Alexander Payne ist nach sieben Jahren Leinwandabstinenz zurück und liefert mit dieser feinsinnigen Romanverfilmung, die den mit Hindernissen verbundenen traurigen Abschied einer Familie von der geliebten Ehefrau und Mutter vor der malerischen Postkartenkulisse Hawaiis mit der richtigen Dosis Humor kombiniert, eine weitere Meisterleistung im Bereich Tragikomödie ab.
Scheinbar mühelos und in der richtigen Konstellation balanciert er die überwiegenden tragischen Elemente mit den eingestreuten komischen Spitzen aus, die wie sonnenbeschienene Gipfel eines ansonsten im Schatten liegenden Bergmassivs daherkommen, und kann sich dabei voll und ganz auf seinen durchweg guten Cast verlassen.
Der fantastisch aufspielende George Clooney beeindruckt durch nuanciertes Spiel und liefert eine seiner besten Schauspielleistungen ab. In nichts nach stehen tut ihm aber die Kinofilmdebütantin Shailene Woodley, die zuvor nur im TV zuhause war und definitiv eine Entdeckung ist. Erst ihr Gegenpart als rebellische ältere Tochter gibt dem Film die richtige Dynamik und macht ihn zu einer runden Sache.
Bei der Umsetzung wirkt nichts überzogen oder abgedroschen, dafür aber alles sehr geerdet und real. Ergreifend, dramatisch, traurig und lustig zugleich, ist den Machern ein wunderbar unaufgeregter Film gelungen, dem man einfach gerne zuschauen mag und bei dem man sich irgendwie selbst nach dem Abspann wie ein Hinterbliebener fühlt, der sich mit einem Schmunzeln und einer Träne im Auge an eine schöne Zeit erinnert.
BaltiCineManiac Mon, 28 May 2012 13:57:53 -0000
Kommentar löschenAlexander Payne ist nach sieben Jahren Leinwandabstinenz zurück und liefert mit dieser feinsinnigen Romanverfilmung, die den mit Hindernissen verbundenen traurigen Abschied einer Familie von der geliebten Ehefrau und Mutter vor der malerischen Postkartenkulisse Hawaiis mit der richtigen Dosis Humor kombiniert, eine weitere Meisterleistung im Bereich Tragikomödie ab.
Scheinbar mühelos und in der richtigen Konstellation balanciert er die überwiegenden tragischen Elemente mit den eingestreuten komischen Spitzen aus, die wie sonnenbeschienene Gipfel eines ansonsten im Schatten liegenden Bergmassivs daherkommen, und kann sich dabei voll und ganz auf seinen durchweg guten Cast verlassen.
Der fantastisch aufspielende George Clooney beeindruckt durch nuanciertes Spiel und liefert eine seiner besten Schauspielleistungen ab. In nichts nach stehen tut ihm aber die Kinofilmdebütantin Shailene Woodley, die zuvor nur im TV zuhause war und definitiv eine Entdeckung ist. Erst ihr Gegenpart als rebellische ältere Tochter gibt dem Film die richtige Dynamik und macht ihn zu einer runden Sache.
Bei der Umsetzung wirkt nichts überzogen oder abgedroschen, dafür aber alles sehr geerdet und real. Ergreifend, dramatisch, traurig und lustig zugleich, ist den Machern ein wunderbar unaufgeregter Film gelungen, dem man einfach gerne zuschauen mag und bei dem man sich irgendwie selbst nach dem Abspann wie ein Hinterbliebener fühlt, der sich mit einem Schmunzeln und einer Träne im Auge an eine schöne Zeit erinnert.
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