The Limits of Control

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ES 2009

The Limits of Control - Poster
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Kritiker: 5.6 Community: 6.1 392 Bewertungen

Kinostart: 28.05.2009, Laufzeit 116 Minuten.

Ein geheimnisvoller Fremder reist nach Spanien. Er hat dort einen Auftrag zu erledigen. Welcher Art dieser Auftrag ist, bleibt im Dunklen. Alles deutet darauf hin, dass sich sein Vorhaben nicht ganz im Rahmen des Gesetzes bewegt. Aber weiß er überhaupt selbst genau, was er dort tun soll? Auf verschiedenen Stationen seiner Odyssee übermitteln ihm allerhand mysteriöse Gestalten rätselhafte Botschaften. Ist ihne… Mehr

Cast
Isaach de Bankolé, Alex Descas, Jean-François Stévenin, Óscar Jaenada, Luis Tosar, Paz de la Huerta Mehr
Regisseur
Jim Jarmusch
Autor
Jim Jarmusch
Genre
Thriller, Kriminalfilm, Drama

Kritiker — Film: The Limits of Control

8.0Ausgezeichnet

...Was auf dem ersten Blick inhaltlich an dem Film nicht reizt, spielt sich auf der formellen Ebene ab. Jedes Ereignis des Films wird durch eine Zusammenstellung von Symbolen angekündigt: Die Zugfahrten trennen die Akte des Films, die Zettel mit den kodierten Informationen führen den Lone Man weiter auf seiner Reise, die Gemälde im ersten Teil kündigen als wunderschöne Metapher der Wahrnehmung (als Zugang zur Realität über ein Medium) und der Entstehung des Films (als Streben der abbildenden Künste nach Realismus) die Kontaktpersonen an, der durchsichtige Regenmantel von Paz de la Huerta kündigt den Schirm Tilda Swintons an....

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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

3.5Schwach

Der mysteriöse Unbekannte sitzt also mit seinen zwei Espressos auf hübschen spanischen Plätzen und unterhält sich mit noch mysteriöseren Unbekannten über Filme, Bohemians und das Leben. Seine strikten Regeln während der Arbeit: keine Mobiltelefone, keine Schusswaffen und kein Sex. Wie philosophisch. Wie tiefschürfend. Wie langweilig.

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wicky2

ähm ... aussage 1-ja. 2-nein ?


Mr.Vengeance: Lost In Imagination

2.5Ärgerlich

Fand ja schon GHOST DOG ganz furchtbar und war dann froh mit BROKEN FLOWERS wieder etwas brauchbares geliefert zu bekommen. Aber meine Fresse: THE LIMITS OF CONTROL schießt ja wirklich alles ab. Gehört definitiv zu den nervigsten Metern Zelluloid des Jahres. Viel zu akribisch versucht Jarmusch die vielen schnappenden Mäuler seines elitären Arthouse-Publikums zu stopfen. Alles Schall und Rauch, längst nichts greifbares mehr. Dieses Phänomen findet man eigentlich eher bei Jungregisseuren, die mit ihrem ersten Film im cannes'schen Wettbewerb laufen - und gewinnen. Oder bei Francis Ford Coppola in YOUTH WITHOUT YOUTH. Da haben sich beide Altmeister wohl ein herzhaftes Eigentor geschossen. Das einzig Amüsante daran ist, zu sehen was so mancher Kritiker darin alles zu sehen glaubt. Herrlich. Und wiederum nicht.

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Jim C.

@ Mr.Vengeance

Die Filme von Jim Jarmusch muss mensch auch "verstehen" nicht nur einfach so "anschauen", denn gerade das hebt Mr. Jarmusch von anderen Filmemachern ab das er keinen 08/15 Stoff dreht !


Jim C.

...aso ausserdem hat der Film einen wunderbaren Soundtrack von Sunn o))) und Earth der genau in die jeweiligen Szenen passt und zu einem runden Gesamtbild beiträgt!


Alle Kritiken (15)


Kommentare — Ganz gut 6.1

Joe Gillis

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Bewertung5.5Geht so

In den 70ern des letzten Jahrhunderts dekonstruierte (obwohl es diesen Begriff noch gar nicht gab) Michelangelo Antonioni den Verschwörungsthriller, sah, daß es gut war, und nannte das zerdehnte Ergebnis: »Professione: Reporter«. Jahrzehnte später nimmt Jim Jarmusch die wertvollen Scherben und drückt sie ein weiteres Mal durch den Schredder. Übrig bleiben Echos von Echos: ein Mann & eine Mission, Spuren & Muster, Zeichen & Wunder, ein Weg & (k)ein Ziel. Und es bleibt die Vorstellungskraft, für die Wände (auch die der Genrekonventionen) kein Hindernis darstellen. »The Limits of Control« (von Christopher Doyle nicht besonders originell aber gewohnt attraktiv fotografiert) offeriert keinerlei Bedeutung und zeigt ausschließlich Haltung. Die Erkundungsfahrt an die Grenzen der Kontrolle (des Herrn über die Knechte / des Menschen über sein Leben / des Schöpfers über seine Geschöpfe) ist ebenso bewußtseinserweiternder Trip wie Absturz in posenhafte Langweile. Ein Film wie ein arroganter Typ, den man für seine Unnahbarkeit zugleich haßt und bewundert.

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Joe Gillis

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Lynch?


patcharisma

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Ist uns egal, welcher Gehypte es im Endergebnis ist. Langweilt alles mit inhaltsfernen Kunstanspruch.


Henry Spencer

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Bewertung4.0Uninteressant

Wirkt manchmal fast wie eine Parodie auf Arthaus-Filme. Befürchte aber Herr Jarmusch meint das alles sehr ernst...

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stuforcedyou

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Bewertung5.0Geht so

Jarmusch, der große Meister der Independent-Kino, gehört zu denen die Filmgeschichte geschrieben haben, ohne dass die ein besonders großes Publikum mitbekommen hätte. Jarmusch dreht seit je her Filme die alles sind, nur eines nicht: Definierbar. Ein seinem Episodenfilm „Coffee & Cigarettes“ ließ er einfach nur Leute über Kaffee und Zigaretten sinnieren.

Jarmusch letzter Film, der ruhige „The Limits of Control“ wird wohl auch harte Jarmusch-Fans vor eine innere Zerreißprobe stellen. Der Film kommt ohne Erklärungen daher und die monotonen, unexpliziten Kameraeinstellungen machen die Enträtselung des Films nicht gerade einfacher. Wahrscheinlich will Jarmusch gar nicht, dass jemand das Rätsel löst, oder noch wahrscheinlicher es gibt gar kein Rätsel. So und so, der Film ist zwar wunderschön fotografiert, dank des grandiosen Christopher Doyle, der bereits die Filme eines Wong Kar Wei zu einem visuellen Erlebnis machte, aber der Film bleibt dabei extrem bleiern. Manchmal hat man das Gefühl, der Film wolle gar nicht gemocht werden.

„The Limits of Control“ ist einer dieser Filme, die einen absolut nichts sagen. Es ist einer dieser Filme, die man nicht versteht und wegen seiner introvertierten Haltung gegen über Handlung, Figuren und dem Zuschauer will man dies auch gar nicht. Dennoch wird es gewiss dort draußen einige geben, die sich der drögen Faszination solch eines Werkes nicht ganz entziehen können.

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