The United States of Hoodoo
The United States of Hoodoo (2012), DE/US Laufzeit 104 Minuten, FSK 0, Drama, Dokumentarfilm, Kinostart 26.07.2012
7 Bewertungen
Skala 0 bis 10
9 Bewertungen
6 Kommentare
Keine
von Oliver Hardt, mit Darius James
Die Dokumentation The United States of Hoodoo begleitet Darius James auf eine Reise quer durch die USA auf der Suche nach den Ausprägungen afroamerikanischer Kultur.
The United States of Hoodoo ist eine Reise zu den spirituellen Quellen schwarzer Kultur in Amerika. Ein Roadmovie der besonderen Art. Im Mittelpunkt steht der afroamerikanische Schriftsteller Darius James, bekannt für seine oftmals beißend satirischen und selbstironischen Essays über die Ursprünge und Mythen amerikanischer Popkultur. Wir begleiten ihn auf seiner Reise quer durch die USA: vom urbanen intellektuellen Millieu New Yorks in den tiefen Süden, zu den Blues-Mythen des Mississippi-Delta und mitten hinein in die fiebrige Hitze der Voodoo-Hauptstadt New Orleans. An den unwahrscheinlichsten Orten trifft er auf die alten afrikanischen Götter in ihrer neuen Gestalt. Darius ist auf der Suche nach den Inspirationsquellen urbaner Kreativität. In seinen Begegnungen mit Musikern, Schriftstellern und Künstlern, Wunderheilern und Gumbo-Köchen entdeckt er eine Kultur, die immer schon hybrid und durchlässig gewesen ist und die ihre Vitalität aus der Vielfalt bezieht. Zugleich erzählt der Film eine sehr persönliche Geschichte über Verlust und Trauer und die Wiederaneignung einer verloren geglaubten Zugehörigkeit. Indem Darius zu den spirituellen Ursprüngen zurückkehrt, landet er im Hier und Jetzt: bei den atemberaubenden Beats und Collagen zeitgenössischer Musiker und Künstler und ihrer pragmatischen, gleichwohl tief empfundenen Spiritualität.
Mehr Bilder (6) und Videos (1) zu The United States of Hoodoo
Cast & Crew
- Genre
- Biopic, Dokumentarfilm, Kulturfilm, Reisedokumentation
- Ort
- Mississippi, New Orleans
- Handlung
- Afroamerikaner, Autor, Inspiration, Künstler, Künstlerszene, Poet, Schamane, Spiritualität, Trauer, Verlust





















Kritiken (6) — Film: The United States of Hoodoo
Chuchaqui: Critic.de
Kommentar löschenDer Film spiegelt mit diesem Ansatz das wider, was er uns über Hoodoo erzählen will. Denn der Kern des Hoodoo ist, dass es keinen gibt. Afrikanische Spiritualität in Amerika, das ist nicht die Bewahrung eines authentischen Anfangs im fernen Kontinent, sondern Veränderung und Weiterentwicklung, die ständige Aufnahme neuer Einflüsse. Auch wenn die Anbetung der Vorfahren für viele der Gesprächspartner James’ ein wichtiges Element ist, macht die Priesterin Glassman deutlich, dass ein Ritual selbst stets im Jetzt verankert ist, eine Erfahrung, die zum Ich-Verlust und der Überschreitung persönlicher Grenzen führen will. Möglicherweise ist diese nach außen gewandte Erfahrung, die in krassem Gegensatz zu vielen Praktiken der sogenannten Weltreligionen steht, auch ein Grund für die Marginalisierung afrikanischer Spiritualität und die Vorherrschaft popkultureller Voodoo-Bilder von schwarzer Magie und Tieropferungen – in Hollywood vor allem prominent geworden durch Filme wie Angel Heart (1984).
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Michael Meyns: programmkino.de Michael Meyns: programmkino.de
Kommentar löschenThe United States of Hoodoo ist nur selten mehr als eine Denkanregung, sich intensiver mit einem fraglos interessanten Thema zu beschäftigen.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Luiz Vasquez: Kino Kino Luiz Vasquez: Kino Kino
Kommentar löschenDie spannende Suche nach den kulturellen Wurzeln ist [...] höchst sehenswert - egal, ob man den Geisterglauben teilt oder nicht.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de
Kommentar löschenDer Zuschauer wird [...] nicht wirklich zufriedengestellt entlassen, dafür - und das bekennen die Macher selber - kratzt The United States of Hoodoo zu sehr an der Oberfläche.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Melanie Dorda: fluter Melanie Dorda: fluter
Kommentar löschenGemeinsam mit dem Filmemacher Oliver Hardt liefert [Darius James] einen subjektiven, aber modernen, erhellenden und teils witzigen Blick auf ein Phänomen, das sonst von Klischees und Vorurteilen überfrachtet ist.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Reinhard Lüke: Film-Dienst.de Reinhard Lüke: Film-Dienst.de
Kommentar löschenÜberhaupt lebt dieses dokumentarische Road Movie [...] von einer entspannten Laid-Back-Atmosphäre, ruhigen Einstellungen und mehr oder minder originellen Charakteren [...]. Bei aller Ernsthaftigkeit der Erforschung traditioneller afroamerikanischer Spiritualität fehlt dem Film auf sympathische Art jeder missionarische Impetus.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare