The Wild Blue Yonder

The Wild Blue Yonder (2005), FR/DE/GB/US
Laufzeit 77 Minuten, FSK 0, Science Fiction-Film, Dokumentarfilm, Kinostart 01.11.2007

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The Wild Blue Yonder - Bild 13905
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von Werner Herzog, mit Brad Dourif

Der Weltraum. Unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2005: Eine Gruppe von Astronauten umrundet die Erde in einem Raumschiff. Sie können nicht zurück, denn unsere Welt ist unbewohnbar geworden. In betörend schönen Bildern appelliert Filmemacher Werner Herzog an den gesunden Menschenverstand: Warum in ferne Galaxien vordringen, wenn es auf dem eigenen Planeten einiges zu tun gibt? Zwischen verlorenen Aliens, im Weltall treibenden Astronauten und Astrophysikern, die über interplanetarische Super-Highways spekulieren, entdeckt “The Wild Blue Yonder” die gefährdete Schönheit des Planeten Erde.


Cast & Crew


Kommentare (2) — Film: The Wild Blue Yonder

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filmschauer

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Bewertung6.5Ganz gut

'A pure Science Ficton Fantasy'. So beschreibt Regisseur Werner Herzog seinen Film "The Wild Blue Yonder". Man kann ihm an dieser Stelle nicht widersprechen, alle drei Begriffe finden bei ihm seine eigene Interpretation. Denn wenn man Herzogs Filme kennt, ahnt man bereits, dass man es hier nicht mit einer konventionellen Abhandlung einer möglichen Zukunft zu tun hat.

Meine Gedanken beim Schauen pendelten von anfänglicher Irritation, einer gewissen Enttäuschung, großer Nachdenklichkeit bis hin zu einer unumstößlichen Faszination, wenn der Film schließlich vorbei ist. Warum das so war, liegt zuallererst an der ungewöhnlichen Umsetzung, bei der das Konzept allein auf dem Papier fast absurd klingt. Er bedient sich ausschließlich vier Quellen: Aufnahmen mit Brad Dourif als Außerirdischer in Alleinunterhalterform vor einer verlassenen Gegend auf der Erde, Taucheraufnahmen unter einer Eisschicht, Erklärungsversuche unterschiedlicher Wissenschaftler über Astrophysik und Archivaufnahmen aus einer Space-Shuttle-Mission. Insofern kann man "The Wild Blue Yonder" nicht klassisch dem Spiel- oder dem Dokufilm zuordnen; eine sehr eigenwillige Filmcollage trifft's da schon eher. Für sich genommen sind die unterschiedlichen Bilder zusammenhangslos, eine vage Handlung über die düstere Zukunft der Menschheit und einer geplanten außerirdischen Kolonisierung auf der Erde soll den dazugehörigen Kontext bilden, die aber nicht von Herzog selbst, sondern von Dourif kommentiert wird.

Man muss sich zweifelsohne auf den Film einlassen, dann erkennt man langsam, welcher Intention hier nachgegangen wird. Gerade der Begriff der Fantasie ist interessant, da man selbst als Zuseher sich diese Welt vorstellen muss. Die Bilder und auch die lobenswerte Musikuntermalung von Ernst Reijseger dienen einzig der Projektion. Am ehesten ähnelt "The Wild Blue Yonder" in dieser experimentellen Form Herzogs Frühwerk "Fata Morgana". Diese Art von Filmen sind zugegeben schwierig, auch mein Herz schlägt eher für herrlich subjektive Dokumentationserlebnisse wie "Grizzly Man" oder "Begegnungen am Ende der Welt". Ich bin mir allerdings ziemlich sicher, dass mir diese ungewöhnliche Science Fiction Fantasy in der Zweitsichtung noch besser gefallen wird. Da weiß man ja dann, was auf einen zukommt...

Anmerkung: "The Wild Blue Yonder" ist auf DVD hierzulande nie erschienen, die bisherige UK-Version ist anscheinend nun auch out of print. Vielleicht erwartet uns ja eine Neuveröffentlichung. Ein Blu-ray-Release wie kürzlich von polyband bei "Begegnungen am Ende der Welt" wäre natürlich ein Traum.

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annaberlin

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Bewertung7.0Sehenswert

Verwirrend, faszinierend, langweilig - extremer Film, der eindeutig die Handschrift von Werner Herzog trägt.

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