The House with Laughing Windows
La casa dalle finestre che ridono (1976), Laufzeit 110 Minuten, Thriller, Horrorfilm
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von Pupi Avati, mit Lino Capolicchio und Francesca Marciano
Restaurator Stefano hat den Auftrag, in einer ländlichen italienischen Kleinstadt ein Kirchengemälde aufzuarbeiten. Während der Arbeit bemerkt er, dass das Bild noch mysteriöse Vorgänge zeigt. Stefano versucht, mehr darüber herauszufinden, doch die Einheimischen sind äußerst verschwiegen. Schon bald muss der Restaurator feststellen, dass er einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur gekommen ist.
Cast & Crew
-
Pupi Avati
-
Lino Capolicchio
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Francesca Marciano
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Francesca
Regie
Schauspieler
-
Maurizio Costanzo
-
Pupi Avati
-
Antonio Avati
- Genre
- Mysterythriller, Horrorfilm
- Ort
- Italien, Kleinstadt
- Handlung
- Entdeckung, Geheimnis, Gemälde, Kirche, Mystery, Restaurator, Restaurierung
- Stimmung
- Gruselig, Spannend
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Drehbuch
Filmdetails The House with Laughing Windows
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Kritiken (1) — Film: The House with Laughing Windows
alexklotz: Freier Journalist (Hard Sen...
Kommentar löschenAvati greift in seinem Film eine Ausgangssituation des klassischen Horrorfilms auf – der Fremde, der in eine entlegene, abgeschottete Gemeinschaft eindringt – variiert diese aber auf sehr moderne Weise und bricht sie zuweilen sogar. Statt durch eine neblige Sumpflandschaft wandert der Protagonist durch eine sonnendurchflutete, idyllische Landschaft in der Poebene und eine kleinwüchsige Figur ist nicht etwa Faktotum im Schloßkeller, sondern Bürgermeister. Diese Kontraste tragen viel zu der sehr eigenen Atmosphäre des Films bei, die an einen Fiebertraum erinnert und nur von wenigen Filmen in dieser Intensität erreicht wurde. Den höchsten Anteil daran hat aber wohl Avatis Stil: Hier gibt es kaum eine Sequenz, von der man nicht sagen könnte, daß sie in Sachen Ausleuchtung, Kameraführung, Score und Locationwahl nahezu perfekt scheint, besonders gelungen ist die Kadrierung, in der sich neben dem gequälten Heiligen ein zweites Leitmotiv des Films findet: Der Protagonist in einem kleinen Rechteck aus Licht, umgeben von absoluter, allmächtiger Finsternis.
Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (2) — Film: The House with Laughing Windows
Kommentar schreibenlieber_tee 2012/05/22 19:06:40
Kommentar löschenSchicht für Schicht trägt der Restaurator Stefano ein Kirchen-Fresco frei, Schritt für Schritt kommt er dabei einem tödlichen Geheimnis nahe. Zeitlupenhaft entwickelt sich dabei ein schauriger Spannungsfaden, der immer wieder mit kurzen unwirklichen Momenten ergänzt wird. Die beteiligten Charaktere sind allesamt etwas sonderlich, ebenso die Sätze die sie von sich geben. Ihr Handeln ist von seltsamen Aussparungen geprägt, so dass ein irrealer Sog entsteht. Der Zuschauer und steif-entrückte Hauptdarsteller tauchen in einen gespenstischen Albtraum ein, in dem die maroden Häuser und farblos-leere italienische Landschaft, die eigentlichen Hauptakteure sind. Giallo-Elemente werden eher versteckt eingesetzt (wenn überhaupt), dieser gespenstische Streifen zielt eher auf ein grausiges (und etwas unfreiwillig komische) Finale hin. Sanft-surrealer Mystery-Streifen aus den 70ern, von Pupi(!) Avati ("Zeder") begabt ins Bild gesetzt . Für Genre-Fans, die mit zurückhalt-langsamen Horror-Trips etwas anfangen können und deren Lieblingsfilme Argentos "Profondo Rosso", Roegs "Don't Look Now" und Antonionies "Blow Up" sind.
bedenklich? 20 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 33 Antworten
lieber_tee 2012/05/22 19:12:45
Antwort löschenDer Film wird am 25. Mai 2012 von CMV, in Deutschland, veröffentlicht.
Le Samourai 2012/05/22 19:23:23
Antwort löschenOh yeah, SO ein fantastischer Giallo!!!
lieber_tee 2012/05/22 19:29:05
Antwort löschenIst kein Giallo, hat mir aber gut gefallen.
Le Samourai 2012/05/22 19:39:30
Antwort löschenAber selbstverständlich ist das ein Giallo!
Andy78 2012/05/22 19:45:54
Antwort löschenAlso ich kenne den Film leider noch nicht, aber "grausig" und "unfreiwillig komisch" ist für mich eine Art antagonistischer Widerspruch...;)
lieber_tee 2012/05/22 19:46:55
Antwort löschen@ Le,
weils die Giallo-Bibel sagt?
@ 78
geht wohl ;)
Andy78 2012/05/22 20:05:23
Antwort löschenJetzt wird man hier schon mit unbegründeten Widerspruchsfragmenten ruhig gestellt...Aber gut...Das merk ich mir...Warte mal ab bis ich den Film gesehen hab, dann wird reflektiert, bis dir die Ohren schlackern!!! ;/
lieber_tee 2012/05/22 20:11:31
Antwort löschenWenn ich begründen würde müsste ich spoilern. Schau ihn dir an, dann schreiben wir darüber. Ist aber nicht wirklich wichtig um den Film zu genießen...
Andy78 2012/05/22 20:19:28
Antwort löschenDas habe ich vermutet...Hm...Jetzt muss ich mir den bestimmt kaufen, weil er wohl nicht im Verleih gelistet sein dürfte...
lieber_tee 2012/05/22 20:24:45
Antwort löschenSchwierige Sache, da du dafür über 20 Euro zahlen musst. Hast du nicht auch jemanden den du berauben kannst um das Geld dafür auszugeben?
Le Samourai 2012/05/22 21:51:52
Antwort löschennicht nur die heißgeliebte giallo bibel. der taucht in ALLEN gängigen listen auf und in ALLEN reviews läuft der unter giallo. wieso auch nicht? also wieso ist er denn in deinen augen keiner??
lieber_tee 2012/05/22 22:43:45
Antwort löschenFinde, das eine falsche Erwartungshaltung auf gebaut wird wenn man dieser mystische Gruselfilm als Giallo rezipiert. Gebe dir aber recht, das er die Elemente hat, sie aber anders nutzt. Überlege mir gerade wie ich das dem Leser klar machen soll ohne zu spoilern.
lieber_tee 2012/05/22 22:47:02
Antwort löscheneXonic hat ja auch schon unten das angesprochen.
Mimuschka 2012/05/23 00:24:29
Antwort löschenexcuse me, i just had to pupi
Le Samourai 2012/05/23 00:43:35
Antwort löschenIiih, open the window, avati, avati!
lieber_tee 2012/05/23 00:51:21
Antwort löschen:)
Mimuschka 2012/05/23 01:33:57
Antwort löschenthey wont open, they're laughing too hard!
Mimuschka 2012/05/23 01:35:27
Antwort löschen@mimuschka: haha, war das eine anspielung auf den filmtitel? clever clever, dein humor gefällt mir!
Mimuschka 2012/05/23 01:35:44
Antwort löschenviele dank :-)
lieber_tee 2012/05/23 02:44:47
Antwort löschen:))))))))))))))))))))))))))))))))))))))) ich mag mich auch.
Mr Vincent Vega 2012/05/23 12:14:07
Antwort löschenIst kein Giallo.
Le Samourai 2012/05/23 12:49:24
Antwort löschenIst D-E-F-I-N-I-T-I-V ein Giallo. Zwar ein Grenzgänger zum Gothic-Horror, aber filmgeschichtlich auch eindeutig dem Giallo zuzuordnen.
Punkt, Ende der Diskussion!
Mimuschka 2012/05/23 12:53:44
Antwort löschenhirschi has spoken!
Le Samourai 2012/05/23 13:00:27
Antwort löschenhirschi has nunmal recht! du pupi!
Andy78 2012/05/23 19:54:49
Antwort löschen@lieber_tee: Wo meintest du genau, dasde wohnst?...
lieber_tee 2012/05/23 21:22:19
Antwort löschen@ Andy,
?
Andy78 2012/05/23 21:41:24
Antwort löschen@lieber_tee: Du hast mir doch selbst vorgeschlagen jemanden zu berauben, den ich kenne...Häh? War das am Ende garnicht ernst gemeint oder was?..
P.S. Wie kann es sein, dass ich dich erst anflehen muss einen Kommentar zu schreiben, obwohl es hier anscheinend mindestens 18 Mitglieder gibt, die deine Ansicht teilen???
Und das wo es vor dir seit 11 Monaten! lediglich nur eine einsame Rezension gegeben hat...? Was ist hier los??? ;)
lieber_tee 2012/05/23 22:19:31
Antwort löschenMein Ironie-modus ist heute auf Sparflamme...
Andy78 2012/05/24 19:03:26
Antwort löschen...Um nicht zu sagen, dass er erloschen ist...;)
P.S. Ich hoffe, es ist aber sonst alles im grünen Bereich...
lieber_tee 2012/05/24 19:25:29
Antwort löschenwenn du wüsstest was bei mir alles NICHT erloschen ist und grünt...;)
Andy78 2012/05/24 19:50:08
Antwort löschen...Tja, wenn ich das nur wüsste...du lebendiges Rätsel...;)
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lieber_tee 2012/05/24 20:06:37
Antwort löschenna, z.B. mit kryptischen Rätseln um sich schmeißen...
Andy78 2012/05/24 20:52:53
Antwort löschen...und damit schließt sich der Kreis zum Haus mit den lachenden Fenstern...So mag ich es...Danke dir...:)
eXonic 2011/06/26 21:39:18
Kommentar löschen„Colours. My colours run from my veins.” Blut ersetzt das tiefste Rot... „They grow dark in autumn, follow the blood. God. Oh God.” …die Muse ist der süße Tod… “My colours will paint death clearly. My colours. All my colours.” …Messer bahnen sich den Weg ins Herz… „Meo Deus. Now he’s dying. Purifying oneself.”... das Kunstwerk ist gemalt vom Schmerz.
Der kalte Hauch des Todes, eingeflößt um den Willen der Kunst.
Unterlegt von zusammenhangslosen Worten und Sätzen, vorgetragen mit der Stimme des Teufels, schlägt allein schon der Vorspann mit einer brachialen Gewalt im Kopf ein, wie es sonst nur dem von „Enter the Void“ gelingt. Zwar sind die beiden Einstimmungsversuche nicht in optischer Hinsicht miteinander vergleichbar, doch in ihrer Wirkung, seinen Zuschauer bestens auf das vorzubereiten, was gleich auf ihn zukommen wird, schenken sie sich beide nichts. In „La Casa dalle finestre che ridono“ ist in Sepiafarben nur schwer zu erkennen, wie ein Mann gerade auf brutale Weise abgestochen wird, nur um ihn in seiner Agonie porträtieren zu können, und das in Bildern, die sogar schon an Experimentalfilme wie „Begotten“ erinnern. So dahingeschrieben ist es nun wirklich schwer, das zu verdeutlichen, was man in den ersten fünf Minuten zu erwarten hat. Es mag sich anhören wie ein absolut geschmackloser Schund, doch es wahre, poetische Gothik-Horrorkunst – nur eben eine sehr makabre.
Pupi Avati kreiert eine Welt, in der von allem potentielle Gefahr ausgeht und jedes noch so unscheinbare Ding eine angsteinflößende Wirkung hat. Das reicht vom simplen Blumenstrauß auf der Kommode über die Schnecken im Kühlschrank bis selbst zum Pfarrer, ganz zu schweigen von all den übrigen Bewohnern in dem kleinen Örtchen auf einer Insel, wo der Restaurator Stefano ein Bild in einer Kirche auffrischen soll, das den gequälten Mann aus dem Vorspann zeigt. Jeder Figur, der Stefano begegnet, scheint ein düsteres Geheimnis zu bergen, das das ganze Dorf betrifft und im Zusammenhang mit dem Fresko steht. Mit jedem Stücken alter Farbe, das er davon abkratzt, tut sich eine alte Narbe wieder auf und neues Blut wird fließen.
Egal wo, die Angst ist allgegenwärtig, die Atmosphäre erdrückend, ganz besonders, wenn der Restaurator sich auf die Suche nach dem macht, was ihm jeder verheimlicht. Einzig in seinem Zimmer im Hotel lässt der enorme Druck für ein paar Augenblicke ab, doch auch diesen Ruheort muss er schon bald abgeben und in ein gespenstisches, abgelegenes Haus umsiedeln, welches noch viel unheimlicher ist als alles Vorherige und die Geschichte somit bis zum Ende, das jede Vorstellungskraft sprengt, unter hochgradige Spannung setzt. Der Weg dorthin gestaltet Avati mit sehr gemächlichem Tempo und einer sperrigen Inszenierung, die ganz weit weg ist von dem, was man ansonsten aus dem italienischen Kino der 70er gewohnt ist. Dabei verzichtet er fast durchgehen auf exploitative Momente und billiger Effekthascherei und lässt stattdessen durch kleine Details den blanken Horror in den Köpfen der Zuschauer entstehen.
Mit recht einfachen Mitteln verstand es Pupi Avati düstere Horrorkunst mit einer Sogwirkung zu erschaffen, der man sich nur ganz schwer entziehen kann. Selten waren die Dunkelheit, zuschlagende Türen und ein paar Knochen derart furchteinflößend. Am eigenen Leib fühlt man sich stellenweise gefoltert und wird erst dann erlöst, sobald das Kunstwerk vollendet ist.
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pufaxx 2011/06/26 21:59:40
Antwort löschenDas liest sich jetzt wirklich interessant.
eXonic 2011/06/26 22:04:50
Antwort löschenWie es der Zufall will, hat CMV genau heute bekanntgegeben, dass sie den Film demnöchst erstmalig in Deutschland herausbringen werden. Ist wirklich ein Kauf wert. ;) Gibts aber auch in UK für wenig Geld.
Le Samourai 2011/06/26 22:29:02
Antwort löschenNice, den schau ich heut Abend dann wohl endlich mal!!! :)
eXonic 2011/06/26 22:43:25
Antwort löschenViel Spaß, aber auf gar keinen Fall einen Giallo erwarten! ;)
Le Samourai 2011/08/09 20:41:15
Antwort löschenSo, endlich geschaut! Prima Text, super Film! ;)
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eXonic 2011/08/09 22:40:42
Antwort löschenDanke!
Erste Szene ultrakrass, oder? :)
Le Samourai 2011/08/09 23:06:47
Antwort löschenAuf jeden! Und die letzten 10 Minuten haben es auch in sich...