The Wind That Shakes The Barley

The Wind That Shakes The Barley (2006), IE/FR/DE/IT/ES/GB
Laufzeit 127 Minuten, FSK 12, Drama, Historienfilm, Kinostart 28.12.2006

6.4 Kritiker
12 Bewertungen
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7.1 Community
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18 Kommentare
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von Ken Loach, mit Cillian Murphy und Padraic Delaney

Irland, 1920: Landarbeiter und andere patriotische Einwohner Irlands schließen sich zusammen, um den Kampf gegen die Briten aufzunehmen, die die Unabhängigkeitsbemühungen Irlands behindern. Unter diesen Männern ist auch der angehende Mediziner Damien, der an der Seite seines Bruders Teddy für sein Heimatland kämpfen will, und dafür sogar das Studium aufgibt. “The Wind that Shakes the Barley” erzählt die Geschichte des jungen Damien, der seine Arztkarriere aufgibt, um für die irische Unabhängigkeit zu kämpfen. Er schließt sich den Verbündeten seines Bruders Teddy an, die nach dem irischen Osteraufstand 1916 und der international nicht anerkannten irischen Unabhängigkeit gegen die übermächtige britische Krone ins Feld ziehen. Bewaffnet und doch wehrlos, zahlreich und doch zu wenige, leidenschaftlich und doch verwundbar bündeln sie ihre Kräfte und treiben ihre einzige Chance, den Guerillakrieg gegen die Weltmacht, bis ins Inferno. Doch die Waffen, die gestern noch ihr Ziel trafen, sind am nächsten Tag schon überflüssig. Doch der zweifelhafte Friedensvertrag mit den Briten zerbricht nicht nur die Widerstandsbewegung, sondern sprengt auch die Brüder Damien und Teddy auseinander. Viel zu spät verstehen sie, dass der Gegner längst erkannt hat, wie er sich die individuellen Interessen der Aufständischen zunutze machen kann. Die radikale Konfrontation führt zu einer inneren und äußeren Zerrissenheit – Damien und Teddy stehen sich im nun folgenden Bürgerkrieg als Todfeinde gegenüber und nur die Liebe zu Sinead scheint für Damien nichts an Reinheit eingebüßt zu haben.

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Kritiken (1) — Film: The Wind That Shakes The Barley

dlumic: filmrezension.de dlumic: filmrezension.de

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4.0Uninteressant

Mit "The Wind That Shakes the Barley" gewann Ken Loach erstmals die Goldene Palme in Cannes 2006. Nach 40 Jahren Regiearbeit. Und nach zahlreichen Filmen, für die er eher die Auszeichnung verdient gehabt hätte. Die Filmkritik war sich einig: Es geschah viel mehr, um das Gesamtwerk des Ken Loach zu prämieren denn wegen des vorliegenden Films.
Loach verknüpft im Film lose Episoden der Mobilmachung, während die Figuren erstaunlich komturlos bleiben. Loachs Film will intentional nicht weiter eine Art politisches Pamphlet sein, ist für diesen Rückzieher aber zu weit vorgedrungen. Was übrig bleibt, ist eine eindimensionale Zustandsbeschreibung des Freiheitskampfs, bei dem die Landschaftsaufnahmen und die melancholischen gälischen Lieder - eine Zeile eines Freiheitslieds von Robert Dwyer Joyce gab dem Film den Titel - mehr an Stimmung vermitteln als jeder der übertrieben schneidigen Dialoge.

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Kommentare (17) — Film: The Wind That Shakes The Barley

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servo80

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein guter Film, der einen Einblick in den Konflikt in Irland gibt und die Anfänge schildert. Mit Sicherheit kein leichter Stoff, aber gut gespielt und souverän erzählt.
Etwas mehr emotionale Nähe zu den Figuren hätte letztendlich aber doch nicht geschadet, denn es ist schon seltsam, wenn ein Film so bitter endet und einen das kaum bewegt.

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Jaliju

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Bewertung6.5Ganz gut

Achtung, enthält SPOILER!
Naja. Der Film war weder schlecht noch oberflächlich, aber berühren konnte er trotzdem nicht. Außerdem habe ich die Entwicklung der Charaktere nicht verstanden. Ich dachte anfangs der ältere Bruder wäre der rebellische idealistische Freiheitskämpfer und sein jüngerer Bruder halt der kleine Streber und Feigling, der ins feindliche London abhauen will, um dort Arzt zu werden. Habe gar nicht die Wandlung nachvollziehen können, weshalb der Große den Vertrag akzeptiert, sich der Armee anschließt und letztendlich seinen kleinen Bruder erschießen lässt, der doch die Ideale verfolgt hat, die er wiederrum anfangs hatte. Wo ist denn da die Logik? Trotz der hübschen Bilder von grünen irischen Landschaften, haut einen die Erzählweise einfach nicht vom Hocker.
Wieso hat der Film die Goldene Palme gewonnen?!?

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bdk

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Das Problem des Films ist, denke ich, dass viele Leute außerhalb Irlands mit den geschichtlichen Hintergründen nicht ausreichend vertraut sind, um diese Entwicklungen nachzuvollziehen. Teddy schließt sich nicht "der Armee" an, er wird Mitglied der neu gegründeten Armee des durch den Vertrag neugegründeten irischen Freistaats. Nicht, weil er irgendwelche Ideale verrät und plötzlich pro-britisch wäre, sondern, weil er diesem bessere Chancen einräumt, die komplette Unabhängigkeit zu erreichen, als einem Guerillakrieg gegen das britische Empire. Damien sieht das anders und verbleibt bei den Republikanern, die ihrerseits die Freistaatler als Verräter betrachten.

Dieses Hintergrundwissen (und noch einiges mehr) setzt der Film voraus. Bei Zuschauern es dem englischen Sprachraum dürfte er es finden, daher wird er dort natürlich ganz anders rezipiert.


spanky

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Bewertung7.0Sehenswert

Dramatischer Historienfilm, der in spannender Weise die Geschehnisse zum Vorabend der irischen Unabhängigkeit beleuchtet. Teilweise wird Loach recht theatralisch und verspielt dabei im Schlußakt leider seine Glaubwürdigkeit. Dafür begeistert Cilian Murphy uneingeschränkt in der Hauptrolle.

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JackoXL

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein Film über die Anfangsjahre der IRA, der den späteren Terrorismus nicht glorifiziert, aber damalige Beweggründe deutlich und nachvollziebar macht. Nicht nur ein historisch interessanter, sondern auch ein intensiver und bewegender Film, ohne zu überdramatisieren. Anfangs ging mir einiges etwas zu schnell, hastig folgt eins aufs andere. Hat aber wohl auch seinen Grund, sonst wären aus 120 schnell 180 oder mehr Minuten geworden. Hätte mich aber auch nicht gestört, für so gute Filme nehme ich mir die Zeit gerne. Zwischenzeitlich dann vielleicht etwas geschwätzig, wird aber auch nie langweilig. Diese Minikritikpunkte sind aber auch ein wenig Haarspalterei, insgesamt sehr stark, toll gespielt und mit einigen bedrückenden Szenen, nicht zuletzt das Finale. Auch ohne großes Hintergrundwissen absolut sehenswert, das nötige erfährt man ja durch den Film.

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8martin

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Bewertung10.0Herausragend

Ken Loach ist ein erschütternder Film über den englisch-irischen Konflikt gelungen.
Drei Dinge sind bemerkenswert: man erfährt etwas über die Uneinigkeit der Iren untereinander. Hier gab es Realos und Fundis, die sich letztlich, nachdem sich die politische Lage verändert hat, gegenseitig bekämpften, wobei die Trennlinie mitten durch Familien verlaufen konnte. Der Konflikt ist also ein echter Bruderkrieg. Diese Individualisierung der Auseinandersetzung geht an die Nieren, weil sie bis zur letzten Konsequenz verfolgt wird.
Außerdem trifft der lyrische Titel, der auf eine alte Ballade zurückgreift, das Wesen der irischen Seele. Die Liebe zur irischen Heimat schafft Rebellen und ist immer eng verbunden mit der zu einem irischen Mädchen. Beide enden tragisch.
Und dann ist da noch die mehrfache Bedeutung der Gerste für die Untergrundkämpfer: als Wegzehrung und als letzte Ruhestätte. Aber auch als symbolische ewige Wiedergeburt des irischen Widerstandes.

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maslobojew

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ziemlich ungeschönt und drastisch in der Gewaltdarstellung, so dass sie einen erreicht und betroffen macht, polarisierend angelegt, was ich gut finde, denn so ist das ein Beitrag, der innerhalb der vielen Filme zum Thema seinen berechtigten Platz findet.

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dbeutner

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Recht dicht inszeniertes Polit-/Sozial-/Moraldrama, bei dem zwar klar ist, dass die Britische Besatzung alles andere als freundlich ist, sich aber über die Wege und Möglichkeiten des Widerstands viele moralisch schwierige Frage auftun. Angenehm zu sehen, dass Loach/Leverty zwar politsch auf der Seite der Iren stehen, aber dabei gleichzeitig die grundsätzliche Schizophrenie des Militärischen / Soldatischen (auf welcher Seite auch immer) aufdecken.

Tipp am Rande: Die wohl durchdringendste Version des Liedes "The Wind that Shakes the Barley" gibt es von "Dead Can Dance".

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annaberlin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ken Loach verfolgt weiterhin seine Linie des politischen Sozialdramas. The wind that shakes the barley lenkt unseren Blick auf den irischen Bürgerkrieg. Der Film verlangt viel vom Zuschauer. Ohne Vorwissen bleibt er unverständlich oder motiviert den ein oder anderen, sich besser zu informieren. Womit Loach sein Ziel erreicht hätte.

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Alecprime

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Bewertung6.0Ganz gut

Leider enttäuscht TWTSTB weil es dem Film nicht gelingt eine Nähe zu irgendeinem der Charaktere herzustellen. Der ganze Plot wirkt unwahrscheinlich linear, voraussehbar, da können auch die schönen Landschaften und Lieder nicht helfen. Fad.

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peekay35

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Bewertung9.0Herausragend

Packendes Drama um zwei Brüder und Nachhilfestunde
in irischer Geschichte ab 1914.

Vielleicht nichts für die breite Masse, aber jeder der
europäisches Kino schätzt und auch mal was für seine Bildung
tun will, sollte sich den Film anschauen.

Übrigens, der Hauptdarsteller Cillian Murphy spielt auch
in der amerikanischen Science-Fiction-Verfilmung "Sunshine"
mit (wußte doch, dass mir das Gesicht bekannt vorkommt).

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denise

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Bewertung6.0Ganz gut

Ernsthafter Film, der einen zum Nachdenken anregt, da er nichts einfach nur in schwarz und weiß zeichnet (zumindest was die Motive der Iren angeht, bei den Briten ist er da deutlicher ;) ). Alles in allem aber nichts, was man nicht schon mal irgendwo besser thematisiert gesehen hätte.

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Melli Reilly

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Guter Geschichtsfilm, der mal wieder zeigt, dass man nie genau sagen kann, wer die richtige Idee hat und wer die guten sind. Ist aber auch nichts für empfindliche, da der Film einen vor den Schrecken des Terrors nicht verschont und alles sehr realistisch zeigt

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alter.native

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein Geschichtsfilm und ein parteiischer Film von Ken Loach über die Insel, die so viele von uns mögen, und die eben nicht nur aus tollen Landschaften besteht. Wer Irland mag, sollte die schwere Geschichte seiner Bewohner kennen! Dazu trägt dieser Film ein Stück bei.

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JoeShoe

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Unglaublich gute Leistung der Schauspieler. Manchmal hat man das Gefühl,
sie hätten die Kamera vollkommen vergessen und spielen gar kein Drehbuch mehr nach. Das hat wohl damit zu tun, dass kleinere Versprecher nicht herausgenommen wurden (Ich hab den Film im englischen Original gesehen). Am Ende bleibt ein guter Einblick in die Entstehung des Krieges zwischen der Republik Irland und dem britischen Empire und vor allem die ewige Frage: was soll man in einem solchen Konflikt tun: um des Friedens Willen den Kampf aufgeben und dadurch die Unterdrückung des Siegers ertragen, oder auf unbestimmte Zeit weiterkämpfen und dadurch immer mehr Tote auf beiden Seiten verursachen? Absolut sehenswerter Film, nicht nur für Irland-Interessierte.

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Nevenka

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Bewertung7.5Sehenswert

Cillian Murphy mag ich wegen "Breakfast on Pluto" sehr. "The Wind that Shakes the Barley" hat mich dazu verleitet, mich anschließend geschichtlich ein wenig kundiger zu machen. Ich wusste ja fast nichts von dem Gezeigten. Aber bitte liebe Filmschaffende, verzichtet in Zukunft doch darauf, Fingernagelziehfolter zu zeigen. Leider war das 2007 anscheinend in Mode. Ich meine, mir wird schon schlecht, wenn einer in der Absicht nur die Zange zückt. Andeuten reicht völlig.

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Miss Sophie

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Bewertung2.0Ärgerlich

Tolle Landschaftsaufnahmen - Irland ist eben einfach wunderschön. Die Story dagegen wirkt ermüdend. Loach steht natürlich auf der Seite der Schwachen, und es ist nicht ganz leicht, zwei Stunden lang zuzusehen, wie die permanent schikaniert und mißhandelt werden.

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Waterhouse

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Bewertung7.0Sehenswert

Story: Die Geschichte des Irischen Bürger-(Brüder-)krieges. Spannend und bildend!
Schauspieler: unbekannt, aber gut gespielt
Bild: ich liebe Irland! Einfach wundervolle Landschaften
Sonstiges: Ich war erst etwas enttäuscht, da ich einen Kriegsfilm erwartet hatte. Was der Film aber nur am Rande ist.
Zielpublikum: Geschichtsinteressierte
Fazit: Schöner ruhiger Film der einen nachdenklich macht, weil man nicht weiß auf welcher Seite man seine Sympathien hat

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