[...] Es ist ganz charmant, das große Highschool-Thema mal in aller Ruhe ausdiskutiert zu sehen, wofür im bunten Treiben der vollen Schule nie Zeit vorhanden ist. Das Ganze wurde im Fortgeschrittenen Verlauf der Handlung mit viel Emotionen angereichert, die zwischen aufgesetzt und rührend schwanken. Gesellschaftskritische Töne wechseln sich mit platten Spaß-Szenen ab, wobei alles von den guten Darstellern, samt Lehrer und Hausmeister, respektabel getragen wird. Spätestens das Ende kommt nicht um einen Schuss Kitsch und Klischee herum, eignet sich dafür aber, um wieder in den wunderbaren Eröffnungssong überzugehen: „Don’t You (Forget About Me)“ von Simple Minds. [...]
So nun ist es doch passiert. Mit meinen gerade mal 20 Lenzen ist Breakfast Club für mich schon ein historisches Relikt. Meine Befürchtungen haben sich bestätigt. 80er Jahre Kitsch ohne Ende. Man scheint daran fast zu ersticken. Er wartet an jeder Ecke. Der Rebell und die Prinzessin. Der Sportler und die Stille. Und der Nerd der am Ende alleine bleibt. Und natürlich die Musik. Diese wundervoll grauenhafte Musik meiner Vorfahren.
Aber jetzt zum Film. Er schneidet natürlich die typischen Teenagerprobleme an, so ein bisschen Coming of Age wie man im Englisch so schön sagt, bleibt dabei aber brav oberflächlich so dass der Film sich nie wirklich ernsthaft mit etwas beschäftigt. Irgendwie für mich ein bisschen zu viel heile Welt am Ende. Überhaupt die Geschichte mit der Waffe und dann lachen wir mal ne Runde drüber. WTF? Aber mit dem starken Ensemble kann ich mich durchaus anfreunden. So verbleibe ich mit einem muss man gesehen haben, einfach aus historischen Gründen (diese Kleidung, und diese Haare, warum?).
Als ich ihn das erste Mal sah, war ich enttäuscht. Aber ähnlich wie einst bei 'Lost In Translation' erkannte ich erst einige Zeit später das Kunstwerk im Gemälde. Die fünf Teenies haben mein Herz dann doch erobert, allen voran John Bender. >>Bei dem sich die "Willkommen im Leben"-Produzenten zumindest Outfit- und Frisurentechnisch für Jordan Catalano bedient haben müssen. << Die Bibliotheksstille gibt den fünf Jugendlichen die Chance sich endlich mal mit sich selbst auseinanderzusetzen, ohne das ihnen ihre Speichellecker von Freunden das Händchen halten. Ganz großes Kino, von dem ich mir wünschen würde, dass meine zukünftigen Kinder das eines Tages auch so sehen. Und dennoch verdamme man UNIVERSAL dafür, dass der Film auf 93 Minuten eingekürzt und die Originalnegative der geschnitten Szenen zerstört wurden. Mmpf.
Fünf Schüler einer High School müssen aus verschiedenen Gründen an einem Samstag nachsitzen. Diese Ausgangssituation klingt für einen Film nicht sehr vielversprechend. Der Cast besteht hauptsächlich aus den fünf Schülern und den zu beaufsichtigen Lehrer. Zwischendurch lernt man noch kurz den Hausmeister kennen. Der Großteil der Handlung spielt sich in der Bibliothek der Schule ab, in der die Schüler nachsitzen. Auf den ersten Blick klingt das sehr nach einem Kammerspiel. Irgendwo ist es das auch was uns John Hughes hier präsentierte.
Dennoch bietet "The Breakfast Club" eine packende Story, einige Lacher und emotionale Tiefe. Das hört sich nicht nur nach der perfekten Mischung für einen Film an, sondern bewahrheitet sich als großartiges Kino, das meine Generation prägte. Fünf Jugendliche, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Ein Schlaukopf, ein Muskelprotz, eine Prinzessin, eine Ausgeflippte und ein Freak. Unbeaufsichtigt entfachen sie nicht nur Wortgefechte (und einen Joint), sondern blicken im Verlauf des Tages hinter die Fassaden der anderen und müssen mit etwaigen Klischees und Vorurteilen aufräumen. Die ganzen Probleme der Betroffenen wird auf die gleiche Intensität vermittelt wie die treffenden (teils komödiantischen, teils ernsten) Dialoge. ["Was gibt's bei Dir?" - "Sushi." - "Sushi...?" - "Roher Fisch, Reis und Seetang." - "Du willst nicht die Zunge von 'nem Jungen in deinem Mund und dann isst du sowas?" - "Ooooh. Darf ich jetzt essen?" - "Ich weiss nicht. Versuch's mal."]
Bemerkenswert ist jedoch, dass "The Breakfast Club" zu keiner Minute zu einer flachen Komödie verkommt. Hughes hat hiermit einen Evergreen geschaffen.
"... And these children that you spit on
as they try to change their worlds are immune to your consultations ...
They're quite aware
of what they're going through ..."
- David Bowie -
Die 80-er, ein Jahrzehnt, definiert durch schlechte Frisuren, komische Mode, Walkman, Alf, Ronald Reagan als US-Präsident, AIDS, die Hungersnot in Afrika, Tschernobyl und den Fall der Berliner Mauer !!
Aber auch ein Film prägt für mich damals wie heute dieses einzigartige Jahrzehnt ...
John Hughes Meisterwerk, Charakterstudie, Jugenddrama, der Film einer ganzen Teenie-Generation schlechthin: "The Breakfast Club" !!
5 Teens, die unterschiedlicher kaum sein könnten, müssen an einem Samstagmorgen nachsitzen, weil sie Scheiße gebaut haben !!
Vom ungeliebten Lehrer (Paul Gleason) dazu verdammt, einen Aufsatz über sich selbst zu schreiben, müssen die als Muskelprotz (Emilio Estevez), Freak (Judd Nelson), Prinzessin (Molly Ringwald), Ausgeflippte (Ally Sheedy) und Schlaukopf (Anthony Michael Hall) abgestempelten Teens nun den ganzen Tag ausharren !!
Doch es wird ein Tag, der ihr Leben verändern wird ...
Was anfangs etwas klischeebeladen wirkt, stellt sich im Laufe des Films als Charakterstudie heraus, die tiefgründiger kaum sein könnte !!
Zukunftsängste, der Druck der Eltern, vorgegebene Ziele zu erreichen und Erwartungshaltungen erfüllen zu müssen, die Frage, wer man überhaupt ist, wer man sein möchte und wer man sein wird ...
Typische Themen, mit der Jugendliche zu kämpfen haben um darin zu wachsen, werden in einem Film einfach großartig widergespiegelt !!
Automatisch wird man quasi selbst daran erinnert, wie es bei jedem selbst in der Jugend zu ging, wer man war, wer man sein wollte und wer man jetzt ist ist !!
Und das macht eben diesen Film so einzigartig !!
Danke John Hughes, danke "Breakfast Club" ... und danke Simple Minds, denn jetzt hab ich wieder tagelang den Ohrwurm "Don't you (forget about me)" im Ohr !! ^^
Fazit: Großartig !! Der Teenie-Film einer ganzen Generation !!
Anfangs war ich damals noch ein wenig skeptisch, so einen wirklich überzeugenden Eindruck hat der Film nicht auf mich gemacht. Aber schon nach einigen Szenen war klar, dass könnte was werden. Und es wurde etwas, nämlich ein großartiges Kinoerlebnis.
Definitiv kult! Berührt mich aber leider heutzutage nicht mehr so stark, wie noch vor 10 Jahren. Trotzdem, eine starke Charakterstudie, der Stereotypen jugendlichen der 80ger. Sollte jeder mal gesehen haben.
Eine äußerst einfühlsame interessante Charakterstudie. Promp kamen mir Erinnerungen hoch an meine Jugend. Dummheiten, aber eben auch Ängste, Ziele, die sich entwickelten und Ansichten, die sich verändert haben. Für mich ein wichtiger Film. Schade, dass ich den Film nicht schon vorher gesehen habe. Für mich als Lehrer wäre dieser Film Pflichtlektüre.
Danke duffy für deine Kritik, ohne die wäre ich wohl nie auf diesen Film gekommen.
Coming of Age heißt es ja im Neudeutsch. Für mich war und ist Breakfast Club nach wie vor ein Jugenddrama und zwar ein ganz Besonderes. Als ich ihn das erste Mal sah, war ich ungefähr im selben Alter wie die Protagonisten. Ich fand's witzig und stellenweise auch traurig, aber nicht mehr. Nett habe ich ihn damals gefunden.
Jetzt, wo man selber auf seine Jugend zurückblickt, sieht die Sichtweise schon ganz anders aus. Klaro, er ist immernoch witzig und auch immernoch traurig, aber auch noch soviel mehr. Hughes sperrte hier nicht einfach 5 Jugendliche in eine Bibliothek und ließ sie Quatsch erzählen, wie es heute wahrscheinlich gehandhabt werden würde von wem auch immer. Nein, er ließ sie sich -stellvertretend für eine ganze Generation- mit ganz grundsätzlichen und gerade in dem Alter unglaublich wichtigen Themen wie Erwartungshaltung, Zukunft, Mitmenschen und Hoffnung auseinandersetzen. Ohne viel Trara, ohne Highschoolhumor, nur mit exzellenten Dialogen, hervorragenden Jungschauspielern und (auf den ersten Blick) klischeebeladenen Charakteren, die tiefgründiger gar nicht sein könnten. Die ruhige und sehr zärtliche Erzählstruktur erlaubt ganz intime Einblicke in die Leben und Denkweisen der schwer unterschätzten Kids. Man erkennt sich in ihnen wieder. Nicht nur in einem von ihnen, in allen. Und genau das macht den Film zu einem der wichtigsten Beiträge seiner Zeit und eigentlich auch der Heutigen. Über den Tellerrand blicken, sich mit dem achso "Fremden" beschäftigen, zuhören, verstehen, akzeptieren. Völlig ohne künstlich Gefühle hervorrufen zu wollen, denn die kommen von ganz alleine.
Großes Kino, damals wie heute.
Den Song hab ich mir in den 80ern mal in einem Jugendferienlager vom DJ gewünscht. Da hat der Typ gesagt: "Spiel ich nicht, ist zu langsam zum Tanzen." Die Woche drauf durfte ich mir was wünschen, weil ich Geburtstag hatte. Dann hat er's gespielt. Und war natürlich super zum Tanzen. :)
Auch einer meiner absoluten Lieblinge, damals wie heute. Ich glaube es ist der Film, den ich mit Abstand am meisten gesehen habe. Geschätz bestimmt 500 Mal, gefühlt noch weitaus mehr. So und jetzt könnt ihr mich alle für verrückt erklären, aber die Weiber, die können den Rauch nicht drinbehalten, das ist es, genau!
brauch ja keine schreiben weil duffy das so schön gemacht hat, aber eines... nicht euren kindern zeigen... die werden sonst zu sportlern schlauen, ....
besser good old austria... verdammt das wird böse, in keller
Hab den Film jetzt zweimal hintereinander geguckt und würde ihn jetzt am liebsten nochmal gucken. Der Film hat diese total stimmige lockere Atmosphäre, das man sich einfach wohl fühlt wenn man ihn guckt. Obwohl manche Sachen ein winzig kleines bisschen unglaubwürdig sind, z.B. (SPOILER) dass der coole "bad boy" und die kleine verwöhnte Prinzessin am Ende zusammen kommen, aber ein bisschen Kitsch und ein Happy Ende sind bei den 80er Teenie und Tanzfilmen ja normal (SPOILER: ENDE). Die Charaktere sind toll, alle haben ihre Stärken und Schwächen, sind auf der einen Seite so unterschiedlich wie Tag und Nacht, aber auf der andere Seite sich doch so ähnlich. Vorallem was die Probleme mit ihren Eltern angeht. Die Schauspieler sind toll. Mein Favorit: Judd Nelson als John Bender, der Rebell auf den alle Mädchen scharf sind... und der für die einzig wirklich witzigen Stellen des Films verantwortlich ist. Auch Emilio Estevez als Muskelprotz, Ally Sheedy als zurückhaltener "Freak", Anthony Michael Hall als typischer Streber und Paul Gleason (möge er in Frieden ruhen) als strenger autoritärer Loser, überzeugen. John Hughes (möge auch er in Frieden ruhen) hat einfach ein tolles Jugenddrama geschaffen, das neben Schulproblemen und Gruppenzwang, auch das Problem "Eltern" anspricht, das wahrscheinlich jeder Jugendliche gut nach vollziehen kann. Der Soundtrack ist ebenfalls toll. "Don't You Forget About Me" passt toll zum Film, ist sicher einer der besten Songs überhaupt. Auf einer Seite find ich "Breakfast Club" uneingeschränkt toll und würde liebend gern mit zum BRAT PACK gehören, aber auf der anderen Seite macht es mich etwas traurig, dass ich nicht das Glück hatte in den 80er Jugendlich zu sein :( Trotzdem : ein wirklich schöner, sympathischer, witziger und höchst gefühlvoller Film mit eventueller Suchtgefahr...
Es gibt Filme, die man in einem Jahr als herausragend gegenüber den anderen Filmen des Jahres bezeichnet.
Auch gibt es Filme, die man innerhalb eines Jahrzehnts als herausragend bezeichnet.
"Breakfast Club" ist einer der wenigen "bleibenden" Filme, die eine ganze Generation geprägt haben.
Ja, es ist ein "Highschool-Teenie-Film". Aber wer (wie ich) in den 80ern in die Pubertät kam, kam um diesen Film nicht herum.
Rückblickend betrachtet, ist der Film sicherlich kein "Blockbuster". Er ist aber genau das, was die Jugend der damaligen Zeit einfängt, wirklich gut präsentiert, und zeitlos einfach nur gut ist.
Der Film zeichnet 5 plakative Schülercharaktere, die zusammengenommen in jedem von uns stecken. Und genau deshalb kann man sich mit jedem von ihnen identifizieren und mitfühlen, was passiert.
P.S.: Ich wünsche mir, das die angeblich existierende Langfassung des Films einmal veröffentlicht wird. Es wäre sehr schade, wenn John Hughes dieses Meisterwerk mit ins Grab genommen hätte...
P.S.2: Der Spruch >Eat my shorts< des Charakters von Judd Nelson, der aus diesem Film stammt, wurde zu Bart Simpsons Markenzeichen in >Die Simpsons<, und der Name des Charakters von Judd Nelson wurde von Matt Groening für den Kult-Roboter >Bender< in der Zeichentrickserie >Futurama< genutzt.
Kaum ein anderer Film schaffte es wohl die 80er so einzufangen wie der Breakfast Club. Das mag zwar einerseits daran liegen, dass der Film in den 80ern gedreht wurde, aber vor allem auch an Hughes Leistung als Regisseur und seinen leicht überdrehten aber immer glaubwürdigen Charakteren.
Ich entwickle mich langsam aber sich zu einem Hughes Fan. Es ist wirklich ein wunderbarer Film der herrlich anzusehen ist. Für mich ist er zu meinen persönlichen Klassikern geworden.
Da stell ich mir vor, es kommt mal wieder so ein Drama wie "Ferris macht Blau". Irgendein anspruchsloser Streifen über nen Jugendlichen der mit nem Ferrari rumheizt und in Paraden mittrötet, und dann das!
Keine unterschwellige und irgendwie sinnfreie Live-your-life-and-live-it-fast-message wie beim schon benannter Genreflopper, sondern richtig wuchtige Sozialkritik, die kein Blatt vor den Mund nimmt. Man sieht "Breakfast Club" zu jeder Zeit an, dass es sich ganz gehörig an James Dean und Konsorten orientiert. Wie ein "Denn sie wissen nicht was sie tun..." mit 30 Jahren Verspätung, angelt sich der Breakfast Club durch die verschiedensten Problemfelder Jugendlicher. Doch auch hier offenbaren sich die gleichen Mängel, wegen denen ich auch James Dean nie wirklich ernst nehmen konnte.
Dass ein Jugendlicher austickt, weil sein Vater ihn schlägt ist ja doch halbwegs nachvollziehbar, aber wenn dann der Streberbubbi ankriecht und sich heulend darüber beschwert, dass er immer der Klassenbeste ist oder Madame Chanel sich beklagt, dass ihre Eltern ihr alles kaufen was sie wollen, dann ist das ein klarer Fall von pubertärem Zwangsverhalten. Sie dramatisieren ihre eigenen Probleme und sehen sie als eigentlichen Weltschmerz an, als ob die Erde sich nur um sie drehte. Ein Punkt, der an Jugendlichen und vorallem in Filmen über jugendliche Probleme, besonders störend erscheint.
Aber auch wenn hier viel dramatisiert wird, trifft "Breakfast Club" einfach voll ins Schwarze, sei es mit dem überragenden Cast, mit dem minimalistischen Setting oder den metaphorisch angelegten Charakteren.
Was ich allerdings schmerzlich lernen musste ist, dass es auch solchen Gewinnern wie "Breakfast Club" durchaus möglich ist, innerhalb der letzten fünf Minuten den Streifen doch noch ins Meer der Irrelevanz zu stürzen, indem er irgendwelche unplausiblen Beziehungskisten reinkleistert, was das Niveau ernüchternderweise wieder auf das eines ganz normalen Teenagerfilms drückt. Unnötig und Unnatürlich!
Interessante Zusammensetzung von 5 unterschiedlichen High-School-Spastis, die auf ihre Weise alle total abgedreht sind und sich hassen und im Endeffekt doch schätzen lernen, wenn sie über all ihre Problemchen und schrecklichen Lebenssituationen reden. Bevor sie sich einander öffnen, müssen sie sich natürlich zu poppiger 80s Mucke anschnautzen und zum Zeichen der Rebellion in der Schule Vandalismus betreiben und kiffen. Der gänzlichen Natürlichkeit beraubt, zeigt sich die Moral bzw. der Appell deutlich, wirft aber die Frage auf, ob das Ganze nicht etwas tiefgründiger und normaler hätte gestaltet werden können. Die Antwort lautet jain, denn trotz dieser objektiven Faktoren, kann man beim "Breakfast Club" nicht objektiv bleiben.
Wer braucht American Pie und Van Wilder, wenn er das Brat Pack in Bestform hat? Man kann auch ohne Fäkalhumor einen Teenagerfilm drehen. Vor allem kommt dabei eine intelligente Sozialstudie raus, die durchaus auch auf die heutige Jugend passt. Wieso gibt es solche Filme heute nicht mehr?
Mittlerweile denke ich, dass ich die Gabe habe, mir grundsätzlich schlechte Filme auszusuchen.
Ich weiß ich habe das des Öfteren gesagt, aber diesmal bin ich mir sicher:
Ich habe den schlechtesten Film aller Zeiten entdeckt! Meine Güte!
Die 5 Protagonisten sitzen die ganze Zeit in einem Raum, dürfen nicht raus und versuchen das Beste aus dem Nachsitzen zu machen. Ab und zu hauen sie ab oder führen pseudo-analytische wenig tiefsinnige Gespräche.
So langweilig wie es sich anhört, ist es auch.
Das Schlimmste sind nicht die pseudo-psychologischen Gespräche der Möchtegern-Rebellen, "Streber" und Co., sondern die unglaublich langweilige Atmosphäre. Das Ganze findet im Schulgebäude- meist in einem einzigen Zimmer statt- ich war wirklich kurz davor einzuschlafen.
Der Film hat ja noch nicht mal ne Handlung! Selten habe ich so platte Charaktäre und so einen sinnlos-schlechten Film gesehen. Ich kann nicht verstehen, wieso der Film so hoch angepriesen wird- meine Güte- da guck ich noch lieber primitive Fäkalhumorfilme à la American Pie, die mich wenigstens nicht einschläfern!
Ganz schlimm fand ich auch die Besetzung. Die Schauspieler haben ihre Rollen nicht im Geringsten überzeugend rübergebracht- im Gegenteil. Vielleicht ist das gewollt, aber ich finde, dass sie einfach nur wie Karikaturen ihrer Selbst wirken, die selbst sarkastisch betrachtet- NICHT lustig, amüsant, interessant oder geistreich sind.
Selten habe ich sowas Schlechtes gesehen.
Seht euch diesen Mist bloß nicht an. "10 Dinge, die ich an dir hasse" ist und bleibt ungeschlagen auf Platz 1 der besten Teeniefilme of all time.
Man, hat mich Breakfast Club enttäuscht.
Nachsitzen. Zu fünft. Ätzend. Langeweile. Den Lehrer verabscheuen. Die Schule hassen. Kein Wort reden dürfen. Es doch tun. Nichts mit den anderen gemeinsam zu haben. Nichts mit ihnen gemeinsam haben zu wollen. Sich ihre Vorurteile anhören. Gehässig zurückmaulen. Sich gegenseitig anstacheln. Sich reizen. Sich auseinandersetzen. Sich mit sich selbst auseinandersetzen. Sich entblößen. Sich erheben. Auf den Putz hauen! Einander die Meinung sagen. Einander zuhören. Einander verstehen. Sich selbst verstehen. Es ist nicht leicht, ein Teenager zu sein.
Der Wunsch nach Anpassung. Die Rebellion dagegen. Die Gedanken. Die Gefühle. Die Wut. Die Unsicherheit. Die Angst. Die Eltern. Der Druck, alles richtig zu machen. Die Stärken und die Schwächen. Die Sehnsüchte. Und jene unter ihnen, die man erst noch in sich erkennen muss. Die Lust, alles stehen und liegen zu lassen.
Die Essenz einer ganzen Generation in einem Script.
Die ganze Klasse des John Hughes in einem Film.
Breakfast Club - Der Frühstücksclub - Kritik
US 1985 Laufzeit 93 Minuten, FSK 12, Komödie, Drama, Kinostart 05.07.1985
Kritiken (1) — Film: Breakfast Club - Der Frühstücksclub
Flibbo: wieistderfilm.de
Kommentar löschen[...] Es ist ganz charmant, das große Highschool-Thema mal in aller Ruhe ausdiskutiert zu sehen, wofür im bunten Treiben der vollen Schule nie Zeit vorhanden ist. Das Ganze wurde im Fortgeschrittenen Verlauf der Handlung mit viel Emotionen angereichert, die zwischen aufgesetzt und rührend schwanken. Gesellschaftskritische Töne wechseln sich mit platten Spaß-Szenen ab, wobei alles von den guten Darstellern, samt Lehrer und Hausmeister, respektabel getragen wird. Spätestens das Ende kommt nicht um einen Schuss Kitsch und Klischee herum, eignet sich dafür aber, um wieder in den wunderbaren Eröffnungssong überzugehen: „Don’t You (Forget About Me)“ von Simple Minds. [...]
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (52) — Film: Breakfast Club - Der Frühstücksclub
Kommentar schreibenPeda da Bear 2012/01/20 21:49:36
Kommentar löschenSo nun ist es doch passiert. Mit meinen gerade mal 20 Lenzen ist Breakfast Club für mich schon ein historisches Relikt. Meine Befürchtungen haben sich bestätigt. 80er Jahre Kitsch ohne Ende. Man scheint daran fast zu ersticken. Er wartet an jeder Ecke. Der Rebell und die Prinzessin. Der Sportler und die Stille. Und der Nerd der am Ende alleine bleibt. Und natürlich die Musik. Diese wundervoll grauenhafte Musik meiner Vorfahren.
Aber jetzt zum Film. Er schneidet natürlich die typischen Teenagerprobleme an, so ein bisschen Coming of Age wie man im Englisch so schön sagt, bleibt dabei aber brav oberflächlich so dass der Film sich nie wirklich ernsthaft mit etwas beschäftigt. Irgendwie für mich ein bisschen zu viel heile Welt am Ende. Überhaupt die Geschichte mit der Waffe und dann lachen wir mal ne Runde drüber. WTF? Aber mit dem starken Ensemble kann ich mich durchaus anfreunden. So verbleibe ich mit einem muss man gesehen haben, einfach aus historischen Gründen (diese Kleidung, und diese Haare, warum?).
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Shawnee 2012/01/16 10:31:44
Kommentar löschenAls ich ihn das erste Mal sah, war ich enttäuscht. Aber ähnlich wie einst bei 'Lost In Translation' erkannte ich erst einige Zeit später das Kunstwerk im Gemälde. Die fünf Teenies haben mein Herz dann doch erobert, allen voran John Bender. >>Bei dem sich die "Willkommen im Leben"-Produzenten zumindest Outfit- und Frisurentechnisch für Jordan Catalano bedient haben müssen. << Die Bibliotheksstille gibt den fünf Jugendlichen die Chance sich endlich mal mit sich selbst auseinanderzusetzen, ohne das ihnen ihre Speichellecker von Freunden das Händchen halten. Ganz großes Kino, von dem ich mir wünschen würde, dass meine zukünftigen Kinder das eines Tages auch so sehen. Und dennoch verdamme man UNIVERSAL dafür, dass der Film auf 93 Minuten eingekürzt und die Originalnegative der geschnitten Szenen zerstört wurden. Mmpf.
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RoosterCogburn 2012/01/08 10:10:52
Kommentar löschenFünf Schüler einer High School müssen aus verschiedenen Gründen an einem Samstag nachsitzen. Diese Ausgangssituation klingt für einen Film nicht sehr vielversprechend. Der Cast besteht hauptsächlich aus den fünf Schülern und den zu beaufsichtigen Lehrer. Zwischendurch lernt man noch kurz den Hausmeister kennen. Der Großteil der Handlung spielt sich in der Bibliothek der Schule ab, in der die Schüler nachsitzen. Auf den ersten Blick klingt das sehr nach einem Kammerspiel. Irgendwo ist es das auch was uns John Hughes hier präsentierte.
Dennoch bietet "The Breakfast Club" eine packende Story, einige Lacher und emotionale Tiefe. Das hört sich nicht nur nach der perfekten Mischung für einen Film an, sondern bewahrheitet sich als großartiges Kino, das meine Generation prägte. Fünf Jugendliche, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Ein Schlaukopf, ein Muskelprotz, eine Prinzessin, eine Ausgeflippte und ein Freak. Unbeaufsichtigt entfachen sie nicht nur Wortgefechte (und einen Joint), sondern blicken im Verlauf des Tages hinter die Fassaden der anderen und müssen mit etwaigen Klischees und Vorurteilen aufräumen. Die ganzen Probleme der Betroffenen wird auf die gleiche Intensität vermittelt wie die treffenden (teils komödiantischen, teils ernsten) Dialoge. ["Was gibt's bei Dir?" - "Sushi." - "Sushi...?" - "Roher Fisch, Reis und Seetang." - "Du willst nicht die Zunge von 'nem Jungen in deinem Mund und dann isst du sowas?" - "Ooooh. Darf ich jetzt essen?" - "Ich weiss nicht. Versuch's mal."]
Bemerkenswert ist jedoch, dass "The Breakfast Club" zu keiner Minute zu einer flachen Komödie verkommt. Hughes hat hiermit einen Evergreen geschaffen.
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Chris12zero 2011/12/05 18:18:12
Kommentar löschen"... And these children that you spit on
as they try to change their worlds are immune to your consultations ...
They're quite aware
of what they're going through ..."
- David Bowie -
Die 80-er, ein Jahrzehnt, definiert durch schlechte Frisuren, komische Mode, Walkman, Alf, Ronald Reagan als US-Präsident, AIDS, die Hungersnot in Afrika, Tschernobyl und den Fall der Berliner Mauer !!
Aber auch ein Film prägt für mich damals wie heute dieses einzigartige Jahrzehnt ...
John Hughes Meisterwerk, Charakterstudie, Jugenddrama, der Film einer ganzen Teenie-Generation schlechthin: "The Breakfast Club" !!
5 Teens, die unterschiedlicher kaum sein könnten, müssen an einem Samstagmorgen nachsitzen, weil sie Scheiße gebaut haben !!
Vom ungeliebten Lehrer (Paul Gleason) dazu verdammt, einen Aufsatz über sich selbst zu schreiben, müssen die als Muskelprotz (Emilio Estevez), Freak (Judd Nelson), Prinzessin (Molly Ringwald), Ausgeflippte (Ally Sheedy) und Schlaukopf (Anthony Michael Hall) abgestempelten Teens nun den ganzen Tag ausharren !!
Doch es wird ein Tag, der ihr Leben verändern wird ...
Was anfangs etwas klischeebeladen wirkt, stellt sich im Laufe des Films als Charakterstudie heraus, die tiefgründiger kaum sein könnte !!
Zukunftsängste, der Druck der Eltern, vorgegebene Ziele zu erreichen und Erwartungshaltungen erfüllen zu müssen, die Frage, wer man überhaupt ist, wer man sein möchte und wer man sein wird ...
Typische Themen, mit der Jugendliche zu kämpfen haben um darin zu wachsen, werden in einem Film einfach großartig widergespiegelt !!
Automatisch wird man quasi selbst daran erinnert, wie es bei jedem selbst in der Jugend zu ging, wer man war, wer man sein wollte und wer man jetzt ist ist !!
Und das macht eben diesen Film so einzigartig !!
Danke John Hughes, danke "Breakfast Club" ... und danke Simple Minds, denn jetzt hab ich wieder tagelang den Ohrwurm "Don't you (forget about me)" im Ohr !! ^^
Fazit: Großartig !! Der Teenie-Film einer ganzen Generation !!
28 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 4 Antworten
JimiHendrix 2011/12/05 18:21:22
Antwort löschenverdammt cooler film, ich ihn schätze ihn ebenfalls sehr!
Chris12zero 2011/12/05 18:38:10
Antwort löschenWillkommen im (Frühstücks) Club !! ;-)
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alanger 2011/12/05 20:10:41
Antwort löschengefällt :)
FordFairlane 2011/12/05 21:13:25
Antwort löschenBomben filmxD ich liebe ihn
VisitorQ 2011/11/24 17:01:20
Kommentar löschenAnfangs war ich damals noch ein wenig skeptisch, so einen wirklich überzeugenden Eindruck hat der Film nicht auf mich gemacht. Aber schon nach einigen Szenen war klar, dass könnte was werden. Und es wurde etwas, nämlich ein großartiges Kinoerlebnis.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Tobe Berg 2011/11/18 12:02:06
Kommentar löschenDefinitiv kult! Berührt mich aber leider heutzutage nicht mehr so stark, wie noch vor 10 Jahren. Trotzdem, eine starke Charakterstudie, der Stereotypen jugendlichen der 80ger. Sollte jeder mal gesehen haben.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Commentator 2011/10/09 00:08:45
Kommentar löschenEine äußerst einfühlsame interessante Charakterstudie. Promp kamen mir Erinnerungen hoch an meine Jugend. Dummheiten, aber eben auch Ängste, Ziele, die sich entwickelten und Ansichten, die sich verändert haben. Für mich ein wichtiger Film. Schade, dass ich den Film nicht schon vorher gesehen habe. Für mich als Lehrer wäre dieser Film Pflichtlektüre.
Danke duffy für deine Kritik, ohne die wäre ich wohl nie auf diesen Film gekommen.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
duffy 2011/10/09 12:56:06
Antwort löschenOh, guck an! Sehr schön! :)
duffy 2011/09/29 22:59:00
Kommentar löschenComing of Age heißt es ja im Neudeutsch. Für mich war und ist Breakfast Club nach wie vor ein Jugenddrama und zwar ein ganz Besonderes. Als ich ihn das erste Mal sah, war ich ungefähr im selben Alter wie die Protagonisten. Ich fand's witzig und stellenweise auch traurig, aber nicht mehr. Nett habe ich ihn damals gefunden.
Jetzt, wo man selber auf seine Jugend zurückblickt, sieht die Sichtweise schon ganz anders aus. Klaro, er ist immernoch witzig und auch immernoch traurig, aber auch noch soviel mehr. Hughes sperrte hier nicht einfach 5 Jugendliche in eine Bibliothek und ließ sie Quatsch erzählen, wie es heute wahrscheinlich gehandhabt werden würde von wem auch immer. Nein, er ließ sie sich -stellvertretend für eine ganze Generation- mit ganz grundsätzlichen und gerade in dem Alter unglaublich wichtigen Themen wie Erwartungshaltung, Zukunft, Mitmenschen und Hoffnung auseinandersetzen. Ohne viel Trara, ohne Highschoolhumor, nur mit exzellenten Dialogen, hervorragenden Jungschauspielern und (auf den ersten Blick) klischeebeladenen Charakteren, die tiefgründiger gar nicht sein könnten. Die ruhige und sehr zärtliche Erzählstruktur erlaubt ganz intime Einblicke in die Leben und Denkweisen der schwer unterschätzten Kids. Man erkennt sich in ihnen wieder. Nicht nur in einem von ihnen, in allen. Und genau das macht den Film zu einem der wichtigsten Beiträge seiner Zeit und eigentlich auch der Heutigen. Über den Tellerrand blicken, sich mit dem achso "Fremden" beschäftigen, zuhören, verstehen, akzeptieren. Völlig ohne künstlich Gefühle hervorrufen zu wollen, denn die kommen von ganz alleine.
Großes Kino, damals wie heute.
52 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 15 Antworten
Sigmund 2011/09/29 23:18:31
Antwort löschenTop-Kommentar, da unterschreib ich jedes Wort. Wahnsinnsfilm!
duffy 2011/09/29 23:29:04
Antwort löschenDanke! :)
Ich höre den ganzen Tag schon "Don't you (forget about me)" in Dauerschleife. Lässt einen nicht mehr los.
Sigmund 2011/09/29 23:38:58
Antwort löschenDen Song hab ich mir in den 80ern mal in einem Jugendferienlager vom DJ gewünscht. Da hat der Typ gesagt: "Spiel ich nicht, ist zu langsam zum Tanzen." Die Woche drauf durfte ich mir was wünschen, weil ich Geburtstag hatte. Dann hat er's gespielt. Und war natürlich super zum Tanzen. :)
duffy 2011/09/29 23:41:54
Antwort löschenSehr geil! :D
Also wenn man dazu nicht tanzen kann, dann weiß ich auch nicht weiter. War wohl nicht der beste DJ. :)
janissl 2011/09/30 00:20:52
Antwort löschenIch tanze ja aus Prinzip nur zu Simple Minds ;)
duffy 2011/09/30 00:48:58
Antwort löschenWenn ich voll genug bin, tanze ich auch zu TKKG. :D
Sigmund 2011/09/30 01:15:16
Antwort löschen:D
chs88 2011/09/30 12:53:31
Antwort löschenAuch einer meiner absoluten Lieblinge, damals wie heute. Ich glaube es ist der Film, den ich mit Abstand am meisten gesehen habe. Geschätz bestimmt 500 Mal, gefühlt noch weitaus mehr. So und jetzt könnt ihr mich alle für verrückt erklären, aber die Weiber, die können den Rauch nicht drinbehalten, das ist es, genau!
slangbanger! 2011/09/30 17:47:31
Antwort löschenIch muss den jetzt sehen! Netter Kommentar. Und ich steh' genau auf solche Art Filme.
Andy Dufresne 2011/10/01 07:53:24
Antwort löschenJetzt wird es aber langsam echt sowas von Zeit diese Bildungs(und wohl auch Herzens)Lücke nachzuholen...
Ganz toller Kommentar übrigens.
duffy 2011/10/01 12:43:14
Antwort löschenIch danke euch!
Und ja, unbedingt schauen. :)
Commentator 2011/10/08 13:54:56
Antwort löschenHab ihn gerade auch besorgt und wird heute abend noch angeschaut. :-D
TexasTomBoe 2011/10/12 03:03:04
Antwort löschenda gibt es noch leute die diesen film nicht gesehen haben?
shame on u
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TexasTomBoe 2011/10/12 03:05:22
Antwort löschenbrauch ja keine schreiben weil duffy das so schön gemacht hat, aber eines... nicht euren kindern zeigen... die werden sonst zu sportlern schlauen, ....
besser good old austria... verdammt das wird böse, in keller
duffy 2011/10/14 16:27:43
Antwort löschenIch verstehe wirklich nicht, was du damit sagen willst.
Kieke 2011/09/11 11:06:21
Kommentar löschengeile musik
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Mrs.Yellow 2011/08/30 18:21:28
Kommentar löschenHab den Film jetzt zweimal hintereinander geguckt und würde ihn jetzt am liebsten nochmal gucken. Der Film hat diese total stimmige lockere Atmosphäre, das man sich einfach wohl fühlt wenn man ihn guckt. Obwohl manche Sachen ein winzig kleines bisschen unglaubwürdig sind, z.B. (SPOILER) dass der coole "bad boy" und die kleine verwöhnte Prinzessin am Ende zusammen kommen, aber ein bisschen Kitsch und ein Happy Ende sind bei den 80er Teenie und Tanzfilmen ja normal (SPOILER: ENDE). Die Charaktere sind toll, alle haben ihre Stärken und Schwächen, sind auf der einen Seite so unterschiedlich wie Tag und Nacht, aber auf der andere Seite sich doch so ähnlich. Vorallem was die Probleme mit ihren Eltern angeht. Die Schauspieler sind toll. Mein Favorit: Judd Nelson als John Bender, der Rebell auf den alle Mädchen scharf sind... und der für die einzig wirklich witzigen Stellen des Films verantwortlich ist. Auch Emilio Estevez als Muskelprotz, Ally Sheedy als zurückhaltener "Freak", Anthony Michael Hall als typischer Streber und Paul Gleason (möge er in Frieden ruhen) als strenger autoritärer Loser, überzeugen. John Hughes (möge auch er in Frieden ruhen) hat einfach ein tolles Jugenddrama geschaffen, das neben Schulproblemen und Gruppenzwang, auch das Problem "Eltern" anspricht, das wahrscheinlich jeder Jugendliche gut nach vollziehen kann. Der Soundtrack ist ebenfalls toll. "Don't You Forget About Me" passt toll zum Film, ist sicher einer der besten Songs überhaupt. Auf einer Seite find ich "Breakfast Club" uneingeschränkt toll und würde liebend gern mit zum BRAT PACK gehören, aber auf der anderen Seite macht es mich etwas traurig, dass ich nicht das Glück hatte in den 80er Jugendlich zu sein :( Trotzdem : ein wirklich schöner, sympathischer, witziger und höchst gefühlvoller Film mit eventueller Suchtgefahr...
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Fu-Jay 2011/08/30 23:33:49
Antwort löschenVielleicht der tiefgründigste Teenie-Film der je gemacht wurde.
Mrs.Yellow 2011/08/31 02:29:16
Antwort löschenGanz sicher ! Bis jetzt... aber es wird sowieso kein besserer mehr gemacht werden...Also...JA...der beste !
badroulette 2011/08/08 21:22:18
Kommentar löschensehr gut charakterisiert.
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AnniManiac 2011/08/06 23:43:36
Kommentar löschenEs gibt Filme, die man in einem Jahr als herausragend gegenüber den anderen Filmen des Jahres bezeichnet.
Auch gibt es Filme, die man innerhalb eines Jahrzehnts als herausragend bezeichnet.
"Breakfast Club" ist einer der wenigen "bleibenden" Filme, die eine ganze Generation geprägt haben.
Ja, es ist ein "Highschool-Teenie-Film". Aber wer (wie ich) in den 80ern in die Pubertät kam, kam um diesen Film nicht herum.
Rückblickend betrachtet, ist der Film sicherlich kein "Blockbuster". Er ist aber genau das, was die Jugend der damaligen Zeit einfängt, wirklich gut präsentiert, und zeitlos einfach nur gut ist.
Der Film zeichnet 5 plakative Schülercharaktere, die zusammengenommen in jedem von uns stecken. Und genau deshalb kann man sich mit jedem von ihnen identifizieren und mitfühlen, was passiert.
Einfach ein guter Film.
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AnniManiac 2011/08/06 23:53:40
Antwort löschenP.S.: Ich wünsche mir, das die angeblich existierende Langfassung des Films einmal veröffentlicht wird. Es wäre sehr schade, wenn John Hughes dieses Meisterwerk mit ins Grab genommen hätte...
P.S.2: Der Spruch >Eat my shorts< des Charakters von Judd Nelson, der aus diesem Film stammt, wurde zu Bart Simpsons Markenzeichen in >Die Simpsons<, und der Name des Charakters von Judd Nelson wurde von Matt Groening für den Kult-Roboter >Bender< in der Zeichentrickserie >Futurama< genutzt.
anjaleerot 2011/07/30 20:38:17
Kommentar löschenHat auch heute noch seinen Charme und überzeugt durch tolle Teeniedarsteller
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guilecourier 2011/07/28 22:49:22
Kommentar löschenKaum ein anderer Film schaffte es wohl die 80er so einzufangen wie der Breakfast Club. Das mag zwar einerseits daran liegen, dass der Film in den 80ern gedreht wurde, aber vor allem auch an Hughes Leistung als Regisseur und seinen leicht überdrehten aber immer glaubwürdigen Charakteren.
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Brat Pack Girl 2011/07/12 23:32:28
Kommentar löschenIch entwickle mich langsam aber sich zu einem Hughes Fan. Es ist wirklich ein wunderbarer Film der herrlich anzusehen ist. Für mich ist er zu meinen persönlichen Klassikern geworden.
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philopee 2011/05/31 20:29:30
Kommentar löschenWie erfrischend!
Da stell ich mir vor, es kommt mal wieder so ein Drama wie "Ferris macht Blau". Irgendein anspruchsloser Streifen über nen Jugendlichen der mit nem Ferrari rumheizt und in Paraden mittrötet, und dann das!
Keine unterschwellige und irgendwie sinnfreie Live-your-life-and-live-it-fast-message wie beim schon benannter Genreflopper, sondern richtig wuchtige Sozialkritik, die kein Blatt vor den Mund nimmt. Man sieht "Breakfast Club" zu jeder Zeit an, dass es sich ganz gehörig an James Dean und Konsorten orientiert. Wie ein "Denn sie wissen nicht was sie tun..." mit 30 Jahren Verspätung, angelt sich der Breakfast Club durch die verschiedensten Problemfelder Jugendlicher. Doch auch hier offenbaren sich die gleichen Mängel, wegen denen ich auch James Dean nie wirklich ernst nehmen konnte.
Dass ein Jugendlicher austickt, weil sein Vater ihn schlägt ist ja doch halbwegs nachvollziehbar, aber wenn dann der Streberbubbi ankriecht und sich heulend darüber beschwert, dass er immer der Klassenbeste ist oder Madame Chanel sich beklagt, dass ihre Eltern ihr alles kaufen was sie wollen, dann ist das ein klarer Fall von pubertärem Zwangsverhalten. Sie dramatisieren ihre eigenen Probleme und sehen sie als eigentlichen Weltschmerz an, als ob die Erde sich nur um sie drehte. Ein Punkt, der an Jugendlichen und vorallem in Filmen über jugendliche Probleme, besonders störend erscheint.
Aber auch wenn hier viel dramatisiert wird, trifft "Breakfast Club" einfach voll ins Schwarze, sei es mit dem überragenden Cast, mit dem minimalistischen Setting oder den metaphorisch angelegten Charakteren.
Was ich allerdings schmerzlich lernen musste ist, dass es auch solchen Gewinnern wie "Breakfast Club" durchaus möglich ist, innerhalb der letzten fünf Minuten den Streifen doch noch ins Meer der Irrelevanz zu stürzen, indem er irgendwelche unplausiblen Beziehungskisten reinkleistert, was das Niveau ernüchternderweise wieder auf das eines ganz normalen Teenagerfilms drückt. Unnötig und Unnatürlich!
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J!GS4W 2011/05/18 18:54:18
Kommentar löschenInteressante Zusammensetzung von 5 unterschiedlichen High-School-Spastis, die auf ihre Weise alle total abgedreht sind und sich hassen und im Endeffekt doch schätzen lernen, wenn sie über all ihre Problemchen und schrecklichen Lebenssituationen reden. Bevor sie sich einander öffnen, müssen sie sich natürlich zu poppiger 80s Mucke anschnautzen und zum Zeichen der Rebellion in der Schule Vandalismus betreiben und kiffen. Der gänzlichen Natürlichkeit beraubt, zeigt sich die Moral bzw. der Appell deutlich, wirft aber die Frage auf, ob das Ganze nicht etwas tiefgründiger und normaler hätte gestaltet werden können. Die Antwort lautet jain, denn trotz dieser objektiven Faktoren, kann man beim "Breakfast Club" nicht objektiv bleiben.
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Rukus 2011/04/25 15:10:44
Kommentar löschenWer braucht American Pie und Van Wilder, wenn er das Brat Pack in Bestform hat? Man kann auch ohne Fäkalhumor einen Teenagerfilm drehen. Vor allem kommt dabei eine intelligente Sozialstudie raus, die durchaus auch auf die heutige Jugend passt. Wieso gibt es solche Filme heute nicht mehr?
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AddictedToIan 2011/04/22 15:25:12
Kommentar löschenMittlerweile denke ich, dass ich die Gabe habe, mir grundsätzlich schlechte Filme auszusuchen.
Ich weiß ich habe das des Öfteren gesagt, aber diesmal bin ich mir sicher:
Ich habe den schlechtesten Film aller Zeiten entdeckt! Meine Güte!
Die 5 Protagonisten sitzen die ganze Zeit in einem Raum, dürfen nicht raus und versuchen das Beste aus dem Nachsitzen zu machen. Ab und zu hauen sie ab oder führen pseudo-analytische wenig tiefsinnige Gespräche.
So langweilig wie es sich anhört, ist es auch.
Das Schlimmste sind nicht die pseudo-psychologischen Gespräche der Möchtegern-Rebellen, "Streber" und Co., sondern die unglaublich langweilige Atmosphäre. Das Ganze findet im Schulgebäude- meist in einem einzigen Zimmer statt- ich war wirklich kurz davor einzuschlafen.
Der Film hat ja noch nicht mal ne Handlung! Selten habe ich so platte Charaktäre und so einen sinnlos-schlechten Film gesehen. Ich kann nicht verstehen, wieso der Film so hoch angepriesen wird- meine Güte- da guck ich noch lieber primitive Fäkalhumorfilme à la American Pie, die mich wenigstens nicht einschläfern!
Ganz schlimm fand ich auch die Besetzung. Die Schauspieler haben ihre Rollen nicht im Geringsten überzeugend rübergebracht- im Gegenteil. Vielleicht ist das gewollt, aber ich finde, dass sie einfach nur wie Karikaturen ihrer Selbst wirken, die selbst sarkastisch betrachtet- NICHT lustig, amüsant, interessant oder geistreich sind.
Selten habe ich sowas Schlechtes gesehen.
Seht euch diesen Mist bloß nicht an. "10 Dinge, die ich an dir hasse" ist und bleibt ungeschlagen auf Platz 1 der besten Teeniefilme of all time.
Man, hat mich Breakfast Club enttäuscht.
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AddictedToIan 2011/04/22 15:26:02
Antwort löschen... und ich hab mich schon gefreut als am Anfang Simple Minds ertönte. :( so'n Scheiß.
phoenix409 2011/04/12 01:43:23
Kommentar löschenNachsitzen. Zu fünft. Ätzend. Langeweile. Den Lehrer verabscheuen. Die Schule hassen. Kein Wort reden dürfen. Es doch tun. Nichts mit den anderen gemeinsam zu haben. Nichts mit ihnen gemeinsam haben zu wollen. Sich ihre Vorurteile anhören. Gehässig zurückmaulen. Sich gegenseitig anstacheln. Sich reizen. Sich auseinandersetzen. Sich mit sich selbst auseinandersetzen. Sich entblößen. Sich erheben. Auf den Putz hauen! Einander die Meinung sagen. Einander zuhören. Einander verstehen. Sich selbst verstehen. Es ist nicht leicht, ein Teenager zu sein.
Der Wunsch nach Anpassung. Die Rebellion dagegen. Die Gedanken. Die Gefühle. Die Wut. Die Unsicherheit. Die Angst. Die Eltern. Der Druck, alles richtig zu machen. Die Stärken und die Schwächen. Die Sehnsüchte. Und jene unter ihnen, die man erst noch in sich erkennen muss. Die Lust, alles stehen und liegen zu lassen.
Die Essenz einer ganzen Generation in einem Script.
Die ganze Klasse des John Hughes in einem Film.
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Sigmund 2011/07/12 10:59:18
Antwort löschenSehr schön!
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