The Messenger - Die letzte Nachricht

The Messenger (2009), US Laufzeit 113 Minuten, FSK 12, Drama, Historienfilm, Komödie, Kinostart 03.06.2010

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7.6
Kritiker
24 Bewertungen
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7.0
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822 Bewertungen
56 Kommentare
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von Oren Moverman, mit Ben Foster und Jena Malone

Sergeant Will Montgomery leistet die letzten drei Monate seines Militärdienstes an der “Heimatfront” in den USA ab. Will wird dem erfahrenen Captain Tony Stone unterstellt, um ihn bei seiner bitteren Mission zu unterstützen: Gemeinsam benachrichtigen sie die Angehörigen im Kampf gefallener Soldaten. Stones Dienstplan: streng ans Protokoll halten. Ruhe bewahren. Bloß keine Schwäche zeigen. Obwohl es ihm schwerfällt, hält Will sich an diesen Dienst nach Vorschrift und unterdrückt jede Gefühlsregung – bis er sein Herz an die junge Witwe Olivia verliert, der er die Nachricht vom Tod ihres Mannes überbringen muss. Während Will von Gewissensbissen geplagt wird, setzt er zugleich das Vertrauen seines Vorgesetzten Stone aufs Spiel, der viel labiler ist, als er zugibt.

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  • Will (Ben Foster) trifft seine ehemalige Freundin Kelly (Jena Malone) wieder
  • Sergeant Will Montgomery (Ben Foster) ist mit den Methoden seines Vorgesetzen Captain Tony Stone (Woody Harrelson) nicht zufrieden
  • Will (Ben Foster) verbringt gerne Zeit mit Olivia (Samantha Morton) und ihrem Sohn Matt (Jamir Duran-Abreau)

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Cast & Crew


Kritiken (11) — Film: The Messenger - Die letzte Nachricht

Oceanic6: CinemaForever

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8.0Ausgezeichnet

[...] Woody Harrelson und Ben Foster mimen dabei die beiden Todesboten mit einer innerlichen Zerrissenheit, die kaum auszuhalten ist. Einerseits ihre emotionale Seite, ihre Erkenntnis des sinnlosen Soldatenlebens. Andererseits dieses kalte und gefühlslose Agieren vor den Angehörigen der Verstorbenen. Und ganz besonders die letzte Szene mit Harrelson wird wohl jedem nachhaltig in Erinnerung bleiben. [...]

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Weltensegler

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Normal bin ich nicht wirklich der "Ich klicke weil gut geschrieben" Mensch, wenn ich den Film nicht kenne. Aber hier muss ich einfach! Wirklich toll geschrieben, ist vorgemerkt, Buscemi, Harrelson, gute dramatische(!) Story - was für mich denke ich! Danke! :) Ach ja: Ben Foster kenne ich auch aus SFU, somit noch ein weiterer Pluspunkt. ;)


Oceanic6

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Danke für eure guten Worte, da freut man sich wenn es Ressonanz gibt. :)
@Weltensegler: In SFU ist er aber noch ziemlich jung und auch nicht gerade gutaussehend^^. Trotzdem ein super Schauspieler, der hier nach SFU und Todeszug nach Yuma erneut unter Beweis stellt, was er drauf hat.


Flibbo: Wie ist der Film?

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6.0Ganz gut

[...] Regie-Debütant und Co-Autor Oren Moverman widmet sich einer sehr interessanten weil bis dato ziemlich unbeleuchteten Facette des Kriegsgeschehens bzw. dessen Auswirkungen. Tatsächlich zeugen die Szenen, in denen die titelgebenden Nachrichten überbracht werden, von hoher Intensität und bilden klare Höhepunkte des Films. Leider erweisen sich die Charakterstudien, mit denen die großen Lücken dazwischen gefüllt wurden, als eher ungünstig, vor allem weil sich die Haupt- und Identifikationsfigur im Grunde genommen die ganze Zeit über daneben benimmt. Das macht aufgrund des Kriegstraumas Sinn, nicht aber für das Publikum, das sonst niemanden als Begleiter durch die etwas langatmige Handlung hat. [...]

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Hausmeister: Nerdtalk.de

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5.0Geht so

[...] Was diesen Film für mich jedoch letztlich ins Mittelmaß geraten lässt, ist die Trägheit der Story. Die ganze Zeit habe ich auf eine Schlüsselszene gewartet; auf etwas, das mich ein wenig aus der Lethargie reißt, die mit diesem Thema einhergeht. Aber da kam nichts. [...]

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Hauserfritz

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das triffts auf den Punkt !


Dietmar Kesten: Filmmag.de

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8.0Ausgezeichnet

[...] Ben Foster und Woody Harrelson spielen außerordentlich gut. Ihr Spiel wirkt niemals aufgesetzt oder arrogant. [...] „The Messenger“ dürfte mit zu einem der besten Antikriegsfilme überhaupt zählen.

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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...

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7.5Sehenswert

THE MESSENGER ist kein Kriegsfilm, und doch ist der Krieg immer präsent. In seinem sensiblen Drama, mit dem er auch seine eigene Militärzeit verarbeitet, widmet sich Oren Moverman jenen Opfern, die der Krieg abseits der Krisenherde fordert: den Hinterbliebenen, den traumatisierten Veteranen und ihrem ganz persönlichen Kampf, das Leben wieder als...

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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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7.5Sehenswert

Regisseur Oren Overman geht es jedoch nicht darum, die moralische Fragwürdigkeit der Handlungen des jungen Soldaten in den Mittelpunkt seiner Geschichte zu stellen. Vielmehr kratzt der Drehbuchautor („I’m not there“) auf tragikomische Art am Image eines sauberen Kriegs. Sein Regiedebüt ist kein klischeehaftes Rührstück geworden, sondern beweist Mut die traurigen Momente immer wieder mit absurd- menschlichen Szenen zu brechen. Ben Foster und Woody Harrelson danken es ihm mit großartiger schauspielerischer Intensität.

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Elisabeth Maurer

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7.5Sehenswert

...Es könnte dem Debütfilm von Oren Moverman vorgeworfen werden, daß er es sich leichtmacht und das Leid der Hinterbliebenen in Einzelschicksalen darstellt, um so die Schrecken des Krieges zu illustrieren, sich aber vor einer eindeutigen Aussage zum Krieg scheut. Was aber den Film ausmacht sind die beiden Hauptfiguren, zunächst beide auf ihre Art schroff, verschlossen, desillusioniert. Mit der Zeit öffnen sie sich aber einander und dem Leben. Beide können den Kummer, den sie täglich mitansehen müssen nicht lindern oder gar verhindern. Ihre eigene Traurigkeit und ihre Lebensschwierigkeiten machen sie aber nicht zu strikten Gegnern des Militärs. Beide sind hin- und hergerissen zwischen ihrer Angehörigkeit zur Army und ihrem Wunsch nach Frieden, vor allem auch in ihrem persönlichen Leben. Die Stärke der Erzählung liegt also vor allem darin, daß sie das Thema nicht verkitscht, nicht zu einer Hymne auf die Army noch zu einem strikten Antikriegsszenario wird. Der Film bleibt wie seine Hauptfiguren ambivalent, was vielleicht auch die Haltung der Menschen im Allgemeinen widerspiegelt....

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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

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7.5Sehenswert

Captain Tony Stone (Woody Harrelson) hat einen undankbaren Job: Wenn er an der Haustür klingelt, steht er stets als Überbringer schlechter Nachrichten vor den Bewohnern. Stone informiert die Angehörigen von US-Soldaten darüber, dass ein Mitglied ihrer Familie im Krieg gefallen ist. Dies tut er mit aller Disziplin, er bewahrt Haltung und Distanz, zeigt keine Schwäche oder Mitgefühl, auch wenn die Hinterbliebenen in Weinkrämpfe verfallen oder vor lauter Wut und Verzweiflung auf ihn einschlagen. Außerhalb des Jobs läuft Stones Leben jedoch nicht ganz so geregelt: Er ist ein zynischer, abgebrühter Hund, der all das Leid, das er tagsüber nicht verarbeiten kann, abends und am Wochenende in Alkohol ertränkt.
Stone neu an die Seite gestellt wird Sergeant Will Montgomery (Ben Foster), der die ihm noch verbleibenden drei Monate seines Militärdienstes an der Heimatfront ableisten soll. Dem weitaus Jüngeren fällt es sichtlich schwerer als Stone, als Botschafter des Todes die Contenance zu…

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F. Kleiner: Film-Dienst.de F. Kleiner: Film-Dienst.de

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7.5Sehenswert

Vor allem die Figur Woody Harrelsons, dessen unter kumpelhafter Fassade glimmende latente Wahnsinnigkeit hier bestens zum Tragen kommt, wird dabei immer mehr vom irritierenden Sidekick zur tragischen Gestalt, während Ben Fosters Figur paradoxerweise gerade durch ihre größere Verletzlichkeit an Souveränität gewinnt.

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alviesinger: bummelkino

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8.5Ausgezeichnet

Ein Casualty Notification Officer klingelt an fremden Haus- und Wohnungstüren, erklärt den verschreckten Menschen im Auftrag des amerikanischen Verteidigungsministers und nach einem strikten Leitfaden der US-Armee unmissverständlich, dass deren Sohn, Tochter, Ehemann oder Vater im Krieg für das Heimatland gestorben ist. Diese Aufgabe hat der aus dem Irakkrieg heimgekehrte Kriegsheld Sergeant Will Montgomery (Ben Foster) inne. Zusammen mit dem Routinier Captain Tony Stone (Woody Harrelson) – ein Gefühlskrüppel, der sein Leben der Armee vermacht hat und sich neben der seelisch peinigenden Arbeit mit Barmädchen vergnügt - sind sie die Botschafter des Todes, die in Ausgehuniform und im Gleichschritt zu den Häusern der Hinterbliebenen marschieren und dort die schlechte Nachricht überbringen (müssen). Trotz einer Art Routine und des Lehrbuchs sind die Hinterbliebenen stets unberechenbare Gefühlsmenschen, die mit der schrecklichen Horrormeldung über ihre Lieben konfrontiert werden. Wut, Tränen…

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Der Redaktör: kino-zeit.de Der Redaktör: kino-zeit.de

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8.5Ausgezeichnet

The Messenger ist ein Film über die Folgen des Krieges, in dem kein einziger Schuss fällt und der trotzdem vieles über den Schmerz und das Trauma erzählt, das Gewalt und Tod hinterlassen. Ohne jegliche Glorifizierung zeigt der aus Israel stammende und in den USA lebende Regisseur Oren Moverman die stupide und zum Selbstschutz automatisierte Arbeit der beiden Soldaten, die im monotonen Singsang und streng nach Dienstvorschrift ihre Todesnachrichten herunterleiern und die Reaktionen der Menschen, die davon betroffen sind. Dass auch die beiden Todesengel nicht unbeeindruckt bleiben von ihrer Arbeit, ahnt man schnell. Und auch die Freundschaft zwischen den zwei Soldaten sowie die Liebe, die Will für die Witwe eines getöteten US-Soldaten entwickelt, können nicht wirklich überraschen. Was den Film dann doch beeindruckend macht, sind vor allem die Reaktionen derer, an die sich die beiden Botschafter aus dem Reich des Todes wenden: Die einen brechen zusammen und kotzen, andere wiederum werden aggressiv gegen die beiden Boten. Und wieder andere verstehen ohne Worte, was es bedeutet, wenn zwei Soldaten in schmucker Uniformen und mit ernstem Gesichtsausdruck plötzlich vor dem Haus stehen. Und manchmal steht auch eine junge Frau im Sonnenlicht, nickt ernst und dankt den beiden Soldaten einfach für ihren schweren Dienst – keine Reaktion, die man erwartet. Und vielleicht gerade deswegen die beeindruckendste Szene in diesem Film.

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Kommentare (45) — Film: The Messenger - Die letzte Nachricht


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Schlopsi

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Dramen laufen immer Gefahr, in Kitsch abzudriften oder es am Ende allen Recht machen zu wollen. Bei amerik. Filmen mit/über Soldaten erwartet man oft überschwänglichen Patriotismus.
Nein, "The Messenger" ist anders. Er ist direkt. Er trifft den Zuschauer da wo es wehtut. Er hält drauf, wenn die Todesboten die traurige Nachricht überbringen. Der Schmerz trifft und es schmerzt noch mehr, wenn einem die verzweifelten und wütenden Schreie durch Mark und Bein fahren. Dabei bleibt der Film meist so sachlich und kühl, wie es das Protokoll von Capt. Stone und Sergeant Montgomery fordert. Man bleibt distanziert, doch gerne würde man den Hinterbliebenen die Schulter anbieten. Doch man tut es nicht. Sonst zeigt man Schwäche. Und zeigt, wie verletzt und betroffen man doch selbst ist. Nein, die beiden müssen es in sich hineinfressen... um Stärke zu zeigen. Und dann... dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis man es rauslassen muss. Nur hat man dann hofftlich jemanden, der für einen da ist.

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mikkean

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Bewertung9.0Herausragend

Es gibt die Lauten und es gibt die Leisen ... Nach einem Jahrzehnt im Zeichen des Krieges gegen den Terror, des Konflikts Morgenland gegen Abendland wird es vielleicht mal Zeit, die Perspektive zu wechseln. Anstatt einen erneuten Einblick ins beklemmende Soldatenleben zu geben, in einen permanenten Zustand zwischen Wachsamkeit und Entfremdung an einem Ort wie Afghanistan oder dem Irak, kehrt "The Messenger" genau dies um. Schaltet von der Patrouille durchs verfeindete Grenzgebiet, von Schusswechseln und Bombardierung einfach weg. Auf die andere Seite der Medaille, auf die Heimatfront. Hier schlagen keine Granaten ein, gehen keine Marktplätze hoch, werden "unsre Jungs und Mädchen" nicht einfach so aus dem Hinterhalt beschossen. Und doch, für den jungen Heimkehrer Staff Sergeant Will Montgomery erweist sich seine neue Aufgabe als ebenso verstörendes wie unberechenbares Schlachtfeld. Selbst noch sein verwundetes Auge und Bein pflegend, wird Montgomery dem Casualty Notification Service zugeteilt. An der Seite seines Vorgesetzten Captain Stone, muss er von nun an den Hinterbliebenen die schwerste aller Nachrichten überbringen. Ein Dienst mit ganz eigenen Richtlinien, wie Stone ihm einbläut. Und die doch schon beim ersten Einsatz gefährlich auf der Kippe stehen, schließlich scheinen für diese Aufgabe Verhaltensregeln einfach nur hinfällig. Denn einem wütenden Vater, einer verzweifelnden Mutter oder einer Angetrauten sind vorgeschriebene Distanz, Anstand oder vorgefertigte Kondolenz egal. Genau so wie sich für Montgomery immer wieder bewahrheiten wird, dass der Überbringer der Nachricht nun eben doch nicht als Unbeteiligter angesehen wird. Sondern in dem genau jenem Moment diese Armee und ihr Land verkörpert, die das Ableben des und der Geliebten zu verantworten haben. Auch wenn "The Messenger" formal keine Partei ergrifft oder Anklage erhebt, er macht deutlich, dass dies ein echter Scheiß-Job ist. Du musst nichtmal dein eigenes Leben oder das der Kameraden jeden Tag aufs neue retten, und dennoch, hierfür ist eine stabile emotionale Rüstung von Nöten. Eine, die auf Dauer erhebliche Kratzer davonträgt. Es bedarf dafür auch keiner übereilten Dramaturgie. Im Gegenteil, in "The Messenger" erfährt die schreckliche Seite des Kriegseinsatzes ein eindringliches, aber keineswegs donnerhaftes Echo. Was den Film vielleicht auch für den ein oder anderen als etwas langatmig oder distanziert beschrieben erscheinen lassen kann. In einer Hinsicht mag das formal sogar stimmen: Montgomery und Stone machen keine offensichtliche Wandlung oder Entwicklung durch. Es geht hier nicht um zwei Männer, die an ihrer Aufgabe wachsen oder ihr überdrüssig werden. Gerade Captain Stone, der von Woody Harrelson so angemessen wie auch großartig verkörpert wird, macht deutlich, dass er in der Sackgasse steckt. Raus kann er nicht, er schuldet es jemanden. Und so überrascht es wenig, dass das Klammern am Verhaltenskodex eine weitere Schicht des Panzers darstellt. Ebenso wie sein privates Einzelgängertum. Als trockener (und äußerst Rückfall-gefährdeter) Alkoholiker stürzt sich Stone nur zu gern in Fick-Abenteuer. Wobei sein neuer Kamerad Montgomery da bald schon Co-Pilot spielen darf. Und auch Will Montgomery ist natürlich nicht frei von Wunden. Zu den körperlichen gesellt sich eine emotionale Last, die schmerzlich nachvollziehbar und auch erdrückend ist. "ich hab ihr nur gesagt, sie sei frei, damit Sie ihr nicht diese Nachricht überbringen müssen", so fasst er schließlich an einem Punkt viel sagend zusammen. Aber natürlich geht es bei "The Messenger" nicht nur um diese zwei Soldaten. Die wahre emotionale Wucht dieses Films machen immer noch die "Einsätze" aus. Jene Augenblicke, wenn Montgomery und Stone die Familien mit dem Tod ihrer Liebsten konfrontieren, so wie auch die Überbringer von eben jenen konfrontiert werden. Das ist nie breitgewalzt, es gibt keine Gesprächsrunde. Dem Vorbringen der diktierten Vorab-Texte folgt meist einfach nur Klagen, Verzweifeln, Wut und Trauer. Selten vermag es ein Film in wenigen Minuten so niederzuschmettern, weil Dramen doch so deutlich umrissen werden. Es ist komisch, ich spreche natürlich nur für mich. Trotzdem, was diese relativ kurzen und doch eindringlichen Momente ausmacht, geht über simples Sympathisieren und Mitfühlen hinaus. Alles in allem zeigen sie nur so deutlich auf, warum nicht nur dieser Job, sondern auch der Krieg so beschissen ist. Wer "The Messenger" anschaut, wird verstehen, was ich meine, wenn ich sage: Bei diesem Film weinen am Ende selbst die harten Kerle.

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ProsperDune

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Als Woody Harrelsons Figur am Ende Keks essend den lange verdrängten Gefühlsausbruch hat, war's bei mir auch fast soweit.

Und als Ben Fosters Charakter einen Moment davor seine Kriegserlebnisse beichtet, wusste ich, dass er seinen Stein in meinem Brett nicht nur verdient hat, weil er in "SFU" mitgespielt hat und Charlie Prince aus "Todeszug nach Yuma" ist, sondern weil er einfach ein toller Schauspieler ist.

Und wenn dann auch noch Samantha Morton mitspielt, weiß ich, dass "The Messenger" nicht nur ein Kriegsdrama, gewissermaßen ein Drama über Trauerarbeit und Verarbeitung von Traumauta ist sondern ebenso großes Schauspielkino. Gerade die Einfachheit der Botschaft des Schlussbilds hat eine tröstende Wahrheit.

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stuforcedyou

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Bewertung9.5Herausragend

„The Messenger“ ähnelt „Im Tal von Elah“. Auch hier ging es um das psychologische wie physische Trauma, das die Soldaten aus ihrem Einsatz im Krisengebiet mitnehmen. Dass die Hauptfigur Will Montgomery, grandios gespielt von Ben Foster, eine traumatisierte Existenz ist, wird vom Film und vom Spiel Fosters schnell und effizient klar gemacht. Der stille Soldat mit dem kalten Blick ist ganz bestimmt kein sympathischer Typ, aber mit fortschreitender Handlung bekommt seine harte Schale einige Risse. Wer nun glaubt, Will würde nach und nach zum charmanten Helden, der irrt. Will öffnet sich zwar und es gibt auch eine Erklärung für sein äußerliche Kälte, die Rückkehr in ein normales Leben verweigert der Film Will aber, nicht aber die Chance dazu.

Die angesprochenen Risse in Wills Panzerung werden dem jungen aber erfahrenen Soldaten bei seinen Einsätzen im Heimatlang beigebracht. Wenn Will eine jungen Mutter, einem Vater oder gleich der ganzen Familie erklären muss, dass einer ihrer Liebsten im Krieg gefallen ist, so sieht man deutlich, dass dies Will nicht kalt lässt. Dabei ist sein Vorgesetzter Stone darauf bedacht die Regeln einzuhalten. Wie Stone selbst in den emotionalsten Szenen hart und stur seine Regeln befolgt gibt dem Film zusätzliche Dramatik, die den eh schon sehr ergreifenden Film noch um einiges erschütternder macht.

Die Szenen, in den Will und Stone die Todesbotschaft überbringen gehören zu den dramaturgischen und darstellerisch besten Szenen des Jahres 2010. Ohne Kitsch, gnadenlos direkt und ungeschönt realistisch zeigt „The Messenger“ wie durch eine Nachricht Existenzen, Träume und Lebensplanungen wie ein Kartenhaus zusammenbrechen. Die Kunst dabei ist, das der Film nie voyeuristisch wirkt und die Szenen nicht um Emotion komm raus in die Länge streckt. So verhindert der Regisseur, dass sein engagierter Film zum gehaltlosen Durchs-Schlüsselloch-Drama verkommt und sich in Klischees suhlt.

“The Messenger“ ist starkes Gefühlskino, das ohne Tamtam mehrere, gut gezielte Schläge in die Magengrube abgibt. Es ist kein Film, nach dem man sich gut fühlt oder die Welt umarmen möchte. Es ist ein äußerst einfach gestricktes aber dafür umso überwältigendes Werk das lange nachhallt und darüber hinaus auf patriotische sowie pazifistische Phrasen verzichtet. "Wann auch immer man in den Krieg zieht, bringt man den Krieg auch zu sich nach Hause", so lautet ein bekanntes Sprichwort. „The Messenger“ verfestigt diese Aussage deutlich.

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knusperzwieback

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Bewertung3.0Schwach

Fing ganz brauchbar an, driftete dann aber ins Belanglose ab und war im letzten Drittel einfach nur noch langweilig.

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keinohrhase20

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Bewertung9.0Herausragend

Wie überbringt man einem Menschen die Nachricht das deren Mann, Sohn oder Bruder im Kampf gefallen ist? Mit dieser so wie der Frage wie die jeweiligen beteiligten auf beiden Seiten (die Titel gebenden Messenger und deren Empfänger) damit umgehen wird anhand des grandiosen Duos Ben Foster/Woody Harrelson sowie der nicht minder grossartigen Samantha Morton näher beleuchtet.

Sicherlich trägt auch Regie Debütant Oren Moverman einen erheblichen Teil zum gelingen bei der neben seinem Hauptdarsteller Trio auch auf ein cleveres Drehbuch und einen guten Soundtrack aufbauen kann. Zudem fängt er mit seiner Handkameraführung die eindrücklichen Situation genau richtig ein und lässt das ganze somit noch eine Spur intensiver werden. Alles in allem kein angenehmer aber genau deswegen auch ein ungemein überzeugender Film.

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Benjamin Barker

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Filme, die mich durch ihre reine Thematik ansprechen, sind im Laufe der Zeit rar geworden. Da gibt es die Meilensteine, die man irgendwie gesehen haben muss; da gibt es den neuen Film meines Lieblingsdarstellers oder auch den neusten Festival-Geheimtipp. Doch diese Art von Filmen, bei denen ich beim Durchlesen des Inhalts schon richtig Lust drauf bekomme, treffe ich leider immer weniger an. Wahrscheinlich liegt es an mir, aber nunja..

Jedenfalls war "The Messenger" mal wieder eins dieser Werke. Auf den ersten Blick seltsam, da ich mit reinen Kriegsfilmen bislang nichts anfangen konnte, doch hatte ich schon so ein Gefühl, dass der Krieg hier nur einen Ausgangspunkt darstellt.

Mein Instinkt täuschte mich nicht. "The Messenger" entpuppt sich als tiefgehendes, hochsensibles Drama, das übliche Motive wie Kriegs-Traumata oder Lovestorys lediglich nutzt, um hinter die Fassade seiner Protagonisten zu blicken. Diese werden nach und nach immer zugänglicher, facettenreicher und ziehen den Zuschauer in ihren Bann.
Wie im Drama üblich dominiert natürlich der Dialog, doch später sitzen Harrelson & Foster quasi nur noch rum und reden - und man merkt es nicht. Man hängt an ihren Lippen, lauscht ihren Worten. Ist gleichzeitig fasziniert von ihrer Art und abgeschreckt von ihren Geschichten. Ganz großes Schauspielkino wird hier geboten.

Unabdingbar dafür sind gute Darsteller, hier in der Form von Woody Harrelson & Ben Foster. Gerade Ersterer bestätigt den zuletzt positiver gewordenen Eindruck, seine Oscar-Nominierung war mehr als verdient. Was nicht abwertend gegenüber Foster gemeint ist, er liefert eine ebenso beeidruckende Leistung ab. Was zudem auch für die in der Regel kurzen, aber prägnanten Auftritte der Nebendarsteller gilt. Niemand fällt negativ aus der Reihe.

Den richtigen Ton trifft "The Messenger" auch durchgehend im handwerklichen Bereich. Ebenso behutsam wie fesselnd inszeniert wird hier eine beklemmende Stimmung erzeugt, die zwar nicht schön ist, aber doch anziehend. Die vorsichtige Kameraarbeit unterstützt dies produktiv und bleibt oft in einer beobachtenden Position. Es gibt nur wenige Settings, was zeitweise an den Charakter eines Kammerspiels erinnert. Und das alles ohne einen einzigen Ton Musik.

Oren Moverman hinterlässt mit seinem Regiedebüt einen beachtlichen ersten Eindruck. Er setzt die richtigen Schwerpunkte und gibt seinen Darstellern ganz die Möglichkeit, sich zu entfalten. Ein Werk mit einem aufreibenden Thema, das jedoch genau dadurch sehr nahe geht und lange nachwirkt.

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stuforcedyou

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Dito


Benjamin Barker

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Ich danke euch und ja: Meisterwerk.


Florian Albrecht

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Bewertung7.0Sehenswert

The Messenger ist an sich ein gut gemachtes Drama mit sehr guten Schauspielern. Leider entfernt sich der Film m.E.nach im späteren verlauf zu weit von der Ausgangsidee. Und das Ende naja es kommt plötzlich und lässt einen unbebefriedigt zurück da noch Fragen offen sind. Alles in allen ein guter Film, der aber wohl weniger als insgesamt Dreimal geschaut werden kann.

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Hank1990

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Bewertung2.5Ärgerlich

Auch wenn Movielpilot meinen Filmgeschmack in den meisten Fällen richtig einschätzt, muss ich hier sagen, dass mit 7,5 viel zu hoch gepokert wurde.
Mir persönlich gefällt nicht allzuviel an diesem Film. In den meisten Szenen schlampige Arbeit bei der Kameraführung und der Schauspielerei ebefalls hat der Film eine sehr vorhersehbare Story. Bis auf ein paar charmante Gags ist dieser Film zu nichts zu gebrauchen außer zum einschlafen.

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Christian Tolson

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Bewertung9.0Herausragend

Ich fand den Film wirklich gelungen, Harrelson und Foster spielen grandios und der ruhige Tonfall des Films respektiert das Thema. Als Alternative zum actionlastigeren ( aber nicht minder genialen ) The Hurt Locker eher schlecht geeignet, da der Krieg mit sich selbst hier an der Heimatfront stattfindet, aber für Filmfreunde die ein anspruchsvolles Drama voll Emotion zu schätzen wissen absolut empfehlenswert!

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MarcelN44

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Taschentücher raus, Kameraden!
8/10

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mj1978

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Bewertung3.5Schwach

einige sind ja von dem angetan... der film hat auch ne message... aber als film ein grauss... da braucht man keine schlaftablette mehr...

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mexamillion

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Bewertung4.5Uninteressant

die erste halbe stunde baut der film mit seinem vielversprechenden konzept eine gespannte
atmosphäre auf, die leider im nirgendwo endet und ein so simplen wie enttäuschenden punkt findet. von amis für amis.

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Chris12zero

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"... Könnte schlimmer sein, stellen Sie sich vor, es wäre Weihnachten ..."

Und dennoch hat es Woody Harrelson trotz aller Zynik zusammen mit Ben Foster nicht einfach in "The Messenger" den Hinterbliebenden von gefallenden US-Soldaten an der Front die tragische Nachricht zu übermitteln !!
Schlimmer noch, es ist die Hölle und es wird nicht einfacher, als Kollege Ben Foster bei einer hinterbliebenen Witwe mehr als nur Trauerarbeit andeutet !!
"The Messenger" stellt sich einem schwierigen Thema mit Bravour !! Erfrischenderweise mal völlig frei von Pathos und der Kitschschublade wird hier ein ruhiges und dennoch ergreifendes Drama abgeliefert, das zwar in Zurückhaltung und Unaufgeregtheit inszeniert wurde, aber allein schon durch die Bildsprache fesselt !!
Die beiden Hauptdarsteller Woody Harrelson und Ben Foster drücken mit ihrer großartigen Präsenz und hohen Schauspielkunst dem Film ihren Stempel auf !!
"The Messenger" ist schon stellenweise ziemlich harter Tobak und man fühlt als Zuschauer ständig mit !! Die innere Zerrissenheit der beiden Hauptakteure tut ihr übriges !!

Fazit: Starkes Drama, das berührt und Niemanden kalt lässt !!

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*frenzy_punk<3

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xD


Chris12zero

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:D ^^


Der Franzose

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Bewertung7.5Sehenswert

Mit Woody Harrelson macht man derzeit nichts verkehrt, Woody und Ben Foster überzeugen auf ganzer Linie, nur der Film ansich hat mich nicht so mitgenommen.

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cannibal83

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Intensives Anti-Kriegs-Drama mit einem (wie immer) gut aufgelegten Woody Harrelson. Gegen Ende fehlt vielleicht so ein bisschen ein richtiges "Highlight", andererseits regt der subtile und offene Schluss zur eigenen Interpretation der Handlung und Charaktere an.

Zum Thema Irak-Krieg ist Kathryn Bigelow's "The Hurt Locker" der kurzweiligere Beitrag, "The Messenger" ist dafür deutlich bewegender.

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cannibal83

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Dann bin ich beruhigt. ;)


guggenheim

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Ich finde ja, "Im Tal von Elah" ist arg schleppend...


patcharisma

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Bewertung7.5Sehenswert

"The Messenger" macht das richtig, wo die die meisten Filme, die die US-Kriege (der Gegenwart) direkt oder indirekt behandeln, permanent durch Über-Blows falsch liegen: Er erzählt seine Geschichte komplett pathos- und kitschlos, relativ unspektakulär und sehr lebensnah. Nur falls es wirklich nötig ist, wird die Drama-Schraube angezogen, die dann aber wirklich schmerzt. Der Film überrascht zudem mit einer ungewöhnlichen Dramaturgie, die an den vordergründig irrelevanten Side-Aspekten der Geschichte sehr viel Tiefe und Raum gibt, das mit teilweise sehr langen Zwiegesprächen der grad fokussierten Beteiligten, die gerne auch Monologe oder spinnierte, philosophische Gedankengänge sein dürfen. Das kommt vorallem im zweiten Teil des Films zur Geltung (den hier viele zu Unrecht bemängeln), wo er die wuchtige Dramatik des ersten Teils verlässt. Hier geht es dann um Trauma-Verarbeitung, Kompetenzüberschreitungen, weggelaufene Frauen, Kompensierung des absurden (Routine-)Jobs durch Craze im Suff, einer feingestricksten Annäherung zu einer Witwe etc. Das ist psychologisch und menschlich sehr gross erzählt und gibt seinen tollen Schauspielern Ben Foster und Woody Harrelson den Raum zur vollen Entfaltung. Cool ist hier, dass dieser ungewöhnliche Part mit sehr viel trockenem Humor versetzt ist und absurden Spass bereitet ohne jemals verletzend oder peinlich zu sein. Der stille Schluss ist dazu grad nochmals wunderbar.

Der brilliante Harrelson (wird langsam definitiv zu meinem Lieblings-Actor der Gegenwart) wurde für das (wiedermal) grosse Schauspiel Oscar-nominiert, die Trophäe gebührt ihm überfällig.

Fazit: Der für mich bislang beste Film, der die (Irak-)Kriegs-Thematik behandelt.

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patcharisma

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Hey! Thank you... *Freu*


patcharisma

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Nach Gadaffi's Ansprache heute (22.2.11), könnten die Politisch Korrekten ja mal zugeben, auf wen ihre Floskel "Blood For Oil" tatsächlich zuftrifft.


Hauserfritz

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Bewertung4.5Uninteressant

Schade, die Beschreibung hat interessant ausgesehen, sowie die ersten ca. 30 Minuten des Filmes. Am Anfang geht es wirklich noch um die Arbeit, aber so gegen Mitte des Filmes schweift der Film plötzlich ab. Musste die letzte Stunde kämpfen, dass ich nicht einschlafe.

Mein Geschmack wars nicht, hätte mir nach der Beschreibung echt mehr erhofft.

4.5/10

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Kill_Diether

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Wie wohltuend, wenn einem solchen Film die sonst oft übliche Hintergrundmusik fehlt. Das machts aber nicht leichter und schon gar nicht unterhaltsamer. Eine verdammte Scheiße ist der Krieg und Krieg im allgemeinen.

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facepalm

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Bewertung9.0Herausragend

"The Messenger" ist einer dieser dreisten Schläge in die Magengrube, die ich in Filmen bisher nur zwei mal gesehen habe. Hier gibt es einige Szenen, die einem einem das Sofa unter dem Hintern wegziehen, etwa der allseits gefasste spanische Hausherr, der im Angesicht des Todes seiner Tochter die Fassung vollkommen verliert, zusammenbricht, einen Blick hinter sich wirft auf ein dreijähriges Kind. Wie einer der härtesten Jobs, den die U.S. Army zu bieten hat, stahlharte sich prügelnde, trinkende und vögelnde Männer in die Knie zwingt und sie zu der Einsicht bringt, dass sie dieser Aufgabe nicht gewachsen sind. "The Messenger" hat sicher seine Fehler, ist weiß Gott nicht perfekt, mit kleinen Längen und mehreren Storys abseits des Hauptthemas, die zwar nicht uninteressant, im Gegensatz dazu aber langwierig erscheinen. Woody Harrelson sticht hier mit großer Spitze hervor, durchbohrt nicht nur die Schauspielermasken der Kollegen, sondern stellenweise die Magenwand des Zuschauers und ist für mich seit der Schlusssequenz von "The Messenger" ein durch und durch beeindruckender Darsteller. Besagtes Ende setzt dem ganzen Film die Krone auf und ließ mich tatsächlich zusammenzucken.

So ist "The Messenger" auf emotionaler Ebene nicht weniger als ein Meisterwerk, im Gesamtpaket stellenweise zu langwierig und trotzdem extrem aufwühlend, mitreißend und deprimierend. Damit für jeden die Empfehlung, sich dieses (zumindest für mich) einzigartige Erlebnis zu Gemüte zu führen. Im wahrsten Sinne des Wortes.

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facepalm

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Ich fand die Szene mit der jungen Frau, die ihrem Vater nichts von der Hochzeit gesagt hatte, sehr extrem. Bei ihrem Schrei krieg ich echt Gänsehaut.


Oceanic6

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Wow wow wow, Foster und Buscemi auch dabei? Das wird ja immer besser!



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