu tun. Bemerkenswerte Worte, nur mit dem Unterschied, dass es bei diesen jugendlichen Gelegenheitsdieben nichts zu romantisieren gibt. Die Protagonisten sind wie der Film selbst von einer Leidenschaftslosigkeit geprägt, die auch ein tragisches Ableben in pathetischer Bonnie & Clyde-Filmmanier nicht hätte retten können.

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A.O. Scott: New York Times A.O. Scott: New York Times

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7.0Sehenswert

The Bling Ring schafft die Gratwanderung zwischen Banalität und Transzendenz, und seine Weigerung sich weder dem einen noch dem anderen zu verschreiben ist einerseits ein Zeichen von Integrität, andererseits eine Quelle der Frustration.

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Peter Travers: Rolling Stone Peter Travers: Rolling Stone

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7.5Sehenswert

The Bling Ring ist oft witzig, aber nie bösartig. [...] Coppola ist zu smart die Taten der Kids auf 'Partylaune' oder 'schlechte Eltern' zurückführen zu lassen. Was sie sieht sind unmoralische Teens, die nach Intimität dürsten. In Paris' Schuhen ist man vielleicht nicht mehr so alleine.

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Kyle Smith: New York Post Kyle Smith: New York Post

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9.0Herausragend

Was The Bling Ring so anziehend macht, ist die Dreistigkeit dieser Einbrecher. Sofia Coppola versteht es, jeden kleinkriminellen Akt als ein ganz eigenes Abenteuer zu inszenieren.

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Roger Moore: Orlando Sentinel Roger Moore: Orlando Sentinel

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9.0Herausragend

The Bling Ring, der erfrischende Nachfolger von Somewhere, ist eine augenzwinkernde Verurteilung einer naiven Generation - und ihrer Opfer, der Stars, die ihren Türen nicht abschließen.

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Alle Kritiken (27)


Kommentare (86) — Film: The Bling Ring


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cronic

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Bewertung4.5Uninteressant

The Bling Ring 4,5/10

Versnobte Jugendlichen Gruppe raubt Promihäuser aus, basiert grob auf einem Magazin Artikel, nach wahren Ereignissen. Jungschauspieler bleiben recht blass, wenigstens sind sie hübsch und Emma Watson in Leggings ist mindestens 2$ wert. Wer sich für Promis und Modemarken interessiert bekommt hier einen Zuckerschock, wird hier doch beides ausgiebig gewürdigt. Neben Häuser ausrauben wird gefeiert und gekokst, der LA Lifestyle wird zelebriert und dafür das das 2/3 Inhalt des Films ist, ist das einfach zu harmlos. Schlussendlich werden sie gefasst und die letzte halbe Stunde behandelt die Folgen ihrer Taten. Wie hoch am Ende die Strafen ausfielen ist noch recht interessant

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FilmFreak2K13

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Bewertung4.0Uninteressant

Da auch du bei der Oster-Wichtelaktion mitmachst lasse ich mal eine Anfrage da :)

Na ja, ich weiß nicht genau was ich erwartet hatte von diesem Film aber dennoch schaffte er es mich nicht zu überzeugen.
Verwöhnte Gören brechen in Häusern von Promis ein (die anscheinend nie etwas von vernünftiger Sicherheitstechnik gehört haben) um ein Stück deren Lifestyle auf sich zu übertragen. Da werden dann auch mal wertvolle Gegenstände links liegen gelassen und dafür die neusten Kleider und Schuhe von Designer XY geklaut.
Ich denke mal was uns Sofia Coppola hier zeigen wollte ist einfach wie wichtig es, für Amerikanische Teenies, anscheinend ist prominent, bekannt, gut aussehend und wohlhabend zu sein.
Auf der anderen Seite schwingt auch eine leichte Gesellschaftskritik mit. Zum Beispiel als (ich weiß gar nicht, war es eine Ermittlerin oder die Psychiaterin?) erzählt dass es heutzutage für Jugendliche immer wichtiger wird wie ihre Promivorbilder zu sein. Das Internet bietet halt die richtige Plattform um den VIPs immer nah zu sein und genau zu wissen was sie tun und was gerade IN ist und was man tragen muss u.s.w .
Des weiteren wird der Jugend suggeriert dass man es mit geringsten Anstrengungen (siehe Paris Hilton oder Kim Kadä…..Kadae……Kadashiyen…..ähm Kim West) schafft prominent und dadurch reich zu werden.
Auf der anderen Seite sehe ich bei solch Fällen aber nicht nur den negativen Einfluss der Medien oder das schlechte Wesen der Kids, sondern viel mehr tragen auch die Eltern eine Mitschuld an deren Fehlverhalten. Aber darauf wird nicht groß eingegangen. Schade.
Dafür rettet Emma Watson den Film allein schon durch ihre Anwesenheit. Ich denke mal wenn die nicht gemacht hätte, hätten sich den Film wohl etliche Leute (mich eingeschlossen) nicht angesehen^^.

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Frankie Dunn

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Bewertung2.5Ärgerlich

Jo was geht Bitches. Mit Alkohol und (weiblicher) Begleitung zum Ablästern funktioniert The Bling Ring, ansonsten komme ich auf solch nervige Kinder einfach nicht klar. Was Sofia Coppola sagen will, wird dem Zuschauer 91 Minuten lang ins Gesicht gepustet. Spätestens nach einer halben Stunde wirkt The Bling Ring redundant. Gewollt? Ich bin gnädig und verpasse dem Film ein paar Pünktchen, da zumindest mit oben genannten Voraussetzungen ein bisschen Minimal-Spaß in die Nummer kommt. Eine Story, vernünftige Figurenzeichnung, Botschaften, die über "scheiß Hipster-Jugend" (was sogar die nervigen Hipster selbst sagen....zu denen man wohl die ein oder andere Hauptdarstellerin - Emma Watson - hier auch zählen muss) hinausgehen, generell Überraschungen und Entwicklung schaden Filmen für gewöhnlich jedoch nicht und wären auch hier ein guter Bonus gewesen. So sind das nur 91 Minuten Dauer-Kater, Moralpredigt von Mama inklusive. Vielleicht hätte Madam Coppola lieber ein normales Drama um ein paar halbwegs interessante Jugendliche drehen und da dann punktuell gesellschaftskritische Spitzen einstreuen sollen, anstatt einer Satiren-Dauerschleife um eine handvoll nerviger Langweiler, die man sowieso in ähnlicher Form jeden Tag live und in Farbe ertragen muss. Den Inhalt von The Bling Ring hätte man jedenfalls in 10 Minuten besser erzählen können. Schade, dass sie nicht bei Charlie Sheen eingebrochen und mit der Schrotflinte (/Vodka-Flasche) erlegt worden sind. Das hätte mir Spaß gebracht. Vermutlich stört mich an The Bling Ring am meisten, dass es wieder ein typisches Beispiel für das Prinzip "Die Zweitdümmsten zeigen mit dem Finger auf die Dümmsten und halten sich für was Besseres" ist, denn mehr als mit dem Finger auf sie zeigen und auslachen gelingt Sofia Coppola hier nicht. Analyse? Ursachenforschung? Lösungsansätze? Wenn ich über Paris Hilton, Lindsay Lohan und die Bunte ablästern will, kann ich das einmal im Monat mit meiner Friseuse machen. Oder mit meiner Freundin. Oder mit meinen Freunden. Oder mit meiner Mutter. Vermutlich sogar beim Smalltalk mit einer x-beliebigen Discobekanntschaft. Wenn ich meine Zeit für einen Film opfere, erwarte ich mehr als beliebiges Hipster-Geläster. Davon gibt es in der "Szene" sowieso schon genug. Nichts für ungut. #yolo #krass #swag #penis #vagina #bitch #party #alta #altior #altissima

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brainchild

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Wobei die Aussage nicht ist, dass das schlecht ist, sondern dass das ist, wie es ist. Der Rest liegt bei dir.


Frankie Dunn

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:)))) Na gut, belassen wir es dabei. War jedenfalls kein Film, der mir irgendwelche neuen Erkenntnisse oder kurzweiligen Spaß gebracht hat.


goddessofdeath

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Bewertung1.5Ärgerlich

"The Bling Ring" ist ein langweiliger Film über ein paar verwöhnte, ungezogene Rotzgören, die nichts Besseres zu tun haben, als in die Häuser von Stars einzusteigen, die offensichtlich zu blöd sind, ihr Eigentum zu schützen. Der Film ergeht sich dabei pornorös in der Darstellung von Bling- Bling, bleibt dabei aber durchgehend und vollkommen langweilig. Das einzige Highlight ist eine wie immer wunderschöne Emma Watson, die mir fast leid tut, dass sie so eine Doofbackenrolle bekommen hat.
!Spoiler?! Welch Erlösung ist es am Ende, wenn die Bratzen endlich festgenommen werden und heulend aus dem Gerichtssaal rennen. Ich heule eher um meine gestohlene Zeit.

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FilmFreak2K13

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Also perfekter geht es nicht. Kann ich nur so unterschreiben, auch wenn ich den etwas höher bewertet habe. Würde deinen Kommentar am liebsten Kopieren und noch mal posten^^


lukas.liedig

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Bewertung7.0Sehenswert

Guter Film, hat teilweise seine Längen, dies ist aber hinterlegt mit einem klasse Soundtrack. Es sind durchaus moralische Ansätze vorhanden, die werden nur (leider) gegen Ende dann doch ziemlich kurz gehalten. Achja, und die Schauspieler sind alle super!

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MarieFlorentine

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Bewertung7.0Sehenswert

The Bling Ring ist eindeutig kein Film für jeden. Einfach ein typischer Teenager-Film, ohne große Handlung, wenig Spannung und einem mehr als vorhersehbaren Ende. Jedoch trifft es genau meinen Geschmack. Emma Watson passt perfekt in ihre Rolle und der Film spiegelt einfach haargenau unsere heutige Gesellschafft mit Drogen und Jugendkriminalität (etc.) wider.
Alle, die sich für das Leben der Stars und Mode interessieren, sollten diesen Film einmal anschauen. ^^

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fujay

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Bewertung5.5Geht so

Leider einer der schwächsten Filme von Sophia Coppola

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brainchild

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ew.
Gross.
Totally.

Wie unterschätzt ist denn bitte dieser Film?

Sofia Coppola verfilmte hier die Antithese eines gerade erst geborenen Genres – des Exzess-Films (siehe: http://www.moviepilot.de/news/was-wolf-of-wall-street-hangover-gemeinsam-haben-127350). The Wolf of Wall Street, The Great Gatsby oder Spring Breakers werden (auch) so abgefeiert, weil sie den Zuschauer mitten rein werfen in einen instinktiv funktionierenden audiovisuellen Rausch, der den Hedonismus zum Ersten und einzigen Gebot erklärt. Wir feiern momentan Filme, die sich selbst feiern. Weil cool. In 'The Bling Ring' wird dieser Hedonismus jedoch ins Irrationale gesteigert. Hier gibt es keine Begründung (Realitätsflucht oder so'n Gedöns), die Protagonisten fühlen kein wie auch immer geartetes aufrichtiges Begehren, nicht mal der bloße Sexualdrang spielt noch eine wirkliche Rolle. Das muss man sich mal vorstellen: Ein Haufen heißer weiblicher High-School-Teenies wird gepaart mit einem nicht unattraktiven und irgendwie sogar sympathischen Boy, und so etwas wie sexuelle Spannung wird nichtmal angedeutet! Spielt keine Rolle in einer auf Fashion, Celebrities und die Urban Charts ausgerichteten Lebensmaxime. Die japanische Gesellschaft steht momentan vor dem Problem, dass die völlig überarbeiteten Männer das sexuelle Interesse weitgehend verloren haben. In 'The Bling Ring' passiert irgendwo in Folge der verinnerlichten Oberflächlichkeit, die erschreckenderweise nur mehr bloßer Selbstzweck ist, das Gleiche. Sex hätte hier höchstens in Form der Nachahmung eines Kim-Kardashian-Sextapes seine Daseinsberechtigung. Alles andere wäre ja authentisch.

Ich glaube, Authentizität und Nachahmung sind eh die beiden Schlüsselwörter zur Beschreibung des Films und der Welt, die er repräsentiert. Hier wird nicht gelebt, es wird nachgelebt. Ob durch das Tragen der Klamotten der Stars, das Nachsingen der Songs der Stars oder das Live-Mitverfolgen der neuesten Eskapaden der Stars bei TMZ. Nichts davon ist auch nur im Entferntesten schöpferisch.

Was 'The Bling Ring' aber zum Anti-Exzess-Film macht, ist, dass wir den Exzess nicht miterleben, nicht selbst spüren. Wir sind nur dabei statt mittendrin und bekommen dadurch auf einmal einen völlig anderen Blick auf die Abfeierei der eigenen Geilheit. An manchen Stellen teast Coppola uns sogar mit der berüchtigten Videoclipästhetik der Exzess-Vertreter, nur um diese dann gleich wieder zu dekonstruieren – aber immer, und das ist wirklich erstaunlich, mit aufrichtiger Empathie für ihre Charaktere. Ohne Empathie funktioniert ein Film nicht über die volle Laufzeit. Coppola hat also den Spagat geschafft, den Zuschauer bei der Zelebrierung dieses Lifestyle-Kults auf Distanz zu halten, und trotzdem den Charakteren gegenüber nicht gleichgültig zu sein. Eine Schlüsselrolle spielt dabei der bereits erwähnte männliche Protagonist (Newcomer Israel Broussard), der als eher zurückhaltender, gerade erst zugezogener Teenie zwar nicht im Handeln, dafür aber in seiner erklärenden Wortwahl durchaus nachvollziehbar ist, ohne sich dabei je als Opfer zu präsentieren. Diese Empathie distingiert den Film dann auch von einer Satire wie 'The Wolf of Wall Street'.

Das Ende ist bei näherer Auseinandersetzung besonders verstörend in der Darstellung der Charaktere als gleichermaßen unschuldig und berechnend. Besonders pervers hierbei ist, wie sehr diese Clique – exemplarisch dafür steht die Rolle von Emma Watson – ihre verlogenen Phrasen über Karma, Weltfrieden und Leadership tatsächlich glaubt. Jede Lüge wird hier zur ultimativen Wahrheit erhoben, mit dem letztlichen Ziel der vollkommenen Selbsttäuschung. Hallelujah! Dass Freundschaften so etwas nicht überleben können, versteht sich von selbst.

Beinahe von selbst versteht sich auch die inszenatorische Klasse von 'The Bling Ring'. Für mich sind Sofia Coppolas Filme eigentlich immer sehr zugänglich in ihrer gehobenen Indie-Ästhetik. Ist aber natürlich mal wieder Geschmackssache.

Nun mein abschließendes intellektuelles Statement: Der Soundtrack ist der Hammer! Schon allein Big K.R.I.T. mal für ein paar Sekunden in einem Hollywoodfilm zu hören, ein wahrgewordener Traum. In mancher Hinsicht bin ich vielleicht nicht weniger oberflächlich als dieser Bling Ring beziehungsweise der nicht unbedeutende Teil der Adoleszenten, den er exemplarifiziert. Hält mir voll den Spiegel vor und so. Fuck it, ich geh jetzt 2Chainz hören.

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brainchild

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Mit Haltung und aus Überzeugung! :)
Gesehen? Bin mal auf deine Punktzahl gespannt..


Frankie Dunn

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Gestern gesehen. Heute bewertet und kommentiert. Ich war leider nicht begeistert ;)


bestseimon

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Bewertung7.5Sehenswert

"I think we just wanted to be part of the lifestyle. The lifestyle that everybody kinda wants."

THE BLING RING ist vielleicht kein Film für ältere Leute, vielleicht auch kein Film für mittelalte Leute und womöglich nicht mal ein Film für Leute, die im selben Alter sind, wie die Protagonisten. Hier gibt es so gut wie keinen Spannungsbogen, keine Charaktere mit Ecken und Kanten, die eine Entwicklung durchmachen, keine atemberaubende Action-oder Sexszenen, kein heraufbeschworener Tiefgang. Dieser Film zeigt uns einfach nur ein Abbild einer Generation, die nach etwas aufregendem strebt, nach einem besseren Leben, nach Glanz und Anerkennung. Es geht darum jemand zu sein, jemand der beachtet wird, der respektiert wird. Letztendlich geht es darum, attraktiv zu sein. Und wenn man dazu in das Haus von Paris Hilton einbrechen muss, dann ist das eben so. Schließlich hat man so das Gefühl, das Leben hätte wieder einen Sinn. Ja, so banal das klingen mag.

Sofia Coppola liefert nach SOMEWHERE wieder kein leichtes Werk ab. Für viele mag dieser Film schwer zugänglich sein und das ist auch nur verständlich. Wenn man sich so gar nicht in die Lage dieser Teenager hineinversetzten mag, wenn man ihre Taten, ihr Verlangen nicht ein bisschen nachvollziehen kann, dann ist es ganz schwer, sich auf diesen Film einzulassen und es kommt Langweile auf. Genau diese Langweile, aus der die Protagonisten ausbrechen wollen. In ein aufregenderes Leben, das sie für eine gewisse Zeit auch bekommen. Sie erreichen ihr Ziel, sie werden bewundert und suhlen sich in ihrem gestohlenem Glanze. Sie werden überheblich, nutzen soziale Netzwerke, um mit ihren Errungenschaften zu prahlen. Es werden Partys gefeiert, Drogen genommen, das Leben ausgekostet, bis nichts mehr übrig bleibt. Es entwickelt sich eine Art Sucht nach diesem Leben, nach Adrenalin und Abenteuer. Doch irgendwann ist eben der Punkt erreicht, an dem es nicht mehr weiter nach oben geht, und wenn der erreicht ist, dann fällt man wieder zurück auf den Boden und sogar noch weiter. Ganz im Stil von "Live fast, die young", wie es in dem Song "Bad Girls" von M.I.A heißt, der eine Sequenz im Film begleitet. Genau diesen Lebensstil streben die Hauptfiguren hier an.

So entwickelt sich THE BLING RING zu einem durchaus kritischen Film. Natürlich kritisch mit seinen Charakteren, die nach einem Traumleben streben, aber dazu den falschen Weg einschreiten und ihr reales Leben dadurch nur zerstören. Der Film stellt aber genauso das Leben der Stars satirisch da. Sie besitzen so viel, dass sie nicht einmal merken, wenn sie beklaut werden. Wen soll man also jetzt verurteilen? Sicherlich kann man den Weg, den die Jugendlichen einschlagen, nicht gerade gut heißen, dennoch fängt Sofia Coppola in ihren Bildern eine gewisse Faszination ein, die mich beim Betrachten dieses Films gepackt hat. Dadurch ist es möglich, das Bestreben der Charaktere ein Stück weit zu verstehen und so etwas wie Empathie zu empfinden. Wenn der Film dies bei einem auslösen kann, dann erzielt er auch seine Wirkung und man kann sich vollkommen auf ihn einlassen. Schade ist es nur, dass Coppola insgesamt doch etwas oberflächlich bleibt. Womöglich passt das sogar zum Thema des Films, trotzdem wird man am Ende das Gefühl nicht los, es wäre viel mehr drin gewesen. Deshalb ist THE BLING RING auch weit von einem Meisterwerk entfernt und sehr davon abhängig, ob man persönlichen Bezug zu der Geschichte und den Figuren entwickeln kann.

http://planetofpictures.blogspot.de/2014/02/the-bling-ring-us-2013-sofia-coppola.html

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Hooded Justice

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Großartiger Kommentar! Auch wenn ich der Meinung bin, der Film hätte kaum besser sein können.


bestseimon

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Danke! Schön, dass er dir so gut gefallen hat. Ich hatte halt nur dieses Gefühl, er hätte noch besser sein können, aber womöglich ist er auch genau richtig so wie er ist.


naibaf

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Bewertung2.5Ärgerlich

Die Dummheit der Diebe wird nur durch die Inkompetenz der Stars, die nicht mal ihre Häuse richtig sichern, übertroffen. Langweiliges It-girl Gehabe.

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Orkatum

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Bewertung4.0Uninteressant

Inhaltsarm und ohne nennenswerte Spannungskurve.
SPOILERALARM: Die sich zu dröhnenden, jugendlichen Serieneinbrecher werden am Ende tatsächlich verhaftet. Wer hätte das kommen sehen?

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WZRDOnTheMoon

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Bewertung4.0Uninteressant

Sofia Coppola konstruiert eine Welt von Hollywood, in der es nur Oberfläche und Reichtum, aber scheinbar keinen Platz für Moral, echte Gefühle oder emotionale Substanz gibt - statt der Leere als reine Form, beschreibt sie diesmal, wie Sprache, Kleidung und Codes auf Schulhöfen, Clubs und bei Facebook subtilen Druck und Geltungsdrang bei reichen Republikaner-Kindern provozieren und sie schließlich zu Kriminellen macht. Neurotische Kids in der Style-Falle - und Facebook ist der Motor, der sie permanent antreibt. Ihrer Fallhöhe sind sich die Jugendlichen kaum bewusst, denn sie bedienen sich bei denen, die eh viel zu viel Luxusgüter angehäuft haben - so raffiniert Coppola ihr Bild des amerikanischen Alptraums zeigt, so sehr wünscht man sich eigentlich, dass sie ihren subtilen Zynismus bald wieder bändigen möge und stattdessen wieder einen verträumten Film wie "Lost In Translation" macht. Den Spiegel, den sie amerikanischen Teenagern in "The Bling Ring" vorhält, mag ja wichtig und dringlich sein, aber für mich und sonstige Europäer ist der geltungssüchtige und inhaltsleere Smalltalk irgendwann nicht mal mehr ironisch, sondern nur noch schwer zu ertragen.

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CHF

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Bis heute nicht gesichtet...und das bleibt auch so..:)


fujay

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WZRDOnTheMoon: DANKE! Du schreibst mir von der Seele


Baum222

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Pff... Naja da fragt man sich ja schon was in der guten Emma Watson so vorging als sie da zugesagt hat...
Ich verstehe nicht viel vom Filmhandwerk (genau so wenig wie vom Kommentare schreiben) aber der Film war rundum enttäuschend. Ich werde aus dem Film nicht ganz schlau. Welchen Sinn hat es, ein paar ... Naja... Optisch überaus ansprechende Schauspielerinnen zusammen mit einem seltsamen random (schwulen??) kerl zusammen in irgendwelche Promi Villen einbrechen zu lassen um dort schmuck und schuhe zu stehlen ? Mit anderen worten was haben dinge wie mode scheisszeug, schuhe und eine schwulette in einem Porno zu suchen? Und was sucht der Wasserlieferant (lol) in einem nicht-Porno??

Vom Grundkonzept her ist der Film... aber... welches Konzept ??Die familie von der die die emma watson spielt (kann mich leider nicht mehr an die Namen erinnern), dieser "Club" oder was das sein soll wo sich diese (in dem Film ganz klar unter 21Jährigen) betrinken und weis nicht was alles sonst noch so tun, der typ der die blonde nach der szene mit der knarre mal ordentlich durchnudelt und der eindeutig unterhaltsamste charackter im film (der Wasserlieferant) sind nur einige wenige Beispiele die vermuten lassen dass in derProduktion wohl auch niemand so recht wusste was denn das eigentliche Ziel dieses Films sein sollte. Denn was man als Zuschauer direkt am Anfang sieht soll wohl eine Aufnahme einer Überwachungskamera sein (wegen kein Ton und so) auf der das erste, was einem neben einem Haufen komischer Leute auffällt eine Überwachungskamera ist. Ja is klar... Aber auch sonst ist der Film voller kleiner Logikfehler die es mir unmöglich machen dieses Machwerk ernst zu nehmen und nach seriöseren Gesichtspunkten zu beurteilen. Ich würde jetzt gerne schreiben dass die Absicht der Macher ein übertriebenes Portrait der Jugend darzustellen ansatzweise erkennbar war aber... Ich will ehrlich sein. Das Ende verstehe ich nicht das ist mir wohl zu hoch. Oder... Irgendwas war da zu hoch ... Ich frage mich nur, ob diese teilweise sehr guten schauspielerinnen statt in diesem Machwerk nicht lieber in einem Guten Film gespielt hätten. Solche Talente hat eine derart Miese Story, offenbar vollkommen zufällig eingespielte Audio-Samples (voll porno, ooh voll geil, uuuh voll süüüüüüß klingt jedes mal gleich und das... Ist... Oft der fall...) wirklich nicht verdient. Abschliessend kann ich nur sagen dass der film ein guter Ersatz ist, falls bei youporn die server abkacken. Mehr "bleibende Eindrücke" konnte ich leider nicht mitnehmen aber naja jedem Seine Meinung. Die Tatsache dass offenbar viele von euch hier Gesellschaftskritik sehen überrascht mich, da die Einzige gesellschaft, die hier indirekt kritisiert wird die der Filmemacher ist, die krampfhaft versuchen die heutige jugend noch dümmer darzustellen als sie ohnehin schon ist.

Die zahlreichen Rechtschreibfehler so Wie Verfehlungen bei Zeischensatz und Grammatik sind als kreative Easter Eggs für Leser zu verstehen.

Ciao

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natedb

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"The Bling Ring" ist das tragische Portrait und Spiegelbild der Tristesse meiner Generation. Mit großartigen Darstellern und einer dokumentarisch anmutenden Inszenierung, die in ihren besten Momenten vor Suspense sprüht, schafft Sofia Coppola ein Kleinod, welches von einigen schlimmstenfalls als langwierig empfunden wird, für Leute meines Alters jedoch großes Identifikationspotential bietet.

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Hooded Justice

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natedb

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:)


spanky

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Bewertung5.5Geht so

Zeitgeistiges Portät der Generation "WhatsApp", die der aus Ruhm- und Markenfetischismus geprägten Langweile durch Trophäenjagd zu entkommen sucht. Oberflächlich zunächst genauso langweilig anmutend wie deren Daily Life, entwickelt sich bei der Interpretation der Coppola zumindest so etwas wie das Abbild einer Fratze aus Geltungssucht. Vielleicht auch missverstanden oder unterschätzt, aber es gab sowas wie ein kurzes Schaudern.

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Vinyard

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Bewertung7.0Sehenswert

" I’m a firm believer in karma and I think this situation is a huge learning lesson for me to grow and expand as a spiritual human being. I want to lead a country one day for all I know"

Porträt einer nachkommenden Generation, das aufzeigt, wie kaputt unsere Gesellschaft stellenweise ist. Hinter der glorifizierenden Darstellung des Lebensstils der jungen Leute versteckt sich bitterböse Kritik des Social-Networkings.
Hat mir gut gefallen, vor allem bei Emma Watson Rolle fragt man sich wie man nur so drauf sein kann :D

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OfferYouCantRefuse

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Bewertung6.0Ganz gut

Die Sehnsüchte der Jugend, die Sehnsüchte einer Generation.
Quasi nie nicht aktuell, quasi nie unbedeutend.
Zugehörigkeitsgefühl, Verständnis, Aufmerksamkeit, "ernst genommen werden".
Sind das Dinge die mit Party machen, teuren Klamotten, noch teurerem Schmuck kompensiert
werden können?
Natürlich nicht. Und das zeigt uns "The Bling Ring".
Dieser Film will (und muss) ein Zeitgeist-Kommentar sein, wenn dem nicht so ist, habe ich wohl
gar nichts von dem Gesehenen verstanden.

5 Teenies aus Hollywood finden Gefallen daran, Häuser von Stars auszurauben und
sich deren Lifestyle anzueignen. Sie wollen teilhaben, "Dabei sein", selber Stars sein.
Über das reine Aneignen von Dingen, die ihren Idolen gehören, glauben sie, sie könnten
selbst in deren Liga aufsteigen.

Der Film mag die Generation Smartphone gut porträtieren. Die eindeutige
Leere zwischen all dem Glitzer und Glamour wird gut herausgearbeitet,
die Charakterlosigkeit und Lächerlichkeit der Figuren (insbesondere Emma Watsons Filmmutter) wird so überzeichnet, dass sie nur als Persiflage zu verstehen sein kann.
Hier macht der Film, fast höhnisch und mitleidig auf seine Figuren herabblickend (so empfand ich es), schon einiges richtig.

Was man Sofia Coppola ebenso anrechnen muss, ist, dass sie stringent bleibt, sie zieht
ihre Erzählweise der Geschichte, die so gut wie keine wirkliche Dramaturgie besitzt,
gnadenlos bis zum Ende durch. Somit wird "The Bling Ring" zum Glück nicht
zu einem leicht misszuverstehendem Unterhaltungsfilm, sondern bleibt durchgehend
nervig und ungemütlich.

Dass reiner Materialismus emotionale Bedürfnisse nicht befriedigen kann und in die Sinnlosigkeit führt, sollte allerdings (zumindest für mich) nichts sein, was einem 90 Minuten eingeprügelt werden muss. Statusymbole sind scheiße, okay, Kapitalismuskritik, okay. Blöd nur, wenn der Film dann noch nicht einmal die Hälfte erreicht hat. "The Bling Ring" ist ein Film, der nur von seiner
eben beschriebenen Message lebt, die man spätestens nach den ersten 20 Minuten verstanden haben sollte.

Dass sich meine grundsätzliche Begeisterung für diesen Film in Grenzen hält, kann zu Teilen aber auch offen zugegeben daran liegen, dass sich meine Begeisterung für eben jene porträtierte Generation in Grenzen hält.

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OfferYouCantRefuse

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Ist ja auch das, was objektiv betrachtet zu loben ist, aber das macht es einem nunmal ganz schwer den Film in irgendeiner Weise zu mögen oder genießen zu können.


Hate

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Jo, kann ich gut nachvollziehen. Der Unterhaltungsfaktor ist dabei einfach sehr gering und man kann eben auch nicht wirklich mitfühlen, oder so. Es bleibt eben eine distanzierte Betrachtung, die oberflächlich, der Oberflächlichkeit wegen bleibt - und durchaus funktioniert, aber niemals begeistern kann...

Ich finde aber nicht, dass sie damit eine komplette Generation abbildet, das ist zu hoch gefasst.. Sofia möchte gar nicht in so großen Maßen denken, sie will nur interessante Ebenen abbilden.. und in diesem Falle ist es schon eine spezielle Schicht von verwöhnten, gelangweilten Hollywood-Kids, am Rande des Startums, welches für sie alles bedeutet.


agynessa

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Bewertung4.0Uninteressant

Spoiler: Also mal im Ernst, wenn die Diebestouren tatsächlich so abgelaufen sind... dann fragt man sich echt, wer eigentlich blöder ist. Die Stars, die sich allesamt zwar riesige Villen+ Inventar leisten können, aber keine Knete haben für ne vernünftige Alarmanlage oder ne Überwachungskamera, oder die Kinder, die sich zwar Klamotten en Masse zusammenklauen können, aber keine Kohle haben, um sich ne verdammte Strumpfhose über den Bling bling-Schädel zu ziehen. Am meisten nervte auch diese elendige Hip Hop Gossenmusik und die durchweg spannungsarmen Einbrüche. Der einzige männliche Part, in der intelligenzlosen Crew, hat mich in meiner Vorstellung von einer coolen Jugend im Jahre 2013, teilweise echt verzweifeln lassen. Tut mir leid, ich konnte mit diesem hirnlosen Film, leider wenig anfangen.

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omegaVi

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Ich glaube, hirnlos sind nur die Menschen, die der Film porträtiert :)


an195

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein Film den viele nicht mögen, der aber genau das wiederspiegelt was aus unserer Generation geworden ist. Alles voller Drogen und zu hohen Zielen und zu schlechten Vorbildern. Der Film hat eine tolle Emma Watson und richtig gute Musik , das Ende finde ich aber (leider) schlecht gesetzt.

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Timur Bayraktar

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Bewertung7.5Sehenswert

Das verstörende Bild einer Generation geprägt von Helden, die die Dunkelheit nicht im Zaum halten sonder sich im Zwielicht der Dämmerung verstecken und ihr Unwesen treiben, die maskentragend den Drogenhandel nicht unterbinden, sonder ihn fördern und Ladendiebe nicht zur Strecke bringen, sondern selbst welche sind.

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