The Impossible - Kritik

ES/US 2012 Laufzeit 114 Minuten, FSK 12, Drama, Actionfilm, Thriller, Kinostart 31.01.2013

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Kritiken (28) — Film: The Impossible

SoulReaver: CinemaForever;DieDreiMusche...

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2.0Ärgerlich

[...] Wenn man sich die sensationsgeile Inszenierung von „The Impossible“ anschaut – und dafür muss man nicht mal bis in die Tiefen der Materie eintauchen – ist das exploitative Grundrezept in ihrer Motivation unverkennbar. Es gibt hier eigentlich nur eine europäische Familie, die sich durch das furchtbare Grauen bewegt und Bayona nutzt die realen Geschehnisse als Abstellfläche für überzogene wie unheimlich reißerische Fragmente der Verzweiflung. Da dürfen Hautfetzen von den Knochen hängen und das Blut durch die zerstörte Gegend spritzen. Darüber hinaus ist es Bayona aber genauso wichtig die Szenen durch Suspense-Elemente aufzumöbeln und jede noch so kleine Regung als aufdringliche Hochspannungsmodifikation zu visualisieren. Bayona sucht den Zuschauer durchgehend, will ihn natürlich ohne Rücksicht auf Verluste zum Mitgefühl zwingen und durch deplatzierte, kitschtriefende und geschmacklose Bruchstücke ins nägelknabbernde Staunen versetzen.

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Julio Sacchi: Das Manifest

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0.0Hassfilm

Die Tatsache, daß das hollywoodeske Aufmotzen der realen Katastrophe durchaus mitreißend gerät, macht die schiere Ausbeutung derselben nur offensichtlicher. Zugegeben, der Film bekennt sich recht freimütig zu seinen rein exploitativen Motiven, indem er das Schicksal einer spanischen Familie einfach in die Gesichter zweier - ausgerechnet besonders farbloser - prominenter Schauspieler schreibt und mit vermeintlich süßen Kindergesichtern an die Tränendrüsen will. Aber wie rücksichtlos manipulativ diese platte Schnulze die Kitschkeule schwingt, das ruft schon nach Kotztüte. Eine vergleichbare deutsche Produktion, die derart offensiv das Plakative in der Katastrophe sucht und den Zuschauer mit gefällig-werblichem Color Grading einzuschmeicheln versucht, hätte man kopfschüttelnd ins Pilcherland verteufelt. Und zwar zu Recht.

8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

Mr Vincent Vega

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Achtung Julio, Narrisch ätzt stark. Trollte früher jeden meiner Artikel, mittlerweile hat er das mangels Applaus glücklicherweise aufgegeben. Ist sowas wie der Hisa von moviepilot, schiebt auch oft 'nen moralischen, allerdings extrem crazy.


Kill_Diether

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Wieso "das hollywoodeske Aufmotzen der realen Katastrophe"? Wie sollte die Katastrophe denn dargestellt werden? ? ?


P. Bühler: Berliner Zeitung, fluter P. Bühler: Berliner Zeitung, fluter

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6.0Ganz gut

[...] „The Impossible“ ist nach realistischer Einschätzung der wohl beste Film, der zur Seebebenkatastrophe in Thailand gemacht werden konnte. [...] [Aber] ob Bayona damit eine adäquate Form des Gedenkens gefunden hat, darf bezweifelt werden. Doch er vermittelt eine Vorstellung, mit der im Kino alles beginnt, und sie ist trotz manchem Kitsch noch immer kein Traum, sondern ein Albtraum.

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Mr Vincent Vega: Kino-Zeit, Perlentaucher, D...

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5.0Geht so

[...] Unterstellt man dem Film die besten Absichten, dann ist er eben einfach das, was er ist: ein packendes Familiendrama vor dem Hintergrund der größten Naturkatastrophe der vergangenen Jahre. Die bis aufs Unangenehmste realistische Darstellung der zerstörerischen Flutwelle verfehlt nicht ihre Wirkung, die sentimentale Familienzusammenführung wiederum ist genau so emotional und einnehmend, wie sie wohl eben auch gedacht war. [...]

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DonChris

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Meinst wirklich? Ich bin schon sehr sehr skeptisch, lasse aber natürlich gern vom Gegenteil überzeugen und wenn du eine Empfehlung aussprichst wird schon was dran sein ;)


Kana

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Ich kann natürlich nicht einschätzen, wo deine Prioritäten beim Filmeschauen liegen. Ich hatte jedenfalls jedes Mal, wenn die Watts im Bild war, Gänsehaut und Tränen in den Augen im Wechsel. Ihre Leistung ist es, welche den Film für mich absolut sehenswert macht. Hinzu kommt eventuell dein Vorwissen: wer stirbt, wer überlebt. Ohne nimmt man The Impossible sicherlich anders wahr, als mit...


Julia Teichmann: film-dienst Julia Teichmann: film-dienst

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5.0Geht so

Die Naturkatastrophe inszeniert der Regisseur als packenden Horrorfilm. Weite Totalen wechseln mit subjektiven Perspektiven [...]. Das letzte Filmdrittel schließlich scheint Bayona weniger zu interessieren. [...] Dieser Teil wurde recht lustlos und eher als Notwendigkeit inszeniert.

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Dirk Henninger: Echo Online Dirk Henninger: Echo Online

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7.5Sehenswert

[...] Es geht in einem Filmdrama natürlich auch darum, die gezeigten Vorgänge mit Hilfe von Personen, in denen sich die Zuschauer wiedererkennen können, möglichst intensiv und 'echt' nachzuvollziehen – je emotionaler, desto wirkungsvoller. Wenn dies gelingt, ist das dann in der Regel große Kinokunst. Hier gelingt es.

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kobbi88

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edit: Hier könnte es gelingen, wenn der Film nicht phasenweise ins Lächerliche abdriften würde (Kamera, Dialoge, Drehbuch) und danach wieder aufwärts geht. Quasi wie eine Welle... (ouh, der war böse)


Hannelore Heider: Deutschland Radio Hannelore Heider: Deutschland Radio

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8.0Ausgezeichnet

Durch perfekt eingesetzte künstlerische Mittel wird der Zuschauer mit in den Strudel von Chaos und Zerstörung gerissen. Dennoch, länger im Gedächtnis bleiben werden wohl die eindringlichen Szenen zwischen Mutter und Sohn.

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Krischan Koch: NDR Krischan Koch: NDR

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6.5Ganz gut

Die mitreißenden Szenen drücken das Chaos, den Schock und die Trauer aus. Bayona kann die Spannung auch halten, wenn die große Flut vorbei ist. Doch bei der melodramatischen Familienzusammenführung drückt der Film - untermalt von einem zuckrigen Soundtrack - leider gewaltig auf die Tränendrüse.

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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de

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6.0Ganz gut

The Impossible schaffte noch mal das Unmögliche. Dabei ist der Tsunami-Film mit Naomi Watts und Ewan McGregor keineswegs selbst schlecht, höchstens in seiner Darstellung von Vernichtung und Zerstörung am menschlichen Körper zu drastisch.

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S. Staake: Filmszene.de S. Staake: Filmszene.de

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8.0Ausgezeichnet

Einen zwar emotional anrührenden, aber nicht hochgradig manipulativen Film aus so einer Extremsituation wie dieser Tsunamikatastrophe zu distillieren, das ist keine ganz einfache Aufgabe, die The Impossible mit Bravour meistert.

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Walli Müller: br-online, NDR Walli Müller: br-online, NDR

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6.0Ganz gut

Regisseur Bayona erzählt zunächst einfühlsam und bildgewaltig vom Schicksal einer Familie, die im Thailand-Urlaub vom Tsunami überrascht wird. Das Abgleiten in melodramatischen Kitsch wäre allerdings nicht nötig gewesen bei dieser ohnehin ergreifenden Geschichte.

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José Garcia: Textezumfilm

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7.0Sehenswert

„The Impossible“ zeigt zwar in Totalen Bilder der Verwüstung, die dem Zuschauer das Ausmaß des verheerenden Tsunamis vermitteln. Die meiste Zeit bleibt jedoch die Kamera von Oscar Faura nah an der von Naomi Watts dargestellten Mutter, aus deren Sicht der Zuschauer die Folgen der Flutwelle erlebt... und zusammen mit Maria von ihr mitgerissen wird. Dank einer dynamischen Kameraführung und eines effektvollen Tondesigns wirken diese Szenen ungemein realistisch. Dennoch gelingt es Regisseur Bayona darüber hinaus, den allgemeinen chaotischen Zustand in der Gegend sowie im Besonderen auch im Krankenhaus zu verdeutlichen, in dem Maria behandelt wird und Lucas ein emotionales Wiedersehen erlebt. Über die spannungsgeladenen Situationen hinaus, die das vermeintlich „Unmögliche“ des Filmtitels möglich machen, beeindrucken insbesondere die Augenblicke, in denen der Zuschauer nicht nur den verzweifelten Kampf gegen die entfesselte Natur, sondern auch den körperlichen Schmerz förmlich zu spüren meint.

Die Schwäche des Drehbuchs von Sergio G. Sánchez besteht jedoch im ausschließlichen Fokus auf die eine Touristenfamilie. Im Grunde konzentriert sich „The Impossible“ lediglich auf Maria, Henry und den ältesten Sohn Lucas. Alles andere ist Beiwerk. Dass der Zuschauer herzlich wenig von ihnen erfährt – die Familie ist wegen Henrys Arbeit nach Japan umgezogen, Maria hat ihren Beruf als Ärztin aufgegeben, um sich um die Kinder zu kümmern – verstärkt zwar den Eindruck, bei diesen Tsunami-Opfern handele es sich um „Jedermann“. Diese Durchschnittlichkeit der Hauptfiguren geht jedoch auch mit einer gewissen Eindimensionalität der Charaktere einher. Die einzige Figur, die sich im Laufe des Filmes wirklich entwickelt, ist der älteste Sohn Lucas. Deshalb ist der junge Tom Holland besonders hervorzuheben, auch wenn die schauspielerische Leistung Naomi Watts nicht deshalb geschmälert werden soll – die amerikanische Filmakademie hat sie mit einer Oscarnominierung, der einzigen für „The Impossible“, belohnt. Nach den actiongeladenen dreißig Minuten der Flutwelle wirkt Henrys Suche nach den restlichen Familienmitgliedern zu sehr in die Länge gezogen. Außerdem hinterlässt es einen schalen Beigeschmack, dass angesichts der großen Tragödie Bayonas Film die einheimische Bevölkerung zur reinen Staffage degradiert. Dennoch: „The Impossible“ zeigt ein menschliches Drama, das den Zuschauer in seinen Bann zieht, insbesondere weil im Mittelpunkt die allen Schwierigkeiten trotzende Liebe einer Mutter steht. Bezeichnend in diesem Zusammenhang sind Maries Worte zu ihrem Sohn Lucas: „Du und ich werden nicht sterben“.

Obwohl der Film keinerlei Andeutung auf den Glauben der Protagonisten macht, wird die Zerbrechlichkeit des menschlichen Daseins nicht nur in der ehrfurchtgebietenden Gewalt der Naturkatastrophe. In diesem Zusammenhang bleibt auch der letzte Dialog zwischen Henry und Maria Bennett vor der Flutwelle in Erinnerung: Sie unterhalten sich über ihre Zukunftspläne, ob sie in Japan bleiben oder aber nach Hause zurückkehren sollen. Dass eine Minute später eine solche Naturgewalt über sie hereinbricht und solche Überlegungen obsolet macht, versinnbildlicht die Unsicherheit des menschlichen Daseins, die wir ja so gerne verdrängen.

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dangro: Critic.de dangro: Critic.de

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6.0Ganz gut

Body-Horror im Urlaubsparadies. Juan Antonio Bayona dreht seinen nächsten Emotionsschocker und schickt die Zuschauer ohne Erbarmen mitten in die Hölle der Tsunamikatastrophe von 2004.

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alviesinger: bummelkino

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5.0Geht so

Wir kennen noch alle die Bilder der schrecklichen Tsunami-Katastrophe aus dem Jahr 2004. Neun Jahre später kommt nun Juan Antonio Bayona („Das Waisenhaus“) mit der cineastischen Aufarbeitung daher. Erzählt wird die berührende Geschichte einer Familie, die den Natur-Terror hautnah miterlebte. Und dieses Bio-Drama wird nach gewohnten Maßstäben chronologisch abgearbeitet: Urlaubsparadies wird genossen, Flutwelle kommt, das Paradies wird zur Hölle, die Familie zerrissen - findet sie auch wieder zusammen? „The Impossible“ ist mitunter ergreifend und bedrückend aber auch überaus zwiespältig. Das viele Leid, die Not, die Toten, die Kranken. Der Kinogänger verkommt zum Gefühlsspanner, die Tragödie zur Emotionsmaschine. Das ist zwar alles mit dem nötigen Respekt inszeniert, viele Überlebende der Tragödie dürfen als Statisten fungieren. Der Kinogänger bekommt die Bilder, die man aus den Nachrichtensendungen kennt noch einmal serviert - aber diesmal nicht so doof grobkörnig und darüber hinaus noch mit einer persönlichen Geschichte. Also, ich brauche das nicht. Die Thematik ist schrecklich, macht betroffen und ruft eigentlich nach einem stillen Dokumentarfilm, nicht nach 30 Millionen Dollar teurem Betroffenheitskino mit Superstars wie Ewan McGregor, Naomi Watts, süßen Kinderdarstellern und lärmenden Sound-Effekten.

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Edward Nigma: CinemaForever

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5.5Geht so

"Close your eyes, think of something nice."

Am 26. Dezember 2004 kam es im Indischen Ozean zu einem gewaltigen Seebeben. Die dadurch ausgelösten Flutwellen trafen mit verheerender Wucht auf die Küstenregionen Südostasiens und forderten insgesamt über 230.000 Todesopfer. Die Aufnahmen, die von einigen Hobbyfilmern gemacht wurden, geben einen ungefähren Eindruck von der beängstigenden, aber gleichzeitig auch faszinierenden Kraft dieser Naturgewalt. Erbarmungslos reißt sie alles nieder, was sich ihr in den Weg stellt und trotz dieser erschreckenden Aufnahmen lässt es sich als Außenstehender nur schwer nachvollziehen, was die Menschen in den betroffenen Regionen durchgemacht haben müssen. Dieser intensiven Erfahrung möchte uns jetzt der spanische Regisseur Juan Antonio Bayona („Das Waisenhaus“) mit „The Impossible“ näher bringen und zumindest was die Darstellung der Naturgewalten angeht, gelingt ihm dies auch bravourös.

Pünktlich zu Weihnachten fliegt Henry Bennett (Ewan McGregor) gemeinsam mit seiner Frau Maria (Naomi Watts) und seinen Söhnen Lucas (Tom Holland), Thomas (Samuel Joslin) und Simon (Oaklee Pendergast) in ein wahres Urlaubsparadies. In einer weiträumigen Ferienanlage in Phuket an der Küste Thailands will die Familie gemeinsam mal so richtig die Seele baumeln lassen. Doch unerwartet bricht ein wahres Unheil über die Familie herein: Eine meterhohe Flutwelle, ausgelöst durch ein gigantisches Seebeben, überschwemmt die Anlage und reißt alles mit sich. Maria und Lucas werden vom Rest der Bennetts getrennt und erleiden schwere Verletzungen. Doch wo sind Henry, Thomas und Simon? Eine verzweifelte Suche beginnt…

Menschen, die im Pool planschen, sich in der Sonne bräunen und einfach mal das Leben in vollen Zügen genießen. Nichts, aber auch gar nichts kündet von der verheerenden Katastrophe, die Regisseur Juan Antonio Bayona in wenigen Sekunden hereinbrechen lässt. Dann geht alles ganz schnell: Wenn die ersten Bäume unter den hereinbrechenden Wassermassen wie Streichhölzer umgeknickt werden, fühlt man sich an alte Monsterfilme erinnert und so verkehrt scheint der Vergleich auch nicht, denn wie eine unaufhaltsame Bestie frisst sich der Wasserstrom seinen Weg durch die Hotelanlage, durchbricht Wände und reißt erbarmungslos einfach alles mit, was sich in seinem Weg befindet. Wie soll man einer solchen Gewalt entkommen? An dieser Frage lässt Regisseur Bayona keinen Zweifel: Gar nicht. Ab jetzt heißt es einfach nur Zähne zusammenbeißen und durch, auf das Beste hoffen und möglichst einen klaren Kopf bewahren, denn sonst ist man hoffnungslos verloren.

So beeindruckend und ergreifend sich das Hereinbrechen der Naturgewalt auch gestaltet, so kitschig inszeniert Regisseur Juan Antonio Bayona den anschließenden Überlebenskampf der fünfköpfigen Familie. Freut man sich anfangs noch über jeden Moment des Glücks, der einem wie eine Hoffnungs-Oase inmitten des Schreckensszenarios erscheint, fühlt man sich nach kurzer Zeit bereits regelrecht belästigt von der schmalztriefenden musikalischen Untermalung des spanischen Komponisten Fernando Velázquez. Platz für eigene Emotionen? Fehlanzeige, hier wird einem klar vorgegeben, was man zu fühlen hat und das ändert sich auch leider bis zum Ende des Films nicht. Auch wie Regisseur Bayona die einzelnen Handlungsfäden zusammenführt, gestaltet sich stellenweise schrecklich manipulativ. Wenn sich die Protagonisten immer nur um Haaresbreite verfehlen und somit das glückliche Wiedersehen ein ums andere Mal hinausgezögert wird, hat das nichts mehr mit den wahren Begebenheiten zu tun, auf denen das Drama basiert, sondert dient lediglich dazu, den Zuschauer noch weiter auf die emotionale Folterbank zu spannen.

Wie nah in einem solchen unfassbaren Szenario Glück und Trauer nebeneinander liegen, wird einem immer dann schmerzlich bewusst, wenn Schicksale anderer Menschen den Handlungshorizont der Protagonisten streifen. Denn während sich hier einerseits Familien wiederfinden und Freudentränen vergossen werden, stapeln sich im Hintergrund die Leichen. Besonders intensiv gestalten sich dabei die Szenen im Krankenhaus, in dem das vollkommen überforderte Personal verzweifelt versucht, der hoffnungslosen Lage Herr zu werden. Und auch der kurze aber prägnante Auftritt des deutschen Touristen (Söhnke Möhring), der verzweifelt nach einem Lebenszeichen seiner verschollenen Frau sucht, gehört zu den kleinen, traurigen Höhepunkten des Films.

Fazit: Juan Antonio Bayonas Naturkatastrophen-Drama „The Impossible“ erweist sich als zweischneidiges Schwert. Während Bayonas mit der Darstellung der unbändigen Naturgewalt eine inszenatorische Meisterleistung geglückt ist, kommt das eigentlich Unglaubliche an der Geschichte, der Überlebenskampf der Familie, nicht über gehobenen Kitsch hinaus.

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Movienerd: Movienerd.de Movienerd: Movienerd.de

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7.0Sehenswert

[...]Besonders Naomi Watts und der junge Tom Holland glänzen in ihren vor allem physisch und emotional anspruchsvollen Rollen, die natürlich auch wunderbar zum Glänzen aufgelegt sind. The Impossible ist so ein wenig wie die visualisierte Variante des Machine Head Songs „The Blood, the Sweat, the Tears“ – Bayonas Auge für Körperlichkeit und gestischen Fokus trifft auf die Zerstörungskraft der Natur und äußert sich auch in körperlichen Entstellungenszenarien, die wir eher einem Splatter- oder Kriegsfilm zuordnen würden, als einem massentauglichen Katastrophenfilm.

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Gabriele Summen: Radio Köln Gabriele Summen: Radio Köln

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7.5Sehenswert

Special Effects, die Kameraarbeit von Oscar Faura und Schauspielkunst sind bis hierher spektakulär. Naomi Watts wurde für ihre fulminante Darstellung in The Impossible sogar für den Oscar nominiert, doch auch den jungen Tom Holland sollte man sich unbedingt merken.

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Benjamin Schieler: Moviemaze Benjamin Schieler: Moviemaze

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7.5Sehenswert

Als Opfer mit unbändigem Willen zum Überleben [...] macht Naomi Watts eine starke Figur. Der junge Brite Tom Holland aber [...] übertrumpft sie noch und erhielt für seinen Durchbruch zurecht zwei Darstellerpreise.

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kobbi88: Die Drei Muscheln

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6.0Ganz gut

SNEAK

Mir fehlen die Worte. Nicht weil dieser Film besonders herausragend wäre. Oder weil er der komplette Totalausfall wäre. Nein, mir fehlen die Worte, weil er BEIDES ist.
Es gibt Szenen, da vergisst man beinahe Luft zu holen, da ist „The Impossible“ ergreifend, packend, fesselnd, spannend, emotional. Und dann gibt es wieder Szenen, die sind einfach nur kitschig, die sind übertrieben, geradezu lächerlich! Phasenweise, so hatte ich den Eindruck, wird jedes Klischee ausgepackt, das man i so einen Film verpulvern kann. Genauso waren die Dialoge zwischen Welt- und Kreisklasse.
Auch die Kamera reiht sich wunderbar in diesen Film ein. Es gab zwar viel Abwechslung, ungewöhnliche Perspektiven, auch ein Homevideo war dabei. Aber manchmal hätte ich den Kameramann am liebsten erschlagen. Da liefert er Bilder von ruhigen Situationen derart verwackelt, dass man sich am liebsten übergeben will. Und noch schlimmer, kurz darauf hat er wieder so tolle Einstellungen, da will man ihn einfach knuddeln. Er kanns eigentlich. Warum dann nicht immer?! Für mich war die Kamera ne Mischung aus „Das Bourne Vermächtnis“ auf der einen Seite und „Melancholia“ oder „Antichrist“ auf der anderen.
Wenigstens die Schauspieler machen nicht so weiter. Durch die Bank weg gut, aber nicht herausragend. Die Oscarnominierung für Naomi Watts kann ich nicht unbedingt nachvollziehen, sie war zwar in diesem Cast (zusammen mit Tom Holland) am besten, doch für oscarreif halte ich diese Vorstellung dann auch wieder nicht. Schön waren die kurzen Auftritte von Sönke Möhring und Geraldine Chaplin.
Insgesamt ist "The Impossible" wegen eines guten Schauspielensembles und wegen dieser Mischung aus extremen Stärken und extremen Schwächen leider nur gehobenes Mittelmaß.

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MaceWindu1998

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Ein Kobbi-Kommi mit nur 4 Likes. Kann das eventuell an der Wertung liegen? :P


kobbi88

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Die Wertung ist total gerechtfertigt. Außerdem hab ichs ja auch erkärt, warum ich den Film fand, wie ich ihn fand. Es liegt daran, dass das Ding mittlerweile über eineinhalb Jahre alt ist zu einem Film, der damals noch nicht in den Kinos war.


M. Phillips: Chicago Tribune M. Phillips: Chicago Tribune

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7.5Sehenswert

Alles was Clint Eastwood in seinem Film Hereafter - Das Leben danach über die Folgen des Tsunamis von 2004 erzählt hat, hat Regisseur J.A. Bayona bei The Impossible richtig gemacht.

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Rex Reed: The New York Observer Rex Reed: The New York Observer

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9.5Herausragend

Schreibt euch die atemberaubende Leistung The Impossible vom spanischen Regisseur J.A. Bayona ganz oben auf die Must-See-Liste dieses Jahres.

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GuyLodge: Variety GuyLodge: Variety

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8.0Ausgezeichnet

Man kann diese überaus anglisierte Herangehensweise an eine internationale Tragödie in Frage stellen, aber es ist nicht zu leugnen, dass dieses stürmische, großartig gespielte, kompromisslose Melodram eine Meisterleistung des leibhaftigen Filmmachens ist.

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Betsy Sharkey: Los Angeles Times Betsy Sharkey: Los Angeles Times

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8.0Ausgezeichnet

Bayona erreicht eine seltenes Gespür für die Balance zwischen dem Großen und dem Starken sowie dem Kleinen und Intimen im Überleben der Familie gegen all mögliche Widerstände, zweifellos die Inspiration für den Titel.

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BuzzG: filmfutter.com, kino-zeit.d...

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5.5Geht so

"[...]Handwerklich ist Bayona ein durchaus begabter Regisseur, der zumindest noch in dem Vorgänger das Drama gut mit der klassischen Geisterstory verweben konnte. Hier wusste er offenbar nicht viel mit dem Stoff anzufangen. Letztlich lebt das Werk von seiner beklemmenden Tsunamisequenz, der durchweg starken Naomi Watts-Performance und einigen bewegenden Spitzen (ein Telefonanruf McGregors nach der Katastrophe etwa). Dazwischen gibt es viel Standardprozedere, aber nichts, was einem nachhaltig zu Herzen geht. Und vor allem das ist schade."

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Peter Travers: Rolling Stone Peter Travers: Rolling Stone

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8.5Ausgezeichnet

Die Intensität und Vielschichtigkeit, die Watts ihrer Rolle verleiht, ist ein Triumph. McGregor passt sich ihrem Spiel hervorragend an.

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Lisa Schwarzbaum: Entertainment Weekly Lisa Schwarzbaum: Entertainment Weekly

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8.5Ausgezeichnet

Naomi Watts' wundervolle Performance wäre nicht zustande gekommen, wäre da nicht die eindrückliche Leistung von Tom Holland, der einen Jungen spielt, der seine Mutter beschützen muss. The Impossible ist wohl einer DER Filme, die sich im Jahr 2012 am intensivsten mit der Befürwortung des Wertes der Familie auseinandersetzen.

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rubelzar

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The impossible ist wohl einer DER Filme, der die Werte einer Familie, oder besser vieler Familien, einfach mit Füßen tritt, drauf spuckt und sie nochmals auslacht! Begründung -> Mein Kommentar


J. Berardinelli: ReelViews J. Berardinelli: ReelViews

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7.5Sehenswert

Über 200.000 Menschen verloren bei dieser Katastrophe ihr Leben und The Impossible lässt dies nie außer Acht. Der Film geht sehr respektvoll mit den Ereignissen und dem Ausmaß der Katastrophe um.

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Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times

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7.5Sehenswert

Die Effekte hier sind so angsteinflößend wie der Tsunami in Clint Eastwoods Hereafter. [...] The Impossible Film bleibt jedoch in Thailand und schaut auf die Folgen der Katastrophe, während die Familie panisch einander sucht.

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Kommentare (104) — Film: The Impossible


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mar (-ion-)

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Bewertung3.5Schwach

war ganz ok...aber irgendwie nicht mein film.

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lirgg1991

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Bewertung9.0Herausragend

Der Film zeigt eindrucksvolll die Katastrophe vom Tsunami am 26. Dezember 2004.

Die Geschichte wird rasch aber auf den Punkt erzählt. Schon bevor der Tsunami überhaupt kommt ist der Film spannend und punktet mit wunderschönen Aufnahmen. Dann nimmt die Zerstörung ihren Lauf.

Klar gehört zum viel Dramatik und Gefühle. Vielleicht fliessen ein paar Zuschauer die tränen. Aber für mich ist das kein Kritikpunkt. Man stelle sich vor, man ist selber dabei wenn sowas passiert. Da siehts nicht anders aus!

Die Schauspieler sind top. Kritik gibt für mich für das ein bisschen zu einfache Ende und einige Längen im Film.

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cpt. chaos

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Bewertung5.0Geht so

Weihnachten 2004: Während Teile der Erdbevölkerung das Weihnachtsfest feiert, rollt auf Thailands paradiesisch anmutende Küstenregion ein todbringender Tsunami zu, der in der Folge schätzungsweise 230.000 Menschen das Leben kosten sollte. Die brachiale, alles vernichtende Naturgewalt, wird ungemein eindrucksvoll dargestellt. Das qualvolle Leiden der Überlebenden wird sodann auch stilvoll mit einem wunderschönen Score unterlegt, der mächtig auf die Tränendrüse drückt.

Soweit, so gut! Nur entwickelt sich die Such- und Wiederfindungsaktion der voneinander getrennten amerikanischen fünfköpfigen Familie - auch wenn sie auf einer wahren Begebenheit beruhen mag, worauf wiederholt hingewiesen wird, um den dramatischen Aspekt noch gefühlsechter zu machen -, zu einer feuchten Angelegenheit, für alldiejenigen, die für derartige Filme empfänglich sind. Zudem dürfte sich wohl jeder Taschentuchfabrikant über diesen filmischen Tränenzieher gefreut haben. Ich will gar nicht leugnen, dass sich auch mir während der ersten halben Stunde hier und da die Härchen aufstellten, nur ist mir die Aufbereitung der Naturkatastrophe im weiteren Verlauf eine Spur zu kitschig geraten, sodass ich mir diesen Film nicht unbedingt ein weiteres Mal ansehen würde.

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cpt. chaos

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Das ist schon richtig, nur ist die Botschaft am Ende so doch etwas arg unerträglich, kommt ziemlich egozentrisch rüber.


BenAffenleck

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Empfand ich nicht als so schlimm. Aber da liegen die Toleranzgrenzen sicherlich auch bei jedem woanders.


freakualizer

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Bewertung6.5Ganz gut

Für alle, denen der hier zu kommerziell ausbeutend ist, sei folgender Film ans Herz gelegt:
http://www.moviepilot.de/movies/tsunami-das-leben-danach

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Yvonne_Kol

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Bewertung9.5Herausragend

Ich kann mich nicht erinnern, jemals so viel bei einem Film geweint zu haben und war selten von einer Geschichte so gerührt. Das allein rechtfertigt natürlich noch keine Filmempfehlung, aber es deutet zumindest an, dass hier etwas Bedeutsames geschaffen wurde. Auch wenn die "exploitation" Kritik nicht von der Hand zu weisen ist.

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Clazzique

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Bewertung9.5Herausragend

... Näher konnte man die Dramatik der Tragödie von Thailand nicht bringen für mich ganz klar ein HERAUSRAGENDER Film !

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MetalFan92

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Super Film und eine starke schauspielerische Leistung!

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Maxsson

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Bewertung7.0Sehenswert

Einerseits ist da Naomi Watts, eine verzweifelte Mutter, die versucht ihren ältesten Sohn (ganz starke Leistung von Tom Holland) aus den Fluten zu retten und dabei auch noch auf Mitmenschen reagiert und jedem helfen möchte (wohl in der Natur einer Ärztin). Man bekommt Gänsehaut, wie realistisch der erste Teil des Films dargestellt wird. Überall Not und Elend!
Dann gibt es da noch McGregor. Irgendwie schafft er es nicht so wie Watts die Not bzw. die Intensität darzustellen. Ich vergöttere ihn sonst fast jedes mal und bin ein absoluter Fan von ihm, aber das war nix!
Der Film ist deshalb sehenswert, da gerade die erste Hälfte überragt. Auch die Darstellung der Flutszenen bzw. der verwüsteten Landschaft ist hier ausgezeichnet.

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Freak89

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Das Unmögliche bricht über eine Familie herein. Aus einem entspannenden Urlaub wird ein Horrorszenario. Eine Flutkatastrophe trennt die Familienmitglieder und der Kampf ums überleben beginnt. Klingt nach einem typischen Katastrophenfilm? Korrekt, jedoch mit der Besonderheit dass hier alles richtig gemacht wird. Es ist kein Film bei dem man eine Effektorgie erwarten sollte, denn die ruhigen Töne sind die Stärke des Films. Man baut eine Bindung zu den Personen auf und fiebert in den kritischen Sequenzen mit.

Spannung und emotionale Momente halten sich die Waage und so entsteht ein Musterbeispiel wie ein Katastrophenfilm auszusehen hat.

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jedi37

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein äußerst intensiver Film über das Schicksal einer Familie während der grauenhaften Tsunami-Katastrophe 2004. Sehr realistisch, teilweise fühlt man sich fast zu nah am Geschehen. Toll gespielt von Ewan McGregor und Naomi Watts, deren Entscheidungen und Handlungen nicht immer logisch sind, jedoch menschlich nachvollziehbar. Spoiler :Das fast zu kitschige Ende ist umso erstaunlicher, da es sich um eine wahre Geschichte handelt.

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bonjovi84

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

packend, dramatisch und ergreifend. aber auch realistisch und unglaublich rührseelig dargestellt. dieses Drama ist einfach nur großartig!
die situation gegen ende, "ich hab Mama etwas wichtiges nicht gesagt", war zwar ein stylistischer und spannungsreicher kniff, aber der unglaublichen Dramatik wegen, gar nicht nötig... tolle 8 punkte!

PS: nur gucken, wenn man sich für die nächsten zwei stunden starke nerven vornimmt.

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Malko

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der Film ist sehr ergreifend, die Bilder ungemein beeindruckend. Man kann eigentlich immer noch nicht glauben, welch' schreckliche Momente und Situationen diese Familie und stellvertretend dafür tausende anderer Menschen durchstehen und erleiden mussten. In diesem Fall hatten die Protagonisten Glück im Unglück, was aber keinesfalls die filmische Umsetzung schmälern sollte. Immer wieder schön zu sehen wie hingebungsvoll und hilfsbereit Menschen sein können, wenn es darauf ankommt!

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Codebreaker

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Bewertung7.0Sehenswert

Naturkatastrophen sind was unsagbar schlimmes.
Man wünscht niemandem je selbst Erfahrung damit machen zu müssen und doch, kann sowas immer auf einen zukommen.
Ob man diese nun als Grundlage für einen Film nehmen sollte, bleibt jedem selbst überlassen. Auf der einen Seite ist es natürlich weniger schön einen Film darüber zu sehen, wie Menschen gestorben sind, wie Existenzen zerstört worden, wie Landschaften vernichtet wurden. Auf der anderen Seite ist es aber dienlich diese Filme zu haben, zu Aufklärungszwecken, vielleicht sogar um einzelne Leidenswege darzulegen.
Und so war es auch hier, bei "The Impossible".
___
Der Film beschäftigt sich fast ausschließlich mit einer Familie, da er aber genau das von Anfang an sagt, sehe ich das weniger negativ. Der Film behandelt mehr oder weniger die Familie und die Art wie sie mit der Katastrophe umgehen und weniger die Katastrophe an sich, von daher geht das durchaus in Ordnung.
Es steht eine Familie im Mittelpunkt, deren größte Sorge zu anfangs noch ist, ob man denn die Alarmanlage eingeschaltet hat und so fliegen sie nichtsahnend in ihr Unglück.
Bei solchen Filmen kommt es mir eigentlich vor allem auf eines an: das er ordentlich auf die Tränendrüse drückt. Mehr sollte man nicht erwarten, mehr brauche ich auch gar nicht. Wir sehen wie das Wasser kommt, wie sie die Familie auseinander reißt, wie Menschen sterben, wie Überlebende ihre Angehörigen suchen, wie die Familie wieder zueinander finden möchte. All das sehr dramatisch und emotional gestaltet, wobei ich verstehen kann, wenn das manchmal schon etwas ZU kitschig rüberkommt, aber wie gesagt, sowas gehört nun mal zu so einem Film dazu. Er war allerdings ebenfalls spannend, packend, fesselnd und intensiv, wodurch das wieder ausgeglichen wird.
Die Katastrophe wurde meiner Meinung nach schon extremst und erschreckend präsentiert, man hofft selbst nie in so einer Situation zu stecken, denn das sah schon sehr angsteinflößend aus, wie die Massen an Wasser auf die Häuser und Menschen zukamen. Das war also schon richtig gut. Was allerdings deutlich auffällt, vor allem gegen Ende, dass man das hier eben doch einigermaßen künstlerisch aufbereitet hat, was ja auch klar ist, nur wirkte das etwas konstruiert und gewollt. -SPOILER- Als dann zum Beispiel die Vater und Sohn am selben Platz sind und "zufälligerweise" immer aneinander vorbei laufen, wie gesagt, mir ist klar, dass man das spannend inszenieren muss, aber irgendwie war das dann doch ZU gut gemeint. -SPOILER-
Was es noch zu erwähnen gibt sind natürlich die Schauspieler, die mir allesamt gut gefallen haben. Naomi Watts spielt klasse, Ewan McGregor hat mich ebenfalls mal wieder überzeugt und besonders herausgestochen hat dann noch Tom Holland, der weder großartig genervt hat noch unbeholfen wirkte, schön!
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Mehr gibt es nicht zu sagen. Man sollte sich schon ungefähr darauf einstellen, was man erwarten kann und genau gibt es dann auch. Für den Zweck und das Ziel was der Film verfolgt bzw. für seine Art macht er alles schon durchaus richtig gut, wirkt hier und da etwas sehr kitschig und manchmal auch etwas aufgesetzt, aber dennoch ist der hier durchaus in Ordnung gewesen.
Kein Must - See, aber wer Interesse hat, sollte schon mal einen Blick drauf werfen.

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Moviegod

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Unglaublich intensives Katastrophen Drama mit einer genialen Naomi Watts. Sehr intensiv gespielt und erzählt; mit einer beängstigenden Tsunami-Szene, die sogar der aus "Hereafter" dass Wasser reichen kann (Entschuldigung für dieses kleine Wortspiel).

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BountyHunter2602

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Bewertung9.5Herausragend

Was für ein emotionaler und schockierender Film, der noch dazu auf wahren Ereignissen beruht. Die Geschichte wird toll erzählt und man fühlt mit den Charakteren mit. Ich als sehr emotionaler Mensch hatte wirklich mit den Tränen zu kämpfen und konnte sie mir ab einer bestimmten Stelle einfach nicht mehr verkneifen. Genau das, macht für mich einen tollen Film aus. Vor allem die Rolle der Muter hat mich sehr berührt und bewegt, das ganze wird noch mit einer wunderschönen Musik untermalen und macht den Film nahezu perfekt.

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JoergStajner96

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Bewertung7.0Sehenswert

Eindrucksvoller Film mit guten Schauspielern.

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Ener

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Bewertung6.0Ganz gut

Wie mit primitivsten Mitteln hier auf die Emotionen des Zuschauers eingehauen wird. Sei es drum, wenn es dann doch funktioniert. Um mal etwas zu spoilern: Zu sehen, daß in ihrer Umgebung alle anderen weniger Glück haben als sie selbst ist zwar durchaus funktionell geraten, andersrum wären die Bilder aber wohl noch stärker gewesen. Ja, die Nebenpersonen nehmen der Familie so das eigentliche Drama ab. Und dafür ist es zu nebensächlich dargestellt. Schade, ansonsten gut. Aber auch nicht wirklich schwer bei der Vorlage.

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BenAffenleck

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Intensiv..............................

THE IMPOSSIBLE ist richtig gut gemachtes, emotionsgeladenes Tränenzieherkino. Der Kampf der Menschen, die unglaubliche Kraft des Wassers, die Verzweiflung und die Hoffnung der Überlebenden. All das zieht einen wirklich mit. Naomi Watts, Ewan McGreggor und der Debütant Tom Holland liefern sehr packende Performances ab.

Die technische Seite, also vor allem die Wassermassen und die Flutwelle, wurden gottseidank nicht am Computer generiert, sondern es wurde u.a. mit Modellen im Maßstab 1:3 gearbeitet (bei der Zerstörung des Hotels). Das macht es noch greifbarer und realer. Und zusammen mit einer aufgedrehten Heimkino Anlage geht einem schon fast der Kackstift.

**SPÜLER**: Wenn Maria während der Narkotisierung noch einmal ihr beinahe ertrinken erlebt, die Kamera sie von unten filmt, während sie nach oben treibt. Wowwww...die Szene ist alleine schon 7 Punkte wert. Hammer Bilder.
Und der Zettel am Ende. Puuh. Sehr gut gemacht **SPÜLER**

Einzig der zentimeterdicke Streicherschmalz nervt manchmal, da wäre weniger noch mehr gewesen. Nach dem Film habe ich mir noch diese Doku gegeben:
http://www.youtube.com/watch?v=GSwbgRno2dw.

Starker Film. Wenn man dem Elend zuschauen mag...

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ProfessorAbronsius

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Die Narkose-Szene mit Flashback ist echt mega heftig!


BenAffenleck

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Fand ich auch total super gemacht. Hat dem Film noch mal nen dicken extra Punkt gesichert. Ich fand aber auch die Watts unglaublich gut.


filmverliebt

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Bewertung7.5Sehenswert

Wow. Der Anfang ist wirklich aufwühlend. Geht sehr unter die Haut. Das Unfassbare ist beeindruckend in Bild und Ton gebannt. Leider wirkt die zweite Hälfte des Films an manchen Stellen zu konstruiert. Trotzdem ein sehr emotionales Drama.

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elisa.hermann.75

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich bin auch total begeistert von der Rolle der Mutter!
Irgendwann vor diesem gab es schon mal einen Film, der das selbe Thema behandelte und er war schlecht! Dieser Film jedoch hat alle meine Erwartungen und Bedürfnisse befriedigt :)
Wurd nie langweilig.
Und ich habe mich auch nie ein einziges Mal gefragt, wie realistisch das alles ist.
Und wenn ich das bei einem Film vergessen kann, dann hat er mich perfekt unterhalten.

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