Keine Verklärung, kein Pathos, nur nüchterne Gewalt, zu Grunde gegangene Helden und eine Figurenkonstellation die nicht zynischer sein könnte. Sam Peckinpahs Klassiker hat seine Makel. Abrupte Tempowechsel, hölzerne Dialoge, einfältige Rückblenden...aber im Kern ist er der vertrocknete, stinkende Spucknapf, nach den man sich nach zuvielen John Ford Western so dringend sehnt!
Es ist ein Western, der Western für viele. Dabei besitzt "The Wild Bunch" weder die Coolness einer "Handvoll Dollar" geschweige denn den Idealismus der "Glorreichen Sieben". Es sind Ballette des Todes, die Kameramann Lucien Ballard auf Sam Peckinpahs Geheiß teils gleichzeitig aus mehreren Perspektiven und in Slowmotion aufnehmen lässt, bevor Cutter Lou Lombardo die Bilderfolgen in blitzartiger Abfolge aneinander schneidet. Hier wird so schnell geschossen, dass der Schatten erst gar nicht zu sehen ist. Die Gewaltdarstellung in "The Wild Bunch" bricht mit dem Genre, wie man es bis dato zu kennen glaubt. Sie gibt dem Film Struktur; und bugsiert ihn trotz aller ästhetischen Kraft in die Schusslinie der Kritiker. Denn gleich zu Beginn wird klar, dass hier keine Gefangenen gemacht werden.
<When you side with a man you stay with him, and if you can't do that you're like some animal, you're finished!>
Pike Bishop, der Protagonist in Sam Peckinpahs The Wild Bunch hat nur sein Bunch, sein Wort und seine Loyalität. Mehr braucht er nicht, auch wenn er weiß, dass seine Zeit abgelaufen ist. Der Westen in dem er einst lebte existiert nicht mehr. Er ist ein Dinosaurier, aber er kämpft für seine Ideale, bis zum letzten Schuss. Mit The Wild Bunch hat Sam Peckinpah seinen mit Abstand besten Film, einen bedeutenden Film für das amerikanische Kino und einen der wohl besten Action- und Westernfilme aller Zeiten geschaffen. In einer Zeit in der Actionszenen mit 5 Set-Ups abgefilmt wurden revolutionierte er sowohl die Inszenierung dieser Szenen, als auch die Montage mit der die zahlreichen Einzeleinstellungen zu einem Gesamtwerk verbunden wurden. Die Actionszenen in The Wild Bunch sind auch an heutigen Maßstäben gemessen noch temporeich, gnadenlos, einfach atemberaubend und schrecklich schön. Peckinpahs einzigartigen Style erkennt man nach dem ersten Schuss. Der Film bietet jedoch mehr als nur handwerklich grandioses Actionkino, er bietet eine Story die interessant, witzig, spannend und emotional zugleich ist, er bietet Charaktere die mehr Tiefe besitzen als die meisten Charaktere die heute so über die Leinwand hüpfen und er bietet ein wunderschönes Blutbad, dass den Zuschauer wunderbar manipuliert. Man muss zugeben, dass die Wirkung des Films heute sicherlich nicht so stark ist wie 1969, aber der The Wild Bunch funktioniert immer noch wunderbar und ist für mich einer der besten Filme aller Zeiten.
Die Idee, das das Schicksal schuld ist das zwei alte Freunde gegeneinander kämpfen müssen, ist so alt wie das Genre selbst. Mit seinem Drehbuch und seiner Inszenierung prangerte Peckinpah die Gewalt und den Hunger in seinem Land an. Deshalb hatte er den Zuschauer den Spiegel vorgehalten. Er zeigte die absurde Sinnlosigkeit der Gewalt. Ein fantastischer Spätwestern.
Sam Peckinpahs Spätwestern Klassiker "The Wild Bunch" aus dem Jahr 1969 verspricht das was man erwartet: coole Sprüche, eine schöne Atmosphäre und einen unglaublichen Showdown.
Manchmal zieht sich der Film etwas, aber die herausragenden Darsteller und der großartige Showdown, machen alle Schwächen vergessen. Mein Favorit von Peckinpah.
"Es ist nicht mehr das, was es mal war, aber es reicht noch." Die Versatzstücke des Genres sind alle vorhanden, aber nichts funktioniert innerhalb der bekannten Parameter. THE WILD BUNCH ist der Abgesang auf den klassischen Western und eine Parabel der menschlichen Grausamkeit. Komplett konträr zu Filmen wie etwa THE MAGNIFICIENT SEVEN und definitiv auch anders als die Italo-Klassiker.
Alles ist kaputt: die Story, die Typen, die Logik, die Ideale, die Grenze(n) und sogar das Lachen, so bescheuert das klingt. Wusste bislang noch gar nicht, dass Sam Peckinpah ein so kompromissloser (und früher) Dekonstruktivist war.
"Wusste bislang noch gar nicht, dass Sam Peckinpah ein so kompromissloser (und früher) Dekonstruktivist war." Oh doch! Hast du mal "Straw Dogs" gesehen, da wird das allzu klar. ;)
Wild Bunch hat mir von der Stimmung her gefallen, ebenso stimmt der Spannungsbogen, aber was mir fehlt sind gute Bilder und eine Kamera, die sich mit den großen Western messen kann.
Was der Peckinpah anfasst wird zu Blut. Oder so ähnlich. Dabei ist THE WILD BUNCH alles andere als frei von Schwächen. Die Story ist fürn Arsch genauso wie die Charaktere und die Dialoge (außer natürlich solch Ikonische Sätze wie "If they move, kill 'em!") . Die ewig gleiche Epische Musik nervt ab und an auch sehr. Doch wenn das Chaos seinen weg in den Film findet. Wenn sich die Hölle auf Erden durch all mögliche Rohre schleicht. Wenn die Spannung durch einen simplen Zugüberfall kein halten mehr kennt. Wenn die Gewalt, egal gegen wen, zur Malerischen Orgie der Zerstörung wird. Dann weiß man warum der Peckinpah der Peckinpah ist, und THE WILD BUNCH ein guter Film.
Warum "The wild bunch" allerorts so hochgelobt wird, kann ich nicht ganz verstehen. Für einen Film von über zwei Stunden Laufzeit ist die Handlung extrem dünn. Da kommt auch schon mal Langeweile auf. Die unnötige und übertriebene Brutalität mancher Szenen wirkt auf mich eher albern als "realistisch". Trotz guter Darsteller und einiger gelungener Szenen eher mittelmäßig.
Wenn es ein Regisseur aus den USA geschafft hat, mit Sergio Leone im Westerngenre der damaligen Zeit mitzuhalten, dann ist es Sam Peckinpah. "The Wild Bunch" geht einen ähnlich dreckigen, staubigen Weg wie Leone, versucht gar nicht erst, eine heldenhaftes Bild von Revolverhelden zu heucheln. Weit weg von John Wayne-Romantik oder "Die glorreichen Sieben" gehts hier zur Sache, das macht für mich einen guten Western aus. Helden gebührt ein Denkmal, Outlaws so ein Film. Aus heutiger Sicht nicht mehr so brutal und schonunglos wie damals, aber auch heute noch sieht man einen deutlichen Unterschied zu den üblichen Western der damaligen (amerikanischen) Zeit. Klassiker, gibts bei mir auf Blue-Ray.
ganz passabler Western der sich wieder viel Zeit zum erzählen nimmt. Da es jedoch deutlich bessere Western in gibt kommt er über eine 7,5 nicht hinaus. Jedoch trotzdem empfehlenswert.
Mein erster Peckinpah, kann sich echt sehen lassen.
In der Tat ziemlich blutig, nicht schwer zu glauben, dass Tarantino in ihm eines seiner großen Idole gefunden hat. Überhaupt fallen Inszenierung und Schnitt sehr stylish aus, insbesondere in Anbetracht der Produktionszeit. Die zwei "großen" Action-Szenen zu Beginn und zum Schluss sind dermaßen großartig konzipiert, das sucht schon seinesgleichen. Vor allem die Parallelmontagen haben mir gut gefallen (etwa der Fall eines erschossenen Gangsters vom Dach: Zerteilt in 5 Einstellungen und immer wieder unterbrochen vom wilden Schießerei-Geschehen drumherum). Ebenfalls famos noch die unheimlich spannende Train-Robbery-Szene, in der der Waggon mit den Marshalls einfach abgehängt wird, während unhörbar die Wagenladung mit Waffen samt Lok geklaut wird - nur um sie nach Abladen der Ware auf den Schienen rückwärts wieder Richtung Waggon zu schicken, wo sie mit Karacho in die Troups reinfährt: Ziemlich schick das.
Schauspielerisch ebenfalls obere Liga, angefangen bei William Holden und Ben Johnson bis hin zum ekelhaften "Generalissimo Mapache" Emilio Fernandez. Soweit so gut.
Bisschen schwieriger empfand ich dafür den Score, der mir einfach zu amerikanisch war - ebenso wie die Geschichte selbst. Und trotz der wirklich ansprechenden Besetzung konnte ich mich auch selten wirklich mit einem der Bunchs identifizieren, was zwischendurch zu der ein oder anderen kleinen Länge geführt hat.
Alles in allem aber trotzdem eher ein Highlight als ne Enttäuschung - und das BD-Bild ist Zucker für die Augen.
Schonungsloser Action-Kracher im wilden Westen. Der Film schildert, wie es im Westen wirklich zuging und verzichtet auf Kitsch á la Winnetou und konzentriert sich auf die Handlung im Wesentlichen. Sehr guter Western.
Hätte Sam Peckinpah keinen weiteren Film nach THE WILD BUNCH gemacht - ein Platz im Olymp der besten Regisseure aller Zeiten wäre ihm dennoch sicher gewesen. The Wild Bunch ist Peckinpah und Peckinpah ist The Wild Bunch!! Über keinen Film wurden so viele Schriften verfasst, wie hier. Unchanged Men in a changing land. Treffender hätte selbst Peckinpah seine Biographie nicht nennen können. Ohne Zweifel einer der besten Western und einer der 10 besten Filme aller Zeiten. Für alle Interessierten sei das Buch und der Dokumentarfilm PASSION & POETRY-THE BALLAD OF SAM PECKINPAH von Mike Siegel wärmstens empfohlen!
Wie eigentlich bei allen Filmen von Sam Peckinpah gibt es keine Guten, sondern nur zwielichtige Typen. Da ist zum einen Bishop und seine Bande die Züge überfallen, auf der anderen Seite steht ein ehemaliges Bandenmitglied das von der Eisenbahngesellschaft erpresst wird, der Bande das Handwerk zu legen. Somit gehen beide mit äußerster Brutalität vor, bis es schließlich zu einem der unvergesslichsten Showdowns der Filmgeschichte kommt.
Gleichzeitig ist der Film auch ein melancholischer Abgesang auf den Wilden Westen. Denn die Charaktere werden unweigerlich von der modernen Zeit eingeholt, die sie irgendwie ablehnen, weil sie sich darin auch nicht mehr zurecht finden. Aber irgendwie wissen alle auch, dass ihre Zeit vorbei ist.
Dreckiger und brutaler Western, in dem es nicht die klassischen Helden gibt. Hier gibt es auch keine Gewinner, sondern nur Verlierer. Knallharte Abrechnung mit dem amerikanischen Western.
Der mexikanische General liegt verreckt im Staub, das bis an die Zähne bewaffnete Wilde Pack inmitten seiner geschockten Soldaten ... und die Welt hält für einen kurzen Augenblick den Atem an, bevor die Hölle losbricht.
DAS sind große Kinomomente!
Für viele der beste Western überhaupt, ich konnte damit nicht so viel anfangen.
Die Story ist nicht annährend so spannend und überraschend wie in so manchen Sergio Leone-Filmen.
Dazu kann der Film auch nicht mit so kunstvollen Gesichts- und Landschaftsbildern und einem coolen Soundtrack glänzen.
Für einen amerikanischen Western noch ganz gut, aber ich bin halt nunmal ein Vollblutspagetthiwesternfan und kann den Kultcharakter von "The Wild Bunch" nicht recht nachvollziehen.
Die Brutalität kommt dafür sehr nahe an Leone oder Corbucci heran.
Ein doch rel. klassischer Western, Auto und Maschinengewehr halten Einzug (na toll). Viel Staub und am Ende ebenso viele Tote. Der alte Mann ist ganz cool.
Viel mehr gibt es trotz einer Länge von 2:18 eigentlich nicht zu erzählen...
Epochal. Apokalyptisch. Aber auch anstrengend. Was für eine Gewaltorgie. Das Automobil und das Maschinengewehr halten Einzug. Dazu Endzeitstimmung mit einem mexikanischen General Mapache, der als Vorlage für Colonel Kurtz taugt. Und einem wahnsinnigen Blutrausch, der auch sonst an Apocalypse Now erinnert. Der Endwestern.
The Wild Bunch - Sie kannten kein Gesetz - Kritik
US 1969 Laufzeit 134 Minuten, FSK 16, Western, Actionfilm, Kinostart 03.10.1969
Kritiken (3) — Film: The Wild Bunch - Sie kannten kein Gesetz
goodspeed: KultHit.de / O L O s B L O G
Kommentar löschenKeine Verklärung, kein Pathos, nur nüchterne Gewalt, zu Grunde gegangene Helden und eine Figurenkonstellation die nicht zynischer sein könnte. Sam Peckinpahs Klassiker hat seine Makel. Abrupte Tempowechsel, hölzerne Dialoge, einfältige Rückblenden...aber im Kern ist er der vertrocknete, stinkende Spucknapf, nach den man sich nach zuvielen John Ford Western so dringend sehnt!
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschenSchonungslos schildert Peckinpah das Leben der Gangster zwischen unzimperlichen Kopfgeldjägern und kaltblütigen Kriegsherren.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...
Kommentar löschenEs ist ein Western, der Western für viele. Dabei besitzt "The Wild Bunch" weder die Coolness einer "Handvoll Dollar" geschweige denn den Idealismus der "Glorreichen Sieben". Es sind Ballette des Todes, die Kameramann Lucien Ballard auf Sam Peckinpahs Geheiß teils gleichzeitig aus mehreren Perspektiven und in Slowmotion aufnehmen lässt, bevor Cutter Lou Lombardo die Bilderfolgen in blitzartiger Abfolge aneinander schneidet. Hier wird so schnell geschossen, dass der Schatten erst gar nicht zu sehen ist. Die Gewaltdarstellung in "The Wild Bunch" bricht mit dem Genre, wie man es bis dato zu kennen glaubt. Sie gibt dem Film Struktur; und bugsiert ihn trotz aller ästhetischen Kraft in die Schusslinie der Kritiker. Denn gleich zu Beginn wird klar, dass hier keine Gefangenen gemacht werden.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Kommentare (32) — Film: The Wild Bunch - Sie kannten kein Gesetz
Kommentar schreibenash-williams 2011/10/16 11:59:54
Kommentar löschen<When you side with a man you stay with him, and if you can't do that you're like some animal, you're finished!>
Pike Bishop, der Protagonist in Sam Peckinpahs The Wild Bunch hat nur sein Bunch, sein Wort und seine Loyalität. Mehr braucht er nicht, auch wenn er weiß, dass seine Zeit abgelaufen ist. Der Westen in dem er einst lebte existiert nicht mehr. Er ist ein Dinosaurier, aber er kämpft für seine Ideale, bis zum letzten Schuss. Mit The Wild Bunch hat Sam Peckinpah seinen mit Abstand besten Film, einen bedeutenden Film für das amerikanische Kino und einen der wohl besten Action- und Westernfilme aller Zeiten geschaffen. In einer Zeit in der Actionszenen mit 5 Set-Ups abgefilmt wurden revolutionierte er sowohl die Inszenierung dieser Szenen, als auch die Montage mit der die zahlreichen Einzeleinstellungen zu einem Gesamtwerk verbunden wurden. Die Actionszenen in The Wild Bunch sind auch an heutigen Maßstäben gemessen noch temporeich, gnadenlos, einfach atemberaubend und schrecklich schön. Peckinpahs einzigartigen Style erkennt man nach dem ersten Schuss. Der Film bietet jedoch mehr als nur handwerklich grandioses Actionkino, er bietet eine Story die interessant, witzig, spannend und emotional zugleich ist, er bietet Charaktere die mehr Tiefe besitzen als die meisten Charaktere die heute so über die Leinwand hüpfen und er bietet ein wunderschönes Blutbad, dass den Zuschauer wunderbar manipuliert. Man muss zugeben, dass die Wirkung des Films heute sicherlich nicht so stark ist wie 1969, aber der The Wild Bunch funktioniert immer noch wunderbar und ist für mich einer der besten Filme aller Zeiten.
8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
RoosterCogburn 2011/10/10 23:41:46
Kommentar löschenDie Idee, das das Schicksal schuld ist das zwei alte Freunde gegeneinander kämpfen müssen, ist so alt wie das Genre selbst. Mit seinem Drehbuch und seiner Inszenierung prangerte Peckinpah die Gewalt und den Hunger in seinem Land an. Deshalb hatte er den Zuschauer den Spiegel vorgehalten. Er zeigte die absurde Sinnlosigkeit der Gewalt. Ein fantastischer Spätwestern.
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Carmine 2011/08/07 16:00:01
Kommentar löschenSam Peckinpahs Spätwestern Klassiker "The Wild Bunch" aus dem Jahr 1969 verspricht das was man erwartet: coole Sprüche, eine schöne Atmosphäre und einen unglaublichen Showdown.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Ezra 2011/06/26 19:32:05
Kommentar löschenManchmal zieht sich der Film etwas, aber die herausragenden Darsteller und der großartige Showdown, machen alle Schwächen vergessen. Mein Favorit von Peckinpah.
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Sigrun 2011/06/07 00:26:56
Kommentar löschen"Es ist nicht mehr das, was es mal war, aber es reicht noch." Die Versatzstücke des Genres sind alle vorhanden, aber nichts funktioniert innerhalb der bekannten Parameter. THE WILD BUNCH ist der Abgesang auf den klassischen Western und eine Parabel der menschlichen Grausamkeit. Komplett konträr zu Filmen wie etwa THE MAGNIFICIENT SEVEN und definitiv auch anders als die Italo-Klassiker.
Alles ist kaputt: die Story, die Typen, die Logik, die Ideale, die Grenze(n) und sogar das Lachen, so bescheuert das klingt. Wusste bislang noch gar nicht, dass Sam Peckinpah ein so kompromissloser (und früher) Dekonstruktivist war.
13 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten
Oceanic6 2011/06/07 00:56:48
Antwort löschen"Wusste bislang noch gar nicht, dass Sam Peckinpah ein so kompromissloser (und früher) Dekonstruktivist war." Oh doch! Hast du mal "Straw Dogs" gesehen, da wird das allzu klar. ;)
Sigrun 2011/06/07 07:24:27
Antwort löschenDanke für den Tipp! Mit Peckinpah bin ich definitiv noch nicht fertig :)
Calvero 2011/05/18 17:48:27
Kommentar löschenZurecht einer der besten Western aller Zeiten.
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Wombat 2011/04/22 23:35:25
Kommentar löschenWild Bunch hat mir von der Stimmung her gefallen, ebenso stimmt der Spannungsbogen, aber was mir fehlt sind gute Bilder und eine Kamera, die sich mit den großen Western messen kann.
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Tyler__Durden 2010/12/11 18:59:07
Kommentar löschenWas der Peckinpah anfasst wird zu Blut. Oder so ähnlich. Dabei ist THE WILD BUNCH alles andere als frei von Schwächen. Die Story ist fürn Arsch genauso wie die Charaktere und die Dialoge (außer natürlich solch Ikonische Sätze wie "If they move, kill 'em!") . Die ewig gleiche Epische Musik nervt ab und an auch sehr. Doch wenn das Chaos seinen weg in den Film findet. Wenn sich die Hölle auf Erden durch all mögliche Rohre schleicht. Wenn die Spannung durch einen simplen Zugüberfall kein halten mehr kennt. Wenn die Gewalt, egal gegen wen, zur Malerischen Orgie der Zerstörung wird. Dann weiß man warum der Peckinpah der Peckinpah ist, und THE WILD BUNCH ein guter Film.
18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten
eXonic 2010/12/11 20:01:04
Antwort löschenUnterschreib ich so. Ein guter Film, aber trotzdem ziemlich überbewertet.
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mikkean 2010/12/24 01:05:23
Antwort löschenAber wenn es kracht, dann virtuos ;-)
Tyler__Durden 2010/12/24 09:06:01
Antwort löschenSo sieht's aus.
Conan Doyle 2010/12/06 11:23:19
Kommentar löschenWarum "The wild bunch" allerorts so hochgelobt wird, kann ich nicht ganz verstehen. Für einen Film von über zwei Stunden Laufzeit ist die Handlung extrem dünn. Da kommt auch schon mal Langeweile auf. Die unnötige und übertriebene Brutalität mancher Szenen wirkt auf mich eher albern als "realistisch". Trotz guter Darsteller und einiger gelungener Szenen eher mittelmäßig.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
JackoXL 2010/11/11 01:27:32
Kommentar löschenWenn es ein Regisseur aus den USA geschafft hat, mit Sergio Leone im Westerngenre der damaligen Zeit mitzuhalten, dann ist es Sam Peckinpah. "The Wild Bunch" geht einen ähnlich dreckigen, staubigen Weg wie Leone, versucht gar nicht erst, eine heldenhaftes Bild von Revolverhelden zu heucheln. Weit weg von John Wayne-Romantik oder "Die glorreichen Sieben" gehts hier zur Sache, das macht für mich einen guten Western aus. Helden gebührt ein Denkmal, Outlaws so ein Film. Aus heutiger Sicht nicht mehr so brutal und schonunglos wie damals, aber auch heute noch sieht man einen deutlichen Unterschied zu den üblichen Western der damaligen (amerikanischen) Zeit. Klassiker, gibts bei mir auf Blue-Ray.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Filmkenner77 2010/08/28 16:01:10
Kommentar löschenEpischer und elegischer Abgesang auf Westernmythen. Stark!
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Bäda 2010/05/16 10:22:43
Kommentar löschenganz passabler Western der sich wieder viel Zeit zum erzählen nimmt. Da es jedoch deutlich bessere Western in gibt kommt er über eine 7,5 nicht hinaus. Jedoch trotzdem empfehlenswert.
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dae-su 2010/03/13 18:25:24
Kommentar löschenMein erster Peckinpah, kann sich echt sehen lassen.
In der Tat ziemlich blutig, nicht schwer zu glauben, dass Tarantino in ihm eines seiner großen Idole gefunden hat. Überhaupt fallen Inszenierung und Schnitt sehr stylish aus, insbesondere in Anbetracht der Produktionszeit. Die zwei "großen" Action-Szenen zu Beginn und zum Schluss sind dermaßen großartig konzipiert, das sucht schon seinesgleichen. Vor allem die Parallelmontagen haben mir gut gefallen (etwa der Fall eines erschossenen Gangsters vom Dach: Zerteilt in 5 Einstellungen und immer wieder unterbrochen vom wilden Schießerei-Geschehen drumherum). Ebenfalls famos noch die unheimlich spannende Train-Robbery-Szene, in der der Waggon mit den Marshalls einfach abgehängt wird, während unhörbar die Wagenladung mit Waffen samt Lok geklaut wird - nur um sie nach Abladen der Ware auf den Schienen rückwärts wieder Richtung Waggon zu schicken, wo sie mit Karacho in die Troups reinfährt: Ziemlich schick das.
Schauspielerisch ebenfalls obere Liga, angefangen bei William Holden und Ben Johnson bis hin zum ekelhaften "Generalissimo Mapache" Emilio Fernandez. Soweit so gut.
Bisschen schwieriger empfand ich dafür den Score, der mir einfach zu amerikanisch war - ebenso wie die Geschichte selbst. Und trotz der wirklich ansprechenden Besetzung konnte ich mich auch selten wirklich mit einem der Bunchs identifizieren, was zwischendurch zu der ein oder anderen kleinen Länge geführt hat.
Alles in allem aber trotzdem eher ein Highlight als ne Enttäuschung - und das BD-Bild ist Zucker für die Augen.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Kreator 2009/12/31 15:07:33
Kommentar löschenSchonungsloser Action-Kracher im wilden Westen. Der Film schildert, wie es im Westen wirklich zuging und verzichtet auf Kitsch á la Winnetou und konzentriert sich auf die Handlung im Wesentlichen. Sehr guter Western.
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logos 2009/09/05 22:01:05
Kommentar löschenHätte Sam Peckinpah keinen weiteren Film nach THE WILD BUNCH gemacht - ein Platz im Olymp der besten Regisseure aller Zeiten wäre ihm dennoch sicher gewesen. The Wild Bunch ist Peckinpah und Peckinpah ist The Wild Bunch!! Über keinen Film wurden so viele Schriften verfasst, wie hier. Unchanged Men in a changing land. Treffender hätte selbst Peckinpah seine Biographie nicht nennen können. Ohne Zweifel einer der besten Western und einer der 10 besten Filme aller Zeiten. Für alle Interessierten sei das Buch und der Dokumentarfilm PASSION & POETRY-THE BALLAD OF SAM PECKINPAH von Mike Siegel wärmstens empfohlen!
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Blonder 2009/05/31 10:21:18
Kommentar löschenWie eigentlich bei allen Filmen von Sam Peckinpah gibt es keine Guten, sondern nur zwielichtige Typen. Da ist zum einen Bishop und seine Bande die Züge überfallen, auf der anderen Seite steht ein ehemaliges Bandenmitglied das von der Eisenbahngesellschaft erpresst wird, der Bande das Handwerk zu legen. Somit gehen beide mit äußerster Brutalität vor, bis es schließlich zu einem der unvergesslichsten Showdowns der Filmgeschichte kommt.
Gleichzeitig ist der Film auch ein melancholischer Abgesang auf den Wilden Westen. Denn die Charaktere werden unweigerlich von der modernen Zeit eingeholt, die sie irgendwie ablehnen, weil sie sich darin auch nicht mehr zurecht finden. Aber irgendwie wissen alle auch, dass ihre Zeit vorbei ist.
Dreckiger und brutaler Western, in dem es nicht die klassischen Helden gibt. Hier gibt es auch keine Gewinner, sondern nur Verlierer. Knallharte Abrechnung mit dem amerikanischen Western.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Bradbury 2009/05/28 22:02:22
Kommentar löschenDer mexikanische General liegt verreckt im Staub, das bis an die Zähne bewaffnete Wilde Pack inmitten seiner geschockten Soldaten ... und die Welt hält für einen kurzen Augenblick den Atem an, bevor die Hölle losbricht.
DAS sind große Kinomomente!
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JimiHendrix 2009/05/26 19:50:14
Kommentar löschenFür viele der beste Western überhaupt, ich konnte damit nicht so viel anfangen.
Die Story ist nicht annährend so spannend und überraschend wie in so manchen Sergio Leone-Filmen.
Dazu kann der Film auch nicht mit so kunstvollen Gesichts- und Landschaftsbildern und einem coolen Soundtrack glänzen.
Für einen amerikanischen Western noch ganz gut, aber ich bin halt nunmal ein Vollblutspagetthiwesternfan und kann den Kultcharakter von "The Wild Bunch" nicht recht nachvollziehen.
Die Brutalität kommt dafür sehr nahe an Leone oder Corbucci heran.
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dbeutner 2009/05/12 10:55:21
Kommentar löschenEin doch rel. klassischer Western, Auto und Maschinengewehr halten Einzug (na toll). Viel Staub und am Ende ebenso viele Tote. Der alte Mann ist ganz cool.
Viel mehr gibt es trotz einer Länge von 2:18 eigentlich nicht zu erzählen...
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Tobias 2008/12/14 00:18:19
Kommentar löschenEpochal. Apokalyptisch. Aber auch anstrengend. Was für eine Gewaltorgie. Das Automobil und das Maschinengewehr halten Einzug. Dazu Endzeitstimmung mit einem mexikanischen General Mapache, der als Vorlage für Colonel Kurtz taugt. Und einem wahnsinnigen Blutrausch, der auch sonst an Apocalypse Now erinnert. Der Endwestern.
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