The Impossible - Kritik

Lo imposible

ES/US · 2012 · Laufzeit 114 Minuten · FSK 12 · Drama, Katastrophenfilm · Kinostart
  • 8

    Sehr authentischer Katastrophenfilm mit top Besetzung.Der Fokus wird hier ausschliesslich auf die betroffene Familie gelegt und man durchlebt die Emotionen wahrlich mit.Sehr aufwühlend.

    • 7

      Ziemlich gemein. Nach der ersten halben Stunde und dem sowohl emotional aufwühlenden wie auch inszenatorisch perfekten Inhalt macht man sich schon darauf gefasst, am Ende die 10/10er-Karte zu zücken. Der Teil des Films, der sich vor allem um Naomi Watts Charakter und ihren ältesten Sohn dreht ist kaum zu übertreffen. Und dann wischt das Drehbuch diese Meisterleistung mal eben so mir nichts dir nichts aus der Filmgeschichte als der Handlungsschwerpunkt auf Ewan McGregor fällt. Dies liegt allerdings nicht an McGregor, denn dieser macht hier wie alle anderen einen mehr als herausragenden Job. Doch leider wird es ab diesem Zeitpunkt immer unglaublicher. Nicht nur, dass er eine mehr als fragwürdige Entscheidung trifft (ich kann mir nie und nimmer vorstellen, dass auch nur ein Vater auf der ganzen Welt so reagieren würde). Auch Onkel Zufall hat hier ziemlich viel zu tun, was das Ende dann doch irgendwie zu süß und kitschig werden lässt. Da kann zehnmal am Anfang des Films darauf hingewiesen werden, dass es sich um eine wahre Geschichte handelt. So wie das hier dargestellt wird, nehme ich das dem Film einfach nicht ab. Mal abgesehen davon wirkt das Ganze auch etwas einseitig. So treten für einen Film, der in Thailand spielt, erstaunlich wenige Thais auf. Der Film konzentriert sich hauptsächlich auf die Belange der Urlauber und lässt die Einheimischen zu sehr außen vor. Wäre die geniale erste Hälfte und die schauspielerischen Leistungen nicht, wäre der Film trotz handwerklicher Perfektion nicht der Rede wert. Unterm Strich bleibt ein knüppeldickes Drama mit immer zahlreicheren Mängeln, je weiter die Spielzeit voranschreitet.

      1
      • 0
        Bruno Morbitzer 22.08.2016, 00:18 Geändert 22.08.2016, 00:22

        Wieso eigentlich impossible?
        Die Amis machen's doch möglich!
        Und natürlich der alerte Herr von der "Züricher Versicherung", da gab's dann sogar einen Jet für unsere tapfere Heldenfamilie ganz allein. Herrlich!
        Natürlich sind diese Filme wie "The Impossible", "World Trade Center" und "Pearl Harbour" teure Hochglanzproduktionen mit Klasse Cast, aber mich widert es an, mit welcher Eiseskälte und Menschenverachtung die hausgemachten Katastrophen und Tragödien auch noch ausgeschlachtet werden.
        Ich gehe nicht ins Detail, nenne für geneigte Interessenten aber die Stichworte "Lihop" und "Mihop".
        Ist alles nachzulesen, aber bestimmt nicht bei "Wikipedia", denn dieses tolle Lexikon wird in Übersee "politisch korrekt" geschliffen.
        Habe die Ehre!

        1
        • 8

          Auch wenn ich nicht gerne das Plakativ-Pferd reite, hier konnte ich mich sehr gut im Sattel halten. Es würde so vieles geben was ich an diesem Film zum kotzen finde, aber da ich die Verzweiflung, den Schmerz und die Hoffnung(-slosigkeit) bis auf meine TV Couch spüren konnte, hat er mir am Ende doch sehr gut gefallen.

          • 7 .5

            The Impossible zeigt eindrucksvoll, wieso man für gute Filme wahrlich nicht die großen Hollywood-Studios braucht. Der Film schafft es auf sehr eindringliche Weise Emotionen zu wecken, und wirkt dabei nicht künstlich. Man hat das Gefühl tatsächlich dabei zu sein, mitten drin in einer tragischen Katastrophe. Die Szenen mit dem kleinen Daniel wirken wie aus dem Leben gegriffen. Das Spiel wirkt authentisch, und wo andere Watts und McGregor hervor heben, hat mich Tom Holland begeistert. Gut gelungen ist auch Lucas' Charakterentwicklung.

            Man mag sich daran stören, dass der Film eine Touristenfamilie heraus greift, und die ungezählten einheimischen Schicksale kaum beachtet, aber nachdem ich selber eine Weile darüber nachgedacht habe, ist das so nicht ganz fair. Es geht um eine sehr spezielle Geschichte einer Familie, die sich trotz unvorstellbarer Widrigkeiten wieder gefunden hat. Es geht nicht um reine Fiktion, sondern eine Nacherzählung. Schaut man genauer hin, sind die Thais die Helden dieses Films. Selber haben sie fast alles verloren, hatten meist nie den Wohlstand der Touristen, und doch helfen sie in der Not, teilen ihr Weniges. Und dann ist da der feiste Ausländer, der nicht einmal sein Handy verleihen will. Ein einzelner Egoist, aber es ist nicht realitätsfern, dieses Bild.

            Der Film ist wirklich sehr gut, doch am Ende will er zu viel. Marias "Traumsequenz" war völlig unnötig und passte überhaupt nicht zum Rest des Filmes. Und ob es die Geschichte mit dem Rundum Sorglos Paket der Versicherung gebraucht hat, sei dahin gestellt. Das hätte man anders lösen können, auch wenn es natürlich sehr markant zeigt, wie unterschiedlich die Behandlung von Touristen und Einheimischen ist.

            Insgesamt ist The Impossible beeindruckend. Keine großen Schnörkel und typisches Überreizen, wie man es gerne aus großen Blockbustern kennt. Mit einer kleinen Ausnahme, aber die ist durchaus zu verschmerzen.

            3
            • 8 .5
              F.Ilmhorst 12.12.2015, 19:05 Geändert 12.12.2015, 19:21

              Das Unmögliche ist an Intensität kaum zu überbieten. Ein wahrlich bewegendes Filmerlebnis, wuchtig, gerade auch in seinen stillen Momenten. Ein virtuos inszenierter Katastrophenfilm, klar. Aber vorallem faszinierendes Schauspielkino.

              • 7 .5
                inceptionfan 06.12.2015, 17:51 Geändert 06.12.2015, 17:52

                "The Impossible" ist überraschenderweise einer besten Katastrophenfilme, die ich bisher gesehen habe. Das liegt daran, dass er abseits von "San Andreas", "2012" oder "The Day After Tomorrow", die auch ihren Charme haben, nicht auf das große Actionspektakel setzt, sondern viel ruhiger daherkommt und sich auf die Folgen des Unglücks und das Schicksal dieser Familie beschränkt. Wenn die Katastrophe am Anfang eintrifft, dann ist das aber trotzdem großartig getrickst. Generell ist der Film handwerklich auf sehr hohem Niveau, die Bilder werden toll eingefangen und auch der Soundtrack weiß zu überzeugen. Schauspielerisch stechen hier vor allem Naomi Watts, deren Leiden einen sehr erschüttert, und Tom Holland hervor, auch wenn das Verhalten seiner Figur jetzt nicht komplett glaubhaft ist. "The Impossible" hat eine etwas einseitige Sichtweise, trägt in einigen Momenten vielleicht zu dick auf und drückt irgendwann auch etwas arg übertrieben auf die Tränendrüsen, aber darüber kann man hinwegsehen, da der Film zum Glück keine großen Längen hat und es schafft, einen emotional zu berühren, womit das Ziel erfüllt wurde. "The Impossible" ist jedenfalls großes Gefühlskino.
                Fazit: Für alle, die hier einen großen Katastrophen-Blockbuster erwarten, ist das hier eher nicht geeignet. Da empfehle ich dann doch eher den Griff Richtung Emmerich´s Filmographie. Wer aber auf der Suche nach einem stark gespielten, berührenden Drama vor dem Hintergrund der Tsunami-Katastrophe 2004 ist, sollte bei "The Impossible" unbedingt einen Blick riskieren!

                2
                • 7
                  mikkean 30.11.2015, 00:38 Geändert 30.11.2015, 00:42

                  Khao Lak am 26. Dezember 2004:

                  Was als sonniger 2. Weihnachtstag im Paradies begonnen hat, verwandelt sich ohne Vorwarnung in die Hölle auf Erden. Familie Bennett lässt es sich gerade am Pool der schicken Hotel-Anlage gut gehen, da erfasst sie und tausende andere die volle apokalyptische Wucht der Flutwelle.

                  Wir kennen sie alle. Die Bilder des Tsunami 2004. Das Leid, die Zerstörung und noch immer mutet dieses Szenario irgendwie unwirklich an. Natürlich auch, weil nicht jeder von uns diese Katastrophe hautnah miterlebt hat. Weil nicht jeder von uns sich vorstellen kann, will und muss, wie es ist, von einem gewaltigen Strom erfasst und verschlungen zu werden.

                  Was ist das wohl für ein Gefühl? Plötzlich, aus heiterem Himmel Wasser in der Lunge zu haben. Keine Luft zu haben, die Augen und Ohren schmerzen. Kannst du überhaupt denken? Sorgst du nur mich oder auch um deine Liebsten?

                  "The Impossible" liefert uns Glücklichen und Verschonten natürlich keine Antworten auf diese unangenehmen Fragen. Wie könnte er auch? Trennt uns doch eine Leinwand von der Katastrophe. Wir müssen kein Wasser schlucken, werden nicht durchgerüttelt. Wir müssen nicht durch die zerstörten Überreste von Luxus-Siedlungen und Dörfern watten, den Geruch des Todes in der Nase. Die gequälten Schreie der Verletzten und die verzweifelten Rufe nach deinen Nächsten im Ohr.

                  Dies ist eine filmische Aufbereitung, die irgendwie versucht, uns das Ausmaß des Geschehens zu veranschaulichen. Und gleichzeitig natürlich erzählt "The Impossible" auch vom Silberschweif am Horizont, den es ebenfalls in jeder schweren Stunde gibt.

                  Familie Bennett überlebt und findet sich nach Tagen der Ungewissheit inmitten der Nachwehen dieser Katastrophe. Selbstverständlich könnten auch wir das sein. Hoffentlich werden wir es sein, wenn es uns treffen sollte. Es gibt vielleicht viele unglaubliche Geschichten wie diese, angemessen der Todeszahlen leider auch zu wenige.

                  Wie also soll ich "The Impossible" bewerten? Ist Objektivität hier wirklich nötig? Muss ich mich mit der Frage herumschlagen, ob Naomi Watts oder Ewan McGregor den Anforderungen ihrer Rollen gerecht werden? Soll ich die Effekt-Qualität der geschilderten Zerstörung bemessen und mich fragen, wie realistisch die gezeigten Leiden und Rettungs-Versuche wirken?

                  Oder kann ich es wagen und mich auf meine innere Stimme konzentrieren? Die sagt nämlich, dass "The Impossible" wirklich das Unmögliche zeigt. Eine unmögliche Katastrophe, undenkbare Qualen und Verluste. Aber auch die schier unmögliche Möglichkeit des Überlebens.

                  Happy-End will ich das nicht nennen. Selbst wenn "The Impossible" bisweilen etwas rührselig im Tonfall wirkt. Die Geschichte der Bennetts ist echt, das Geschehen ist real. Angesichts der schlimmsten Ereignisse brauchen wir auch die aufblitzenden Hoffnungs-Schimmer. Die wärmenden Sonnenstrahlen des aufziehenden kommenden Tages.

                  Mag kitschig und unglaublich naiv klingen. Ich nenne es eine menschliche Eigenschaft. Außerdem nennt mir nur einen besseren Film über dieses Thema.

                  1
                  • 7

                    2000. Film!

                    Es waren Berichte, die man keineswegs lesen wollte, erst recht nicht an Weihnachten, die am 26. Dezember 2004 die Schlagzeilen beherrschten. Die Tsunami-Katastrophe an den Küsten des Indischen Ozeans brachte viel Leid mit sich, 'The Impossible' versucht, die erschütternden Sekunden des heranrollenden Tsunamis, die furchtbaren Minuten gefangen innerhalb der Flutwelle und die angsterfüllten Stunden des Bangens um Freunde und Familie greifbar zu machen. Das spanische Katastrophendrama, dass mit einem für diese Art von Film vergleichbar geringen Budget von 30 Millionen Euro auskam, ist zwischen spannend, dramatisch und bewegend so ziemlich alles. Der plötzlich auftretende Tsunami und den Schrecken, welcher er innerhalb weniger Momente am Strand, im Luxus-Resort und der gesamten Küstenregion verbreitet, wirkt dabei absolut authentisch. Wie genau sich die Katastrophe damals abgespielt hat, man möchte es sich gar nicht vorstellen. Die zweite Hälfte, die sich vor allem der Suche der einzelnen Familienmitglieder nacheinander widmet, kann mit dem starken Beginn allerdings nicht mithalten, wirkt aber ebenso realistisch wie die erste Hälfte. Ein Kritikpunkt ist vielleicht, dass der Streifen seinen Blick zu sehr auf die im Zentrum des Films stehende Familie und deren Überlebenskampf richtet und das große Ganze zwischenzeitlich ein wenig aus den Augen verliert. Abgesehen davon bleibt ein wirklich authentisches, packendes und mit fast etwas zu viel Melodramatik ausgestattetes Drama über eine tragische Katastrophe, die man so schnell nicht vergessen wird.

                    5
                    • 7

                      Starker Tabak und schwere Kost. Da der Film nach einer wahren Begebenheit gedreht wurde ist er schlecht zu bewerten! Mich hat er von Beginn an in den Bann gezogen und ich habe bis zum guten Schluß mitgefiebert. Solche Filme mit tollen Schauspielern und einem harten Überlebenskampf die auch für die Protagonisten gut Enden, bleiben im Gedächtnis.

                      • 5 .5

                        The Impossible ist ein extrem reißerisch erzählter Katastrophenfilm über die "Jahrhundertwelle" von 2004, der die Ereignisse einer Familie in ihrem Thailandurlaub dokumentiert. Diese wird durch die Tsunamiflutwelle voneinander getrennt und kämpft in der Verwüstung ums nackte Überleben. Dabei erfährt man leider wenig über die Zustände vor Ort in dem Land oder die der Bevölkerung, da die Geschichte nur die einzelnen Charaktäre der Familie begleitet und sich einzig und allein auf ihr Leiden konzentriert. Bei der Darstellung der Flutwelle und ihrer Zerstörung sind wirklich bedrückende Bilder entstanden , jedoch wird in Folge versucht mit allen Mitteln den Zuschauer zum Mitfühlen zu bewegen. Das wirkte alles leider etwas klischeebeladen und plump. Alles in allem leider nur ein durchschnittlicher Film.

                        1
                        • 1
                          gregor.jelitto 24.11.2015, 01:03 Geändert 10.01.2016, 00:32

                          Salz und Schmalz, Gott erhalt's
                          Völlig emotionslos abgedudelt in einer mit Süßholz geraspelten Handlung.
                          Die angeblich wahre Geschichte, entpuppt sich als Kasperle Theater.
                          Wer das glaubt, glaubt alles.

                          1
                          • 9

                            Ein Meisterwerk. Die Schauspieler sind fantastisch. Vor allem der ältere Sohn spielt sensationell. Man spürt förmlich die schmerzen ob körperlich oder psysisch.
                            Man fiebert, leidet und freut sich mit.
                            Es ist immer noch unvorstellbar was dort passiert ist.
                            Daß ankommen des tsunamis ist so absolut realistisch und erschreckend gefilmt dass einem die Luft wegbleibt.
                            Die fast ohnmächtigen kämpfe über und unter Wasser sind eindringlich gefilmt.
                            Endlich mal ein Film ohne hollywoodschmalz.
                            Eine absolute Empfehlung.

                            1
                            • 4
                              RicoRoyal 11.09.2015, 08:05 Geändert 23.12.2015, 13:02

                              Schon die erste Szene im Flugzeug gibt die Richtung dieses Streifens vor: Man will schockieren, um jeden Preis.

                              Die Action ist denn auch das einzige, was an dem Film wirklich überzeugt, und McGregor ist natürlich auch ganz gut. Was ich von Watts halte, habe ich an anderer Stelle schon geschrieben. Am schlimmsten aber ist das Drehbuch: Unerträglicher Kitsch und brachialste Blutorgien wechseln sich ab, die Dialoge sind unterirdisch, und vieles macht überhaupt keinen Sinn. Ein kleines "Detail": Weshalb ist die komplette Familie nach vielen Tagen immer noch blutüberströmt und schlammbedeckt, während die Nebenfiguren offenbar irgendwann die Gelegenheit wahrgenommen haben, sich zu waschen?

                              Ein paarmal dachte ich, der Film nimmt doch noch eine emotionale Wendung, zum Beispiel als Lucas im Krankenhaus versucht, Familien wieder zusammenzuführen, doch diese Szene dauert nur zwei Minuten und endet nach dem ersten Erfolg. Verschenktes Potential. Und überhaupt, das Kind spricht und handelt wie ein Erwachsener, was ja in Filmen immer besonders ärgerlich ist, so kann beim Zuschauer auch keine Empathie entstehen. Hätte man mal Regisseurin Susanne Bier fragen sollen, wie man Kinderrollen schreibt und Kinderschauspieler führt.

                              So bleibt schlicht ein schaler Nachgeschmack und eine schlechte Laune. Ganz schwacher Film.

                              1
                              • 7

                                "The Impossible" ist ein inszenatorisch eindrucksvolles Drama über die Tsunamikatastrophe 2004 in Südostasien, mit im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubenden Szenen. Hauptaugenmerk gilt einer fünfköpfigen Familie, die nachdem eine riesige Welle ihr Badehotel überflutet hat voneinander getrennt wird. Leider wird abseits der Eltern und ihren drei Söhnen das Elend der Einheimischen weitestgehend ausgeblendet und stattdessen auf ein versöhnliches Happy End der Familie hingearbeitet. Das hinterlässt durchaus einen faden Beigeschmack. Aber wenn man sich damit anfreunden kann, das die Prioritäten eben anders verteilt wurden, leidet man unaufhörlich mit der Familie mit. Das liegt vornehmlich an Naomi Watts vortrefflicher Leistung, genauso wie der von Tom Holland. McGregor bleibt dagegen leider etwas blass. Ein insgesamt sehr bewegender Film.

                                5
                                • 8 .5
                                  necrotorian 28.07.2015, 07:41 Geändert 12.12.2015, 21:01

                                  Unglaublich mitreißender und schonungsloser Katastrophenfilm über eine wahre Begebenheit (Die Tsunamikatastrophe in Südostasien 2004). Hervorragende Schauspielleistungen und obendrauf noch ein packender Soundtrack... ganz große Klasse.

                                  1
                                  • 8

                                    Von so einem Meisterwerk der Katastrophenfilme könnte sich Roland Emmerich wirklich eine Scheibe abschneiden!
                                    Statt dass der Fokus auf die (in dem Film sehr brillant inszenierte) Zerstörung liegt, wird jeder wahrlich zu Tränen gerührt sein, wenn man mit ansieht, was die Menschen alles ertragen mussten bei dieser Jahrhundertwelle!
                                    Und dass dies auch noch nach einer wahren Geschichte handelt, verstärkt unsere Tränendrüsen!
                                    Und wären die Schauspieler nicht so gut gewesen, wie z.B. Star-Neuzugang Tom Holland wäre der Film nur halb so gut geworden.
                                    Naomi Watts gewann zu Recht den Oscar und Ewan McGregor ist wie immer der Wahnsinn!
                                    Sie spielen nicht nur das tragische Erlebnis der Familie nach, sie SIND diese Familie!
                                    Es fließen Tränen, es wird gelitten, es ist einfach glaubhaft!
                                    Und niemals werde ich die Gänsehaut vergessen als der Tsumami im Film erschien. Und das ist wirklich sehr heftig inszeniert! Es gibt wirklich einen Grund, warum der Film ab 12 Jahren freigegeben ist!
                                    Und die Welle wurde auch hauptsächlich mit echtem Wasser gedreht und wurde so gut wie fast nie animiert! Das macht sie auch wirklich glaubhaft und sieht besser aus als jede CGI-Zerstörungsorgie!
                                    Absolute Perle in einem tiefen Ozean der Meisterwerke!
                                    Ich gebe den Film einen Daumen hoch!

                                    2
                                    • 7

                                      So schwer es für jemanden, der solch eine Katastrophe nicht selbst erlebt hat, auch ist, sich dies vorzustellen, die Bilder und Imprssionen, die The Impossible vermitteln, sind schon extrem stark. Die Gewalt des Wassers, die Verzweiflung und das Chaos hinterher. Wirklich eine beeindruckende Inszenierung, die wohl keinen Zuschauer kalt lässt.

                                      1
                                      • 8
                                        Anakin68 23.06.2015, 20:23 Geändert 23.06.2015, 20:23

                                        Hat mir sehr gefallen, schöne Atmosphäre, gute Schauspieler, gute Effekte, mitfühlende Geschichte: Passt alles.

                                        1
                                        • 7 .5

                                          Bei Katastrophenfilmen hat man normalerweise tausende von Leuten, die wie die Fliegen abkratzen und einen strahlenden Helden, der ohne Kratzer rauskommt und höchstens noch ein paar rettet. Das gibt dann Gelegenheit zu majestätischen CGI-Zerstörungsorgien und hilft dem Protagonisten, den Love Interest zu kriegen, aber mit der Realität hat das natürlich nichts zu tun.

                                          Bei"The Impossible" ist das anders. Da ist man an der Katastrophe mitsamt der dazugehörigen Verzweiflung und Angst so nah dran, wie es im Kino nur möglich ist. Was womöglich noch nicht einmal besonders nah ist. Aber näher will man auch nicht ran...

                                          1
                                          • 9

                                            Wer erinnert sich nicht an die Tsunami-Katastrophe im Jahre 2004?
                                            Trotz meines jungen Alters damals, brannten sich diese Bilder in meinen Kopf ein. Es sind vage Erinnerungen an Filmaufnahmen von verzweifelte Menschen, die um Hilfe schreien und die um das Überleben kämpfen.
                                            Bis heute zählt diese Katastrophe zu den Schlimmsten der Neuzeit mit einem tragischen Verlust von ca. 200.000 Menschen.

                                            So erlebte es auch eine spanische Familie, die in Thailand einen Familienurlaub machen wollten.

                                            Inszeniert wird die Geschichte dieser Familie in diesem authentischen Film, der sehr ans Herz geht. Die beiden Hauptdarsteller spielen hervorragend, besonders Naomi Watts sticht heraus und überzeugt als verzweifelte, stark verletzte Mutter, die um ihr Leben kämpft.
                                            Auch die Darsteller der Kinder spielen sehr überzeugend.
                                            Feuchte Augen sind vorprogrammiert. Einziger Kritikpunkt ist der etwas schnulzig-kitschige Schluss, der aber von kurzer Dauer ist.

                                            Ein dramatischer und authentischer Film, der einen wahren Leidensweg erzählt und den Zuschauer geschockt, erschrocken aber auch erleichtert zurücklässt.

                                            10
                                            • 8

                                              So einen Katastrophenfilm schaue ich mir 10 x lieber an als irgendwelche "2012" oder "San Andreas". Auch wenn ich danach einen Kloß im Hals hatte.
                                              Naomi Watts und Tom Holland aber auch Ewan McGregor spielen einfach um ihr Leben.

                                              • 6 .5

                                                Ein schockierender, wuchtiger und emotionaler Film, der auch gerade gegen Ende nochmal stark auf die Tränendrüse drückt. Toll gefilmter und super gespielter Katastrophen Film. Als Kritikpunkt würde ich maximal anmerken, das der Film doch sehr mit Scheuklappen durch die Katastrophe, die Konsequenzen und den Menschen ging. Diese Konzentration auf eine Familie ist gut und schön. Wenn ich mich aber am Anfang beim Tsunami frage, "sind da keine anderen Menschen in den Wasser massen?", dann haut da was nicht hin. Aber ansonsten ein sehr bewegender Film.

                                                • 4 .5
                                                  HansNase 25.05.2015, 12:11 Geändert 25.05.2015, 12:13

                                                  Rund 200.000 Menschen starben am 26. Dezember 2004 bei einer Katastrophe, die im Englischen auch als "Boxing-Day-Tsunami" bekannt ist. Für einen Film darüber ist es günstiger, sich auf eine reale Begebenheit zu stützen, um nicht in der Luft zerrissen zu werden. In "The Impossible" ist das die wahre Geschichte der spanischen Familie Belón, die hier als amerikanische Familie Bennett auftritt. Obwohl der Anblick des Tsunamis selbst nur einen kleinen Teil des Films ausmachen würde, war dessen Inszenierung einer der wichtigsten Aspekte. Denn in diesem Punkt kann der Regisseur das Meiste falsch machen. Manch einer würde die Wassermassen gar nicht erst zeigen, um jegliche Diskussion über Effekthascherei im Keim zu ersticken. Doch wie soll man so die Verblüffung, die Furcht und das Entsetzen der Beteiligten einfangen und nachvollziehen? Manch anderer akquirierte dagegen die Pixel-Zauberer von "Findet Nemo" bis "2012", um sich an der perfekten Welle und ihrer tödlichen Wucht zu ergötzen. Juan Antonio Bayona geht einen Mittelweg. Viele Einstellungen wurden in einem großen Wassertank gedreht, auf digitale Wellenkämme wurde verzichtet. Das sieht glaubwürdig aus, doch die beschränkten Mittel zwingen die Macher zu bestimmten Kameraperspektiven und Schnitten, die ein subjektives Erleben der Katastrophe verhindern.
                                                  Als die Überflutung vorüber war, dürfte sich den Betroffenen ein dystopisches Bild des Schreckens geboten haben. Im Film dagegen wird das eher an den Rand gestellt oder anhand von Szenen abgehandelt, die in jedem anderen x-beliebigen Film zu sehen sein könnten. Eine innovative Neuerfindung des Kinos für das Zeigen einer solchen Katastrophe wäre wohl auch vermessen. Nur blöd, dass die Konventionen so schäbig sind, an die sich der Film stattdessen anschmiegt. "The Impossible" möchte die Hilfsbereitschaft und Selbstlosigkeit der vielen Leute vor Ort von damals würdigen. Allerdings klammert Bayona die zahllosen Todesopfer viel zu konsequent aus. Man erhält den Eindruck, er wolle der Welle gleich mit dafür danken, dass sie Solidarität und Hedonismus über die Menschen gebracht habe. Das ist Unsinn, natürlich, viel eher hat der Regisseur im Angesicht der verrückten, aber fast schon "zu filmtauglichen" Geschichte sich in fragwürdige Prioritäten verloren. [SPOILER] Im Schlussspurt zeigt das Drama mit pathetisch großem Anlauf, wie die Bennetts zueinanderfinden, um dann in schmalzige Musik auszufransen und sich somit trotz spanischer Produktion nur üblen Hollywood-Regeln anzubiedern. [SPOILERENDE] „The Impossible“ zeigt das Geschehen leider eben nicht als „Das Unmögliche“, sondern als „Das schmierig Romantische“.

                                                  1
                                                  • 5 .5
                                                    RoboMaus 10.05.2015, 13:08 Geändert 10.05.2015, 13:28

                                                    'The Impossible' überzeugt vor allem durch die herausragende schauspielerische Leistung von Naomi Watts und die realistische Inszenierung der Flutkatastrophe. Doch ob wahr oder nicht - die unglaubwürdig erscheinende und teilweise kitschige Story ist einfach zu dünn, um über zwei Stunden zu interessieren oder gar Spannung zu erzeugen. Dazu ist sie stellenweise kaum nachvollziehbar: (SPOILER:) ein Familienvater überlässt seine zwei traumatisierten Kinder (5 und 7 J.) ihrem ungewissen Schicksal auf einem Sammeltransport, nur um allein nach seiner Frau und einem weiteren Kind in der verwüsteten Landschaft zu suchen. Obwohl die Chance, sie dort zu finden gegen null geht und obwohl überall schon Suchtrupps die Gegend nach Überlebenden durchkämmen. Welch ein Held. Dennoch konzentriert er sich im Verlauf nur auf die Krankenhäuser, wohin er seine beiden Kinder auf der Suche ohne Weiteres hätte mitnehmen können. Natürlich findet sich die ganze Famile wie durch ein Wunder genau vor dem Krankenhaus wieder, in dem seine Frau liegt, und natürlich nur weil der Kleinste ausgerechnet dort vom Laster springt um zu pinkeln (SPOILER ENDE). Warum auch nicht? Ein Sechser im Lotto ist auch nichts Ungewöhnliches, ausser man kreuzt nur fünf Zahlen an....

                                                    6