Pepilotta

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Viele haben nicht erwartet, dass das Privatleben Aung San Suu Kyis im Film derartig in den Mittelpunkt gerückt wird - mitten in die eher bruchstückhafte Erzählung der politischen Ereignisse. Die Schwäche des Films liegt darin, dass der Versuch, beides darzustellen, in der Hinsicht mißlingt, als das beide Elemente eher oberflächlich gezeigt werden. Genauso die kulturellen Hintergründe und Bilder, die Myanmars Vielfalt kurz abbilden, aber nicht erklären. Die Recherche für den Film hat eher einseitig staffgefunden (konnte wahrscheinlich nur einseitig stattfinden), so dass das Paar mit seinen Kindern rundum perfekt wird. So wird, wie Andreas Fischer in seiner Kritik schreibt, das Portrait zum Heiligenbild.

Das alles ist aber nur die Schwäche des Films als Portrait. Der Film kann aber noch ganz andere Funktionen erfüllen. Auch solche, die wir als Außenstehende vielleicht nicht in selber Weise nachempfinden können, einfach aus dem Grund, weil es nicht unser Schicksal ist. Hineinfühlen kann man sich in die Figuren meiner Ansicht nach aber doch, vor allem in Michael Aris, dessen Innenleben detaillierter dargestellt wird als das von Aung San Suu Kyi.

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