The Town - Stadt ohne Gnade - Kritik

US 2010 Laufzeit 125 Minuten, FSK 16, Drama, Thriller, Kriminalfilm, Kinostart 23.09.2010

  • 6

    gute Action, starker score. John Hamm glänzt, seine Rolle hätte mehr Tiefgang und Einblick ins Privatleben verdient. Insgesamt zu lang und stellenweise unglaubwürdig.

    • 8
      Mr.Torrance 21.05.2015, 09:20 Geändert 21.05.2015, 10:11

      Doug Mac Ray und seine Bande sind im verrufenen Bostoner Stadtteil Charlestown, einer Hochburg des Verbrechens ansässig. Sie überfallen primär Banken und Geldtransporte.
      Überzeugend sind die stark ausgearbeiteten Figuren. Jeremy Renner präsentiert sich als durchgeknallter Typ, bei dem Fäuste und Waffe extrem locker sitzen, in überzeugender Manier.
      Der viel gescholtene Ben Affleck zeigt eine gute Vorstellung. Als Regisseur scheint er sich ohnehin stetig zu einem Glanzlicht am Horizont zu entwickeln.
      Zwischendurch werden gekonnt Actionsequenzen, mit allem was das Herz begehrt platziert.

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      • 5 .5

        War nicht schlecht der Film...aber hat mich oft gelangweilt und es kam fast nie Spannung auf......5.5 Punkte

        • 5 .5

          Bankräuber verkleidet aus Nonnen :D :D :D :D der Film wird gleich geguckt !!^^

          • 8 .5

            Nach nochmaliger Sichtung muss ich meine Ursprüngliche Wertung um 1 Punkt nach oben korrigieren. Man muss sogar Ben Affleck zugestehen, dass er hier ordentlich gespielt hat, aber an seiner Regiearbeit ist absolut gar nichts aus zu setzen. Der Score war sehr stimmig und der Plot hat auch gepasst.

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            • 7 .5

              Spannender Thriller von und mit Ben Affleck, der sich so langsam zu einem meiner Lieblingsschauspieler mausert.
              Der Film bietet eine knackige Gangsterstory: Harte Hunde aus Boston's White-Trash-Vororten, die sich auf das Überfallen von Banken und Geldtransportern spezialisiert haben, dazu ein erstklassig charakterisierter FBI-Schnüffler, der ihnen an den Versen klebt wie die Fliege am Dreck, eine Opfer-Täter-Romanze, die das Handeln des Protagonisten in eine moralische Zwickmühle wirft und zuguterletzt noch eine Freundschaft, die eben wegen dieser Liebelei auf eine harte Zerreisprobe gestellt wird. Sehenswert!

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              • 7
                mad02 27.04.2015, 17:13 Geändert 28.04.2015, 01:15

                Hätte ja nicht gedacht, dass ich mal jemanden aus der Affleckfamilie als Schauspieler mögen würde. Aber in "The Town" macht Ben Affleck nicht nur einen guten Job als Schauspieler sondern auch als Regisseur. Guter Thriller wo ab und zu ein wenig zu viel Munition über den Bildschirm fliegt. Ansonsten gibt es nicht viel neues alles aber spannend umgesetzt
                MAl schaun ob ich noch einen Film finde wo ich seinen Bruder als Schauspieler schätzen lerne.

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                • 6

                  gestern gesehen und irgendwann doch bemerkt das ich ihn schon kannte! spricht nicht gerade für den film. und so fande ich ihn auch, okay aber nicht mehr. kein film den ich mir nochmal angucken muss bzw werde.

                  • 6

                    Eigentlich ganz netter Film, coole Überfälle und so. Habe mich aber trotzdem super oft abkenken lassen und brauchte mehrere Anläufe um ihn zu Ende zu schauen.

                    • 6

                      Im Vorfeld und auch danach habe ich bisher viel gutes zu "The Town" vernommen. Ein Film von Ben Affleck, der ja eigentlich immer recht zwiespältig aufgenommen wird. Die Erwartungen konnte ich dennoch auf einem recht normalen Level halten, denn oft genug musste ich schon feststellen, was zu hohe Erwartungen einem Film antun können.

                      Nunja, also sagen wir es erstmal so: "The Town" ist bei weitem kein schlechter Film. Direkt von Beginn an ist eine düstere, fast schon beklemmende, dreckige und angespannte Atmosphäre spürbar. Die Stadt selbst wird als Ort voller Grausamkeiten etabliert und recht schnell lernen wir dann auch die Hauptfiguren, eine Gruppe Gangster, die regelmäßig Banken ausraubt, kennen. Bei einem Überfall, bekommen sie es dann mit einer Frau zu tun, an der Protagonist Ben Affleck bzw. Doug MacRay Gefallen findet. Dies ist schließlich Grundlage und drum herum baut sich dann ein Katz und Maus-Spiel, sowie auch eine komplizierte Liebesgeschichte auf.

                      Wie gesagt, die Atmosphäre stimmt und ich mag es, wenn hohe Tiere in illegalen Geschäften der Polizei bzw. dem FBI immer einen Schritt voraus sind und eben auch dieses Spiel, dass sich daraus entwickelt. Zudem ist der Film hart, so fühlt er sich auch an. Schön ist das ganz sicher nicht, was man hier sieht, lediglich die Liebesgeschichte, bringt etwas Licht ins Dunkel. Ebenso finde ich die Hauptfigur Doug MacRay ziemlich gut und Ben Affleck bringt das auch gut herüber, denn da ist stets der innere Konflikt bemerkbar, zwischen dem Wunsch nach Freiheit und den illegalen Aktivitäten, symbolisch dargestellt durch die Stadt Charlestown, die er bisher noch nie verlassen hat. Und natürlich sollte man die Darsteller auch nicht vergessen, wie gesagt, Ben Affleck überzeugt, vor allem aber sticht hier Jeremy Renner heraus, der einerseits fast schon bemitleidenswert, andererseits aber auch beängstigend und abgefucked wirkt.

                      Nun, was ist dennoch das Problem am Film? Der eigentlich spannend und packend genug war? Meiner Meinung nach funktioniert ein Großteil der Figuren einfach nicht so, wie er soll. Angefangen bei Jon Hamms Charakter, ambitioniert, versessen darauf den Fall zu lösen und energisch, voller Energie und Kraft. Aber gleichermaßen wirkt er einerseits als wolle er übertrieben "cool" und tough sein, während er andererseits nicht bissig genug ist. Nicht der herausragende Übercop, dem kein Mittel zu schade ist um zum Ziel zu kommen. Das wirkt irgendwie unausgeglichen. Abgesehen davon konnte ich auch zu keiner Figur irgendeinen Draht aufbauen, mal abgesehen Affleck, Renner und Rebecca Hall (die im Übrigen auch sehr gut war!) und auch wenn das vielleicht die wichtigsten Charaktere war, gab es in der "Gangstergruppe" ja noch zwei weitere und ebenso den großen Boss Postlethwhaite.

                      Vielleicht sind das hier unnötige Dinge, an denen ich mich störe, vielleicht ist das auch alles unberechtigt. Ich jedenfalls hatte damit kleinere Probleme und insgesamt, so hart der Film auch daherkam, so gut die Atmosphäre und der Cast auch funktioniert hat, hat mir eben dennoch irgendwas gefehlt. Aber trotzdem: definitiv ein guter Film, der unterhalten konnte und den man sich auch definitiv mal angucken kann.

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                      • 8

                        bis auf die dümmliche Liebesgeschichte ist es ein
                        schöner Streifen

                        • 8

                          Claire hätte im Waschsalon die Stimme von Doug erkennen müssen.
                          Auch James (Jeremy Renner) ein paar Tage später im Café hätte ihr verdächtig vorkommen müssen (gut es liegt auch an ihren Synchronstimmen, aber seien wir mal ehrlich - schon zwei Organe die man nach einem Trauma identifizieren würde).

                          Mal abgesehen von der kleinen Logiklücke, ist dieser Thriller an Spannung kaum zu überbieten.
                          Die Leistung von Jeremy Renner fand ich außergewöhnlich gut und von ihm das Beste was ich bisher sehen durfte.
                          Auch toll gespielt von Rebecca Hall.
                          Gute Regiearbeit von Herrn Affleck - gerne mehr davon!

                          GreeZ QaXx

                          • 7 .5

                            Ben Affleck überzeugt nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Regisseur!
                            Mit "The Town", schuf er einen wirklich spannenden Action-Thriller!

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                            • 7

                              Hier wird bereits im Vorwort des Films der Ton der nächsten 120 Minuten vorgegeben. Der Zuschauer ahnt: Das könnte hier nicht gut ausgehen. Die Atmosphäre ist dicht, die Stimmung die ganze Zeit gedrückt. Das gute Skript ist jedoch das größte Asset von The Town. Die gut inszenierten Überfälle und Actionszenen wechseln sich perfekt mit den ruhigeren Momenten ab, in welchen die Figuren ausgebaut und ergründet werden. Alles wirkt dabei ziemlich realitätsnah. Als Zuschauer kann man sich nur freuen, nicht in The Town leben zu müssen.

                              • 6 .5

                                'The Town' ist ein solides Gangsterdrama, bei dem es nicht langweilig wird. Gut inszenierte Überfallaktionen und Verfolgungsjagden wechseln sich mit ruhigeren Phasen ab, in denen das FBI den Tätern immer näher kommt. Nach dem Motto: 'der Krug geht solange zum Brunnen, bis er bricht' - ist wohl kaum gespoilert, denn das ist fast von Anfang an klar. Es geht eher um das 'wie'. Einiges erinnert an 'Heat', und Ben Affleck hat diesen Film sicher mehr als nur einmal gesehen. Hinter dem ordentlichen Plot steckt allerdings eine Story, die man bestenfalls als 08/15 bezeichnen kann, und daran krankt 'The Town' für meinen Geschmack. Das Meiste ist auch recht leicht vorhersehbar. Wen das nicht stört, der wird diesen Film sicherlich höher bewerten. Ich denke aber, dass Ben Affleck storytechnisch seinen grössten Nachholbedarf hat, und sich vielleicht auch noch ein paar mal 'The Changeling' oder 'American Gangster' anschauen sollte.

                                • 8 .5

                                  Hi Leute,

                                  ich denke ein neuer Regisseur erleuchtet den Himmel in Hollywood. Beachtenswerte Gangster-Love-Story im Irischen Viertel in Boston, von und mit Ben Affleck ... Jeremy Renner spielt richtig stark auf und von Pete Postlewhite erwartet man es nicht anders ...

                                  Mein Fazit: Nicht nur die gesamte Crew war begeistert von Bens Regie-Führungsqualitäten. Ich auch, weiter so Ben :)

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                                  • 8

                                    Ben Affleck hat mit "The Town" einen überaus gut gelungen Thriller inszeniert. "The Town" fesselt mich immer wieder aufs Neue und lässt mich gebannt auf den Bildschirm schauen. Ein gutes und solides Filmchen mit Top Besetzung und einem grandiosen Ben Affleck und Jeremy Renner.

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                                    • 8

                                      rasanter, atemberaubender und geradliniger 'cop gegen gangster'-actioner mit spektakulären überfällen, hitzigen verfolgungsjagden und reihenweise kollateralschäden!
                                      ob mit einschüchternder skull-, hockey- oder nonnen-maske...die schwerbewaffneten, planmäßig und konsequent vorgehenden bankräuber doug & james aus boston, klasse gespielt von ben affleck (smokin aces) & jeremy renner (hänsel & gretel, the hurt locker, 28 weeks later), sorgen in der stadt ohne gnade für besonders bleihaltige atmosphäre und lassen das zweistündige, mit liebessülze befleckte heist-movie von und mit affleck im nu vergehen!
                                      Absolut Sehenswert!!!

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                                      • 7 .5

                                        Was bietet The Town? Boston Flair, Iren, Knarren, Gewalt, Geld, Frauen und ein bisschen Sex. Alles wild durch den Fleischwolf gedreht. Aber dennoch wohlschmeckend. Die Gewalt und Actionszenen passen perfekt zusammen, wirken nicht überladen und wechseln sich gelungen mit ruhigen Szenen ab. Die Atmosphäre ist anfangs locker wird schnell getrübt und nie zu düster. Daher geht er mir leider auch nie so richtig unter die Haut. Die Filmmusik muss ich hier leider erwähnen, sie war eher nichtssagend und ist mir in keiner Szene als "passend" aufgefallen.

                                        Jeremy Renner und Jon Hamm haben mich allerdings sehr überzeugt. Aber warum muss überhaupt Ben Affleck vor der Kamera auftauchen? Seine Rolle hätte besser besetzt werden können. Auf jeden Fall nicht durch Ben Affleck, der mir wieder viel zu verhätschelt und weich gespült daherkommt. Das hätte er als Regisseur merken müssen.

                                        • 7

                                          Im O-Ton wirkt Ben Affleck plötzlich wie ein ernst zunehmender Schauspieler.. oder lag es doch am Film, wo er sich eine Rolle scheinbar auf den Leib schneidern konnte? The Town ist anders, als man es erwartet. Ob nun Aufbau oder das große Finale. Ein Film von der (Action-)Stange ist er nicht und weiß dadurch zu überzeugen. Stimmige Charaktere, bei der man sich Zeit zum Aufbau gönnt, sodass er trotz der Spielzeit nicht langatmig, sondern eher sehr bemüht wirkt und Schauspieler, die ihr übriges tun. Runde Sache.

                                          • 7

                                            Heute gilt es mal mal eine Lanze, oder wenigstens ein kleines Streichhölzchen für Ben Affleck zu brechen! Der beispiellose Shitstorm für seine Batman-Besetzung wirkt unangemessen und sehr voreilig. In "The Town" zeigt der unterschätzte Barde, dass er den Beruf des Schauspielers zwar nicht erfunden hat, aber eine dramatische Rolle ordentlich zu präsentieren weiß! Auf dem Regiestuhl von "The Town" hat sein Tun ebenso Hand und Fuß. Eine wie immer hinreißende Rebecca Hall und ein sehr bissiger Jeremy Renner sind in der Stadt ohne Gnade sowieso über jeden Zweifel erhaben! C`mon zeig`s Ihnen Ben!

                                            • 7

                                              Ein guter Thriller von und mit Ben Affleck. Wer hätte noch vor 10 Jahren gedacht, dass der mal was gescheites vorbringt?
                                              Mein einziges Problem ist, dass er gut ist, mich aber leider nicht zu 100% und zu jeder Minute mitreißen konnte. Gab 2-3 Momente in denen ich mich dabei erwischte.... einfach nicht aufzupassen. Das ist immer ein Makel, gerade bei einem Thriller. Das könnte daran gelegen haben, dass dem Film ein wenig die Besonderheiten fehlten. Was macht den Film einzigartig? Selbst die meisten schlechteren Filme können sich zumindest von der Genre-Konkurrenz abheben. Aber bei The Town hat man häufig das Gefühl das alles schon gesehen zu haben.. auch besser gesehen zu haben. Damit bleiben aber 7 verdiente Punkte.

                                              • 9

                                                Ich weiß nicht genau wann, vielleicht war es 1997, oder doch erst 2007, aber spätestens seit 2010 ist der ehemals belächelte Ben Affleck einer, den man unbedingt ernst nehmen muss. Neben 2 Oscars stehen zwar auch 2 Goldene Himbeeren, die er sich als Schauspieler, leider auch "verdient" hat, in seiner Vitrine. Schauspielerisches Können, Charisma besitzt der gute Ben eher in begrenztem Rahmen. Was der Mann aber hinter der Kamera abzieht, das ist ohne Frage großartig. "Gone Baby Gone" war schon ein erstes Ausrufezeichen und mit "The Town" etablierte er sein Talent hinter der Kamera. Diesmal steht er auch vor der Kamera, was dem Film keine große Hilfe ist, allerdings auch in keinster Weise schadet, überzeugen doch Jeremy Renner, Rebecca Hall und Jon Hamm auf ganzer Linie.
                                                "The Town" ist eigentlich in einem Satz zu beschreiben: Der kleine Bruder von "Heat".
                                                Er reicht nie an dessen Spannung, an dessen Rafinesse, an dessen Schauspiel Gigantismus, an dessen Genialität, aber er schafft es einen mehr als würdigen "Nachfolger"-Status einzunehmen.
                                                Die Action ist geradlinig inszeniert, es gibt keine überflüssigen Explosionen, keine überbordernden Leichenberge, keine ewig langen Verfolgungsjagden mit unzähligen Massenkarambolagen. Das heißt nicht, dass an Action gespart wird, den Kern bildet allerdings die spannende Beziehung zwischen Räuber - Geliebte und Räuber - FBI Agent. Es werden einige Klischees bedient, aber bei einem so facettenreichen Thriller, der auch mit der ein oder anderen Wendung zu begeistern weiß, stößt das kaum auf Ärger. Nein dafür macht "The Town" einfach viel zu viel Spaß. Affleck findet genau das richtige Maß zwischen ruhigen Tönen, Suspense Momenten (Ganz stark: Das Treffen zwischen Jeremy Renner und Rebecca Hall im Café) und Schießereien. Es wird Emotionalität geboten, ebenso wie klasse Action und nerenzerrender Spannung, die mehr als einmal für Gänsehaut sorgt. Vorallem im Finale dreht er vollkommen auf und bietet 30 Minuten atemlose Hetze durch Boston. Das ist ganz großes Kino und der Grund, warum "The Town" zu den besten Thrillern des noch jungen Jahrzehnts zählen darf. Alle Register werden gezogen um den Zuschauer ins Geschehen zu ziehen. Einzig das Ende hat einen Hauch zu viel Kitsch. Aber egal, 120 Minuten Thriller Kino nahe der Perfektion lassen mich hoffen, dass Ben Affleck auch in Zukunft öfter hinter der Kamera Platz nimmt. Da ist er nämlich viel besser aufgehoben.

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                                                • 7

                                                  Fast so exzellent wie in seiner ersten Regiearbeit »Gone Baby Gone« gelingt es Ben Affleck, ein großartiges kleines Amerika-Portrait zu erschaffen. Wieder blickt er in Gesichter abseits des amerikanischen Traums (oder des amerikanischen Traums?), wieder blickt er in die Fassade eines bodenlosen Milieus. Diesmal leider ohne Casey Affleck und mit mehr Action, die dennoch niemals sinnlos eingesetzt wird, sondern immer, um die Hemmungslosigkeit zu untermalen, erschafft Affleck hier keinen typischen Genre-Banküberfall-Thriller, es geht hier im Grunde um viel mehr. »The Town« ist emotionsgeladen, blickt fast milieustudienartig in seine »Stadt ohne Gnade«, vor allem aber geht es um die Frage, die eigentlich viel zu einfach klingt: Kann die Liebe einen zum besseren Menschen machen? Ist sie stärker als die Kriminalität und die Vergangenheit? Ich bin ein bisschen Affleck-Fan.

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                                                  • 6 .5

                                                    Eigentlich müsste mir "The Town" gefallen: Kritiker 7.1, Community 7.3, meine mp-Freunde am Rand durchgängig 7.5-8.5 mit einigen 9ern (und wenigen 6ern). Aber schon die Vorhersage prognostiziert mir "nur" eine 7.0; und wer weiß, dass ich immer etwas vorsichtiger urteile, der braucht sich über meine endgültige 6.5 nicht zu wundern.

                                                    "The Town" hat eigentlich die Struktur für einen Film, der mir gefallen sollte. Aber der Funke will nicht recht überspringen. Wenn selbst der König der Nebendarsteller, Pete Postlethwaite, nicht richtig zünden kann, dann läuft zumindest nicht alles rund. Einzig Rebecca Hall weiß mir durchgängig zu gefallen.
                                                    Eigentlich sollte sich jeder Vergleich mit "Heat" verbieten, aber warum denke ich sofort an dieses Meisterwerk?! Gegen den Mann-Film mit dem "Clash of the Titans" Bob und Al kommt "The Town" nie heran. Aber man sollte den Affleck-Film als selbstständig wahrnehmen - was bei "Heat" aber noch stimmigen Charme hatte, wird bei "The Town" trotz angestrebter Realitätsnähe mehr zum ermüdenden Spiel auf der Genre-Klaviatur. Überfall, Gangster verliebt sich und will sich lösen, ein engagierter Gegenspieler, viel innere Brodelei und natürlich ein Monster-Shootout.
                                                    Ich neige dazu, "The Town" die 6.5 mit Tendenz nach oben zu geben - aber mehr auch nicht. Ich sage immer, wenn mir etwas fehlt, dass ich nicht beziffern kann: "Die Zutat X hat gefehlt." Ich kenne diese Zutat nicht, aber sie bewirkt einen subjektiven Schub von erhöhten Interesse. Vielleicht haben andere User eine andere "Zutat X", die für sie dabei war.

                                                    Was jetzt weniger was mit "The Town" zu schaffen hat, ich in jüngeren Filmen, wie aber auch im echten Leben nicht gerade mag: Entwicklungen zu Skype, sozialen Online-Netzwerken (das richtet sich natürlich nicht gegen mp!), eben das ganze moderne Technik-Gedöns. Wie gesagt, das betrifft nicht den Film im Besonderen. Aber früher kamen Edward G. Robinson oder Bogey auch ohne den ganzen Kram aus, und mir scheint oft, dass es ihnen sogar besser ging. Ich bin womöglich auch einfach nur kein Technik-Freund, das könnte die logischere Erklärung sein. ;)

                                                    Wie gesagt: "The Town" ist ein guter Film, dem aber der letzte Esprit abgeht, dem richtige, ordentliche Charaktere fehlen und der mMn nicht den entscheidenden Kontakt zum Zuschauer (will heißen: meine Wenigkeit) aufbauen kann.
                                                    Gut ja, mehr auch auch nicht. Und gute Filme gibt es viele...

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