The Minus Man

The Minus Man (1999), US
Laufzeit 110 Minuten, FSK 12, Thriller, Drama, Kinostart 21.09.2000

6.6 Kritiker
3 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.2 Community
63 Bewertungen
8 Kommentare
The Minus Man - Bild 6506808
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von Hampton Fancher, mit Mercedes Ruehl und Dwight Yoakam

Ein kleiner verschlafener Ort an der Westküste scheint für den schüchternen Truckfahrer Vann Siegert genau der richtige Platz, um sich niederzulassen. Die Dorfbewohner mögen den sympathischen jungen Mann, schnell findet er eine passende Bleibe, einen Job bei der Post und sogar eine Freundin. Doch als plötzlich Menschen spurlos verschwinden, zieht die Angst im Dorf ein. Zu spät bemerken die Einheimischen, welch düsteres Geheimnis sich hinter der harmlosen Fassade des sanften Blonden verbirgt.


Cast & Crew


Kritiken (2) — Film: The Minus Man

Filmsuechtiger: Filmsucht.org, Movieworlds

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6.0Ganz gut

Mit stattlichen 61 Jahren realisierte Hampton Fancher (Drehbuch für Blade Runner!) sein Regiedebüt und ignoriert von vorneherein die Konventionen des klassischen Erzählkinos ebenso wie gängige Genrestrukturen. Nicht nur dass ständig die Sonne scheint und die Grundstimmung positiv ist, auch der wagemutig (und perfekt) besetzte Owen Wilson in der Hauptrolle überrascht. Fanchers Film will weder Spannung erzeugen noch von einer gequälten Seele erzählen, sein Serienkiller ist ein amerikanischer Durchschnittstyp, der nichts einen Wert abgewinnen kann. Diese Gelassenheit, die aus postmoderner Ruhe- und Orientierungslosigkeit resultiert, gibt The Minus Man etwas Paradox-Beängstigendes. Die über volle zwei Stunden ruhige Inszenierung erfordert jedoch einige Geduld und lässt stellenweise sehr kalt. Wer unkonventionelles, modernes Kino mag sollte dennoch mal einen Blick riskieren.

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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7.5Sehenswert

Splatter-Hoffnungen von Gewaltvoyeuren werden somit ebenso enttäuscht, wie jede eingeübten Thriller-Erwartungshaltung. Was an THE MINUS MAN trotzdem fasziniert, ist seine dichte Atmosphäre. Road-Movie, Thriller, Psycho-Studie zeigt Hampton Fancher wieder einen "blade runner", eine Figur, die es in ihrer Gratwanderung gerade eben so schafft, zu überleben, aber nicht mehr, all dem noch einen Sinn abzugewinnen.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (6) — Film: The Minus Man

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crab1973

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Mit „The Minus Man“ ist Ende der Neunziger der wohl ungewöhnlichste Serienkillerfilm dieser Dekade entstanden und trotzdem kann man diesen Film den Fans dieses Subgenres nur bedingt ans Herz legen.

Wer jetzt nervenzerfetzende Spannung und ultraperverse Morde sucht ist sicherlich bei anderen Produktionen besser aufgehoben, denn Autor und Regisseur Hampton Fencher legt den Fokus seiner Geschichte auf andere Dinge.
Fenchers Mörder ist kein Psychopath im eigentlichen Sinne des Wortes sondern eher ein Philanthrop, der es mit der Zuneigung zu seinen Opfern und der Erfüllung ihrer Wünsche etwas zu wörtlich nimmt und gewisse Mitmenschen von dem Leid ihrer eigenen Existenz befreit.
Genau daraus bezieht der Streifen auch seine Spannung, denn im dem Ort, in dem unser Antiheld freiwillig strandet, ist jeder irgendwie unglücklich und mit seinem Leben unzufrieden. So weiß der Zuschauer dann auch nie wer als nächstes von seiner Qual erlöst wird.
In sehr gemächlichem Tempo entwickelt sich ein lebensechtes Kleinstadtdrama, in dem der zugereiste Serienmörder einiges zutage fördert, was unter der Oberfläche brodelt, ohne es jemals sonderlich zu wollen oder zu provozieren. Die Menschen öffnen sich dem jungen, sympathischen Mann ohne zu ahnen auf wen sie sich da einlassen und welche Konsequenzen es haben kann ihn mit der ewigen Litanei über die Grausamkeit des Lebens zu behelligen.

Getragen von einem starken Cast, allen voran Owen Wilson (hier passt sein ziel- und eigenschaftsloses Spiel mal ganz wunderbar) fehlt jegliche moralische Instanz in diesem leisen aber feinen Film. Der einzige der das Geschehen kommentieren darf ist der Mörder selbst und somit wird auch der Zuschauer immer alles aus seiner Warte sehen. Genau das macht dieses Kleinod auch stark polarisierend, wie man den Kommentaren hier und auch auf anderen Seiten nachlesen kann.

Ein Werk, das leider immer etwas unter Wert verkauft wird was schade ist, denn es ist es ist selten das Hollywood sich einer Thematik so mutig nähert. So rundet das konsequente Ende den Film dann auch perfekt ab.

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Marie Krolock

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Bewertung7.0Sehenswert

Die Erzählweise hat mir sehr gut gefallen. Zwischendurch hat mich der Film ein wenig an "American Psycho" erinnert, z. B. Vanns Monologe über Briefe. Allerdings bekommt Vann keinen Höhenflug durch die Morde, sondern erledigt diese eher beiläufig und emotionslos - und weniger blutig als Patrick.
Nebenbei: Ted Bundy war kein Massenmörder, sondern ein Serienkiller (vielleicht ist das auch nur in der deutschen Synchro falsch).

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lowco

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Bewertung0.0Hassfilm

Ein alexander marcus verschnitt der unschuldige menschen mit seinen pseudo-gift-drinks umbringt.

Unvorstellbare Handlungen. Der Hauptdarsteller bringt aus lauter langeweile unschuldige Menschen mit seinen Gift-Drinks um. Eine attraktive Frau verliebt sich in den unschuldig aussehenden Killer und statt dankbar zu sein das eine hübsche Frau interesse an ihn hat, vermasselt er absichtlich die möchtegern Beziehung. Er plante sogar die Frau die ihn liebte umzubringen. Von daher kann man nicht wirklich von einer Beziehung reden,sondern eher auf eine "opfer-beziehung",oder wie auch immer.

Das Ende ist ärgerlich. Man hätte den Hauptdarsteller umbringen sollen und am besten von einen "Betonklotz"

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willy50

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

kleiner netter Film über nette Leute. So lieb ich meine Massenmörder. Drei der Punkte für den großen Brian Cox. Darauf einen Amaretto.

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

willy50

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vor allem, wenn er dir sein Fläschchen reicht.....


Darbon

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Tut ja nix weh bei so einem Fläschchen


doctorgonzo

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Bewertung9.5Herausragend

Dieser Film übt einfach eine herrlich morbide Faszination aus. Nicht nur Wilson agiert mitreißend, auch die Nebendarsteller lassen das ganze Kaff, in dem sich ein Großteil der Handlung abspielt sehr lebendig wirken.

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Ferdinand

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Bewertung10.0Herausragend

Faszinierend bedrückend. Der deutsche Verleihtitel 'Der nette Mörder von Nebenann' klingt zwar etwas daneben, passt jadoch ganz gut zur Hauptfigur.
Zitat aus dem Film:
"Ich habe keinem Menschen jemals etwas Böses angetan."..."Zumindest nie mehr als jemals nötig gewesen wäre."
Auch Sheryl Crow durfte, wenn auch wegen der Thematik nur kurz, mitspielen.

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