The Snake

Le Serpent (2006), FR
Laufzeit 116 Minuten, FSK 16, Thriller

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5.5 Kritiker
3 Bewertungen
Skala 0 bis 10
5.7 Community
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von Eric Barbier, mit Clovis Cornillac und Simon Abkarian

Der Modefotograf Vincent scheint vom Pech verfolgt: seine Ehe ist mittlerweile nicht mehr als ein Scherbenhaufen, zudem entflammt ein bitterer Sorgerechtsstreit um seine beiden Kinder. Da schleicht sich völlig unerwartet Plender, ein alter Bekannter aus Schulzeiten, in Vincents Leben. Als Vincent von dem Model Sofia der Vergewaltigung beschuldigt wird, steht ihm Plender zunächst hilfreich zur Seite. Doch Plender spielt ein falsches Spiel und zieht Vincent in einen Sumpf aus Mord und Erpressung! Der Psychopath ist besessen davon, Vincent zu schaden und plant eiskalt seine Existenz zu zerstören.


Cast & Crew


Kritiken (2) — Film: The Snake

Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...

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3.0Schwach

[...] Derweil hinken diesem einstigen Trend nur noch vereinzelte Nachzügler hinterher, die jene biedere Grundmoral – ein Mensch wird zur mörderischen Bestie, wenn er nicht Teil eines sozial geordneten familiären Raums ist – mit relativ beliebigen Thrillermustern kombiniert aufgreifen. Eric Barbiers "Le Serpent" ist so ein Genrefilm, der es sich in dieser Nische gemütlich gemacht hat, auch wenn er als französischer Beitrag womöglich lieber mit den detektivischen Neo-Noir-Vertretern der Claude-Chabrol-Ära assoziiert werden möchte. Er scheint ganz darauf zu vertrauen, dass seine Zuschauer sich nichts verwerflicheres vorstellen können, als dass die eigene Familie von einem wahnsinnigen russischen Erpresser bedroht wird, während man selbst als zu Unrecht verdächtigter Mörder mittellos die eigene Unschuld beweisen und schließlich das Leben seiner Frau und Kinder retten muss. [...]

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Rochus Wolff: freier Journalist

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6.5Ganz gut

"The Snake" läuft eine lange Weile so gemächlich dahin, daß so mancher Zuschauer vielleicht gar nicht erst bis zum knalligen Ende dabeibleibt. Bis der Film einigermaßen in die Puschen kommt, ist lang und viel geredet worden, türmt sich ein Verwirrspiel aufs Nächste, bei dem man allerdings stets erheblich mehr Durchblick hat als die Hauptfigur Vincent, wodurch meine Reaktion dann schnell eher in Richtung Fremdschämen als in Richtung Spannung changierte.

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Kommentare (2) — Film: The Snake

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8martin

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Der Film hat einen clever ausgeklügelten Plot, vor allem der psychologisch fundierte finale Befreiungsschlag überrascht und überzeugt. Die beiden Hauptdarsteller: Covis Cornillac als Bösewicht und Yvan Attal als kämpfendes Opfer liefern eine schauspielerische Höchstleistung ab. Aber das Tollste ist die Hochspannung, die rasch aufgebaut und dann gehalten und am Ende nochmals verstärkt wird. Es geht bis an die Unerträglichkeitsgrenze. Das gelingt Eric Barbier durch zwei Stilmittel, die wir seit Hitchcocks Zeiten kennen: wir werden von einer schier unmöglich erscheinenden (Er)lösung zur nächsten gehetzt, wobei sie durch Rückschläge immer unerfüllbarer werden und dann gibt es immer noch kleine aufschiebende Momente, wo etwas vorübergehend hakt oder klemmt oder nicht gelingt und wir am liebsten mithelfen möchten. Wenn man dann noch die packende Action dazunimmt, mit schnellen Schnitten und gewagten Einstellungen könnte man sagen, dieser Barbier ist noch ein bisschen besser als der Altmeister des Suspense.
Was sie beide gemeinsam haben, ist die Tatsache, dass die Frauen in ihren Filmen nicht so gut wegkommen.

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Brigittes Helm

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Hitchcock und die Frauen: Nicht ganz, es kommt auf den Typ an. Die vielleicht für Hitch das Mütterliche in der Erotik verkörpernde Ingrid Bergmann kommt in allen drei Filmen mit ihr sehr gut weg.


dbeutner

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Bewertung7.0Sehenswert

Erst Krimi, dann Psycho-Thriller, zum Schluss Actionfilm. Und in all diesen Varianten jeweils auf sehr ausgetrampelten Pfaden wandelnd - Familien-Bedrohung, scheinbar Guter wird ganz Böse, keine Möglichkeit für die Hauptfigur, einzugreifen... tausend Mal gesehen. Die Originalität ist sicherlich keine 3 Punkte wert.

Dennoch schafft es der Film - mE nicht wegen, sondern eher trotz Yvan Attal - Spannung zu erzeugen. Natürlich. Denn diese bekannten Pfade funktionieren nun einmal in gewisser Weise. Überraschend gut fand ich Pierre Richard, der auf seine alten Tage viel mehr machen sollte!

Was den Film am Ende dennoch herunterzieht, sind die haarsträubenden Verhaltenslogikfehler, die selbst bei allerbestem Willen sich auch dem unreflektiertesten Zuschauer aufdrängen. Hoher Fremdschämfaktor.

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