[...]Der Schrecken schleicht sich in THE BROKEN auf leisen Sohlen in das Leben der Protagonistin. Ausgewaschene Farben und düsteres Ambiente vermitteln ein ununterbrochenes Gefühl der Bedrohung. Erst gegen Ende des Films verfällt Elis leider in das Muster, das plakative Schreckmoment in den Vordergrund zu stellen. Es ist bezeichnend, dass diese Effekte dann in THE BROKEN bemerkenswert deplaziert wirken und letztlich auch überhaupt nicht funktionieren. Doch zum Glück sind diese wenigen Szenen eine Ausnahme. Der Rest des Films wird dominiert von dem Grauen, das sich aus der Tatsache speist, dass das Fremde urplötzlich in die vertraute Intimität des eigenen Lebens Einzug erhält. Sean Ellis übernimmt dabei das psychologische Grundmotiv, das wird dem Zuschauer spätestens am Ende des Films klar sein, welches der literarischen Vorlage "William Wilson" zu Grunde liegt.[...]
The Broken kostet eine wichtige Komponente, die beim Publikum das Gefühl von Horror aufkommen lässt, voll aus: die Unwissenheit. Man hat sehr sehr lange keinen blassen Schimmer davon, was eigentlich exakt passiert und worum genau es nun eigentlich geht.
Spiegel und Kameras haben ein gewissermaßen naturgegebenes Liebesverhältnis - beide arbeiten mit Abbildern, in denen wir uns erkennen (sollen und wollen) und doch nie uns selbst sehen - sondern immer nur das Bild. The Brøken macht daraus eine solide Geschichte mit Körperfresser-Elementen, die durchweg sauber, wenn auch, vom Ende her gesehen, nicht völlig konsequent inszeniert ist. Außerdem spielt Lena Headey die Hauptrolle, die ich gerade in den "Sarah Connor Chronicles" ganz toll fand, die auch in "Die Girls von St. Trinian" eine kleine Nebenrolle spielt, und die ansonsten noch viel zu viel unterhalb meines Wahrnehmungsradars war.
Ist nicht mehr und nicht weniger als mein erstes, persönliches Festival-Highlight. Außerdem etabliert THE BROKEN nun auch den Namen Sean Ellis (Regiesseur), der mit diesem und seinem Erstling (CASHBACK) zwei absolut hochkarätige Filme geschaffen hat.
THE BROKEN ist exakt das, was der japanische Film INTO THE MIRROR auf dilettantischste Art und Weise, trotz greifbarem Potential verbockte. Sean Ellis greift sich jedoch nicht nur den daraus entsprungenen Spiegelplot, bei dem er nahezu jedes Bild mit einer unbehaglichen Symmetrie ausstattet, sondern vermischt seine Geschichte mit Auszügen aus THE BODYSNATCHERS und SIE LEBEN! und ordnet diese schauderhafte Mischung schließlich auch noch einem STAY-artigen Traumadiskurs unter. Und all diese Facetten bringt Sean Ellis so meisterlich, so stilsicher aber auch so unverkrampft unter einen Hut. Und gerade letzteres ist sicher nicht selbstverständlich, weil die meisten Filme dieser Art sich irgendwann an ihrem Konstrukt aufhängen. Nicht…
Ist nicht mehr und nicht weniger als mein erstes, persönliches Festival-Highlight. Außerdem etabliert THE BROKEN nun auch den Namen Sean Ellis (Regiesseur), der mit diesem und seinem Erstling (CASHBACK) zwei absolut hochkarätige Filme geschaffen hat.
THE BROKEN ist exakt das, was der japanische Film INTO THE MIRROR auf dilettantischste Art und Weise, trotz greifbarem Potential verbockte. Sean Ellis greift sich jedoch nicht nur den daraus entsprungenen Spiegelplot, bei dem er nahezu jedes Bild mit einer unbehaglichen Symmetrie ausstattet, sondern vermischt seine Geschichte mit Auszügen aus THE BODYSNATCHERS und SIE LEBEN! und ordnet diese schauderhafte Mischung schließlich auch noch einem STAY-artigen Traumadiskurs unter. Und all diese Facetten bringt Sean Ellis so meisterlich, so stilsicher aber auch so unverkrampft unter einen Hut. Und gerade letzteres ist sicher nicht selbstverständlich, weil die meisten Filme dieser Art sich irgendwann an ihrem Konstrukt aufhängen. Nicht aber THE BROKEN, der unter Beweis stellt, wie flüssig ein von vorn bis hinten durchkonstruierter Film ablaufen kann.
Man möchte sich THE BROKEN am liebsten gleich noch einmal ansehen. Um die enorme Perfektion zu begreifen, aber auch um sich an den vielen Details zu laben, mit denen der Film in jeder Einstellung arbeitet. Gerade zu Beginn wirkt es wahre Wunder, dass THE BROKEN voll und Ganz auf seine filmische Erzählung vertraut und nicht den Erklärbären mimt. Es ist doch so viel besser, die Tatsachen nur leise anzudeuten anstatt sie laut anzusprechen. Es beunruhigt doch so viel mehr, das wir nur vermuten können, was sich dort zuträgt, anstatt das wir alles auf dem Silbertablett gereicht bekommen. Ich gehe sogar so weit zu sagen, THE BROKEN sei der erste Film seit Jahren, der die Idee hinter Suspense verstanden hat und diese richtig umzusetzen weiß.
Und am Ende fällt dem Zuschauer schließlich die Decke auf den Kopf. Das Enthüllte lässt den Film nicht nur in einem anderen Licht dastehen, sondern verbeugt sich auch noch vor dem Publikum, indem THE BROOKEN ihm zutraut zu verstehen was es sieht. Gerade hierfür sind die letzten Sekunden Zelluloid von enormer Wichtigkeit, schließlich bedeuten Sie den Unterschied zwischen einem anbiedernden Blockbuster und diesem kruden Independentfilm. Die kalten, bedrohlichen Bilder sind nicht weniger qualitativ, als die aus DOWNLOADING NANCY (man bemerke das hier Christopher Doyle zu Gange war!). Hervorzuheben ist definitiv auch die großartige Tonarbeit, welche dem Film ein sehr eigenes audio-visuelles Sprachrohr verleiht . Melvil Poupaud (DIE ZEIT DIE BLEIBT) und Lena Headey (300) müssen eigentlich nur halbwegs ordentlich spielen - und das machen beide auch.
THE BROKEN ist subtiler Thriller und Endzeitgegrusel in einem. Den Namen Sean Ellis darf man sich fortan im Gedächtnis erhalten, er wird mit kommenden Projekten definitiv zum Gütesiegel. Wer allerdings auf die neuerdings so angesagten, reisserischen Goreparties steht, wird bitter enttäuscht. THE BROKEN tauscht die Blutkonserve nämlich zum größten teil gegen eine dichte Atmosphäre. Das bieten heute nur wenige.
Frostiges Bilderkino für Genrefans und Ton-Fanatiker, perfektionistisch steril, variativ und beeindruckend. Ein franko-britischer Edelweichzeichner auf hollywoodsche Diagramme. Allerdings ist dieser Spuk nicht gerade sehr nachhaltig, aber dafür eben weit mehr als überdurchschnittlich.
Ein großer Vertreter des Mindfuck-Suspense! Wie im Genre üblich ist es nötig sich von der Atmosphäre einfangen zu lassen und mitzugehen. Diverse schlechte Kritiken hier verraten mir, dass sich Zuschauer entweder ganz was anderes erhofft hatten und / oder mit Mindfuck und Suspense nichts anfangen können. Suspense funktioniert nur, wenn man mit dem Kopf ganz beim Film bleibt und sich darauf einlässt. Und Mindfuck.. nunja.. no mind, no fuck, nicht wahr?
Mit kühlen farblosen Bildern, spärlichen Dialogen, softem Tempo und viel Ruhe (der Score ist kaum wahrnehmbar) rührt Sean Ellis in The Broken die Zutaten für ein Genrejuwel an, das die Substanz der Realität ebenso in Frage stellt wie grundlegende Moralbegriffe. So schwarz und weiß der Film ist, so sehr stellt er die Deutung dieser beiden Pole in Frage. Ein bis auf ein, zwei Szenen subtil inszenierter Film für Freunde der gepflegten Gedankenspiele.
Also Licht aus und schön nah vor die Mattscheibe setzen.
"... Du hast gesiegt, und ich unterliege !!
Dennoch, von nun an bist auch du tot -
... tot für die Welt, den Himmel und die Hoffnung !!
In mir lebtest du - und nun, da ich sterbe ...
... sieh hier im Bilde, das dein eigenes ist ...
... wie du dich selbst ermordet hast !! ..."
- Edgar Allan Poe -
Spieglein, Spieglein an der Wand ...
... welche Gestalt bin ich jetzt und in welchem Gewand ??
Ich bin ja persönlich ein Riesen-Fan von solch subtiler Grusler und Mindgefuckt werd ich ja auch gerne mal oft als selten ...
... und wenn dann auch noch zwei dieser tollen Komponenten in einem Film untergebracht sind wie in "The Broken", kann eigentlich nicht viel schief gehen !!
Und das ging es auch nicht !!
Viel mehr hat mich "The Broken" echt überrascht in all seiner Bandbreite !!
Angefangen bei der verwirrenden, vertrackten, Mind fuckenden Story, die einen mal so ordentlich das Hirn durchfickt (entschuldigt meine Ausdrucksweise, aber is ja schon spät ... da kann ich so was schreiben^^) und mit tollen Schauspielern aufwartet, die bis auf 2 Darsteller und abgesehen von Ulrich Thomsen ("Adams Äpfel") recht unbekannt sein dürften !!
Lena Headey ("Das schwarze Herz"/"300") mimt die Hauptfigur zwar wortkarg, aber in einem genialen Mimikspiel, welches kaum oder erst recht von ihren beiden jeweiligen Charakteren unterscheiden lässt !! Absolut großartig !!
Dann wäre da noch der bekannte alte Hase im Geschäft, Richard Jenkins (Vater der Fishers aus der genialen Serie "Six Feet Under"), welcher seiner Filmtochter Lena Headey in Sachen hoher Schauspielkunst in nix nachsteht !!
Kommen wie zur Optik, welche äußerst kühl und sehr düster daher kommt, und die subtile, kammerartige Atmosphäre des Films genial dominiert !! Wo wir auch schon bei der genialen Kameraarbeit angelangt wären, denn die verschiedenen Bilder und Blickwinkel von "The Broken" verstärken die Gänsehaut beim Schauen, welche vom brillanten Score noch mal verstärkt wird !!
Bei einer Länge von nur knapp 85 Minuten kann der Film konstant und konsequent seine durchdachte, subtile Story durchziehn, was nicht zuletzt dem Regisseur Sean Ellis ("Cashback") zu verdanken ist !!
Das offene Ende, welches dem Zuschauer dann nochmal sehr viel Spielraum für die eigene Interpretation bietet, setzt dem ganzen subtilen Treiben hier dann noch die Krone auf !! Großartig !!
Ich wünschte, es gäbe mehr von diesen Filmen wie "The Broken", die auf subtile Art und mit klassischer Suspense schocken und gruseln, als auf alles und jedem Blutspritzer die Kamera voll drauf zu halten !!
Fazit: Absolut großartig gespielter, klassischer Suspense-Grusler mit seeeeeehr viel düsterer Atmosphäre !! Klasse !!
So düster und verwirrend wie Cronenberg und Lynch zu mindfuckenden Bestzeiten und so angstschürend wie nur irgendwie vorstellbar. Denn wer diesem unaufgeregten Kammerspiel eine Chance gibt, den wird das Grauen packen. Die britische, dezentere und bessere Alternative zu "Mirrors". Regelrecht beschämend und fast schon wieder witzig, wenn sich von Simplizität verwöhnte Blockbusterkinogänger über zu wenig Substanz einer sinnlosen Story beschweren. Sean Ellis kaut eben nicht jede Kleinigkeit vor, sondern fordert die Konzentration und Aufmerksamkeit eines aktiven Beobachters, eine willkommene Abwechslung. Fesselndes Gruselkino par excellence, übergossen von einer eiskalten Inszenierung. Winkel und Perspektiven, der Blaustich der Linse, langsame Kamerafahrten über ein gelähmtes London, präzise Einstellungen und zielsicheres Zoomen, die Optik umhüllt ganz und gar, steigert konsequent die ungemütliche Vorahnung auf ein nicht näher zu definierendes Ereignis. Hier spricht jedes Bild mehr als tausend Worte. Unbekannter Cast, wenig Dialog, alarmierend bedrohlicher Score. Der Regisseur setzt auf seine beeindruckende technische Schiene, besonders beim verstörend-genialen Schluss, der mit einer wortlosen Bilderflut aus Rückblenden auskommt. Höchst adäquat mimt Lena Headey die wortkarge Radiologin, perfekt in dieses unterkühlte Gesamtkonzept integriert und dennoch in der Lage, Sympathiepunkte zu sammeln, beachtenswerter Spagat. Das Doppelgängermotiv im Wahn des Capgras-Syndrom, Folgen eines Traumas, Träume, Spiegel als Gefängnis für das eigene dunkle Ich und Portal in unsere Welt, Sean Ellis wirbelt mit seinen Themen die Psyche auf und lässt den Zuschauer am Ende alleine und mit offenen Fragen zurück. Wo die prozentuale Mehrheit an Mainstreamregisseuren Lautstärke mit Aussagekraft gleichsetzt, erweist sich dieser fiese Schocker als entwaffnend kaltblütige Antwort auf Authentizität fixiertes Handkameragewackel und provozierend-nichtssagende Sadovideos. Echte Qualität kann man eben nicht kopieren, da können noch so viele paranormale Aktivitäten, Exorzismen und Folterstunden am Fließband laufen. Da hilft auch der Anspruch nicht, gerade authentisches Filmmaterial zu zeigen, um gesellschaftspolitisch irgendwie von pseudomäßiger Relevanz zu sein, nach dem Motto: "Wir haben hier ja die ganz versteckte, intellektuelle Botschaft mit tiefgreifendem Sinn". Diesen zunehmend enervierenden Missbrauch von zwielichtigem Realitätsbezug benötigt Ellis nicht, unter seiner Hand entwickelt sich das kühne Projekt zu einem stilsicheren Alptraum der subtilsten Sorte. Es ist dieses Unterschwellige, das die Nackenhaare aufstellt. Das unvermeidliche Zusteuern auf die bittere Auflösung. Die klassische Art von Film, die nur zu gerne übergangen wird. Und dabei eines der gruseligsten und heftigsten Horrormärchen vergangener Dekade. Bewusster Verzicht auf inflationäre oder überzogene Gewalt, dafür an den richtigen Stellen die Härte, die ordentlich weh tut. Es funktioniert auch noch in Zeiten von Sequels, Prequels, Remakes und Reboots. Und wie es das tut.
@ seven: Absolut toll geschrieben, was ich zu 100 % so unterschreiben kann !! Hab ihm spgar noch 'nen halben Punkt mehr drauf gepackt, weil es solche subtilen Filme dieser Art fast gar nicht mehr gibt !! ;-)
Sean Ellis, der einigen bereits durch "Cashback" ein Begriff sein sollte, präsentiert mit "The Broken" seinen zweiten Langfilm. Ganz ähnlich seinem Debütfilm, überzeugen auch in seinem zweiten Film die visuelle Raffinesse und optischen Spielereien. Durch einfache Filter und Schnitte schaffen Kameramann Angus Hudson und Cutter Scott Thomas eine unbehagliche Atmosphäre. "The Broken" versucht vor allem subversiv funktionieren, fernab der üblichen Mittel des Genres, wofür, wie bereits schon in "Cashback", Guy Farley durch entsprechende Musikwahl zu sorgen weiß. Allerdings verliert sich "The Broken" auch in allerlei Andeutung und überstrapaziert die Funktion des Suspense, sodass dieses zeitweise in ein gelangweiltes Ärgernis umschlägt. Außer der tragenden Figur Lena Headeys wirken die restlichen Rollen nur wie eine Begleiterscheinung, obwohl sie zur freien Disposition stehen, beeinflussen sie weder nachhaltig noch im Ansatz den Kontext. Beklagende Stimmen kritisieren unisono das scheinbar offene Ende und die sich daraus eröffnenden Fragen. Zumindest was den Schlusstwist anbelangt, so sollte der aufmerksame Zuschauer durchaus eine Antwort im Film finden, die Frage nach dem "Warum?" bleibt allerdings unbeantwortet, sodass am Ende ein toll fotografierter, den Suspense wieder aufgreifender Film steht, der jedoch nicht zuletzt durch immanente Logiklöcher keinen ganz guten Eindruck hinterlässt.
Schwacher Thriller, es passiert rein goar nix...Spannung kommt alleine durch die Kamerawinkel und die Musik auf, ansonsten haben die Macher schlicht und einfach eins vergessen: Eine Story!
Tja, jetzt stehe ich da! Habe einen tollen Film gesehen mit super Effekten, gewisser Spannung, einmaliger Kameraführung, aber ich bin verwirrt und weiß gar nicht was los ist. Offene Fragen, wie geht es weiter, was will mir der Film sagen? Es hat irgendwo angefangen und es hört irgendwo wieder auf... und dazwischen ist irgendwas!
Ersteinmal: Wirklich tolle Kamera-Arbeit! Tolle Bilder & Blickwinkel.
Kommt langsam ins Rollen und entwickelt viele offene Fragen, die nur zum Teil beantwortet werden. Mir hat er persönlich gut gefallen, jedoch hätte man die Story sicherlich noch besser ausbauen können.
Für Gruselfans aufjedenfall sehenswert!
Spannender und düsterer Mysterythriller! Für Fans des Genres auf jeden Fall zu empfehlen. Wer allerdings ein schlüssiges Ende braucht, wird dieses vermissen. Hier ist man eher dazu aufgerufen sich sein eigenes Urteil zu bilden, was nicht immer zwingend negativ sein muss!
Die düstere Atmosphäre und die vielen offenen Fragen haben mir echt Angst gemacht. Fand ihn sehr spannend und optisch 1a umgesetzt.
Warum muss immer alles genau aufgeklärt werden und Sinn ergeben? Damit wir am Ende des Films glücklich sind, dass alles gut ausgeht und alles nachvollziehbar ist? Nein, das muss nicht sein! Ich lass lieber meine Fantasie offene Fragen beantworten.
Grandios fand ich auch, wie nur durch Mimik erkennbar war, dass es sich nicht mehr um die eigentliche Person handelt(Wer den Film gesehen hat,weiß was ich meine).
Bei den ganzen Industrie-Müll-Thriller in letzter Zeit, ist es schön, dass es einen relativ jungen Regisseur gibt, der (wieder) Wert auf Suspense legt. Freu mich auf seinen nächsten Film...
"The Broken" hat mir, besonders in den ersten 40 Minuten, ne Heidenangst eingejagt. Nach meinem Geschmack wäre es gewesen, wenn er das selbe Maß an Subtilität bis zum Ende gehalten und auf etwas zu plumpe Effekte verzichtet hätte. Storytechnisch bleibt der Film aber konsequent. Zwar ist recht früh ersichtlich, wohin die Reise geht - es bleibt aber verdammt unheimlich.
Kann die Kommentare hier größtenteils nicht nachvollziehen.
Fast schon ein Meisterwerk - subtil und düster zu Anfang, zieht sich die Schlinge langsam zu und eine spannende, packende Geschichte nimmt ihren Lauf. In zarten, manchmal harten Bildern, teilweise analytisch, bewegt sich Lena Headey durch eine manchmal fast albtraumhafte, dichte und atmospährische Landschaft. Bis zum Schluss geheimnisvoll, überzeugt der Film mit seiner konsequenten Art der totalen Verunsicherung. Menschen werden durch ihre Spiegelbilder ersetzt ... oder?
... wow bin ich lyrisch drauf heute :-)
Könnte eigentlich ein Film für die Reihe "1000 Gemälde" sein, dort wurde mal in den 90ern dem Unterschichtsheini & Kunstbanause (wie mir) in 10 Minuten erklärt, dass ein Bild im Museum nicht nur aus tollen Farben besteht, sondern meistens ein tieferer Sinn dahinter liegt.
Und das hier ist wahrlich durchgestylte Kunst, jedes einzelne Bild könnte eine Hochglanz-Fotografie für sich selbst sein und Lena Hadley darin die geheimnisvolle, unterkühlte Muse des Meisters Ellis, der zuhause wahrscheinlich viele Helmut Newton-Bücher im Gestell stehen hat. Und Kunst funktioniert immer gern mit etwas Mystery dazu. Die wird im Endeffekt natürlich auch nicht ge- oder erklärt (vergl. "Hotel" aus Oesterreich), denn allzu einfach will man es dem Trivial-Publikum (wieder wie mir) dann gar nicht machen. Und nach dem Film passt auch kein Radelburger aus der Pulle, sondern ein schickes Glas Chardonnay im Kritallglas. Und nach paar von denen ist dann auch die Geschichte plötzlich nicht mehr so wichtig.
Das negative an diesem Film war das es meiner Medinung nach keine richtige Scene gibt wo ich mir einfach nur denke "OMG was öpassiert da!!!" und das denk ich bei guten Filmen immer. Also keine große Spannung, zumindenst für mich nicht. Das einzige positive ist das der Film sowas düsteres an sich hat.
Nach seinem tollen Debüt ‚Cashback’ erfüllt Sean Ellis die Erwartungen mit ‚Broken’ überhaupt nicht. Der Film ist stilistisch gut gemacht und optisch sehr gelungen, sein Handwerk hinter der Kamera beherrscht er perfekt, aber darüber hinaus hat er hier völlig vergessen eine interessante, stringente Geschichte zu erzählen. Nach den ersten Minuten hätte man noch eine raffinierte Handlung erwarten können, aber schnell wurde klar in welche schwachsinnige Richtung es geht. Unglaubliche Verschwendung von Potenzial.
Unterm Strich ne Enttäuschung, allerdings jammere ich wohl auf hohem Niveau. Es gibt einfach zu viele gute Filme in dem Genre, denen dieser Film einfach nicht gerecht wird.
Story nicht ganz nachvollziehbar, das Ende total aus der Luft gegriffen, und wirkt extrem konstruiert, 60 Min. der 85 möglichen sind allerdings ganz ok, nur leider funktioniert der Film dadurch wie ein Körper ohne Herz, nämlich gar nicht...
"Die Körperfresser kommen" in "nicht nachvollziehbar".
Was für ein langweilliger Kack. Ich habe immer mehr das Interesse verloren während der Film fortschritt weil es einfach nichts zum Verfolgen gibt.
Huiuiui Spannung erzeugen! Wieso? Einfach so. Der Film zeigt eh schnell was vor sich geht und man betrachtet nur noch was geschiet ohne sich beteilligt zu fühlen. Wahrscheinlich was für Lynch-Freunde die sich gern Stilmittel-Collagen anschauen.
Für mich fast auf einer Höhe mit Ghost Rider.
The Broken - Kritik
FR/GB 2008 Laufzeit 88 Minuten, FSK 16, Thriller, Horrorfilm
Kritiken (4) — Film: The Broken
Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...
Kommentar löschen[...]Der Schrecken schleicht sich in THE BROKEN auf leisen Sohlen in das Leben der Protagonistin. Ausgewaschene Farben und düsteres Ambiente vermitteln ein ununterbrochenes Gefühl der Bedrohung. Erst gegen Ende des Films verfällt Elis leider in das Muster, das plakative Schreckmoment in den Vordergrund zu stellen. Es ist bezeichnend, dass diese Effekte dann in THE BROKEN bemerkenswert deplaziert wirken und letztlich auch überhaupt nicht funktionieren. Doch zum Glück sind diese wenigen Szenen eine Ausnahme. Der Rest des Films wird dominiert von dem Grauen, das sich aus der Tatsache speist, dass das Fremde urplötzlich in die vertraute Intimität des eigenen Lebens Einzug erhält. Sean Ellis übernimmt dabei das psychologische Grundmotiv, das wird dem Zuschauer spätestens am Ende des Films klar sein, welches der literarischen Vorlage "William Wilson" zu Grunde liegt.[...]
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
isinesunshine: isinesunshine.de
Kommentar löschenThe Broken kostet eine wichtige Komponente, die beim Publikum das Gefühl von Horror aufkommen lässt, voll aus: die Unwissenheit. Man hat sehr sehr lange keinen blassen Schimmer davon, was eigentlich exakt passiert und worum genau es nun eigentlich geht.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Rochus Wolff: freier Journalist
Kommentar löschenSpiegel und Kameras haben ein gewissermaßen naturgegebenes Liebesverhältnis - beide arbeiten mit Abbildern, in denen wir uns erkennen (sollen und wollen) und doch nie uns selbst sehen - sondern immer nur das Bild. The Brøken macht daraus eine solide Geschichte mit Körperfresser-Elementen, die durchweg sauber, wenn auch, vom Ende her gesehen, nicht völlig konsequent inszeniert ist. Außerdem spielt Lena Headey die Hauptrolle, die ich gerade in den "Sarah Connor Chronicles" ganz toll fand, die auch in "Die Girls von St. Trinian" eine kleine Nebenrolle spielt, und die ansonsten noch viel zu viel unterhalb meines Wahrnehmungsradars war.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Mr.Vengeance: Lost In Imagination
Kommentar löschenIst nicht mehr und nicht weniger als mein erstes, persönliches Festival-Highlight. Außerdem etabliert THE BROKEN nun auch den Namen Sean Ellis (Regiesseur), der mit diesem und seinem Erstling (CASHBACK) zwei absolut hochkarätige Filme geschaffen hat.
THE BROKEN ist exakt das, was der japanische Film INTO THE MIRROR auf dilettantischste Art und Weise, trotz greifbarem Potential verbockte. Sean Ellis greift sich jedoch nicht nur den daraus entsprungenen Spiegelplot, bei dem er nahezu jedes Bild mit einer unbehaglichen Symmetrie ausstattet, sondern vermischt seine Geschichte mit Auszügen aus THE BODYSNATCHERS und SIE LEBEN! und ordnet diese schauderhafte Mischung schließlich auch noch einem STAY-artigen Traumadiskurs unter. Und all diese Facetten bringt Sean Ellis so meisterlich, so stilsicher aber auch so unverkrampft unter einen Hut. Und gerade letzteres ist sicher nicht selbstverständlich, weil die meisten Filme dieser Art sich irgendwann an ihrem Konstrukt aufhängen. Nicht…
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Kommentare (38) — Film: The Broken
Kommentar schreibenBlueSquirrel 2011/12/03 23:19:23
Kommentar löschenFrostiges Bilderkino für Genrefans und Ton-Fanatiker, perfektionistisch steril, variativ und beeindruckend. Ein franko-britischer Edelweichzeichner auf hollywoodsche Diagramme. Allerdings ist dieser Spuk nicht gerade sehr nachhaltig, aber dafür eben weit mehr als überdurchschnittlich.
14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
AlArenal 2011/09/27 10:20:28
Kommentar löschenEin großer Vertreter des Mindfuck-Suspense! Wie im Genre üblich ist es nötig sich von der Atmosphäre einfangen zu lassen und mitzugehen. Diverse schlechte Kritiken hier verraten mir, dass sich Zuschauer entweder ganz was anderes erhofft hatten und / oder mit Mindfuck und Suspense nichts anfangen können. Suspense funktioniert nur, wenn man mit dem Kopf ganz beim Film bleibt und sich darauf einlässt. Und Mindfuck.. nunja.. no mind, no fuck, nicht wahr?
Mit kühlen farblosen Bildern, spärlichen Dialogen, softem Tempo und viel Ruhe (der Score ist kaum wahrnehmbar) rührt Sean Ellis in The Broken die Zutaten für ein Genrejuwel an, das die Substanz der Realität ebenso in Frage stellt wie grundlegende Moralbegriffe. So schwarz und weiß der Film ist, so sehr stellt er die Deutung dieser beiden Pole in Frage. Ein bis auf ein, zwei Szenen subtil inszenierter Film für Freunde der gepflegten Gedankenspiele.
Also Licht aus und schön nah vor die Mattscheibe setzen.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Chris12zero 2011/09/07 00:44:58
Kommentar löschen"... Du hast gesiegt, und ich unterliege !!
Dennoch, von nun an bist auch du tot -
... tot für die Welt, den Himmel und die Hoffnung !!
In mir lebtest du - und nun, da ich sterbe ...
... sieh hier im Bilde, das dein eigenes ist ...
... wie du dich selbst ermordet hast !! ..."
- Edgar Allan Poe -
Spieglein, Spieglein an der Wand ...
... welche Gestalt bin ich jetzt und in welchem Gewand ??
Ich bin ja persönlich ein Riesen-Fan von solch subtiler Grusler und Mindgefuckt werd ich ja auch gerne mal oft als selten ...
... und wenn dann auch noch zwei dieser tollen Komponenten in einem Film untergebracht sind wie in "The Broken", kann eigentlich nicht viel schief gehen !!
Und das ging es auch nicht !!
Viel mehr hat mich "The Broken" echt überrascht in all seiner Bandbreite !!
Angefangen bei der verwirrenden, vertrackten, Mind fuckenden Story, die einen mal so ordentlich das Hirn durchfickt (entschuldigt meine Ausdrucksweise, aber is ja schon spät ... da kann ich so was schreiben^^) und mit tollen Schauspielern aufwartet, die bis auf 2 Darsteller und abgesehen von Ulrich Thomsen ("Adams Äpfel") recht unbekannt sein dürften !!
Lena Headey ("Das schwarze Herz"/"300") mimt die Hauptfigur zwar wortkarg, aber in einem genialen Mimikspiel, welches kaum oder erst recht von ihren beiden jeweiligen Charakteren unterscheiden lässt !! Absolut großartig !!
Dann wäre da noch der bekannte alte Hase im Geschäft, Richard Jenkins (Vater der Fishers aus der genialen Serie "Six Feet Under"), welcher seiner Filmtochter Lena Headey in Sachen hoher Schauspielkunst in nix nachsteht !!
Kommen wie zur Optik, welche äußerst kühl und sehr düster daher kommt, und die subtile, kammerartige Atmosphäre des Films genial dominiert !! Wo wir auch schon bei der genialen Kameraarbeit angelangt wären, denn die verschiedenen Bilder und Blickwinkel von "The Broken" verstärken die Gänsehaut beim Schauen, welche vom brillanten Score noch mal verstärkt wird !!
Bei einer Länge von nur knapp 85 Minuten kann der Film konstant und konsequent seine durchdachte, subtile Story durchziehn, was nicht zuletzt dem Regisseur Sean Ellis ("Cashback") zu verdanken ist !!
Das offene Ende, welches dem Zuschauer dann nochmal sehr viel Spielraum für die eigene Interpretation bietet, setzt dem ganzen subtilen Treiben hier dann noch die Krone auf !! Großartig !!
Ich wünschte, es gäbe mehr von diesen Filmen wie "The Broken", die auf subtile Art und mit klassischer Suspense schocken und gruseln, als auf alles und jedem Blutspritzer die Kamera voll drauf zu halten !!
Fazit: Absolut großartig gespielter, klassischer Suspense-Grusler mit seeeeeehr viel düsterer Atmosphäre !! Klasse !!
12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten
seven 2011/09/07 10:40:50
Antwort löschenJep, so isset! ;-)
Chris12zero 2011/09/07 12:30:50
Antwort löschen... und nich anders !! ;-) ^^
seven 2011/09/06 17:03:06
Kommentar löschenSo düster und verwirrend wie Cronenberg und Lynch zu mindfuckenden Bestzeiten und so angstschürend wie nur irgendwie vorstellbar. Denn wer diesem unaufgeregten Kammerspiel eine Chance gibt, den wird das Grauen packen. Die britische, dezentere und bessere Alternative zu "Mirrors". Regelrecht beschämend und fast schon wieder witzig, wenn sich von Simplizität verwöhnte Blockbusterkinogänger über zu wenig Substanz einer sinnlosen Story beschweren. Sean Ellis kaut eben nicht jede Kleinigkeit vor, sondern fordert die Konzentration und Aufmerksamkeit eines aktiven Beobachters, eine willkommene Abwechslung. Fesselndes Gruselkino par excellence, übergossen von einer eiskalten Inszenierung. Winkel und Perspektiven, der Blaustich der Linse, langsame Kamerafahrten über ein gelähmtes London, präzise Einstellungen und zielsicheres Zoomen, die Optik umhüllt ganz und gar, steigert konsequent die ungemütliche Vorahnung auf ein nicht näher zu definierendes Ereignis. Hier spricht jedes Bild mehr als tausend Worte. Unbekannter Cast, wenig Dialog, alarmierend bedrohlicher Score. Der Regisseur setzt auf seine beeindruckende technische Schiene, besonders beim verstörend-genialen Schluss, der mit einer wortlosen Bilderflut aus Rückblenden auskommt. Höchst adäquat mimt Lena Headey die wortkarge Radiologin, perfekt in dieses unterkühlte Gesamtkonzept integriert und dennoch in der Lage, Sympathiepunkte zu sammeln, beachtenswerter Spagat. Das Doppelgängermotiv im Wahn des Capgras-Syndrom, Folgen eines Traumas, Träume, Spiegel als Gefängnis für das eigene dunkle Ich und Portal in unsere Welt, Sean Ellis wirbelt mit seinen Themen die Psyche auf und lässt den Zuschauer am Ende alleine und mit offenen Fragen zurück. Wo die prozentuale Mehrheit an Mainstreamregisseuren Lautstärke mit Aussagekraft gleichsetzt, erweist sich dieser fiese Schocker als entwaffnend kaltblütige Antwort auf Authentizität fixiertes Handkameragewackel und provozierend-nichtssagende Sadovideos. Echte Qualität kann man eben nicht kopieren, da können noch so viele paranormale Aktivitäten, Exorzismen und Folterstunden am Fließband laufen. Da hilft auch der Anspruch nicht, gerade authentisches Filmmaterial zu zeigen, um gesellschaftspolitisch irgendwie von pseudomäßiger Relevanz zu sein, nach dem Motto: "Wir haben hier ja die ganz versteckte, intellektuelle Botschaft mit tiefgreifendem Sinn". Diesen zunehmend enervierenden Missbrauch von zwielichtigem Realitätsbezug benötigt Ellis nicht, unter seiner Hand entwickelt sich das kühne Projekt zu einem stilsicheren Alptraum der subtilsten Sorte. Es ist dieses Unterschwellige, das die Nackenhaare aufstellt. Das unvermeidliche Zusteuern auf die bittere Auflösung. Die klassische Art von Film, die nur zu gerne übergangen wird. Und dabei eines der gruseligsten und heftigsten Horrormärchen vergangener Dekade. Bewusster Verzicht auf inflationäre oder überzogene Gewalt, dafür an den richtigen Stellen die Härte, die ordentlich weh tut. Es funktioniert auch noch in Zeiten von Sequels, Prequels, Remakes und Reboots. Und wie es das tut.
14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 10 Antworten
Timo K. 2011/09/06 17:59:00
Antwort löschenIch mag solche Filme. Und das hier hört sich gut an!
_Garfield 2011/09/06 18:51:35
Antwort löschenVorgemerkt :).
Chris12zero 2011/09/07 00:05:52
Antwort löschen@ seven: Absolut toll geschrieben, was ich zu 100 % so unterschreiben kann !! Hab ihm spgar noch 'nen halben Punkt mehr drauf gepackt, weil es solche subtilen Filme dieser Art fast gar nicht mehr gibt !! ;-)
Chris12zero 2011/09/07 00:06:30
Antwort löschen*sogar ... is schon spät ^^
seven 2011/09/07 10:29:43
Antwort löschen@Chris: Danke und kann ich voll verstehen! ;-)
seven 2011/09/07 10:45:53
Antwort löschen@Garfield: Brav :)
@Timo: Wenn du auf die Art von Filmen stehst, sollte er dir eigtl. gefallen! ^^
Chris12zero 2011/09/07 12:36:19
Antwort löschen@ seven: Biddööö ;-) ... jepp denn heutzutage muss es nur noch blutig sein und billig schocken ... leider leider !! ;-/
seven 2011/09/07 12:46:47
Antwort löschen@Chris: Völlig richtig, dabei wird der wahre elegante Horror übersehen, sehe ich ganz genau so!
Alle 10 Antworten zeigen
Broda 2011/09/07 13:14:54
Antwort löschenSehr schön geschrieben. Rückt auf meiner Merkliste weit nach vorn. ;)
seven 2011/09/07 13:22:41
Antwort löschen@Broda: Danke und freut mich zu hören! :)
Hetarene 2011/05/31 19:09:52
Kommentar löschenSean Ellis, der einigen bereits durch "Cashback" ein Begriff sein sollte, präsentiert mit "The Broken" seinen zweiten Langfilm. Ganz ähnlich seinem Debütfilm, überzeugen auch in seinem zweiten Film die visuelle Raffinesse und optischen Spielereien. Durch einfache Filter und Schnitte schaffen Kameramann Angus Hudson und Cutter Scott Thomas eine unbehagliche Atmosphäre. "The Broken" versucht vor allem subversiv funktionieren, fernab der üblichen Mittel des Genres, wofür, wie bereits schon in "Cashback", Guy Farley durch entsprechende Musikwahl zu sorgen weiß. Allerdings verliert sich "The Broken" auch in allerlei Andeutung und überstrapaziert die Funktion des Suspense, sodass dieses zeitweise in ein gelangweiltes Ärgernis umschlägt. Außer der tragenden Figur Lena Headeys wirken die restlichen Rollen nur wie eine Begleiterscheinung, obwohl sie zur freien Disposition stehen, beeinflussen sie weder nachhaltig noch im Ansatz den Kontext. Beklagende Stimmen kritisieren unisono das scheinbar offene Ende und die sich daraus eröffnenden Fragen. Zumindest was den Schlusstwist anbelangt, so sollte der aufmerksame Zuschauer durchaus eine Antwort im Film finden, die Frage nach dem "Warum?" bleibt allerdings unbeantwortet, sodass am Ende ein toll fotografierter, den Suspense wieder aufgreifender Film steht, der jedoch nicht zuletzt durch immanente Logiklöcher keinen ganz guten Eindruck hinterlässt.
4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Alecprime 2011/03/13 21:33:14
Kommentar löschenSchwacher Thriller, es passiert rein goar nix...Spannung kommt alleine durch die Kamerawinkel und die Musik auf, ansonsten haben die Macher schlicht und einfach eins vergessen: Eine Story!
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Mr.Moffet 2011/02/08 20:30:47
Kommentar löschenReine Zeit-und Geldverschwendung. Ansehen, zwei-,dreimal erschrecken, vergessen....
Und sich wirklich ambitionierten Filmen widmen...
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Nerwus 2010/08/18 10:21:59
Kommentar löschenTja, jetzt stehe ich da! Habe einen tollen Film gesehen mit super Effekten, gewisser Spannung, einmaliger Kameraführung, aber ich bin verwirrt und weiß gar nicht was los ist. Offene Fragen, wie geht es weiter, was will mir der Film sagen? Es hat irgendwo angefangen und es hört irgendwo wieder auf... und dazwischen ist irgendwas!
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Synovia 2010/07/08 15:59:13
Kommentar löschenErsteinmal: Wirklich tolle Kamera-Arbeit! Tolle Bilder & Blickwinkel.
Kommt langsam ins Rollen und entwickelt viele offene Fragen, die nur zum Teil beantwortet werden. Mir hat er persönlich gut gefallen, jedoch hätte man die Story sicherlich noch besser ausbauen können.
Für Gruselfans aufjedenfall sehenswert!
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Aristokratin 2010/06/19 23:38:12
Kommentar löschenDie Geschichte war interessant, aber das Ende habe ich nicht verstanden! Man muss sich einfach Gedanken machen, was der Autor damit aussagen wollte.
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Poucino 2010/09/10 16:47:43
Antwort löschenwar doch net so schwer ;)
onnkell 2010/06/16 21:22:43
Kommentar löschenSpannender und düsterer Mysterythriller! Für Fans des Genres auf jeden Fall zu empfehlen. Wer allerdings ein schlüssiges Ende braucht, wird dieses vermissen. Hier ist man eher dazu aufgerufen sich sein eigenes Urteil zu bilden, was nicht immer zwingend negativ sein muss!
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SaulSilver85 2010/03/30 08:59:47
Kommentar löschenDie düstere Atmosphäre und die vielen offenen Fragen haben mir echt Angst gemacht. Fand ihn sehr spannend und optisch 1a umgesetzt.
Warum muss immer alles genau aufgeklärt werden und Sinn ergeben? Damit wir am Ende des Films glücklich sind, dass alles gut ausgeht und alles nachvollziehbar ist? Nein, das muss nicht sein! Ich lass lieber meine Fantasie offene Fragen beantworten.
Grandios fand ich auch, wie nur durch Mimik erkennbar war, dass es sich nicht mehr um die eigentliche Person handelt(Wer den Film gesehen hat,weiß was ich meine).
Bei den ganzen Industrie-Müll-Thriller in letzter Zeit, ist es schön, dass es einen relativ jungen Regisseur gibt, der (wieder) Wert auf Suspense legt. Freu mich auf seinen nächsten Film...
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J0J0 2010/03/14 12:27:27
Kommentar löschen"The Broken" hat mir, besonders in den ersten 40 Minuten, ne Heidenangst eingejagt. Nach meinem Geschmack wäre es gewesen, wenn er das selbe Maß an Subtilität bis zum Ende gehalten und auf etwas zu plumpe Effekte verzichtet hätte. Storytechnisch bleibt der Film aber konsequent. Zwar ist recht früh ersichtlich, wohin die Reise geht - es bleibt aber verdammt unheimlich.
Kann die Kommentare hier größtenteils nicht nachvollziehen.
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patcharisma 2010/05/04 23:33:07
Antwort löschenJoJo - Du bist ein cooler Mensch, hast immer Deine eigene Meinung & es schert Dich einen Dreck, was der Mainstream meint - Klasse!^^
Freerider 2010/03/11 08:26:59
Kommentar löschenIch erspar mir viele Worte nach 12 Minuten wanderte mein Finger zum Schnellvorlauf.
Danke und auf Wiedersehen.
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horro 2010/03/10 21:49:00
Kommentar löschenFast schon ein Meisterwerk - subtil und düster zu Anfang, zieht sich die Schlinge langsam zu und eine spannende, packende Geschichte nimmt ihren Lauf. In zarten, manchmal harten Bildern, teilweise analytisch, bewegt sich Lena Headey durch eine manchmal fast albtraumhafte, dichte und atmospährische Landschaft. Bis zum Schluss geheimnisvoll, überzeugt der Film mit seiner konsequenten Art der totalen Verunsicherung. Menschen werden durch ihre Spiegelbilder ersetzt ... oder?
... wow bin ich lyrisch drauf heute :-)
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patcharisma 2009/11/14 22:33:47
Kommentar löschenKönnte eigentlich ein Film für die Reihe "1000 Gemälde" sein, dort wurde mal in den 90ern dem Unterschichtsheini & Kunstbanause (wie mir) in 10 Minuten erklärt, dass ein Bild im Museum nicht nur aus tollen Farben besteht, sondern meistens ein tieferer Sinn dahinter liegt.
Und das hier ist wahrlich durchgestylte Kunst, jedes einzelne Bild könnte eine Hochglanz-Fotografie für sich selbst sein und Lena Hadley darin die geheimnisvolle, unterkühlte Muse des Meisters Ellis, der zuhause wahrscheinlich viele Helmut Newton-Bücher im Gestell stehen hat. Und Kunst funktioniert immer gern mit etwas Mystery dazu. Die wird im Endeffekt natürlich auch nicht ge- oder erklärt (vergl. "Hotel" aus Oesterreich), denn allzu einfach will man es dem Trivial-Publikum (wieder wie mir) dann gar nicht machen. Und nach dem Film passt auch kein Radelburger aus der Pulle, sondern ein schickes Glas Chardonnay im Kritallglas. Und nach paar von denen ist dann auch die Geschichte plötzlich nicht mehr so wichtig.
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Sanylein 2009/11/13 21:19:27
Kommentar löschenDas negative an diesem Film war das es meiner Medinung nach keine richtige Scene gibt wo ich mir einfach nur denke "OMG was öpassiert da!!!" und das denk ich bei guten Filmen immer. Also keine große Spannung, zumindenst für mich nicht. Das einzige positive ist das der Film sowas düsteres an sich hat.
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daScorp 2009/11/12 05:09:31
Kommentar löschenNach seinem tollen Debüt ‚Cashback’ erfüllt Sean Ellis die Erwartungen mit ‚Broken’ überhaupt nicht. Der Film ist stilistisch gut gemacht und optisch sehr gelungen, sein Handwerk hinter der Kamera beherrscht er perfekt, aber darüber hinaus hat er hier völlig vergessen eine interessante, stringente Geschichte zu erzählen. Nach den ersten Minuten hätte man noch eine raffinierte Handlung erwarten können, aber schnell wurde klar in welche schwachsinnige Richtung es geht. Unglaubliche Verschwendung von Potenzial.
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solecollector 2009/11/09 23:10:05
Kommentar löschenUnterm Strich ne Enttäuschung, allerdings jammere ich wohl auf hohem Niveau. Es gibt einfach zu viele gute Filme in dem Genre, denen dieser Film einfach nicht gerecht wird.
Story nicht ganz nachvollziehbar, das Ende total aus der Luft gegriffen, und wirkt extrem konstruiert, 60 Min. der 85 möglichen sind allerdings ganz ok, nur leider funktioniert der Film dadurch wie ein Körper ohne Herz, nämlich gar nicht...
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Eneb 2009/10/20 19:53:16
Kommentar löschen"Die Körperfresser kommen" in "nicht nachvollziehbar".
Was für ein langweilliger Kack. Ich habe immer mehr das Interesse verloren während der Film fortschritt weil es einfach nichts zum Verfolgen gibt.
Huiuiui Spannung erzeugen! Wieso? Einfach so. Der Film zeigt eh schnell was vor sich geht und man betrachtet nur noch was geschiet ohne sich beteilligt zu fühlen. Wahrscheinlich was für Lynch-Freunde die sich gern Stilmittel-Collagen anschauen.
Für mich fast auf einer Höhe mit Ghost Rider.
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