The Town - Stadt ohne Gnade - Kritik

US 2010 Laufzeit 125 Minuten, FSK 16, Drama, Thriller, Kriminalfilm, Kinostart 23.09.2010

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Kritiken (27) — Film: The Town - Stadt ohne Gnade

Medienjournal: Medienjournal-Blog.de

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8.0Ausgezeichnet

[...] Eine weitere große Stärke ist die durchweg talentierte Darstellerriege, die Ben Affleck hier um sich versammelt hat und die vom Feinsten agiert, allen voran Jeremy Renner als leicht gestörter Gangster und der großartige Jon Hamm (bekannt aus der Serie Mad Men und dem Film Sucker Punch) als FBI Agent. Natürlich hat The Town auch Schwächen und leider wird manchen Figuren nicht so viel Platz eingeräumt, wie es ihnen vielleicht gebührt hätte, doch wenn man sich vor Augen hält, dass die Rohfassung des Films eine Lauflänge von guten 170 Minuten hatte und hier zwecks Massenkompatibilität auf “magere” 125 Minuten gekürzt wurde, dann kann man sich denken, dass dies eventuell ursprünglich anders war. [...]

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SoulReaver: CinemaForever, D3M

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7.0Sehenswert

[...] Mit dem vielschichtigen Schauspiel von De Niro und Pacino können es Renner und Co natürlich nicht aufnehmen, dafür sind ihre Charaktere auch nicht gut genug gezeichnet worden. Die Action jedoch braucht sich vor 'Heat' in keinem Fall verstecken und auch die Spannung ist durchgehend vorhanden. Natürlich ist 'The Town' kein Charakter-Drama, dafür ist er dann doch zu laut und eher für ein breiteres Publikum gemacht worden. Aber auch als Blockbuster lässt sich 'The Town' nicht bezeichnen, dafür ist er dann eben doch wieder zu still. 'The Town' siedelt sich irgendwo dazwischen an und hält fantastisch den Spagat zwischen Unterhaltung und stillem Thriller-Drama. [...]

Kritik im Original 16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 7 Antworten

Joeyjoejoe17

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Yihaa, endlich gesehen und komm auf die selbe Wertung wie du \o/


SoulReaver

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Sehr gut! :)


Julio Sacchi: Das Manifest

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5.5Geht so

Bestenfalls solide Räuberpistole, die wenigstens Renner und Lively Gelegenheit zum Glänzen gibt, ansonsten aber gute Darsteller (Hall, Affleck selbst) und einen schlechten (der ölige Jon Hamm) an uninteressante Figuren verschenkt. Hier ist wirklich jeder Schritt vorhersehbar und altbekannt, der Film bewegt sich im Schritttempo von A nach B und die zwei drucklos inszenierten Actionszenen bringen nicht die ersehnten Adrenalinstösse. Mit Grausen erfährt man von der Existenz längerer Schnittfassungen. Die generische Filmmusik von Harry Greggson-Williams trägt mit ihrem gewohnt egalen Gelulle zum drögen Gesamteindruck bei.

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Andreas Stadler: http://darkagent.blogsit.net

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8.0Ausgezeichnet

Ben Affleck war ja lange Zeit „nur“ der angesagte Schönling, von dem der eine oder andere lästerte, er wäre ein schlechter Schauspieler. Nach seinem Oscar für „Good Will Hunting“, diversen Blockbustern wie z.B. „Armageddon“ und „Daredevil“ folgten einige Flops und es wurde eine Zeit still um ihn. Überraschend punkten konnte er schließlich mit seinem Regiedebut dem Film „Gone Baby Gone“, wobei er hinter der Kamera bessere Arbeit zu leisten schien als davor.

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g.g.white

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der oscar war wohl für matt damon?!


Roger Murtaugh

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Nö, der Oscar für das Drehbuch von "Good Will Hunting" ging an Damon und Affleck.


stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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6.0Ganz gut

Ben Afflecks zweite Regiearbeit spielt wie bereits sein Debüt, der großartige „Gone Baby Gone“, in seiner Heimatstadt Boston und Affleck versteht es gut seine Stadt authentisch einzufangen. Auch die Figuren, allen voran Jeremy Renner, sind spannend skizziert, leiden aber auch an ziemlich bekannten stereotypen Mustern, wie auch der restliche Filme. Affleck vermittelt zwar eine konsequente und realistische Atmosphäre, aber dieser fehlt leider auch ein gewisses Maß von Persönlichkeit. Dazu kommt, dass Einiges recht beliebig und angestaubt wirkt, so etwa die Love Story. Vielleicht wäre dies nicht so ins Gewicht gefallen, wenn „The Town“ etwas schneller in seinem Erzählfluss wäre. Dennoch kann man behaupten, dass Afflecks zweite Regiearbeit den Eindruck seines Erstlings unterstutzt und das Affleck durchaus das Zeug dazu hätte eines Tages mehr Ruhm für seine Tätigkeit hinter der Kamera zu erlangen als davor.

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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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7.5Sehenswert

«The Town» ist ein kurzweiliger Kriminalthriller, der formal und inhaltlich mitreisst.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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5.5Geht so

Alles an dem Film ist solide. Schauspieler, Regie, Kamera, Musik. Es gibt wenig was man dieser Gangsterstory wirklich vorwerfen kann, außer das sie doch ein bißchen langweilig ist und im Vergleich zu den vielen Konkurrenzfilmen doch etwas Quarkärschig daher kommt. Zwar wird in regelmässigen Abständen geschrien, geprügelt und geschossen, aber irgendwie ist das auch alles ein bißchen egal - denn trotz schwieriger Jugendgeschichte bleibt Afflecks-Figur relativ uninteressant. The Town ist so drauf bedacht alles richtig zu machen, dass er dabei vergisst etwas zu riskieren.
Und ich guck im Zweifel dann doch lieber nochmal The Bank Job.

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jollyroger

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Was ist denn "Quarkärschig"? Kurze Definition nachschieben, bitte!


Synovia

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Quark-Arsch :D


Hausmeister: Nerdtalk.de

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10.0Herausragend

[...] Auf der Handlungsebene herrscht eigentlich zu jedem Zeitpunkt eine gewisse Spannung. Immer mehr entspinnt sich eine komplexe Handlung, die zwar letztlich auf ein unausweichliches Ende zusteuert; glücklicherweise gibt es dennoch immer wieder überraschende Wendungen, die dem Film bis zum Schluss seine Spannung erhalten. [...]

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NOMAAM

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Spannung? Komplexe Handlung? Überraschende Wendungen?
Muss ein anderer Film gewesen sein.
Aufgrund der überproportionaler Defizite in den oben genannten Bereichen erscheint der Streifen und die Charaktere als sehr durchschnittlich.
Schlecht ist der Film dadurch nicht. Jedoch weit weg von "Herausragend".


TylerDurdan

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Hat mir eigentlich schon gefallen, für zwischendurch ganz nett!Ein über "Burner" is der Streifen wahrlich nicht, schon gar nicht wenn man Ihn mit Meilensteinen wie "Heat" vergleicht...,( von der Storyline übrigens bemerkenswert ähnlich) aber ein "passt schon" von meiner Seite!


Christian Alt: NEGATIV

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6.0Ganz gut

[...] Ironischerweise ist gerade Ben Affleck der Schwachpunkt seines eigenen Films und wandert 120 Minuten mit Schlafzimmerblick und regungsloser Miene umher.
Affleck hat mit The Town einen grundsoliden, mittelmäßigen Thriller abgeliefert, der nicht vollends überzeugen kann. Die starke Fokussierung auf die Action verhindert eine wirkliche Beschäftigung mit der „Stadt ohne Gnade“ – Potential wäre zumindest noch einiges vorhanden gewesen.

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JonnyvsSherlock

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Endlich jemand, der Ben Affleck in diesem Film für genauso untalentiert hält wie ich!
Genau meine Meinung!


Dietmar Kesten: Filmmag.de

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7.5Sehenswert

[...] „The Town“ ist eine gute Inszenierung. Aus den hektischen Sequenzen kann sich sogar so etwas wie Filmruhe aufbauen. [...] Der Film ist gelungen - keine Frage. Man darf deshalb auf die nächsten Regiearbeiten von Affleck gespannt sein.

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Thomas Hunziker: filmsprung.ch Thomas Hunziker: filmsprung.ch

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7.5Sehenswert

Formal ist die Geschichte von dem nach Erlösung suchenden Kriminellen absolut einwandfrei inszeniert. Dazu hat sich Regisseur Ben Affleck auch sehr begabte Mitarbeiter ausgesucht. Kameramann Robert Elswit und Cutter Dylan Tichenor [...] sorgen für eine packende Gestaltung von knisternden Verfolgungsjagden und bewaffneten Konfrontationen, aber auch für ebenso atmosphärische Umsetzung von intimeren Szenen zwischen den einzelnen Figuren. [...] Stellt sich nur noch die Frage, wieso Affleck nicht wie für «Gone Baby Gone» einen begabteren Hauptdarsteller ausgesucht hat.

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Christoph Huber: Die Presse Christoph Huber: Die Presse

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7.0Sehenswert

Das Rad erfindet Hollywood-Schauspieler Ben Affleck mit seiner zweiten Regiearbeit nicht neu. Vielmehr strebt er erfolgreich nach klassischer Allgemeingültigkeit. [...] Wo den Figurenkonstellationen und Handlungswendungen ein wenig die Originalität fehlt, wird das durch unprätentiöse Hingabe, solide Spannungsszenen und traditionsbewusste Inszenierung kompensiert: die Action, etwa eine Adrenalinschub-Autoverfolgungsjagd durch enge Gassen und der große Schusswechsel zum Finale, haben Klasse.

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Robert Cherkowski: Schnitt Robert Cherkowski: Schnitt

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8.5Ausgezeichnet

Mit The Town ist Ben Affleck ein Kleinod gelungen, daß sich bei keiner modischen Strömung anbiedert, nicht mit verbissenem Stilwillen aufwartet, keine forcierten Twists aus dem Hut zaubert und sich durch nichts hervortun möchte, als durch seine erzählerischen und darstellerischen Qualitäten. Genau diese Konzentration auf das Wesentliche muß jedoch als eine der spektakulärsten Coups des ausklingenden Kinosommers wahrgenommen werden.

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Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

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4.0Uninteressant

Ultrakonventionelles Caper-Movie inklusive genreverpflichteter Dramatisierung von Handlung und Figuren, bei dem Ben Affleck seine Regiefähigkeiten auch dann solide weiterzuentwickeln versteht, wenn er sich als Hauptdarsteller inszenieren muss. Doch alles in diesem gefühlt überlangen Film hat man so viele Male schon so viel besser gesehen. Afflecks Affinität zu permanenten Halbtotalen und Close-Ups lässt "The Town", besonders in den wenig druck- und schwungvollen Actionszenen, alles andere als elegant erscheinen, und dramaturgische Kniffe bleiben ungenutzt oder ereignislos – die augenscheinlichen geistigen Vorbilder des Films ("Point Break" und "Heat") erzählten ihre Geschichten über Gangstermilieus um ein vielfaches inspirierter und inspirierender. Letztlich möglicherweise das ernüchternde Ergebnis ständiger Umschnitte und Kürzungen.

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Fulsome.

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Wusst ichs doch :) Danke, Vince.


Filmering: Filmering.at

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8.0Ausgezeichnet

Ben Affleck beweist mit The Town erneut, dass er als Regisseur ein großes Talent hat, das fast an die Vorzüge eines Clint Eastwoods erinnert. Denn genau wie das große Vorbild, inszeniert auch Affleck in einem eher ruhigem Stil mit Schwerpunkt auf die Charaktere und unterstützt von einem sehr stimmungsvollen Soundtrack. The Town hält geschickt die Balance zwischen einem temporeichem Heist-Film, einem ruhigem Charakterdrama und einer Sozialstudie. Das ganze ist auch noch sehr kurzweilig und unterhaltsam inszeniert, sodass einem Kinobesuch eigentlich nichts im Wege stehen sollte.

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S. Staake: Filmszene.de S. Staake: Filmszene.de

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8.5Ausgezeichnet

"The Town" ist die Art von gelungenem Actionthriller, die man schon seit langer Zeit nicht mehr gesehen hat, und die man gerne viel öfter sehen würde. Actionszenen ohne Exzesse, Charaktermomente ohne Klischees - das ist alles von gehobener Güteklasse hier, ja: fast von Spitzenklasse.

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Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter

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8.0Ausgezeichnet

"The Town" überzeugt als intensives Gangsterdrama in einem glaubwürdig geschilderten Milieu. [...] Ben Affleck, nach einem grandiosen Neo-Noir nun auch als Actionregisseur souverän, hat seine wahre Berufung gefunden.

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Margret Köhler: br-online Margret Köhler: br-online

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8.0Ausgezeichnet

Ben Afflecks zweite Regiearbeit überzeugt durch exzellente Schauspieler (Rebecca Hall, Jeremy Renner) und reizt das Genre gekonnt mit gut choreografierten Actionszenen und psychologischer Spannung aus. Es fehlen zwar nicht die üblichen Verfolgungsjagden und Räuber- und Gendarm-Spiele, es geht Affleck aber mehr um den charismatischen Helden, der nicht rauskommt aus dem Milieu. [...] Affleck überzeugt als in sich zerrissener Typ durch Ambivalenz und Brüchigkeit, ein Mann hin und hergerissen zwischen dem Pflichtgefühl alten Freunden gegenüber und dem Wunsch nach einem unbeschwerten Leben mit seiner Freundin.

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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

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8.0Ausgezeichnet

Knallharte Action gepaart mit eindringlichen Figurenzeichnungen, einem packenden Plot und erstklassigen schauspielerischen Leistungen sind die Markenzeichen dieser zweiten Regiearbeit von Ben Affleck. Der konnte für sein ebenso intensiv wie lässig inszeniertes Gangsterdrama um Verrat, Liebe und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft zudem eine erstaunlich prominente Besetzung vor seiner Kamera versammeln. Dies nährt ein wenig die Hoffnung, Ben Affleck könnte sich zu so etwas wie einer jüngeren Ausgabe von Clint Eastwood entwickeln, der auch erst im Regieführen seine eigentliche Bestimmung gefunden zu haben scheint.

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M. Klingbeil: filmfuchs.de M. Klingbeil: filmfuchs.de

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8.0Ausgezeichnet

Ben Afflecks zweite Regiearbeit ist ein gut besetzter, spannender Thriller, der zwar inhaltlich weniger überrascht aber insbesondere durch exzellent inszenierte Actionsequenzen in den Straßen von Boston überzeugt. Wer schon den Straßenkampf in "Heat" mochte wird sicher auch hieran gefallen finden.

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Peter Travers: Rolling Stone Peter Travers: Rolling Stone

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8.5Ausgezeichnet

Affleck und Hall machen die unwahrscheinliche Liebesgeschichte spürbar ergreifend. Und Renner (The Hurt Locker) ist pures Dynamit – er strahlt Wildheit und Gefühl aus. […] Was die emotionale Wucht angeht, zeigt Affleck im Finale, was er kann – ein spektakulärer Raub in Fenway, Boston's Baseball Mekka. Man kann wirklich sagen, dass Affleck hier den Ball aus dem Stadion pfeffert.

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Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times

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7.5Sehenswert

The Town zeigt, wie bereits sein erster Film Gone Baby Gone (2007), dass Affleck das Zeug zu einem wirklichen Regisseur hat. Alles ist da. Es ist ein effektiver Thriller, er arbeitet eng mit den Schauspielern zusammen und hat ein Gefühl für Timing. Dennoch bleibe ich dabei, dass ich Verfolgungsjagden und Schießereien irgendwie langweilig finde. Ich merke, dass die Figuren aufgehört haben, Entscheidungen zu treffen und die Stunt- und Effekt-Leute das Ruder übernommen haben.

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A.O. Scott: New York Times A.O. Scott: New York Times

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7.0Sehenswert

The Town ist ein solider kleiner Eintrag in die Annalen der Boston-Krimidramen. Nicht so schillernd wie The Departed oder so traurig gefühlvoll wie The Friends of Eddie Coyle – oder gar so schwierig und mutig wie Gone Baby Gone, Afflecks letztem Film – ist er doch unerlässlich für die Kenner der Boston-Atmosphäre und der Luftaufnahmen einer Stadt, die sich einmal das Zentrum des Universums genannt hat.

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Keith Uhlich: Time Out New York Keith Uhlich: Time Out New York

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4.0Uninteressant

Es sind mehr als ein paar Sachen nicht in Ordnung in dieser Geschichte eines desillusionierten Diebes (Affleck, langweilig), seiner unwahrscheinlichen Geliebten (Hall, vergeudet) und dem entschlossenen FBI Agenten (Hamm, solide), der ihn festnehmen will.

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Kenneth Turan: Los Angeles Times Kenneth Turan: Los Angeles Times

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8.0Ausgezeichnet

Ben Affleck und Rebecca Hall, der Igel und die Füchsin, vereinen ihre Kräfte mit ausgezeichneter Wirkung in The Town, einem rasanten, Charakter-basierten Heist Film, der Raubzüge mit einer Romanze vereint und Afflecks Ruf als Schauspieler mit einem echten Talent für Regie festigt.

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Lisa Schwarzbaum: Entertainment Weekly Lisa Schwarzbaum: Entertainment Weekly

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9.0Herausragend

The Town ist ein reicher, düsterer und saftiger Mix aus Verwicklungen, der all die Erfordernisse des Genres erfüllt und mit Leichtigkeit und Schmackes erzählt ist, was das Ganze äußerst attraktiv macht.

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Frank Olbert: Kölner Stadtanzeiger Frank Olbert: Kölner Stadtanzeiger

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7.0Sehenswert

Afflecks „The Town“ präsentiert sich als grundsolides Spannungsstück über den notorisch mafiaverseuchten Bostoner Stadtteil Charlestown, der den Regisseur als seinen eigenen Hauptdarsteller, vor allem aber eine wieder mal vorzügliche Rebecca Hall zeigt.

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Kommentare (230) — Film: The Town - Stadt ohne Gnade


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FilmFan92

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Bewertung9.0Herausragend

Ich weiß nicht genau wann, vielleicht war es 1997, oder doch erst 2007, aber spätestens seit 2010 ist der ehemals belächelte Ben Affleck einer, den man unbedingt ernst nehmen muss. Neben 2 Oscars stehen zwar auch 2 Goldene Himbeeren, die er sich als Schauspieler, leider auch "verdient" hat, in seiner Vitrine. Schauspielerisches Können, Charisma besitzt der gute Ben eher in begrenztem Rahmen. Was der Mann aber hinter der Kamera abzieht, das ist ohne Frage großartig. "Gone Baby Gone" war schon ein erstes Ausrufezeichen und mit "The Town" etablierte er sein Talent hinter der Kamera. Diesmal steht er auch vor der Kamera, was dem Film keine große Hilfe ist, allerdings auch in keinster Weise schadet, überzeugen doch Jeremy Renner, Rebecca Hall und Jon Hamm auf ganzer Linie.
"The Town" ist eigentlich in einem Satz zu beschreiben: Der kleine Bruder von "Heat".
Er reicht nie an dessen Spannung, an dessen Rafinesse, an dessen Schauspiel Gigantismus, an dessen Genialität, aber er schafft es einen mehr als würdigen "Nachfolger"-Status einzunehmen.
Die Action ist geradlinig inszeniert, es gibt keine überflüssigen Explosionen, keine überbordernden Leichenberge, keine ewig langen Verfolgungsjagden mit unzähligen Massenkarambolagen. Das heißt nicht, dass an Action gespart wird, den Kern bildet allerdings die spannende Beziehung zwischen Räuber - Geliebte und Räuber - FBI Agent. Es werden einige Klischees bedient, aber bei einem so facettenreichen Thriller, der auch mit der ein oder anderen Wendung zu begeistern weiß, stößt das kaum auf Ärger. Nein dafür macht "The Town" einfach viel zu viel Spaß. Affleck findet genau das richtige Maß zwischen ruhigen Tönen, Suspense Momenten (Ganz stark: Das Treffen zwischen Jeremy Renner und Rebecca Hall im Café) und Schießereien. Es wird Emotionalität geboten, ebenso wie klasse Action und nerenzerrender Spannung, die mehr als einmal für Gänsehaut sorgt. Vorallem im Finale dreht er vollkommen auf und bietet 30 Minuten atemlose Hetze durch Boston. Das ist ganz großes Kino und der Grund, warum "The Town" zu den besten Thrillern des noch jungen Jahrzehnts zählen darf. Alle Register werden gezogen um den Zuschauer ins Geschehen zu ziehen. Einzig das Ende hat einen Hauch zu viel Kitsch. Aber egal, 120 Minuten Thriller Kino nahe der Perfektion lassen mich hoffen, dass Ben Affleck auch in Zukunft öfter hinter der Kamera Platz nimmt. Da ist er nämlich viel besser aufgehoben.

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Hooded Justice

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Bewertung7.0Sehenswert

Fast so exzellent wie in seiner ersten Regiearbeit »Gone Baby Gone« gelingt es Ben Affleck, ein großartiges kleines Amerika-Portrait zu erschaffen. Wieder blickt er in Gesichter abseits des amerikanischen Traums (oder des amerikanischen Traums?), wieder blickt er in die Fassade eines bodenlosen Milieus. Diesmal leider ohne Casey Affleck und mit mehr Action, die dennoch niemals sinnlos eingesetzt wird, sondern immer, um die Hemmungslosigkeit zu untermalen, erschafft Affleck hier keinen typischen Genre-Banküberfall-Thriller, es geht hier im Grunde um viel mehr. »The Town« ist emotionsgeladen, blickt fast milieustudienartig in seine »Stadt ohne Gnade«, vor allem aber geht es um die Frage, die eigentlich viel zu einfach klingt: Kann die Liebe einen zum besseren Menschen machen? Ist sie stärker als die Kriminalität und die Vergangenheit? Ich bin ein bisschen Affleck-Fan.

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Einar

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Bewertung6.5Ganz gut

Eigentlich müsste mir "The Town" gefallen: Kritiker 7.1, Community 7.3, meine mp-Freunde am Rand durchgängig 7.5-8.5 mit einigen 9ern (und wenigen 6ern). Aber schon die Vorhersage prognostiziert mir "nur" eine 7.0; und wer weiß, dass ich immer etwas vorsichtiger urteile, der braucht sich über meine endgültige 6.5 nicht zu wundern.

"The Town" hat eigentlich die Struktur für einen Film, der mir gefallen sollte. Aber der Funke will nicht recht überspringen. Wenn selbst der König der Nebendarsteller, Pete Postlethwaite, nicht richtig zünden kann, dann läuft zumindest nicht alles rund. Einzig Rebecca Hall weiß mir durchgängig zu gefallen.
Eigentlich sollte sich jeder Vergleich mit "Heat" verbieten, aber warum denke ich sofort an dieses Meisterwerk?! Gegen den Mann-Film mit dem "Clash of the Titans" Bob und Al kommt "The Town" nie heran. Aber man sollte den Affleck-Film als selbstständig wahrnehmen - was bei "Heat" aber noch stimmigen Charme hatte, wird bei "The Town" trotz angestrebter Realitätsnähe mehr zum ermüdenden Spiel auf der Genre-Klaviatur. Überfall, Gangster verliebt sich und will sich lösen, ein engagierter Gegenspieler, viel innere Brodelei und natürlich ein Monster-Shootout.
Ich neige dazu, "The Town" die 6.5 mit Tendenz nach oben zu geben - aber mehr auch nicht. Ich sage immer, wenn mir etwas fehlt, dass ich nicht beziffern kann: "Die Zutat X hat gefehlt." Ich kenne diese Zutat nicht, aber sie bewirkt einen subjektiven Schub von erhöhten Interesse. Vielleicht haben andere User eine andere "Zutat X", die für sie dabei war.

Was jetzt weniger was mit "The Town" zu schaffen hat, ich in jüngeren Filmen, wie aber auch im echten Leben nicht gerade mag: Entwicklungen zu Skype, sozialen Online-Netzwerken (das richtet sich natürlich nicht gegen mp!), eben das ganze moderne Technik-Gedöns. Wie gesagt, das betrifft nicht den Film im Besonderen. Aber früher kamen Edward G. Robinson oder Bogey auch ohne den ganzen Kram aus, und mir scheint oft, dass es ihnen sogar besser ging. Ich bin womöglich auch einfach nur kein Technik-Freund, das könnte die logischere Erklärung sein. ;)

Wie gesagt: "The Town" ist ein guter Film, dem aber der letzte Esprit abgeht, dem richtige, ordentliche Charaktere fehlen und der mMn nicht den entscheidenden Kontakt zum Zuschauer (will heißen: meine Wenigkeit) aufbauen kann.
Gut ja, mehr auch auch nicht. Und gute Filme gibt es viele...

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AvonBarksdale

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Perfekter Thriller
für jeden was dabei, Banküberfälle, Liebesgeschichte, Schiessereien, Verfolgungsjagden guter Cast (vor allem Jeremy Renner), hier kommt jeder auf seine Kosten.
Trotz bisher nur 3 Filmen als Regisseur gehört Ben Affleck schon jetzt zu meinen absoluten Lieblingen. The Town ist bisher seine beste Arbeit.

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Ludi

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

... einfach nur geil gemacht. gut gespielt. coole Story.
mehr gibts da nicht zusagen.

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sachsenkrieger

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Bewertung7.5Sehenswert

Nach dem herausragenden "Gone Baby Gone" die zweite, bemerkenswerte Regiearbeit von Ben Affleck(tiert), die Parallelen zu Clint Eastwood-Filmen fallen sogar mir auf. Der Kerl ist mir eigentlich so sympathisch wie ein tropfender Wasserhahn, aber mit "The Town" hat er sich einen der besseren Genrefilme geleistet. Leider kam ich nicht an die "Directors Cut" heran, die eine halbe Stunde länger und aufschlussreicher sein soll.

Abseits des üblichen Einheitsbreis, in dem immer öfter die (gähn) Mafia, Yakuza oder Ninjas auftauchen und mit Messern, Raketenwerfern und Atomsprengköpfen nebenbei eine halbe Stadt abfackeln, ist der Film eher mal wieder erfrischend "oldschooled" und überzeugt eher durch eine relativ gut strukturierte Story und sehr gute schauspielerische Leistungen. Der Jeremy Renner gefällt mir von Film zu Film besser und spielt seine Rolle auch hier sehr überzeugend.

GOOD NIGHT AND GOOD LUCK!

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Val Vega

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Bewertung7.5Sehenswert

"The Town" überzeugt vorallem durch das Spiel seiner grandiosen nebendarsteller. Jeremy Renner und Jon Hamm legen sich verdammt ins Zeug und lassen ihre Charaktere außerordentlich realistisch erscheinen. Auch Ben Affenleck..äh...Affleck macht seinen Job ganz passabel, wenn ich auch seine Fresse nicht wirklich leiden kann. An einer spannenden und durchaus unterhaltsamen Inszenierung mit ein paar gelungenen Actionszenen mangelt es auch nicht und so ist "The Town" eine spannende Milleustudie, die gerne noch ein bisschen mehr auf den Putz hätte hauen ürfen, aber ansonsten absolut unterhaltsam ist.

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kobbi88

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Dann viel Spaß dabei.


BenAffenleck

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Finde *Heat* aber nicht zwingend besser als *Town*. Der Mann hat immer so einen kühlen Style. Ist aber auch schon einige Jahre her, das ich *Heat* gesehen habe. Fand ihn auch locker ne halbe Stunde zu lang. Aber eine Neusichtung ist schon angesetzt. Die Ballerei nach dem Raub ist natürlich legendär. Genau wie die in *Ronin*. Und das Finale in *Town* ist doch auch richtig FETT.


KingLee

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Bewertung10.0Herausragend

Was Heat damals geschafft hat schafft The Town heute....ich hätte niemals geglaubt das es ein Film gibt das es ein Film schafft auf der Augen höhe zu sein ....Wow
Fazit: Geil Jeremy Renner,Ben Affleck..Und und und.....Geil einfach nur Geil

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NewSTARs

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Bewertung9.0Herausragend

Ich wusste zwar, dass der Film gut ist. Aber dass er mich so positiv überrascht hätte ich nicht gedacht. Für mich gab es keine Minute im Film, die mich nicht unterhalten oder gefesselt hat. Ein Thriller, der genau das sein will was er ist: Großes Popcorn-Kino mit einem tollen Drehbuch, einem grandiosen Cast und realistische, fesselnde Action auf hohem Niveau. Und natürlich die alles haltende Liebesgeschichte, die authentisch und gefühlsvoll dem Film das besondere etwas gibt und die Erzählung nicht nur ins rollen bringt, sondern auch der Grund für die durchgehende Spannung ist. Wer also solche Filme wie "Heat" mag, sollte an diesen nicht vorbei gehen.

Und noch natürlich ein Lob an Ben Affleck, welcher vor und hinter der Kamera seinen Job mehr als gut gemacht hat. "Argo" war zwar auch sehr sehenswert, aber "The Town" hat mich persönlich mehr beeindruckt. Weiter so!

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TheNumber

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Harter Gangsterfilm, von dem ich ein bisschen was anderes erwartet hatte, weil der Film immer in Heistfilm-Listen genannt wird. Für mich ist es ein kein wirklicher Heistfilm, nichtsdestotrotz ein sehr packender Thriller, mit einem guten Ben Affleck und einem überragenden Jeremy Renner. Das Milieu wird auch sehr gut und authentisch dargestellt, man muss im Originalton die Untertitel anmachen, weil man sonst den Boston-Underground-Gangster-Dialekt nicht wirklich versteht. Cooler Film mit einer durchgehend spannenden Geschichte.

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cpt. chaos

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Auf Bostons berühmt-berüchtigten Stadtteil Charlestown, dort wo das Verbrechen Hochkonjunktur hat, konzentriert sich das hiesige Geschehen. Mit prima eingefangenen Bildern, die von einem stimmigen Score unterlegt sind, nimmt sich die gut erzählte Geschichte ausreichend Zeit, um auch Hintergründe ausgiebig zu beleuchten, und dennoch bleibt genügend Raum für spannend in Szene gesetzte Überfälle, wilde Verfolgungsjagden und blutige Feuergefechte. Keinesfalls zu unterschlagen sei selbstverständlich die geniale Maskenparade!

Mit "The Town" stellt Ben Affleck erneut unter Beweis, dass er auf dem Regiestuhl gut aufgehoben ist, wobei er in diesem Fall auch eine feine Schauspielleistung abliefert. Eine erneut überzeugende Vorstellung liefert insbesondere Jeremy Renner ab, der als knallharter und schießwütiger Bankräuber neben seinen Fäusten vor allem seine allzu locker sitzende Wumme für sich sprechen lässt. Allerdings sind auch sämtliche Nebenrollen bestens besetzt (Jon Hamm, Rebecca Hall, der genial fies aufspielende Pete Postlethwaite und natürlich Chris Cooper)!

Während ich mich bei der Erstsichtung noch massiv an der Beziehungskiste störte, gefiel mir "The Town" im zweiten Durchlauf bedeutend besser. Nur schade, dass der um 30 Minuten erweiterte Extended Cut noch nicht in deutscher Sprache erhältlich ist!

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pischti

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Affleck als Regisseur ist klasse, sehe ich auch so :)


cpt. chaos

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Schauspielerisch sicherlich nicht gerade der Bringer, aber hier macht er seine Sache wirklich ganz ordentlich.


DKennyK

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Bewertung5.0Geht so

Der starke Trailer lässt auf einen mehr Action-orientierten Thriller hoffen.
Nach dem starken Start wandelt sich THE TOWN aber schnell zu einem halbseidigen Drama, das zwar in der ersten Stunde noch durchaus packen kann und durch die immer wieder eingestreuten Überfallsequenzen auch Spaß macht, aber in der zweiten Hälfte ordentlich ins stocken gerät. Vielleicht hätte dem Streifen eine Verkürzung der Laufzeit auf einen knackigen 90-Minüter gut getan. Eigentlich schade, denn der Beginn und auch das Ende sind exzellent inszeniert, aber alles in allem nur durchschnittliches Filmvergnügen.

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alex023

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Bewertung7.5Sehenswert

»You grew up right here! Same rules that I did.«

Ben Affleck hat ja den Ruf, kein großer Schauspieler zu sein. Ein umso größerer Regisseur ist er auf jeden Fall, das zeigt vor allem schon sein phänomenales Werk »Gone Baby Gone« mit seinem Bruder in der Hauptrolle. Aber neben dem mit dem Oscar prämierten »Argo« hat er auch noch den Thriller THE TOWN inszeniert, welcher zwar einen Ticken schwächer ist als ersterer, aber immer noch großes Kino bedeutet.
Wieder ist Boston Schauplatz der Geschichte, genau genommen Charlestown, ein Stadtteil der Hauptstadt von Massachusetts. Hier ist die Zahl der Banküberfälle und Einbrüche exorbitant hoch, es ist praktisch ein traditionelles Geschäft. Familienbusiness sogar in mehreren Fällen. Der Vater übergibt dem Sohn diese Aufgabe. Auch die Bande rund um Doug überfällt regelmäßig Banken und das funktioniert auch alles weitestgehend gut, bis sie eines Tages eine Geisel nehmen müssen, da einer von ihnen, James, sie erkennt, weil sie aus der gleichen Gegend stammt. Dann lassen sie sie aber sofort frei und wollen sie beobachten, dass sie nichts gegenüber dem FBI verrät. Doug macht sich daran, verliebt sich dabei jedoch in die junge, hübsche Claire, was gravierende Folgen mit sich bringt…
Ben Affleck hat dieses Mal nicht seinem Bruder die Hauptrolle beschert, sondern sich selbst. Dazu holte er sich aber gute Leute wie Jeremy Renner (Oscar-Nominierung) und Rebecca Hall ins Boot. Und die drei machen alle eben guten bis sehr guten Job, auch wenn Renner hier natürlich den anderen überlegen ist. Affleck ist nicht der größte Schauspieler, aber er macht es doch immer solide bis sehr gut, in diesem Fall letzteres. Wie schon in »Gone Baby Gone« kreiert Affleck hier eine grandiose Atmosphäre, die mit jener zwar nicht mithalten kann, aber immer noch sehr ergreifend wirkt. In diesem leichten Genre-Mix tut die Ruhe, mit der Affleck regelmäßig zu inszenieren scheint, wirklich gut. Dabei kommt ihm auch das (ebenfalls mit selbst verfasste) Drehbuch zu Gute, was zwar nicht allzu viele Überraschungen parat hat, jedoch genau auf diesen Typ von Film zugeschnitten ist. Es ist eben nicht, was Affleck erzählt, sondern wie er das tut. Die Action ist gut choreographiert, wobei die Kamera nie zu hektisch wirkt, sondern die Schnitte immer sehr gut abgepasst sind und so ein gutes Gefühl beim Ansehen hervorrufen. Man ist teilweise mittendrin – dann ist man wieder außen vor, aber alles wirkt eben auf eine absurde Weise so fiktiv authentisch. An den meisten Stellen kann dieser Film mit einer gewissen Authentizität punkten, ist jedoch in seiner Gesamtheit eben ein Film. Man bleibt als Zuschauer der stille Betrachter, ist aber emotional in das Gefühlschaos des Protagonisten eingebunden. Da wir hier eine relativ klassische Story zu sehen bekommen, werden wir nicht von Story-Twists überrascht, sondern sind gepackt von der Art, wie Affleck das in die Hand nimmt. Es ist nachvollziehbar, wie sich die Figur auf einmal ändern möchte, ändern der Liebe wegen, aber damit will der Film nicht protzen, er will nicht das in den Mittelpunkt stellen, sondern das Leben. Es ist ja nun mal so: Ben Affleck porträtiert in seinen Film gerne das Leben. Und in THE TOWN ist das mal wieder der Fall. Es ist weniger ein Thriller, weniger eine Romanze und mehr eine Sozialstudie. Wie es seine Figur Doug auch in ähnlicher Form am Ende sagt: wir müssen alle für das, was wir getan haben, bezahlen. Wenn man nun aus so einem Milieu kommt, was einen praktisch dazu bringt, ohne sich dagegen wehren zu können, als Krimineller zu enden, weil man keine Wahl hat, dann hat man dennoch eine Wahl. Zumindest hat man sie irgendwann, ob man ewig so weiter machen will. Man kann entkommen, auch wenn man einen hohen Preis dafür zahlen muss. Da könnte man jetzt diskutieren, inwiefern solche prädestinierte Umstände existieren, ob es eben so ist, dass man von Geburt an nicht anders kann, als einem Weg zu folgen. Aber THE TOWN will die Möglichkeit aufzeigen, die es gibt: man kann daraus entfliehen, man hat immer noch den freien Willen zur eigenen Entscheidung. Es ist und bleibt immer die eigene Entscheidung und irgendwann ist man so frei, sie zu treffen. Welche Konsequenzen das auch immer haben wird, diese muss man dabei tragen.

Fazit: Ben Affleck inszeniert THE TOWN mit einer famosen Ruhe, zelebriert dabei seine Fähigkeit, die Bilder auf dem Screen lebendig werden zu lassen und präsentiert dem Publikum den Ausweg aus dem prädestinierten Weg. Dies gilt auch für Leute, die nicht aus einem sozialen Brennpunkt (wie ich diesen Begriff hasse) stammen. Oberflächlich betrachtet mag der Film bloß ein Thriller mit Romanze-Anleihen sein, wenn man etwas tiefer gräbt, sieht man neben tollen Schauspielleistungen (einem grandiosen Jeremy Renner) die eigentliche Intention Afflecks. Ich erwarte noch großes von diesem Mann.

[http://planetofpictures.blogspot.de/2014/01/the-town-us-2010-ben-affleck-boston-als.html]

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nilswachter

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Gone Baby Gone schon gesehen? Der gefällt mir wesentlich besser als The Town. Liegt wohl auch daran, dass ich langsam genug hab von heist movies


alex023

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"Ein umso größerer Regisseur ist er auf jeden Fall, das zeigt vor allem schon sein phänomenales Werk »Gone Baby Gone« mit seinem Bruder in der Hauptrolle." Zweiter Satz?! :D Ja, fand ich großartig, hat acht Punkte, glaub ich.


Hauserfritz

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Bewertung7.0Sehenswert

Sicherlich unterhaltsam, aber mehr als ne 7 hat er dann definitiv doch nicht verdient.

Ich kann nicht mal sagen was dem Film noch gefehlt hat, aber so richtig packen konnte mich der Film insbesondere im späten Mittelteil irgendwie nicht.

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JonnyvsSherlock

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Ich sag dir, was gefehlt hat...Afflecks absolut fehlendes Schauspieltalent:)


Line3105

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Diesen tollen Thriller habe ich im Kino auf großer Leinwand gesehen. Und es hat sich gelohnt. Neben Ben Affleck, glänzt auch Jeremy Renner (The Hurt Locker) hier wieder.

Spannende Story über Liebe, Mafia, Verbrechen, Loyalität und vieles mehr.

Wenn man Filme über kriminelle Banden mag, dann sollte man sich diesen hier ruhig mal anschauen.

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derJones636

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Bewertung6.5Ganz gut

Ganz gut, kann man auch durchaus weiterempfehlen..
.. wenn dieser Affleck nicht wäre...

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JonnyvsSherlock

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Stimmt alles, außer das ich ihn nicht weiterempfehlen würde:)


JonnyvsSherlock

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Bewertung6.0Ganz gut

The Town wirft einen direkt in die spannende Handlung und beginnt mit einem der Raubzüge, die eines der Hauptthemen des Films darstellen.
Schnell wird klar, dass das Ganze als Drama angelegt ist. An der Story gibt es dabei nicht sehr viel auszusetzten. Recht spannend, durchaus auch dramatisch und mit ein paar wirklich gelungenen Kniffen.
Schaut man sich aber die stereotypen Klischee-Charaktere an, so verkommt das Drehbuch leider zur Bühne für pure Vorhersehbarkeit und das macht wahrlich keinen Spass.
Ben Affleck hätte zudem bei der Regie bleiben sollen, denn so hölzern habe ich selten jemanden spielen sehen. Ein lebender Bierdeckel hätte mich vermutlich mehr überzeugt. Jeremy Renner macht das mit seiner gelungenen Darstellung zwar wieder wett, Rebecca Hall beherrscht ihr Handwerk auch und die Stimmung ist tatsächlich überzeugend unangenehm, aber durch die missratenen Charaktere, Ben Affleck und die Klischees kann man dem Film leider nicht mehr viel Gutes abgewinnen. Langatmigkeit und Pseudo-Rührseeligkeit helfen da auch nicht. Die technisch gute Inszenierung verhilft dem ganzen noch zur "geradeso-Unterhaltung". Schade, da hätte ich mehr erwartet, vor allem da der Trailer toll war...

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uncut123

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Bewertung7.5Sehenswert

hier ist alles durchdacht worden....das finale ist einfach hammer!!!

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Stefan Eberhardt

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Bewertung7.0Sehenswert

Zuviele Filme dergleichen gibt es schon, dareicht auch nicht allein die Besetzung mit Ben Affleck, um ein Highlight draus zu machen, sonden es müsste etwas gänzlich anderes gemacht werden - trotz allem gut abgedrehter Film, der eine gute Unterhaltung für einen Abend ist!

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ilaria.rhaja

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Bewertung5.5Geht so

ah, ich weiß nicht. wie lang war der jetzt?

mein undifferenziertes direkt-nachm-angucken-fazit: spannende stellen, doofe schauspieler. kein mir ersichtlicher main plot, den ich jetzt so hinwerfen könnte. nehme an, die stimmung war nicht die richtige für den film :) in der ersten hälfte war ich recht zufrieden mit affleck als director, zum schluß hin hat mich die eher nicht so gute schauspielleistung abgelenkt. aber ich bin unterhalten worden, das ist doch was^^

den ersten trailer, den ich mal gesehen hatte, fand ich besser als den ganzen film o.O

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Deine Meinung zum Film The Town - Stadt ohne Gnade