The Dust of Time

Trilogia II: I skoni tou hronou (2008), GR/RU/IT/DE/FR
Laufzeit 128 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 29.10.2009

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5.6 Kritiker
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von Theodoros Angelopoulos und Theo Angelopoulos, mit Willem Dafoe und Bruno Ganz

A., ein amerikanischer Filmregisseur griechischer Abstammung kehrt in die römischen Filmstudios zurück, um den Dreh an einem Film fortzusetzen, den er aus unbekannten Gründen abgebrochen hat. Der Film handelt von der Liebe einer Frau – seiner Mutter – zu zwei Männern, die sie ein Leben lang liebte, von denen sie bis zum Ende wiedergeliebt wurde. Die Liebenden verlieren sich und finden sich wieder, sie suchen einander auf einer Reise durch den Raum und die Zeit, vorbei an den bedeutenden Ereignissen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Sibirien, Nordkasachstan, Italien, Deutschland, Amerika. Der historische Bogen spannt sich über Exil, Trennung und Aufenthalte in der Fremde bis zum Zusammenbruch von Ideologien – von Stalins Tod, dem Watergate-Skandal und dem Vietnamkrieg bis zum Fall der Berliner Mauer und dem noch nicht eingelösten Traum von einer besseren Welt im 21. Jahrhundert. Wie im Traum erinnert sich A. an die Menschen und Ereignisse seiner Vergangenheit, die er in der Gegenwart noch einmal erlebt. In einem menschenleeren Berlin, in der Dämmerung des 21. Jahrhunderts, fällt leise der Schnee auf vergangene Zeiten und vergehende Zeit, auf das Universum.

Wissenswertes:Kinostart in Deutschland am: 29. Oktober 2009.

HandlungA., ein amerikanischer Filmregisseur griechischer Abstammung kehrt in die römischen Filmstudios zurück, um den Dreh an einem Film fortzusetzen, den er aus unbekannten Gründen abgebrochen hat.

Der Film handelt von der Liebe einer Frau – seiner Mutter – zu zwei Männern, die sie ein Leben lang liebte, von denen sie bis zum Ende wiedergeliebt wurde. Die Liebenden verlieren sich und finden sich wieder, sie suchen einander auf einer Reise durch den Raum und die Zeit, vorbei an den bedeutenden Ereignissen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Sibirien, Nordkasachstan, Italien, Deutschland, Amerika. Der historische Bogen spannt sich über Exil, Trennung und Aufenthalte in der Fremde bis zum Zusammenbruch von Ideologien – von Stalins Tod, dem Watergate-Skandal und dem Vietnamkrieg bis zum Fall der Berliner Mauer und dem noch nicht eingelösten Traum von einer besseren Welt im 21. Jahrhundert.

Wie im Traum erinnert sich A. an die Menschen und Ereignisse seiner Vergangenheit, die er in der Gegenwart noch einmal erlebt. In einem menschenleeren Berlin, in der Dämmerung des 21. Jahrhunderts, fällt leise der Schnee auf vergangene Zeiten und vergehende Zeit, auf das Universum.

Mit Material von NFP

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The Dust of Time Trailer

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Kritiken (6) — Film: The Dust of Time

LuGr: MovieMaze / NEGATIV u.a.

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6.5Ganz gut

Angelopoulos springt zwischen Raum und Zeit hin und her, löst die Grenzen auf, was auch den Zuschauer zunehmend zumindest mit Orientierungsschwierigkeiten, wenn nicht ganz verloren zurück lässt. Er reichert seinen gewohnt kühl inszenierten Film, der wieder einmal beachtliche Einstellungslängen aufweist, mit allerlei ikonographischen Bildern an, die den politischen Umbruch ebenso in sich aufnehmen wie den Aufbruch in die Zukunft und den Abschluss mit der Vergangenheit. (...) Dann entfesselt THE DUST OF TIME jene Kraft, die [...] man zuvor zwischen wirren Zeitsprüngen und offenen Storyfäden über weite Strecken vergeblich suchte.

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E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film

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3.0Schwach

Inzwischen hat Angelopoulos an nichts als den eigenen, genau ausgetüftelten Spielzügen mehr Interesse. Mit aller Gewalt muss Jahrhundertgeschichte allegorisch ins Bild. Dabei aber widerfährt den Geschichten, die er erzählt, den Figuren, die er auftreten lässt, das, was nach Ansicht der Allegorie-Gegner immer schon das Problem des Allegorischen war: Die Geschichten werden zu überdeutlichen Parabeln und die Figuren, schlimmer noch, zu lebenden Toten.

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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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9.0Herausragend

Es sind seine wiederkehrenden Themen Abschied, Trennung und Heimatlosigkeit, die Altmeister Theodoros Angelopoulos ("Blick des Odysseus", "Die Ewigkeit und ein Tag") auch in seiner jüngsten Elegie "The Dust of Time" aufgreift. Angesichts kühner Zeitsprünge und unklarer Grenzen zwischen Realität, Traum und Film im Film wirkt diese komplexe Geschichte, zweiter Teil einer Trilogie, zwar kompliziert, umso faszinierender aber ist die visuelle Kraft, die sich in Traumbildern von betörender Schönheit ausdrückt. Legt sich ein heller Schleier von zarten Pastelltönen über die schon verblassten Erinnerungen, denkt man unwillkürlich an Gemälde der französischen Impressionisten. Andere Bilder wirken nahezu kubistisch, etwa das von den Deportierten, die in sibirischer Einöde eine endlose Eisentreppe ersteigen, die im Zickzack-Muster in den Himmel ragt. Die Kamera zoomt so dicht an das Gerüst mit den darin eingezwängten Menschen heran, bis sich ein fast abstraktes Bild ineinander verkanteter Formen ergibt. Auch die Musik wirkt atmosphärisch, wie abgestimmt auf jede einzelne Szene.

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Nino Klingler: critic.de

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Angelopoulos verdichtet Jahrzehnte in einzelne Einstellungen, trägt Schicht um Schicht an Bezügen zu Theater, Musik, Politik und Philosophie auf seine Bilder auf, bis der ganze Film vor Bedeutung glüht. Darunter leidet beizeiten die Darstellung von Gefühl. Jede Geste strebt nach Allgemeinheit, jede Beziehung nach Allegorie. The Dust of Time will erarbeitet werden, er zwingt den Zuschauer, die aufgeladene Inszenierung zu sezieren.

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Lukas Foerster: taz / cargo / perlentaucher...

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2.5Ärgerlich

ch würde diesen neuen Film gerne verteidigen. Schließlich ist da einer, das ist schon immer noch zu erkennen, der Geschichte als etwas begreift, auf das ein Film nicht problemlos zugreifen kann, sondern an das er sich vorsichtig, auf Umwegen herantasten muss. Allein: Ich kann es einfach nicht. Vielleicht ist "The Dust of Time" ohnehin ein Film, der von Anfang an nur für Angelopoulaner gedacht war.

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Der Redaktör: kino-zeit.de Der Redaktör: kino-zeit.de

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7.0Sehenswert

Zwischen drei Zeitebenen springt Angelopoulos in seinem Film hin und her, führt Schicksale zusammen und lässt sie wieder auseinander laufen, findet zwischendrin immer wieder schöne Bilder voll majestätischer Anmut und verliert sich doch im Dickicht seiner Geschichte. Allerdings gibt es auch Szenen, die so ausladend theatralisch, so hölzern und in ihrem ganzen ausgestellten Schmerz zäh und – noch viel schlimmer – absolut unglaubwürdig und schlecht gespielt wirken: Bei großen Namen der Schauspielerei wie Bruno Ganz, Michel Piccoli und Willem Dafoe keine Selbstverständlichkeit. Allerdings macht Angelopoulos es seinen Darstellern auch nicht gerade leicht. Die Dialoge wirken extrem bemüht, ein Eindruck, der zusätzlich noch dadurch verstärkt wird, dass der gesamte Film auf Englisch gedreht wird – eine Untertitelung des Films wäre hier sicherlich die bessere Lösung gewesen. Viel zu selten nur blitzen die genialen Bildfindungen und der poetische Ton des Erzählens auf, die Angelopoulos zu einem sperrigen, aber großen Namen des europäischen Autorenfilms werden ließen.

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Kommentare (3) — Film: The Dust of Time

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Stefan Ishii

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich kann eigentlich nicht viel zu "The Dust of Time" sagen.

Ich habe ihn mir gestern anlässiglich des kürzlichen Unfalltodes Theo Angelopoulos angeschaut. Ich war überwältigt ob der schieren Kraft und Schönheit der Bilder, der sachten Entblätterung der Geschichte und der allgemeinen Atmosphäre. Ein Film wie für mich gemacht. Ich hätte stundenlang weiterschauen können. Einfach beobachten und die Bilder geniessen, die mich stellenweise an (meinen Lieblingsregisseur?) Michaelangelo Antonioni erinnerten.

Dazu besitzt der Film ein Ensemble von ausgezeichneten Schauspielern. Michael Piccoli und Irène Jacob zählen sowieso zu meinen Favoriten. Bruno Ganz hat mich in "The Dust of Time" absolut überzeugt (seine letzte Szene erinnerte schon indirekt an "Der Himmel über Berlin" von Wim Wenders, oder?). Willem Dafoe bleibt für meinen Geschmack etwas blass, aber ich denke, Angelopoulos wollte sein Alter Ego (A.) möglicherweise nicht allzusehr ins Zentrum rücken.

Es ist ein Jammer, dass der Abschlußfilm ("The Other Sea") der Eleni-Trilogie nicht fertiggestellt werden kann.

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davidpm

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Bewertung7.0Sehenswert

Wahrscheinlich war ich der einzige im Kinosaal, der den Film mochte. So kam es mir bei dem überaus verhaltenen Applaus vor. Zugegeben, der Film braucht ungefähr eine Stunde, um interessant zu werden, er ist pathetisch in der Darstellung. Aber die sehr langsam erzählte autobiographische Familiengeschichte ist auf jeden Fall erzählenswert und ich mochte die Art des Erzählens nach einer Weile ganz gern.

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albiedo

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Bewertung2.5Ärgerlich

Highlight der Vorstellung: Bruno Ganz schämt sich vor Premierenpublikum für eigenen Film

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