The Thing - Kritik

The Thing

CA/US · 2011 · Laufzeit 103 Minuten · FSK 16 · Thriller, Science Fiction-Film, Horrorfilm · Kinostart
Du
  • 7 .5

    Gelungenes Prequel, das die Stimmung des Carpenter-Remake von 1982 gekonnt channelt und die Mythologie sinnvoll erweitert. Die Ekeleffekte beeindrucken auch hier, wirken durch den ergänzenden Einsatz von CGI zwar weitaus dynamischer aber stellenweise auch ein wenig cleaner als im matschigen Original.

    Der Cast um Mary Elizabeth Winstead bietet überzeugend-sympathische Normalo-Figuren, denen man ihre heftigen Körperdeformationen besonders wenig wünscht.

    Insgesamt eine sehr positive Überraschung und eines der besseren Remakes/Prequel etc. dieser Tage.

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    • 7

      Das Original kenne ich nicht.
      Aber dieses Remake hat mir sehr gut gefallen.
      Auf Winstead ist wie immer Verlass. Zur Zeit meine Lieblingsschauspielerin.

      • 5 .5

        Eins vorneweg, den Vorgänger von 1982 kenne ich nicht, aber als Prequel sollte der Film auch für sich stehen können.
        Eigentlich ist der auch gar nicht mal so schlecht. Die Performance von Mary Elizabeth Winstead hat mir gut gefallen sowie auch die Atmosphäre in der Antarktis-Station. Eine gute Spannung kann stellenweise aufgebaut werden, auch wenn die Gruselmomente hauptsächlich aus Jumpscares bestehen. Dazu gesellt sich aber ein ausgesprochen gutes Monsterdesign, dass sehr detailgetreu wirkt (Stichwort "Autopsie") und einen wirklich schaudern lässt. Ein paar Szenen gegen Ende fand ich darüber hinaus etwas zu dick aufgetragen.
        Alles in allem ist The Thing kein schlechter Horrorfilm und weiß durchaus zu unterhalten, sticht allerdings auch nicht wirklich heraus. Bereut habe ich das Schauen nicht, noch mal werde ich mir ihn aber wohl auch nicht ansehen. Insgesamt also gutes Mittelmaß.

        • 6

          kein witz der ist echt ok der film... gebe noch nen halben dazu

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          • 6 .5

            Soll ja ein Prequel sein, wirkt aber streckenweise tatsächlich nur wie ein Aufguss des Carpenter-Streifens. Viele Szenen und Effekte kommen bekannt vor, nur halt etwas moderner, aber nicht unbedingt besser. An das Original kommt ‚The Thing‘ gewiss nicht heran, so richtig daneben ist der Streifen aber ebenfalls nicht. Letztendlich handelt es sich hier dann auch doch um eine Vor-, und somit andere Geschichte, die hin und wieder ganz munter mitzureißen weiß und so dafür Sorge trägt, dass die Nummer zu einer stabilen Abendunterhaltung avancieren könnte.

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            • 7

              Das Prinzip Spannung durch Paranoia und Unsicherheit zu erzeugen, funktioniert weiterhin, wurde aber längst nicht so gut umgesetzt wie im Vorgänger. Dieses Fazit zeichnet sich praktisch bereits in den ersten 5 bis 10 Minuten ab. Kein Mysterium, kein Spannungsaufbau vor der eigentlichen Story, kein Nichts... Die Protagonistin weiß im Grunde sofort, dass es sich um Aliens handelt, weil es ihr auf sehr platte Art erzählt wird und damit auch dem Zuschauer. Vielleicht hat sich der Drehbuchschreiber gedacht, dass man sich dies sparen könnte, wenn es ohnehin schon klar ist, aber so erzeugt man nunmal keine Spannung oder Atmosphäre. Alles geht irgendwie zu schnell und wirkt gehetzt. Der Film hätte sich am Directors Cut von Aliens ein Beispiel nehmen sollen, da wird Ripley auch nicht einfach gleich auf dem Planeten abgesetzt und die Aliens springen auch nicht sofort überdeutlich ins Bild.

              Alles in allem funktioniert der Film dennoch so halbwegs, weil eben die Grundprämisse so gut ist.

              • 5 .5
                Maniac 16.01.2017, 23:28 Geändert 16.01.2017, 23:32

                Sehr spannungsarmer , lauwarmer Aufguss , der mir nur bedingt gefallen hat, da der Film lieblos und einfallslos vor sich hin plätschert. Die Mutationen sind gut gemacht, können dieses Prequel allerdings auch nicht wirklich retten . Allerdings waren meinen Erwartungen auch nicht sonderlich hoch , da der Vorgänger von Carpenter auch mit den heutigen Möglichkeiten nur ganz schwer zu toppen ist . Von daher hielt sich meine Enttäuschung in Grenzen .
                Fazit : Kann man sich sparen wenn man den Erstling kennt ...

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                • 8

                  Was soll ich sagen? Ich mag alle drei Verfilmungen von The Thing.
                  Diese neueste Version ist das Prequel zu Carpenters Thing und beginnt, wie die erste Verfilmung von Howard Hawks mit dem Fund eines Raumschiffes im Eis und der Bergung eines Besatzungsmitgliedes...Sauber inszeniert, flott erzählt, die Schauspieler alle okey und die CGI Effekte zwar als solche erkennbar, aber zum Teil schön fies. Carpenters Version ist ein wenig bedrückender, was nicht zuletzt durch seinen Soundtrack forciert wird. Aber der hier ist dicht dran

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                  • 8

                    Ein wirklich gelungener Film und eine Einladung direkt danach "Das Ding" zu sehen.
                    Der gelungene Überlauf hat mein drohendes Kammerflimmern abgetrennt und mich in einen Zustand der Zufriedenheit versetzt. Ich Glückspilz.
                    Verstehe wirklich nur bedingt warum viele von einem Remake schreiben.
                    Sicher, rein objektiv betrachtet ist es Eines.
                    Doch bleiben wir lieber bei der Vor-Geschichte die uns dieser Film erzählt.
                    Eine gefährliche und verstörrende Schnitzeljagd nach 'Etwas' auf engstem Raum.
                    Gedankliche Puzzlespiele, die wenn du falsch kombinierst das Leben kosten.

                    Ein empfehlenswerter Film.
                    Fuer Alle die sich nicht zu Schade sind ein wenig zu Ekeln, werden mit einem kompaktem Werk in allen Aspekten belohnt.

                    • 10
                      ontom 05.11.2016, 04:33 Geändert 05.11.2016, 04:36

                      Ich muss sagen, dass der neue "The Thing" sehr gut vor dem ersten teil von 1982 platziert ist, alles passt perfekt zusammen und der Film zum Ende fließend auf die amerikanische Basis überläuft.

                      Sehr zu empfehlen! 10/10 punkten.

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                      • 5

                        Die CGI´s sind grottig, sie werten den Film Quasi ab.
                        Die Charaktere passten nicht, warum wurden dem ganzen Frauen zu gesteuert ?
                        Das beklemmende an J.C.`s Meisterwerk war für mich eigentlich auch, das ausschließlich Männer auf der Station lebten, die irgendwie auch aussahen und sich so gaben, als währen es Forscher die schon ein klein wenig zu lange an diesem gottverlassenem Ort lebten und kurz davor schienen, sich gegenseitig extrem überdrüssig zu werden. Dieses wurde dem Prequel jedoch gänzlich genommen, es wurde versucht eine Art Ripley zu implantieren, was nur irgendwie unglaubwürdig und erzwungen wirkt. Eine Profilierungsversuch durch einen Akt der politischen Korrektheit, frei nach dem Motto : schau nur her, eine Frau kann das mindestens genauso gut. Nur dumm, das diese gespielte Figur die Ausstrahlung und das Charisma einer platt gefahrenen Milchtüte besitzt.
                        Der Film fesselt nicht wie das Original, er beklemmt nicht wie das Original, er hat lediglich die Wirkung und hinterlässt den gleichen Eindruck auf mich wie ein MTV-Video eines Popstars ala Katy Perry oder Justin Bieber ( z.B.)
                        Aber der Herr Heijningen hatte es ja auch nicht einfach, das Original von J.C. kann man einfach nicht übertrumpfen.

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                        • 7 .5

                          Gutes Remake mit einer herausragenden Mary Elizabeth Winstead.

                          • 6

                            Mag dieser Film auch kein poetisch hochwertig formulierter Liebesbrief an John Carpenters 80er 'The Thing' sein, so bleibt er zumindest eine auf glänzendem Papier gedruckte Einladung zu einer spaßigen Party - andererseits: wie soll man auch an den möglicherweise besten Horrorfilm aller Zeiten herankommen?

                            Von Carpenters Paranoia ist leider nur noch wenig zu spüren, stattdessen kriegen wir es mit der geleckten Sauberkeit von CGI-Monstern zu spüren, deren Angriffe unvermittelt wirken sollen, ohne dass wir allerdings großartig von ihnen überrascht werden können. Kleine Gesten und Ausdrücke von Persönlichkeiten der Charaktere kriegen wir hier im Gegensatz zum Original auch nicht zu Gesicht, stattdessen dienen die hier platten und meist bärtigen Figuren bloß als Monster-Fraß, deren Tode jedoch auf körperlicher Ebene durchaus Spitzen von Kreativität beweisen. Völliges Unverständnis stellt sich mir allerdings gegenüber dem Studio ein, welche die bereits ausgeformten und hervorragenden praktischen Effekte durch den typischen CGI-Splatter ersetzen ließen und den Film so um einen dreckigen und zuckenden Tonus beraubten (wie zu sehen in diversem Behind the scenes-footage auf Youtube). Dies hätte ihn zumindest für einen schönen 'The Thing'-Abend noch näher Rücken an Rücken an die Original-Fassung gebracht.

                            Der Film funktioniert am besten als respektvolle Hommage und Erweiterung des Kosmos, ohne dass man hier das Original ersetzen wollen würde. Im Gegenteil, zeigt der Film doch in der Ausstattung und der Anlehnung an Details einen gerade zu ehrfürchtigen Umgang, der den Carpenter-Fans unweigerlich ins Auge springen wird. Besonders in Erinnerung bleibt die Verbeugung vor der vielleicht spannendsten Szene der Filmgeschichte - der Blutprobe im Original - die hier in ähnlicher Form inszeniert wird, sich aber einen inhaltlich neuen Weg sucht, um das Gezeigte zu verpacken. Und gerade auch wenn sich am Ende noch während des Abspanns in gekonnten Schnitten der Kreis schließt und die Morricone-Musik sich als Untermalung ins Bild schleicht, kommt man nicht umhin einen leichten Anflug der Dankbarkeit für diesen Film zu verspüren, überkommt einen doch sofort das Verlangen, das 80er-Original danach hinterher zu schmeißen.

                            Möglicherweise ist man deswegen hier geneigt, einige der üblichen Monsterfilme-Fehler zu verzeihen und die Einladung zur Party eben doch anzunehmen.

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                            • 6

                              Zunächst war ich doch ein wenig verwundert, dass die Geschichte von der Vorlage immer wieder abweicht, was aber natürlich grundsätzlich kein Vergehen darstellt, da selbst einem Remake etwas Eigenständigkeit durchaus gut zu Gesicht steht. Korrektes Schauspiel, eine gewisse Form von Kurzweil und ein paar hübsch anzusehende Szenen geleiten durchs Programm, bis es am Ende schließlich noch einen netten Twist gibt, der dann sogar noch von den Szenen des einsetzenden Abspanns getoppt wird. Tja, und schon musste ich wieder einmal feststellen, dass es eben manchmal schon mal von Vorteil sein kann, wenn man sich mit einem Film nicht bereits im Vorfeld übermäßig auseinandersetzt. Aber selbst losgelöst davon, wurde ich zu meiner Überraschung recht gut unterhalten, wenngleich es das vermeintliche Remake von 1982 selbstverständlich deutlich besser macht.

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                              • 7
                                kurzundknapp 25.07.2016, 15:54 Geändert 25.07.2016, 15:55

                                gestern mal auf netfilx geguckt. mus sagen, hat mir echt gut gefallen. die Story war ok, die "Aliens" waren sehr gut gemacht. rundum eine tolle Unterhaltung. und außerdem spielt glaub der eine von game of thrones mit, der rothaarige Wildling ;-)

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                                • 7 .5

                                  Das perfekte Beispiel dafür, dass CGI einen eigentlich guten Film kaputtmachen kann. Ursprünglich wurde der Film auch mit Practical effects gedreht, aber irgendein Genie hatte die glorreiche Idee alles mit CGI zu ersetzen. Ansonsten ist der Film ziemlich spannend und ein durchaus würdiges Prequel, auch wenn er nur wenige eigene Ideen hat.

                                  • 8

                                    Handwerklich versiertes Remake des Klassikers von John Carpenter (von 1982).

                                    Regisseur van Heijningen liefert uns in seinem Debut ein wirklich fieses Alien, und wir wissen bereits zu Beginn, den Eisblock mit der fiesen Kreatur darin sollte man lieber nicht anbohren. Die Spannung bezieht der Streifen wie sein Vorläufer aus der Tatsache, dass das Alien in jedem Forscher stecken könnte, da es die menschlichen Zellen perfekt kopiert. Also muss die Crew herausfinden, wer Mensch ist und wer Alien. Das ist gar nicht so einfach. Freund Flammenwerfer hat sich ja auf der Alienjagd bestens bewährt, und auch hier wird gezündelt, dass es eine wahre Freude ist.

                                    Dabei entpuppt sich die schönäugige Mary Winstead als echte Kampfschlampe. Von berufswegen Paläontologin, macht sie hier auch gerne mal den Marine.

                                    Die Tricks sind erstklassig und echt eklig.

                                    Der Score von Spitzenkomponist Marco Beltrami ist eines Aliens würdig.

                                    Etwas merkwürdig: Amazon Prime liefert uns den Streifen mit teilweise
                                    norwegischer Sprache. Da war wohl das Geld für den Synchronsprecher aus ??

                                    Fazit: Vorhersehbare Dezimierung des Polarteams mit wenig Überraschungen. Dennoch einwandfreies Resultat. Hohe Punktzahl.

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                                      Erlkoenig 09.07.2016, 21:10 Geändert 10.07.2016, 11:19

                                      Und wieder eine Bewertung, die scheinbar verschwunden ist. Zum Glück weiss ich noch, dass mir "The Thing" damals recht gut gefallen hat - besonders die Mutationen dürften den Resident Evil-Fan begeistern.
                                      Schauspielerisch und atmosphärisch gab es auch nichts zu motzen. Da kann man schon 7.0 Punkte geben.

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                                      • 6 .5

                                        Positiv überrascht. Ich habe mich entschieden, mal das remake vor dem original zu schauen. Auf diese Weise erhoffe ich mich eine Progression und versuche dem qualitativen Abstieg zu entgehen.

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                                          Rising_Evil 23.03.2016, 22:55 Geändert 30.03.2016, 17:41

                                          schwache bis durchschnittliche CGI-Effekte, grandiose restliche Effekte, beklemmende Story - eines der wenigen Remakes, das seinem Vorgänger (der auch ein Remake war) durchaus das Wasser reichen kann

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                                          • 6 .5

                                            Kenne das Original und fand diesen Film trotzdem ganz ordentlich.Für mich kommt sogar das Gefühl rüber,dass beide Filme in einer Linie stehen.

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                                            • 7
                                              Deekin 27.02.2016, 02:15 Geändert 27.02.2016, 02:29

                                              [Vorsicht: Enthält Spoiler!]
                                              Warum das Prequel/Remake von Carpenters legendärem Horrorfilm "The Thing" durchfiel, ist relativ schnell ersichtlich. Praktisch jeder, welcher mit der Vorlage ("The Thing" von 1982, nicht "Who goes there?" von 1938) vertraut ist, wird höchstwahrscheinlich eine von zwei Erwartungshaltungen an den Film gelegt haben. In der ersten Erwartungshaltung möchten Leute einen Film sehen, welcher das altbekannte Szenario vom formwandelnden Alien-Monster in der Antarktis aufgreift und dieses mit derart frischen Ideen anreichert, dass am Ende ein eigenständiges Werk dabei herauskommt. In der zweiten Erwartungshaltung hingegen hofft man auf eine Hommage, welche die filmische Vorlage durch Ton, Musik, Tempo und Symbolik einfägt und somit für ein sehr uneigenständiges, aber dennoch stimmungsvolles Erlebnis sorgt, welches die gute alte Zeit wieder aufleben lässt. Eine dritte Erwartungshaltung könnte zudem noch darin bestehen, dass man den Film eh scheiße finden wird, weils ja'n dummer Cash-In und 'ne seelenlose Kopie ist, aber so etwas lasse ich in dieser Besprechung einfach mal beiseite.

                                              Fakt ist - und das ist wahrscheinlich einer der Hauptgründe für den merkwürdigen Eindruck, den das Werk hinterlässt - dass Matthijs van Heijningen Jrs. "The Thing" sowohl darin scheitert, eine anständige Hommage zu sein, als auch einen eigenständigen Horrorfilm zu bilden. Der Schnitt zwischen beidem geht direkt durch die Mitte und der Film gleicht damit jenem Monster mit dem Doppelgesicht, welches man in diesem als auch in Carpenters Werk bestaunen kann. Es bildet nur eine leidliche Hommage, weil der Film zwar schon das gesamte visuelle Design, elementare Details und Ereignisse des Storyverlaufs von Carpenters Werk kopiert, jedoch die spezifische Stimmung, die dieses filmische Meisterwerk verbreitet, zu keiner Zeit einfängt. Und obgleich sich eine ganze Reihe an frischen Elementen in diesem Film finden, so werden sie stets überschattet vom Antlitz des Doppelgängers, welches dieser Film trägt.

                                              Hinzu kommt, dass "The Thing" von 2011 mit dem denkbar falschesten aller Füße aufsteht. So etabliert der Film etwa seine Hauptfigur Kate (Mary Elisabeth Winstead) relativ früh als Fokuspunkt für den Zuschauer, doch gerade die erste Begegnung mit ihr erweckt den Eindruck, dass sie eher anteilnahmslos, kalt und im Endeffekt unsympathisch daherkommt. Das ändert sich zwar im weiteren Verlauf, allerdings geht die Inszenierung der Charaktere nicht über ein B-Movie-Niveau hinaus. Gerade der scheinbar zentrale Konflikt zwischen Kate und Dr. Halvorson (Ulrich Thomson) ist so grob gehandhabt, dass man eher mit der Stirn runzelt, anstatt sich auf dieses potenziell vielversprechende Kompetenzgerangel einzulassen. Während im Original fast jede der Figuren irgendwann im Film mindestens einen entscheidenden Gesprächsmoment hat und die Charaktere generell ein stärkeres Profil hatten, so bleiben viele Akteure hier, trotz vereinzelter, sympathischer Dialoge, nur Namen und Gesichter (wenn auch mit bärtigem, norwegischem Charme :). Hinzu kommt, dass der erste Ausbruch des Alienmonsters noch recht lauwarm daherkommt. Er wird mit einem doppelten Jumpscare eingeleitet und der sich anschließend entfaltende Horror verläuft eher auf Sparflamme. Bei all dem schreitet das Erzähltempo deutlich schneller voran, was zwar für Kurzweil sorgt, doch lässt dies gerade die sich langsam aufbauende, bedrohliche Atmosphäre vermissen, von der man angesichts all der Referenzen an den 82er Film erwartet, dass sie jeden Moment um die Ecke schlendert. Doch wird dies zu keinem Zeitpunkt der knapp 100 Minuten Laufzeit der Fall sein.

                                              Sei es die mangelhafte Etablierung der Figuren, die zu wünschen übrig lassende Atmosphäre, das dreiste Kopieren, das eher oberflächliche Handhaben zentraler Konflikte und Themen, sowie die "CGI-Grütze", mit welcher die Monster zu großen Teilen animiert sind: "The Thing" bietet einen wahren Wust an Angriffspunkten und Schwächen, die sich durch den ganzen Film ziehen. Und dennoch: Ich mag den Film! Sein größtes Laster ist in meinen Augen das Kleben an Carpenters Vorlage, denn auch wenn all das, was van Heijningens Werk an neuen Elementen hinzufügt, nicht immer glückt, so hätte ich mir im Endeffekt mehr Eigenständigkeit gewünscht.

                                              Denn nach der ersten, noch recht lauen Monsterattacke, welche eher an "The Thing" von 1951 erinnert, beginnt der Film langsam, aber stetig Spannung aufzubauen. Insbesondere die Sequenz mit dem Hubschrauber packt mich jedes Mal. Sie involviert einerseits einen clever gestrickten Ausbruchversuch des Dings als auch einen langsamen Realisierungsprozess, den Kate im Badezimmer durchmachen muss, um der Natur dieses Organismus auf die Schliche zu kommen; einer Hauptfigur allein beim Nachdenken zuzuschauen, ließ mich einen deutlich stärkeren Bezug zu ihrem Charakter und somit auch zu dieser Szene aufbauen. Die Art von Spannung, die hier aufgebaut wird, unterscheidet sich deutlich von jener, welche man in Carpenters Version sieht. Auch die Sequenz im letzten Drittel, wo Sam (Joel Edgerton) sich vor dem Monster verstecken muss, erinnert eher an die Raptorensequenz in "Jurassic Park" als an irgendetwas vergleichbares aus "The Thing" von 1982. Die Art, wie dieser Film Spannung kreiert und Sequenzen aufbaut, ist gelungen und bietet grundsolide Horrorkost, die sich stetig steigert. Man mag geteilter Meinung über das Science-Fiction-lastige Finale des Films sein, doch gerade der Mittelteil des Films weiß auf seine ganz eigene Art zu überzeugen.

                                              Auch die Monstereffekte sind im großen und ganzen sehr gelungen. Zwar ist der CGI-Überzug, mit dem viele der Puppen nach dem Dreh bearbeitet worden sind, nicht immer überzeugend, doch ist das Monster-Design mal wieder sehr kreativ, insbesondere in einer Szene, in welcher zwei Gesichter verschmelzen. An dieser Stelle muss ich mich wohl auch kurz einklinken in bezug auf die Debatte CGI vs. practical effects. Ich selbst liebe zwar fast jede Form von altmodischen Spezialeffekten und fühle mich beim Anblick von Mappaintings, Zeichentrickanimationen in Realfilmen, Rearscreen-Projektionen etc. selten gestört, doch war das Arbeiten mit Puppen, Prothesen und Stop-Motion in "The Thing" von 1982 stets mit einer Konsequenz verbunden: Man konnte das Monster selten länger als 2 Sekunden im Bild zeigen, bevor man als Zuschauer merkt, dass sich das Wesen unmöglich durch den Raum bewegen kann, weil die zugrunde liegende Tricktechnik dafür zu limitiert war. Hier musste man geschickt mit schnellem Editing, Close-Ups und Kamera-Einstellungen, die von den Akteuren isoliert sind, arbeiten, um den Eindruck der Künstlichkeit dieser Effekte zu vermeiden. Das Benutzen von computergenerierten Effekten hingegen hat den Vorteil, dass diese längere Szenen mit Schauspielern im Bild ermöglichen und genau diesen Vorteil spielt "The Thing" insbesondere im letzten Drittel aus, wenn das Monster sich offen zeigt.

                                              Ein weiterer Grund, warum ich diesen Film mag, ist ein sehr persönlicher: 'Alien Monster in der Antarktis' geht immer, ist schlichtweg die beste Prämisse für einen Film ever. Winterliches Setting, isolierte Gruppe von Menschen, einsame Stimmung, unbekannter Gegner. Das Alles erzeugt bei mir automatisch Aufmerksamkeit.

                                              Aber auch abseits davon: Ich finde nach wie vor, dass unter der seltsamen, zweigesichtigen Identität dieses Films noch immer ein solider, kurzweiliger Horrorfilm steckt, wenn man nur in der Lage ist, vom Schatten des Klassikers abzusehen, in welchem er sich befindet. "The Thing" von 2011 ist relativ ähnlich zu "Star Wars Episode VII": Ein Remake mit einer Reihe von Neuerungen, einem höheren Erzähltempo und mehr Story-Ereignissen, was zu Kosten der Atmosphäre und Charaktere geht und nebenbei die Ikonizität des Originals nicht erreichen kann. Doch findet sich handwerklich genug Qualität in diesem schnellen, geschmeidigen Creature-Feature, sodass man das Ergebnis noch immer genießen kann.

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                                                • 6 .5

                                                  Prequel zu Carpenters Meilenstein. Kann natürlich nicht im Ansatz mithalten, habe ich auch nicht erwartet. Ein recht ahnsehlicher Film ist dennoch entstanden.

                                                  Die Story erklärt sich natürlich von selbst, merkwürdig nur dass die Macher so wenig eigene Ideen hatten. Beinahe alles wurde von Carpenters Werk abgekupfert, Spannung kommt so für die Kenner des 1982er Filmes kaum auf. Auch das Monsterdesign ist nicht annähernd so schön anzusehen wie damals, was vor allem daran liegt dass die Effekte animiert wurden und nicht von Hand erarbeitet.
                                                  Dennoch vergebe ich gnädige 6,5 Punkte, da der Anfang cool gemacht wurde (vor allem der lustige Witz), die Schauspieler überzeugen, ein paar überraschende Wendungen vorhanden sind und die Überleitung zum Original toll gemacht wurde.

                                                  Insgesamt ein sehr solider und immer unterhaltsamer SciFi-Film, der nicht unbedingt notwendig war aber welcher auch nicht allzu viel falsch macht. Kann man sich ruhigen Gewissens mal anschauen. Wer den Carpenter-Film zuvor nicht gesehen hat wird denke ich besser unterhalten als Kenner des "Nachfolgers".

                                                  9
                                                  • 7

                                                    Optisch gelungener, düster-beklemmender Survival-Horror mit einer ekelhaften Kreatur, der man nicht unbedingt live begegnen möchte. Diejenigen, die Gruselfilme meiden, sollten auch um diesen Albtraumspender einen Bogen machen.
                                                    [SPOILER – oder was ist hier los?]
                                                    Wie kann eine derart bösartige Kreatur ein Raumschiff ersonnen und gebaut haben? Es muss demnach Physik, Chemie, Mathematik betrieben haben, wahrscheinlich auch etwas Pädagogik und Sozialkunde, wenn es das Wissen in einer höheren Einrichtung erlangt hat ... Ich habe so viele Fragen an das Ding. Haben sie Restaurants, Theater, Kitas und vielleicht sogar den einen oder anderen besseren Puff, Denkmäler und pittoreske Wanderwege ..? Mir schwindelts!

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