The Tall Man - Angst hat viele Gesichter
The Tall Man (2012), CA/FR/US Laufzeit 106 Minuten, FSK 16, Horrorfilm, Thriller, Drama, Kriminalfilm
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69 Kommentare
Keine
von Pascal Laugier, mit Jessica Biel und Jodelle Ferland
Jessica Biel will nicht an Schauermärchen, geschweige denn The Tall Man glauben, doch dann verschwindet plötzlich ihr Sohn und sie wird eines Besseren belehrt.
In der abgelegenen Bergarbeiterstadt Cold Rock, die ihre besten Zeiten längst hinter sich hat, verschwinden Kinder ohne eine Spur zu hinterlassen. Die Einwohner vermuten, dass ein mysteriöses Wesen sie entführt hat, das alle nur The Tall Man nennen. Die Krankenschwester Julia Denning (Jessica Biel) ist skeptisch und will nicht so recht an diesen Mythos glauben, bis plötzlich auch ihr eigener Sohn David (Jakob Davies) mitten in der Nacht verschwindet. Verzweifelt versucht sie, ihr Kind zu finden und durchlebt dabei einen Albtraum.
Hintergrund & Infos zu The Tall Man
Der französische Filmemacher Pascal Laugier (Martyrs, Saint Ange – Haus der Stimmen) führte bei dem Horror-Thriller The Tall Man nicht nur Regie, sondern entwickelte auch das Drehbuch. Jessica Biel musste bereits in dem Remake Michael Bay’s Texas Chainsaw Massacre um ihr Überleben kämpfen und konnte dort in der Rolle der Erin schon Erfahrung im Horrorgenre sammeln. In The Tall Man sind außerdem Jodelle Ferland, Stephen McHattie, William B. Davis und Samantha Ferris zu sehen.
Mehr Bilder (14) und Videos (6) zu The Tall Man - Angst hat viele Gesichter
Cast & Crew
- Genre
- Horrorfilm, Mysterythriller, Thriller, Drama, Kriminalfilm
- Zeit
- Nacht
- Ort
- Dorf
- Handlung
- Alleinerziehende Mutter, Angst, Bergarbeiter, Dorfpolizist, Dunkelheit, Entführung, Entführungsopfer, Fessel, Hütte im Wald, Kindesentführung, Mutter, Mutter-Sohn-Beziehung, Mutterliebe, Polizei, Rettungsversuch, Sherriff, Verschwinden
- Stimmung
- Aufregend, Ernst, Gruselig, Spannend


























Kritiken (7) — Film: The Tall Man - Angst hat viele Gesichter
Medienjournal: Medienjournal-Blog.de
Kommentar löschen[...] Es gibt Filme, die leben sämtlich von ihren Twists und davon, den Zuschauer mit einem Paradigmenwechsel innerhalb der Erzählung zu überraschen, mit dem sie nicht gerechnet hätten. Zu dieser zugegebenermaßen vergleichsweise seltenen Kategorie gehört definitiv auch "The Tall Man" von Regisseur und Drehbuchautor Pascal Laugier, der hauptsächlich durch den Film "Martyrs" ein Begriff ist. Je weniger man nun von dem Film im Vorfeld erfahren hat und je weniger man den Vergleich zu anderen Genre-Vertretern sucht, umso mehr wird diese Geschichte einen in ihren Bann ziehen können, von der ich natürlich gar nicht allzu viel verraten kann, ohne Gefahr zu laufen zu spoilern. So viel sei aber verraten: Es handelt sich beileibe nicht um einen stereotypen Slasher-Film, wie Trailer und Cover vermuten lassen würden, sondern die formal abgegriffen wirkende Geschichte wartet mit mehreren, mal mehr, mal weniger gelungenen Storywendungen auf, die dem Geschehen eine spürbar neue Richtung geben. [...]
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Julio Sacchi: Das Manifest
Kommentar löschenFängt vielversprechend an, sehr stimmig und konzentriert; um so knalliger dann die "Na sowas!"-Wendung, die tatsächlich bestens bei Laune halten würde, käme am Ende nicht der Kuckuck aus der Uhr. Schade.
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alexklotz: Freier Journalist (Hard Sen...
Kommentar löschenPascal Laugiers letzter Film, MARTYRS, hatte etwas unter den vehement verteilten Vorschußlorbeeren zu leiden, die das extremste Kino-Ereignis aller Zeiten versprachen, was der Film nicht ganz einzuhalten vermochte – immerhin bot er aber originelle Genrekost mit einigen unvorhersehbaren Twists. Auch THE TALL MAN untergräbt die Erwartungshaltung des Zuschauers und stößt diesen vor den Kopf, dies allerdings mit einem weitaus höherem Budget und weniger expliziten Gewaltdarstellungen. Grob simplifiziert könnte man Laugiers neuen Film einen Mainstream-MARTYRS nennen, aber das wäre zuviel der Ehre für die größtenteils mutlos langweilenden Genreproduktionen der Major-Studios in den letzten Jahren. Abgesehen von den zahlreichen unvorhersehbaren Wendungen bietet der Film auch eine umfassende Palette an großartigen Bildern und Sequenzen, die zumindest mich einfach nur umgehauen haben. Wollen wir mal hoffen, daß der Film auch hierzulande einen regulären Kinostart verpasst bekommt und nicht direkt auf DVD wandert.
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arues Sat, 20 Apr 2013 02:15:14 -0000
Antwort löschenAlso wenn man von den extremsten Filmerlebnissen spricht, ist Martyrs auf jeden Fall ein Titel, der genannt werden muss. Ich weiß nicht, wie man davon sprechen kann, dass Martyrs diese "Vorschußlorbeeren" damals nicht erfüllt hat, und ich hab schon so einiges gesehen. Tatsächlich so ziemlich alles, was diesbezüglich relevant ist.
alexklotz Sat, 20 Apr 2013 12:39:49 -0000
Antwort löschenIch will gar nicht bestreiten, daß MARTYRS ein extremes Filmerlebnis ist, aber der "extremste Film aller Zeiten", wie er seinerzeit auf dem Fantasy Filmfest angepriesen wurde ist er für mich eher nicht. Ist freilich auch von Person zu Person unterschiedlich, welchen Effekt ein Film ausübt, da hat wohl jeder seine eigenen Grenzen und Extreme.
BuzzG: filmfutter.com, kino-zeit.d...
Kommentar löschen[...]Während „Martyrs“ mit typischen Elementen der modernen Terrorkino-Welle startete und letztlich immer tiefer in das Martyrium seiner Protagonistin herabtauchte, beginnt „The Tall Man“ fast wie ein konventioneller Mysterythriller irgendwo zwischen „Akte X“, M. Night Shyamalan und Stephen King. Das Werk wechselt nach einem kurzen Anflug des Schreckens seine Marschrichtung entschieden und wird so vermutlich alle Zuschauer bitter enttäuschen, die sich hier nun ein neues Horrormeisterwerk erhofft haben. Ein Martyrium erleben wir am Ende zwar erneut, allerdings auf ganz andere Weise. „The Tall Man“ spielt mit Erwartungshaltungen und verschleiert anfangs bewusst wichtige Informationen. Vor allem ist es ein Spiel mit der Perspektive, das Laugier dieses Mal treibt. Und hätte man den Ausgang der Geschichte nicht bereits vor einiger Zeit sehr ähnlich in einem anderen Film gesehen und würden die Mysteryelemente nicht einer eindringlicheren Charakterzeichnung im Weg stehen, so hätte aus diesem Stoff womöglich eine weitere Großtat entstehen können.[...]
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lieber_tee Wed, 17 Apr 2013 15:28:12 -0000
Antwort löschen"Und hätte man den Ausgang der Geschichte nicht bereits vor einiger Zeit sehr ähnlich in einem anderen Film gesehen..."
Welchen Film meinst du?
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arues Sat, 20 Apr 2013 02:11:39 -0000
Antwort löschen@ lieber_tee: ***Spoiler*** Ich tippe mal auf Gone Baby Gone.
lieber_tee Sat, 20 Apr 2013 10:25:51 -0000
Antwort löschenStimmt.
Mr.Vengeance: Lost In Imagination
Kommentar löschenPascal Laugier ist nicht unbedingt mein Freund. Sein viel diskutiertes Werk Martyrs verfolgte zwar einen sehr interessanten Ansatz, schwelgte meiner Meinung nach aber viel zu sehr im bebilderten Elend und wirkte daher auch verlogen bis zum Anschlag. Mit The Tall Man begibt sich Laugier auf einen weitaus konventionelleren Pfad. Eine echte "Großproduktion", die optisch nicht nur wegen seiner Hauptdarstellerin Jessica Biel auch so aussieht.
Dennoch kristalisiert sich hier heraus, was Laugier wirklich gut kann: eine Geschichte spannend erzählen. Eine Geschichte die formal nur wenig hergibt, durch seine Inszenierung und ein gutes Drehbuch allerdings reift und reift - bis hin zur sozialkritischen Studie. The Tall Man ist packend und stellenweise auch richtig gruselig. Das tolle am Film ist aber, dass er sich immer wieder transformiert und aus dem einen Genre in ein anderes mündet. Jessica Biel ist überraschend gut (selbst) besetzt. Traut man ihr zu Beginn gar nicht zu und fürchtet noch, dass sie es ist, wieso der Film Schiffbruch erleiden könnte. Aber falsch gedacht. Ein guter Film. Mehr zum Inhalt darf an dieser Stelle gar nicht verraten werden. Das nimmt nur die Magie, die dem unvoreingenommenen Zuschauer vorbehalten ist.
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Scott Tobias: The Onion (A.V. Club) Scott Tobias: The Onion (A.V. Club)
Kommentar löschenThe Tall Man ist kein typisches Video-on-Demand-Futter, was vor allem an der Performance von Jessica Biel liegt und an dem Wendepunkt in der Handlung.
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Spideragent: http://darkagent.blogsit.net/
Kommentar löschen"The Tall Man" beginnt als klassischer Gruselfilm mit mehreren Erklrärungsmöglichkeiten. Ist der Tall Man eine übernatürliche Kreatur oder ein verrückter menschlicher Killer oder doch nur ein Symbol für die Angst die in der kleinen Stadt vorherrscht? Vor allem die trostlose Stimmung und die unterschwellige Spannung erzeugen hier ein zwiespältiges Gefühl beim Zusehen, einerseits will man irgendwie weg von hier, andererseits muss man aber auch wissen, wie die Sache weitergeht.
Ungefähr zur Halbzeit des Filmes kommt dann ein Twist und man weiß kurz nicht mehr, was nun eigentlich gespielt wird. Kurz danach die Erklärung die den Zuschauer dazu veranlasst, das zuvor gesehene noch mal unter dem Gesichtspunkt der neuen Erkenntnisse Revue passieren zu lassen. Am Ende glaubt man dann zu wissen was hier los ist und dann waren die Hintergründe bzw. Beweggründe des Entführers doch ganz andere. Ohne gespoilert zu haben sind das ungefähr die Ereignisse, die euch erwarten werden. Alles klar? Nein? Gut so!
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Kommentare (62) — Film: The Tall Man - Angst hat viele Gesichter
cruzha Sun, 16 Jun 2013 08:56:50 -0000
Kommentar löschenWas als furchtbar schnarchnasiges Mystery-Geschwurbel anfängt, reißt den Zuschauer nach ungefähr der halben Laufzeit mit einem lockeren Twist Richtung Copkrimi wieder aus dem Koma. Trotzdem fragt man sich am Ende, was das alles überhaupt sollte, wer wie wo was und vor allem warum. Viel schwerer wiegt aber die Frage, warum man jetzt wieder 3 Euro in der Videothek gelassen hat. Mennö.
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Filmfreak21 Fri, 07 Jun 2013 20:12:33 -0000
Kommentar löschenAlso der Titel klingt zwar auf den ersten Blick nicht besonders vielversprechend aber ich muss sagen, dass mich der Film mehr als positiv überrascht hat!
Jessica Biel spielt wirklich hervorragend und die Geschichte ist mehr als außergewöhnlich.
Mehr will ich nicht sagen da man sonst alles verraten würde!
Der Film blieb nach dem Ende noch sehr in meinem Kopf hängen und das schaffen nicht viele Filme!
Aber das ist bei jedem anders.
Es ist aufjedenfall ein Film den man nicht so schnell in eine Schublade stecken kann!
Probiert ihn aus!
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stuforcedyou Tue, 04 Jun 2013 10:43:15 -0000
Kommentar löschen"The Tall Man" will irgendwie beides sein. Fisch und Fleisch. Okay, dass kann nach hinten losgehen, aber es gibt ja auch Vitello Tonnato und das schmeckt - wenn's richtig gemacht wird. Leider hat Chefkoch Laugier hier aber doch das Salz vergessen. So sieht "The Tall Man" zwar ganz gut aus, schmeckt dann aber mehr nach Tiefkühlpizza vom Aldi.
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horro Tue, 04 Jun 2013 14:39:34 -0000
Antwort löschenSurf'n'Turf also ... schade
HulktopF Tue, 04 Jun 2013 14:41:40 -0000
Antwort löschenwo jessica biel mitspielt ist langeweile angesagt.
Tyler.Fincher Thu, 06 Jun 2013 11:38:51 -0000
Antwort löschenAlso meilenweit entfernt von "Martyrs"?
stuforcedyou Thu, 06 Jun 2013 11:53:32 -0000
Antwort löschenNicht gesehen.
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Do.od Sun, 09 Jun 2013 08:44:57 -0000
Antwort löschenMeilenweit von "Martyrs" entfernt! Gar kein Vergleich.
Officeee Tue, 11 Jun 2013 21:01:36 -0000
Antwort löschenMeilenweit passt:
Martyrs -7 Pkt.
The Tall Man +3 Pkt.
Tiefkühlpiza triffts gut. Mit merkwürdig gleichbleibend eckelhaftem - man hat das Gefühl, er nehme seine "Sozialkritik" ernst" - Nachgeschmack bei Laugier.
movie.max Tue, 04 Jun 2013 00:37:19 -0000
Kommentar löschenKann Spuren von Spoilern enthalten, was aber egal ist, da man sich 'The Tall Man' eh klemmen kann...
Da erfreut man sich eines ausgefeilten Looks und eines unklaren Storyeinstiegs und dann das...
Was Laugier für ganz tolle Wendungen hält, ist nichts weiter als ein wirrer Haufen von Belanglosigkeiten. Bei aller Liebe zu überraschenden Enden: 'The Tall Man' war im Endeffekt einfach nur selten dämlich. Überraschungen hin oder her, einer Wendung darf ruhig auch eine Bedeutung beiwohnen, sonst ist es lediglich eine Wendung um der Wendung Willen - ohne Sinn und Verstand. Und da ist Jenny's Schlussmonolog eher ein peinliches Geständnis des Filmes, mit seinen zwei falschen Fährten ganz oberflächlich daherzukriechen, um dann aus dem Nichts ein Häschen aus dem Hut zu zaubern. Mir platzte da eher die Hutschnur.
Was will uns der Dichter sagen? "Wenn Kinder verschwinden, ist das halb so wild. Wo sie jetzt sind, geht es ihnen besser." Oder doch "Zu hause ist es immer noch am schönsten." 'The Tall Man' ist ein emotionsloser Möchtegern, der den Sinn hinter dem Geschichtenerzählen nicht verstanden hat.
Edit: Nun wo ich eine Nacht über den Film schlafen konnte, geht er mir immer noch nicht aus dem Köpfchen. Ich komme einfach nicht zurecht mit Laugiers vermeintlichen Moralvorstellungen: Biel ist im Endeffekt die Gute, weil sie den Armen die Kinder wegnimmt, um sie den Reichen zu geben?
Heute früh musste ich mich gleich erstmal belesen zu diesem Film und neben zahlreichen 10er- und 9er-Kommentaren stieß ich bei der imdb auch auf eine Stimme, die mir aus der Seele sprach: "Child-snatching do-gooders: one of the dumbest premises ever." hieß der Beitrag und dort kam der Autor zu folgenden Schlüssen: "Wir stehlen Kinder von armen Eltern, um ihnen eine bessere Zukunft zu geben; dann geben wir die Kinder reichen Leuten, die so unmoralisch und egoistisch sind, dass es sie gar nicht schert, dass ihre neuen Kinder so brutal entführt wurden. Jup, das klingt gut; hieb- und stichfest; diese Leute sind die perfekten Beschützer für diese armen Kinder. Super!" Außerdem bezeichnet der Autor Jessica Biel als einen psychisch etwas verwirrten Robin Hood, der den Armen ihre Hoffnung nimmt, um sie den Reichen zu schenken.
'The Tall Man' ist mir einfach zu viel. Oder zu wenig? Jedenfalls bin ich wütend, mich gestern Abend für diese falschen Moralvorstellungen qualvoll wachgehalten zu haben.
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BreakingDad Tue, 04 Jun 2013 09:14:00 -0000
Antwort löschenAchtung Spoiler. Hier wurde nur in zugespitzter Form eine sozialkritische Aussage im Gewand eines Thrillers verpackt. Finde ich legitim und hat mir schon gefallen. War anders als irgendwelche Adoptionsdramen, die nichts anderes erzählen und einfach nur langweilen.
movie.max Tue, 04 Jun 2013 09:23:13 -0000
Antwort löschenSozialkritscih? Der Film nimmt eine unmögliche Stellung ein, die man kritisieren sollte. Ich habe dem Kommentar noch etwas hinzugefügt, was mir heute früh eingefallen ist.
BreakingDad Tue, 04 Jun 2013 09:35:18 -0000
Antwort löschenEs ist doch nur ein Film. Moral hin oder her. Wenn in Filmen hunderte von Leuten abgeknallt werden, dann holt auch keiner die Moralkeule raus. Ich fand die Idee nicht so schlimm, zumal es da nicht um arme Menschen sondern um schlechte Menschen ging und irgendwie haben mir die Kinder leid getan. Sicherlich ist der Film keine Aufforderung zur Kindesentführung, aber zumindest ein kleiner Denkanstoß.
movie.max Tue, 04 Jun 2013 10:06:20 -0000
Antwort löschenAlso der Film glaubt ja selbst, die Moralkeule rauszuholen. Das war ja das Problem. 100 abgeknallte werden ja nicht geopfert, um eine Moral zu vertreten.
Ich fand die Auflösung jedenfalls lächerlich und konnte mich aufregen, auch ohne gestern Abend gleich alles moralisch hinterfragt zu haben. Das passierte erst heute früh.
SpiceWeasel Tue, 04 Jun 2013 12:24:41 -0000
Antwort löschenDu bist das beste Beispiel das der Film funktioniert. ;-)
movie.max Tue, 04 Jun 2013 12:30:54 -0000
Antwort löschenDas musst du mir erklären. Die Intention des Filmes war wohl kaum, scheiße zu sein und mit seinem halbüberlegten Ende dafür zu sorgen, dass ich ihn schnell wieder vergesse.
Du meinst sicherlich, dass er es geschafft hat, dass er mich länger beschäftigt. Aber das wage ich zu bezweifeln, denn genau genommen ist er nur heiße Luft.
SpiceWeasel Tue, 04 Jun 2013 13:03:03 -0000
Antwort löschenDas der Film eher mau ist steht ausser Frage, doch der Aufhänger des Films, das "Moralische Dillema", hat dich doch auch noch über Nacht beschäftigt oder nicht? =)
Heiße Luft kann einen auch zum fliegen bringen, warum also nicht beschäftigen?
Wenn die letzten 5 Sekunden nicht gewesen wären hätte ich den auch sofort wieder vergessen, was den Film aber auch echt nicht besser gemacht hat. Trotzdem muss ich anerkennen das es bei kurz funktioniert hat und somit kein Totalausfall war.
movie.max Tue, 04 Jun 2013 13:09:55 -0000
Antwort löschenFür mich beschäftigt sich 'The Tall Man' nicht mit einem moralischen Dilemma. Er hat zum Schluss eine Idee, wie er uns überraschen könnte. Nur wirft er es einem hin, ohne selbst zu erkennen, dass es eigentlich ein Dilemma sein müsste. Am Ende ist Biel die Gute, die fälschlicherweise als Monster dasteht. Damit bleibt kein Raum für ein Dilemma.
Dem Totalausfall ist 'The Tall Man' schon recht nah, aber er ist technisch einfach zu gut, als dass mich das beschränkte Ende noch zu einer kleineren Wertung hätte hinreißen können.
Aber du gefällst mir. Toller Filmgeschmack und saubere Ansichten!
SpiceWeasel Tue, 04 Jun 2013 13:54:58 -0000
Antwort löschenMeinte eher das das Dilema daher rührt das jeder für sich selbst entscheiden muss ob sie nun die "Gute" oder "Böse" ist.
movie.max Tue, 04 Jun 2013 13:57:23 -0000
Antwort löschenAber der Film bezieht doch Stellung dazu oder nicht?
SpiceWeasel Tue, 04 Jun 2013 14:44:20 -0000
Antwort löschenSPOILER!!
In den letzten 5 Sekunden sagt die kleine doch noch in die Kamera sowas wie "Oder etwa nicht?" in Bezug ob sie das richtige tut und bei der neuen Mutter zu bleibt.... was ja quasi den ganzen Film mit seiner Aussage wieder in frage stellt.
BreakingDad Tue, 04 Jun 2013 15:03:36 -0000
Antwort löschenSpiceWeasel: Na bitte, endlich einer der mich versteht. Der Film nimmt keine Haltung ein oder bezieht irgendeine Stellung zu dem Plot. Es ist eine verfilmte Idee. Was wäre wenn? Finden wir das gut was sie tut oder ist es verwerflich? Ein sehr provokanter Film eben.
Alienator Tue, 04 Jun 2013 16:38:27 -0000
Antwort löschenPax liebe freunde Pax.....
movie.max Wed, 05 Jun 2013 11:43:33 -0000
Antwort löschen@SpiceWeasel: Ja das stimmt natürlich. Das sage ich ja auch im ursprünglichen Kommentar. ("Zu hause ist es immer noch am schönsten.") Dennoch sagt die Kleine auch, dass Jessica nun zu Unrecht als Monster im Gefängnis sitzt. Das ist nicht sehr kritisch gegenüber Kindesentführungen, findest du nicht? Dass es überhaupt den Ansatz gibt, dass das ein guter Weg wäre, ist einfach mal nicht richtig.
Und der ganze Film wird damit nicht in Frage gestellt, sondern nur die vorherige Wendung, die erst in den letzten 15 Minuten offengelegt wurde. Da frage ich mich doch, warum ich mir die 1,5h vorher auch angesehen habe...
@Dad: Eine verfilmte Idee? Das klingt nach etwas genau so dünnem, wie der Film letztendlich ist. Und diese EINE Idee ist meiner Meinung nach nicht einmal richtig zu Ende gedacht worden. Erinnern sich die Kinder nicht an ihre eigentlichen Eltern? Würden sie nicht irgendwann alles aufdecken und in irgendeiner Form Polizei o.Ä. kontaktieren? Würden die 'neuen' Eltern nicht auch mal Gewissensbisse haben und würden von so einer kriminellen Organisation nicht auch mal über vier Ecken Informationen bei irgendwelchen Behörden landen? Wie werden die 'neuen' Eltern akquiriert? Hängt Biel's Telefonnummer am schwarzen Brett aus?
Sicher ist das alles viel zu weit gedacht, aber der Film hätte sich wenigstens Mühe geben können, dass ich über sowas gar nicht erst nachdenke. 'The Tall Man's Auflösung hält nicht EINEM Argument statt. Und deswegen ist er auch nicht provokant, sondern - wie gesagt - ziemlich dünn. Das ist natürlich nur mein Gedanke zum Film. Wenn er euch Spaß gemacht hat, sei es euch vergönnt :)
@Alienator: Ich kann dir nicht folgen.
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Alienator Thu, 06 Jun 2013 08:43:22 -0000
Antwort löschen:-) Friede liebe Freunde Friede. Alles wird gut. es sind nur Filme ;-)
movie.max Fri, 07 Jun 2013 07:52:31 -0000
Antwort löschenHier ist doch noch nichts ausgeartet. Ist doch alles noch im humanen Rahmen ;)
FlintPaper Mon, 03 Jun 2013 14:26:26 -0000
Kommentar löschenTall Man funktioniert eine Weile lang als verschachtelter Horrorfilm, bis Laugier zum Finale hin wieder die Twist-Keule auspackt und erneut eine Über-Metapher zu gesellschaftlichen Problemen entwirft. Wobei, diesmal ist es weniger Metapher, als Hypothese und Laugiers Idee in allen Ehren - es ist einfach wieder so bodenlos dämlich, dass ich es trotz aller netten Ansätze nicht ernst nehmen kann. Jessica Biel scheint zum Finale hin auch nicht mehr zu wissen, was sie da eigentlich spielt.
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walktheline Fri, 31 May 2013 19:48:25 -0000
Kommentar löschenLeider verschenkte Zeit.
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maetti Mon, 27 May 2013 14:52:42 -0000
Kommentar löschenKleiner Spoiler,erst Horror,dann Thriller zum Schluss Drama,eigentlich ganz gut umgesetzt,leider kann man The Tall Man nur einmal genießen,und ich liebe es wenn ein Film die Gemüter spaltet
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Sven82 Mon, 03 Jun 2013 20:02:18 -0000
Antwort löschenGemüter spalten - das hat Pascal Laugier ja schon mit Martyrs geschafft!
maetti Tue, 04 Jun 2013 19:08:39 -0000
Antwort löschenBin erst durch The Tall Man aufmerksam geworden,und ob ich mir den "Pornofolter"gib,mh,weiß i no net. Bin auch kein Freund von Saw und Hostel ;-)
mark.venske.9 Sat, 25 May 2013 16:25:31 -0000
Kommentar löschenDie ersten 20-30 Minuten muss ich sagen fand ich den recht langweilig und habe mir schon ein Ende ausgemalt doch dann kam was ganz überaschendes und das muss ein Film haben. Ich dachte mir zuerst okay einmal kann man sich den wenigstens angucken, aber nach diesem Ende werde ich mir den sicher noch ein 2 mal angucken. Großartiges Kino mit einer meiner Lieblingsschauspielerin.
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loveissuicide Sat, 25 May 2013 06:04:44 -0000
Kommentar löschenDie Grundthematik ist sicher etwas, worüber man nachdenken kann. Das war schon so ähnlich bei "Gone, Baby, Gone". Aber daraus wurde meiner Meinung nach zu wenig gemacht. Die 2-3 Handlungstwists sind ganz nett, aber nicht so ganz raffiniert wie erhofft. Nette Abendunterhaltung, aber leider auch nicht mehr.
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J.D.Mariu Fri, 24 May 2013 12:50:29 -0000
Kommentar löschenhätte ich mir hier doch mal die Vorhersage vorher angeschaut! Verschenkte 1 1/2 Std. meines Lebens! -.-
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Harvey Specter Tue, 21 May 2013 10:45:40 -0000
Kommentar löschenDer Filmtitel klingt banal, die Bilder lassen einen Slender-Man-Film vermuten und Jessica Biel schmückt das Cover mit ihrem Gesicht, was nicht zwingend für einen guten Horrorfilm spricht. Aber ich würde "The Tall Man" auch eher zu einem Thriller zählen. Der Film hält ein kleines Geheimnis im Verborgenen, dessen Auflösung dem Zuschauer nach und nach auf packende Weise offenbart wird. Ich fand ihn überraschend positiv, zu mal mich die behandelnde Thematik im Verlauf zunehmend mehr interessiert hat.
Zu meinem Erstaunen spielte Jessica Biel ihre Rolle tatsächlich so überzeugend, dass sie mich in manchen Momenten angeregt hat darüber nachzudenken, welche Intention sich hinter ihrer Scheinheiligkeit steckt. Ich wurde von einer Perspektive zur anderen geführt, denn man ist zunächst auf sich selbst gestellt das Puzzle zusammen zu führen. Damit meine ich nicht, dass es sonderlich raffiniert ist. Dennoch hat es mich animiert über die wahren Hintergründe nachzudenken.
Punktabzüge gibt es dennoch. So angetan ich von dem Film bin, hinterlässt er mir doch zu große Lücken. Insbesondere zum Ende hin, stelle ich mir immer die selbe Frage über die Kinder. Weitere Details würden zu große Vorahnungen aufschmeißen, die den Film unnötig abkürzen würden. Es bedeutet, dass das Geheimnis von"The Tall Man" mit dem ersten Mal ansehen die Genugtuung bringt. Ich zähle es damit nicht zu den Filmen, die man in kürzesten Abständen wiederholt angucken kann.
"The Tall Man" ist ein guter Filmtipp mit wünschenswerten Wendungen. Nicht zwingend für Fans des Horrorgenre wie "Martyrs".
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pischti Tue, 21 May 2013 12:22:00 -0000
Antwort löschenDen will ich auch noch sehen. Klingt ganz interessant und danke, dass Du nicht spoilerst :)
Harvey Specter Tue, 21 May 2013 19:07:18 -0000
Antwort löschenKannst du dir getrost angucken, da machst du nichts verkehrt. Vllt. haut er dich ja auch eher um :-)
Freakwood Mon, 20 May 2013 21:07:26 -0000
Kommentar löschenUm ehrlich zu sein habe Ich mir schon länger einen Film mit dem "Großmann" in der Hauptrolle gewünscht - lange, bevor der Hype da war. Nichts für ungut - lieber später als nie. Mit der Erwartung, der Inhalt entspräche dem, was man sich unter "The Tall Man" vorstellt, sah Ich mir den Streifen an. Anfänglich lief noch alles völlig rund - transparenter Ablauf; ungeachtet dessen spannend & interessant. Der "Horror"-Anteil blieb für meine Begriffe vollends auf der Strecke; das würde Ich streichen. "The Tall Man" versucht krampfhaft zu erschrecken, schafft dies über die volle Länge aber maximal drei mal.
Spoiler
Der "Horror" zeichnet sich hier wohl durch das Entreißen der Kinder von ihren leiblichen Eltern aus. Die hochgelobten Twists in der Story haben sich wohl vor mir versteckt; der einzige den Ich als solchen vermuten konnte war der, dass Julias Mann der "Großmann" sein soll; das wurde, zumindest mir, klar, als Julia kurz davor stand vom wütenden Mob vor ihrem Haus gelyncht zu werden.
/Spoiler
Aufgrund der Transparenz und dem Fakt, dass hier das was draufsteht nicht dem entspricht was drinsteckt, gibt es von mir hier nur fünf Punkte - totaler Durchschnitt.
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DeutschePraezision Mon, 20 May 2013 15:39:49 -0000
Kommentar löschenHab den Film gerade gesehen.
Ich bin echt "geflasht"
Viele schreiben hier:
"ist ja garnix im Vergleich zu "Martyrs"" usw.
Hääää. Na wenn ich DANACH bewerten soll hab ich was falsch verstanden.
Ich bewerte den Film natürlich als eigenstämdiges Dingens und vergleiche diesen nicht.
Eine meiner besten Filmbewertung bis jetzt.
Schpeuler:
Zu Anfang denkt man die Frau ist voll die liebe Mama.
Dann denkt man die Frau ist ne Entführerin
Dann denkt man die Frau ist psychisch krank und tötet Kinder
Zum Schluss ist die Frau gut. Oder . oder ???
Der Film ist geil, er wirft moralische Fragen auf und hält eine konstante Spannung.
Ich werd den mit Sicherheit noch ein zweites Mal i-wann schauen =)
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arues Mon, 20 May 2013 03:36:36 -0000
Kommentar löschenWer von Pascal Laugier einen weiteren heftigen Schlag in den Nacken erwartet hat, wird sicher nach der Sichtung von The Tall Man enttäuscht sein. Im Vergleich mit Martyrs, wirkt The Tall Man eher konventionell, wobei er in Wirklichkeit nur mit den Konventionen spielt. Wer sich auf dieses Spiel einlässt, und ohne jede Erwartungshaltung offen für diesen Film ist, wird hier aber vielleicht doch seinen Spaß haben. Auch wenn der Film, ob des gewollt nachdenklich stimmenden Endes, vielleicht mehr will, für einen unterhaltsamen und interessanten Filmabend taugt The Tall Man allemal.
Hier meine komplette Kritik: http://www.movieworlds.com/filme/dvd/The_Tall_Man.php#Kritik
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Snajper Mon, 27 May 2013 12:56:24 -0000
Antwort löschenwow, Martyrs war von dem? Heftiger Quali-Wechsel...
Hooded Justice Sun, 19 May 2013 12:54:30 -0000
Kommentar löschen»The Tall Man« bricht mir mein Herz, denn Pascal Laugier kreierte leider einen wahnsinnig banalen Film – kaum mit seinem Überfilm »Martyrs« zu vergleichen; keine Spur von Verstand oder Doppelbödigkeit, von aufwerfenden Fragen oder eigensinnigen Formen. Seine Handlung haben wir schon hundertmal gesehen und ist so austauschbar und nutzlos wie Jessica Biel in der Hauptrolle und das lautstarke Gepolter, Gekreische und Nichts. Doch am bedauerlichsten ist »The Tall Man«, wenn er mit seinen niedlichen Twists den dummen Zuschauer schockieren möchte, denn spätestens dann möchte dieser am liebsten selbst von dem großen Mann geholt werden, nur um aus diesem Gnurzfilm ganz schnell zu verschwinden. Nächstes Mal bitte wieder Jagdgewehr, Stahlketten und »Pseudotiefsinn«.
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Arakune Sun, 19 May 2013 20:25:48 -0000
Antwort löschen"Gnurzfilm" gefällt mir.
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Jenny von T Mon, 20 May 2013 13:21:36 -0000
Antwort löschenIch like das mal, stimme aber beim letzten Satz nicht zu. Laugier sollte am Besten ganz den Beruf wechseln, ich schlage eine Tätigkeit als Metzger vor. :-p
Hooded Justice Mon, 20 May 2013 20:36:32 -0000
Antwort löschen:D Ach komm, mit The Tall Man bewies er doch, wie harmlos und was für ein Langweiliger er auch sein kann.
the assassin 666 Sat, 18 May 2013 20:54:26 -0000
Kommentar löschenDas Cover und der Inhalt ließen mich auf einen Film hoffen der in Richtung von Don Coscarelli´s "Das Böse" geht, aber ich wurde eines besseren belehrt als der Film dann in meinem Player landete. Die Story ist zu Beginn gut, baut ein bedrohliche Dynamik auf, aber leider zerstört sich der Film viel selbst, mit der Wende in eine ganz andere Richtung geht, sicher Innovation ist gut aber ich hätte lieber einem weitern Film mit einem echten Tall Man gehabt als diesen hier. Aber alles fand ich nicht schlecht die Darsteller bes. Jessica Biel waren gut, die Atmophäre von der Kleinstadt versprüht ein gewissen 80 ies Flair und für seine Undurchsichtigkeit in der ersten Hälfte gebe ich noch 5 Punkte.
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MrDepad Fri, 17 May 2013 21:04:54 -0000
Kommentar löschenMit seinem aktuellsten Film "The Tall Man" unterwandert Regisseur Pascal Laugier wie schon in seinem vorherigen Werk "Martyrs" die Genre-Sehgewohnheiten.
Zunächst entwickelt sich das Ganze wie ein typisches Gruselfilmchen um den bösen Unbekannten, von denen es bereits sehr viele gibt. In einem kleinen Städtchen namens Cold Rock verschwinden immer mehr Kinder spurlos, während öfters ein sogenannter "Tall Man" gesichtet wird, der mit den Entführungen in Verbindung zu stehen scheint. Die Krankenschwester Julia ist mit dieser Situation vertraut, bis sie auf einmal selbst betroffen wird, als ihr Sohn eines Nachts entführt wird.
Mehr sollte man vorab über den Film nicht wissen, denn Laugier wartet nach der knappen ersten Hälfte mit einem Twist auf, durch den er die ausgelutschten Genre-Konventionen hinter sich lässt. Der Mystery-Thriller entwickelt sich dann zu einem Psycho-Drama, welches weiterhin Haken schlägt. Was sich allerdings abwechslungsreich und erfrischend anhört, ist letztendlich trotz des eingeschlagenen Richtungswechsels nicht sonderlich überzeugend und bietet im Prinzip wieder nur Altbekanntes. Laugier kann das Niveau seines Vorgängers "Martyrs" zu keinem Zeitpunkt halten, denn dieser war zwar auch nicht frei von Schwächen, war aber viel aufwühlender und gnadenloser, wodurch er deutlich mehr an die Nieren ging. Schauspielerisch gibt es keine wirklich erwähnenswerten Leistungen zu verbuchen, lediglich Jessica Biel darf mit einer etwas vielschichtigeren Darbietung aufwarten als der Rest des Casts.
"The Tall Man" will zwar ähnlich wie "Martyrs" Genre-Konventionen aufbrechen, bietet aber insgesamt nur Altbewährtes, was mich zu keiner Zeit wirklich gefesselt oder gar gegruselt oder geschockt hat. Der Film ist insgesamt viel zu bieder und zahm, sodass Laugier mit seinem neuen Film leider ein wenig enttäuscht und schlussendlich nur Durchschnitt bietet.
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newman Thu, 16 May 2013 22:58:27 -0000
Kommentar löschenAls ich den Trailer geschaut habe, wollte ich den Film unbedingt sehen. Mit der Erwartung an einen wie auch ausgeschriebenen Horrorfilm startete ich also Tall Man und muss sagen, dass die erste 3/4 Stunde auch relativ packend und spannend war. Doch mit der Wende in dieser seltsamen und schwachen Handlungsentwicklung bekam ich einen ziemlichen Dämpfer. Von da an war der Film leider nur noch verwirrend und man wusste letztendlich gar nicht mehr wer ist Opfer/Täter, wer ist böse/gut. Ich frage mich ob die Macher spätestens an dieser Stelle selbige Fragen aufgeworfen haben ! Anscheinend haben sie ja auch vergessen dass sie einen Horrorthriller verfilmen und kein Drama.
Lediglich ein bis zwei Gruselelemente waren vorhanden und das Hauptaugenmerk des Films lag in einer gewissen Pseudotiefe, die uns zum nachdenken bringen sollte.
Zum Teil haben sie dies jedoch geschafft. Ich musste nach dem Film darüber nachdenken warum ich mir ausgerechnet diesen Film anschauen musste.
Keine Schauempfehlung von meiner Seite aus und lasst euch nicht von dem Genre linken.
Tall Man ist ein unterdurchschnittliches Drama, dass mehr Verwirrung als alles andere schafft.
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Alienator Thu, 16 May 2013 21:25:26 -0000
Kommentar löschenGanz anders und wer hier was bestimmtes erwartet muss sich nicht wundern
Laugier polarisiert schon immer. Und das ist auch gut so. Warum auch nicht? Muss ja nicht jeder dem entsprechen was man von ihm erwartet. Ich persönlich mag es wenn Filme mich überraschen und mich auf Fährten schickt die ich so nicht erwartet hätte.
So auch dieser Film. Ich werde hier nich auf den Inhalt eingehen, denn jedes Wort über ihn würde den Film ruinieren und die vielen Wendungen zunichte machen.
Ich war unvoreingenommen an ihn herangeschritten und war sehr positiv überrascht. Laugier präsentiert hier, soviel sei verraten, einen anfänglich, augenscheinlichen Geister- oder was auch immer Fantasythriller, der geschickt mit den Versatzstücken von Genreelementen spielt und diese auch kennt (so die unbekannte Gestalt die im Dunkeln agiert, die Lichtverhältnisse usw usw). Es fängt an wie eine Mischung aus "Jeepers Creepers" und "Boogie Man" und dann, nimmt der Film eine ganz andere Richtung und wird auch zum anderen Genre. Den letzten Endes ist dieser atmosphärisch dicht inszenierte Film (sehr gute Kameraarbeit) eine moralische Abhandlung über Recht, Ethik und den Umgang mit den menschlichen Verhaltensweisen. Und beantwortet sie überhaupt nicht, sondern stellt den Zuschauer die Frage was richtig sei. Laugier hat hier seinen Stil eingebracht um diese Fragen zu stellen und verpackt das in eine ordentlich spannende Handlung.
Wem das nicht passt muss ihn ja nicht ansehen.
Ich war aber durchaus angetan.
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JackoXL Thu, 16 May 2013 23:09:41 -0000
Antwort löschenIch auch. :)
Alienator Fri, 17 May 2013 06:26:23 -0000
Antwort löschenSehr gut, das sind wir schon zwei.
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TheAvenger68 Fri, 17 May 2013 08:28:52 -0000
Antwort löschenDrei ;-)
Alienator Sat, 18 May 2013 05:55:07 -0000
Antwort löschenSehr gut.
Jenny von T Sun, 12 May 2013 20:52:49 -0000
Kommentar löschen*spoilerhaltig*
Ein stummes Mädchen, das mysteriöse Zeichnungen anfertigt. Ein böser schwarzer Mann, der kleine Kinder kidnappt (wohooo!). Ein geheimnisvolles voiceover (wer da wohl spricht?). Die Kamera führt in der Tradition SHININGs durch gruselige Gänge. Oh, und da ist auch schon der erste Plot-Twist – die gute Frau ist ja doch böse! Was mag da noch kommen? Bestimmt was total Unerwartetes! Das Feuerwerk an Spannung ist entfacht. Wahnsinn – nach dem philosophisch hochwertvollen Meisterwerk MARTYRS endlich wieder tiefgründige Ultrakunst im Psychohorror-Gewand von Kinovisionär Pascal Laugier. Und diesmal sind wir ganz sozialkritisch!
Aber der Mann hat doch recht: Die Welt geht vor die Hunde, immer mehr Menschen leben in Armut und unser Nachwuchs hat keine Zukunft mehr, denn wie soll so eine kleine Seele bitteschön ohne steinreiche Eltern und tonnenweise Spielzeug jemals ein glückliches Leben führen? Außerdem wird in diesen elenden Problemfamilien doch sowieso immer nur gesoffen und geprügelt. Nee, das geht doch nicht, dagegen muss etwas getan werden. Doch was? Schließlich stehen sogar die Bullen auf der Seite des Bösen! Wenn es doch nur jemanden gäbe, der aktiv wird, etwas gegen diese Ungerechtigkeit unternimmt, halt einen echten Superman.. oh, wait! Laugier, du Genie! Doch jetzt geht, wie vorhersehbar, das wutentbrannte Geheule der Spießer los – die arme Märtyrerin, die sogar die Beziehung zu ihrem geliebten Mann für das Gute opfert, wird erst vom Mob da draußen vor ihrem eigenen Haus belästigt, dann verhaftet und schließlich sogar von ihren Mitinsassinnen mit dem Tode bedroht! Ja, versteht denn niemand das Schicksal dieser tragischen Heldenfigur?!
Allein ich, Zuschauer, erkenne die versteckte Farce selbstverständlich (denn THE TALL MAN ist ja subtil genug und meinen Ansprüchen gewachsen!) und solidarisiere mich mit ihr, against all odds! SO, da habt ihr's! Und schaut doch mal, wie glücklich die Kids jetzt alle sind! Das war's doch locker wert, oder?
Aber sag' doch mal, Pascal, was bedeuten denn die letzten beiden Sätze am Ende? Haste doch alles nich' so gemeint, hm? Tihihihi.
Ich geh' dann mal Kotzen.
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Boogers666 Sun, 12 May 2013 20:57:18 -0000
Antwort löschenWarum mag niemand "Martyrs"?
Wobei ich sagen muss ich mir bei "The Tall Man" nichts mehr erhoffe nach all den Verrissen ...
Jenny von T Sun, 12 May 2013 21:03:04 -0000
Antwort löschenDass niemand MARTYRS mag, stimmt ja so nicht. Für mich aber eines der allerschlimmsten Machwerke, die jemals gedreht wurden. Mir ist heute noch schlecht.
SoulReaver Sun, 12 May 2013 21:06:53 -0000
Antwort löschenVoll der intellektuelle Gewaltfilm gegen Gewalt undso! Hast du bestimmt gar nicht verstanden! (Ich dann wohl auch nicht)
Ich fühl mich bei Pascal aber direkt mal angesprochen und muss dir leider sagen: Ich weiß es nicht. Aber in der nächsten Woche hab ich den Film gesehen und dann kann ich dir bestimmt weiterhelfen. :D
Boogers666 Sun, 12 May 2013 21:10:22 -0000
Antwort löschen@Jenny : Mhm vielleicht bin ich da einfach zu oberflächlich, aber ich halte Martyrs immer noch für ein unfassbares Meisterwerk. vielleicht benötigt es einer Zweitsichtung
Le Samourai Sun, 12 May 2013 21:20:58 -0000
Antwort löschenMartyrs = Kotze
Jenny von T Sun, 12 May 2013 21:21:56 -0000
Antwort löschen@ Souli: MARTYRS wäre ja gar nicht mal SO daneben (sondern nur normal peinlich), würde die letzte halbe Stunde denn nicht komplett (!!) aus reißerisch geschnitteten Foltersequenzen bestehen. Damit beraubt sich der Film nun wirklich des letzten Fünkchens Glaubwürdigkeit. Grrr, ich glaub', ich hab' nen neuen Hass-Regisseur.
@ Boogers: Das hat nichts mit oberflächlich zu tun. Ich reagiere z.B. eben sehr empfindlich (und stinksauer) auf zelebrierte Gewalt. Und provozieren können auch nur wenige - Laugier imho nicht.
@ Samourai: Jop!!
Boogers666 Sun, 12 May 2013 21:29:10 -0000
Antwort löschen@jenny : ich bezog das "oberflächlich" darauf das ich in Martyrs trotz der Gewalt einen tieferen Sinn sehe der mich vollends überzeugt hat. ich würde jetzt nicht soweit gehen und Martyrs mit Irreversibel zu vergleichen aber beide Filme sind für mich mehr als nur pure Provokation und sowohl Noe als auch Laugier sind für mich Künstler die ich sehr schätze . Wenn auch Noe etwas mehr ;)
Jenny von T Sun, 12 May 2013 21:34:11 -0000
Antwort löschenIst halt schwer, bei solch dermaßen polarisierenden Filmen zu argumentieren. Ich finde die Auflösung bei MARTYRS plump, pseudo-intellektuell und menschenverachtend, aber wenn jemand das komplett anders sieht, kann und will ich das natürlich niemandem ernsthaft ausreden.
IRREVERSIBEL ist demgegenüber ein Film, den ich sehr mag, wenngleich ich einsehe, dass man gegen Noé mit guten Gründen ähnliche Vorwürfe erheben kann. Oft ist der Grat sehr schmal.
Boogers666 Sun, 12 May 2013 21:40:08 -0000
Antwort löschenDas stimmt und obwohl ich die Vorwürfe gegenüber Laugier absolut nachvollziehen kann bleibt Noe für mich in dieser Hinsicht unantastbar , das was Lars von Trier für dich ist , ist Noé für mich :)
Jenny von T Sun, 12 May 2013 21:48:35 -0000
Antwort löschenUm Gottes Willen! :-p
(Danke für's Kompliment. :-))
lieber_tee Sun, 12 May 2013 22:00:38 -0000
Antwort löschenSPOILER:
Man spürt in jeder deiner Zeile, das der neue Film von Laugier bei dir Anbetracht deines tiefen Hasses gegenüber Martyrs keine Chance hatte und das du auch nicht die Möglichkeit in Betracht ziehst, das dein zynisch ausgearbeiteter Twist der Geschichte möglicherweise vom Regisseur ebenso gemeint bzw. hinterfragt wurde. Kein Wort über den Pespektivwechsel im Film auf die Mutter in der Mitte des Films, kein Wort über die Frage, die das junge Mädchen am Ende des Films stellt, kein Wort das die Weltretterin als Täter (und nicht als Heldin) dargestellt wird, kein Wort über die beängstigende Vorstellung, das eine übergeordnete Organisation weiterhin mit diesem Treiben fortfährt usw....
Jenny von T Sun, 12 May 2013 22:09:16 -0000
Antwort löschen"Aber das ist doch genau so beabsichtigt!" ist für mich kein Argument. Dann müsste ich auch SUCKER PUNCH als Blockbuster-Dekonstruktion, SILVER LININGS als genrekritischen Doppelbödling hochjubeln usw. Ich lasse mir aber nicht vorschreiben, wie ich einen Film zu finden habe, und wenn ich eine vom Film vorgetragende Kritik, Kritik der Kritik oder sogar Selbstironie für einfach plump und wenig wirkungsvoll vorgetragen halte, ist das mein Recht. Die Perspektivwechsel und Schwerpunktverlagerungen bei Laugier sind für mich nicht mehr als billige Taschenspielertricks. Hat mich nicht beeindruckt.
lieber_tee Sun, 12 May 2013 23:19:18 -0000
Antwort löschenHm, vorschreiben wollte ich dir eigentlich gar nichts sondern einerseits auf den Tonfall deiner Kritik und auf eine mögliche andere Sichtweise/Interpretation des Films eingehen. Deine Antwort erübrigt allerdings jeglichen Austausch, wenn du das alles als Taschenspielertricks abtust. Nun gut, jeder hat seine Sicht auf die Dinge.
Jenny von T Mon, 13 May 2013 07:57:57 -0000
Antwort löschenWas ist denn eine mögliche andere Interpretation? Ich habe schon gesehen, dass Laugier mit den letzten beiden Sätzen den Film auf der Zielgeraden nochmal offen gestalten und zum Nachdenken anregen möchte (siehe auch den vorletzten Satz meiner Kritik). Die Sache ist bloß die: Für mich zieht er sich damit billig aus der Affäre, denn zuvor ist es Julia, der ganz eindeutig die Sympathien gelten. Klar, es gibt eine Phase des Films, in der der Zuschauer verunsichert ist, weil erstmal unklar bleibt, was genau sie getan hat und aus welcher Motivation heraus sie an den Kindesentführungen beteiligt ist. Trotzdem werden mir sie und diese ganze Organisation unter'm Strich zu sehr als Heilsbringer dargestellt. Siehe auch Jenny, die am Ende davon spricht, alle ihre "Mütter" (Plural) geliebt zu haben. Der Film erweckt für mich irgendwie den Eindruck, als seien auch die Kinder ganz begeistert davon, öfters mal die Eltern zu wechseln, wenn's in der neuen Familie nicht mehr so läuft. Und, wie gesagt: Der letzte Satz ändert für mich daran nichts. Das ist aus meiner Sicht ein unbeholfenes Bemühen um Weitsicht, ein Zurückrudern von Laugier. Eigentlich sogar schon eine Frechheit. Aber der Wein ist schon verschüttet.
Hooded Justice Mon, 13 May 2013 16:28:59 -0000
Antwort löschenNimmt euch doch nicht so ernst. Ist doch eh egal, wir sind doch alle nur anonyme Fakes. Und wer ist nicht voreingenommen, wenn er einen Film geht?
SoulReaver Mon, 13 May 2013 17:56:31 -0000
Antwort löschenFindest du, ich bin auch ein anonymer Fake, Hoody? :(
Hooded Justice Mon, 13 May 2013 18:18:22 -0000
Antwort löschenIrgendwie schon.
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SoulReaver Mon, 13 May 2013 18:40:50 -0000
Antwort löschenSelber.
Hooded Justice Thu, 16 May 2013 12:24:40 -0000
Antwort löschenGott, der Film ist ja echt total scheiße. :(