The Messenger - Die letzte Nachricht

The Messenger (2009), US
Laufzeit 113 Minuten, FSK 12, Komödie, Drama, Historienfilm, Kinostart 03.06.2010

7.5 Kritiker
20 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.0 Community
636 Bewertungen
54 Kommentare
The Messenger - Die letzte Nachricht - Bild 4120103
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von Oren Moverman, mit Ben Foster und Eamonn Walker

Sergeant Will Montgomery leistet die letzten drei Monate seines Militärdienstes an der “Heimatfront” in den USA ab. Will wird dem erfahrenen Captain Tony Stone unterstellt, um ihn bei seiner bitteren Mission zu unterstützen: Gemeinsam benachrichtigen sie die Angehörigen im Kampf gefallener Soldaten. Stones Dienstplan: streng ans Protokoll halten. Ruhe bewahren. Bloß keine Schwäche zeigen. Obwohl es ihm schwerfällt, hält Will sich an diesen Dienst nach Vorschrift und unterdrückt jede Gefühlsregung – bis er sein Herz an die junge Witwe Olivia verliert, der er die Nachricht vom Tod ihres Mannes überbringen muss. Während Will von Gewissensbissen geplagt wird, setzt er zugleich das Vertrauen seines Vorgesetzten Stone aufs Spiel, der viel labiler ist, als er zugibt.

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Kritiken (10) — Film: The Messenger - Die letzte Nachricht

Flibbo: wieistderfilm.de

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6.0Ganz gut

[...] Regie-Debütant und Co-Autor Oren Moverman widmet sich einer sehr interessanten weil bis dato ziemlich unbeleuchteten Facette des Kriegsgeschehens bzw. dessen Auswirkungen. Tatsächlich zeugen die Szenen, in denen die titelgebenden Nachrichten überbracht werden, von hoher Intensität und bilden klare Höhepunkte des Films. Leider erweisen sich die Charakterstudien, mit denen die großen Lücken dazwischen gefüllt wurden, als eher ungünstig, vor allem weil sich die Haupt- und Identifikationsfigur im Grunde genommen die ganze Zeit über daneben benimmt. Das macht aufgrund des Kriegstraumas Sinn, nicht aber für das Publikum, das sonst niemanden als Begleiter durch die etwas langatmige Handlung hat. [...]

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Hausmeister: Nerdtalk.de

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5.0Geht so

[...] Was diesen Film für mich jedoch letztlich ins Mittelmaß geraten lässt, ist die Trägheit der Story. Die ganze Zeit habe ich auf eine Schlüsselszene gewartet; auf etwas, das mich ein wenig aus der Lethargie reißt, die mit diesem Thema einhergeht. Aber da kam nichts. [...]

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Hauserfritz

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das triffts auf den Punkt !


Dietmar Kesten: Filmmag.de

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8.0Ausgezeichnet

[...] Ben Foster und Woody Harrelson spielen außerordentlich gut. Ihr Spiel wirkt niemals aufgesetzt oder arrogant. [...] „The Messenger“ dürfte mit zu einem der besten Antikriegsfilme überhaupt zählen.

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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...

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7.5Sehenswert

THE MESSENGER ist kein Kriegsfilm, und doch ist der Krieg immer präsent. In seinem sensiblen Drama, mit dem er auch seine eigene Militärzeit verarbeitet, widmet sich Oren Moverman jenen Opfern, die der Krieg abseits der Krisenherde fordert: den Hinterbliebenen, den traumatisierten Veteranen und ihrem ganz persönlichen Kampf, das Leben wieder als...

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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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7.5Sehenswert

Regisseur Oren Overman geht es jedoch nicht darum, die moralische Fragwürdigkeit der Handlungen des jungen Soldaten in den Mittelpunkt seiner Geschichte zu stellen. Vielmehr kratzt der Drehbuchautor („I’m not there“) auf tragikomische Art am Image eines sauberen Kriegs. Sein Regiedebüt ist kein klischeehaftes Rührstück geworden, sondern beweist Mut die traurigen Momente immer wieder mit absurd- menschlichen Szenen zu brechen. Ben Foster und Woody Harrelson danken es ihm mit großartiger schauspielerischer Intensität.

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Elisabeth Maurer

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7.5Sehenswert

...Es könnte dem Debütfilm von Oren Moverman vorgeworfen werden, daß er es sich leichtmacht und das Leid der Hinterbliebenen in Einzelschicksalen darstellt, um so die Schrecken des Krieges zu illustrieren, sich aber vor einer eindeutigen Aussage zum Krieg scheut. Was aber den Film ausmacht sind die beiden Hauptfiguren, zunächst beide auf ihre Art schroff, verschlossen, desillusioniert. Mit der Zeit öffnen sie sich aber einander und dem Leben. Beide können den Kummer, den sie täglich mitansehen müssen nicht lindern oder gar verhindern. Ihre eigene Traurigkeit und ihre Lebensschwierigkeiten machen sie aber nicht zu strikten Gegnern des Militärs. Beide sind hin- und hergerissen zwischen ihrer Angehörigkeit zur Army und ihrem Wunsch nach Frieden, vor allem auch in ihrem persönlichen Leben. Die Stärke der Erzählung liegt also vor allem darin, daß sie das Thema nicht verkitscht, nicht zu einer Hymne auf die Army noch zu einem strikten Antikriegsszenario wird. Der Film bleibt wie seine Hauptfiguren ambivalent, was vielleicht auch die Haltung der Menschen im Allgemeinen widerspiegelt....

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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

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7.5Sehenswert

Captain Tony Stone (Woody Harrelson) hat einen undankbaren Job: Wenn er an der Haustür klingelt, steht er stets als Überbringer schlechter Nachrichten vor den Bewohnern. Stone informiert die Angehörigen von US-Soldaten darüber, dass ein Mitglied ihrer Familie im Krieg gefallen ist. Dies tut er mit aller Disziplin, er bewahrt Haltung und Distanz, zeigt keine Schwäche oder Mitgefühl, auch wenn die Hinterbliebenen in Weinkrämpfe verfallen oder vor lauter Wut und Verzweiflung auf ihn einschlagen. Außerhalb des Jobs läuft Stones Leben jedoch nicht ganz so geregelt: Er ist ein zynischer, abgebrühter Hund, der all das Leid, das er tagsüber nicht verarbeiten kann, abends und am Wochenende in Alkohol ertränkt.
Stone neu an die Seite gestellt wird Sergeant Will Montgomery (Ben Foster), der die ihm noch verbleibenden drei Monate seines Militärdienstes an der Heimatfront ableisten soll. Dem weitaus Jüngeren fällt es sichtlich schwerer als Stone, als Botschafter des Todes die…

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F. Kleiner: Film-Dienst.de F. Kleiner: Film-Dienst.de

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7.5Sehenswert

Vor allem die Figur Woody Harrelsons, dessen unter kumpelhafter Fassade glimmende latente Wahnsinnigkeit hier bestens zum Tragen kommt, wird dabei immer mehr vom irritierenden Sidekick zur tragischen Gestalt, während Ben Fosters Figur paradoxerweise gerade durch ihre größere Verletzlichkeit an Souveränität gewinnt.

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alviesinger: bummelkino

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8.5Ausgezeichnet

Ein Casualty Notification Officer klingelt an fremden Haus- und Wohnungstüren, erklärt den verschreckten Menschen im Auftrag des amerikanischen Verteidigungsministers und nach einem strikten Leitfaden der US-Armee unmissverständlich, dass deren Sohn, Tochter, Ehemann oder Vater im Krieg für das Heimatland gestorben ist. Diese Aufgabe hat der aus dem Irakkrieg heimgekehrte Kriegsheld Sergeant Will Montgomery (Ben Foster) inne. Zusammen mit dem Routinier Captain Tony Stone (Woody Harrelson) – ein Gefühlskrüppel, der sein Leben der Armee vermacht hat und sich neben der seelisch peinigenden Arbeit mit Barmädchen vergnügt - sind sie die Botschafter des Todes, die in Ausgehuniform und im Gleichschritt zu den Häusern der Hinterbliebenen marschieren und dort die schlechte Nachricht überbringen (müssen). Trotz einer Art Routine und des Lehrbuchs sind die Hinterbliebenen stets unberechenbare Gefühlsmenschen, die mit der schrecklichen Horrormeldung über ihre Lieben konfrontiert werden…

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Der Redaktör: kino-zeit.de Der Redaktör: kino-zeit.de

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8.5Ausgezeichnet

The Messenger ist ein Film über die Folgen des Krieges, in dem kein einziger Schuss fällt und der trotzdem vieles über den Schmerz und das Trauma erzählt, das Gewalt und Tod hinterlassen. Ohne jegliche Glorifizierung zeigt der aus Israel stammende und in den USA lebende Regisseur Oren Moverman die stupide und zum Selbstschutz automatisierte Arbeit der beiden Soldaten, die im monotonen Singsang und streng nach Dienstvorschrift ihre Todesnachrichten herunterleiern und die Reaktionen der Menschen, die davon betroffen sind. Dass auch die beiden Todesengel nicht unbeeindruckt bleiben von ihrer Arbeit, ahnt man schnell. Und auch die Freundschaft zwischen den zwei Soldaten sowie die Liebe, die Will für die Witwe eines getöteten US-Soldaten entwickelt, können nicht wirklich überraschen. Was den Film dann doch beeindruckend macht, sind vor allem die Reaktionen derer, an die sich die beiden Botschafter aus dem Reich des Todes wenden: Die einen brechen zusammen und kotzen, andere wiederum werden aggressiv gegen die beiden Boten. Und wieder andere verstehen ohne Worte, was es bedeutet, wenn zwei Soldaten in schmucker Uniformen und mit ernstem Gesichtsausdruck plötzlich vor dem Haus stehen. Und manchmal steht auch eine junge Frau im Sonnenlicht, nickt ernst und dankt den beiden Soldaten einfach für ihren schweren Dienst – keine Reaktion, die man erwartet. Und vielleicht gerade deswegen die beeindruckendste Szene in diesem Film.

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Kommentare (44) — Film: The Messenger - Die letzte Nachricht

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Benjamin Barker

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Filme, die mich durch ihre reine Thematik ansprechen, sind im Laufe der Zeit rar geworden. Da gibt es die Meilensteine, die man irgendwie gesehen haben muss; da gibt es den neuen Film meines Lieblingsdarstellers oder auch den neusten Festival-Geheimtipp. Doch diese Art von Filmen, bei denen ich beim Durchlesen des Inhalts schon richtig Lust drauf bekomme, treffe ich leider immer weniger an. Wahrscheinlich liegt es an mir, aber nunja..

Jedenfalls war "The Messenger" mal wieder eins dieser Werke. Auf den ersten Blick seltsam, da ich mit reinen Kriegsfilmen bislang nichts anfangen konnte, doch hatte ich schon so ein Gefühl, dass der Krieg hier nur einen Ausgangspunkt darstellt.

Mein Instinkt täuschte mich nicht. "The Messenger" entpuppt sich als tiefgehendes, hochsensibles Drama, das übliche Motive wie Kriegs-Traumata oder Lovestorys lediglich nutzt, um hinter die Fassade seiner Protagonisten zu blicken. Diese werden nach und nach immer zugänglicher, facettenreicher und ziehen den Zuschauer in ihren Bann.
Wie im Drama üblich dominiert natürlich der Dialog, doch später sitzen Harrelson & Foster quasi nur noch rum und reden - und man merkt es nicht. Man hängt an ihren Lippen, lauscht ihren Worten. Ist gleichzeitig fasziniert von ihrer Art und abgeschreckt von ihren Geschichten. Ganz großes Schauspielkino wird hier geboten.

Unabdingbar dafür sind gute Darsteller, hier in der Form von Woody Harrelson & Ben Foster. Gerade Ersterer bestätigt den zuletzt positiver gewordenen Eindruck, seine Oscar-Nominierung war mehr als verdient. Was nicht abwertend gegenüber Foster gemeint ist, er liefert eine ebenso beeidruckende Leistung ab. Was zudem auch für die in der Regel kurzen, aber prägnanten Auftritte der Nebendarsteller gilt. Niemand fällt negativ aus der Reihe.

Den richtigen Ton trifft "The Messenger" auch durchgehend im handwerklichen Bereich. Ebenso behutsam wie fesselnd inszeniert wird hier eine beklemmende Stimmung erzeugt, die zwar nicht schön ist, aber doch anziehend. Die vorsichtige Kameraarbeit unterstützt dies produktiv und bleibt oft in einer beobachtenden Position. Es gibt nur wenige Settings, was zeitweise an den Charakter eines Kammerspiels erinnert. Und das alles ohne einen einzigen Ton Musik.

Oren Moverman hinterlässt mit seinem Regiedebüt einen beachtlichen ersten Eindruck. Er setzt die richtigen Schwerpunkte und gibt seinen Darstellern ganz die Möglichkeit, sich zu entfalten. Ein Werk mit einem aufreibenden Thema, das jedoch genau dadurch sehr nahe geht und lange nachwirkt.

17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

seven

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Super Benjamin!


Benjamin Barker

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Ich danke euch und ja: Meisterwerk.


Florian Albrecht

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Bewertung7.0Sehenswert

The Messenger ist an sich ein gut gemachtes Drama mit sehr guten Schauspielern. Leider entfernt sich der Film m.E.nach im späteren verlauf zu weit von der Ausgangsidee. Und das Ende naja es kommt plötzlich und lässt einen unbebefriedigt zurück da noch Fragen offen sind. Alles in allen ein guter Film, der aber wohl weniger als insgesamt Dreimal geschaut werden kann.

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SoulReaver

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Bewertung10.0Herausragend

„Ich biete niemandem meine tröstende Schulter an, Sir.“

Oren Moverman wird den wenigsten ein Begriff sein. 2007 schrieb er, unter anderem, das Drehbuch zu 'I'm Not There', doch auf dem Regie-Stuhl ist der israelische Moverman ein unbeschriebenes Blatt. 2009 war es dann für Moverman an der Zeit, diesen Platz endlich zu besetzen und zu zeigen zu was er in der Lage ist. Moverman gelingt ein Debüt wie man es sich nur wünschen kann. Sein Drama 'The Messenger' zählt für mich zu den gefühlvollsten und besten Filmen die je gesehen habe.

Sergeant Will Montgomery leistet die letzten Monate seines Dienstes an der "Heimatfront" ab. Er wird Captain Tony Stone unterstellt, um ihn bei seiner bitteren Mission zu unterstützen: die Benachrichtigung der Angehörigen gefallener Soldaten. Stones Dienstplan: streng ans Protokoll halten. Obwohl es ihm schwerfällt hält sich Will an diesen Dienst nach Vorschrift und unterdrückt jede Gefühlsregung - bis er sein Herz an eine junge Witwe verliert, der er die Nachricht vom Tod ihres Mannes überbringen muss.

Der ruhige Schnitt, die Kamera und die zarte Musik passen sich dem Erzähltempo von 'The Messenger' an. Auch wenn der Film natürlich in dieser ruhigen Art und Weise dargestellt wird, ist der Film doch immer hochinteressant und spannend. Bei der Oscar-Verleihung bekam 'The Messenger' zwei Nominierungen für das beste Drehbuch und den besten Nebendarsteller mit Woody Harrelson.

Mit der Schauspielerwahl landet Moverman einen Volltreffer. Mit Ben Foster, einem der besten Darsteller der jüngeren Generation, in der Hauptrolle findet Moverman genau den richtigen Darsteller für die Rolle des Sgt. Will Montgomery. Will kommt verletzt aus dem Kriegs-Einsatz und will seine letzten Monate rumkriegen. Doch in diesen Monaten wird ihm eine der wohl schwersten Aufgaben überhaupt gestellt. Er soll Angehörigen vom Tod ihrer Söhne, Männern und Freunden berichten. Man hat das Gefühl das Foster von Film zu Film stärker wird. Nach seinem tollen Auftritt in 'Todeszug nach Yuma' schafft Foster es diese Leistung um Längen zu schlagen. Seinen zerrissenen Charakter, irgendwo zwischen Wut und Schmerz gefangen, bringt Foster mit einer grandiosen nuancierten-Leistung rüber. Woody Harrelson als Captain Tony Stone bringt auch wieder eine seiner besten Leistung. Sein nach außen harter Charakter ohne Gefühle ist ein innerliches Wrack, der sich nach einem Freund und Halt sehnt. Samantha Morton als Olivia, die von Montgomery und Stone die Nachricht über den Tod ihres Mannes erfährt und in die sich Montgomery verliebt, bringt ebenfalls eine starke und vor allem authentische Leistung. Ihre Figur, die ungewollten Abschied nehmen muss, Montgomery auch anziehend findet, aber sich ihm nicht nähern kann, verkörpert sie extrem überzeugend. Dann sollte man auch die grandiose Szene mit Steve Buscemi erwähnen, der als verzweifelter und wutentbrannter Vater einen seiner besten Auftritte überhaupt zeigt.

Moverman widmet sich mit 'The Messenger' einem unglaublich schweren Thema, das so noch nicht behandelt wurde. Die Todesboten aus anderen Kriegsfilmen kennt man natürlich, mit ihren steifen Blick überbringen sie die Nachrichten ohne auch nur ein Stück Mitgefühl zu zeigen. Hier setzt Moverman an und geht genau auf diese Männer ein. Ihre Vorschriften sind klar: Es dürfen keine Gefühle gezeigt werden, außer dem Respekt selbst. Es darf keiner der Angehörigen berührt würden, Umarmungen oder sonstiges ist absolut Verboten und das ganze sollte so schnell wie möglich geschehen. Einer der schlimmsten Momente im Leben, in dem eine Person gesagt bekommt, dass ein geliebter Mensch gestorben ist, muss ohne jegliches Gefühl geschehen. Das diese Todesbotschaften nicht ohne weiteres an den Soldaten vorbeizieht ist natürlich klar. Sie werden zu Menschen geschickt, die sie vorher nie gesehen haben, nicht mal wussten das es sie gibt und man verändert ihr Leben innerhalb von einer Minute. Die Soldaten nehmen ihre Gefühle mit nach Hause, tränken sie in Alkohol oder Sex. Versuchen irgendwie standhaft zu bleiben, doch der Schmerz der Familien wird schwerwiegend übertragen. Und genau hier besticht Moverman's fantastische Inszenierung. Er überzeichnet die Charaktere nicht mit unnötiger und unglaubwürdiger Tragik. Montgomery kommt gerade aus dem Einsatz wo er einige seiner Kameraden und Freunde verloren hat und nun wird er losgeschickt um Familien zu sagen, dass ihre Angehörigen gefallen sind. Was in Montgomery vorgeht sollte da jedem bewusst sein. Natürlich kann er sein Mitgefühl nicht unterdrücken und natürlich droht Montgomery an diesem Job zu scheitern, weil er zu Menschlich ist. Anders als Cpt. Stone, jedenfalls zu Anfang. Er erweist sich als Routinier, spricht seine Einstudierten Sätze auf und verschwindet wieder. Alles scheint an ihm abzuprallen, doch wer er wirklich ist wird immer deutlicher. Der trockene Alkoholiker fühlt sich Einsam und Verloren und sucht Nähe. In der Szene in der Montgomery und Stone zusammen auf der Couch sitzen und Montgomery von seinem Einsatz erzählt und Stone anfängt zu weinen, ist das wohl der Moment gewesen, in dem er endlich seine angestauten Gefühle rauslässt. Genau das macht Moverman's 'The Messenger' zu einem Ausnahmefilm. Er ist glaubwürdig, nah, echt, bewegend, schmerzhaft, bedrückend und vor allem authentisch!

Fazit: Oren Moverman inszeniert einen eindringlichen Film über die Todesengel der Armee. 'The Messenger' überwältigt mit seiner gefühlvollen und intensiven Insznierung die zu keiner Zeit in Klischees abdriftet, sondern dem Thema immer mit dem nötigen Respekt begegnet. Dass der Film aber schlussendlich zu einem Meisterwerk wird liegt an den wirklich herausragenden Schauspielern die in jeder Einstellung alles geben. Ein Film der berührt, weh tut und auch noch lange nach Filmende fesselt.

„Wir tauchen im Leben dieser Leute auf und wissen nichts von ihnen!“

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SoulReaver

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Klingt nicht nur gut, ist gut :)


La Bardot

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Davon überzeuge ich mich dann selbst! :)


Hank1990

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Bewertung2.5Ärgerlich

Auch wenn Movielpilot meinen Filmgeschmack in den meisten Fällen richtig einschätzt, muss ich hier sagen, dass mit 7,5 viel zu hoch gepokert wurde.
Mir persönlich gefällt nicht allzuviel an diesem Film. In den meisten Szenen schlampige Arbeit bei der Kameraführung und der Schauspielerei ebefalls hat der Film eine sehr vorhersehbare Story. Bis auf ein paar charmante Gags ist dieser Film zu nichts zu gebrauchen außer zum einschlafen.

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Christian Tolson

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Bewertung9.0Herausragend

Ich fand den Film wirklich gelungen, Harrelson und Foster spielen grandios und der ruhige Tonfall des Films respektiert das Thema. Als Alternative zum actionlastigeren ( aber nicht minder genialen ) The Hurt Locker eher schlecht geeignet, da der Krieg mit sich selbst hier an der Heimatfront stattfindet, aber für Filmfreunde die ein anspruchsvolles Drama voll Emotion zu schätzen wissen absolut empfehlenswert!

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MarcelN44

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Taschentücher raus, Kameraden!
8/10

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mj1978

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Bewertung3.5Schwach

einige sind ja von dem angetan... der film hat auch ne message... aber als film ein grauss... da braucht man keine schlaftablette mehr...

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mexamillion

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Bewertung4.5Uninteressant

die erste halbe stunde baut der film mit seinem vielversprechenden konzept eine gespannte
atmosphäre auf, die leider im nirgendwo endet und ein so simplen wie enttäuschenden punkt findet. von amis für amis.

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Chris12zero

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"... Könnte schlimmer sein, stellen Sie sich vor, es wäre Weihnachten ..."

Und dennoch hat es Woody Harrelson trotz aller Zynik zusammen mit Ben Foster nicht einfach in "The Messenger" den Hinterbliebenden von gefallenden US-Soldaten an der Front die tragische Nachricht zu übermitteln !!
Schlimmer noch, es ist die Hölle und es wird nicht einfacher, als Kollege Ben Foster bei einer hinterbliebenen Witwe mehr als nur Trauerarbeit andeutet !!
"The Messenger" stellt sich einem schwierigen Thema mit Bravour !! Erfrischenderweise mal völlig frei von Pathos und der Kitschschublade wird hier ein ruhiges und dennoch ergreifendes Drama abgeliefert, das zwar in Zurückhaltung und Unaufgeregtheit inszeniert wurde, aber allein schon durch die Bildsprache fesselt !!
Die beiden Hauptdarsteller Woody Harrelson und Ben Foster drücken mit ihrer großartigen Präsenz und hohen Schauspielkunst dem Film ihren Stempel auf !!
"The Messenger" ist schon stellenweise ziemlich harter Tobak und man fühlt als Zuschauer ständig mit !! Die innere Zerrissenheit der beiden Hauptakteure tut ihr übriges !!

Fazit: Starkes Drama, das berührt und Niemanden kalt lässt !!

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*frenzy_punk<3

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xD


Chris12zero

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:D ^^


Der Franzose

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Bewertung7.5Sehenswert

Mit Woody Harrelson macht man derzeit nichts verkehrt, Woody und Ben Foster überzeugen auf ganzer Linie, nur der Film ansich hat mich nicht so mitgenommen.

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Oceanic6

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der Inhalt von "The Messenger" ist schnell erzählt. Seargent Will (Ben Foster) wird in den letzten Monaten seines Militärdienstes auf eine heikle Mission geschickt. Zusammen mit Captain Stone (Woody Harrelson) muss er den angehörigen gefallener Soldaten die Todesnachrichten überbringen.

Captain Tony Stone: "All I ever wanted was to get shot at. Is that too much to ask for, on the battlefield? A battle?"

Manchmal sind nur drei Dinge ausreichend, um einen sehr guten Film zu drehen. Eine packende, schockierende Story in einem realistischen Umfeld, grandiose Darstellerleistungen und die perfekte Kameraführung, die immer an der richtigen Stelle ist, um die beiden erstgenannten Punkte optimal in Szene zu setzen. So ein Film ist "The Messenger!"
Selten passiert es, dass man während eines Filmes denkt: *so könnte es gerade irgendwo ablaufen*. Jede Szene scheint aus dem wahren Leben gegriffen. Noch realistischer wird der Film dabei durch seine trockene Darstellung, das Ausbleiben von musikalischer Begleitung und die vielen Emotionen. Die bis in die kleinste Nebenrolle klasse besetzten Darsteller sorgen für schockierende, aber auch für humorreiche Momente. Der Film hält zwar nicht viel Abwechslung bereit, aber dafür behandelt er mit sehr viel Feingefühl die universellen Themen wie Trauer, Verlust, Hoffung und Liebe.
Als dann ein Vater (Steve Buscemi) bei der Übermittlung der Nachricht über seinen gefallenen Soldaten halb wütend, halb trauernd meint "look at that tree. Look at that fucking tree! The same age as my son!", ist das nur einer der vielen Momente, die mich nicht nur schockiert, sondern auch zum nachdenken angeregt haben.
Woody Harrelson und Ben Foster mimen dabei die beiden Todesboten mit einer innerlichen Zerrissenheit, die kaum auszuhalten ist. Einerseits ihre emotionale Seite, ihre Erkenntnis des sinnlosen Soldatenlebens. Andererseits dieses kalte und gefühlslose Agieren vor den Angehörigen der Verstorbenen. Und ganz besonders die letzte Szene mit Harrelson wird wohl jedem nachhaltig in Erinnerung bleiben.

"The Messenger" ist zwar ein Kriegsdrama ohne Kriegsszenen, aber dafür ein zutiefst erschütterndes Drama, welches einen am Ende mit der Faust eines Boxers im Gesicht erwischt.
Man hätte zwei oder drei Szenen, die etwas fehl am Platz wirken, eventuell noch streichen oder ändern können. Dann wäre "The Messenger" das perfekte Drama. Leider, zum meinem Bedauern, ist das kein Film, den ich öfters sehen kann, aber lasst mich euch eines sagen: Das ist ein Film, der niemanden kalt lassen wird und den man unbedingt gesehen haben muss!

"Krieg ist die bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln" (Carl v. Clausewitz)

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Weltensegler

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Normal bin ich nicht wirklich der "Ich klicke weil gut geschrieben" Mensch, wenn ich den Film nicht kenne. Aber hier muss ich einfach! Wirklich toll geschrieben, ist vorgemerkt, Buscemi, Harrelson, gute dramatische(!) Story - was für mich denke ich! Danke! :) Ach ja: Ben Foster kenne ich auch aus SFU, somit noch ein weiterer Pluspunkt. ;)


Oceanic6

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Danke für eure guten Worte, da freut man sich wenn es Ressonanz gibt. :)
@Weltensegler: In SFU ist er aber noch ziemlich jung und auch nicht gerade gutaussehend^^. Trotzdem ein super Schauspieler, der hier nach SFU und Todeszug nach Yuma erneut unter Beweis stellt, was er drauf hat.


cannibal83

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Intensives Anti-Kriegs-Drama mit einem (wie immer) gut aufgelegten Woody Harrelson. Gegen Ende fehlt vielleicht so ein bisschen ein richtiges "Highlight", andererseits regt der subtile und offene Schluss zur eigenen Interpretation der Handlung und Charaktere an.

Zum Thema Irak-Krieg ist Kathryn Bigelow's "The Hurt Locker" der kurzweiligere Beitrag, "The Messenger" ist dafür deutlich bewegender.

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cannibal83

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Dann bin ich beruhigt. ;)


guggenheim

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Ich finde ja, "Im Tal von Elah" ist arg schleppend...


patcharisma

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Bewertung7.5Sehenswert

"The Messenger" macht das richtig, wo die die meisten Filme, die die US-Kriege (der Gegenwart) direkt oder indirekt behandeln, permanent durch Über-Blows falsch liegen: Er erzählt seine Geschichte komplett pathos- und kitschlos, relativ unspektakulär und sehr lebensnah. Nur falls es wirklich nötig ist, wird die Drama-Schraube angezogen, die dann aber wirklich schmerzt. Der Film überrascht zudem mit einer ungewöhnlichen Dramaturgie, die an den vordergründig irrelevanten Side-Aspekten der Geschichte sehr viel Tiefe und Raum gibt, das mit teilweise sehr langen Zwiegesprächen der grad fokussierten Beteiligten, die gerne auch Monologe oder spinnierte, philosophische Gedankengänge sein dürfen. Das kommt vorallem im zweiten Teil des Films zur Geltung (den hier viele zu Unrecht bemängeln), wo er die wuchtige Dramatik des ersten Teils verlässt. Hier geht es dann um Trauma-Verarbeitung, Kompetenzüberschreitungen, weggelaufene Frauen, Kompensierung des absurden (Routine-)Jobs durch Craze im Suff, einer feingestricksten Annäherung zu einer Witwe etc. Das ist psychologisch und menschlich sehr gross erzählt und gibt seinen tollen Schauspielern Ben Foster und Woody Harrelson den Raum zur vollen Entfaltung. Cool ist hier, dass dieser ungewöhnliche Part mit sehr viel trockenem Humor versetzt ist und absurden Spass bereitet ohne jemals verletzend oder peinlich zu sein. Der stille Schluss ist dazu grad nochmals wunderbar.

Der brilliante Harrelson (wird langsam definitiv zu meinem Lieblings-Actor der Gegenwart) wurde für das (wiedermal) grosse Schauspiel Oscar-nominiert, die Trophäe gebührt ihm überfällig.

Fazit: Der für mich bislang beste Film, der die (Irak-)Kriegs-Thematik behandelt.

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duffy

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Gefällt mir auch sehr gut, genau wie der Film.


patcharisma

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Nach Gadaffi's Ansprache heute (22.2.11), könnten die Politisch Korrekten ja mal zugeben, auf wen ihre Floskel "Blood For Oil" tatsächlich zuftrifft.


Hauserfritz

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Bewertung4.5Uninteressant

Schade, die Beschreibung hat interessant ausgesehen, sowie die ersten ca. 30 Minuten des Filmes. Am Anfang geht es wirklich noch um die Arbeit, aber so gegen Mitte des Filmes schweift der Film plötzlich ab. Musste die letzte Stunde kämpfen, dass ich nicht einschlafe.

Mein Geschmack wars nicht, hätte mir nach der Beschreibung echt mehr erhofft.

4.5/10

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Kill_Diether

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Wie wohltuend, wenn einem solchen Film die sonst oft übliche Hintergrundmusik fehlt. Das machts aber nicht leichter und schon gar nicht unterhaltsamer. Eine verdammte Scheiße ist der Krieg und Krieg im allgemeinen.

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duffy

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Bewertung9.0Herausragend

Nach wie vor unfassbar, daß die wahren Schrecken eines Krieges erst wirklich greifbar werden bei Filmen, die mit den eigentlichen Handlungen gar nichts zu tun haben.
Ergreifend inszeniert und gespielt. Menschen, die man nicht beneidet. Auf beiden Seiten und zu keiner Zeit. Schrecklich aufwühlend, sicher kein Streifen für nebenbei.

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facepalm

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So isses.


stuforcedyou

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Dito.


facepalm

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Bewertung9.0Herausragend

"The Messenger" ist einer dieser dreisten Schläge in die Magengrube, die ich in Filmen bisher nur zwei mal gesehen habe. Hier gibt es einige Szenen, die einem einem das Sofa unter dem Hintern wegziehen, etwa der allseits gefasste spanische Hausherr, der im Angesicht des Todes seiner Tochter die Fassung vollkommen verliert, zusammenbricht, einen Blick hinter sich wirft auf ein dreijähriges Kind. Wie einer der härtesten Jobs, den die U.S. Army zu bieten hat, stahlharte sich prügelnde, trinkende und vögelnde Männer in die Knie zwingt und sie zu der Einsicht bringt, dass sie dieser Aufgabe nicht gewachsen sind. "The Messenger" hat sicher seine Fehler, ist weiß Gott nicht perfekt, mit kleinen Längen und mehreren Storys abseits des Hauptthemas, die zwar nicht uninteressant, im Gegensatz dazu aber langwierig erscheinen. Woody Harrelson sticht hier mit großer Spitze hervor, durchbohrt nicht nur die Schauspielermasken der Kollegen, sondern stellenweise die Magenwand des Zuschauers und ist für mich seit der Schlusssequenz von "The Messenger" ein durch und durch beeindruckender Darsteller. Besagtes Ende setzt dem ganzen Film die Krone auf und ließ mich tatsächlich zusammenzucken.

So ist "The Messenger" auf emotionaler Ebene nicht weniger als ein Meisterwerk, im Gesamtpaket stellenweise zu langwierig und trotzdem extrem aufwühlend, mitreißend und deprimierend. Damit für jeden die Empfehlung, sich dieses (zumindest für mich) einzigartige Erlebnis zu Gemüte zu führen. Im wahrsten Sinne des Wortes.

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facepalm

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Ich fand die Szene mit der jungen Frau, die ihrem Vater nichts von der Hochzeit gesagt hatte, sehr extrem. Bei ihrem Schrei krieg ich echt Gänsehaut.


Oceanic6

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Wow wow wow, Foster und Buscemi auch dabei? Das wird ja immer besser!


stuforcedyou

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Bewertung9.0Herausragend

Es ist eine Schande. Da produzieren engagierte Filmemacher gute bis herausragende Filme über die immer noch aktuellen Einsätze der US-Army, aber keiner der Filme konnte bisher ein großes Publikum ins Kino, oder zumindest in die Videotheken locken. Egal ob „Stop-Loss“, „Redacted“, das mit mehreren Oscars prämierte Meisterwerk „The Hurt Locker“ oder „Im Tal von Elah“.

„The Messenger“ ähnelt „Im Tal von Elah“. Auch hier ging es um das psychologische wie physische Trauma, das die Soldaten aus ihrem Einsatz im Krisengebiet mitnehmen. Dass die Hauptfigur Will Montgomery, grandios gespielt von Ben Foster, eine traumatisierte Existenz ist, wird vom Film und vom Spiel Fosters schnell und effizient klar gemacht. Der stille Soldat mit dem kalten Blick ist ganz bestimmt kein sympathischer Typ, aber mit fortschreitender Handlung bekommt seine harte Schale einige Risse. Wer nun glaubt, Will würde nach und nach zum charmanten Helden, der irrt. Will öffnet sich zwar und es gibt auch eine Erklärung für sein äußerliche Kälte, die Rückkehr in ein normales Leben verweigert der Film Will aber, nicht aber die Chance dazu.

Die angesprochenen Risse in Wills Panzerung werden dem jungen aber erfahrenen Soldaten bei seinen Einsätzen im Heimatlang beigebracht. Wenn Will eine jungen Mutter, einem Vater oder gleich der ganzen Familie erklären muss, dass einer ihrer Liebsten im Krieg gefallen ist, so sieht man deutlich, dass dies Will nicht kalt lässt. Dabei ist sein Vorgesetzter Stone darauf bedacht die Regeln einzuhalten. Wie Stone selbst in den emotionalsten Szenen hart und stur seine Regeln befolgt gibt dem Film zusätzliche Dramatik, die den eh schon sehr ergreifenden Film noch um einiges erschütternder macht.

Die Szenen, in den Will und Stone die Todesbotschaft überbringen gehören zu den dramaturgischen und darstellerisch besten Szenen des Jahres 2010. Ohne Kitsch, gnadenlos direkt und ungeschönt realistisch zeigt „The Messenger“ wie durch eine Nachricht Existenzen, Träume und Lebensplanungen wie ein Kartenhaus zusammenbrechen. Die Kunst dabei ist, das der Film nie voyeuristisch wirkt und die Szenen nicht um Emotion komm raus in die Länge streckt. So verhindert der Regisseur, dass sein engagierter Film zum gehaltlosen Durchs-Schlüsselloch-Drama verkommt und sich in Klischees suhlt.

“The Messenger“ ist starkes Gefühlskino, das ohne Tamtam mehrere, gut gezielte Schläge in die Magengrube abgibt. Es ist kein Film, nach dem man sich gut fühlt oder die Welt umarmen möchte. Es ist ein äußerst einfach gestricktes aber dafür umso überwältigendes Werk das lange nachhallt und darüber hinaus auf patriotische sowie pazifistische Phrasen verzichtet. Wann auch immer man in den Krieg zeiht, bringt man den Krieg auch zu sich nach Hause, lautet ein Sprichwort. „The Messenger“ verfestigt diese Aussage deutlich.

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facepalm

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Könnt ihr nicht das Spoilern lassen bitte.


stuforcedyou

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@faceplam: Sorry, hab meinen Kommentar gelöscht.
@samploo: Ja, da hast du recht, ich war wohl einfach nur zu faul.


manitu17

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Bewertung7.5Sehenswert

erschrecken, mit welcher Wucht, eine ganze Welt zusammenstürzen kann...
Oskar für Harrelson wäre verdient gewesen. schade das es davon keinen zweiten gibt.

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LeGrip

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Bewertung6.5Ganz gut

Dieser Film versucht auf unspektakuläre, distanzierte Weise die Folgen des Krieges zu veranschaulichen, was ihm auch ganz gut gelingt. Nur fiel es mir gerade durch die distanzierte Betrachtungsweise schwer, mich emotional mit dem Thema und den Charakteren zu beschäftigen, weswegen der Film - zum Teil - leise vor mich hin plätscherte.

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