Aronofsky WILL bedeutungsvoll sein und schafft es mit bombastischer Optik (sowohl CGI als auch Kostüme und Ausstattung), eine ganze Weile Spannung aufrecht zu erhalten, wohin die filmische Reise wohl gehen wird. Umso trauriger, dass "The Fountain" letztlich nur ein prätentiöses und manchmal sogar unfreiwillig komisches Eso-New-Age-Geschwurbsel ist. 2 Punkte für die Optik, zwei für die ungewöhnliche und durchaus interessante Erzählform über 3 Zeiten/Dimensionen hinweg. Bei den vielversprechenden Rahmenbedingungen wirklich schade, dass der Film letztlich nur überambitionierter Jenseits-Kitsch ist... Da gefällt mir "The Wrestler" um Längen besser....
Wieder Darren Aronofsky, wieder ein schweres Thema. Leben und Tod. Anfang und Ende, oder aber doch Ende und Anfang? „The Fountain“ mag zwar ein Film sein, natürlich, doch ist es auch mehr: Geschichte, Erzählung, sicher auch Drama, vor allem aber philosophische Reflektion über die eigene Vergänglichkeit. Was kommt danach, wie gehen wir mit dem Leben und dem Tod um? Der Film gibt keine Antworten, doch stellt er Fragen. Es geht somit nicht um das Wissen an sich, sondern um den Glauben. Vor allem aber ist „The Fountain“ transzendales Seherlebnis in grandiosen, berührenden Bildern. Die Geschichte von Tommy und Izzi als zentrales Element, um die sich die Erzählung rankt. Sie sterbenskrank. Er krank vor Angst sie zu verlieren. Die Rettung vor Augen, muss er scheitern. Das Leben ist endlich, die Akzeptanz dessen Schlüssel zur Ewigkeit. Eine Tatsache, gleichzeitig simpel und kompliziert, von Aronofsky in eine kunstvolle, bewegende, aber niemals kitschige Parabel gepackt, dessen…
Wieder Darren Aronofsky, wieder ein schweres Thema. Leben und Tod. Anfang und Ende, oder aber doch Ende und Anfang? „The Fountain“ mag zwar ein Film sein, natürlich, doch ist es auch mehr: Geschichte, Erzählung, sicher auch Drama, vor allem aber philosophische Reflektion über die eigene Vergänglichkeit. Was kommt danach, wie gehen wir mit dem Leben und dem Tod um? Der Film gibt keine Antworten, doch stellt er Fragen. Es geht somit nicht um das Wissen an sich, sondern um den Glauben. Vor allem aber ist „The Fountain“ transzendales Seherlebnis in grandiosen, berührenden Bildern. Die Geschichte von Tommy und Izzi als zentrales Element, um die sich die Erzählung rankt. Sie sterbenskrank. Er krank vor Angst sie zu verlieren. Die Rettung vor Augen, muss er scheitern. Das Leben ist endlich, die Akzeptanz dessen Schlüssel zur Ewigkeit. Eine Tatsache, gleichzeitig simpel und kompliziert, von Aronofsky in eine kunstvolle, bewegende, aber niemals kitschige Parabel gepackt, dessen exaltierten Verflechtungen die Zeitalter umfassen. Tommy und Izzi, der spanische Konquistador und seine wunderschöne Königin, die sich von einem bösartigen Feind im Inneren bedroht sieht. Eine offensichtliche, doch äußerst gelungene Allegorie. Man mag „The Fountain“ vorwerfen, er wäre ebenso prätentiös wie anmaßend geraten. Ein spiritueller Ausflug ohne Mehrwert. Auch das ein gängiger Vorwurf. Glauben kann nicht oktroyiert werden, der Film kann nicht oktroyiert werden - und danach strebt "The Fountain" auch gar nicht. Es ist Darren Aronofskys Film, es werden seine Fragen und seine Antworten sein, die sich in „The Fountain“ widerspiegeln. Diese Antworten müssen keine Geltung haben, verströmen keinerlei Sendungsbewusstsein. Die Bilder zeugen vielmehr von Schönheit, Erhabenheit, Schmerz, Trauer, Mystik, Freude und decken so die gesamte Bandbreite menschlicher Emotionen ab. Kohärenz und Erklärungen sind nicht wichtig, die Rezeption spielt sich auf einer anderen Ebene ab. Tom und Izzy, eng umschlungen in der Badewanne - ein Manifest des Lebens im Angesicht des Todes. Mehr kann man von einem Film nicht verlangen.
Ich habe dem Film zwei Chancen gegeben, eine dritte bekommt er sicher nicht. Denn auch beim zweiten Mal kann The Fountain auf emotionaler Ebene keine Erfolge erzielen. Den emotionalen Kern, den The Fountain – durch die Geschichte mit Izzis bevorstehenden Tod und Toms Versuch sie zu retten – zu erstellen versucht, funktioniert einfach nicht. Man wird in die Geschichte hineingeworfen, ohne Vorgeschichte, ohne gar nichts. Es wird einem nicht leicht gemacht überhaupt mit den beiden Figuren mitzufühlen. Man kennt sie nicht. Wer sind Tom und Izzi? Man wird es nicht erfahren. Den ganzen Film über habe ich fast keine einzige emotionale Verbindung zwischen diesen Figuren empfunden. Es ist einfach nicht genug deren Geschichte in diesem eingeschränkten Rahmen zu erzählen, so tragisch und so gut umgesetzt sie auch ist. Lediglich das letzte Viertel des Films vermag es durch große, Ehrfurcht erweckende Töne Mansells einen transzendentale Atmosphäre zu entwickeln, die einen hineinzieht, sodass man für eine kurze Zeit das spürt, was man vergeblich den ganzen Film zu spüren versuchte.
Visuell interessant gemacht lässt mich die Story ratlos zurück. Zwar sind die Zeitebenen gekonnt miteinander verwoben, Die Schauspieler geben ihr bestes, aber die Gesamt-Message bleibt für mich hinter dem Berg bzw lies mich kalt, wie Hausmeister sagt: Geschmackskino.
Umgeben von seinen langjährigen Kollegen Matthew Libatique (Kamera) und Clint Mansell (Musik), die schon für «π» und «Requiem for a Dream» mit ihm zusammengearbeitet haben, kreierte Darren Aronofsky in sechs Jahren Arbeit ein unvergängliches, transzendetes Filmwunder.
Aronofsky, der Kurosawa und Polanski als Vorbilder angibt, hat eine völlig eigenständige Ästhetik entwickelt, Räume und Objekte durchgestaltet und einer extrem akzentuierten Farbgebung unterzogen. Der Schnitt ist eine Augenweide, Motive und Zeitebenen gehen bruchlos ineinander über in einem organischen, rhythmischen Bilder- und Gedankenfluss. Dialoge sind rar und eher nachrangig, die Erörterung der philosophischen Grundfrage erfolgt visuell.
Für mich persönlich bot "The Fountain" einige schöne Interpretationen zu den Themen “Ewiges Leben gibt es nur im Tod” und “Wozu die Liebe einen Menschen bringen kann”. Zwar hat der Film mich nicht vor Spannung gefesselt, aber es gab einige Momente, die mich sehr berührt haben. Daher kann ich diesen Film nicht als schlecht abtun. Dass er wie kaum ein anderer in die Schublade “Geschmackssache” passt, streite ich nicht ab.
Die entfesselte Kamera von Matthew Libatique und das eingängige zu gleichen Teilen monumentale wie sanfte Grundthema von Aronofskys Stammkomponisten Clint Mansell [...] lassen den gesamten Film in einem seltsamen Zustand der Schwerelosigkeit eintreten, dessen Sogwirkung auch abseits des Mainstreams seinesgleichen sucht. Hugh Jackman und Rachel Weisz verkörpern in dieser universalen Geschichte das Liebespaar jenseits aller Gebilde aus Zeit und Raum. Beide Schauspieler zeigen die besten Leistungen ihrer gesamten Karriere.
Es ist der visuelle herrausragendeste Film, den ich je gesehen habe. Die Bilder bohren sich in meinen Kopf, wie die Hand, in meiner Hand, als ich im Kino saß. Ich werde diesen Film nie vergessen, und immer wenn ich in der Videothek bin seufze ich. Wenn ich sehe, dass der Film ein Wackelbildcover hat.
Irgendwie wirkt "The Fountain" viel zu angestrengt. Man nehme eine schwachsinnige, pseudokomplexe Story, füge noch eine Prise dramatische Liebesgeschichte hinzu schüttele das Ganze einmal- fertig ist der WTF-Cocktail.
Ich verstehe nicht, was die Aussage dieses Filmes ist. Generell verstehe ich die Zusammenhänge nicht. Und warum was getan wird. Der Bezug zur Vergangenheit bzw den Mayas/Conquistadores wird klar mit der Gegenwart verknüpft- durch das Buch, das Toms Frau Izzy schreibt. Aber was zur Hölle soll diese merkwürdige Zukunftsvision in der Tom als merkwürdiger tibetanischer Weltraummönch in einer Seifenblase hockt und den Baum des Lebens betüttelt? Die Seifenblase schwebt im goldenen Nebel, den Izzy mal in der Gegenwart erwähnte. Trotzdem: Wieso ist das relevant für die Story?
Abgesehen von der völlig sinnentleerten Geschichte fehlt "The Fountain" noch etwas. Die Gefühlsebene. Gefühle- was ist das? -.-
Wenn man jemanden wie Hugh Jackman als Protagonisten in einem "gefühlsvollen Schicksalsdrama" einstellt ist ja wohl klar, dass da nur Quatsch bei rauskommen kann. ich weiß nicht wieso- ich hege eine starke Abneigung gegen diesen Mann. Abgesehen davon dass er entgegen seinem Ruf alles andere als sexy ist - mehr abstoßend - kann er absolut nicht schauspielern. Das mag Geschmackssache sein- davon kann man mich nicht abbringen.
Es ist mir egal, ob Toms Frau in der Gegenwart stirbt. Es ist mir egal, ob der Conquistador am Ende draufgeht, es ist mir auch egal ob der Baum des Lebens des tibetanischen Weltraummönches verwelkt. Ich fühle mich einfach nur gelangweil
t.
"The Fountain" will unbedingt ganz, ganz tiefsinnig sein, ist es aber genauso wenig wie meine Sonntagzeitung. Und wieder habe ich etwas dazugelernt: Darren Aranofsky oder wie auch immer der Kerl heißt, möchte unbedingt ganz groß rauskommen. Dass sein zugegebenermaßen angestrengter, nerviger Stil doch noch Anklang in Form von "Black Swan" gefunden hat ... wundert mich. Ihr braucht auch keiner nen Kommentar zum letzten Satz abgeben, ich mag "Black Swan" nicht. Genauso wenig wie "The Fountain".
Verschwendete Zeit. Mal wieder.
Das war er also, der ambitionierteste Film von Darren Aronofsky. Er versucht hier, eine komplexe Geschichte über Liebe und Tod zu erzählen, aber er übertreibt hier so dermaßen, dass man am Ende mehr stutzig denn fasziniert ist.
Auf inszenatorischer Ebene ist und bleibt Aronofsky ein Genie. Beispielsweise bei Black Swan überrollte er den Zuschauer mit einer immensen Wucht, dass man am Ende mit weit aufgerissenem Mund vorm Fernseher hockt. Am Ende von The Fountain sah ich allerdings aus wie mein Chemielehrer, wenn er schlecht gelaunt den Klassensaal betritt.
Das Problem von The Fountain ist, dass er einfach zu bemüht wirkt. Man spürt deutlich, dass Aronofsky einen super mega perfekten Film erschaffen will - und genau aus diesem Grund fehlt dem Film etwas, was bei so einem Thema enorm wichtig ist: der Zugang zu den Figuren. Man interssiert sich nicht wirklich für das Schicksal des spanischen Konquistadores, man interessiert sich nicht wirklich für den engagierten Chirurgen, der für das Leben seiner Frau kämpft und man versteht auch nicht wirklich, wieso er sich in der Zukunft so leidenschaftlich um den "Baum des Lebens" kümmert. Aufgrund diesem mangelnden Zugang zu den Figuren erreicht Aronofsky nicht das, was er erreichen will: eine komplexe Reichhaltigkeit seines Werkes. Es wirkt einfach zu bemüht, zu übertrieben, einfach to much. Schade !
Genauso war auch mein Eindruck! Aronofsky will hier sämtliche Barrieren und Konventionen sprengen und für jeden alles erklären, am besten noch im Gewand einer altersweisen Philosphiestunde. Handwerklich ist das ziemlich mindblowing, aber trotzdem fehlte mir der Zugang zu der Geschichte, zu den Figuren, wie du sagtest. Aus dem Grund fürchte ich mich btw auch ein wenig vor 2001.
Bei Jenny bedanke ich mich herzlichst, aber seven möchte ich einen dringenden Rat unter Freunden geben:
2001 ist die Pflicht schlechthin und hat mit The Fountain nur dieses mindfuckige gemeinsam. The Fountain ist (wie du gesagt hast) eine anstrengende Philosophiestunde, 2001 hingegen ist pure Extase, von der ich nicht oft genug schwärmen kann. Auf jeden Fall ansehen !
Zugang zu den Figuren bietet auch "2001" nicht wirklich, aber im Gegensatz zu "The Fountain" bemängelt man es gefühlsmäßig dort nicht, weil Kubrick Einzelschicksale bewusst nicht einmal anreißt. Der Film wirkt einfach anders und ist insofern stimmiger, als man recht schnell weiß, woran man ist.
Wirklich schöne Bilder, einzigartig, auch recht passende Musik. Leider hat mich dann das dauernde einschläfernde Sprechen der Protagonisten ein wenig eingelullt, und ich konnte insgesamt mit dem Film leider recht wenig anfangen. Schade.
Irgendwie ein seltsamer Film. ich weiß nicht so recht ob er mir wahnsinnig gut gefällt oder eigentlich doch eher nicht. Fest steht aber dass ich Jackman noch nie so gut fand.
Das Duo Arronofsky und Mansell leisteten mal wieder hervorragende Arbeit, und Hugh Jackman zeigt seine überzeugendste Leistung.
Eine grandiose Optik, überwältigende Musik, und mit beider einhergehend auch eine gute Atmosphäre, eine vielschichtige und komplexe Story vollgestopft mit allerlei Symbolik, und ein wunderbar einfühlsam und intensiv zusammenspielendes Hauptdarstellerduo machen aus diesem Film das, was er ist: Ein leider viel zu unbekanntes Meisterwerk.
Naja kommt ja auch immer auf den bekannten Kreis an, bei mir kennt den fast jeder, aber ich glaub die sind auch alle Fans von Herrn Aronofsky, mh. Wahrscheinlich irgendwas dazwischen.^^
Mein Bekanntenkreis gibt sich engstirnigerweise nur mit dem großflächig beworbenen Zeugs, auch genannt Mainstream-Filme, ab. Nicht einmal eine handvoll hat einen breitflächigeren Geschmack, aber die kennen nur den sterbenden Schwan und das Drogenkarussell von ihm, und ihn selbst nicht mal beim Namen :D
The Fountain zeigt beeindruckend, wie sehr ein Soundtrack einen Zuschauer beeinflussen kann. Wäre der Soundtrack von Clint Mansell nicht so verdammt gut, der Film wäre wahrscheinlich gar nichts außer ein tieftrauriges, kitschiges Drama von dem man die Handlung schon dreimal nicht kapiert, liest man sich durch was auf der DVD-Hülle draufsteht. Eigentlich hat der Film eine ganz andere Message. Nämlich. Äh. Vielleicht irgendwas mit Liebe? Die Liebe ist hier nämlich ziemlich überzeugend dagestellt. Scheinbar wird die Liebe in verschiedenen Reinkarnationen dagestellt bzw. in verschiedenen Zeiten. Oder es zeigt wie es immer um dasselbe geht, bloß in anderen Formen. Eigentlich ist das egal, denn bei The Fountain handelt es sich ganz klar um einen wunderschön gemachten Kunstfilm, der sich mehr auf seinen tollen, esoterischen bis kitschigen Bildern ausruht, bzw. auf dem Soundtrack, anstatt menschenwürdig eine Handlung zu erzählen. Ich kann es verstehen wenn manchen Leuten der Film überhaupt nicht gefällt, weil er einfach zu traurig und gleichzeitig so nichtsaussagend ist. Die dramatik ist gut dagestellt, aber was bringt das tollste Szenario, wenn man mindestens bis zur Hälfte des Films kein bisschen versteht worum es eigentlich geht? Vielleicht bin ich ja auch dumm, aber ich glaube dass es vielen so geht. Und ich mache mir schon ordentlich Gedanken über Filme. Ich schau mir den Film gern an. Er ist schön und entspannend, irgendwie leichte Kost. Aber was Aronofsky damit sagen wollte, bleibt ungeklärt. Diese Kunstfilme eben. Die relativ gute Bewertung hängt aber vorallem mit dem suptertollen Soundtrack zusammen. Ohne den würde sich nämlich keine Träne irgendwo rühren, auch wenn der Film noch so traurig ist. Dennoch, Empfehlung für einen schönen Abend zu zweit. Und wer mal den Schlauen Kerl raushängen lassen will, kann da ja sonst was reininterpretieren. Ich jedenfalls habe meinen Teil gesagt.
The Fountain von Darren Aronofsky
Ein Film über die grenzenlose Liebe, den aussichtslosen Kampf gegen den Tod, und den schmerzhaften Weg zu dessen Akzeptanz.
The Fountain ist sicherlich Aronofskys persönlichster Film, derjenige in dem das meiste Herzblut steckt. Mit diesem Projekt ist er durch hoch und tiefs gegangen. Es war sein Jugendtraum diesen Film zu machen, umso härter traf es ihn, dass er seine Arbeit daran aufgrund studiobedingter Einwände und dem Ausstieg der Hauptdarsteller ursprünglich auf Eis gelegt wurde. Es hat dann schließlich beim zweiten Anlauf geklappt. Sein Wunschfilm war realisiert, nur um dann bei der Premiere gnadenlos ausgebuht zu werden und von einem Kritiker nach dem anderen einen Verriss zu ernten. Zu Unrecht. Ein wunderschöner Film, visuelll beeindruckend und emotional berührend.
Es geht um den Wissenschaftler Tommy, dessen Frau Izzy an ihrer Krebserkrankung zu sterben droht. Manisch sucht er nach einem Heilmittel, und als er fast am Ziel ist, ist es doch zu spät? Oder?
Die Erzählweise ist eine besondere: Uns wird Tommy's Weg zur Erleuchtung auf 3 unterschiedlichen Erzählebenen klargemacht. Zuerst einmal auf der Realitätsebene, in welcher wir seiner verzweifelten Suche nach einer Abwendung des Unabwendbaren folgen. Desweiteren auf einer inneren, gedanklichen Ebene, in der Tommy Izzy's Gedankengängen folgt und diese schlussendlich eigenständig in ihrem Sinne zu Ende führt. Und letztlich einer seelischen Bewusstseinsebene, in welcher Tommy den schmerzlichen Verlust Izzy's akzeptiert und somit die Erleuchtung erlangt, die Izzy bereits besaß.
Großartiges Schauspiel der beiden Hauptdarsteller und ein wundervoller, nicht zu aufdringlicher Score von Clint Mansell komplettieren das tolle Buch, die wunderbaren Effekte aus den Petrischalen und Aronofsky's unverwechselbare Regie. Meisterhaft und zu Tränen rührend.
Eine filmische Meditation über Leben und Tod. Mehr Erlebnis als gewöhnlicher Film. Darren Aronofsky beweißt mit seiner Inszenierung ein weiteres Mal sein herausragendes handliches Können. In Kombination mit den über jegliche Kritik erhabenen Klänge eines Clint Mansell fiel es mir nicht besonders schwer, sich dem Rausch hinzugeben. Die Handlung von 'The Fountain' wirklich nachzuvollziehen, ist hingegen etwas anstrengender. Aronofosky geizt nicht mit Symbolik und Metaphorik und spielt so geschickt mit seinen drei Zeitebenen, dass er es dem Zuschauer nicht einfach macht, sich in diesem Konstrukt zurechtzufinden. Um wirklichen Zugang zu diesem Werk erlangen zu können, ist wohl mehr als eine Sichtung nötig. In diesem Fall lohnt sich eine solche Anstrengung jedoch zweifellos. Bei wiederholten Sichtung offenbart sich vieles, was zu Beginn noch verborgen schien. Handlungsstränge fügen sich zusammen, das Gesamtbild wird klarer. Hängt 'The Fountain' in seiner Konsumierbarkeit im Vergleich zu anderen Aronofsky-Werken wie 'The Wrestler' oder 'Black Swan' womöglich etwas zurück, ist der Film auf inhaltlicher Ebene wohl noch ambitionierter als ebengenannte. Sicherlich ist 'The Fountain' nicht für jeden Zuschauer geschaffen, bzw. nicht jeder Zuschauer für 'The Fountain' geschaffen. Wer jedoch bereit ist, sich für ein etwas unkonventionelleres und fordernderes Projekt zu öffnen, ist hier genau richtig.
Auch wenn "The Fountain" das schlechteste Glied der sehr guten Filmografie von Darren Aranofsky ist, muss ich diesem Regisseur endlich mal Respekt zollen.
Es ist aus. Ich habe jetzt alle Aronofkys gesehen und ich muss sagen: Ich feiere diesen großartigen Mann! Angefangen hat es als ein Film namens "Black Swan" in die Kinos schwirrte und ich wie geplättet rauskam. Ich las auf dem Kinoplakat: Vom Regisseur von "The Wrestler" und "Requiem for a Dream". Das waren dann auch schon die nächsten Filme, die ich mir ansah. Beide - ganz besonders "Requiem" - waren so unfassbar großartig. Es folgte genauso schnell die Sicht von "Pi" (ebenfalls ein toller Film) und danach stoppte ich. Warum? Der letzte Film hieß "The Fountain". Von dem hörte ich wenig positives. Vor allem Filmstarts.de - dessen Kritiken ich öfters mal vertraue - hob "Requiem for a Dream" in den Himmel und nannte "The Fountain" ein Desaster. Ich hörte auch, dass der Regisseur mit Buhrufen in Venedig leben musste. Ich blieb wirklich eine Zeit lang diesem Film weg. Wollte mir nicht den positiven Gesamteindruck von Aronofsky ruinieren. Doch jetzt habe ich den Sprung ins kalte Wasser gewagt und es war kein Fehler. Es war eine Erlösung und trotzdem kann ich jeden Buhruf verstehen, denn dieser Film ist esoterisch, kitschig, prätentiös und deckt sich schon fast auf grotesk, arrogante Weise mit optischen Spielereien zu. Es war ein Film, bei dem es wirklich nicht leicht war ein Urteil abzugeben, obwohl ich im Grunde genau wusste, dass es nur positiv ausfallen kann. Selten wurde ich so hypnotisiert und berührt. Dabei fragte ich mich: Kann/Muss man das verstehen? Die Antwort bleib vorerst nein. Darren Aronofsky erzählt keine Märchen. Darren Aronofsky lässt hier etwas in den Kopf verankern - bis man keine andere Wahl hat als sich darauf einzulassen und es in jedem Moment fühlen, schmecken und weiter sehen zu wollen. Hoppla, ich habe "hören" vergessen. Clint Mansell hat es nämlich mal wieder geschafft seinen Soundtrack so derartig einfühlsam zu präsentieren, dass es mir wieder Tage durch den Kopf schwirrt. Einfach nur wundervoll! Die Bildkompositionen sind atemberaubend, neuartig und schlicht schön. Die Story wird verwirrend und doch sehr elegant auf drei Ebenen verteilt. Dabei sieht man Hugh Jackman schweben, trauern und kämpfen in einem. Ein pures, impulsives Erlebnis. Eine Reise ohne Ziel-mit Energie.
Mit Aronofsky kann ich leider nicht so viel anfangen, aber The Fountain gehört zu den kleinen Ausnahmen, wo ich wirklich sagen muss, dass der nicht so schlecht ist, wie es ihm manche nachsagen. Bei weitem nicht sein schwächster Film.
Nicht leicht zu verstehen der Film und auch sehr eigenwillig. Aber gerade die Musik und die Bilder sorgen für atemberaubendes Kino. Unbedingt anschauen!
Brilliant, komplex, wuchtig und wunderschön - mit "The Fountain" hat Darren Arronofsky ein Meisterwerk geschaffen, das in seiner Intensität seinesgleichen sucht. Im Grunde muss man ihn mindestens viermal gesehen haben, um alle Zusammenhänge und Querverweise finden und nachvollziehen zu können. Selbst Hugh Jackman hat mich überzeugt - und ich hätte nie gedacht, daß das noch passieren würde.
Sicherlich ist "The Fountain" kein einfacher oder leicht zugänglicher Film - aber in jedem Fall ein sehenswerter!
Mir fiel es ziemlich schwer, für diesen Film die passende Bewertung zu finden. Schwer, denn mir kam kein einziges Wort heraus. Ich schaute mir den abspann, mit dem wunderschönen Soundtrack drei mal an. Ich versuchte zu verstehen, was ich da soeben gesehen habe. War es ein Meisterwerk? Episch? Besonders? Das kann ich jetzt noch nicht genau sagen. Eines kann ich aber sagen: Es war ein Darren Aronofsky. Mein zweiter Film von diesem, - ich weiß nicht wie ich es ausdrücken soll - Genie. Meister. Grandioser Regisseur. Leider war der Film viel, viel zu kurz. 30-40 Minuten länger wären nicht nur schön gewesen, auch notwendig. Grandios was Aronofsky in der Gegenwart schuf, in der der Wissenschaftler Tom ein Heilmittel sucht, um seine Frau vor dem Krebs zu retten. Spulen wir ein paar hundert Jahre zurück, nach Spanien, in der der Conquistador Tomâs von seiner Königin losgeschickt wird, um den Baum des Lebens, der am Jungbrunnen wachsen soll, zu finden. Deutlich zu kurz geraten. Hier hätte schon was großes bei rauskommen können. Denn das Potenzial dafür war vorhanden. Die Audiovisuelle Wucht von "The Fountain" ist umwerfend. Bild für Bild zog die suggestive Kraft mich immer mehr in Bann. Verstehen ist hier letztendlich Nebensache. Darren Aronofsky wollte das wir den Film fühlen. Und ich für meinen teil tat dies auch.
Nach dem Abspann waren es insbesondere die befremdlichen Gefühle, die sich in meinen Gedankengängen kreuz und quer begegneten, sich keine Luft zum Atmen ließen, während ich bemühte Versuche unternahm, das soeben Geschehene innerlich halbwegs abzuschließen und das zu deuten, was ich in knappen 90 Minuten empfunden, weniger gesehen habe.
Die visuelle Wucht ist „The Fountain“ nicht abzustreiten, auch wenn das begrenzte Budget bei einem im Dschungel befindlichen Maya-Tempel deutlich sichtbar wird. Aber das ändert nichts daran, dass der Streifen über weite Strecken unfassbar gut und in seiner Art auch unfassbar rund aussieht. Denn eines steht fest: Der Stil ist nicht massenzugänglich, aber von sich selbst überzeugt, das merkt man und das ist lobenswert.
Aronofsky wusste, was er wollte, inszenierte seine spirituelle Gefühlsfahrt durch Welten, die visuell stark aussehen, aber damit weniger das Auge, sondern mehr das Denken und das Fühlen des Einzelnen erreichen möchten. Leider, vielleicht spielen dabei auch finanzielle Engpässe eine Rolle, ist „The Fountain“ zu kurz, die Fahrt, diese Odyssee durch Raum und Zeit, durch Liebe, Tod und endloses Leben findet zu schnell ihr Ende. Drei Geschichten, die allesamt das Potential für ein epochales, spirituelles und philosophisches Großereignis besitzen, bekommen nicht ihre (verdiente) Wirkung. Sie hätten mehr Ausbau benötigt, um in ihren Handlungssträngen die Energie auszustrahlen, die ihnen grundsätzlich nicht fehlt, aber für mich fortwährend im Dunklen blieb.
Eine Liebe zur Interpretation ist „The Fountain“ für mich nicht vollständig. Warum? Der Gegenwartsabschnitt, der sich mit dem Wissenschaftler Tommy (Hugh Jackman) und seiner an Krebs sterbenden Frau Izzi (phänomenal: Rachel Weisz) beschäftigt, besitzt eine nachdenkliche Tiefe, stellt auch Fragen an das Leben, ans Handeln und ans Loslassen. Jedoch gewähren mir die anderen beiden Geschichten zu wenig Eintritt in ihrer selbst, um sie für eine tiefgreifende Interpretation zu gewinnen. Die Botschaft bleibt dennoch erhalten, nur eben ermöglichen sich nicht genug persönliche Möglichkeiten, da sich durch die Kürze doch eine gewisse Linearität entwickelt.
Nun bleibt letztlich noch die Frage, für wen „The Fountain“ eigentlich gemacht ist. Für die, die es „besonders“ mögen? Für all die, die gerne über das Leben, die Liebe und die Unsterblichkeit philosophieren? Schwierig. Für mich selbst steht fest: Ich muss mich in der Welt und der Sprache verlieren und meine Gefühle komplett an sie binden. Doch so sehr ich mich bemühte, so sehr ich es wollte, es geschah einfach nicht.
"Loslassen" ist doch ein gutes Stichwort - aber ich will mich hier auch nicht aufdrängen ... Musste den Film x-mal sehen, um etwas zu begreifen und bin nach wie vor auch nicht sicher. BTW: Sehr schöner Text!
Wahrscheinlich muss man dem auch mehrere Sichtungen zusprechen, jedoch hätte ich bei "The Fountain" die Befürchtung, dass die optische Kraft (im Vergleich zum ersten Mal) deutlich nachlässt, vielleicht aber auch nur eine unbegründete Angst.
Und danke für Dein Lob!
Ein äusserst interessanter... Ähm... Film?!
Ich habe diesen Streifen wirklich sehr sehr lange vor mir hergeschoben. Und das, obwohl er mich schon im Trailer gepackt hatte. Jetzt endlich habe ich ihn gesehen und muss sagen, dass ich doch schon schwer überrascht bin.
Ich habe den Film zum einen wesentlich surrealer erwartet, als er es denn eigentlich ist und zum anderen keine solche visuelle Bildgewalt erwartet. Die Story ist an und für sich nicht schwer zu begreifen. Klar kann man sich darüber den Kopf zerbrechen, ob es denn nun tatsächlich über eine Spanne von über 1.000 Jahren geht, oder ob ein Teil der Handlung nur in der Fantasie von Tommy stattfindet um den Tod seiner Frau zu verarbeiten. Ich für meinen Teil habe mir diesbezüglich eine Meinung gebildet, die für mich auch keinerlei Zweideutigkeiten zulässt.
Sehr beeindruckt haben mich hier gleich mehrere Dinge. Zum einen der visuelle Stil des Filmes. Der ist schlicht grandios. Dass der Film in einem ständigen Gelbton gehalten wird und selbst sonst so sterile Krankenhäuser auf einmal schön warm und einladend wirken hat mir sehr gefallen. Auch sind viele der Kameraeinstellungen einfach toll anzusehen. Dann fand ich den Score von Clint Mansell hervorragend. Zwar interpretiert er sich den ganzen Film über selbst, in dem er sich mit kleineren Modifikationen wiederholt, aber er passt einfach perfekt zu dem Gezeigten. Schauspielerisch sind hier natürlich Jackman und Weisz hervorzuheben. Sie liefern zwar keine Oscar(R)-verdächtigen Leistungen wie zuletzt Natalie Portman, aber dennoch verleihen sie ihren Rollen die nötige Glaubwürdigkeit und Intensität.
Weniger gefallen aht mir allerdings das Ende des Filmes. Dieses ist mir irgendwie zu einfallslos gewesen. Klar passt es zu der so oder so schon surrealen Wirkung des Filmes, verliert sich dann aber doch zu sehr 'in den Weiten des Universums'. Das ist im Übrigen der Grund dafür warum ich hier einen Vergleich zu David Lynch ziehe. Seine Filme sind oftmals auch mit solchen absurden Surrealitäten gespickt, die doch etwas zu krass sind.
Alles in Allem muss ich gestehen, dass ich ihn schon viel früher hätte gucken sollen. Ein visuelles Meisterwerk mit bewegendem Score, super Darstellern, und einem 'kleinen' Hang zum Surrealismus.
Optisch macht der Film was her, das ist klar. Die Handlung ist zwar ungewöhnlich, da sie eine Zeitspanne von 1000 Jahren umfasst, aber irgendwie auch recht belanglos und mit einer deutlich zu großen Portion Eso-Quatsch garniert.
Ja und was ist das größte Übel dieses Films neben einem nicht existenten Spannungsbogen? Der Cast, allen voran Hugh Jackman.
Da Aronofsky laut Cover der DVD immerhin 6 (!) Jahre für diesen Film gebraucht hat, bin ich nun doch sehr enttäuscht.
anstrengender Film, der mehr visuell und mit beeindruckender Hintergrundmusik punkten kann. Die Geschichte ist zwar originell und interessant, jedoch zu langatmig und nicht spannend genug erzählt, um besser benotet zu werden. Auch das Ende eher schlecht als recht. Obwohl es mehr ein Fantasy/Liebesfilm sein soll, war ich wenig gerührt.
Darren Aronofsky ist einer meiner Lieblingsregisseure. Vor allem mit seinem zweiten Film 'Requiem for a Dream' hat er mich völlig umgehauen. Mit 'The Fountain' hatte Aronofsky 2006 gar keinen guten Stand in der Filmwelt. In Venedig wurde er mit buh-rufen gestraft und so erlebte der erst als Regie-Wunderkind gefeierte Aronofsky auch die Schattenseite des Filmgeschäfts. Mit einem 'Requiem for a Dream' Kaliber kann 'The Fountain' natürlich nicht mithalten, um das schon mal vorweg zu nehmen. Für die einen ist 'The Fountain' ein belangloser, Möchtegern Quark der viel zu gewollt wirkt. Auf der anderen stehen die, die 'The Fountain' als emotionale Reise durch drei verschiedene Geschichte mit unvergesslichen Bildern sehen. Ich zähle mich zur zweiten Gruppierung.
Um seine unheilbar Kranke Frau Izzi, doch noch irgendwie zu retten, forscht Dr. Verde unermüdlich nach neuen Medikamenten. Gerade als er mit dem Mark eines einzigartigen Baumes erstaunliche Ergebnisse an Affen erzielt hat, soll ihm das Projekt entzogen werden. Im 16. Jahrhundert wird der treue Konquistador Verde von seiner Königin zu einer brisanten Mission nach Südamerika geschickt. Er soll im Reich der Azteken nach dem Baum des Lebens zu suchen. Die wahrscheinliche letzte Chance, Spanien und die Königin vor den Klauen des finsteren Großinquisitors zu bewahren. In ferner Zukunft schwebt ein glatzköpfiger Mann durchs Universum, begleitet von einem Lebensbaum und umrandet von einer riesigen glasigen Kugel.
Rein von der Optik ist 'The Fountain' einer der beeindruckendsten Filme überhaupt. Aronosky arbeitet mit Mikroskop-Aufnahmen von chemischen Reaktionen und erschafft so großartige Bilder. Vor allem die Zukunftsszenen mit dem schwebenden Jackman sind eine absolute Bilderflut und es ist schlicht unmöglich jedes Detail aufzunehmen. Grandios! Auch die mystischen Aufnahmen des Urwaldes und des Maya-Tempels sind ganz großes Kino. Dazu der wunderbare Score von Clint Mansell, der auch schon die Musik für 'Requiem for a Dream' beisteuerte, leistet wieder ganze Arbeit und verleiht den Szenen eine berührende emotionale Tiefe.
In so einem schweren und vielschichtigen Film muss dann natürlich auch die Besetzung stimmen. Leider überzeugt der Film hier nur teilweise. Die erste Wahl der männlichen Hauptrolle war Brad Pitt. Pitt sprang aber wegen Differenzen mit dem Regisseur ab und so bekam Hugh Jackman die Chance sich zu beweisen. Jackman schafft es leider nur sehr selten seinen drei Rollen die nötige Tiefe zu verleihen, ist aber kein totaler Ausfall. Dennoch fehlt einiges für die große emotionale Darstellung. Rachel Weisz die Cate Blanchett ersetze erweist sich da schon als bessere zweite Wahl. Weisz schafft es, im Gegensatz zu Jackman, ihre Rolle mit viel Tiefe zu verkörpern und bringt eine starke und emotionale Leistung die auch viel glaubwürdiger als Jackman's Darstellung ist.
Wie gesagt, mit 'The Fountain' hat Aronofsky sich nicht unbedingt Freunde gemacht. Was man in Bezug auf das Thema und den endgültigen Film auch irgendwo verstehen kann. Sicherlich kein Film für Jedermann, aber das sind Aronofsky's Filme sowieso nie. Er inszeniert mit 'The Fountain' einen mitreißenden Film, der vor allem durch seine gewaltige Bildersprache Sehenswert ist. Dazu kommt das interessante Thema der Forschung. Ob es nun der spanische Konquistador im 16. Jahrhundert ist, der Forscher in der Gegenwart der seine Krebskranke Frau retten will oder der schwebende Mann auf der Suche nach Antworten in der Zukunft. Es dreht sich alles um Leben, Leben retten, Sterben, Unsterblichkeit und es kommt zu einer Genre-Mischung aus Historienfilm, Drama Sci-Fi. Ganz geht die Rechnung mit dem Mix nicht auf. Die eigentlich hochinteressante Geschichte des Konquistadors wird viel zu schnell und sprunghaft abgearbeitet und bekommt keine Zeit sich zu entfalten.
Fazit: 'The Fountain' ist optisch eine Wucht. Am liebsten würde man sich den Film als Gemälde an die Wand hängen. Bildgewaltig von Anfang bis Ende. Auch die Geschichte rund um Leben und Tod ist toll in die drei Epochen eingeteilt, in der leider die historische Episode wegfällt. Die wunderschöne Musik macht den Film endgültig zum berauschenden Trip, welcher aber leider mit seinem Hauptdarsteller einen großen Schwachpunkt hat. Dafür bringt Rachel Weisz eine tolle Leistung und überzeugt durchgehend. Ein emotionaler Film zum Interpretieren und zum Nachdenken. Kein Film für jeden, aber auf jeden Fall, allein wegen der ausdrucksstarken und extrem kräftigen Bilder Sehenswert. Ein Kunstwerk.
The Fountain - Kritik
US 2006 Laufzeit 98 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 18.01.2007
Kritiken (9) — Film: The Fountain
Fricki76: Asianfilmweb.de
Kommentar löschenAronofsky WILL bedeutungsvoll sein und schafft es mit bombastischer Optik (sowohl CGI als auch Kostüme und Ausstattung), eine ganze Weile Spannung aufrecht zu erhalten, wohin die filmische Reise wohl gehen wird. Umso trauriger, dass "The Fountain" letztlich nur ein prätentiöses und manchmal sogar unfreiwillig komisches Eso-New-Age-Geschwurbsel ist. 2 Punkte für die Optik, zwei für die ungewöhnliche und durchaus interessante Erzählform über 3 Zeiten/Dimensionen hinweg. Bei den vielversprechenden Rahmenbedingungen wirklich schade, dass der Film letztlich nur überambitionierter Jenseits-Kitsch ist... Da gefällt mir "The Wrestler" um Längen besser....
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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...
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Kritik im Original 13 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
bascopeach 2010/11/09 16:39:25
Antwort löschen"ein Manifest des Lebens im Angesicht des Todes" wunderbar!
Khitos: Kälte Reich
Kommentar löschenIch habe dem Film zwei Chancen gegeben, eine dritte bekommt er sicher nicht. Denn auch beim zweiten Mal kann The Fountain auf emotionaler Ebene keine Erfolge erzielen. Den emotionalen Kern, den The Fountain – durch die Geschichte mit Izzis bevorstehenden Tod und Toms Versuch sie zu retten – zu erstellen versucht, funktioniert einfach nicht. Man wird in die Geschichte hineingeworfen, ohne Vorgeschichte, ohne gar nichts. Es wird einem nicht leicht gemacht überhaupt mit den beiden Figuren mitzufühlen. Man kennt sie nicht. Wer sind Tom und Izzi? Man wird es nicht erfahren. Den ganzen Film über habe ich fast keine einzige emotionale Verbindung zwischen diesen Figuren empfunden. Es ist einfach nicht genug deren Geschichte in diesem eingeschränkten Rahmen zu erzählen, so tragisch und so gut umgesetzt sie auch ist. Lediglich das letzte Viertel des Films vermag es durch große, Ehrfurcht erweckende Töne Mansells einen transzendentale Atmosphäre zu entwickeln, die einen hineinzieht, sodass man für eine kurze Zeit das spürt, was man vergeblich den ganzen Film zu spüren versuchte.
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sushi25: movie-fan.de
Kommentar löschenVisuell interessant gemacht lässt mich die Story ratlos zurück. Zwar sind die Zeitebenen gekonnt miteinander verwoben, Die Schauspieler geben ihr bestes, aber die Gesamt-Message bleibt für mich hinter dem Berg bzw lies mich kalt, wie Hausmeister sagt: Geschmackskino.
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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschenUmgeben von seinen langjährigen Kollegen Matthew Libatique (Kamera) und Clint Mansell (Musik), die schon für «π» und «Requiem for a Dream» mit ihm zusammengearbeitet haben, kreierte Darren Aronofsky in sechs Jahren Arbeit ein unvergängliches, transzendetes Filmwunder.
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Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten
Kommentar löschenAronofsky, der Kurosawa und Polanski als Vorbilder angibt, hat eine völlig eigenständige Ästhetik entwickelt, Räume und Objekte durchgestaltet und einer extrem akzentuierten Farbgebung unterzogen. Der Schnitt ist eine Augenweide, Motive und Zeitebenen gehen bruchlos ineinander über in einem organischen, rhythmischen Bilder- und Gedankenfluss. Dialoge sind rar und eher nachrangig, die Erörterung der philosophischen Grundfrage erfolgt visuell.
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Hausmeister: Nerdtalk.de
Kommentar löschenFür mich persönlich bot "The Fountain" einige schöne Interpretationen zu den Themen “Ewiges Leben gibt es nur im Tod” und “Wozu die Liebe einen Menschen bringen kann”. Zwar hat der Film mich nicht vor Spannung gefesselt, aber es gab einige Momente, die mich sehr berührt haben. Daher kann ich diesen Film nicht als schlecht abtun. Dass er wie kaum ein anderer in die Schublade “Geschmackssache” passt, streite ich nicht ab.
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Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr... Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr...
Kommentar löschenDie entfesselte Kamera von Matthew Libatique und das eingängige zu gleichen Teilen monumentale wie sanfte Grundthema von Aronofskys Stammkomponisten Clint Mansell [...] lassen den gesamten Film in einem seltsamen Zustand der Schwerelosigkeit eintreten, dessen Sogwirkung auch abseits des Mainstreams seinesgleichen sucht. Hugh Jackman und Rachel Weisz verkörpern in dieser universalen Geschichte das Liebespaar jenseits aller Gebilde aus Zeit und Raum. Beide Schauspieler zeigen die besten Leistungen ihrer gesamten Karriere.
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plusquamperfekt: Vice Magazin plusquamperfekt: Vice Magazin
Kommentar löschenEs ist der visuelle herrausragendeste Film, den ich je gesehen habe. Die Bilder bohren sich in meinen Kopf, wie die Hand, in meiner Hand, als ich im Kino saß. Ich werde diesen Film nie vergessen, und immer wenn ich in der Videothek bin seufze ich. Wenn ich sehe, dass der Film ein Wackelbildcover hat.
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theONEinsane 2010/09/24 02:52:36
Antwort löschenglaub die hand in deiner hand würde verschwinden wenn du wirklich sagen würdest wie du den film findest..
Kommentare (117) — Film: The Fountain
Kommentar schreibenAddictedToIan 2012/02/05 19:08:49
Kommentar löschenIrgendwie wirkt "The Fountain" viel zu angestrengt. Man nehme eine schwachsinnige, pseudokomplexe Story, füge noch eine Prise dramatische Liebesgeschichte hinzu schüttele das Ganze einmal- fertig ist der WTF-Cocktail.
Ich verstehe nicht, was die Aussage dieses Filmes ist. Generell verstehe ich die Zusammenhänge nicht. Und warum was getan wird. Der Bezug zur Vergangenheit bzw den Mayas/Conquistadores wird klar mit der Gegenwart verknüpft- durch das Buch, das Toms Frau Izzy schreibt. Aber was zur Hölle soll diese merkwürdige Zukunftsvision in der Tom als merkwürdiger tibetanischer Weltraummönch in einer Seifenblase hockt und den Baum des Lebens betüttelt? Die Seifenblase schwebt im goldenen Nebel, den Izzy mal in der Gegenwart erwähnte. Trotzdem: Wieso ist das relevant für die Story?
Abgesehen von der völlig sinnentleerten Geschichte fehlt "The Fountain" noch etwas. Die Gefühlsebene. Gefühle- was ist das? -.-
Wenn man jemanden wie Hugh Jackman als Protagonisten in einem "gefühlsvollen Schicksalsdrama" einstellt ist ja wohl klar, dass da nur Quatsch bei rauskommen kann. ich weiß nicht wieso- ich hege eine starke Abneigung gegen diesen Mann. Abgesehen davon dass er entgegen seinem Ruf alles andere als sexy ist - mehr abstoßend - kann er absolut nicht schauspielern. Das mag Geschmackssache sein- davon kann man mich nicht abbringen.
Es ist mir egal, ob Toms Frau in der Gegenwart stirbt. Es ist mir egal, ob der Conquistador am Ende draufgeht, es ist mir auch egal ob der Baum des Lebens des tibetanischen Weltraummönches verwelkt. Ich fühle mich einfach nur gelangweil
t.
"The Fountain" will unbedingt ganz, ganz tiefsinnig sein, ist es aber genauso wenig wie meine Sonntagzeitung. Und wieder habe ich etwas dazugelernt: Darren Aranofsky oder wie auch immer der Kerl heißt, möchte unbedingt ganz groß rauskommen. Dass sein zugegebenermaßen angestrengter, nerviger Stil doch noch Anklang in Form von "Black Swan" gefunden hat ... wundert mich. Ihr braucht auch keiner nen Kommentar zum letzten Satz abgeben, ich mag "Black Swan" nicht. Genauso wenig wie "The Fountain".
Verschwendete Zeit. Mal wieder.
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Jack_Torrance 2012/02/04 12:34:40
Kommentar löschenDas war er also, der ambitionierteste Film von Darren Aronofsky. Er versucht hier, eine komplexe Geschichte über Liebe und Tod zu erzählen, aber er übertreibt hier so dermaßen, dass man am Ende mehr stutzig denn fasziniert ist.
Auf inszenatorischer Ebene ist und bleibt Aronofsky ein Genie. Beispielsweise bei Black Swan überrollte er den Zuschauer mit einer immensen Wucht, dass man am Ende mit weit aufgerissenem Mund vorm Fernseher hockt. Am Ende von The Fountain sah ich allerdings aus wie mein Chemielehrer, wenn er schlecht gelaunt den Klassensaal betritt.
Das Problem von The Fountain ist, dass er einfach zu bemüht wirkt. Man spürt deutlich, dass Aronofsky einen super mega perfekten Film erschaffen will - und genau aus diesem Grund fehlt dem Film etwas, was bei so einem Thema enorm wichtig ist: der Zugang zu den Figuren. Man interssiert sich nicht wirklich für das Schicksal des spanischen Konquistadores, man interessiert sich nicht wirklich für den engagierten Chirurgen, der für das Leben seiner Frau kämpft und man versteht auch nicht wirklich, wieso er sich in der Zukunft so leidenschaftlich um den "Baum des Lebens" kümmert. Aufgrund diesem mangelnden Zugang zu den Figuren erreicht Aronofsky nicht das, was er erreichen will: eine komplexe Reichhaltigkeit seines Werkes. Es wirkt einfach zu bemüht, zu übertrieben, einfach to much. Schade !
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seven 2012/02/04 13:10:46
Antwort löschenGenauso war auch mein Eindruck! Aronofsky will hier sämtliche Barrieren und Konventionen sprengen und für jeden alles erklären, am besten noch im Gewand einer altersweisen Philosphiestunde. Handwerklich ist das ziemlich mindblowing, aber trotzdem fehlte mir der Zugang zu der Geschichte, zu den Figuren, wie du sagtest. Aus dem Grund fürchte ich mich btw auch ein wenig vor 2001.
Jenny von T 2012/02/04 13:30:46
Antwort löschenSehr gut auf den Punkt gebracht, Jack. Das sind auch meine Hauptkritikpunkte an dem Film.
Jack_Torrance 2012/02/04 13:38:29
Antwort löschenBei Jenny bedanke ich mich herzlichst, aber seven möchte ich einen dringenden Rat unter Freunden geben:
2001 ist die Pflicht schlechthin und hat mit The Fountain nur dieses mindfuckige gemeinsam. The Fountain ist (wie du gesagt hast) eine anstrengende Philosophiestunde, 2001 hingegen ist pure Extase, von der ich nicht oft genug schwärmen kann. Auf jeden Fall ansehen !
seven 2012/02/04 13:48:22
Antwort löschenOkay, danke Jack! :)
Jack_Torrance 2012/02/04 13:49:30
Antwort löschenBitte, bitte :)
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Jenny von T 2012/02/04 14:35:37
Antwort löschenZugang zu den Figuren bietet auch "2001" nicht wirklich, aber im Gegensatz zu "The Fountain" bemängelt man es gefühlsmäßig dort nicht, weil Kubrick Einzelschicksale bewusst nicht einmal anreißt. Der Film wirkt einfach anders und ist insofern stimmiger, als man recht schnell weiß, woran man ist.
Jack_Torrance 2012/02/05 14:12:48
Antwort löschenDito.
countcount 2012/01/12 14:00:43
Kommentar löschender film fehlt mir noch von Aronofsky...!
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denratten 2012/01/12 13:55:56
Kommentar löschenWirklich schöne Bilder, einzigartig, auch recht passende Musik. Leider hat mich dann das dauernde einschläfernde Sprechen der Protagonisten ein wenig eingelullt, und ich konnte insgesamt mit dem Film leider recht wenig anfangen. Schade.
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robertpaulsen 2012/01/10 22:09:54
Kommentar löschenIrgendwie ein seltsamer Film. ich weiß nicht so recht ob er mir wahnsinnig gut gefällt oder eigentlich doch eher nicht. Fest steht aber dass ich Jackman noch nie so gut fand.
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Joeyjoejoe17 2012/01/02 15:56:24
Kommentar löschenDas Duo Arronofsky und Mansell leisteten mal wieder hervorragende Arbeit, und Hugh Jackman zeigt seine überzeugendste Leistung.
Eine grandiose Optik, überwältigende Musik, und mit beider einhergehend auch eine gute Atmosphäre, eine vielschichtige und komplexe Story vollgestopft mit allerlei Symbolik, und ein wunderbar einfühlsam und intensiv zusammenspielendes Hauptdarstellerduo machen aus diesem Film das, was er ist: Ein leider viel zu unbekanntes Meisterwerk.
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hoffman587 2012/01/02 16:00:02
Antwort löschenMuss ich auch noch sichten, bin gespannt, mag Symbolik^^wird aber eher sagen verkannt als unbekannt.^^
Joeyjoejoe17 2012/01/02 16:19:17
Antwort löschenAlso in meinem weiteren Freundeskreis kennt den keine Sau, in meiner Arbeitsstätte ebenso, aber ich stimme deinem Einwand durchaus zu.
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hoffman587 2012/01/02 16:29:29
Antwort löschenNaja kommt ja auch immer auf den bekannten Kreis an, bei mir kennt den fast jeder, aber ich glaub die sind auch alle Fans von Herrn Aronofsky, mh. Wahrscheinlich irgendwas dazwischen.^^
Joeyjoejoe17 2012/01/02 16:36:12
Antwort löschenMein Bekanntenkreis gibt sich engstirnigerweise nur mit dem großflächig beworbenen Zeugs, auch genannt Mainstream-Filme, ab. Nicht einmal eine handvoll hat einen breitflächigeren Geschmack, aber die kennen nur den sterbenden Schwan und das Drogenkarussell von ihm, und ihn selbst nicht mal beim Namen :D
Jeffrey Liedtke 2011/12/20 06:20:06
Kommentar löschenden film habe ich wohl schon vor 5 jahren gesehen.
war damals schon nicht so doll, sonst...
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HxC_Moe 2011/12/14 21:40:24
Kommentar löschenThe Fountain zeigt beeindruckend, wie sehr ein Soundtrack einen Zuschauer beeinflussen kann. Wäre der Soundtrack von Clint Mansell nicht so verdammt gut, der Film wäre wahrscheinlich gar nichts außer ein tieftrauriges, kitschiges Drama von dem man die Handlung schon dreimal nicht kapiert, liest man sich durch was auf der DVD-Hülle draufsteht. Eigentlich hat der Film eine ganz andere Message. Nämlich. Äh. Vielleicht irgendwas mit Liebe? Die Liebe ist hier nämlich ziemlich überzeugend dagestellt. Scheinbar wird die Liebe in verschiedenen Reinkarnationen dagestellt bzw. in verschiedenen Zeiten. Oder es zeigt wie es immer um dasselbe geht, bloß in anderen Formen. Eigentlich ist das egal, denn bei The Fountain handelt es sich ganz klar um einen wunderschön gemachten Kunstfilm, der sich mehr auf seinen tollen, esoterischen bis kitschigen Bildern ausruht, bzw. auf dem Soundtrack, anstatt menschenwürdig eine Handlung zu erzählen. Ich kann es verstehen wenn manchen Leuten der Film überhaupt nicht gefällt, weil er einfach zu traurig und gleichzeitig so nichtsaussagend ist. Die dramatik ist gut dagestellt, aber was bringt das tollste Szenario, wenn man mindestens bis zur Hälfte des Films kein bisschen versteht worum es eigentlich geht? Vielleicht bin ich ja auch dumm, aber ich glaube dass es vielen so geht. Und ich mache mir schon ordentlich Gedanken über Filme. Ich schau mir den Film gern an. Er ist schön und entspannend, irgendwie leichte Kost. Aber was Aronofsky damit sagen wollte, bleibt ungeklärt. Diese Kunstfilme eben. Die relativ gute Bewertung hängt aber vorallem mit dem suptertollen Soundtrack zusammen. Ohne den würde sich nämlich keine Träne irgendwo rühren, auch wenn der Film noch so traurig ist. Dennoch, Empfehlung für einen schönen Abend zu zweit. Und wer mal den Schlauen Kerl raushängen lassen will, kann da ja sonst was reininterpretieren. Ich jedenfalls habe meinen Teil gesagt.
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Shorty06 2011/12/05 21:06:37
Kommentar löschenThe Fountain von Darren Aronofsky
Ein Film über die grenzenlose Liebe, den aussichtslosen Kampf gegen den Tod, und den schmerzhaften Weg zu dessen Akzeptanz.
The Fountain ist sicherlich Aronofskys persönlichster Film, derjenige in dem das meiste Herzblut steckt. Mit diesem Projekt ist er durch hoch und tiefs gegangen. Es war sein Jugendtraum diesen Film zu machen, umso härter traf es ihn, dass er seine Arbeit daran aufgrund studiobedingter Einwände und dem Ausstieg der Hauptdarsteller ursprünglich auf Eis gelegt wurde. Es hat dann schließlich beim zweiten Anlauf geklappt. Sein Wunschfilm war realisiert, nur um dann bei der Premiere gnadenlos ausgebuht zu werden und von einem Kritiker nach dem anderen einen Verriss zu ernten. Zu Unrecht. Ein wunderschöner Film, visuelll beeindruckend und emotional berührend.
Es geht um den Wissenschaftler Tommy, dessen Frau Izzy an ihrer Krebserkrankung zu sterben droht. Manisch sucht er nach einem Heilmittel, und als er fast am Ziel ist, ist es doch zu spät? Oder?
Die Erzählweise ist eine besondere: Uns wird Tommy's Weg zur Erleuchtung auf 3 unterschiedlichen Erzählebenen klargemacht. Zuerst einmal auf der Realitätsebene, in welcher wir seiner verzweifelten Suche nach einer Abwendung des Unabwendbaren folgen. Desweiteren auf einer inneren, gedanklichen Ebene, in der Tommy Izzy's Gedankengängen folgt und diese schlussendlich eigenständig in ihrem Sinne zu Ende führt. Und letztlich einer seelischen Bewusstseinsebene, in welcher Tommy den schmerzlichen Verlust Izzy's akzeptiert und somit die Erleuchtung erlangt, die Izzy bereits besaß.
Großartiges Schauspiel der beiden Hauptdarsteller und ein wundervoller, nicht zu aufdringlicher Score von Clint Mansell komplettieren das tolle Buch, die wunderbaren Effekte aus den Petrischalen und Aronofsky's unverwechselbare Regie. Meisterhaft und zu Tränen rührend.
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xXxWantedxXx 2011/11/13 19:47:02
Kommentar löschenEine filmische Meditation über Leben und Tod. Mehr Erlebnis als gewöhnlicher Film. Darren Aronofsky beweißt mit seiner Inszenierung ein weiteres Mal sein herausragendes handliches Können. In Kombination mit den über jegliche Kritik erhabenen Klänge eines Clint Mansell fiel es mir nicht besonders schwer, sich dem Rausch hinzugeben. Die Handlung von 'The Fountain' wirklich nachzuvollziehen, ist hingegen etwas anstrengender. Aronofosky geizt nicht mit Symbolik und Metaphorik und spielt so geschickt mit seinen drei Zeitebenen, dass er es dem Zuschauer nicht einfach macht, sich in diesem Konstrukt zurechtzufinden. Um wirklichen Zugang zu diesem Werk erlangen zu können, ist wohl mehr als eine Sichtung nötig. In diesem Fall lohnt sich eine solche Anstrengung jedoch zweifellos. Bei wiederholten Sichtung offenbart sich vieles, was zu Beginn noch verborgen schien. Handlungsstränge fügen sich zusammen, das Gesamtbild wird klarer. Hängt 'The Fountain' in seiner Konsumierbarkeit im Vergleich zu anderen Aronofsky-Werken wie 'The Wrestler' oder 'Black Swan' womöglich etwas zurück, ist der Film auf inhaltlicher Ebene wohl noch ambitionierter als ebengenannte. Sicherlich ist 'The Fountain' nicht für jeden Zuschauer geschaffen, bzw. nicht jeder Zuschauer für 'The Fountain' geschaffen. Wer jedoch bereit ist, sich für ein etwas unkonventionelleres und fordernderes Projekt zu öffnen, ist hier genau richtig.
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momopipi 2011/11/13 20:34:24
Antwort löschenAuch wenn "The Fountain" das schlechteste Glied der sehr guten Filmografie von Darren Aranofsky ist, muss ich diesem Regisseur endlich mal Respekt zollen.
fkfilmkritik 2011/11/02 23:49:50
Kommentar löschenEs ist aus. Ich habe jetzt alle Aronofkys gesehen und ich muss sagen: Ich feiere diesen großartigen Mann! Angefangen hat es als ein Film namens "Black Swan" in die Kinos schwirrte und ich wie geplättet rauskam. Ich las auf dem Kinoplakat: Vom Regisseur von "The Wrestler" und "Requiem for a Dream". Das waren dann auch schon die nächsten Filme, die ich mir ansah. Beide - ganz besonders "Requiem" - waren so unfassbar großartig. Es folgte genauso schnell die Sicht von "Pi" (ebenfalls ein toller Film) und danach stoppte ich. Warum? Der letzte Film hieß "The Fountain". Von dem hörte ich wenig positives. Vor allem Filmstarts.de - dessen Kritiken ich öfters mal vertraue - hob "Requiem for a Dream" in den Himmel und nannte "The Fountain" ein Desaster. Ich hörte auch, dass der Regisseur mit Buhrufen in Venedig leben musste. Ich blieb wirklich eine Zeit lang diesem Film weg. Wollte mir nicht den positiven Gesamteindruck von Aronofsky ruinieren. Doch jetzt habe ich den Sprung ins kalte Wasser gewagt und es war kein Fehler. Es war eine Erlösung und trotzdem kann ich jeden Buhruf verstehen, denn dieser Film ist esoterisch, kitschig, prätentiös und deckt sich schon fast auf grotesk, arrogante Weise mit optischen Spielereien zu. Es war ein Film, bei dem es wirklich nicht leicht war ein Urteil abzugeben, obwohl ich im Grunde genau wusste, dass es nur positiv ausfallen kann. Selten wurde ich so hypnotisiert und berührt. Dabei fragte ich mich: Kann/Muss man das verstehen? Die Antwort bleib vorerst nein. Darren Aronofsky erzählt keine Märchen. Darren Aronofsky lässt hier etwas in den Kopf verankern - bis man keine andere Wahl hat als sich darauf einzulassen und es in jedem Moment fühlen, schmecken und weiter sehen zu wollen. Hoppla, ich habe "hören" vergessen. Clint Mansell hat es nämlich mal wieder geschafft seinen Soundtrack so derartig einfühlsam zu präsentieren, dass es mir wieder Tage durch den Kopf schwirrt. Einfach nur wundervoll! Die Bildkompositionen sind atemberaubend, neuartig und schlicht schön. Die Story wird verwirrend und doch sehr elegant auf drei Ebenen verteilt. Dabei sieht man Hugh Jackman schweben, trauern und kämpfen in einem. Ein pures, impulsives Erlebnis. Eine Reise ohne Ziel-mit Energie.
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Imagination 2011/11/03 07:04:27
Antwort löschen:)
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Punsha 2011/11/03 18:35:54
Antwort löschenMit Aronofsky kann ich leider nicht so viel anfangen, aber The Fountain gehört zu den kleinen Ausnahmen, wo ich wirklich sagen muss, dass der nicht so schlecht ist, wie es ihm manche nachsagen. Bei weitem nicht sein schwächster Film.
Timo K. 2011/11/03 18:51:27
Antwort löschenOch nö.
KaktusEis 2011/11/02 18:33:30
Kommentar löschenNicht leicht zu verstehen der Film und auch sehr eigenwillig. Aber gerade die Musik und die Bilder sorgen für atemberaubendes Kino. Unbedingt anschauen!
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andrelaurence 2012/01/15 23:16:28
Antwort löschenStimmt... ein sehr interessanter Film und einer meiner Lieblingsfilme!
Gute Filme brauch man nicht verstehen... :)
Diggler27 2011/10/28 08:59:04
Kommentar löschenBrilliant, komplex, wuchtig und wunderschön - mit "The Fountain" hat Darren Arronofsky ein Meisterwerk geschaffen, das in seiner Intensität seinesgleichen sucht. Im Grunde muss man ihn mindestens viermal gesehen haben, um alle Zusammenhänge und Querverweise finden und nachvollziehen zu können. Selbst Hugh Jackman hat mich überzeugt - und ich hätte nie gedacht, daß das noch passieren würde.
Sicherlich ist "The Fountain" kein einfacher oder leicht zugänglicher Film - aber in jedem Fall ein sehenswerter!
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vuvuzela 2011/10/24 01:45:51
Kommentar löschenIch konnte der ganzen Handlung nicht so folgen, aber ich denke, dass der Film stark polarisiert und dadurch auch seine Reiz hat.
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Broda 2011/10/17 11:04:24
Kommentar löschenMir fiel es ziemlich schwer, für diesen Film die passende Bewertung zu finden. Schwer, denn mir kam kein einziges Wort heraus. Ich schaute mir den abspann, mit dem wunderschönen Soundtrack drei mal an. Ich versuchte zu verstehen, was ich da soeben gesehen habe. War es ein Meisterwerk? Episch? Besonders? Das kann ich jetzt noch nicht genau sagen. Eines kann ich aber sagen: Es war ein Darren Aronofsky. Mein zweiter Film von diesem, - ich weiß nicht wie ich es ausdrücken soll - Genie. Meister. Grandioser Regisseur. Leider war der Film viel, viel zu kurz. 30-40 Minuten länger wären nicht nur schön gewesen, auch notwendig. Grandios was Aronofsky in der Gegenwart schuf, in der der Wissenschaftler Tom ein Heilmittel sucht, um seine Frau vor dem Krebs zu retten. Spulen wir ein paar hundert Jahre zurück, nach Spanien, in der der Conquistador Tomâs von seiner Königin losgeschickt wird, um den Baum des Lebens, der am Jungbrunnen wachsen soll, zu finden. Deutlich zu kurz geraten. Hier hätte schon was großes bei rauskommen können. Denn das Potenzial dafür war vorhanden. Die Audiovisuelle Wucht von "The Fountain" ist umwerfend. Bild für Bild zog die suggestive Kraft mich immer mehr in Bann. Verstehen ist hier letztendlich Nebensache. Darren Aronofsky wollte das wir den Film fühlen. Und ich für meinen teil tat dies auch.
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Imagination 2011/10/17 11:09:37
Antwort löschen:)
Isolation 2011/10/16 20:39:49
Kommentar löschenNach dem Abspann waren es insbesondere die befremdlichen Gefühle, die sich in meinen Gedankengängen kreuz und quer begegneten, sich keine Luft zum Atmen ließen, während ich bemühte Versuche unternahm, das soeben Geschehene innerlich halbwegs abzuschließen und das zu deuten, was ich in knappen 90 Minuten empfunden, weniger gesehen habe.
Die visuelle Wucht ist „The Fountain“ nicht abzustreiten, auch wenn das begrenzte Budget bei einem im Dschungel befindlichen Maya-Tempel deutlich sichtbar wird. Aber das ändert nichts daran, dass der Streifen über weite Strecken unfassbar gut und in seiner Art auch unfassbar rund aussieht. Denn eines steht fest: Der Stil ist nicht massenzugänglich, aber von sich selbst überzeugt, das merkt man und das ist lobenswert.
Aronofsky wusste, was er wollte, inszenierte seine spirituelle Gefühlsfahrt durch Welten, die visuell stark aussehen, aber damit weniger das Auge, sondern mehr das Denken und das Fühlen des Einzelnen erreichen möchten. Leider, vielleicht spielen dabei auch finanzielle Engpässe eine Rolle, ist „The Fountain“ zu kurz, die Fahrt, diese Odyssee durch Raum und Zeit, durch Liebe, Tod und endloses Leben findet zu schnell ihr Ende. Drei Geschichten, die allesamt das Potential für ein epochales, spirituelles und philosophisches Großereignis besitzen, bekommen nicht ihre (verdiente) Wirkung. Sie hätten mehr Ausbau benötigt, um in ihren Handlungssträngen die Energie auszustrahlen, die ihnen grundsätzlich nicht fehlt, aber für mich fortwährend im Dunklen blieb.
Eine Liebe zur Interpretation ist „The Fountain“ für mich nicht vollständig. Warum? Der Gegenwartsabschnitt, der sich mit dem Wissenschaftler Tommy (Hugh Jackman) und seiner an Krebs sterbenden Frau Izzi (phänomenal: Rachel Weisz) beschäftigt, besitzt eine nachdenkliche Tiefe, stellt auch Fragen an das Leben, ans Handeln und ans Loslassen. Jedoch gewähren mir die anderen beiden Geschichten zu wenig Eintritt in ihrer selbst, um sie für eine tiefgreifende Interpretation zu gewinnen. Die Botschaft bleibt dennoch erhalten, nur eben ermöglichen sich nicht genug persönliche Möglichkeiten, da sich durch die Kürze doch eine gewisse Linearität entwickelt.
Nun bleibt letztlich noch die Frage, für wen „The Fountain“ eigentlich gemacht ist. Für die, die es „besonders“ mögen? Für all die, die gerne über das Leben, die Liebe und die Unsterblichkeit philosophieren? Schwierig. Für mich selbst steht fest: Ich muss mich in der Welt und der Sprache verlieren und meine Gefühle komplett an sie binden. Doch so sehr ich mich bemühte, so sehr ich es wollte, es geschah einfach nicht.
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Sigrun 2011/10/16 21:28:30
Antwort löschen"Loslassen" ist doch ein gutes Stichwort - aber ich will mich hier auch nicht aufdrängen ... Musste den Film x-mal sehen, um etwas zu begreifen und bin nach wie vor auch nicht sicher. BTW: Sehr schöner Text!
Isolation 2011/10/17 14:25:24
Antwort löschenWahrscheinlich muss man dem auch mehrere Sichtungen zusprechen, jedoch hätte ich bei "The Fountain" die Befürchtung, dass die optische Kraft (im Vergleich zum ersten Mal) deutlich nachlässt, vielleicht aber auch nur eine unbegründete Angst.
Und danke für Dein Lob!
Tom Friedel 2011/10/12 21:32:48
Kommentar löschenDarren Aronofsky meets David Lynch
Ein äusserst interessanter... Ähm... Film?!
Ich habe diesen Streifen wirklich sehr sehr lange vor mir hergeschoben. Und das, obwohl er mich schon im Trailer gepackt hatte. Jetzt endlich habe ich ihn gesehen und muss sagen, dass ich doch schon schwer überrascht bin.
Ich habe den Film zum einen wesentlich surrealer erwartet, als er es denn eigentlich ist und zum anderen keine solche visuelle Bildgewalt erwartet. Die Story ist an und für sich nicht schwer zu begreifen. Klar kann man sich darüber den Kopf zerbrechen, ob es denn nun tatsächlich über eine Spanne von über 1.000 Jahren geht, oder ob ein Teil der Handlung nur in der Fantasie von Tommy stattfindet um den Tod seiner Frau zu verarbeiten. Ich für meinen Teil habe mir diesbezüglich eine Meinung gebildet, die für mich auch keinerlei Zweideutigkeiten zulässt.
Sehr beeindruckt haben mich hier gleich mehrere Dinge. Zum einen der visuelle Stil des Filmes. Der ist schlicht grandios. Dass der Film in einem ständigen Gelbton gehalten wird und selbst sonst so sterile Krankenhäuser auf einmal schön warm und einladend wirken hat mir sehr gefallen. Auch sind viele der Kameraeinstellungen einfach toll anzusehen. Dann fand ich den Score von Clint Mansell hervorragend. Zwar interpretiert er sich den ganzen Film über selbst, in dem er sich mit kleineren Modifikationen wiederholt, aber er passt einfach perfekt zu dem Gezeigten. Schauspielerisch sind hier natürlich Jackman und Weisz hervorzuheben. Sie liefern zwar keine Oscar(R)-verdächtigen Leistungen wie zuletzt Natalie Portman, aber dennoch verleihen sie ihren Rollen die nötige Glaubwürdigkeit und Intensität.
Weniger gefallen aht mir allerdings das Ende des Filmes. Dieses ist mir irgendwie zu einfallslos gewesen. Klar passt es zu der so oder so schon surrealen Wirkung des Filmes, verliert sich dann aber doch zu sehr 'in den Weiten des Universums'. Das ist im Übrigen der Grund dafür warum ich hier einen Vergleich zu David Lynch ziehe. Seine Filme sind oftmals auch mit solchen absurden Surrealitäten gespickt, die doch etwas zu krass sind.
Alles in Allem muss ich gestehen, dass ich ihn schon viel früher hätte gucken sollen. Ein visuelles Meisterwerk mit bewegendem Score, super Darstellern, und einem 'kleinen' Hang zum Surrealismus.
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Trimalchio 2011/10/09 22:04:49
Kommentar löschenOptisch macht der Film was her, das ist klar. Die Handlung ist zwar ungewöhnlich, da sie eine Zeitspanne von 1000 Jahren umfasst, aber irgendwie auch recht belanglos und mit einer deutlich zu großen Portion Eso-Quatsch garniert.
Ja und was ist das größte Übel dieses Films neben einem nicht existenten Spannungsbogen? Der Cast, allen voran Hugh Jackman.
Da Aronofsky laut Cover der DVD immerhin 6 (!) Jahre für diesen Film gebraucht hat, bin ich nun doch sehr enttäuscht.
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vanilla 2011/09/25 16:02:18
Kommentar löschenanstrengender Film, der mehr visuell und mit beeindruckender Hintergrundmusik punkten kann. Die Geschichte ist zwar originell und interessant, jedoch zu langatmig und nicht spannend genug erzählt, um besser benotet zu werden. Auch das Ende eher schlecht als recht. Obwohl es mehr ein Fantasy/Liebesfilm sein soll, war ich wenig gerührt.
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SoulReaver 2011/09/09 22:17:16
Kommentar löschenDarren Aronofsky ist einer meiner Lieblingsregisseure. Vor allem mit seinem zweiten Film 'Requiem for a Dream' hat er mich völlig umgehauen. Mit 'The Fountain' hatte Aronofsky 2006 gar keinen guten Stand in der Filmwelt. In Venedig wurde er mit buh-rufen gestraft und so erlebte der erst als Regie-Wunderkind gefeierte Aronofsky auch die Schattenseite des Filmgeschäfts. Mit einem 'Requiem for a Dream' Kaliber kann 'The Fountain' natürlich nicht mithalten, um das schon mal vorweg zu nehmen. Für die einen ist 'The Fountain' ein belangloser, Möchtegern Quark der viel zu gewollt wirkt. Auf der anderen stehen die, die 'The Fountain' als emotionale Reise durch drei verschiedene Geschichte mit unvergesslichen Bildern sehen. Ich zähle mich zur zweiten Gruppierung.
Um seine unheilbar Kranke Frau Izzi, doch noch irgendwie zu retten, forscht Dr. Verde unermüdlich nach neuen Medikamenten. Gerade als er mit dem Mark eines einzigartigen Baumes erstaunliche Ergebnisse an Affen erzielt hat, soll ihm das Projekt entzogen werden. Im 16. Jahrhundert wird der treue Konquistador Verde von seiner Königin zu einer brisanten Mission nach Südamerika geschickt. Er soll im Reich der Azteken nach dem Baum des Lebens zu suchen. Die wahrscheinliche letzte Chance, Spanien und die Königin vor den Klauen des finsteren Großinquisitors zu bewahren. In ferner Zukunft schwebt ein glatzköpfiger Mann durchs Universum, begleitet von einem Lebensbaum und umrandet von einer riesigen glasigen Kugel.
Rein von der Optik ist 'The Fountain' einer der beeindruckendsten Filme überhaupt. Aronosky arbeitet mit Mikroskop-Aufnahmen von chemischen Reaktionen und erschafft so großartige Bilder. Vor allem die Zukunftsszenen mit dem schwebenden Jackman sind eine absolute Bilderflut und es ist schlicht unmöglich jedes Detail aufzunehmen. Grandios! Auch die mystischen Aufnahmen des Urwaldes und des Maya-Tempels sind ganz großes Kino. Dazu der wunderbare Score von Clint Mansell, der auch schon die Musik für 'Requiem for a Dream' beisteuerte, leistet wieder ganze Arbeit und verleiht den Szenen eine berührende emotionale Tiefe.
In so einem schweren und vielschichtigen Film muss dann natürlich auch die Besetzung stimmen. Leider überzeugt der Film hier nur teilweise. Die erste Wahl der männlichen Hauptrolle war Brad Pitt. Pitt sprang aber wegen Differenzen mit dem Regisseur ab und so bekam Hugh Jackman die Chance sich zu beweisen. Jackman schafft es leider nur sehr selten seinen drei Rollen die nötige Tiefe zu verleihen, ist aber kein totaler Ausfall. Dennoch fehlt einiges für die große emotionale Darstellung. Rachel Weisz die Cate Blanchett ersetze erweist sich da schon als bessere zweite Wahl. Weisz schafft es, im Gegensatz zu Jackman, ihre Rolle mit viel Tiefe zu verkörpern und bringt eine starke und emotionale Leistung die auch viel glaubwürdiger als Jackman's Darstellung ist.
Wie gesagt, mit 'The Fountain' hat Aronofsky sich nicht unbedingt Freunde gemacht. Was man in Bezug auf das Thema und den endgültigen Film auch irgendwo verstehen kann. Sicherlich kein Film für Jedermann, aber das sind Aronofsky's Filme sowieso nie. Er inszeniert mit 'The Fountain' einen mitreißenden Film, der vor allem durch seine gewaltige Bildersprache Sehenswert ist. Dazu kommt das interessante Thema der Forschung. Ob es nun der spanische Konquistador im 16. Jahrhundert ist, der Forscher in der Gegenwart der seine Krebskranke Frau retten will oder der schwebende Mann auf der Suche nach Antworten in der Zukunft. Es dreht sich alles um Leben, Leben retten, Sterben, Unsterblichkeit und es kommt zu einer Genre-Mischung aus Historienfilm, Drama Sci-Fi. Ganz geht die Rechnung mit dem Mix nicht auf. Die eigentlich hochinteressante Geschichte des Konquistadors wird viel zu schnell und sprunghaft abgearbeitet und bekommt keine Zeit sich zu entfalten.
Fazit: 'The Fountain' ist optisch eine Wucht. Am liebsten würde man sich den Film als Gemälde an die Wand hängen. Bildgewaltig von Anfang bis Ende. Auch die Geschichte rund um Leben und Tod ist toll in die drei Epochen eingeteilt, in der leider die historische Episode wegfällt. Die wunderschöne Musik macht den Film endgültig zum berauschenden Trip, welcher aber leider mit seinem Hauptdarsteller einen großen Schwachpunkt hat. Dafür bringt Rachel Weisz eine tolle Leistung und überzeugt durchgehend. Ein emotionaler Film zum Interpretieren und zum Nachdenken. Kein Film für jeden, aber auf jeden Fall, allein wegen der ausdrucksstarken und extrem kräftigen Bilder Sehenswert. Ein Kunstwerk.
20 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten
Superbraun 2011/09/09 23:08:04
Antwort löschenhast du wunderschön geschriebn :)
besser hätt ichs nicht machen können!!!
seven 2011/09/10 00:25:18
Antwort löschenJa, ein Gemälde, das trifft es gut.
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Andy Dufresne 2011/09/15 23:35:58
Antwort löschenGefällt mir geht nicht...dabei gefällt es mir :D
War ne Zeitlang regelrecht süchtig nach dem Soundtrack...
SoulReaver 2011/09/17 18:51:11
Antwort löschenDa musst du nur direkt auf Filmseite gehen, mein Kommi steht ja dann eh ganz oben und da gehts :)
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