The Raven - Kritik

The Raven

ES/HU/US · 2012 · Laufzeit 110 Minuten · FSK 16 · Thriller, Kriminalfilm
  • 4

    [...] Mit seinem Regiedebüt "V wie Vendetta" hat sich James McTeigue bei mir bereits einige Meriten verdienen können und entsprechend gespannt war ich nun auf seine Vision oder Version der Lebensgeschichte beziehungsweise der letzten Tage Edgar Allan Poes, die er hier als Aufhänger für eine Kriminalhandlung im viktorianischen Baltimore hernimmt und mit Tausendsassa John Cusack durchaus stimmig zu besetzen wusste, nachdem allerhand hochkarätige Mimen wie etwa Jeremy Renner oder auch Ewan McGregor zuvor im Gespräch gewesen sind. Ob es nun an einer zu hohen Erwartungshaltung gelegen haben mag, weiß leider "The Raven" in den wenigsten Momenten wirklich zu überzeugen und präsentiert sich als wilde Genre-Mixtur mit allerhand Anleihen und Reminiszenzen, die sich allerdings kaum zu einem stimmigen Ganzen fügen, während Cusack recht exaltiert den abgewrackt-morbiden Schriftsteller gibt und damit die anderen Darstellerinnen und Darsteller, die sich deutlich mehr zurücknehmen, an die Wand spielt, nur leider nicht immer im positiven Sinne, was aber weniger an Cusack selbst sondern seiner oft inkonsistenten Figur lebt, denn hier soll Poe nun eben gleichermaßen als Melancholiker, als Trunkenbold, Schriftsteller, Ermittler und nicht zuletzt tatkräftiger Held inszeniert werden, was nicht immer rund wirkt. [...]

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    • 6 .5

      Nette Story schöne splatter Momente..und ein fantastischer Cusack...
      Minus punkte gibt es allerdings..es hätte einen hauch an Action nicht geschadet

      Fazit:Netter düsterer Film...für nen ruhigen Samstag abend

      • 8

        John Cusack hat ein ähnliches Problem wie Nicolas Cage. Obwohl er ein super Schauspieler ist, versauert er ein wenig im B-Movie Bereich, was sowohl für ihn als auch für Cage unwürdig ist. In The Raven verkörpert er den legendären Schriftsteller Edgar Allan Poe. Definitiv eine Rolle, die er würdevoll spielen könnte. Und ich muss ehrlich gestehen, dass Cusack einen fantastischen Job als Poe abliefert und er absolut würdevoll diese Rolle verkörpert. Obwohl The Raven keine guten Kritiken bekommen hat, muss ich gestehen, dass mir der Film richtig gut gefallen hat und eine interessante, wenn auch fiktive, Geschichte erzählt.

        Der große Schriftsteller und Poet Edgar Allan Poe ist frustriert. Kaum einer erinnert sich noch an seine legendären Werke und auch die Zeitung, für die er freiberuflich arbeitet, schenkt ihm nicht die verdiente Aufmerksamkeit. Eines Tages geschieht jedoch ein blutiger Mord, der einer Geschichte von Poe nachempfunden ist. So lernt der Alkohol süchtige Schriftsteller eines Tages den Ermittler Fields kennen, der die Werke von Poe ausführlich kennt. Es dauert nicht lange, bis der zweite Mord geschieht und wieder ist alles aus einem Werk von Edgar Allan Poe nachempfunden. Nun muss sich Poe mit seinen eigenen Werken noch intensiver auseinander setzen, damit sie dem Mörder auf die Spur kommen.

        Ich liebe Filme, die im 19ten Jahrhundert oder noch früher spielen. The Raven ist handwerklich absolut beeindruckend, auch wenn manche Blut-Effekte etwas zu künstlich aussehen. Aber die Kostüme, sowie die Kulisse sehen sehr beeindruckend aus und vermitteln ein realistisches Bild aus dieser Zeit. The Raven ist hier und da auch etwas brutal und spart nicht mit heftigen Morddzenen. Ich mag Filme, in denen man auch sehr schön mit raten kann, wer nun der Mörder ist, obwohl die Auflösung leider etwas zu naheliegend ist und die letzte Szene im Film ein wenig zu platt wirkt.

        John Cusack spielt sehr überzeugend den legendären Schriftsteller. Viele Andeutungen auf seine legendären Werke gibt es zu bestaunen und es sind besonders die Momente, in dene Cusack als Poe sich selbst zitiert, die besonders authentisch herüber kommen. Auch optisch hat man Cusack sehr nah an Poe angepasst und obwohl der gesamte Film komplett fiktiv ist, gibt es ein paar Kleinigkeiten, die tatsächlich so passiert sind. Auch Luke Evans, der einiges drauf hat, gefiel mir mal wieder außerordentlich gut und spielt total überzeugend den Detective. Alice Eve gefiel mir ebenfalls richtig gut und obwohl sie eine stereotypische Rolle verkörpert, ist sie in einigen Szenen durchaus clever und führt mit Cusack einige interessante Dialoge. Dass Brendan Gleeson eine super Rolle spielt, dürfte keinen überraschen, denn Gleeson spielt immer überragend.

        Fazit : The Raven hat mich komplett überrascht. Der Film bietet tolle Dialoge, entführt uns in ein tolles Zeitalter und hat einen großartigen John Cusack als Edgar Allan Poe. Ein Meisterwerk ist The Raven, auf Grund von der lahmen Auflösung und einiger Längen, nicht, aber so schlecht, wie die Kritiker ihn darstellen lassen, ist er in meinen Augen nicht. Wer ein Fan von Poe und dem Zeitalter ist, sollte sich den Film nimmermehr entgehen lassen.

        8/10

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        2
        • 6

          “The Raven” ist ein Katz- und Maus-Spiel mit zahlreichen Anspielungen an die Werke und das Leben von Edgar Allan Poe. Wer dieser Grundvoraussetzung etwas abgewinnen kann, der sollte ruhig mal einen Blick riskieren. “The Raven” ist kein großer Wurf und auch nicht der innovativste Film der letzte Jahre. Aber als fiktiver Serienkiller-Krimi mit (pseudo-) historischer Hintergrund-Geschichte, bietet er durchaus Thrill und Unterhaltung in schaurig-schöner Atmosphäre. Womit man sich keinen Gefallen getan hat, das der Fall für sich genommen nicht viel her macht. Das gilt auch für die eingebauten Twists innerhalb der Handlung. Dem gegenüber können mich Darstellerleistung und die Stimmung Baltimores Mitte des 19. Jahrhundert überzeugen. “The Raven” gehört zu den Filmen, die mit Vermischung von Fakten und Fiktion eine gewisse Glaubwürdigkeit vermitteln wollen. Wenn man das nicht für voll nimmt und es als Schauergeschichte betrachtet, bekommt man ganz anständiges Entertainment.

          5
          • 5

            So sehr man mit The Raven auch versucht hat, die gruseligsten Elemente aus Poes Geschichten zu verwerten, so wenig gelingt das. Das Grauen, welches Poe heraufbeschwören konnte, verkommt hier zu den Versatzstücken eines oberflächlichen Slashers. Spaß macht im Film eher der augenzwinkernde Blick auf Poe selbst. Cusack geht außerdem (fast) immer. Gleeson sowieso.
            Insgesamt seichte Thriller-Kost, die man schnell wieder vergessen kann.

            1
            • 7

              "Einen Drink für jeden, der die folgende Zeile vervollständigen kann: Sprach der Rabe..."
              "Verpiss Dich!"

              Ein Mörder treibt sein Unwesen in Baltimore und benutzt offensichtlich die Gedichte von Edgar Allan Poe als Inspiration. Da kann nur der Meister himself helfen, den Bösewicht dingfest zu machen...
              Ein sehr stimmungsvoller Film, gut ausgestattet in Sachen Sets und Kostümen, eine nette Handlung, die etwas an From Hell erinnert und ein John Cusack, der hier sichtlich Spaß an seiner Rolle hat und im positivem Sinne ordentlich vom Leder zieht. Zwar sind einige Ding etwas weit hergeholt und wirken bisweilen konstruiert, doch tut dies dem Spaß an der Sache nicht wirklich einen Abbruch. Kein Film, der Geschichte schreiben wird, aber immerhin grundsolide und schwer unterhaltsam.

              • 6 .5

                John Cusack spielt Poe.
                Ein paar grausige Morde.
                Mäßige Handlung.
                Für einen DVD Abend, wenn man eine positive Grundeinstellung zum Film an, dann ist es schon Ok.

                • 5 .5
                  Daleron 03.03.2016, 13:48 Geändert 03.03.2016, 13:48

                  Schade, klarer Fall von "Potenzial verschenkt". Die Grundprämisse, die mysteriösen Hintergründe um Poes Ableben filmisch zu beleuchten, ist herausragend. Das ganze in einen Kriminalfall rund um Poes Geschichten zu verpacken ist sehr vielversprechend. Leider verlässt sich der Film zu sehr auf diese Grundidee und fokussiert sich mehr auf Schauwerte inkl. CGI-Blut. Etwas mehr Bodenständigkeit und charakterliche Tiefe hätte "The Raven" sehr gut zu Gesicht gestanden. Der Kriminalfall an sich war durchaus nicht unspannend, derartige "Schnitzeljagden" finde ich prinzipiell immer sehr interessant, man muss sich aber auch fragen, ob weniger in diesem Fall nicht doch mehr gewesen wäre. Die Besetzung Cusacks als Poe fand ich passend, auch wenn sein Overacting teilweise doch eher amüsant war - und seine Frisur hat er sich wohl auch direkt von Nicolas Cage geliehen. Kein schlechter Film, aber hier wäre doch deutlich mehr drin gewesen.

                  • 5

                    Ein grundsolider Kriminalfilm im Thriller-Gewand, der zuweilen unweigerlich an „From Hell“ erinnert, ohne dessen Klasse zu erreichen, was wohl u.a. daran liegt, dass John Cusack in der Rolle des Edgar Allan Poe zwar nun keine unglückliche Figur macht, aber eben auch nicht unbedingt vollends überzeugt. Ansonsten korrekt besetzt (u.a. Brendan Gleeson) und mit einem teils düsteren Setting versehen, das für leichtes Kribbeln sorgt.

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                    • 6 .5
                      Martin Jurgeluks 19.02.2016, 21:20 Geändert 19.02.2016, 23:13

                      Ganz guter Thriller mit geschichtlicher Note und pasablen Cast. Ein Cusack konnte sich zwar schon mal besser profilieren, aber er tut sein bestes damit The Raven in Erinnerung bleibt. Passt

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                      • 7

                        War ein ganz netter Film für Sonntag Abend :)

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                        • 8 .5

                          Gefällt mir sehr gut!

                          • 7

                            Ich muss gestehen, dass ich nicht in besonderer Tiefe mit Poes Werken vertraut bin, sieht man von dem "Üblichen" ab.
                            Insofern konnte ich recht unvoreingenommen an "The Raven" herangehen, wohlwissend, dass einige Kenner nicht unbedingt zufrieden damit waren.

                            Doch bin ich sehr positiv überrascht worden, "The Raven" ist ein durchaus gelungener Thriller, der seinen Spannungsbogen kontinuierlich ausbaut und nicht zu langatmig wird.
                            John Cusack spielt gewohnt solide, ebenso wie die vielen anderen bekannten Gesichter.
                            Luke Evans gefällt mir hier deutlich besser als verbissener Detective als im Hobbit und es hat mich gefreut, Kevin R. McNally mal außerhalb des "Pirates"-Franchises zu sehen.

                            Das Ende ist zwar überraschend, kommt aber etwas plötzlich und wirkt im Vergleich zum Rest der Story ein bisschen uninspiriert.

                            "The Raven" ist zwar kein Oscarkino und kommt an Vorbilder wie "Sieben" nicht heran, bietet aber kurzweilige und spannende Unterhaltung, die man qualitativ zum Beispiel mit den "purpurnen Flüssen" vergleichen kann.
                            Auf jeden Fall sehenswert!

                            • 5

                              Enttäuschen oberflächlich. Für jeden Poe-Fan ein Fiasko an Unzulänglichkeiten.

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                              • 6

                                Ach John Cusack rettet diesen Film meiner Meinung nach. Einfach ein klasse Schauspieler ! Insgesamt ein ganz guter Film. Nichts besonderes aber völlig ok

                                • 7 .5
                                  smartbo 13.06.2015, 12:57 Geändert 13.06.2015, 13:01

                                  Ich fand den Film gut. Gute schauspielerische Leistung von John Cussak. Das 19. Jahrhundert wurde atmoshärisch gut wiedergegeben. Gelungen ist auch die Intergration der einzelnen Kurzgeschichten von Edgar Allen Poe in den Film.
                                  Was die Spannung anbetrifft nicht gerade ein Highligt.

                                  Meine gute Bewertung wird sicherlich daduruch beeinflusst, dass ich ein Fan von Edgar Allen Poe bin.

                                  • 3
                                    MaceWindu1998 17.03.2015, 16:15 Geändert 17.03.2015, 16:26

                                    Was geschah wirklich mit Edgar Allen Poe? Starb er durch einen Suizid oder durch fremde Hand? Mit wilden Verschwörungstheorien um sich werfend versuch „The Raven“, dieses Geheimnis zu lüften.

                                    Regisseur James McTeigue verlässt sich voll und ganz auf das Konzept des 2001 erschienenen „From Hell“, nur, dass man hier nicht auf der Jagd nach Jack the Ripper ist, sondern einen Mörder sucht, der nach Buchverlagen von Edgar Allen Poe vorgeht.
                                    Dass er dieses Konzept mangelhaft umsetzt, scheint der gute Mann gar nicht zu bemerken.

                                    Gut, soviel zur Story, die mit allerlei Klischees (unnötig) verschönert und obendrein unerträglich in die Länge gezogen wurde. Da “The Raven” im 19. Jahrhundert angesiedelt ist, darf natürlich ein altertümlicher Look nicht fehlen. Kostüme, Szenenbilder, das übliche eben.
                                    Die Kleider wirken zwar durchaus zeitgerecht, auch wenn ich durch sie und ihre Einsetzung an vielen Stellen an Kubricks „Eyes Wide Shut“ erinnert wurde, doch das ganze drum herum wirkt wie eine einzige, nicht enden wollende Bildergalerie. Wie, als ob die Macher sich entschieden hätten, im Museum Fotos von Gemälden zu machen, um diese als Hintergrund zu verwenden. Denn einem Großteil der Aufnahmen merkst du doch an, dass sie in einem Studio gedreht wurden.
                                    Was die quasi nie wirklich vorhandene Atmosphäre betrifft; die herrscht nur dann, wenn eine Kutsche durch den nebeligen Wald rauscht. Was einmal der Fall ist.

                                    Leider kann auch John Cusack als Edgar Allen Poe ausnahmsweise mal nicht überzeugen! Sein Spiel wirkt so eintönig und arrogant, dass man mit zunehmender Zeit immer größere Abneigung gegenüber Poe verspürt. Auch Luke Evans, der einen Inspektor spielt, passt überhaupt nicht in das Geschehen hinein! Sein ganzes Auftreten wirkt so, als wäre sein Charakter der damaligen Mode um 100 Jahre voraus.

                                    Gerade bei Thrillern ist oft das Schöne, dass sie ohne jegliche Effekthascherei auskommen. Theoretisch hätte „The Raven“ dies ebenfalls geschafft – wenn man sich nicht dazu entschlossen hätte, Raben, Fliegen und andere Kreaturen am Computer zu generieren. New Hollywood eben.

                                    Also, lange Rede, kurzer Sinn, und der Sinn ist in diesem Fall eine klares „Nein“ zu „The Raven“.

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                                    Hey, falls ihr Langeweile oder Angst vor trolligen Kommentaren habt, besucht uns (Hueftgold, Val Vega und mich) doch mal!

                                    http://inglouriousfilmgeeks.com/

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                                    • 7 .5

                                      "Sprach der Rabe..."-"...Verpiss dich!"

                                      Hachja... ein Meisterwerk ist der Film womöglich nicht, aber jedem Poe-Fan wird wahrscheinlich trotzdem das verräterische Herz aufgehen! :)

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                                      • 6

                                        Ein tatsächlich ziemlich durchschnittlicher Film, der einen Poe- Fan aber stellenweise doch zu unterhalten weiß.

                                        • 7 .5

                                          unterschätzt. Ein wirklich guter Film mit eimem guten John Cusack.

                                          • 4 .5

                                            Edgar Allen Poe hatte es in seinen nebulösen letzten Tagen also mit einem "Saw"-Killer-Vorläufer zu tun. Musste seine letzte Geliebte aus dem Grab befreien, sah sein düsteres Werk zur morbiden Fantasie-Anregung für perfide Splatter-Tötungen genutzt und bekam im Pub nicht mal Schnaps angeschrieben. Ah ja, schon klar.

                                            Es gibt durchaus Filme, bei denen haben solche Gedanken-Spiele funktioniert. Vor allem dann, wenn sie entweder leicht ironisch waren und/oder über bessere Drehbücher verfügten. "The Raven" gehört leider nur in die Kategorie "Einmal ist keinmal".

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                                            • 7 .5

                                              Da man nichts Genaues über das Ende von Edgar Allen Poe weiß, ist es legitim, wenn man eins erfindet. Und wenn das ein Gruselschocker ist, passt es ins Bild. Das hat Regisseur James McTeigue grandios umgesetzt. Neben vielen Beispielen aus Poes Werk beginnt er mit der bekanntesten Figur des Meisters: dem Raben, der immer ‘Nevermore‘ sagte. Es gibt Vergleiche mit zeitgenössischen Kollegen wie Longfellow und Verne. In düsteren Farben gezeichnet entsteht eine Mordserie und eine Liebesgeschichte. Beides durchaus legitim. Der Mörder nimmt sich Poes Kurzgeschichten als Vorlage und eine unglückliche Liebe zu Emily (Alice Eve) ohne Happy End bildet den Motor (Wo ist Emily?) der Handlung. Auch E.A.P. war nicht unbedingt ein Womanizer.
                                              Die polizeilichen Ermittlungen unter Detective Fields (Luke Evans) sind nachvollziehbar und dennoch spannend erzählt. John Cusack gibt den Poe beeindruckend echt. Er ähnelt ihm sogar. Der Schwiegervater in spe Brendan Gleeson dient mit seinem Reichtum nur als Kulisse, der den armen Schlucker anfangs nicht leiden kann. So ist es nur konsequent, wenn der Mörder am Ende für Zuschauer und die Filmwelt ein völlig Unbekannter ist. Aber er ist Poes größter Bewunderer: ein Schriftsetzer (Sam Hazeldine): ‘Ich bin ihr Meisterwerk.‘ Ein paar Wendungen drehen noch an der Spannungsspirale bis Poe Emily rettet und stirbt und dann entkommt der Serienmörder…doch nicht. Nettes optisch ansprechendes Schlussbild und ein Zurück zur ersten Einstellung. So macht Grusel Spaß, angelehnt an eine Figur der Literatur.

                                              • 5

                                                Würde der gute John Cusack sich als Edgar Allan Poe bei all dem Overacting nicht heiserschreien, würde das Ding vermutlich in einem niedrigeren Stand als dem absoluten Mittelmaß versinken.

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                                                • 6

                                                  Mir rettet Andreas Fröhlichs wunderbare Synchro den Film. Wie er John Cusacks "Edgar Alan Poe" Leben einhaucht und dessen Verse und Geschichten rezitiert und die altmodische Sprachform geradezu elegant und flüssig in jeder Emotion ausspricht, macht diesen Film für mich zu einem ganz besonderen. Keine Ahnung wie John Cusack im Original spricht, ähnelt seine Stimme aber seinem teilweise auf mich grottig wirkendem overacting, ziehe ich eindeutig Andreas Fröhlich vor, der mich hier bei der Stange hielt.
                                                  Die Begleitumstände von Poes geheimnisumwitterten Tod eingebettet in eine Jagd nach einem brutalen Serienkiller im Stil von Red John, The Ripper, ist genial. Doch leider schafft es der Film nicht wirklich, Poes Schauergeschichten so umzusetzen und in die Handlung einzuflechten, dass ich atemlos vor Spannung zuschaue.
                                                  Der tragische Höhepunkt erreichte mich sogar ganz und gar nicht und
                                                  ********
                                                  SPOILER
                                                  wie Poe in Gegenwart des Killers Gift einnimmt um die Liebe seines Lebens zu retten, ohne zu wissen, wo sie ihr Leben aushauchen soll, zerstört für mich beinahe den Film. Im einen Moment scheint Poe alle Kraft zu verlieren um bestimmt gleich tot umzufallen und im nächsten Moment, ohne sicht- oder hörbaren Beweis warum, wild eifrig mit Löwenkräften versehen die Bodenplanken unter sich aufzureißen und seine Liebste auf die Arme zu nehmen und sicheren Schrittes fortzutragen. Beide schwören sich ewige Liebe in diesem und im nächsten Leben und ich dachte bereits: beide sterben jetzt zusammen? Traurig, aber passend. Doch nein! Poe rettet seine Liebste und er selbst stirbt im Krankenhaus. Das ist alles dermaßen overacting von John Cusack und der Regie, dass es einfach nur weh tut.
                                                  Und wie der Serienkiller dann zum bösen guten Schluss vom Komissar (wunderbar von Michael Roll synchronisiert und Luke Evans gespielt) erschossen wird, ist angesichts seines offenkundigen nicht Verstehens von Poes letzter Botschaft an ihn selbst nicht schlüssig nachzuvollziehen wie auch woher er wissen soll, wo dieser nun sein soll.
                                                  Auch dass der Killer nun Jules Vernes stalken und bedrohen möchte, nun ja... mich packte es nicht.
                                                  SPOILER ENDE
                                                  **************
                                                  Schade! Der vielversprechende Ansatz des Films wird nach und nach von Emotionslosigkeit, gähnender Langeweile trotz brutaler Morde und Anschläge und auch Blut Gespritze (aber für mich dermaßen seltsam umgesetzt, dass es mich überhaupt nicht packte geschweige denn schaudern ließ wie bei From Hell mit Johnny Depp) ersetzt, die alles überdeckt.
                                                  Manches an der Handlung blieb allzu offen, manches erschloss sich nicht wirklich schlüssig dem Zuschauer und ließ zumindest bei mir ein Fragezeichen über dem Kopf erscheinen (aber vielleicht liegt das auch an dem 3. Detektiv Bob Andrews.. :-) der Poe Leben einhaucht...
                                                  Ein sehenswerter Film, aber nochmal brauche ich ihn mir nicht anzuschauen, dafür störte mich doch zu viel.

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                                                  • 5 .5

                                                    von der aufachung her sah er toll aus...nur die story konnte mich nicht richtig fesseln!