The Goddess of 1967
The Goddess of 1967 (2000), AU Laufzeit 119 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 04.04.2002
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von Clara Law, mit Elise McCredie und Rikiya Kurokawa
Ein junger, attraktiver Japaner sucht im Film der Hongkong-Chinesin Clara Law via Internet seinen Traumwagen, einen Citroën DS. Die Abkürzung DS machte das einstige Kultfahrzeug aus Frankreich über Jahre hinweg zur Déesse, was ins Englische übersetzt Goddess heisst, zu deutsch Göttin. Der stilbewusste Japaner findet in Australien ein besonders schönes pinkiges Exemplar mit Jahrgang 1967 und reist unverzüglich hin, um es zu kaufen. Doch statt des Mannes, mit dem er in Online-Kontakt war, trifft er auf ein 17jähriges blindes Mädchen, das mit ihm zu einer Reise quer durch den australischen Kontinent aufbricht…
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Cast & Crew
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Clara Law
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Elise McCredie
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Rikiya Kurokawa
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Nicholas Hope
Regie
Schauspieler
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Clara Law
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Eddie Ling-Ching Fong
- Genre
- Drama
Drehbuch
Filmdetails The Goddess of 1967
Trailer zum Film The Goddess of 1967
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Kommentare (2) — Film: The Goddess of 1967
Kommentar schreibenSonse 2009/07/29 21:02:02
Kommentar löschenMeine 10er-Prognose und die Inhaltsangabe hatten mich neugierig gemacht...
"The Goddess of 1967" ist eine äußerst eigenwillige Mischung aus Tragikomödie und experimentellem Art House-Streifen. Ein surreales Quirk-Fest, inhaltlich wie optisch: Da haben wir einen Japaner (J.M.) der den titelgebenden Wagen, einen 1967er Citroën DS (DS = "Déesse" = Goddess) übers Internet bestellt, in den australischen Bush reist, dort feststellen muss, dass die Hirnmasse des Verkäufers an der Zimmerdecke klebt. Er trifft eine rothaarige Blinde (B.G.), die das Kind des Autobesitzers an der Tankstelle abgibt und samt DS und JM durch die australische Landschaft düst, dabei erfahren wir in Flashbacks Dramatisches aus ihrer Vergangenheit (mit dem sie in der Gegenwart fertig werden muss), in der sie aus unklaren Gründen immer mit diesem Auto unterwegs ist. Dabei wird mächtig an den Bildern geschraubt (viel HDR, wenn ich das richtig gesehen habe) und jeder in der Filmhochschule erlernter Trick ausprobiert, was ab und an eher störend ablenkt und dann wieder wirklich toll aussieht - wobei die australische Landschaft derart Schnickschnack gar nicht nötig hätte.
Ich mochte vor allem den Anfang und diverse einzelne Szenen (kleine Spoiler!):
- JM, ein Reptilien-Fan, entdeckt auf der Straße einen "Bog-Eye Lizard" und will ihn unbedingt fangen, obwohl BG ihm sagt er soll ihn in Ruhe lassen. Die Echse schnappt sich JMs Zeigefinger und er bekommt das Vieh nicht mehr los. BG trocken: "Put it back on the ground, Bog Eyes never let you go until they forgive you […] can be minutes, hours, days..." Und so sitzen die beiden dann am Straßenrand, bis die Echse JMs Finger wieder frei gibt. ;)
- JM und BG suchen im Bush ein Empfangssignal fürs Telefon.
- Der Boxer versucht in einem Flashback BG zu vergewaltigen und flippt völlig aus, als er plötzlich einen Keuschheitsgürtel vor sich sieht
- Und natürlich die Tanzszene in der Bar... Wer übrigens den Song sucht: "Walk, don't run" von The Ventures und zwar die 64er-Version.
Erzählt wird insgesamt etwas zu (bewusst) skizzenhaft, viele Situationen und Zusammenhänge bleiben bis zum Schluss ungeklärt und die einzelnen Episoden geben unseren beiden Hauptfiguren nicht ausreichend Tiefe, als das ich von ihnen mitgerissen werden konnte.
Die Schauspieler machen dennoch einen guten Job, vor allem Rose Byrne mit ihren traurigen Augen - und insgesamt ist Clara Laws "The Goddess of 1967" (der in Deutschland übrigens auch schon unter dem Titel "Der Japaner und die Göttin" lief), trotz all seiner mir etwas zu übertriebenen "Ich-bin-was-besonderes"-Quirkiness auf alle Fälle ein sehr sehenswerter Film, der ein größeres Publikum und eine große Leinwand verdient, auf der ich ihn mir gerne nochmals anschauen würde.
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dbeutner 2009/04/14 11:12:23
Kommentar löschenDer Film hinterlässt ein gemischtes Gefühl: Auf der einen Seite sind die Bilder! Man könnte sich ohne weiteres eins ums andere Bild als großes Poster abziehen und damit eine Kunstausstellung bestücken - oder das eigene Haus dekorieren; dieser Film hat mich auf die Idee gebracht, andere Filme (wie Golden Door z.B.) würden sich natürlich auch eignen. Immer wieder sitzt man mit offenem Mund vor den Bildkompositionen, die unglaublich schön (und im Kino in der Leinwandgröße sicherlich noch einmal etwas beeindruckender) sind. Würde ich nur die Bilder bewerten: 10 Punkte.
Nun kommt die Story ins Spiel, und diese ist weniger eine Liebesgeschichte, wie teilweise aus Filmbeschreibungen herauszulesen ist, als eine harte Geschichte des blinden Mädchens. Insofern mehr Drama, und keineswegs ganz leicht verdaulich. Auch das muss ja überhaupt nicht negativ sein, und natürlich gibt es /auch/ die Lovestory, die sehr behutsam und feinfühlig ist. Aber die Erzählweise der Hongkong-Chinesin Clara ist so "asiatisch" gehalten, mit sehr spärlichen Dialogen und rel. kalten Charakteren, dass zumindest bei mir der Funke einfach nicht richtig überspringen wollte. Schade, denn der Film hat schon so einiges...
Auf Arte habe ich irgendwann einmal eine Doku über die Geschichte des Citroen DS gesehen - ich vermute fast, dass an dem gleichen Abend dieser Film gezeigt wurde. Wer sich mit der Geschichte und der Ästhetik des Wagens befasst hat, für den ist der Film vermutlich eh ein Muss.
Und die gute Nachricht zum Schluss: Man kann - zumindest in Japan - auch mit schiefen Zähnen und Segelohren Topmodel werden ;-)
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