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The Help

The Help (2011), US Laufzeit 146 Minuten, FSK 0, Drama, Kinostart 08.12.2011


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7.0
Kritiker
27 Bewertungen
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7.8
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3469 Bewertungen
125 Kommentare
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von Tate Taylor, mit Emma Stone und Viola Davis

Im oscarnominierten Drama The Help wollen Viola Davis und Emma Stone für die Rechte der schwarzen Frauen im Amerika von 1960 zu kämpfen.

Jackson in den 1960ern: Aibileen Clark (Viola Davis), Minny Jackson (Octavia Spencer) und Constantine (Cicely Tyson) sind The Help – schwarze Dienstmädchen, die im Haushalt weißer Frauen arbeiten. Sie kochen, putzen und übernehmen die mütterliche Fürsorge für die Kinder ihrer Arbeitgeberinnen.
Eugenia Phelan (Emma Stone) ist unter der liebevollen Erziehung von Constantine aufgewachsen. Angesichts der Diskriminierung, die sie umgibt, nutzt die frisch von der Uni in ihre Heimat am Mississippi zurückgekehrte Eugenia, auch Skeeter genannt, ihr schriftstellerisches Talent, um auf die gesellschaftlichen Missstände ihrer Zeit aufmerksam zu machen. Sie will ein Buch schreiben, das den Frauen, die ihr Leben dem Haushalt und den Kindern fremder Frauen widmen, eine Stimme gibt. Nach anfänglichen Bedenken kann Skeeter Aibileen für ihr Buch gewinnen und schließlich will auch die resolute Minny ihre Geschichte erzählen. Doch das mutige Vorhaben droht zu scheitern. Um das Buch zu veröffentlichen, muss Skeeter noch mehr schwarze Dienstmädchen überzeugen, ihr Schicksal offenzulegen. Doch in Zeiten der rassistischen Diskriminierung haben diese Angst, ihre Anstellung zu verlieren. Auch bei Hilly Holbrook (Bryce Dallas Howard) stößt Skeeters aufklärerisches Buch auf erbitterten Widerstand. Die auf strikte Rassentrennung bestehende Hilly will gerade ihre Initiative für getrennte Toilettenbenutzung durchsetzen. Skeeter steht allein auf weiter Flur, doch sie gibt nicht auf.

Hintergrund & Infos zu The Help
The Help verdankt sich dem unbedingten Glauben des Regisseurs Tate Taylor an den Roman seiner besten Freundin, der Bestseller-Autorin Kathryn Stockett. Nachdem ihr Manuskript von sämtlichen Verlagen abgelehnt wurde, gab sie es Taylor zu lesen, der sofort einen Film daraus machen wollte. Mit Emma Stone konnte Tate Taylor für seine Hauptrolle eine der begehrtesten Jungdarstellerinnen gewinnen, die 2011 in der Komödie Crazy, Stupid, Love. Ryan Gosling den Kopf verdreht. Unterstützt wird Stone von Viola Davis, die für ihre Rolle als besorgte Mutter in Glaubensfrage mit einer Oscarnominierung als Beste Nebendarstellerin belohnt wurde.

Bei den Dreharbeiten machte die Hitze am Mississippi dem Cast und der Crew, die zum Teil aus Familienangehörigen und Freunden von Regisseur Tate Taylor bestanden, extrem zu schaffen. Aus dem Klima ergab sich eine besondere logistische Herausforderung, da Außenaufnahmen nur in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden gemacht werden konnten.

Das mit den Erinnerungen und Erfahrungen der beiden seit Kindertagen befreundeten Südstaatler gespickte Drama zielt laut Regisseur Taylor, nach kritischen und anklagenden Filmen wie Mississippi Burning – Die Wurzel des Hasses und Die Jury, auch auf eine Versöhnung der dargestellten Parteien ab und will damit einen neuen Umgang mit dem Thema Rassismus ermöglichen. (JL)

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Mehr Bilder (27) und Videos (7) zu The Help


Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails The Help
Genre
Drama, Sozialdrama
Zeit
1962
Ort
Südstaaten, Vereinigte Staaten von Amerika
Handlung
Buch, Diskriminierung, Frauenfreundschaft, Frauenpower, Interview, Kindermädchen, Kot, Kuchen, Küche, Mutter-Tochter-Beziehung, Rassenkonflikt, Rassentrennung, Rassenunruhen, Rassismus, Reporter, Roman, Schokolade, Starke Frau, Toilette, Vergeltung, Zimmermädchen
Stimmung
Berührend
Tag
Literaturverfilmung
Verleiher
Walt Disney Studios Motion Pictures Germany GmbH
Produktionsfirma
1492 Pictures, DreamWorks Pictures, DreamWorks Studios, Harbinger Pictures, Imagenation Abu Dhabi FZ, Participant Media

Kritiken (19) — Film: The Help

kobbi88: Die Drei Muscheln

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7.0Sehenswert

„The Help“ wurde mir des Öfteren ans Herz gelegt, aber ich hab mich lange nicht dazu aufraffen können, den Film auch wirklich anzusehen. Sie haben mir gesagt, dass er große Emotionen hat, dass es ein schöner, ein witziger und auch gleichzeitig ein trauriger und ernster Film ist, über Rassismus. Aber ich hab mich gesträubt, ich hatte Bedenken.

Nun, jetzt hab ich ihn gesehen und einerseits hatten diese Leute Recht, der Film ist schön und er ist auch ernst und er ist traurig. Aber ich fühle mich auch ein wenig in meiner Zurückhaltung bestätigt.

Alles verläuft zu einfach, es gibt keine wirklichen Widerstände und keine echten Sanktionen. Der Film ist zu sehr ein Feelgood-Movie geworden, der das Thema Rassismus nicht angemessen genug zeigt. Es wird immer wieder von der Angst vor Racheakten, von der Angst vor Übergriffen gesprochen. Man erfährt sogar, was den schwarzen Hausangestellten blühen kann, sei es durch Polizei oder den Ku-Klux-Klan. Aber ich spüre das zu selten, die Auswirkungen auf Davis Charakter, die wirklich Angst der Frauen Eigentlich läuft die meiste Zeit für sie alles normal weiter. Um Rassismus und seine Begleiterscheinungen angemessen darzustellen, wäre hier einfach mehr nötig gewesen.

Auch waren die stereotypen und relativ eindimensionalen Charaktere mir irgendwann zu viel. Dass die weißen, reichen Frauen größtenteils als oberflächlich und arrogant dargestellt werden, das mag ja noch gehen, aber in dieser extremen Form kann ich das nicht nachvollziehen. Viel zu viele Klischees und vor allem auch viel zu viel Blödheit (oder sagen wir Engstirnigkeit?) bei den Frauen, als dass ich sie ernst nehmen könnte. Und wen ich nicht ernst nehmen kann, den kann ich auch als Rassist nicht ernst nehmen. Aber nicht nur diese Tussis, auch die übrigen Figuren sind relativ einseitig dargestellt, man erkennt sofort, auf welcher Seite sie stehen, Zweifel gibt es so gut wie keine. Es gibt die beiden Kategorien „gut“ und „böse“ und wir wissen, wer wohin gehört. Dazwischen ist nichts und niemand, außer zumindest ein bisschen Skeeters Mutter, die aber eine zu unwichtige Rolle einnimmt, als dass sie wirklich zählen könnte. Insgesamt will der Film bestimmen, wen man mögen muss und wen man nicht mögen darf. Klar, wir fühlen mit den schwarzen Hausangestellten mit, aber weil es so aufgezwungen und vorgeschrieben ist, ist es auch gleichzeitig so schwer, ehrlich mitzufühlen. Oder sagen wir, aus freien Stücken mitzufühlen. Bei manchen Filmen mag es ja klappen, dass man das fühlt, was einem der Film ins Gesicht schreit. Und bei manchen Filmen nicht. Hier eher nicht.

So übertrieben und eindimensional die meisten Charaktere auch sein mögen, gespielt werden sie großartig. Es ist schwer, eine der Frauen herauszuheben, egal ob Jessica Chastain als überdrehte und total liebe Außenseitertussi (nebenbei: HEIß!!! WAS für ein KLEID!!), Viola Davis als besonnene Haushälterin und Kindererzieherin, die sich geradlinig auf ihre Weise für die Rechte der Schwarzen einsetzt, indem sie Geschichten erzählt und Octavia Spencer als ihre schlagfertige und robuste Kollegin. Die spielen allesamt wunderbar.

[Achtung, im nächsten Satz folgt ein Wortspiel, das, wenn man es in den falschen Hals bekommt, durchaus als rassistisch angesehen werden kann. Spike Lee zumindest würde das so sehen und mich öffentlich verteufeln.]

Da ist es schon auffällig, dass Emma Stone im direkten Vergleich zu ihren Mitschauspielerinnen Viola Davis und Octavia Spencer extrem blass wirkt.

[Na, zu viel versprochen?]

Ja, aber es stimmt, wenn Stone auf Davis, auf Spencer und auch auf Chastain (auch wenn es hier nun kein Wortspiel mehr ist) trifft, dann wird die liebe Emma schon sehr an die Wand gespielt. Und das, obwohl Stone ebenfalls sehr gut ist. Da sieht man mal wie genial erst die anderen sind! Positiv zu erwähnen sind noch die gut platzierten Gags, die den Film trotz seiner eindimensionalen Betrachtungsweise und der zu schwachen Kritik äußerst sympathisch, eben zu diesem Feel-Good-Tragikomödchen machen, der er geworden ist. Auch die Musik und die schönen Kulissen, besonders die großen, natürlich ebenfalls klischeebehafteten Südstaatenvillen, bringen dem Film ebenfalls weit nach vorn.

Insgesamt ist „The Help“ ein witziger, manchmal trauriger, überragend gespielter und trotz seiner Länge von fast zweieinhalb Stunden sehr flüssiger und angenehm zu schauender Film. Aber gerade an diesem „angenehm“ kann man sich sehr stören, da besonders im Bereich des Rassismus viel Authentizität verloren gegangen ist durch seine glatte, eindimensionale Art. An Rassismus-Genre-Vertreter wie „Mississippi Burning“ oder „In der Hitze der Nacht“ kommt „The Help“ nicht annähernd heran, dazu ist er ein zu schöner Film, der zu wenig aufreibt, zu wenig kritisiert. Ein Film der klar sagt: ihr sollt mich mögen! Das kann er aber auch, denn ich mag diesen Film wirklich. Als netter Film, der zumindest vor dem rassistischen Hintergrund der 60er Jahre in Mississippi spielt, da mag ich ihn. Als Tragikomödie, als ein Stück Unterhaltung, das man sich immer wieder anschauen kann (darum auch "sehenswert"). Aber nicht als kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Rassismus.

29 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 27 Antworten

Solveig

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Mal im ernst - Stilblüten in der Übersetzung waren immer das lustigste an Latein - solange man nicht rot angelaufen ist, wenn es die eigenen waren. ;))


kobbi88

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Das stimmt :) Leider warens ZU oft meine ;) (Mann, und trotzdem hab ich den LK durchgezogen :) )

Cool war aber, als unser Lehrer ne Karaoke-Version von "Die Da" von den Fanta 4 mitgebracht hat und wir den Text (nach natürlich eigener Übersetzung des Refrains) auf Lateinisch gerapt haben :) DAS hat Spaß gemacht ;)


SoulReaver: CinemaForever, D3M

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4.0Uninteressant

[...] In "The Help" reichen sich historische Verlogenheit und aufgesetzte Rührseligkeit die Hand. Tate Taylor verschwendet zu keiner Sekunde einen Gedanken daran, ein wirklich realistisches Bild dieser Zeit zu zeichnen und verliert sich in abgestandenen Klischees, die sich in ihren schnöden Mustern genüsslich ausbreiten, nur um die eigentliche Wahrheit vollkommen aus den Gedanken zu verdrängen. Alles nimmt seinen gewohnten Ablauf, die lasche Inszenierung grast jedes graue Klischee einzeln ab, nur um den Zuschauer endlich zu Tränen zu zwingen. Die fließen allerdings nur aufgrund der rumpelnden Dramaturgie. "The Help" ist in jedem Augenblick konstruiert und die oberflächlichen Charaktere wissen weder sympathisch zu wirken, noch einen gewissen Groll auf sich zu ziehen, denn dafür sind sie einfach zu profillos und gestellt. Zivilcourage und Toleranz in Ehren, doch wenn man schon auf Missstände aufmerksam machen möchte, dann mit mehr Seriosität und Realismus, denn die schmalzige Naivität von Taylor richtet "The Help" schlussendlich selber und das dauerhafte Drücken auf die Tränendrüse strapaziert die Aufmerksamkeit des Zuschauers ungemein. Ein enttäuschender Feel-Good-Film, der jeden Optimismus vollkommen deplatziert wirken lässt und die Unterhaltung wieder einmal über alles setzt, Hauptsache man kann mit einem guten Gefühl ein schwieriges Thema abschließen. [...]

Kritik im Original 11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

SoulReaver

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Darfst du ja auch. :)


jannis.walter

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Alles Absicht xD


stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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7.0Sehenswert

Ich mag keinen Kitsch, aber dennoch hat mich "The Help" gefangen genommen und dabei suhlt sich der Film geradezu im gefühlsbetonten Schmalz. Aber der Film ist charmant erzählt und war trotz seiner Überlänge nie langatmig. Klar, die Mechanismen die Regisseur Tate Taylor hier einsetzt sind simpel und einfach zu durchschauen, alleine wie schnell und teilweise unwichtig hier politische Ausschreitungen und familiäre Gewalt gezeigt wird, macht klar, dass es sich Taylor sehr einfach macht. Im gesamten Film gab es wirklich keine Ambivalenzen. Auf der einen Seite die guten und unterdrückten (zu 99% Afroamerikaner) auf der anderen Seite die eiskalten, versnobten und perlweislächelnden Rassisten (zu 100% keine Afroamerikaner). Natürlich ist es der 1 % der Unterdrückten, der nicht schwarz ist, der den Stein ins Rollen bringt und selbstverständlich tut "The Help" alles, dass man diese dummen, weißen, charakterlosen Snobs hassen lernt, aber was soll ich sagen, es hat funktioniert. Ich war berührt und bis auf die letzten 30 Minuten (in der das Schmalz fast schon ungesund vor sich hin triefte) fand ich auch den Kitsch des Films äußerst einnehmend.

"The Help" ist wahrlich kein cleverer Film und sein moralischer Zeigefinger zuckt des Öfteren zu weit und zu oft über der Geschichte, aber was soll ich noch groß drum rumreden, ich wurde gut unterhalten und hatte nach dem Film das Gefühl, dass ich ein bessere Mensch bin. Klar, eine scheinheilige Illusion, fast genauso scheinheilig wie "The Help" an sich, aber Illusion hat ja auch oft was mit Zauberei zu tun und ich habe mich gerne für zweieinhalb Stunden verzaubern lassen, auch wenn die Magie bereits jetzt wieder verflogen ist.

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ChristiansFoyer: Cellurizon.de

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8.5Ausgezeichnet

[...]„The Help“ legt den Fokus nicht auf die großen Geschichten, die sich vor den Augen der Nation und der gesamten Welt zwischen 1955 und 1968 ereigneten, sondern beleuchtet eines der unzähligen eher im Schatten gebliebenen Kapitel der Unterdrückung und des aufkeimenden, anfangs zaghaften, doch bestimmten Aufstandes: die im Gesamten fiktive, allerdings von realen Ereignissen und Erlebnissen wohl nicht gänzlich unberührte Geschichte von „The Help“ richtet den Blick auf das Schicksal schwarzer Hausmädchen, die ein Jahrhundert nach dem offiziellen Ende der Sklaverei der weißen Oberschicht weiterhin zu Diensten verpflichtet sind, um sich und ihren eigenen Familien bei schlechter Bezahlung ein bescheidenes Leben zu finanzieren. In seiner filmischen Umsetzung erweist sich „The Help“ als perfekter Hollywood-Stoff: knapp zweieinhalb Stunden edelstes Abspielen der Emotionsklaviatur, Rührsal, Kitsch, Klischee, Komik, Kontraste und in all dem zum Glück aufrichtig genug, um ein wirklich schöner Film zu sein.[...]

[...]Große Gefühle, große Gesten, das breit vorgetragene Leid, die überschäumende Freude, die klar definierten und dramaturgisch exakt positionierten Figuren, Helden zum Anhimmeln, Schurken zum Verteufeln, die zwei bis vier Stunden des Eintauchens in aufwallende und (über)dramatisierte Welten – das meint man, wenn man von der Traumfabrik spricht. Und, ohne dass die Geschichte oder die Ausmaße den Rahmen der Epik erreichen würden, vieles davon ist auch in etwa „The Help“. Hollywoodkino, wie es wohl kaum thematisch, aber in seiner ganzen Machart ebenso vor sechzig, siebzig Jahren hätte entstehen können, eine Zuwendung an den Kitsch, ein Nicht-Zurückschrecken vor Klarheit statt Uneindeutigkeit; ein Film, bei dem sich die Rückenlehne gleich doppelt bequem anfühlt und der besonders seines herausragend agierenden Ensembles die meiste Zeit mühelos vergessen macht, wie „bewusst“ das alles in genau diese Richtung inszeniert ist.[...]

[...]„Superficial Housewives“ könnte „The Help“ auch heißen. Oder „Racsist Hairspray Bitches“. Oder „ A White Girl makes the Difference“. Oder „Black Women‘s Courage“. Diese Alternativtitel machen es wohl schon deutlich: „The Help“ stellt ganz klar voneinander abgezäunte Gegen- und Grundsätze in Interaktion, vor dem Hintergrund, das Rassismus und Rassentrennung nicht nur wissentlich geduldet wird, sondern zur Etikette gehört und gesetzlich vorgeschrieben ist und drakonische Strafen für Zuwiderhandlungen in Aussicht stehen, seien sie ausführender oder eben helfender Art. Und dennoch: dünnes Eis ist es nicht, auf das sich „The Help“ hinauswagt, eher schon glattes und das in dem Sinne, dass der Film das allzu tiefe Kratzen und Bohren zum Bloßlegen verborgenerer Schichten unterlässt, seiner Wohlfühligkeit in einigen krasseren Szenen zwar die Hände an die Kehle legt, aber von da aus schon wieder direkt zum Schulterstreichler übergeht. Aber… darf man das? Sich wohlfühlen bei einem Film über Diskreminierung und Rassismus? Muss man sich dabei nicht wie von Stacheldraht umwickelt statt auf Daunen gebettet fühlen? Damn it, nein! Denn Betroffenheit ist kein Mitgefühl und Mitgefühl kein Zeichen von Verständnis und ein aufdiktiert mieses Gefühl keines von Dauer und Wahrhaftigkeit. Taylor inszeniert „The Help“ in einer veritablen Mischung aus Tragik, Komik und Melodramatik, die nur ganz selten nicht da anschlägt, wo sie soll. Der Film unterlässt es, die Geschichte der Hausmädchen zum allzu deutlichen Synonym für den Kampf um Gleichheit und Gerechtigkeit der schwarzen Bevölkerung insgesamt zu erklären, er lässt ihnen ihre Erlebnisse und überproportionalisiert sie und ihr anfangs stilles Aufbegehren nicht.[...]

[...]Angesichts dessen, was Hollywood in seinen „pure enjoyable entertainment“-Filmen sonst so an Problemwelten präsentiert ist „The Help“ ein Wohl unter vielen Übeln, berührend und belustigend gleichermaßen. Ein Nach- und Mitempfinden wird trotz des Themas nicht nur aus Leidensbildern generiert, soviel Bitterkeit wäre dem auch nicht angemessen, denn wenn diese erniedrigten Frauen nicht mehr lachen würden hätten ihre Unterdrücker längst über sie triumphiert. Ein paar Schwächen bleiben in den 140 Minuten Laufzeit nicht aus; das die selbstbewusste Skeeter innerhalb der Handlung nach schnell überwundenem Widerstand doch in den Armen eines konturlosen Typen landet erhält narrativ keinerlei Gewicht, ihre Bindung an ihr ehemaliges Hausmädchen Constantine wird mit einem schwülstigen Flashback arg schnell weggehandelt, wie der Film überhaupt auf diesen spannenden und emotionalen Aspekt insgesamt ein bißchen weitreichender hätte eingehen können. Annähernd jeder Punkt, in dem man „The Help“ seine Klischeelastigkeit ankreiden könnte oder wo Über- und vereinfachte Zeichnungen an Authentizität kosten, sind es die Darstellerinnen, die den Film vorm Sinkflug ins Seichte bewahren.[...]

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CINEMAN.ch

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8.0Ausgezeichnet

Weil "The Help" seinen afroamerikanischen Hausangestellten in ihrem Ringen um Gleichberechtigung oder wenigstens ein bisschen Würde eine junge Weiße als treibende Kraft vor die Nase setzt, löste der Sensationserfolg in den USA eine nicht ganz unbegründete Debatte aus. An der Tatsache, dass Regisseur Tate Taylor eine enorm unterhaltsame, sehr bewegende und vor allem herausragend gespielte Adaption des gleichnamigen Bestsellers gelungen ist, ändert das allerdings nicht das Geringste.

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R2-D2: Mann beisst Film

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7.5Sehenswert

Ungeachtet seines teils schwer im Magen liegenden und viel diskutierten Themas ist "THE HELP" nicht zuletzt dank seines herausragenden Ensembles eine mitreißende Frauengeschichte ohne all jene negativen Stereotypen, die gewöhnlich mit diesem Begriff verbunden sind, und eine hinreißende Erzählung, die noch zu einem Zeitpunkt nachwirkt, an welchem andere längst in Vergessenheit geraten sind.

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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

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7.0Sehenswert

Regisseur und Drehbuchautor Tate Taylor, der bis dato lediglich ein Shortmovie auf seiner Filmografie vorweisen konnte, trifft den feinen Zwischenton aus Tragik und Komik und gibt dem ebenso beschämenden wie bewegenden Südstaaten-Sozial-Drama im Gegensatz zum Roman schlussendlich noch so viel Optimismus mit auf den Weg, dass nach 146 Minuten ganz das gute Gefühl vorherrscht.

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Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

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3.0Schwach

Nach allen Regeln der Kitschkunst gefertigtes Rührstück über schwarze Hausmädchen im Mississippi der 60er, die nicht mehr nur länger bei Wohnungsputz und Kindererziehung weißer Mittelstandsfamilien helfen, sondern auch eine junge angehende Journalistin zu einem Buch über ihren diskriminierenden Arbeitsalltag inspirieren. Mit einem üppigen Ensemble, das der sorgfältig aufgezogenen Süßlichkeit die volle Breitseite verleiht, und einer beispiellos schwarzweiß gedachten Konfliktdramaturgie erfüllt "The Help" nicht nur jegliche Oscarkriterien mit Auszeichnung, sondern setzt die Tradition eindimensional gestrickter Hollywoodfilme ähnlicher Ausrichtung gnadenlos fort. Schwarze versteht der Film unterm Strich als Menschen ohne Eigenschaften, die sich mit Opfergaben in die Selbstlosigkeit demütigen (lassen), wenn sie nicht gerade mit klischeehafter Güte und Weisheit stillschweigend die ganz große Wahrheit hinter allem erkennen – bis im Finale die Ansprachen fallen, was sonst. Dass "The Help" deren weiße Unterdrücker zu aufgetakelten, geradezu karikaturesken Antagonisten stilisiert, um aus rassistischer Aggression auch noch fiebrige Spannungsmomente zu kreieren, versichert ihn aber immerhin gegen jede Form von Ernsthaftigkeit. Eine doppelt und dreifach gezuckerte Schmalzstulle von einem Film, bei der man wohl selbst noch den Erstickungstod in Kauf nehmen muss, um wenigstens eine Träne der Rührung vergießen zu können. Help!

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fkfilmkritik

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Das ist aber auch schwer! :)


nilswachter

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Hab den Trailer gesehen und wusste, dass das Nix wird.


Jenni Zylka: fluter, sissy, spiegel online Jenni Zylka: fluter, sissy, spiegel online

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5.5Geht so

Schade ist, dass ein Film, der gegen tödliche Ideologien wettert, dies unbedingt mit dem Herbeten von Stereotypen tun muss [...]. Dazu hat Regisseur Tate Taylor so viel Zuckriges über seiner Inszenierung ausgekippt und erzählt seine Geschichte so konventionell, dass einem zum Schluss [...] glatt ein paar Plomben herausfallen könnten.

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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de

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8.0Ausgezeichnet

The Help ist eine schön, eine hervorragend erzählte Geschichte, in der alles gut ausgeht. So wurde sie auch heftig als Schönfärberei angegriffen. Wer sich drauf einlässt, kann sich über exzellente Bilder, eine (im Original) reizvolle Sprache und tolle Schauspieler freuen.

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H.J. Rippert: filmszene.de H.J. Rippert: filmszene.de

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8.0Ausgezeichnet

Großes Hollywood-Kino, unterhaltsam und aufwühlend.

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Annekatrin Liebisch: Radio Köln Annekatrin Liebisch: Radio Köln

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8.0Ausgezeichnet

Nie verliert Taylor das Bewusstsein dafür, dass die Thematik seines Films eine äußerst ernste und dramatische ist. Doch er verleiht dem Diskriminierungsdrama mit amüsanten Abschweifungen und lichtdurchfluteten Bildern eine Leichtfüßigkeit, die schwerlich zu erwarten war.

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Tobias Nagl: Spiegel Online Tobias Nagl: Spiegel Online

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3.5Schwach

Die Charaktere von Aibileen und Minny bleiben moralisch aufrichtige, aber eindimensionale Klischeefiguren, die als passive Stichwortgeber fungieren. Sie sind Katalysatoren für die Transformation der schillernden weißen Hauptfiguren.

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Kritikerman

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Gute Kritik!


Ronja Dittrich: br-online Ronja Dittrich: br-online

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7.0Sehenswert

The Help ist ein klassisch sentimental erzähltes amerikanisches Märchen, das in bekannter Hochglanzoptik vom Streben nach Gerechtigkeit erzählt.
Als solches ist der Film jedoch durchaus sehenswert, was auch seinem Darstellerinnen-Ensemble aus Jungstar Emma Stone, Viola Davis und Octavia Spencer zu verdanken ist.

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José Garcia: Textezumfilm

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7.0Sehenswert

Trotz des ausgezeichneten Produktionsdesigns kann „The Help“ die atmosphärische Dichte nicht über die gesamte, mit zweieinhalb Stunden zu lang geratene Filmdauer halten. Die gefühlsduselige Klaviermusik sowie holzschnittartige Charaktere tragen zu einer Vergröberung bei, die das moralische Anliegen von „The Help“ schmälert. Darüber hinweg helfen jedoch die Situationskomik und der feine Humor, der den Film durchzieht. Sehenswert ist vor allem die schauspielerische Leistung des Ensembles, die aus den vom Drehbuch vorgegebenen, kaum tiefgründigen Charakteren das Beste holen und „The Help“ zu einem durch und durch Schauspieler-, genauer: zu einem Schauspielerinnenfilm machen. Denn Männer kommen in Taylors Film nur am Rande vor.

Emma Stone gestaltet ihre Skeeter mit einer genau ausgewogenen Mischung aus Verletzlichkeit und Entschlossenheit, Bryce Dallas Howard brilliert in einer für sie kaum gewohnten Rolle als standesbewusste, selbstgerechte „Dame“. Insbesondere Jessica Chastain überzeugt als von der Gesellschaft Ausgeschlossene, von Selbstzweifeln geplagte, leicht neurotische junge Ehefrau – eine Rolle, die leicht zum Chargieren verführt hätte. „The Help“ lebt vor allem aber von der hervorragenden Darstellung der zwei Hausmädchen durch Viola Davis, die bereits 2008 für den Oscar nominiert wurde, und Octavia Spencer. Zwar sind auch ihre Figuren schematisch angelegt – Aibileen die Melancholische, Minny die Resolute. Aber die Schauspielerinnen hauchen ihnen so viel Leben ein, dass ihre Charakterentwicklung völlig authentisch wirkt. Durch die unterschiedlichen Figuren wird „The Help“ zu einem glaubwürdigen Gesellschaftsporträt der Südstaaten der Vereinigten Staaten zu einer Zeit, die unendlich weit in die Vergangenheit zurückzureichen scheint, die jedoch lediglich ein halbes Jahrhundert zurückliegt. Durch die Verbundenheit der weißen und schwarzen Filmheldinnen plädiert „The Help“ darüber hinaus für die Überwindung der Rassenunterschiede auf menschlicher Ebene sowie für Vergebung und Versöhnung.

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Jens Hinrichsen: Film-Dienst.de Jens Hinrichsen: Film-Dienst.de

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7.0Sehenswert

Das überdehnte, mit nur wenigen Schönheitsflecken eingetrübte Happy End weckt Misstrauen gegenüber dem kritischen (also auf heutige Minderheitenprobleme anwendbaren) Potenzial des handwerklich imponierenden Films.

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D. Edelstein: USA Today D. Edelstein: USA Today

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6.0Ganz gut

The Help hätte zur frauenfeindlichen Karikatur werden können, doch die Schauspielerinnen wissen jede sich bietende Gelegenheit zu nutzen um das Schlimmste zu vermeiden - selbst Howard legt eine neurotische Kontrollverlust-Angst an den Tag, durch die Hillys Rassismus im Zaum gehalten wird.

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Simon Eberhard: Outnow.ch Simon Eberhard: Outnow.ch

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6.5Ganz gut

Das Zielpublikum dürfte jedoch durchaus auch männlich und vorwiegend in liberalen Gesellschaftskreisen zu finden sein. Denn der Film von Tate Taylor ist politisch durch und durch korrekt - was hier allerdings nicht zwingend als Vorwurf verstanden werden soll. Diese Korrektheit kann allerdings zwischendurch etwas unangenehm aufstossen, wenn in allzu plakativer Manier Gut und Böse unterschieden werden.

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goodspeed: ANIch / UFA Fiction / OLOsBLOG

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9.5Herausragend

Drei Filme schaffen es im Schnitt pro Jahr, mir eine vergoldete 10 zu entlocken. Sie müssen nicht perfekt sein, aber sie müssen mich innerhalb der ersten fünf Minuten zum Strahlen bringen und mit demselben Strahlen wieder nach Hause entlassen. Dazwischen möchte ich das Leben bejahen, verfluchen und vor Freude und Trauer einfach drauflos schreien dürfen. Das sind die seltenen Filmerlebnisse, nach denen ich täglich Ausschau halte - und heute war es wieder so weit: The Help

Spielbergs Die Farbe Lila trifft auf Irvings Gottes Werk und Teufels Beitrag. Bevor ich mich erdreiste, diesem Film eine ausführliche Kritik aufzudrücken, muss ich morgen als allererstes das Buch kaufen - und auffressen!

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Kommentare (106) — Film: The Help


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annamargarethe.schumacher

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Bewertung2.0Ärgerlich

Leute, lest bitte das Buch. In diesem Gute Menschen - Schlechte Menschen - Drama wird nichtmal annähernd rübergebracht, was es eigentlich sollte ...

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Aoewir

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was sollte es denn rüberbringen, was man im Film nicht erkannte?


Richardlöwenherz

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Es geht bei Moviepilot darum Filme zu beurteilen und nicht Bücher !
Ein Buch ist ein Buch ist ein Buch . . . .
Ich sitze ja auch nicht im Hotelzimmer und sehe mir ein Foto von einem strand an und erzähle dann wie öde es dort war . . . .


christian.gerlach.351

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Bewertung7.5Sehenswert

Tolle Schauspieler, tolle Story und sehr schöne (Natur)aufnahmen. Wenn mich überhaupt etwas gestört hat, dann war es dass der Film dazu neigt, in einigen Momenten ins rührseelige abzugleiten. Aber das ist wirklich nur ein Nebenaspekt... anschauen lohnt sich!

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Eru

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Bewertung9.5Herausragend

"The Help" schafft es emotional über den Rassismus der 60ger Jahre in Mississippi zu erzählen. Dabei fehlt dem Film nicht die nötige Prise Humor um ein solches Thema über 2 1/2 Stunden frisch zu halten.

Erstmal scheint es einem wirklich so als sei man in den 60gern, dazu kommt noch der absolut grandios aufgelegte Cast, vorallem Stone und Spencer.
Ein Spagat zwischen Humor und Dramatik ist warlich schwer, kann man bei diesem Film aber nichts von sehen. Von tieftraurigen Momenten, wo ich ein zwei Tränchen vergießen musste, zu absolut lustigen Dialogen und Schokoladenkuchen :)
Diesen Film schaut man nicht unbedingt mit dem Kopf, sonder eher mit Herz und Seele.

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Sa2001ra

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Bewertung5.0Geht so

Also, wir sehen uns den Film in Religion an...hoffe er ist gut ;)

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PassionForSound

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Wegen Dummheit


SciFiFan

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das muss es sein!


Miami Twice

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein warmherziger und mitfühlender Film der einen trotz seiner langen Laufzeit bis zum Ende hin packt - die Darsteller spielen überzeugend dazu eine tolle 60er Kulisse die dem Film eine besondere Atmosphäre verleiht.

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DKennyK

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Bewertung6.5Ganz gut

THE HELP schafft es in einem sehr düsteren Setting ein schöner und ruhiger Feel-Good-Movie zu sein. Dies ist dann sogleich auch Fluch und Segen dieses Films.
Es ist das perfekte Werk für einen gemütlichen Fernsehabend, bei dem der Anspruch zwar nicht zu kurz kommen, es jedoch nicht gleich ins Schwere oder gar Intellektuelle abdriften soll. THE HELP punktet dabei insbesondere in durch seine Charaktere und deren einfühlsame Darstellung. Die einfache Prämisse wird gekonnt erzählt, sodass es selbst bei der Überlänge nicht wirklich zu Längen kommt und der Film sich eher wie ein 90-Minüter anfühlt.
Auf der anderen Seite nimmt man sich dem Hintergrund der Rassentrennung der 60er Jahre nur "Offscreen" an und eine wirklich realistische Darstellung der Lebensrealität der schwarzen Bevölkerung zu dieser Zeit sucht man vergebens. Somit bleibt THE HELP insgesamt zu oberflächlich, um wirklich tief zu gehen, aber dennoch so solide inszeniert, das man mit einem guten Bauchgefühl den Film verlassen kann.

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Line3105

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Bewertung9.5Herausragend

Gestern habe ich mir “The Help” angeschaut. Ich war schon seit einer Weile sehr neugierig auf diesen Film, den ich unbedingt sehen wollte. Und ich fand ihn großartig. Schon während des Films, nach der ersten halben Stunde dachte ich: “Wow. Was für ein toller Film!”

Die Schauspieler sind toll besetzt. Irgendwie kennt man wieder alle vom Sehen her, kann sie aber oft nicht richtig zuordnen, weil es teilweise Newcomer oder ewige Nebendarsteller sind :-)

Die Story ist sehr aufwühlend – es berührte wirklich mein Herz ganz tief. Ich mag generell diese Filme und liebe das Genre “Drama” besonders dann, wenn es um eine positive Message geht…

Hier macht man die Erfahrung als “Weißer” die Welt der unterdrückten “Dunkelhäutigen Bediensteten” zu sehen. Man schämt sich oftmals selbst, wenn man mit ansieht wie die versnobten Weißen zu meinen scheinen, dass sie die Welt regieren würden und über Minderheiten entscheiden könnten. Mit lautlosen Beschuldigungen zerstören sie das Leben der Menschen, die in deren Augen nichts wert sein.

Mich regt sowas immer sehr zum Nachdenken an und es stimmt mich sehr traurig, so kommt man auch in diesem Film nicht ohne 2-3 Tränchen hinaus :-)

Jedenfalls empfehle ich den Film an alle weiter, die sich für Themen wie Artheid, Unterdrückung, Revolution gegen “das Böse” und die Freiheit interessieren!

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christiane.lentz

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Toller Film!
Er hat mich bis zur letzten Minute gefesselt….

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Laserdance

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Bewertung9.0Herausragend

Sicher kein Film für jedermann.

Mir hat der Film Super gefallen. Klasse Erzählkino.Das Thema zu Bedeutung der Schwarzen Nannys für Amerika. Gab es so noch nicht. Zumindest kann ich mich daran nicht erinnern.

Wobei wir auch beim Thema sind, die Schwarzen Schauspieler machen ihre Sache grandios. Und das Thema wird sehr gut rausgearbeitet.

Der Film spielt auch klasse mit allen Gefühlen. Man konnte das ein oder andermal durchaus lächeln. Nicht schallend lachen aber süffisant komisch fand ich einiges. Wobei auch die tragischen Momente nicht zu kurz kamen.

Klasse Film

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Brainybab

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Bewertung7.5Sehenswert

"The Color Purple" meets "The Stepford Wives" and "Fried Green Tomatoes (at the Whistle Stop Cafe)". Gewürzt mit einer Prise "Steel Magnolias".
Nachdem der Film für ca. anderthalb Stunden auf das Langweiligste vor sich hindümpelt, nimmt er dann doch Fahrt auf und wird noch richtig gut.
Die Darstellung des schwarz/weiß-Themas ist allerdings sehr stereotyp. Alle weißen Frauen sind zickig oder überspannt und misshandeln ihre Kinder, alle schwarzen sind immer verständnisvoll, kämpferisch und voller Mütterlichkeit.
Auch hätte ich gerne gesehen, dass die historischen Originalausschnitte wenigstens mit Untertiteln oder einem Voice-over versehen worden wären. So sind Teile des Films möglicherweise nicht jedem zugänglich.
Ich persönlich finde Rassendramen im Zeitalter eines schwarzen Präsidenten der USA etwas überholt und auch die erzählten Geschichten der Hausmädchen sind mir zu eindimensional. Dennoch finde ich den Film durchaus sehenswert und würde die dafür aufgewendete Lebenszeit nicht zurückverlangen wollen.

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Dridge

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Ich hab den Film noch nicht gesehen, aber gerade das Buch beendet - da ist es eigentlich ziemlich neutral und ausgewogen. Dort gibt es auch so einige negative schwarze Charaktere, selbst Hauptfigure Minny. (Im Buch ist sie größtenteils ziemlich unfreundlich und unterkühlt)


Brainybab

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danke für den Hinweis


jacker

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Bewertung7.0Sehenswert

Man sieht es in letzter Zeit immer häufiger: Wichtige, mal aktuelle mal historische, teils sogar bedrückende, brutale und schreckliche Themen werden in Filmen in leichte, unterhaltsame, farbdurchflutete Gewänder gekleidet - leicht konsumierbar, schick anzusehen und ohne desaströsen Effekt auf den Rezipienten. Da schreien wir, die wir doch an ernste Themen intuitiv den Anspruch von kargem Realismus, beklemmender Atemlosigkeit und einem monströsen Klos im Hals hegen, erst einmal laut auf!

Skandal! Weichspülung! Feel-good! Mainstream-Soße!

Bei genauerer Überlegung schadet es jedoch nicht, diese negative Abwertungshaltung zu hinterfragen und ein Stück weit zu überdenken:
Gibt es nur einen richtigen Weg für die Erzählung unangenehmer Dinge? Ist es nicht vielleicht - orientiert am Zielpublikum - in manchen Fällen sogar geschickter etwas weniger dick aufzutragen, um im Endeffekt nicht vollkommen zu verstören, sondern durch punktuelle, unangenehme Akzente zum Nachdenken anzuregen?
Wer den x-ten Trier hinter sich hat und bewusst vergleichbare Werke sucht, ist es gewohnt durchgeprügelt, gefordert, provoziert, malträtiert zu werden. Wer ab und an mal einen Film ansieht nicht. Und ist (wie die Rezeption solcher Seelenqual-Werke immer wieder zeigt) sehr schnell überfordert.

Lange Rede, die auf folgendes hinaus will: THE HELP ist einer dieser Filme.
Im Fokus stehen die Rassentrennung und der offen gelebte, die Gesellschaft parasitär durchziehende, unvorstellbar tief verankerte Rassismus in den USA der 50er und 60er Jahre - eingewoben in eine mal dramatische, mal niedlich-lustige (Jessica Chastain weist hier definitiv typischen Comic-Relief-Charakter vor) und eben nur marginal beklemmende Story. Würden die kurzen Momente, in denen unmissverständlich die menschenverachtende Art und Weise der damaligen weißen Oberschicht gezeigt und angeprangert wird fehlen, wäre THE HELP wahrscheinlich eine romantisierend-träumerische Frechheit. Und obwohl Autor und Regisseur Tate Taylor bei weitem nicht alles richtig macht - speziell zum Ausklang der Geschichte vielleicht sogra doch noch den falschen Ton anstimmt - stimmen über weite Strecken Maß und Balance des Gezeigten.

Viola Davis erledigt ihren Job wirklich großartig und spielt eine von vielen Dienstmädchen, die in den Villen arroganter Damen für Haushalt, Kindererziehung, Kochen und auch sonst eigentlich alles zuständig sind, als Dank jedoch nicht wie Menschen (oder wenn überhaupt als Menschen dritter Klasse), sondern wie räudige Hunde behandelt, völlig unterbezahlt und bei jeder Gelegenheit mit Füßen getreten werden. Die grenzenlose Dummheit, mit der die feinen Damen ihre Dienstmädchen beispielsweise als 'gefährlichen Krankheitsherd‘ bezeichnen, auf der anderen Seite jedoch - die eigene Unfähigkeit nicht zur Schau stellen wollend - eben diese Frauen ihre eigenen Kinder erziehen lassen, erzeugt mindestens Wut, wenn nicht tiefe Verachtung für einige Menschen und die anerkannten gesellschaftlichen Zustände dieser Zeit. Natürlich muss man sich eines Faktes bewusst sein: es gab sicher nicht nur zwei Extreme, sondern auch etwas dazwischen! In THE HELP gibt es 'böse Menschen' und 'gute Menschen', die die afroamerikanischen Menschen als gleichwertig ansehen, allerdings keinerlei Nuanciertheit. Nicht sonderlich realistisch, wie sehr Taylor es nicht/schafft, oder zumindest daran interessiert ist, realistische Charaktere und Zustände zu zeigen, mag trotzdem aus heutiger, europäischer Sicht unmöglich zu beurteilen sein. Das können Historiker und Zeitzeugen. Die Message bezüglich Rassismus und Gleichbehandlung wird klar, also Fazit: Mission erfüllt und der leichte Humor plus bunter Optik ist vergeben.

Letzteres - die visuelle Gestaltung, sowohl auf Seite der liebevollen Kulissen, wie auch Kostüme, etc. - ist sehr gelungen. THE HELP ist einfach schön anzusehen und wirkt wie ein leicht romantisiertes Fenster in die gezeigte Zeit. Ergänzt durch die soliden Schauspielleistungen der meisten Beteiligten (die nur selten ein bißchen übers Ziel hinaus schießen) und den guten Fluss der Erzählung, fühlen sich die zweieinhalb Stunden definitiv nicht lang an.

Ein bisschen weniger Kitsch und eine etwas klarerer Transport des inhaltlichen Fazits (lediglich ein gewagtes Buch hat nämlich NICHT urplötzlich den Rassismus beendet) und THE HELP wäre richtig gut - so bleibt ein Zuckerwatte-umschmiegter Blick auf die Zustände der damaligen Zeit, der im Kern gerade noch genügend bitter schmeckt.

[http://weltamdraht.blogsport.de/2013/09/02/the-help-2011]

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jacker

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Ich habe das auch erstmals aus der Richtung gesehen und zwar weil ich den Film in 'nicht-Filhärte-erprobter'-Gesellschaft gesehen ahbe und überrascht war, wie nah teilweise (in meinen Augen recht sanfte Szenen) gingen.
Und da hab ich mir mal Gedanken drüber gemacht, ob man eigentlich immer mit dem Seelenhammer voll drauf hauen muss, oder ob das nur einer von vielen legitimen Wegen ist?!


latelow

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Ich gucke Filme fast ausschließlich und am liebsten alleine. "Allgemeine" Meinungen kriege ich hauptsächlich über MP mit.
Das ist wahrscheinlich auch der springende Punkt, des "bisher" fehlenden Verständnisses des Mainstream.

Deine beschriebene Situation kann ich mir gut vorstellen. Wenn ich mal in Gesellschaft gucke, bin ich auch des öfteren überrascht wie leicht gelegenheitsgucker zu beeindrucken sind.

Das mit dem Seelenhammer und was man darunter versteht, ist so ne Sache, sicher muss nicht immer sein aber wenn dann mal notwendig, auch nicht fehlen darf. Andersrum darf es im Fall von Trier, natürlich ab und an auch weniger sein.


HaleyJames

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein sehr schöner Film für zwischendurch.

Man fühlt mit den Charakteren und es macht Spaß sich durch den Film zu schmunzeln :D

Emms Stone sehe ich sowieso immer wieder gern. Und auch Viola Davis alias Aibileen und Bryce Dallas Howard alias Hilly haben mich sehr begeistert.

Also ein sehr positiv wirkender Film mit viel Witz :)

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mtd1963

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Bewertung9.5Herausragend

Unglaublich das Buch wurde, vor seinem Erscheinen 2009, 59mal von verschiedenen Verlagen abgelehnt. „Zivilcourage überspringt manchmal eine Generation“.

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TV Einheit

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Bewertung9.0Herausragend

Warmherziger, schöner und wichtiger Film. Nach wenigen Minuten steckt man tief in der Geschichte und spürt mit wachsenden Unbehagen die schreckliche Ungerechtigkeit, freut sich über die winzigen Erfolge und wünscht den Protagonisten das Beste der Welt ... Ein Rosa-Brillen-Film, der Hoffnung macht und jede Menge gute Laune.

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heikschn

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Bewertung7.5Sehenswert

Was man sich beim Betrachten von The Help immer bewusst machen muss, ist, dass dies alles gerade 50 Jahre her ist. Die Sklaverei war bereits Jahrzehnte vorher abgeschafft worden. Doch von Generation zu Generation weitergegebene Verhaltensmuster und Einstellungen waren und sind bei vielen sicher auch heute noch erhalten geblieben. The Help ist ein beeindruckender Spiegel seiner Zeit und dies vor allem wegen des genialen Spiels der beteiligten Darstellerinnen. Auch wenn es vielleicht unfair den anderen Schauspielerinnen gegenüber ist, fand ich Bryce Dallas Howard am beeindruckendsten, weil ich sie bis dahin stets in komplett anderen Rollen erlebt hatte.

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PasiBrand

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Man kann zu diesem Film eigentlich im groben sagen, dass er gut ist. Der Film ist jetzt nicht wirklich etwas Oscar-Verdächtiges. Nein er ist einfach nur Gut. Und das hat auch seine Gründe. Er ist nichts für jeder Mann Sache und somit jetzt nicht wirklich für Männer gedacht. Eher für Pärchen die mal einen netten Film für Freitag Abend schauen wollen. Oder für Leute die sich wirklich für die Story und Hintergrundgeschichte interessieren. Welche Zielgruppe aber auch für diesen Film geeignet ist sind Schüler der 8. Klasse die gerade in English oder in Geschichte gerade das Thema Rassentrennung haben. Zumindest bin ich so an den Film gekommen. Ja ich bin bzw. war in der 8. Klasse. Jetzt in der 9. Klasse. Auch wenn mich der Film eigentlich gar nicht interessiert hat zumindest am Anfang machte ich mir danach aber noch mehr Gedanken über dieses Thema und wie man damit umgehen sollte. Aber kommen wir mal zu der Handlung. Grob gesagt geht es um eine Weiße Frau die sich für ein mehr oder weniger große Zeitung bewerbt (also als Redakteurin) Jedenfalls brauch sie eine große Story. Und ausgerechnet zu dieser Zeit in der Rassentrennung ganz groß war zumindest in den Süd-Statten, den dort spielt auch dieser Film merkt man auch leicht am Akzent mancher Figuren. Jedenfalls denkt sie, dass es doch auch mal anders und gut wäre über die Farbigen oder bzw. die Bezeichnung in dieser Zeit Schwarzen oder auch Nigger Haushälterinnen zu schreiben die den ganzen Tag für einen unterdurchschnittlichen Lohn arbeiten müssen nur damit sich die Weißen sag ich mal vom Verhalten der verschiedenen Figuren Arrogante Ar***löcher sich vergnügen können und nichts machen müssen. War vielleicht zu dieser Zeit nicht ungewöhnliches. Jedenfalls braucht diese Redakteurin auch jemanden der ihr die Geschichten erzählen kann und ihr damit auch sagen kann wie es wirklich ist als Haushälterin. Jedenfalls kommt auch noch dazu, dass die Haushälterin die für das Kind früher immer da war gefeuert wurde da es für die Mutter der Redakteurin deren Name ich vergessen habe unangenehm fand , dass eines Tages die Tochter der Haushälterin ausgerechnet zu einem Fest der Mutter der Redakteurin ins Haus spazierte und damit alle anderen Weißen Besucher verärgerten und sich von den Anblick erschreckten. Da dies die Mutter nicht aushielt Wurf sie beide raus und sie haben sich danach nie wieder gesehen obwohl die Mutter sehr nett zu ihren Haushälterinnen war. Jedenfalls ist diese Redakteurin auch noch wütend auf ihre Mutter auch weil sie sich nicht einmal für sie einsetzt. Ich weis eine grobe Handlung sollte kürzer sein aber wie soll ich es auch anders schreiben. So und jetzt mal zu den Figuren. Es gibt sehr viele Nebenfiguren eigentlich sind alle Nebenfiguren gut außer der Redakteurin. Aber die Handlung alleine spielt sich größten Teils auf die Entwicklung der Nebenfiguren auf. Und da The Help ja im Film ein Buch ist werden auch viele gute und richtig gute Gags auch in diesem Buch veröffentlicht und was soll ich sagen es ist einer der besten Szenen im ganzen Film indem sich mehrere Leute die im Verlauf des Filmes wieder aufgetaucht sind und dieses Buch meist Laut gelesen haben. Auch so im Filmverlauf kommen manchmal echt gute Gags rüber. Ich will aber nicht Spoilern auch wenn ich gerne würde gerade in diesem Moment. Jedenfalls die Gags sind echt gut durchdacht und passen sich auch ihrer Zeit in der die Leute im Film leben extrem gut an. Auch der Flair dieser Zeit wurde extrem gut rüber gebracht, so hört man mal bekannte Klassiker aus der damaligen Zeit und sieht TV Ausschnitte von Doktor Martin Luther King bis hin zu John Kennedy. Diese TV-Ausschnitte haben aber auch eine recht nachdenkliche Wirkung, denn wenn man die Szene sieht in der ein schwarzer Freiheitskämpfer ( Der nicht Martin Luther King ist ) musste man direkt ausschalten. Wenn sich aber jemand eine Rede von John Kennedy angesehen hat mussten alle mitgucken zumindest die Weißen. Irgendwie Ironisch. Also warum gebe ich nun diesen Film das Fazit Gut. Dazu kann ich nur 1 sagen. Findet ihr mal jemanden der heutigen Genration der sich für so etwas interessiert. Ich gebe zu ich habe mich selbst niemals dafür interessiert und dies wird dann wohl auch der wichtige Grund dafür sein. Ich denke mal hätte ich ihn ein wenig später oder auch ein paar Jahre später gekuckt würde es vielleicht einer meiner Lieblings Filme sein. Deshalb nur Gut aber wer weiß vielleicht irgendwann einmal werde ich meine Meinung ändern.

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angelmoonsoul

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der Film hat ca 140 Minuten, aber gelangweilt habe ich mich keine einzige Minute.
Und das ist bei Filmen mit einer solchen Länge eher selten.
Jessica Chastain spielt ein blondes und verrücktes Dummchen. Sie ist absolut perfekt in ihrer Rolle. Man muss immer lachen, wenn sie auftaucht.
Emma Stone spielt in The Help eine Schriftstellerin. Sie beweist hier, dass sie auch erwachsene & ernste Rollen spielen kann.
Octavia Spencer hat den Oscar für ihre Rolle sowas von verdient. Sie und Viola Davis liefern eine tolle schauspielerische Performance ab.
Der ganze Cast ist perfekt. Alle Rollen sind sehr gut besetzt und das ist leider nicht bei allen Filmen so.
Man bekommt nebenbei auch sehr schöne Aufnahmen von Jackson/Mississippi zu sehen.
Der Film gehört für mich zu den besten amerikanischen Filmen der letzten Jahren.

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angelmoonsoul

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@Mac_C_Tiro
Danke auch =)


bonjovi84

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deine kritik ist und und kanpp und doch recht treffend.
hollywood kann auch anders als nur oberflächlich zu sein...


Patrick Zecca

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der Film ist schwarz-weiß-Malerei, im wahrsten Sinne des Wortes.
Er mag etwas zu flach sein, historisch wenig treffend, zu wenig mit der Zeit und den damaligen Taten ins Gericht gehend.
Nichtsdestotrotz, er weckt Emotionen und er macht Freude.

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cpt. chaos

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Aibileen und Minny sind die farbigen Hausmädchen, die in den Südstaaten des Jahres 1962 die Kinder der dekadenten weißen Gesellschaft großziehen, den gesamten Haushalt schmeißen und als ob die erniedrigende Bezahlung nicht bereits Hohn genug wäre, sich auch noch sämtliche Demütigungen gefallen lassen müssen – schließlich ist es so üblich und selbstverständlich auch entsprechend gesetzlich geregelt.

Als die junge Skeeter nach absolviertem Studium in ihre Heimatstadt nach Jackson, Mississippi zurückkehrt, beschließt sie ein Buch über die herrschenden Missstände zu schreiben, wozu sie jedoch zunächst die eingeschüchterten Haushaltshilfen überzeugen muss, um sie für die gemeinsame Sache zu gewinnen.

Überzeugende Darsteller, stimmiges Setting, prächtig eingefangene Bilder, ein prima Score und eine wundervoll einfühlsam erzählte Geschichte, die für meinen Geschmack kein bisschen kitschig daherkommt, auch wenn mancher diese Meinung vertritt.
Zuweilen erinnert "The Help" an "Grüne Tomaten", den ich bewertungsmäßig auf gleicher Höhe sehe. Ein warmherziger Film, bei dem sich auch mal eine Träne wegdrücken lässt, für die man sich keinesfalls zu schämen braucht!

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Martyman

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Bewertung9.5Herausragend

Lustig, traurig, spannend, mitreißend, extrem berührend und einfach nur richtig schönes Kino!
Viel mehr braucht man zu diesem meisterhaft gespielten und wunderbar inszenierten Drama nicht zu sagen. "The Help" ist ein großartiger Beitrag zum Thema Rassismus (in den USA) - perfekte Darsteller rufen in dieser wunderschönen Geschichte so viel Mitgefühl beim Zuschauer hervor - man wird richtig emotional! Ganz großes und bewegendes Drama, eine Geschichtsstunde der besonderen Art.

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